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Berufsbildung. Unternehmen Bund und Kantone genug, um das Erlernen anderer Landessprachen zu unterstützen?
Bulliard-Marbach Christine · Mit-F · Nationalrat · Freiburg · CVP-Fraktion
Unternehmen Bund und Kantone wirklich genug, um das Erlernen anderer Landessprachen zu unterstützen? Wir können und müssen uns meiner Meinung nach stärker einsetzen, wenn es um die Förderung des Lernens der Landessprachen in der Ausbildung durch den Austausch von Auszubildenden geht.
Es gibt bereits ein Austauschprogramm in diesem Bereich: das Piaget-Programm der CH-Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit. Leider aber fehlt es an Informationen über die Inhalte dieses Programmes, und vor allem fragt man sich auch, wie die Wirksamkeit sei. Dieses Problem reiht sich in den breiteren Kontext der CH-Stiftung ein, welche die Erwartungen sowohl der Kantone wie des Bundes nicht erfüllt. Wie wir nämlich zu Beginn des Jahres erfahren haben, wird der Leistungsauftrag zugunsten dieser Stiftung nicht verlängert. Diese Nachricht stellt meiner Meinung nach einen zusätzlichen Grund dar, mein Postulat zu unterstützen. Damit kann man nämlich Licht in das erwähnte Programm und seine Wirksamkeit bringen.
Ich bitte Sie aus diesen Gründen, mein Postulat anzunehmen.
Schneider-Ammann Johann N. · BPR-M · Bundesrat · Bern
Der Bundesrat lehnt das Postulat ab. Es ginge darum, neuerlich einen Bericht zu erstellen.
Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt fördern die Austauschaktivitäten und den Fremdsprachenunterricht, wie wir das heute Nachmittag schon einmal festgestellt haben. Ich habe heute Nachmittag noch nicht festgehalten, dass das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung einen Auftrag gegeben hat, und zwar den Auftrag, den bilingualen Unterricht in der Berufsbildung zu verankern und eine Fach- und Anlaufstelle zu etablieren. Für die Stärkung des Austausches und der Mobilität hat der Bund bisher mit der CH-Stiftung zusammengearbeitet. Damit sei bestätigt, was Frau Bulliard eben gesagt hat. Der Förderung des Austausches und der Mobilität wollen wir neue Impulse verleihen, und deshalb haben Bund und Kantone entschieden, die Zusammenarbeit zu reorganisieren. Dazu bauen wir gemeinsam eine neue Agentur auf. Die gemeinsame Agentur wird 2017 die Aufgaben übernehmen. Sie wird die Information, die Beratung, die Vernetzung und die Begleitung von Projekten im Bereich Austausch und Mobilität sowohl national wie international anbieten.
Der Bundesrat hat so gesehen die Fragen der Postulantin beantwortet. Ein zusätzlicher Bericht brächte keine neuen Erkenntnisse. Deshalb empfiehlt der Bundesrat, das Postulat abzulehnen. Lassen Sie uns an der Lösung arbeiten, an dieser neuen Agentur. Lassen Sie uns die Kräfte dort konzentrieren und nicht für einen Bericht. Von der Idee her, Frau Bulliard, sind wir sicherlich miteinander unterwegs.
Abstimmung
Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 87 Stimmen
Dagegen ... 104 Stimmen
(1 Enthaltung)