09.5346
Heure des questions. Question Hurter Thomas. Circulation ferroviaire entre Schaffhouse et Zurich
Leuenberger Moritz · BR-M · Consiglio federale · Zurigo
Die Schweiz hat ein gutes Angebot im öffentlichen Verkehr. Die Infrastruktur wird laufend ausgebaut, das Angebot wird stets verbessert. Das hat dann eben auch zur Folge, dass immer mehr Menschen den öffentlichen Verkehr benützen. Deshalb kommt es vor, dass auf gewissen Linien das Sitzplatzangebot knapp wird. So sind auch auf der Strecke Schaffhausen-Zürich die Platzverhältnisse zu den Hauptverkehrszeiten knapp und die maximalen Zugslängen ausgeschöpft. In der Regel genügt aber die angebotene Anzahl Sitzplätze. Die täglichen Zählungen des Zugspersonals zeigen kaum Stehplätze auf. Das gilt insbesondere für den weniger belasteten Abschnitt Bülach-Schaffhausen. Der Eindruck übervoller Züge entsteht häufig durch eine ungünstige Verteilung der Reisenden über die gesamte Zugskomposition. So finden sich etwa in den Verstärkungswagen oft noch freie Plätze. Nach Abschluss der unter dem Titel "HGV-Anschluss" laufenden Ausbauten im Raum Bülach/Schaffhausen werden die SBB zwischen Zürich und Schaffhausen ab Dezember 2012 halbstündliche Verbindungen anbieten können und somit die Sitzplatzkapazität dieser Linie nochmals deutlich erhöhen.
Auf der Linie Zürich-Schaffhausen setzen die SBB vorwiegend revidierte Wagen des Typs EW4 ein; das sind die üblichen einstöckigen Einheitswagen. Dieses Rollmaterial für die Fernverkehrszüge wird auf vielen weiteren Intercity- und Interregio-Linien des SBB-Netzes eingesetzt; es verfügt auch über eine Klimaanlage und ist an sich nicht besonders störungsanfällig. Es kann natürlich immer wieder zu Störungen kommen. So kann die Klimaanlage in den heissen Sommermonaten wegen Überlastung ausfallen. Die SBB bemühen sich aber, die Zahl technischer Störungen stets so gering wie möglich zu halten.