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Stabilisierungsprogramm 2017-2019

39245 · Amtliches Bulletin

Del 27 feb 2017

https://lexipedia.io/it/docs/ch/ab-bo-bu/39245/de/stabilisierungsprogramm-2017-2019

Consultato il 3 set 2026

  1. Documenti
  2. Confederazione
  3. Bollettino ufficiale
Fonte

Oggetto parlamentare: Programma di stabilizzazione 2017-2019 (16.045)

16.045

Stabilisierungsprogramm 2017-2019

Stahl Jürg · P-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

1. Bundesgesetz über das Stabilisierungsprogramm 2017-2019

1. Loi fédérale sur le programme de stabilisation 2017-2019

Ziff. 4 Art. 4a Abs. 1

Antrag der Mehrheit

Ziff. 1, 5, 11

Festhalten

Antrag der Minderheit

(Hadorn, Ammann, Brélaz, Gmür Alois, Gschwind, Kiener Nellen, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Piller Carrard)

Ziff. 1

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Antrag der Minderheit

(Ammann, Brélaz, Gmür Alois, Gschwind, Hadorn, Kiener Nellen, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Piller Carrard)

Ziff. 5

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Antrag der Minderheit

(Maire Jacques-André, Ammann, Brélaz, Gschwind, Hadorn, Kiener Nellen, Meyer Mattea, Piller Carrard)

Ziff. 11

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Ch. 4 art. 4a al. 1

Proposition de la majorité

Ch. 1, 5, 11

Maintenir

Proposition de la minorité

(Hadorn, Ammann, Brélaz, Gmür Alois, Gschwind, Kiener Nellen, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Piller Carrard)

Ch. 1

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Proposition de la minorité

(Ammann, Brélaz, Gmür Alois, Gschwind, Hadorn, Kiener Nellen, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Piller Carrard)

Ch. 5

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Proposition de la minorité

(Maire Jacques-André, Ammann, Brélaz, Gschwind, Hadorn, Kiener Nellen, Meyer Mattea, Piller Carrard)

Ch. 11

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Ziff. 13 Art. 66 Abs. 2; Ziff. II Abs. 2, 3

Antrag der Mehrheit

Festhalten

Antrag der Minderheit

(Gschwind, Brélaz, Gmür Alois, Hadorn, Kiener Nellen, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Piller Carrard)

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Ch. 13 art. 66 al. 2; ch. II al. 2, 3

Proposition de la majorité

Maintenir

Proposition de la minorité

(Gschwind, Brélaz, Gmür Alois, Hadorn, Kiener Nellen, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Piller Carrard)

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Präsident (Stahl Jürg, Präsident): Wir behandeln die vorliegenden Minderheitsanträge in einer einzigen Debatte.

Hadorn Philipp · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion

Wir dürfen diese Session gerade mit einer Finanzvorlage beginnen, und erst noch mit dem Stabilisierungsprogramm. Es gäbe leichtere Kost. Wenn wir, als unsere Kinder noch klein waren, zum Dessert einen Teller mit verschiedenen "Guetzli" auftischten, kam jeweils die Frage: Nur drei wie immer oder eines mehr? Wir wollten nicht, dass unsere Kinder masslos werden. Vereinzelt, in besonderen Fällen, kam dann doch auch einmal ein viertes dazu - aber nur als Ausnahme.

Weshalb ich Ihnen das erzähle? Ich und meine Partei erachten das Stabilisierungsprogramm grundsätzlich als unnötig und nicht zweckmässig. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den von der Bevölkerung erhobenen finanziellen Mitteln sollte selbstverständlich sein. Leistungen müssen in zweckmässiger Qualität und mit einer zweckmässigen Organisation sichergestellt werden.

Seit gut einem Jahr ist ein neues Führungsmodell in Kraft. Im Voranschlag 2017 wurden bereits beim Personal 50 Millionen, bei den Dienstleistungen 60 Millionen und bei der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) 17 Millionen Franken gekürzt - wohlverstanden auf der Grundlage eines vom Bundesrat bereits zusammengekürzten Budgets. Im Finanzplan wurde beim Personal ab dem Jahr 2018 eine zusätzliche Kürzung von 25 Millionen Franken pro Jahr beschlossen, zudem sind die IKT-Beträge auf dem Stand des Voranschlags 2016 einzufrieren.

Jetzt beharrt die Finanzkommission des Nationalrates, entgegen der Ansicht von Bundesrat und Ständerat, darauf, für die Jahre 2018 und 2019 die vorgeschlagenen Einsparungen von bereits 143,4 Millionen Franken für das Jahr 2018 beziehungsweise 149,8 Millionen Franken für das Jahr 2019 um je weitere 100 Millionen Franken zu erhöhen.

