10.006
Mozioni e postulati dei Consigli legislativi 2009. Rapporto
Bruderer Wyss Pascale · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo socialista
Gemäss Artikel 122 Absätze 2 und 3 des Parlamentsgesetzes beantragt eine Kommission oder der Bundesrat die Abschreibung einer Motion, wenn der Auftrag der Motion erfüllt ist. Die Abschreibung kann auch beantragt werden, wenn der Auftrag zwar nicht erfüllt ist, aber nicht aufrechterhalten werden soll.
Sie haben den Bericht des Bundesrates vom 5. März 2010 erhalten. Dieser Bericht enthält alle Vorstösse, die der Bundesrat zur Abschreibung beantragt. Diese Anträge wurden von den zuständigen Kommissionen überprüft. Die Anträge der Kommissionen liegen Ihnen ebenfalls vor.
Casanova Corina · BK-F · Grigioni
Der Bundesrat dankt den Kommissionen ganz herzlich dafür, dass sie auch diesen Bericht studiert und Vorschläge gemacht haben.
Der Bundesrat beantragt die Abschreibung verschiedener Motionen und Postulate. Er würde am Antrag auf Abschreibung der Motion 06.3270, "Verwertung von Speiseresten und Lebensmittelnebenprodukten", sowie der Motion 07.3879, "Antidiskriminierungskampagne", festhalten.
Intervento procedurale
Vom Bericht wird Kenntnis genommen
Il est pris acte du rapport
Sofern nichts anderes vermerkt ist, stimmt der Rat den Anträgen des Bundesrates zu.
Sauf indication contraire, le Conseil adhère aux propositions du Conseil fédéral.
Antrag WBK-NR
Das Postulat 99.3528 nicht abschreiben
Schriftliche Begründung
Zurzeit berät die WBK-NR als Erstrat die Volksinitiative "Jugend und Musik". Bis der definitive Entscheid zu dieser Volksinitiative vorliegt, soll der Vorstoss aufrechterhalten werden.
Proposition CSEC-CN
Ne pas classer le postulat 99.3528
Développement par écrit
Le postulat doit être maintenu tant qu'aucune décision définitive n'aura été prise au sujet de l'initiative populaire "Jeunesse et musique", examinée actuellement par la CSEC-CN en tant que commission du conseil prioritaire.
Angenommen - Adopté
Antrag WBK-NR
Das Postulat 07.3552 nicht abschreiben
Schriftliche Begründung
Die Umsetzung der im Postulat geforderten Strategie ist vom Bundesrat noch nicht konkretisiert worden. Die WBK-NR möchte vorerst von der BFI-Botschaft 2011-2015 Kenntnis nehmen und erst dann entscheiden, ob der Vorstoss abgeschrieben werden kann.
Proposition CSEC-CN
Ne pas classer le postulat 07.3552
Développement par écrit
La stratégie visée par le postulat n'a pas encore été mise en oeuvre par le Conseil fédéral. La CSEC-CN souhaite prendre acte du message FRI 2011-2015 avant de décider si l'intervention peut être classée ou non.
Angenommen - Adopté
Antrag GPK-NR
Das Postulat 04.3416 nicht abschreiben
Schriftliche Begründung
Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates hat am 23. Oktober 2009 ihre Untersuchung zur Bundespersonalpolitik abgeschlossen. Die GPK-NR kam zum Schluss, dass das Bundespersonalgesetz in seinen Grundzügen und Zielsetzungen nach wie vor zeitgemäss ist. Allerdings hat sie bezüglich Strategie und Steuerung der Bundespersonalpolitik Handlungsbedarf ausgemacht und den Bundesrat dazu eingeladen, eine umfassende Strategie zur Umsetzung des Bundespersonalgesetzes zu definieren. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. März 2010 beschlossen, die Revision des BPG bis zur Verabschiedung einer umfassenden Personalstrategie im Sinne der Empfehlung der GPK-NR zurückzustellen, und beauftragte das EFD/EPA mit der Ausarbeitung einer Personalstrategie für die gesamte Bundesverwaltung.
