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Rekrutenschule. Keine militärischen Aktivitäten am Wochenende

36301 · Amtliches Bulletin

Del 15 dic 2015

https://lexipedia.io/it/docs/ch/ab-bo-bu/36301/de/rekrutenschule-keine-militarischen-aktivitaten-am-wochenende

Consultato il 11 set 2026

  1. Documenti
  2. Confederazione
  3. Bollettino ufficiale
Fonte

Oggetto parlamentare: Scuole reclute. Nessuna attività militare nel fine settimana (14.3159)

14.3159

Rekrutenschule. Keine militärischen Aktivitäten am Wochenende

Gschwind Jean-Paul · Mit-M · Nationalrat · Jura · CVP-Fraktion

Ma motion demande au Conseil fédéral d'élaborer une disposition légale visant à supprimer l'activité militaire des écoles de recrues le week-end. En préambule, je tiens à préciser que le but de ma motion n'est pas de remettre en cause l'obligation de servir confirmée par le peuple, ni d'entraver l'instruction militaire des recrues. Par ailleurs, tout un chacun s'accorde pour reconnaître le rôle joué par l'armée dans la cohésion nationale et sociale.

Pour un jeune homme de 19 ou 20 ans, l'entrée à l'école de recrues signifie une rupture avec sa famille. C'est quitter le cocon familial pour une école de vie dictée par l'effort et la discipline avec des fatigues souvent physiques et parfois morales, d'où l'importance du repos dominical pour se ressourcer et être au top pour les exercices de la semaine suivante. Une libération le vendredi à 18 heures permettra à la recrue de rejoindre son domicile par les transports publics le jour même. Je pense au Jurassien qui doit revenir du Tessin ou au Grison qui doit rentrer du Jura.

Dans sa réponse, le Conseil fédéral est conscient que l'école de recrues est une étape importante dans la vie d'un jeune homme, que sa liberté et son bien-être se voient limités au profit du service pour la communauté. Il admet la pesanteur de la charge. Toutefois, le Conseil fédéral ne veut pas remettre en question la durée du congé actuel, qui va du samedi matin à 8 heures jusqu'au dimanche soir à 24 heures pour les raisons suivantes.

Sur la durée d'une école de recrues, l'armée perdrait près de deux semaines consacrées à l'instruction, ce que je réfute catégoriquement. L'armée peut compenser en avançant certains exercices de nuit, soit le jeudi soir, quitte à faire l'impasse sur un souper facultatif. Libérer les recrues le vendredi à 18 heures n'entravera nullement l'instruction militaire. Cela évitera certaines beuveries dans les cantonnements dans l'attente du licenciement du samedi matin. Je sais de quoi je parle; j'ai été militaire!

Je vous demande d'accepter ma motion, de voter oui pour un repos dominical prolongé, pour éviter la fatigue, la mauvaise humeur et les risques d'accident du lundi matin.

Maurer Ueli · BR-M · Bundesrat · Zürich

Herr Gschwind spricht etwas an, das uns im Alltag tatsächlich manchmal Sorge bereitet. Es bereitet uns insbesondere Sorge im Zusammenhang mit dem Konkurrenzangebot, wenn Sie so wollen, des Zivildienstes: Der Zivildienst ist in der Regel am Freitagabend fertig und beginnt am Montagmorgen.

Wir entlassen unsere Leute, Herr Gschwind hat das ausgeführt, am Samstagmorgen um 8 Uhr. Damit haben wir die Möglichkeit, den ganzen Freitag für die Ausbildung zu nutzen. Wenn wir sie bereits am Freitag um 18 Uhr entlassen, dann ist auch nicht sichergestellt, dass jeder aus dem Jura noch im Tessin ankommt. Es würde dann die Forderung nach Dienstschluss um 17 Uhr folgen, und dann würden wir die Arbeit am Freitag um den Mittag herum beenden, damit man noch die Gewehrreinigung und alles Weitere erledigen könnte. Wir würden also praktisch einen halben Tag verlieren.

Unsere Leute rücken am Sonntagabend ein, in der Regel etwa um 23 Uhr. Ich weiss, sie müssen dann ihr Zuhause bereits gegen Abend verlassen. Wenn wir auch hier das Wochenende freigeben, können wir am Montag etwa um Mittag beginnen, wenn dann wieder alle gekommen sind. Das heisst, wir verlieren noch einmal einen halben Tag. Bei 18 Wochen macht das insgesamt 18 Arbeitstage. Das würde praktisch bedeuten, dass wir die Rekrutenschule um drei Wochen verlängern müssten. Ich denke, das ist dann wieder nicht kompatibel mit der Wirtschaft.

Wenn wir also die militärische Ausbildung garantieren wollen, dann sind diese Stunden, die auf den ersten Blick Randstunden sind, eben mehr. Sie bilden zusammen einen ganzen Ausbildungstag; das wäre zu berücksichtigen, wenn wir das Wochenende anders gestalten würden. Wir haben das Problem - ich habe es gesagt -, dass dann viele sagen: "Ich wähle den Zivildienst, dann bin ich am Freitagabend zu Hause und kann am Sonntag auch noch einmal zu Hause schlafen." Aber diese Haltung war ja nicht die Absicht. Aber dann müssten wir eher dort ansetzen und korrigieren statt beim Militär.

Ich denke, der Vorstoss ist gut gemeint, aber er schmälert eben doch die Ausbildung, und die Rekrutenschule müsste um drei Wochen verlängert werden, um diese Stunden wieder einzubringen. Das geht nicht, wie Sie wissen, wenn Sie dann an die Übergänge denken: Lehrabschluss, Universitätsaufnahme usw. Da haben wir ja jetzt extra gekürzt, damit wir diese Anschlüsse in etwa gewährleisten.

Ich denke also, der Vorstoss ist gut gemeint, aber er schafft mehr Probleme, als er lösen würde. Ich bitte Sie daher, den Vorstoss abzulehnen. Wenn wir Gleichheiten schaffen wollen, dann müssten wir eher bei anderen Gefässen Korrekturen anbringen.

Abstimmung

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 67 Stimmen

Dagegen ... 120 Stimmen

(0 Enthaltungen)