05.433, 05.434
Inasprimento della legge federale sul materiale bellico / Rafforzamento della legge sul materiale bellico e dell'ordinanza sul materiale bellico
Intervento procedurale
Antrag der Mehrheit
Den Initiativen keine Folge geben
Antrag der Minderheit
(John-Calame, Allemann, Banga, Günter, Haering, Hollenstein, Salvi, Widmer)
Der Initiative 05.433 Folge geben
Antrag der Minderheit
(Salvi, Allemann, Banga, Günter, Haering, John-Calame, Hollenstein, Widmer)
Der Initiative 05.434 Folge geben
Proposition de la majorité
Ne pas donner suite aux initiatives
Proposition de la minorité
(John-Calame, Allemann, Banga, Günter, Haering, Hollenstein, Salvi, Widmer)
Donner suite à l'initiative 05.433
Proposition de la minorité
(Salvi, Allemann, Banga, Günter, Haering, John-Calame, Hollenstein, Widmer)
Donner suite à l'initiative 05.434
Lang Josef · Mit-M · Consiglio nazionale · Zugo · Gruppo dei Verdi
Vorletzten Sommer ging ein Aufschrei durch die Bevölkerung, als der Bundesrat bekanntgab, er wolle ausgemusterte Schweizer Schützenpanzer indirekt nach Irak und direkt nach Pakistan liefern, Indien Baupläne für den Bau von Fliegerabwehrgeschützen zur Verfügung stellen und Luft-Luft-Raketen der südkoreanischen Armee in der Schweiz einer Generalüberholung unterziehen. Bekanntlich herrscht in Irak Krieg, sind Pakistan und Indien illegale Atommächte und ist Südkorea de jure im Kriegszustand mit Nordkorea. Die heftige Reaktion in der Öffentlichkeit ist verständlich, denn in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger ist das verankert, was der Bundesrat seit Jahren immer wieder - beispielsweise im Abstimmungskampf über die Volksinitiative "für ein Verbot der Kriegsmaterialausfuhr" von 1997 - mit grosser Vehemenz öffentlich verkündete: Es werden keine Schweizer Waffen in Krisen- und Kriegsgebiete geliefert.
Die parlamentarische Initiative der grünen Fraktion beinhaltet drei Kernforderungen:
1. Artikel 5 der Kriegsmaterialverordnung verpflichtet heute die zuständigen Stellen gestützt auf Artikel 22 des Kriegsmaterialgesetzes, bei der Bewilligung von Auslandgeschäften bestimmte Kriterien zu berücksichtigen. Die Ausfuhrkriterien haben aber, das zeigen die zitierten Entscheide, keinen zwingenden Charakter. Durch die gesetzliche Festschreibung der Ausfuhrkriterien werden diese verbindlicher. Durch den Ersatz der gegenwärtig gültigen Kann-Bestimmung durch eine zwingende Bestimmung und durch eine ausdrückliche Erwähnung der Ausfuhrkriterien im Gesetz soll sichergestellt werden, dass künftig keine Kriegsmaterialausfuhren in Krisen-, Kriegs- und Konfliktgebiete mehr bewilligt werden können.
2. Gegenwärtig werden in Artikel 5 der Kriegsmaterialverordnung innerstaatliche Gewaltkonflikte nicht explizit erwähnt. Aufgrund der globalen Gewaltentwicklung drängt sich eine diesbezügliche Präzisierung auf, und zwar im Gesetz.
3. Bis 1998 waren Ausfuhren in Krisengebiete zwingend untersagt. Die im Kriegsmaterialgesetz von 1972 bestehende zwingende Bestimmung lautete: "Es werden keine Ausfuhrbewilligungen nach Gebieten erteilt, in denen ein bewaffneter Konflikt herrscht, ein solcher auszubrechen droht oder sonst wie gefährliche Spannungen bestehen." Bei der Annahme der parlamentarischen Initiative kehren wir zur Regelung zurück, wie sie vor der Revision des Gesetzes von 1998 in Kraft war.
Die Volksinitiative "für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten" hat seit letztem Juli 80 000 Unterschriften zusammengebracht. Diese Forderung, die weiter geht als diese parlamentarische Initiative, ist also sehr populär. Stimmen Sie auch deshalb der parlamentarischen Initiative "Verschärfung des Kriegsmaterialgesetzes" zu.
