480.112
Verordnung über die Beitragsleistung an Fahrten von mobilitätseingeschränkten Personen
Vom 05.07.2016 (Stand 01.06.2020)
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft,
gestützt auf die Vereinbarung vom 25. August 2015 über die Beitragsleistung an Fahrten von mobilitätseingeschränkten Personen, § 2 Abs. 2 und 3 und § 3 Abs. 1,
beschliesst:
1 Allgemeine Bestimmungen
Art. 1 Regelungsbereich
Diese Verordnung regelt den Vollzug der Vereinbarung vom 25. August 2015 über die Beitragsleistung an Fahrten von mobilitätseingeschränkten Personen.
2 Berechtigte Personen
Art. 2 Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen
Bei der Prüfung der Anspruchsberechtigung werden das Einkommen und das Vermögen der antragstellenden Person berücksichtigt.
Bei Personen, die Ergänzungsleistungen zur Invalidenversicherung oder zur Alters- und Hinterlassenenversicherung beziehen, werden das Einkommen und das Vermögen nicht berücksichtigt.
Die Grundlage für die Prüfung bildet die aktuelle Staatssteuereinschätzung des Kantons Basel-Landschaft oder, bei Personen, die Ergänzungsleistungen zur Invalidenversicherung oder zur Alters- und Hinterlassenenversicherung beziehen, die Verfügung über die Ergänzungsleistungen.
Das anrechenbare Einkommen setzt sich zusammen aus:
dem Zwischentotal der Einkünfte der gesuchstellenden Person (Position 399 der Staatssteuereinschätzung des Kantons Basel-Landschaft), wobei das Nettoeinkommen aus nicht selbst bewohnten Liegenschaften angerechnet wird (das Nettoeinkommen entspricht den steuerbaren Einkünften aus diesen Liegenschaften abzüglich dem Pauschalabzug für Liegenschaftskosten);
zuzüglich 10% des steuerbaren Vermögens (Position 910);
abzüglich der geleisteten Unterhaltsbeiträge;
abzüglich des Kinderabzuges von CHF 5‘000 pro Kind, das zu einem Steuerabzug berechtigt;
abzüglich der abzugsberechtigten Kosten für Krankheit, Unfall und behinderungsbedingte Kosten (Positionen 720, 730).
Werden die folgenden Einkommensgrenzen überschritten, besteht keine Anspruchsberechtigung:
Anrechenbares Einkommen | ||
|---|---|---|
a. | CHF 104'000.– | 1. Personen im erwerbsfähigen Alter; |
2. Elternteile mit behinderten Kindern; | ||
b. | CHF 130'000.– | 1. Ehepaare im erwerbsfähigen Alter; |
2. Eltern mit behinderten Kindern; | ||
c. | CHF 65'000.– | 1. Personen im AHV-Alter; |
d. | CHF 77'000.– | 1. Ehepaare im AHV-Alter. |
3 Beiträge an Fahrten
Art. 3 Fahrtenkontingent
Pro Jahr stehen einer anspruchsberechtigten Person mit zivilrechtlichem Wohnsitz im Kanton Basel-Landschaft 168 beitragsberechtigte Fahrten zur Verfügung.
Der Regierungsrat kann bei Bedarf unterjährig das Kontingent an subventionierten Fahrten anpassen.
Art. 4 Selbstbehalt
Der Anteil der selbstzutragenden Fahrtkosten wird wie folgt festgelegt:
Bst. | Betrag Taxi | Selbstbehalt Fahrgast |
|---|---|---|
a. | CHF 00.00-10.00 | CHF 7.–; |
b. | CHF 10.05-15.00 | CHF 8.–; |
c. | CHF 15.05-20.00 | CHF 10.–; |
d. | CHF 20.05-25.00 | CHF 11.–; |
e. | CHF 25.05-30.00 | CHF 12.–; |
f. | CHF 30.05-35.00 | CHF 13; |
g. | CHF 35.05-40.00 | CHF 14.–; |
h. | CHF 40.05-45.00 | CHF 15.–; |
i. | CHF 45.05-50.00 | CHF 16.–; |
j. | CHF 50.05-55.00 | CHF 17.–; |
k. | CHF 55.05-60.00 | CHF 18.–; |
l. | CHF 60.05-65.00 | CHF 19.–; |
m. | CHF 65.05-70.00 | CHF 20.–; |
n. | CHF 70.05-75.00 | CHF 21.–; |
o. | CHF 75.05-80.00 | CHF 23.–; |
p. | CHF 80.05-85.00 | CHF 25.–; |
q. | CHF 85.05-90.00 | CHF 27.–; |
r. | CHF 90.05-95.00 | CHF 29.–; |
s. | CHF 95.05-100.00 | CHF 32.–; |
t. | CHF 100.05-110.00 | CHF 35.–; |
u. | CHF 110.05-120.00 | CHF 40.–. |
Übersteigt der Taxameterbetrag die Grenze von CHF 120.–, setzt sich der Selbstbehalt des Fahrgastes wie folgt zusammen: CHF 50.– + Betrag, der CHF 120.– übersteigt = Selbstbehalt.
GS 2016.028