Das Postulat verlangt die Erstellung eines Evaluationsberichtes über die Personalpolitik des Bundes und fordert den Bundesrat auf, die künftige Personalpolitik zu skizzieren. Die GPK-NR lehnt den Antrag des Bundesrates auf Abschreibung des Postulates deshalb ab, solange die in Aussicht gestellte Personalstrategie noch nicht vorliegt. Es ist für die Kommission zurzeit nicht absehbar, ob und in welchem Rahmen der Bundesrat den Auftrag erfüllt.
Proposition CdG-CN
Ne pas classer le postulat 04.3416
Développement par écrit
La Commission de gestion du Conseil national a achevé son enquête sur la politique du personnel de la Confédération le 23 octobre 2009. Elle est arrivée à la conclusion que si les principes fondamentaux et les buts de la loi sur le personnel de la Confédération étaient toujours d'actualité, il était nécessaire de procéder à certains ajustements au niveau du pilotage de la politique du personnel de la Confédération et de la stratégie s'y rapportant. Elle a donc invité le Conseil fédéral à définir une stratégie d'ensemble pour la mise en oeuvre de la LPers. A sa séance du 12 mars 2010, le Conseil fédéral a décidé de suspendre la révision de la loi sur le personnel de la Confédération jusqu'à ce que soit adoptée une stratégie globale en matière de personnel, ainsi que le recommande la CdG-CN. Il a en outre chargé le DFF, et plus précisément l'OFPER, d'élaborer ladite stratégie pour l'ensemble de l'administration fédérale.
Le Conseil fédéral propose de classer le postulat 04.3416, qui le chargeait d'élaborer un rapport d'évaluation sur la politique du personnel de la Confédération et d'exposer les contours de sa future politique en la matière. Jugeant qu'il n'y a pas lieu de classer l'intervention en question tant que le Conseil fédéral n'a pas livré sa stratégie concernant le personnel fédéral, la CdG-CN rejette cette proposition. Elle estime en effet qu'elle ne dispose pas de suffisamment d'éléments, à l'heure actuelle, pour déterminer si et dans quelle mesure le Conseil fédéral remplit le mandat qui lui a été confié.
Angenommen - Adopté
Antrag WAK-NR
Das Postulat 06.3570 nicht abschreiben
Schriftliche Begründung
Die Kommission hat zur Kenntnis genommen, dass die Schweiz bei den Verhandlungen über die Revision des Doppelbesteuerungsabkommens mit Deutschland auch die Problematik der Besteuerung des in der Schweiz ansässigen deutschen Flugpersonals eingebracht hat. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Ohne diese Information ist die Kommission jedoch nicht bereit, das im Titel genannte Postulat abzuschreiben. Sie beantragt deshalb einstimmig, das Postulat nicht abzuschreiben.
Proposition CER-CN
Ne pas classer le postulat 06.3570
Développement par écrit
La commission a pris acte de ce que la Suisse a soulevé le problème de l'imposition du personnel navigant allemand établi en Suisse lors des négociations concernant la révision de la Convention de double imposition avec l'Allemagne. Les résultats de ces négociations ne sont pas encore connus à l'heure actuelle. Sans ces informations, la commission n'est pas disposée à classer le postulat visé en titre. C'est pourquoi elle propose, à l'unanimité, de ne pas classer le postulat.
Angenommen - Adopté
Antrag WAK-NR
Die Motion 06.3270 nicht abschreiben
Schriftliche Begründung
Die Kommission hat zur Kenntnis genommen, dass in der EU die Verwertung von Küchen- und Speiseabfällen zu Schweinesuppe verboten ist. Sie weist aber darauf hin, dass die Verwertung von Speiseresten und Lebensmittelnebenprodukten in der Schweiz sehr strengen Vorschriften unterstellt ist und nur von hochtechnisierten Betrieben vorgenommen wird. Eine Verfütterung von rohen Speiseresten ist gänzlich verboten. Die Kommission ist deshalb der Meinung, dass unter Berücksichtigung dieser strengen Vorschriften die Verfütterung von Lebensmittelabfällen weiterhin erlaubt werden soll. Sie beantragt deshalb mit 17 zu 4 Stimmen bei 3 Enthaltungen, die Motion nicht abzuschreiben.