John-Calame Francine · Mit-F · Consiglio nazionale · Neuchâtel · Gruppo dei Verdi
Une forte minorité de la commission demande de donner suite à cette initiative afin que la loi qui régit actuellement le commerce de matériel de guerre soit complétée par les critères qui figurent à l'article 5 de l'ordonnance sur le matériel de guerre.
Quels sont les critères de l'article 5 de l'ordonnance? Il demande que certaines considérations soient sérieusement prises en compte, notamment le respect des droits humains, le maintien de la paix et la stabilité régionale, la situation qui prévaut dans le pays de destination - il faut tenir compte notamment du respect des droits de l'homme et de la renonciation à utiliser des enfants-soldats - et l'attitude du pays de destination envers la communauté internationale, notamment sous l'angle du respect du droit international.
La minorité de la commission souhaite que les autorisations d'exportation qui ne remplissent pas ces critères soient obligatoirement refusées et que le matériel destiné à ces régions soit détruit ou revalorisé ensuite.
Quelles sont les motivations qui conduisent la minorité de la commission à vous proposer d'accepter cette initiative? Tout d'abord le fait que le 29 juin 2005, par exemple, le Conseil fédéral autorisait le SECO à approuver des demandes d'exportation de matériel de guerre à destination de l'Inde, du Pakistan et de la Corée du Sud, et dans la foulée, à autoriser l'exportation de 180 chars de grenadiers M-113 à destination des Emirats arabes unis (EAU) qui désiraient les offrir à l'Irak, et ceci malgré la politique instable, voire gravement perturbée de ces pays. De plus, la Suisse s'est trouvée fort dépourvue lorsque les 40 obusiers blindés M-109 livrés en septembre 2004 aux EAU ont été transférés au Maroc et ceci malgré l'engagement pris par les Emirats de ne pas réexporter ce matériel. Dans ce cas nous n'avons pu que constater les faits et regretter que les choses se soient passées ainsi, car nous n'avons aucun moyen d'intervention plus contraignant pour faire respecter ce genre de clause restrictive figurant dans les contrats de vente de matériel de guerre.
Dès lors vous conviendrez, avec la minorité de la commission, que si la formulation de l'article 22 de la loi fédérale sur le matériel de guerre autorise une interprétation aussi laxiste, c'est qu'il y a un sérieux problème et qu'il faut améliorer le libellé de cet article de manière à ce que les critères d'autorisation d'exportation de matériel de guerre soient nettement définis et deviennent certes plus contraignants, mais aussi plus clairs.
En complément des dispositions légales dont je viens de parler, la minorité souhaite que les conflits internes que certains Etats cherchent à résoudre au moyen de la force figurent aussi au nombre des critères cités dans la loi. Les ventes douteuses de matériel de guerre qui étaient prévues à destination de l'Irak, du Pakistan, de l'Inde, de la Corée du Sud et des Emirats arabes unis ont bien démontré les limites des dispositions actuelles.
C'est pourquoi une forte minorité de la commission vous invite à donner suite aux deux initiatives parlementaires, soit celle du groupe socialiste et celle du groupe des Verts. Elles tendent à rendre plus contraignants les critères à prendre en compte pour délivrer les autorisations d'exportation de notre matériel de guerre obsolète ou dont nous n'avons plus l'utilité.
Haering Barbara · Mit-F · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo socialista
Die Diskussion, welche die SP mit ihrer parlamentarischen Initiative aufnimmt, ist nicht neu. Bereits bei der Generalrevision des Kriegsmaterial- und des Güterkontrollgesetzes Mitte der Neunzigerjahre standen die Fragen, die mit der parlamentarischen Initiative aufgeworfen werden, im Zentrum der Diskussion.
Strukturell gesehen geht es dabei um zwei Fragen: Es geht zum einen um den Level der Einschränkungen im Bereich der Rüstungsgüterexporte, mithin um die Frage, wie restriktiv der Export von Rüstungsgütern gehandhabt werden soll. Es geht zum anderen um die Frage, wie verbindlich die Restriktionen rechtlich geregelt werden sollen, das heisst um die Frage, welcher Entscheidungsspielraum den Behörden bei der Anwendung der rechtlichen Grundlagen auf konkrete Fälle eingeräumt wird.