Das geht nicht! Wir können dem Bund doch nicht einerseits klare Aufgaben zuordnen und dann andererseits bei der Finanzierung feige kneifen. Es kann doch nicht sein, dass nun Kürzungsanträge via Budget, Finanzplan und Sparprogramm kumuliert und aufeinandergestapelt werden, ohne dass erste Umsetzungen und deren Auswirkungen abgewartet und ausgewertet werden können! Es mag Ausnahmen geben, bei denen es einmal ein zusätzliches "Guetzli" geben darf. Ich habe versucht, meine Kinder so zu erziehen, dass sie von Gier, Masslosigkeit und Verantwortungslosigkeit Abstand nehmen. Das vorliegende Stabilisierungsprogramm ist masslos, wie die Vorlagen zu den Unternehmenssteuerreformen II und III, und es wird faktisch zwangsläufig zu einem weiteren Abbauprogramm.

Die von der Finanzkommission vorliegend beantragte Massnahme gefährdet unseren weitgehend gut funktionierenden Staat zusätzlich und entzieht dem Bund Personal, sodass Gesetze nicht korrekt umgesetzt werden können; schon gar nicht kann deren Vollzug in Zukunft garantiert werden, und die Kontrollen werden nicht mehr funktionieren.

Wollen Sie riskieren, dass unser Rechtsstaat ausblutet, den Bürgerinnen und den Bürgern und auch den Kantonen Leistungen trotz Rechtsanspruch verweigert oder reduziert werden müssen und damit ein Schaden produziert wird, den ich jedenfalls nicht verantworten kann? Machen Sie doch bitte einen Querblick auf den Jahresabschluss 2016 des Bundes, auf die Entwicklung unserer Schulden und die Äufnung von Amortisations- und Ausgleichsfonds. Selbstverständlich haben wir trotz dieser guten Resultate weiterhin sorgsam mit unseren Mitteln umzugehen. Von derartigen rechtsstaatsgefährdenden Massnahmen sind aber schlichtweg die Finger zu lassen.

Folgen Sie der Haltung meiner starken und vernunftgesteuerten Minderheit, welche in der Kommission von drei Parteien gestützt wurde, welche auch vom SVP-Bundesrat, der dem Finanzdepartement vorsteht, verteidigt wurde und welche der Haltung des Ständerates und des Gesamtbundesrates entspricht. Setzen Sie damit ein Zeichen von Rationalität und Verantwortungsbewusstsein. Besten Dank den Einzelnen, die mir zugehört haben.

Stahl Jürg · P-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Präsident (Stahl Jürg, Präsident): Da Herr Ammann entschuldigt ist, begründet Herr Gmür den Minderheitsantrag Ammann.

Gmür Alois · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · CVP-Fraktion

Ich vertrete hier die Minderheit Ammann - Herr Ammann kann heute aus gesundheitlichen Gründen nicht hier sein -, ich vertrete aber auch die Meinung der CVP-Fraktion.

Die Minderheit erachtet die Integration von Flüchtlingen als äusserst wichtig. Wenn in diesem Bereich gespart wird, werden die Kosten andernorts anfallen. Die Kantone wären die Leidtragenden, und deshalb wehren sie sich gegen diese Kürzung. Deshalb hat auch der Ständerat hier keine Kürzungen beschlossen.

Ich bitte Sie darum, der Minderheit Ammann und damit dem Ständerat zu folgen.

Maire Jacques-André · Mit-M · Nationalrat · Neuenburg · Sozialdemokratische Fraktion

Je rappelle qu'au chiffre 11, "Autres mesures dans le domaine des transferts du DEFR", la coupe de 10 millions de francs supplémentaire prévue en 2018 et en 2019 touche l'aide à la politique régionale. Or cette aide joue un rôle déterminant pour soutenir et diversifier l'économie dans les régions dites éligibles, à savoir les régions périphériques, dont en particulier celles qui, comme l'Arc jurassien, souffrent encore très cruellement des conséquences du franc fort, qui provoquent un ralentissement grave des exportations, non seulement dans l'industrie horlogère, mais aussi dans l'industrie des machines.

En commission, la majorité de nos collègues a proposé, sans bien connaître ces réalités très préoccupantes, d'opérer ces coupes drastiques pour les années 2018/19.

Suite à cela, une lettre de la Conférence des chefs des départements cantonaux de l'économie publique, datée du 10 janvier 2017, a demandé de renoncer à ces coupes. De même, une lettre, qui nous est parvenue plus récemment, de la Coordination régionale Interreg, signée par son président, le conseiller d'Etat vaudois Pascal Broulis, nous demande de renoncer à ces coupes.

