06.034
Legge federale sulla procedura penale. Modifica
Joder Rudolf · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Bei diesem Geschäft geht es um eine Teilrevision des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechtspflege. Ziel der Vorlage ist es, Rechtsgrundlagen zu schaffen zur Abgeltung der ausserordentlichen Kosten, die den Kantonen bei ihrer Tätigkeit als Organe der gerichtlichen Polizei des Bundes entstehen.
1999 hat das Parlament die sogenannte Effizienzvorlage beschlossen. Damit wurde die Strafgerichtsbarkeit des Bundes erweitert. Dem Bund wurden neue Aufgaben im Bereich der Strafverfolgung übertragen. Beim Aufbau der Bundeskriminalpolizei wurde aber, sowohl personell wie auch ausrüstungsmässig, auf gewisse polizeiliche Elemente verzichtet. So verzichtete man beispielsweise auf sicherheitspolizeiliche Einheiten zum Schutz bei Hausdurchsuchungen, auf Interventionseinheiten bei Verhaftungen, auf Hunde zum Aufspüren von Drogen und Sprengstoffen usw. Man ging davon aus, dass der allfällige ausserordentliche Bedarf durch die Polizeikorps der Kantone abgedeckt werden könne.
In der Zwischenzeit hat sich aber gezeigt, dass die Organe der kantonalen Polizei in wesentlich höherem Mass durch den Bund beansprucht werden. Im heutigen Bundesrecht fehlt eine gesetzliche Grundlage, die es ermöglicht, diesen ausserordentlichen Aufwand zeitgerecht abzugelten. Mit dieser Vorlage wird es dem Bund nun möglich, den Kantonen die ausserordentlichen Kosten, die ihnen beim Einsatz ihrer Organe als gerichtliche Polizei des Bundes anfallen, schneller als bisher zu entschädigen, weil die Deckung der Kosten nicht mehr vom Ergebnis des Verfahrens abhängt.
Heute werden ausserordentliche Aufwendungen der Kantone nur abgegolten, wenn das Verfahren von den Bundesbehörden eingestellt oder wenn das Verfahren von der Bundesanwaltschaft an die kantonalen Behörden übertragen wird. Werden die ausserordentlichen Kosten aus einer anderen Quelle gedeckt, z. B. durch Einziehung oder eine gerichtliche Überwälzung der Verfahrenskosten an Verurteilte, so haben die Kantone diesen Anteil der bereits ausgerichteten Abgeltung vonseiten des Bundes an diesen zurückzuerstatten. An sich stellt die Abgeltung ausserordentlicher Kosten einen Ausnahmefall dar. Gemäss Verfassung haben die Kantone das Bundesrecht umzusetzen und zu vollziehen, und zwar ohne Abgeltung des Bundes. Eine solche ist nur in Ausnahmefällen möglich, was sich indirekt aus den Artikeln 46 und 47 der Bundesverfassung ergibt.
Welches sind die finanziellen Auswirkungen dieser Vorlage? Zurzeit bezahlt der Bund gut 1,25 Millionen Franken an die Kantone. Teilweise werden diese Beträge allerdings mit sehr grosser Verzögerung ausbezahlt. Neu kommt etwa eine Viertelmillion dazu. Insgesamt wird die abzugeltende Summe bei rund anderthalb Millionen Franken liegen. Hinzu kommt ein Betrag von rund 400 000 Franken für die Übergangsregelung.
Es ist vorgesehen, dass der Bundesrat in einer Verordnung den Begriff der ausserordentlichen Kosten präzisiert, z. B.: längere Observierungseinsätze, Beizug von Spezialisten im Informatikbereich, Einsatz besonderer Interventionseinheiten usw. Zudem ist beabsichtigt, dass der Bundesanwalt mit den Kantonen Vereinbarungen treffen kann. Dies gilt insbesondere, wenn es um eine dauerhafte Benützung kantonaler Ressourcen, wie beispielsweise Laboreinrichtungen, geht.