Ich habe mich in den letzten fünfzehn Jahren immer wieder intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Ich war bei Pilatus, ich habe Mowag besucht, ich habe Gespräche mit Oerlikon Bührle/Contraves, heute OC AG, geführt, und ich kenne die Argumentationen und die Probleme des Seco. Dabei habe ich gelernt, dass die Verbindlichkeit der rechtlichen Regelungen für alle Beteiligten das Wichtigste ist und noch vor dem Level der Einschränkungen kommt. Die Unternehmungen brauchen verbindliche Leitplanken, um ihr Geschäft planen zu können. Die Erfahrung zeigt, dass sie die Kraft haben, sich darauf auszurichten. Der Markt funktioniert. Das Schlimmste für unternehmerisch Tätige sind unklare Vorgaben und willkürliche Entscheide seitens der Behörden.
Die Verwaltung ist ebenfalls auf verbindliche Regelungen angewiesen. Sie will nicht in den Verdacht kommen, irgendwelchen Pressionen von aussen zu folgen. Herr Wyss will das nicht, Herr Gerber will das nicht, niemand will es. Die Sandwich-Position der Verwaltung wurde noch schwieriger, nachdem der Bundesrat, der mit seiner Entscheidungskompetenz eigentlich der Einzige ist, der von vagen Bestimmungen profitiert, die Verantwortung zum frühzeitigen Préavis zuhanden der Unternehmungen an die Verwaltung abgeschoben hat und nicht mehr bereit ist, sie selber zu tragen.
Aus diesem Grund schlägt die parlamentarische Initiative der SP vor, die materiellen Rahmenbedingungen für Rüstungsexporte von der Verordnungsstufe auf die Gesetzesstufe zu heben. Sie schlägt überdies vor, die aussenpolitische Stellungnahme des EDA zu einem Exportgeschäft für verbindlich zu erklären. Das Ziel der parlamentarischen Initiative der SP ist es, die Informationen, die der Gesuchsteller zur Verfügung stellt, und die Informationen, die zur Beurteilung von Exportgeschäften im Rüstungsbereich aus aussenpolitischer Sicht notwendig sind, ins Gleichgewicht zu bringen. Pannen, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben, sind für die Schweiz aussenpolitisch kritisch und für unsere Unternehmen wirtschaftlich riskant. Eine Gesetzgebung, die immer wieder solche Pannen zulässt, ist schlecht; ganz unabhängig von der politischen Einschätzung des notwendigen Levels von Exporteinschränkungen im Rüstungsbereich.
Ich bitte Sie deshalb, der parlamentarischen Initiative der SP in dieser Vorentscheidungsphase Folge zu geben. Sie ermöglichen damit eine wichtige Klärung im Interesse unseres Landes und unserer Unternehmen.
Bugnon André · 1VP-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Lors de sa séance du 25 avril 2006, il y a donc bientôt une année de cela, la Commission de la politique de sécurité a examiné les deux initiatives dont nous débattons. Elles traitent de la même problématique.
Ces propositions ont été déposées en septembre 2005 faisant suite aux décisions contradictoires prises par le Conseil fédéral en matière de vente de matériel de guerre dans le courant de l'été 2005. En effet, celui-ci avait d'abord autorisé la vente de matériel de guerre usagé à certains pays - dont l'Irak via les Emirats arabes unis - avant de suspendre sa décision. Etonnés par ces faits, le groupe des Verts et le groupe socialiste ont tous deux déposé une initiative parlementaire demandant, sous des formes différentes, d'introduire dans la loi les critères actuels inscrits dans l'ordonnance sur le matériel de guerre (OMG).
Actuellement, en vertu de la loi fédérale sur le matériel de guerre (LFMG), la fabrication, le courtage, l'exportation et le transit de matériel de guerre pour des destinataires à l'étranger ne sont autorisés que si ces activités ne contreviennent pas au droit international et ne sont pas contraires aux principes de la politique étrangère de la Suisse et à ses obligations internationales. Les conditions d'autorisation sont précisées à l'article 5 de l'OMG qui stipule que l'autorisation concernant les marchés passés avec l'étranger doit prendre en compte:
a. le maintien de la paix, de la sécurité internationale et de la stabilité régionale;
b. la situation qui prévaut dans le pays de destination; il faut tenir compte notamment du respect des droits de l'homme et de la renonciation à utiliser des enfants-soldats;
c. les efforts déployés par la Suisse dans le domaine de la coopération au développement;
d. l'attitude du pays de destination envers la communauté internationale, notamment sous l'angle du respect du droit international public;
e. la conduite adoptée par les pays qui, comme la Suisse, sont affiliés aux régimes internationaux de contrôle des exportations.
Aux termes de l'article 14 de l'OMG, les autorisations d'exportation sont octroyées par le SECO, ceci après consultation des autres départements concernés.
