711.12
Vollzugsverordnung betreffend die Einschränkung der Zulassung zur Tätigkeit zulasten der Krankenversicherung
vom 17.09.2019 (Stand 01.07.2021)
Der Regierungsrat von Nidwalden,
gestützt auf Art. 64 Abs. 1 Ziff. 1 der Kantonsverfassung, in Ausführung von Art. 21 Abs. 2 und Art. 91 des Gesetzes vom 30. Mai 2007 zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit (Gesundheitsgesetz, GesG) und der Verordnung vom 3. Juli 2013 über die Einschränkung der Zulassung von Leistungserbringern zur Tätigkeit zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (VEZL),
beschliesst:
Art. 1 Ausnahmen für Fachgebiete
Von der Zulassungsbeschränkung gemäss Art. 1 VEZL sind gestützt auf Art. 3 lit. a VEZL folgende Fachgebiete ausgenommen:
Allgemeine Innere Medizin;
Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie ‑psychotherapie;
Praktische Ärztin oder Praktischer Arzt;
Psychiatrie und Psychotherapie.
Art. 2 Ausnahmezulassung
In den Fachgebieten, die nach Bundesrecht einer Zulassungsbeschränkung unterworfen sind, können gestützt auf Art. 4 VEZL ausnahmsweise zusätzliche Personen zugelassen werden.
Art. 3 Zuständigkeit
Das Amt ist zuständig für den Vollzug.
Es entscheidet insbesondere über:
die Zulassungen zur Tätigkeit zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung;
die Ausnahmezulassungen gemäss Art. 4 VEZL;
die Fristverlängerungen gemäss Art. 55a Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG).
Es erstattet Meldung gemäss Art. 7 VEZL.
Art. 4 Inkrafttreten, Befristung
Diese Verordnung tritt rückwirkend auf den 1. Juli 2019 in Kraft.
Sie gilt gestützt auf die Übergangsbestimmung zur Änderung vom 19. Juni 2020 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG) längstens bis am 30. Juni 2023.
A 2019, 1580