Monsieur Broulis relève avec pertinence que le fonds de développement régional est destiné à financer la mise en oeuvre de la nouvelle politique régionale par la Confédération et par les cantons, et que cette politique est vitale pour l'économie des régions les moins favorisées. C'est en particulier le cas des cantons frontaliers qui développent des projets avec des partenaires, notamment français ou allemands.

Pour ces cantons, ces projets sont des projets d'innovation qui visent en particulier à diversifier l'industrie, puisqu'ils souffrent actuellement d'une monoculture industrielle de laquelle il faut essayer de s'extraire. En outre, dans le domaine de la valorisation des ressources régionales, les projets soutenus mettent en place des stratégies pour le développement touristique, ce qui est également une source d'emploi qui se trouve ainsi pérennisée par les activités financées par la nouvelle politique régionale. C'est aussi une façon d'améliorer l'attractivité des régions concernées.

Enfin, il est à noter que les fonds fédéraux pour la politique régionale ont un effet de levier très important. J'entends par là que ces financements viennent en complément d'autres financements d'origine privée ou alloués par d'autres acteurs publics. Ainsi, l'aide de la Confédération joue un rôle de stimulation de toute l'économie sur plan régional.

Nous demandons donc à nos collègues venant des régions privilégiées au niveau économique de se souvenir que nos régions ne sont pas égales en matière économique. En effet, toutes les régions n'ont pas la même force ni les mêmes atouts. Dans ce sens, nous en appelons à la solidarité de l'ensemble du pays. Je rappelle que notre pays s'est construit sur la base de cette solidarité. C'est de cela qu'il s'agit aujourd'hui en matière économique.

La nouvelle politique régionale offre aux régions les moins favorisées une occasion de diversifier leur industrie, de partir vers de nouvelles formes d'économie, de promouvoir les richesses régionales et de mettre en valeur en particulier les produits de ces régions. Ne coupons pas les ailes à ces projets qui sont essentiels pour apporter de la diversité et un peu d'espoir sur le plan économique.

C'est pourquoi nous vous demandons de suivre le Conseil des Etats et le Conseil fédéral, ne serait-ce que par respect pour les cantons concernés, qui font déjà des efforts très importants pour essayer d'améliorer leur situation économique. Je vous remercie de votre solidarité et de votre soutien à ma proposition de minorité.

Gschwind Jean-Paul · Mit-M · Nationalrat · Jura · CVP-Fraktion

La quatrième divergence à propos du programme de stabilisation 2017-2019 concerne l'abaissement de la part versée par la Confédération au titre de la réduction des primes de l'assurance-maladie. Elle passerait de 7,5 pour cent à 7,3 pour cent des coûts bruts de l'assurance obligatoire des soins, ce qui représente une diminution de la contribution fédérale de 75 millions de francs par année, un montant qui échapperait aux cantons, mais surtout aux assurés de condition modeste. Cette mesure d'économie ayant déjà fait l'objet de plusieurs débats nourris, notamment dans la commission et au sein de cet hémicycle, je serai assez bref en reprenant quelques arguments essentiels.

Cette mesure est vivement contestée par la Conférence des gouvernements cantonaux. Dans une lettre précisant sa position, il est écrit: "Cette mesure est en contradiction avec la réforme de la péréquation financière. La contribution fédérale à la réduction des primes avait été fixée sur la base du bilan global, avec pour corollaire une hausse significative de la contribution cantonale. Le transfert de charges qui en résulte est inacceptable, compte tenu des coûts supplémentaires supportés par les cantons à la suite des différentes révisions légales opérées ces dernières années dans le secteur de la santé. A lui seul, le nouveau financement des hôpitaux et des soins a engendré pour les cantons des dépenses supplémentaires de 2,5 milliards de francs depuis 2011."

Cette diminution de la subvention fédérale arrive à un bien mauvais moment, alors que la hausse des primes projetée pour 2017 se monte à 4,5 pour cent au niveau national, à 7,5 pour cent dans mon canton, le canton du Jura. Pour les jeunes de 19 à 25 ans, la hausse de 8,3 pour cent est spectaculaire. Cette réduction de la manne fédérale aura des conséquences différentes selon les cantons. Dans les cantons contributeurs, à forte capacité financière et avec une pression fiscale faible, cette mesure passera inaperçue, alors que dans les cantons bénéficiaires, avec un faible potentiel de ressources, cette mesure d'économie aggravera encore plus une situation financière déjà précaire. Si ces cantons veulent maintenir leurs prestations, ils devront compenser eux-mêmes l'économie réalisée par la Confédération. Ceci constitue à mes yeux ni plus ni moins qu'un transfert de charges sur les cantons, ce qui, a priori, ne devrait pas figurer dans le programme de stabilisation 2017-2019.