Die Vernehmlassung hat gezeigt, dass die Kantone mit dieser Vorlage grundsätzlich einverstanden sind. Der Ständerat hat dem Geschäft einstimmig zugestimmt, ebenfalls unsere Kommission für Rechtsfragen.
Ich beantrage Ihnen, einzutreten und der Vorlage zuzustimmen.
Chevrier Maurice · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Gruppo popolare-democratico
La mise en oeuvre du projet "Efficacité" a fait ressortir que l'accomplissement des tâches de police judiciaire de la Confédération mettait nettement plus à contribution que par le passé les organes des polices cantonales. Lors de la mise en place de la police judiciaire fédérale, on a renoncé à la doter de certains moyens - moyens en ressources humaines, moyens auxiliaires. A titre d'exemple, je citerai les unités chargées d'assurer la sécurité lors des perquisitions, les unités d'intervention pour les arrestations ou encore les chiens dressés pour rechercher des stupéfiants ou des explosifs.
Cette situation a occasionné aux cantons des frais extraordinaires non négligeables. Pour l'instant, à défaut d'une base légale formelle, il n'est pas possible pour la Confédération de les indemniser suffisamment.
L'actuelle loi qui date de 1934 ne prévoit en effet une indemnisation des cantons que dans deux cas: premièrement, en cas de suspension de la procédure par l'autorité fédérale, les frais extraordinaires occasionnés par des recherches sont indemnisés; deuxièmement, en cas de délégation aux autorités cantonales compétentes par le Ministère public de la Confédération, les frais extraordinaires occasionnés par la procédure d'investigation ou d'instruction sont remboursés aux cantons. Il en découle que l'intervention d'organes cantonaux lors d'une partie des procédures conduites par la Confédération n'est pas indemnisée ou, plutôt, qu'au moment où les cantons fournissent les prestations requises par la Confédération, ils ne sont pas sûrs de bénéficier ultérieurement d'une indemnisation, par exemple en cas de suspension ultérieure de la procédure. Cette situation est dommageable et inacceptable.
La réglementation proposée vise à combler cette lacune, c'est-à-dire à permettre à la Confédération d'indemniser les cantons pour les frais extraordinaires que leur occasionne l'accomplissement par leurs organes des tâches de police judiciaire de la Confédération et ce, quelles que soient l'issue matérielle et la durée de la procédure.
Au niveau financier, on estime à 1,5 million de francs le coût global de l'indemnisation annuelle, sachant qu'aujourd'hui les cantons perçoivent un montant de l'ordre de 250 000 francs, faute de pouvoir adresser une requête dans le délai utile. S'ajoutera à cette somme une dépense supplémentaire unique de l'ordre de 400 000 francs, budgétisée et qui servira à combler, du moins partiellement, les arriérés et à rétablir une égalité de traitement entre les cantons.
Réunie en séance le 23 novembre 2006, la commission a pris sa décision à l'unanimité. Elle vous invite à entrer en matière et à voter le projet tel que présenté, dans le souci de préserver la qualité du travail effectué par les polices cantonales pour le compte de la Confédération.
Blocher Christoph · BR-M · Consiglio federale · Zurigo
Sie sehen, es besteht bei dieser Vorlage eine grosse Einmütigkeit. In der Vernehmlassung hat sich niemand grundsätzlich gegen diese Gesetzesänderung ausgesprochen.
Ich bitte Sie, dem Antrag Ihrer Kommission zu folgen und auf die Behandlung des Geschäftes einzutreten. In Anbetracht der überladenen Traktandenliste habe ich nichts beizufügen.
Egerszegi-Obrist Christine · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo radicale liberale
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesgesetz über die Bundesstrafrechtspflege
Loi fédérale sur la procédure pénale
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Ziff. I-III
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, ch. I-III
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Votazione
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes .... 145 Stimmen
(Einstimmigkeit)