Proposition CER-CN
Ne pas classer la motion 06.3270
Développement par écrit
La commission a pris acte de ce que la valorisation des déchets de cuisine et des restes de repas en aliments liquides pour porcs est interdite au sein de l'UE. Elle souligne toutefois que la valorisation de restes et de sous-produits alimentaires est soumise en Suisse à des prescriptions très sévères et ne peut être effectuée que par des exploitations faisant appel aux techniques les plus avancées. En outre, il est totalement interdit de nourrir les animaux avec des restes de repas non traités. En conséquence, la commission estime que l'alimentation des animaux avec des déchets alimentaires doit continuer d'être autorisée, dans le respect de ces prescriptions très strictes. C'est pourquoi elle propose, par 17 voix contre 4 et 3 abstentions, de ne pas classer la motion.
Casanova Corina · BK-F · Grigioni
Zur Motion 06.3270: Wie der Bundesrat bereits im Bericht festgehalten hat, ist in der EU die Verwertung von Küchen- und Speiseabfällen als Schweinesuppe verboten. In der Schweiz ist diese Art der Verwertung heute noch erlaubt. Ein Verbot ist jedoch unvermeidlich; ohne Verbot könnte die Gleichwertigkeit der Tierseuchenbestimmungen in der Schweiz und in der EU nicht mehr garantiert werden, und die erzielten Erleichterungen für den Handel zwischen der Schweiz und der EU würden gefährdet. Mit der EU konnte jedoch eine Übergangsfrist ausgehandelt werden: Die Verfütterung von Küchen- und Speiseresten als Schweinesuppe muss erst auf den 1. Juli 2011 verboten werden. Damit haben Verwerter genügend Zeit, ihre Anlagen zu amortisieren und alternative Verwertungsmöglichkeiten aufzubauen. So ist beispielsweise eine sinnvolle Verwertung der Speiseabfälle in Biogasanlagen möglich. Das EVD beabsichtigt, dem Bundesrat mit einem entsprechenden Verbot per 1. Juli 2011 eine Änderung der Verordnung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten zu beantragen. Der Bundesrat könnte in diesem Fall dem Antrag der WAK-NR auf Aufrechterhaltung dieser Motion nicht zustimmen.
Die Umsetzung der Forderung der Motion kann der Bundesrat aus den obengenannten Gründen nicht sicherstellen. Er beantragt deshalb, den Vorstoss abzuschreiben.
Scherer Marcel · Mit-M · Consiglio nazionale · Zugo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Frau Bundeskanzlerin, ist dem Bundesrat bekannt, dass die EU jetzt gerade die Bestimmungen wieder öffnet und z. B. Schlachtabfälle wieder zur Fütterung zulässt?
Casanova Corina · BK-F · Grigioni
Dem Bundesrat ist das bekannt. Er ist jedoch der Meinung, dass es sehr wichtig ist, dass die bestehenden Abkommen und Abmachungen mit der EU weiterhin eingehalten werden können, denn es stehen hier sehr grosse wirtschaftliche Interessen im Vordergrund.
Votazione
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission ... 132 Stimmen
Für den Antrag des Bundesrates ... 1 Stimme
Intervento procedurale
Antrag WBK-NR
Die Motion 07.3879 nicht abschreiben
Schriftliche Begründung
Die im Rahmen der Bundeskampagne "berufsbildungplus.ch" lancierten Massnahmen beziehen sich vor allem auf eine Sensibilisierung von Jugendlichen, Erwachsenen und Unternehmen für die Berufsbildung, enthalten aber keine spezifischen Massnahmen gegen die Diskriminierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Proposition CSEC-CN
Ne pas classer la motion 07.3879
Développement par écrit
Les mesures mises en oeuvre dans le cadre de la campagne "formationprofessionnelleplus.ch" visent avant tout à sensibiliser les jeunes, les adultes et les entreprises à la formation professionnelle; aucune mesure spécifique n'a toutefois été prise pour lutter contre la discrimination envers les jeunes issus de l'immigration.
