RRB Nr. 601/2017
Universität Zürich, Areal Wässerwies, Projektwettbewerb, zusätzliche gebundene Ausgabe
Rubrum
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 28. Juni 2017
601. Universität Zürich-Zentrum, «Areal Wässerwies», Planungsphase Projektwettbewerb (Ausgabenbewilligung)
Erwägungen
A. Ausgangslage Seit 2012 hat die Universität (UZH) mit dem Kanton und der Stadt Zürich sowie weiteren Beteiligten wichtige Planungsgrundlagen für die Weiterentwicklung der universitären Infrastruktur erarbeitet. Danach soll der universitäre Betrieb weitgehend auf die drei Hauptstandorte Zentrum, Irchel und Lengg konzentriert werden. Für das Hochschulgebiet Zürich Zentrum (HGZZ) haben der Kanton und die Stadt Zürich zusammen mit den drei Institutionen UZH, Universitätsspital und Eidgenössische Technische Hochschule Zürich eine mögliche bauliche und räumliche Weiterentwicklung im Masterplan 2014 festgehalten. Mit Beschluss Nr. 679/2014 stimmte der Regierungsrat dem Masterplan für das HGZZ zu. Am 13. März 2017 beschloss der Kantonsrat die entsprechende Teilrevision des Richtplans. Als weitere Planungsschritte stehen die Genehmigung der Teilrevision des kantonalen Richtplans durch den Bund und die Festsetzung der kantonalen Gestaltungspläne durch den Kantonsrat an. Nach Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen können in einem nächsten Schritt die Projektwettbewerbe vorbereitet werden. Als Erstes soll der Projektwettbewerb für die Bebauung auf dem Areal Wässerwies ausgeschrieben werden.
B. Projekt Mit dem Neubau auf dem Areal Wässerwies wird ergänzend zum bestehenden Kollegiengebäude ein Lehr- und Lernzentrum geschaffen. Die Forschungsflächen der Rechts- und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie Teile der Philosophischen Fakultät werden darin zusammengefasst. Das neue Gebäude zeichnet sich durch eine breite Nutzungsvielfalt aus. Neben Lehr- und Forschungsflächen umfasst es Verpflegungs- und Sportangebote, Dienstleistungen der UZH und hochschulnahe Drittnutzungen. Auf der Grundlage des Gestaltungsplans wird eine möglichst gute Abschöpfung des vorhandenen Flächenpotenzials in einem kompakten Gebäudekomplex angestrebt. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte, effiziente und wirtschaftliche Entwicklung.
Auf dem Areal Wässerwies lassen sich laut Machbarkeitsstudie rund 41 300 m2 Hauptnutzflächen (HNF) umsetzen. Das folgende Grobraumprogramm zeigt die geplanten HNF, welche die Grundlage für den Projektwettbewerb bilden: Tabelle 1: Grobraumprogramm Nutzungskategorie Nutzungen m2 Lehre und Lernen Allgemeine Hörsäle 15 450 Seminarräume Skills Lab MeF Studierenden-Arbeitsplätze Lernzentrum/Bibliothek Forschung (Büro) Rechtswissenschaft 14 800 Wirtschaftswissenschaften Sprachwissenschaften Kompetenzzentrum UMZH Zentrale Dienste Sprachzentrum 2 900 Weiterbildungszentrum Leitung UZH Sport Turnhallen 4 600 Kraft- und Cardioräume Verpflegung Mensa, Café 2 200 Hochschulnahe Nutzungen Öffentliche Nutzungen wie Restaurant, 1 400 Detailhandel, Kinderbetreuung Total 41 350
C. Kosten und Finanzierung Bis zum Abschluss der Vorstudienphase ist insgesamt mit folgenden Kosten zu rechnen (Preisstand März 2017): Tabelle 2: Kostenzusammenstellung Vorstudie Art in Franken A Gestaltungsplan Grundlagenermittlung 200 000 Verfahrensabklärungen, Pläne 50 000 B Machbarkeitsstudie Bebauungspotenzial 100 000 C Wettbewerb Ausschreibung, Wettbewerbsunterlagen 135 000 Vorprüfungen 200 000 Beurteilungen 250 000 Preissumme 625 000 Ausstellung, Wettbewerbsbericht 140 000 D Grundlagenermittlung für Projektierungskredit 200 000 E Qualifizierte externe Unterstützung 450 000 Total einschliesslich MWSt 2 350 000
Die Bildungsdirektion bewilligte für die Finanzierung der bisherigen Planungsschritte insgesamt Fr. 350 000 als gebundene Ausgabe (§ 37 Abs. 2 lit. d CRG). Für die Erstellung der Gestaltungspläne und die Begleitung der Gesuchstellung zur Inventarentlassung wurden mit Verfügung vom 26. November 2014 Fr. 200 000 und mit Verfügung vom 22. Dezember 2015 weitere Fr. 50 000 für die vertiefenden Abklärungen im Gestaltungsplan- Verfahren und die Überarbeitung der Gestaltungsplandokumente bewilligt. Am 20. April 2016 bewilligte die Bildungsdirektion zusätzliche Fr. 100 000 für eine Machbarkeitsstudie zur Prüfung des quantitativen Bebauungspotenzials auf dem Areal Wässerwies. Diese Ausgaben sind in den in Tabelle 2 aufgeführten Kosten enthalten. Für die Ausschreibung und Durchführung des Projektwettbewerbs Wässerwies, die Grundlagenermittlung für die Beantragung des Projektierungskredits sowie Leistungen externer Unterstützung ist eine zusätzliche gebundene Ausgabe von Fr. 2 000 000 zu bewilligen. Die Ausgaben gehen zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7050, Hochbauinvestitionen Bildungsdirektion. Sie sind im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2017–2020 eingestellt.
D. Termine Auf der Grundlage des vorliegenden Grobraumprogramms wird das Hochbauamt einen internationalen, einstufigen Projektwettbewerb mit Präqualifikation ausschreiben. Das Präqualifikationsverfahren soll Anfang Juni 2017 ausgelöst werden. Der Beginn der Bearbeitung der Aufgabenstellung durch die ausgewählten Teams ist auf Anfang Oktober 2017 vorgesehen. Das Siegerprojekt des Projektwettbewerbs soll im 2. Quartal 2018 vorliegen.
Dispositiv
Auf Antrag der Bildungsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Für die Ausschreibung und Durchführung des Projektwettbewerbs Wässerwies wird zur Ausgabenbewilligung von Fr. 350 000 gemäss Verfügungen der Bildungsdirektion vom 26. November 2014, 22. Dezember 2015 und 20. April 2014 eine zusätzliche gebundene Ausgabe von Fr. 2 000 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7050, Hochbauinvestitionen Bildungsdirektion, bewilligt. Die gesamte zur Verfügung stehende Ausgabesumme beträgt Fr. 2 350 000.
II. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Baudirektion und die Bildungsdirektion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi