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Nachhaltige Milchproduktion

21370 · Amtliches Bulletin

Del 13 mar 2012

https://lexipedia.io/it/docs/ch/ab-bo-bu/21370/de/nachhaltige-milchproduktion

Consultato il 11 set 2026

  1. Documenti
  2. Confederazione
  3. Bollettino ufficiale
Fonte

Oggetto parlamentare: Produzione lattiera sostenibile (11.3066)

11.3066

Nachhaltige Milchproduktion

Walter Hansjörg · P-M · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Antrag der Mehrheit

Annahme der Motion

Antrag der Minderheit

(Walter, Aeschi Thomas, de Buman, Flückiger Sylvia, Kaufmann, Müri, Rime, Ritter, Wandfluh)

Ablehnung der Motion

Proposition de la majorité

Adopter la motion

Proposition de la minorité

(Walter, Aeschi Thomas, de Buman, Flückiger Sylvia, Kaufmann, Müri, Rime, Ritter, Wandfluh)

Rejeter la motion

Germanier Jean-René · Mit-M · Nationalrat · Wallis · FDP-Liberale Fraktion

La large majorité de la commission propose d'adopter la motion Büttiker. Il s'agit de renforcer la production laitière et les ressources fourragères indigènes, ainsi que de réduire les excédents structurels de lait.

Cette motion ne limite pas la liberté des paysans de choisir la nourriture pour les animaux, mais elle essaie d'éviter les fausses incitations à produire qui ne sont pas en rapport avec les surfaces fourragères des exploitations. Ne pas encourager la production qui est développée avec de l'alimentation fourragère importée est logique, puisqu'il est en effet difficile de justifier des prélèvements obligatoires au producteur pour alléger le marché du lait, d'une part, et d'autre part, d'encourager par les deniers publics l'importation de nourriture bon marché pour pousser à la production.

En Suisse, le secteur du lait doit se diriger vers une production de qualité basée principalement sur l'herbage. En commission, les primes de non-ensilage et les primes de soutien de la transformation du lait en fromage ont été évoquées. Elles sont importantes pour inciter cette pratique qui amène des perspectives positives au secteur laitier. Les appellations d'origine contrôlée, comme par exemple le Gruyère ou l'Appenzell, connaissent le succès et sont intimement liées à la production avec du fourrage indigène.

Avec la motion Büttiker, il ne s'agit pas de diminuer l'enveloppe du secteur laitier, mais d'aménager le barème des paiements directs en fonction de l'objectif de production de qualité et de donner les bonnes incitations dans ce secteur qui est très différencié. Les paiements directs doivent garder leur mission initiale, c'est-à-dire le paiement d'une prestation multifonctionnelle d'entretien du territoire.

En ce qui concerne le marché, la différenciation de prix est bien présente. Il y a maintenant des entreprises qui acceptent de payer plus pour certains laits produits de manière plus convenable, car le consommateur l'accepte, mais cela doit provenir du marché et de la branche.

Les programmes de production de lait à production intégrée basés sur les surfaces herbagères sont soutenus par cette motion qui veut favoriser le soutien à la surface plutôt que le développement de la prime à la vache. La prime à la vache ne fait en effet aucune distinction entre le bétail nourri avec du fourrage d'importation et le bétail développé sur la base des surfaces herbagères de l'exploitation en Suisse.

En conclusion, l'objectif de cette motion n'est pas d'interdire la production avec du fourrage importé mais de ne pas encourager cette pratique. Le Conseil fédéral est invité à trouver des impulsions positives dans le cadre de la Politique agricole 2014-2017, mais bien entendu avec la même enveloppe financière, car il ne faut pas réduire le soutien à ce secteur. Les suppressions de primes à la vache doivent être reportées sur les primes à la surface et cela est d'ailleurs conforme à la politique agricole 2014-2017 et à la notion de multifonctionnalité de notre agriculture, qui est le fondement même de nos paiements directs et qui est reconnue dans la "green box" à l'OMC.

La commission a donc adopté cette motion par 15 voix contre 9 et 1 abstention. Je vous remercie d'en faire de même.

Fässler-Osterwalder Hildegard · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates hat an ihrer Sitzung vom 31. Januar dieses Jahres die von Ständerat Rolf Büttiker am 9. März 2011 eingereichte und vom Ständerat am 19. September 2011 ohne Abstimmung angenommene Motion vorberaten. Die Motion beauftragt den Bundesrat, Massnahmen vorzuschlagen, mit denen die Milchproduktion stärker an die Raufutterfläche der Landwirtschaftsbetriebe, also an die einheimischen Ressourcen, gebunden wird. So soll ein Beitrag zur Verhinderung von strukturellen Überschüssen bei der Milchproduktion geleistet werden.

Die Kommission beantragt mit 15 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung, die Motion anzunehmen. Auch der Bundesrat empfiehlt ein Ja zur Motion. Er teilt die Auffassung, dass die Milchproduktion in der Schweiz vorwiegend auf betriebseigenem Raufutter basieren soll. Eine derartige Milchproduktion kann einen Wettbewerbsvorteil im "Grasland Schweiz" unterstützen. Ich möchte Sie nur daran erinnern, dass es zum Beispiel den Schlager "Wiesenmilch" gibt. Mit der Agrarpolitik 2014-2017 schlägt der Bundesrat zwei Massnahmen vor, die dem Anliegen der Motion entsprechen: Erstens soll mit einem spezifischen Programm die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion gefördert werden. Davon sollen Betriebe profitieren, die ihren Futterbedarf vorwiegend mit betriebseigenem Raufutter decken. Zweitens sollen die heutigen, tierbezogenen Beiträge vollumfänglich in die neuen Versorgungssicherheitsbeiträge umgelagert werden. Die heutigen Tierbeiträge geben nämlich, losgelöst von der betriebseigenen Futtergrundlage, einen Anreiz zur Intensivierung der Produktion und tragen zur Ausdehnung der Milchmenge bei.

Die Kommissionsmehrheit ist der Auffassung, dass die Förderung der auf betriebseigenem Raufutter basierenden Milchproduktion zu einer qualitativ hochwertigen Landwirtschaft beiträgt und einen Wettbewerbsvorteil für die Schweiz schafft. Darüber hinaus würde mit der Förderung dieser Produktionsweise ein Anreiz dafür gesetzt, den Anteil der kraftfutterbasierten Milchproduktion, die grösstenteils für die Überproduktion verantwortlich ist, zu verringern. Die Mehrheit stellt zudem mit Zufriedenheit fest, dass die Vorlage des Bundesrates zur Agrarpolitik 2014-2017 Massnahmen vorsieht, die dem Anliegen der Motion Büttiker entsprechen.

Die Kommissionsminderheit weist ihrerseits darauf hin, dass die Milchproduktion bereits heute zu einem grossen Teil auf Raufutter basiert und es deshalb keiner weiteren Anreize bedarf. In ihren Augen funktionieren hier die Marktmechanismen, da die auf Raufutterbasis produzierte Milch von den Konsumenten und Konsumentinnen sehr geschätzt wird und zu einem höheren Preis verkauft werden kann. Weitere staatliche Massnahmen würden eindeutig der Absicht zuwiderlaufen, für mehr unternehmerische Freiheit und mehr Wettbewerbsfreiheit in der Landwirtschaft zu sorgen.

Die Kommission empfiehlt Ihnen mit 15 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung, die Motion anzunehmen, und ich möchte Sie bitten, das auch zu tun.

Bourgeois Jacques · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · FDP-Liberale Fraktion

Madame Fässler, j'aurais une question à vous poser par rapport aux débats au sein de la commission. Est-ce que vous avez pris en considération le message concernant la Politique agricole 2014-2017 et la discussion qui aura lieu à ce propos, puisque l'on change de modèle dans ce contexte-là?

Fässler-Osterwalder Hildegard · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion

Ja, das habe ich zur Kenntnis genommen, und ich begrüsse die neue Entwicklung.

Walter Hansjörg · P-M · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Präsident (Walter Hansjörg, Präsident): Der Antrag der Minderheit Walter wird von Herrn Ritter vertreten.

Ritter Markus · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion CVP-EVP

Im Namen der Minderheit bitte ich Sie, die Motion Büttiker 11.3066, "Nachhaltige Milchproduktion", abzulehnen. Ich begründe dies wie folgt: In dieser Motion werden verschiedene Anliegen vermischt, die es gesondert zu betrachten gilt.

Der Ständerat geht davon aus, dass heute sehr viel Kraftfutter für die Milchproduktion verfüttert wird. Diese Annahme hält einer näheren Betrachtung in keiner Weise stand. Während in der Schweiz heute je Kuh und Jahr etwa 640 bis 710 Kilo Kraftfutter eingesetzt werden, sind es in Ländern der EU, wie beispielsweise in Holland, 2000 bis 2500 Kilo Kraftfutter je Kuh und Jahr. Von einer "Hollandisierung" der Fütterung der Schweizer Milchkühe zu sprechen, wie dies im Ständerat geschehen ist, ist sachlich falsch. Die Fütterung der Milchkühe in der Schweiz ist heute sehr stark raufutterorientiert. Aus diesem Blickwinkel rennt die angestrengte neue, zusätzliche Förderung offene Türen ein.

Um das Bedürfnis der Konsumenten nach Produkten aus einer noch stärker raufutterorientierten Fütterung zu befriedigen, sind bereits bei Milch und Fleisch entsprechende Markenprogramme lanciert worden. Die entsprechenden Produkte wurden bislang vom Markt mit einer entsprechenden Prämie für den Produzenten gut aufgenommen. Die Lancierung eines zusätzlichen staatlichen Programms würde die Höhe der Marktprämie gefährden. Deshalb ist die Motion auch aus diesem Blickwinkel nicht zielführend. Für die Produzenten kann sie sogar kontraproduktiv sein und zu tieferen Gesamterlösen führen.

Die importierte Menge an Kraftfutter hat in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren tatsächlich deutlich zugenommen. Es wird aber beim Milchvieh nicht mehr Kraftfutter verfüttert, es ist sogar eine Abnahme festzustellen. Ein Grund liegt im Verbot der Verfütterung tierischer Nebenprodukte. Das somit wegfallende Eiweiss wird mit Soja kompensiert. Neu ist auch die Verfütterung von Speiseresten verboten. Ebenfalls hat die Ausdehnung der Ökoflächen zu einer etwas tieferen Gesamtproduktion geführt. Zudem gehen jährlich über 2000 Hektaren bestes Kulturland durch die Bautätigkeit verloren. Mit der deutlichen Ausdehnung der Kunstwiesenflächen zulasten der Futtergetreideproduktion kam eine zusätzliche Verschiebung zugunsten des Importes von Kraftfutter dazu. Gesamthaft kann festgehalten werden, dass die Fläche, auf der Raufutter produziert wird, in den letzten Jahren sogar zugenommen hat. Auch aus diesem Grund macht die Motion keinen Sinn.

Mit der neuen Direktzahlung für graslandbasierte Fütterung ist auf den Betrieben, die diese Beiträge auslösen wollen, ein zusätzlicher administrativer Aufwand notwendig. Ebenfalls muss die Einhaltung der Vorgaben kontrolliert und dokumentiert werden. Der Aufwand an Bürokratie nimmt nochmals auf allen Stufen zu. Es ist ein Anliegen dieses Parlamentes, dass der Aufwand an Bürokratie nicht zunimmt, sondern gesenkt wird. Mit dieser Motion passiert aber genau das Gegenteil. Lassen wir deshalb in der Förderung der graslandbasierten Fütterung den Wettbewerb spielen. Programme für Milch und Fleisch sind bereits erfolgreich lanciert worden. Die Motion des Ständerates für eine nachhaltige Milchproduktion ist deshalb unnötig und bringt nur zusätzlichen administrativen Aufwand auf allen Stufen.

Ich bitte Sie daher, die Minderheit zu unterstützen und die Motion "Nachhaltige Milchproduktion" abzulehnen.

John-Calame Francine · Mit-F · Nationalrat · Neuenburg · Grüne Fraktion

Monsieur Ritter, êtes-vous au courant que dans le canton de Neuchâtel, la semaine dernière notamment, il y a eu un article sur un paysan qui justement a bien davantage de vaches que ne peut en supporter son domaine agricole et la surface herbagère à sa disposition, et que c'est grâce à l'importation de fourrage qu'il peut nourrir tous ses animaux? Seulement, il n'a pas assez de surface pour épandre le fumier et le lisier que ses animaux produisent et, à cause de cela, il crée beaucoup de pollution. Donc on se trouve déjà dans un cas comparable à celui de la Hollande. Que répondez-vous à cela?

Ritter Markus · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion CVP-EVP

Wir unterstützen die raufutterbasierte Fütterung, sind aber der Meinung, dass der Markt dies genügend regeln kann. Eine staatliche Förderung auf der Basis von Programmen, Aufzeichnungen und bürokratischem Mehraufwand ist nicht notwendig.

Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Bundesrat · Bern

Wir reden vom "Grasland Schweiz". Die Milch- und Fleischproduktion auf der Basis von betriebseigenem Gras, Heu und anderem Raufutter ist eine Stärke dieses vielzitierten "Graslands Schweiz". Diesen Standort- und damit auch Wettbewerbsvorteil will der Bundesrat unterstützen und stärken: Erstens werden damit auf der Basis von einheimischem Raufutter ein veredeltes, einzigartiges Produkt und somit Wertschöpfung generiert. Damit wird das Ziel einer Selbstversorgung auf inländischer Futterbasis gestärkt. Zweitens wird damit ein Beitrag zur schonenden Nutzung der Ressourcen geleistet, und drittens liegt dies in der Stossrichtung der immer wieder angesprochenen und gewollten Qualitätsstrategie.

In der Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017 schlägt der Bundesrat ein neues Direktzahlungsinstrument vor, das dem Anliegen der Motion entspricht. Mit einem spezifischen Programm soll nämlich die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion mit Beiträgen gefördert werden. Damit sollen Betriebe spezifisch unterstützt werden, die das Futter für ihre Kühe und Rinder überwiegend auf eigenem Grasland produzieren. Wir sind zurzeit daran, dieses Programm zusammen mit den wesentlichen Akteuren, von den Produzenten über die Labelorganisationen und die Forschung bis hin zu den Vollzugsstellen, zu konkretisieren.

Für den Bundesrat ist entscheidend - damit will ich auf einen Kritikpunkt der Minderheit eingehen -, dass mit dem vorgeschlagenen Programm zur Förderung einer graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion der Schwerpunkt auf die Veredelung von Gras gelegt wird. Warum insbesondere Gras und nicht noch andere Raufutter wie beispielsweise Mais? Eine graslandbasierte Fütterung ist standort- und artgerecht. Sie stellt die Versorgung auf eine einheimische Futterbasis ab und wirkt sich positiv auf die Umwelt aus.

Eine zweite Frage ist, warum der Markt dies nicht alleine regeln kann und warum der Staat ein entsprechendes Förderprogramm anbieten soll. Die Direktzahlungen, insbesondere in diesem mit der Agrarpolitik 2014-2017 neudefinierten Bereich der Produktionssystembeiträge, sollen subsidiär wirken und einen Beitrag an die gemeinwirtschaftlichen Leistungen respektive an die Erreichung der definierten Ziele leisten. Der Bundesrat hält in der Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017 klar fest, dass die auf dem Markt erzielbaren Mehrerlöse bei der Festlegung der Beitragshöhe zu berücksichtigen sind und diese Anstrengungen nicht zunichtegemacht werden dürfen. Privatrechtliche Labels können darauf aufbauend weitere Kriterien definieren und kommunikativ in Wert setzen.

In der Begründung zur Motion wird im Weiteren die Frage aufgeworfen, ob eine Preisdifferenzierung zwischen Grasmilch und übriger Milch geeignet sei, die Schweizer Milchproduktion stärker auf die einheimische Futterbasis auszurichten. Dazu sage ich Ihnen klar, dass der Bundesrat einen solchen direkten Markteingriff des Bundes nicht als zielführende Massnahme erachtet. Der Markt mit den Präferenzen der Konsumenten soll alleine für die Preisbildung bestimmend sein, und dies ist eindeutig die bessere Lösung.

Ich halte also fest: Der Bundesrat erachtet die Anliegen der Motion aus den dargelegten Gründen als berechtigt.