Casanova Corina · BK-F · Grigioni
Zur Motion 07.3879, "Antidiskriminierungskampagne": Im Rahmen der Weiterentwicklung der Integrationspolitik hat der Bundesrat wiederholt auf die grosse Integrationsleistung der Bildung hingewiesen. Er hat daher Massnahmen beschlossen, um Jugendlichen mit Migrationshintergrund einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Arbeit zu ermöglichen. Dies soll im Rahmen der bestehenden Strukturen geschehen. Zu erwähnen sind insbesondere das Case Management, die Berufsbildung, die fachkundige individuelle Begleitung mit spezifischen Angeboten für ausländische Jugendliche und die gezielten Monitoring- und Coaching-Angebote. Diese Massnahmen wurden von der Kampagne Berufsbildungplus begleitet, welche ein besonderes Augenmerk auf die Sensibilisierung von Jugendlichen mit ausländischer Herkunft legte. Die Texte, Broschüren, Beratungsangebote und Plakate zeigten diese Jugendlichen nicht als Problemfälle, sondern als erfolgreich integrierte junge Berufsleute. Die nationale Kampagne ist zudem in die kantonalen Lehrstellen-Marketingmassnahmen integriert.
Integration muss in erster Linie auf regionaler Ebene stattfinden. Die Kantone kennen die Gegebenheiten vor Ort und bieten spezifische, auf die jeweiligen kulturellen Hintergründe bezogene Beratungen und Informationen für Jugendliche, Eltern und Lehrbetriebe an. Die Herstellung von Chancengleichheit für Jugendliche mit Migrationshintergrund beim Zutritt zum Bildungs- und Arbeitsmarkt ist ein ständiges Bemühen von Bund und Kantonen. Die Berufsbildungskampagne hat die Sensibilisierung verstärkt, und die eingeleiteten Massnahmen vor Ort zeigen ihre Wirkung. Dies zeigt auch der hohe Anteil von Lernenden mit ausländischer Herkunft. Ich möchte Sie daher bitten, von einer zusätzlichen nationalen Antidiskriminierungskampagne abzusehen.
Der Bundesrat beantragt daher die Abschreibung dieser Motion.
Simoneschi-Cortesi Chiara · Mit-F · Consiglio nazionale · Ticino · Gruppo PCD/PEV/glp
La Commission de la science, de l'éducation et de la culture a longuement discuté cette motion. Elle vous propose de ne pas la classer.
On a fait des campagnes comme "formationprofessionnelleplus.ch" visant à sensibiliser et à inviter les jeunes à entreprendre un apprentissage, à sensibiliser les parents et les employeurs. Mais des études récentes ont montré que, malgré toutes ces campagnes, les jeunes qui sont d'origine étrangère, notamment qui proviennent des Balkans, subissent des discriminations qui ne sont pas justifiées. Nous savons combien l'apprentissage est important pour nos jeunes, surtout pour ceux qui ne sont pas suisses et qui doivent s'intégrer dans notre pays. Un jeune qui peut accomplir un apprentissage est un jeune qui s'intègre dans notre société parce qu'il va à l'école et travaille chez un employeur.
Je vous prie vraiment de refuser, contrairement à ce que veut le Conseil fédéral, de classer cette motion 07.3879, "Campagne de lutte contre les discriminations", parce qu'il est important de faire quelque chose. De plus, la Commission de la science, de l'éducation et de la culture aimerait voir des mesures plus concrètes pour éliminer le danger de discrimination.
Votazione
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission ... 134 Stimmen
(Einstimmigkeit)