Trouvant la façon de faire actuelle contestable et pas suffisamment contraignante, puisque le SECO avait dans un premier temps autorisé l'exportation de matériel de guerre vers certains pays - dont l'Irak - avant de suspendre l'autorisation concernant cette nation, et jugeant que les clauses de l'ordonnance ne sont pas assez contraignantes, le groupe des Verts propose d'inscrire les clauses figurant à l'article 5 de l'ordonnance directement dans la LFMG à son article 22. L'initiative demande en outre au Conseil fédéral d'effectuer une reformulation de cet article 22 de sorte que les exportations de matériel de guerre qui ne remplissent pas les critères susmentionnés soient obligatoirement interdites. Elle demande enfin qu'au nombre des critères figure celui interdisant systématiquement l'exportation de matériel de guerre vers les Etats qui cherchent à résoudre des conflits internes au moyen de la force.
Quant au groupe socialiste, se basant sur les mêmes constats que le groupe des Verts, il propose une modification de la LFMG en proposant un texte rédigé en remplacement de l'alinéa 2 actuel de l'article 22 de ladite loi - la nouvelle formulation de cet alinéa doit remplacer l'article 5 OMG. Il propose aussi d'inclure une nouvelle formulation de l'alinéa 2 à l'article 32 de la loi susmentionnée ainsi qu'une modification des alinéas 2 et 4 de l'article 14 OMG ainsi qu'un nouvel alinéa 2bis à ce même article.
Ces propositions vont dans le sens de renforcer la procédure actuelle en la rendant plus contraignante et pour éviter le couac largement médiatisé de l'été 2005.
La commission a traité dans un seul débat les deux initiatives parlementaires et a arrêté les considérations suivantes.
Pour la majorité de la commission, les bases légales actuelles sont suffisantes. La majorité est d'avis qu'il n'est pas nécessaire de transférer l'ensemble des critères d'autorisation de l'OMG dans la loi. Du point de vue de la majorité, il n'y a pas lieu de revenir sur les décisions de principe prises lors de la révision de la loi en 1996, arrêtées après d'intenses discussions. Pour la majorité, la pratique a montré que les décisions prises à l'époque se révèlent être judicieuses et ne posent pas de problème de mise en oeuvre. Pour elle, la pratique helvétique est l'une des plus restrictives d'Europe et la première décision du Conseil fédéral autorisant l'exportation de matériel de guerre vers l'Irak était totalement conforme à ces critères, d'où la décision positive concernant ces exportations.
En effet, le Conseil fédéral a considéré qu'il était dans l'intérêt de la Suisse que la situation en Irak se stabilise le plus rapidement possible et que cela ne pourrait se faire que si les forces de sécurité irakiennes chargées d'assurer la sécurité et la protection des civils et de la police étaient équipées en conséquence. Il s'agissait ici de la vente de 180 véhicules de transport de troupes de type M-113, cette transaction répondant à une résolution de l'ONU appelant la communauté internationale à contribuer à la stabilisation de l'Irak.
Par la suite, pour des considérations essentiellement politiques, le Conseil fédéral a modifié sa position sur cette vente en suspendant celle-ci, en demandant des garanties supplémentaires à l'acquéreur, à savoir les Emirats arabes unis, établissant que les chars vendus et destinés à l'Irak ne seraient utilisés que par les forces de police et non par l'armée. Considérant que la transaction mettait trop de temps pour aboutir, les Emirats arabes unis ont finalement renoncé à cette acquisition.
Sur le plan de la procédure, la majorité de la commission considère que les règles contenues actuellement dans la loi et dans l'ordonnance d'application sont adéquates et suffisamment restrictives pour éviter tout dérapage. L'affaire de la vente de matériel de guerre aux Emirats arabes unis ayant comme destination définitive l'Irak démontre que les critères actuels sont suffisants, le Conseil fédéral ayant eu tout loisir de s'appuyer sur l'ordonnance pour requérir des garanties supplémentaires - ce qu'il a donc fait. Le fait que ces critères soient précisés dans l'ordonnance plutôt que dans la loi donne au Conseil fédéral une plus grande souplesse d'application, la décision pouvant par exemple être plus restrictive si les critères sont inclus dans l'ordonnance, alors que les critères contenus dans une loi ne peuvent être qu'impérativement suivis.