Ich beantrage Ihnen mit der Mehrheit Ihrer vorberatenden Kommission, die Motion anzunehmen. Ich versichere Ihnen, dass ich darauf achten werde, dass die Marktleistung nicht durch irgendeine Beitragsform unterwandert wird.

Aebi Andreas · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Herr Bundesrat, wir befinden uns hier bereits in der Diskussion über die Agrarpolitik 2014-2017. Es wurde richtig gesagt: Die Schweiz ist ein Grasland; gegenüber Holland und Deutschland sind wir Musterschüler. Zudem haben wir Höchsttierbestände und Düngergrossvieheinheiten; auch hier sind wir also eingeschränkt. Glauben Sie nicht, Herr Bundesrat, dass wir diese Motion ablehnen sollten, um dann offen über die Agrarpolitik 2014-2017 diskutieren zu können? Sonst sind uns da bereits die Hände gebunden. Sie sagen ja immer, Sie möchten innovative und vorwärtsorientierte Landwirte.

Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Bundesrat · Bern

Ich wäre mir nicht bewusst, dass wir uns hier die Hände allzu fest binden. Ich bin aber mit Ihnen sehr einverstanden, dass wir die Diskussion im Rahmen der Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017 wirklich führen. Ich glaube, die Stossrichtung, welche die Motion Büttiker vorgibt, steht unseren Ambitionen nicht entgegen: Qualitätsprodukte, Eigenversorgung, Ernährungssouveränität und Ähnliches werden in keiner Form infrage gestellt. Für mich ist sie auf der Linie dessen, was der Bundesrat mit Ihnen im Rahmen der Agrarpolitik 2014-2017 diskutieren will und hoffentlich auch festlegen wird.

Rösti Albert · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Herr Bundesrat, seit Oktober 2011 gibt es bereits die Wiesenmilch. Die Terrasuisse-Wiesenmilch wird im Sinne der Motion Büttiker mit den entsprechenden Anforderungen an die Fütterung produziert. Wir erwarten, dass diese zusätzlichen Auflagen am Markt entsprechend abgegolten werden, was im Moment mit 7 Rappen pro Kilo Milch erfolgt. Sie haben vorhin gesagt, dass dieser Zusatzerlös nicht tangiert werden sollte. Haben Sie nicht doch die Befürchtung, dass diese zusätzliche Wertschöpfung, die am Markt realisiert wird, infrage gestellt wird, wenn es dann eine Abgeltung aus bestehenden Beiträgen - wir können die Beitragssumme insgesamt wahrscheinlich ja nicht erhöhen - gibt? Wir sind sehr froh, dass diese Wertschöpfung am Markt realisiert wird, und haben Bedenken, dass sie dann infrage gestellt wird. Könnten Sie vielleicht noch etwas ausführlicher darlegen, wie Sie das sehen?

Schneider-Ammann Johann N. · BR-M · Bundesrat · Bern

Es ist nicht unsere Absicht, das infrage zu stellen. Meinerseits habe ich von der Subsidiarität gesprochen. Ich habe vorhin auch gesagt, dass wir - inklusive aller Stakeholder, auch derjenigen, die über die Labels arbeiten wollen, über die Labels Mehrwert schaffen und den Wert am Markt wirklich lösen können wollen - daran seien, die Idee zu konkretisieren. So gesehen ist die Wiesenmilch eine gute Referenz.

Germanier Jean-René · Mit-M · Nationalrat · Wallis · FDP-Liberale Fraktion

J'aimerais juste dire un mot pour clore ce débat. Ici, il s'agit de ne pas réduire l'enveloppe budgétaire concernant le secteur laitier et d'amener les bonnes incitations. Je peux vous assurer que des producteurs de la région jurassienne, de la région alpine, qui produisent du lait avec du fourrage suisse sont favorables à ce que ces incitations demeurent. Il s'agit aussi d'éviter la production de lait de vache avec du fourrage importé et de conserver la ligne consistant à produire du lait avec du fourrage suisse.

Comme la majorité de la commission, je vous demande d'aller dans le sens d'une production laitière bien dirigée.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 96 Stimmen

Dagegen ... 67 Stimmen