Pour faire accepter cette mesure d'économie, à mon sens antisociale, le Conseil fédéral a décidé que son application coïnciderait avec l'entrée en vigueur de la modification de la loi sur les prestations complémentaires, sous prétexte que cette révision devrait déboucher sur des économies pour les cantons. Cette manière de lier les deux projets est quelque peu cavalière dans la mesure où nous ne connaissons pas les tenants et les aboutissants de cette révision, sans oublier que les hypothétiques économies concerneront aussi la Confédération, les charges des prestations complémentaires étant supportées à la fois par les cantons, à hauteur de 70 pour cent, et par la Confédération, à hauteur de 30 pour cent.

Fort des quelques arguments non exhaustifs que je viens de mentionner, je vous invite, à l'article 66 alinéa 2 de la loi sur l'assurance-maladie, à suivre la minorité de la commission et à refuser la réduction de 7,5 à 7,3 pour cent de la part fédérale versée au titre de réduction des primes d'assurance-maladie, comme l'a fait le Conseil des Etats.

Quant au groupe PDC, auquel j'appartiens, c'est à une forte majorité qu'il soutiendra ma proposition de minorité.

Vitali Albert · Mit-M · Nationalrat · Luzern · FDP-Liberale Fraktion

Das Stabilisierungsprogramm 2017-2019 sieht jährliche Entlastungen von 800 Millionen bis eine Milliarde Franken vor. Das Jahr 2017 ist mit dem Budget bereits erledigt. Für die Jahre 2018 und 2019 gibt es zum Ständerat, wie schon gehört, vier Differenzen.

Zu den Massnahmen im Eigenbereich: In den ausführlichen Beratungen hier im Nationalrat haben wir unter Berücksichtigung mehrerer Minderheitsanträge gegenüber dem Bundesrat eine zusätzliche Kürzung von 100 Millionen Franken für die Jahre 2018 und 2019 beschlossen. Nach den neuesten Weisungen des Bundesrates will er die Eigenausgaben ab dem Jahre 2018 um 150 Millionen Franken kürzen. Hier will also der Bundesrat weiter gehen als das Parlament.

Die FDP-Liberale Fraktion ist der Ansicht, dass die vom Nationalrat beschlossene Kürzung verantwortbar ist, und daher halten wir an diesem Entscheid fest.

Zum Bereich Migration und Integration: Die FDP-Liberale Fraktion will an der Kürzung um 11,4 Millionen Franken und somit am Entwurf des Bundesrates festhalten. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre erwarten wir bei der Integration eine Effizienzsteigerung, und eine Kürzung von 10 Prozent ist somit vertretbar. Es handelt sich hier also nicht um eine Lastenverschiebung zu den Kantonen hin. Die bisherigen Programme haben ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis, das es zu verbessern gilt. Wir reduzieren hier insbesondere Beiträge im Ausländerbereich sowie Pauschalbeiträge, die der Bundesrat als ineffizient erachtet. Diese Kürzung gibt aber Mittel frei, um diese gezielter an einem nötigeren Ort, nämlich bei der Integration der Flüchtlinge, einzusetzen.

Zu den Massnahmen im Transferbereich des WBF: Es geht hier um eine vom Bundesrat vorgeschlagene Kürzung der Beiträge an die Regionalpolitik von zusätzlich 10 Millionen Franken. Die FDP ist der Meinung, dass das neue Instrument der Regionalpolitik einmal grundsätzlich überarbeitet werden sollte. Die Regionalpolitik wird durch den Bund mitfinanziert. Die Kantone müssen gleich viel leisten wie der Bund. Eine Kürzung würde somit auch die Kantone entlasten. Es werden regionalpolitische Projekte umgesetzt, die zumindest zu hinterfragen sind. Ist zum Beispiel ist die Förderung der Hochstammbäume wirklich eine Aufgabe dieser Regionalentwicklungsprojekte? Die Steuerung solcher Projekte läuft halt wohl oder übel über die Finanzen. Die zusätzlichen Kürzungen um 10 Millionen Franken sind zwingend nötig und verantwortbar. Ursprünglich waren die Finanzmittel der neuen Regionalpolitik als Anschubfinanzierung für neue Projektideen gedacht. Heute sind es zum Teil Dauerfinanzierungen - das kann es nicht sein für die Zukunft.