Il faut rappeler ici que les conditions en vigueur dans notre pays sont parmi les plus restrictives d'Europe. En renforçant les critères pour l'exportation de matériel de guerre, la Confédération ne pourra pratiquement plus exporter de matériel de guerre, et cela même lorsque celui-ci est destiné à assurer la sécurité des populations civiles ou au maintien de la paix. La preuve en est que, d'ailleurs, l'affaire évoquée avait pour origine une demande de l'ONU afin de favoriser le maintien de la paix en Irak.
La minorité de la commission considère que l'article 22 LFMG est formulé de manière vague et que les critères inscrits à l'article 5 OMG sont trop peu contraignants. Pour elle, cette situation doit être impérativement corrigée par un renforcement de la loi. Elle considère que les événements se sont accélérés sur le plan international avec l'apparition de nouvelles crises et de nouveaux dangers. Vu les problèmes qui sont apparus en matière d'exportation de matériel de guerre au cours de l'été 2005, la minorité considère qu'il est impératif de donner suite aux deux initiatives parlementaires.
La commission a pris sa décision par 15 voix contre 8, le résultat du vote étant identique pour la première initiative et pour la seconde.
La majorité de la commission vous recommande de ne pas donner suite à ces initiatives parlementaires.
Büchler Jakob · Mit-M · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo popolare-democratico
Am 5. September 2005 setzte der Bundesrat eine interdepartementale Arbeitsgruppe ein, die den Auftrag hatte, die Zuständigkeit und das Verfahren zur Behandlung von Kriegsmaterialexporten zu überprüfen. Mit der Leitung wurde Staatssekretär Jean-Daniel Gerber, seines Zeichens Direktor des Seco, beauftragt. Anlass zum Überprüfungsauftrag des Bundesrates hatten Bewilligungsverfahren zu Kriegsmaterialexportgeschäften gegeben, insbesondere in zwei Fällen. Im Konkreten ging es erstens um die Bewilligung für die Ausfuhr von 180 M-113-Schützenpanzern in die Vereinigten Arabischen Emirate. Zweitens wurde im Januar 2003 der Armasuisse die Bewilligung erteilt, 40 Panzerhaubitzen M-109 ebenfalls in die Emirate zu exportieren.
Beide Geschäfte warfen Fragen auf und fanden in der Öffentlichkeit und im Parlament ein kritisches Echo. Die Fakten bezüglich der Abwicklung der beiden erwähnten Bewilligungsverfahren liessen sich ohne besondere Schwierigkeiten praktisch vollständig erklären. In beiden Fällen wurde die Chronologie der Ereignisse durch den Ressortleiter Recht und Sicherheit des EVD rekonstruiert. Dabei wurde festgestellt, dass das im Kriegsmaterialgesetz und in der Kriegsmaterialverordnung vorgesehene Verfahren eingehalten wurde. Beide Fälle, welche überprüft wurden, betrafen obsolet gewordenes Material der Armee.
In der Schweizer Armee ist in den letzten Jahren, auch mit dem Übergang zur "Armee XXI", zahlreiches Kriegsmaterial überflüssig geworden. Dabei besteht grundsätzlich die Wahl, das Material zu verschrotten oder zur weiteren Verwendung ins Ausland zu verkaufen. Beim Export muss eine Nachfrage vorhanden sein; dazu kommt, dass die innenpolitische Akzeptanz und die Zahlungskraft potenzieller Empfänger kaum auf einen Nenner zu bringen sind.
Die Arbeitsgruppe kam abschliessend zum Schluss, dass keine Fehler vonseiten des Bundesrates aufgedeckt werden konnten. Somit wurde das Kriegsmaterialgesetz eingehalten.
Die SiK hat sich am 24. April 2006 mit den beiden parlamentarischen Initiativen befasst, und sie beschloss mit 15 zu 8 Stimmen, den beiden Initiativen keine Folge zu geben. Ich bitte Sie, das Gleiche zu tun.
Egerszegi-Obrist Christine · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo radicale liberale
Vor den Abstimmungen möchte ich den vollbesetzten Saal nützen, um eine Mitteilung zu machen, die einem Geburtstagskind gilt: Ich gratuliere unserer Kollegin Susanne Leutenegger Oberholzer ganz herzlich zu ihrem Geburtstag und wünsche ihr alles Gute. (Beifall)
05.433
Abstimmung - Vote
Für Folgegeben .... 66 Stimmen
Dagegen .... 113 Stimmen
05.434
Abstimmung - Vote
Für Folgegeben .... 67 Stimmen
Dagegen .... 111 Stimmen
Schluss der Sitzung um 13.10 Uhr
La séance est levée à 13 h 10