Ich komme zum Bundesbeitrag zur Prämienverbilligung: Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt den Antrag des Bundesrates, der Beitrag an die Kantone für die individuelle Prämienverbilligung sei von 7,5 Prozent auf 7,3 Prozent, also um rund 75 Millionen Franken, zu kürzen. Diese beantragte Kürzung tritt aber erst in Kraft, wenn sie durch das Ergänzungsleistungsgesetz kompensiert wird. Daher ist das der richtige Mittelweg. Die Kantone werden einerseits entlastet und erhalten andererseits auch weniger finanzielle Unterstützung durch den Bund. Da die Änderung des Ergänzungsleistungsgesetzes aber noch nicht vorliegt, wird dieser Beschluss in der Übergangsbestimmung mit der Änderung des Ergänzungsleistungsgesetzes gekoppelt.

Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt die vier Anträge der Mehrheit der Finanzkommission des Nationalrates und lehnt die Minderheitsanträge ab. Ich bitte Sie, ebenfalls der Mehrheit zu folgen.

Brélaz Daniel · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion

En introduction, j'aimerais faire un petit rappel à l'intention de ceux qui n'ont pas très bien lu les communiqués récents. Les comptes 2016 de la Confédération présentent un bénéfice de 800 millions de francs, avec les caractéristiques spéciales suivantes. S'il n'y avait pas eu d'opérations spéciales, dont une décidée par notre Parlement, le bénéfice eût été d'à peu près 1,5 milliard de francs. Comme chaque année, à une exception près depuis dix ans, on prévoit 1 milliard de francs d'économies sur les crédits octroyés par rapport aux dépenses réelles. Cela montre qu'il y a encore une certaine marge de manoeuvre.

Par ailleurs, le Conseil fédéral, bon élève - peut-être trop du point de vue du groupe des Verts -, prépare déjà le programme de stabilisation 2018-2020 avec des coupes supplémentaires, dont nous reparlerons certainement un jour. Ce qui est clair, déjà, c'est qu'il est incompréhensible que le Parlement veuille être plus royaliste que le roi. Dans deux propositions de minorité sur quatre, c'est ce qui se produit.

La commission de notre conseil - en passant, parce que cela fait bien, que c'est dans l'air du temps, que c'est la mode et que cela faisait plaisir à ceux qui l'ont proposé - a décidé de couper 100 millions de francs supplémentaires dans le domaine propre de la Confédération. Un certain nombre d'élus du même bord déposent maintenant des motions pour que l'on ne touche plus au domaine propre par la suite, mais pour que l'on touche aux grands crédits. On anticipe un débat futur, mais l'incohérence est patente.

Il existe une deuxième problématique du même genre s'agissant des fonds régionaux. On décide comme cela, au petit bonheur la chance, de couper 10 millions de francs supplémentaires dans ce que le Conseil fédéral a proposé, en pensant qu'il serait finalement bien mieux que les cantons frontaliers, i. e. les cantons à problème, se débrouillent un peu plus tout seuls parce qu'il faudrait qu'ils cessent d'embêter les autres cantons. Là aussi, il s'agit de décisions visant à montrer qui gouverne ici, qui est plus royaliste que le roi et meilleur que le Conseil fédéral. Dans les deux cas, il ne fait aucun doute qu'il faut suivre le Conseil des Etats.

Deux autres dossiers sont également en discussion. Le premier concerne l'intégration. Le Conseil fédéral a pour ce cas effectivement proposé des coupes, qui ont été refusées en séance plénière du Conseil des Etats - ce sont les mêmes coupes qu'il a soumises à la commission du Conseil national. Or, le Conseil des Etats a dit: "Pas question!" Est-ce qu'il a fait cela uniquement pour embêter ceux qui veulent faire des économies? Non. Il y a un constat: les mesures qu'on ne prend pas dans le domaine de l'intégration se paient plus cher par la suite. D'une part, parce que ceux qu'on intègre moins bien ont plus de peine à s'intégrer dans la société et dans le monde du travail, et que cela fait des chômeurs en plus - et, en définitive, le bon peuple et tous ceux qui ont voulu ces coupes paient. D'autre part, parce qu'il y a des gens qui pourraient partir à la dérive du fait qu'on ne les a pas assez bien intégrés. Cela est dénoncé systématiquement par le plus grand groupe de cette assemblée, mais cela n'empêche pas que ce sont ceux-là même qui coupent, comme cela, comme le Conseil fédéral, dans les moyens alloués pour éviter les ennuis futurs. C'est une politique aberrante du point de vue de la prévention que de couper dans les crédits attribués à la politique d'intégration. Apparemment, cela plaît à ceux qui ont proposé une coupe dans ces crédits.

Dans ce cas aussi, le groupe des Verts suivra le Conseil des Etats.

Enfin, ce que prévoit l'article 66 alinéa 2 de la loi sur l'assurance-maladie est un pur transfert vers les cantons, qui reversent aux assurés l'argent reçu de la Confédération. Le statut de la réduction de 7,5 à 7,3 pour cent de la participation de la Confédération aux coûts bruts de l'assurance-maladie n'est pas clair. On dit qu'on opérera cette réduction à condition qu'une autre compensation soit faite. Mais, pour l'instant, l'autre compensation n'est pas là.

Dans ces circonstances, le groupe des Verts vous encourage à suivre la minorité Gschwind, c'est-à-dire le Conseil des Etats.

Weibel Thomas · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Grünliberale Fraktion

Der Bundesrat versuchte mit seiner Botschaft eine Entlastung des Bundeshaushaltes um mindestens 800 Millionen Franken zu erreichen. Wir haben im Nationalrat die Vorlage in der Wintersession 2016 ein erstes Mal debattiert. Wir haben insgesamt etwas weniger gespart als der Bundesrat, aber mehr als der Ständerat. In der Zwischenzeit hat der Ständerat bei allen Differenzen an seiner Position festgehalten. Auch die Mehrheit der Finanzkommission des Nationalrates beantragt Ihnen, bei den Differenzfragen unsere Position beizubehalten.

Die Minderheitssprecher haben Ihnen erläutert, worum es inhaltlich geht. Die inhaltliche Diskussion haben wir bereits in der Wintersession ausführlich geführt. Ich stelle fest: Es gibt keine neuen Fakten oder Entwicklungen, welche wir heute berücksichtigen müssen. Auch der Überschuss der Bundesrechnung aus dem Jahr 2016 ändert an der Notwendigkeit eines Sparpakets, eines Stabilisierungsprogramms nichts. Wir müssen den Tatsachen in die Augen sehen: Wir haben im Bundeshaushalt ein strukturelles Defizit, und das erfordert Massnahmen. In der Zukunft brauchen wir aber eine klare Verzichtplanung - im Gegensatz zu heute. Heute werden laufend neue Aufgaben und Ausgaben beschlossen. Da müssen wir uns selber an der Nase nehmen, da stehen wir selber in der Verantwortung.

Zusätzlich wird die Steuerung und werden Sparanstrengungen erschwert, indem immer wieder zusätzliche oder höhere stark gebundene Ausgaben generiert werden. Die Korrektur in diesem Bereich, in dieser Mechanik können wir heute nicht machen - dazu braucht es separate Vorschläge in anderen Vorlagen, die wir später besprechen müssen.

Heute, in diesem Stabilisierungsprogramm, unterstützen wir Grünliberalen überall die Anträge der Kommissionsmehrheit. Wir bitten Sie also, die Minderheitsanträge abzulehnen.

Meyer Mattea · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion

Nicht nur der Überschuss von 2016 und der grosse Schuldenabbau auf unter 100 Milliarden Franken, sondern auch die deutliche Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III stellen die Notwendigkeit des Stabilisierungsprogramms mehr als infrage. Ich spreche hier zu den Anträgen der Minderheiten Ammann und Hadorn und vertrete die SP-Fraktion.

Beim Antrag der Minderheit Ammann, im Bereich von Migration und Integration auf die Kürzung zu verzichten, geht es schliesslich nicht um eine Kürzung, sondern schlichtweg um eine Lastenverschiebung auf die Kantone. Dass die Kantone und am Schluss auch die Gemeinden und die Bevölkerung nicht länger bereit sind, die Kosten zu tragen, sollte uns klar sein. Entsprechend klar und deutlich sind eben auch die Stellungnahmen der Kantonsregierungen und das Ergebnis im Ständerat ausgefallen, die auf diese Kürzung von rund 11 Millionen Franken pro Jahr verzichten möchten. Gerade weil der Bund im Bereich von Integration und Migration zu entscheiden hat und in der Verantwortung steht, ist eine Kürzung hier fehl am Platz und hat eine falsche Signalwirkung gegenüber den Kantonen und Gemeinden, die am Schluss dann ja auch jene sind, die die Integration von Flüchtlingen umsetzen sollten.

Zu den Massnahmen im Eigenbereich: Ich bitte Sie, hier dem Ständerat zu folgen. Wir haben bereits im Budget 2017 massive Kürzungen vorgenommen. Diese Kürzungen sind jetzt in Umsetzung, und man spürt, wie schwierig das sein wird. Es ist auch bereits von Kündigungen die Rede. Mit neuen Gesetzesvorlagen immer mehr zu fordern, aber dann nicht bereit zu sein, die Ressourcen zu sprechen, ist keine redliche Politik. Der Beitrag des Personals ist schon hoch und wird auch in Zukunft hoch sein; er wäre aber mit der Kürzung, die Sie hier noch zusätzlich draufpacken wollen, mehr als übertrieben hoch. Ja, man kann die Zitrone immer noch mehr auspressen. Das wird dann aber nicht nur für das Personal bitter, sondern am Schluss auch für die Menschen in diesem Land.

Ich bitte Sie daher, dem Ständerat zu folgen und dem Antrag der Minderheit Hadorn zuzustimmen.

Amarelle Cesla · Mit-F · Nationalrat · Waadt · Sozialdemokratische Fraktion

En complément de ce que vient de dire Madame Meyer, je vous prie de suivre les minorités Maire Jacques-André et Gschwind.

Concernant la minorité Maire Jacques-André, permettez-moi de vous inviter instamment à suivre le Conseil des Etats et le Conseil fédéral, et à renoncer à la coupe de 10 millions de francs pour 2018/19. Sur le fond, cette coupe constitue un mauvais signal politique pour les régions périphériques, les zones de montagne et le tourisme, qui traversent des temps difficiles. La politique régionale soutient environ 200 projets très différents qui concernent à la fois l'innovation, le management régional, les chemins de fer de montagne, etc. Certains cantons doivent faire face à des défis très importants et tous ne sont pas placés sur un pied d'égalité. Les pôles touristiques comme les Alpes vaudoises ou l'Arc jurassien font face au franc fort ainsi qu'aux différentes difficultés et incertitudes liées à l'évolution de la situation économique, notamment en ce qui concerne l'immobilier en raison de la révision de la loi sur l'aménagement du territoire.

La situation économique notamment dans l'Arc jurassien, la Vallée de Joux, le Nord vaudois, le canton de Neuchâtel et le canton du Jura est actuellement très préoccupante. Cela a été dit par Monsieur Maire, l'Arc jurassien a des structures industrielles trop concentrées sur les machines-outils, qui doivent absolument être restructurées.

Sur le plan financier, il est connu et démontré que chaque franc utilisé à fonds perdu est triplé par le canton ou par des tiers lorsqu'il est investi dans la politique régionale. Enfin, sur le plan institutionnel, je vous rappelle que la politique régionale a été établie par des conventions passées entre cantons et Confédération et qu'elle repose sur les principes de la solidarité et de la loyauté.

Pour toutes ces raisons, et parce qu'il s'agit d'une question de cohérence et de solidarité, nous vous invitons à suivre la minorité Maire Jacques-André et à renoncer à cette coupe supplémentaire de 10 millions de francs.

J'en viens maintenant aux subsides fédéraux destinés à réduire les primes d'assurance-maladie qui correspondent à 7,5 pour cent des coûts bruts de l'assurance obligatoire des soins. Nous vous invitons à suivre la minorité Gschwind qui vise à maintenir cette part fédérale à 7,5 pour cent, et à renoncer à une économie de 75 millions de francs qui entraînerait des pressions sur les finances cantonales extrêmement importantes, parce que les cantons seraient dès lors obligés de compenser cette diminution. La réduction individuelle des primes reste l'un des rares instruments efficaces existant en Suisse pour la défense du revenu disponible du tiers des ménages économiquement les plus faibles et dont les membres exercent une activité lucrative.

Face à la stagnation des salaires nominaux, la hausse constante des primes d'assurance-maladie ne cesse de réduire le pouvoir d'achat non seulement de la classe moyenne inférieure, mais également d'une partie de la classe moyenne supérieure. Dans le dernier monitoring rendu public par l'OFSP, le 14 janvier 2017, sur la question de la réduction individuelle des primes, il apparaît que la charge financière générée par les primes d'assurance-maladie s'est alourdie pour les personnes de condition économiquement modeste. De 2010 à 2014, la part que représente la prime par rapport au revenu disponible est passée de 10 à 12 pour cent en moyenne pour ces personnes. Si l'on prend en compte l'ensemble de la population, cette charge était de 6 pour cent par rapport au revenu disponible en 2014. En 2014, quelque 2,2 millions d'assurés ont obtenu une réduction individuelle des primes, ce qui correspond à un taux de bénéficiaires de 27 pour cent.

Je vous rappelle que la Confédération doit maintenir son soutien à la réduction individuelle des primes au moins à son niveau actuel parce que, à défaut, les disparités entre les ménages suisses vont augmenter, tout comme les inégalités entre les cantons. Pour maintenir la cohésion nationale, il importe de maintenir le taux des subsides à 7,5 pour cent.

Pour toutes ces raisons, et comme le propose la minorité, je vous invite à refuser cette mesure d'économie qui est un non-sens économique, parce qu'elle affaiblit le pouvoir d'achat des ménages suisses, parce qu'elle est socialement injuste puisqu'elle toucherait principalement les ménages qui travaillent tout en disposant d'un revenu modeste sans toucher d'aide sociale, et parce qu'elle est politiquement indéfendable compte tenu de la situation financière de nombreux cantons.

Gmür Alois · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · CVP-Fraktion

Ich rede hier als Fraktionssprecher vor allem zu den Massnahmen im Eigenbereich. Die CVP-Fraktion will auch im Eigenbereich sparen. Nur, wir wollen vernünftig und überlegt vorgehen und dem Bundesrat Handlungsspielraum geben. Die Mehrheit dieses Parlamentes hat in der vergangenen Budgetdebatte beim Personal gegenüber dem Antrag des Bundesrates zusätzlich einen Sparbeitrag von 50 Millionen Franken beschlossen. Jetzt geht es um weitere 50 Millionen. Im Jahr 2018 wären das total 243,4 Millionen und im Jahr 2019 total 249,8 Millionen Franken. Die Mehrheit will also 2018 und 2019 immer 100 Millionen Franken mehr sparen, als es der Bundesrat vorschlägt.

In diesem Eigenbereich haben wir hier drin beim Budgetieren nicht nur beim Personal um 50 Millionen, sondern auch bei den Dienstleistungen um 60 Millionen und bei der Informations- und Kommunikationstechnik um 17 Millionen Franken gekürzt. Das macht total 127 Millionen Franken. Jetzt will man noch zusätzlich 50 Millionen Franken einsparen. Das wären dann gegenüber dem Antrag des Bundesrates 177 Millionen Franken mehr. Die CVP-Fraktion ist der Meinung, dass damit massiv übersteuert wird. Der Bundesrat hat jetzt vordringlich die zusätzlichen Einsparungen von 127 Millionen Franken umzusetzen. Wir halten es für nicht seriös, weitere Sparmassnahmen anzuordnen.

Wir bitten Sie deshalb, die Minderheit Hadorn zu unterstützen und damit dem Beschluss des Ständerates zu folgen.

Schmidt Roberto · Mit-M · Nationalrat · Wallis · CVP-Fraktion

Ich spreche zur vorgeschlagenen Kürzung der Einlagen in den Fonds für Regionalentwicklung und bitte Sie im Namen der CVP-Fraktion, den Minderheitsantrag Maire Jacques-André zu unterstützen und auf die überproportionalen Kürzungen von über 50 Prozent bei diesen Einlagen zu verzichten.

Es stimmt zwar, dass in diesem Fonds eine Milliarde Franken sind, aber er hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben sollte er sogar ein Kapital von 1,5 Milliarden Franken erreichen. Der Fonds müsste also aufgestockt und nicht reduziert werden. Dieser Fonds ist nicht nur für die Regionalpolitik und das Berggebiet wichtig, sondern vorab für den Tourismus. Ich erinnere Sie daran, dass das Parlament Ende 2015 ein Impulsprogramm für den Tourismus beschlossen hat, das ebenfalls vorsieht, 200 Millionen Franken aus diesem Fonds zu nehmen. Damit sinkt das Fondskapital erneut. Auch die dringend notwendige finanzielle Unterstützung der Bergbahnen seitens des Bundes läuft über diesen Fonds. Die Regionalpolitik ist überhaupt das einzige Instrument des Bundes, das Bergbahnen unterstützen kann. Für einen Franken des Bundes werden drei Franken seitens der Kantone und Dritter investiert, und bei den Darlehen ist das Verhältnis sogar eins zu fünf. Wenn also im Fonds eines Tages zu wenig Geld für die Bundeshilfen vorhanden sein wird, so hat das drei- bis fünfmal so hohe Kürzungen bei den Projekten zur Folge. Gerade darum empfehlen uns nebst der Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren und der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete auch der Schweizer Tourismus-Verband, Seilbahnen Schweiz, Hotelleriesuisse und der Schweizer Bauernverband, diesen Fonds nicht noch mehr zu schwächen.

Wir haben von den Vertretern der Kommissionsmehrheit immer wieder gehört, dass die neue Regionalpolitik nicht viel besser sei als die alte Lex Bonny und dass man dieses Programm einmal grundsätzlich hinterfragen müsse, weil hier Geld nach dem Giesskannenprinzip verteilt werde und Organisationen durchgefüttert würden, die nicht in der Lage seien, selber über die Runden zu kommen. Genau darum geht es der Mehrheit der Kommission. Es geht nicht um die zusätzlichen 10 Millionen Franken, die man hier einsparen will. Man ist mit der Regionalpolitik nicht zufrieden und will diese nun über die Finanzpolitik steuern. Das ist aber der falsche Weg. Man kann Gesetze, Programme und Projekte immer überdenken, notfalls auch ändern. Aber das macht man nicht, indem man ihnen einfach über Sparprogramme den Geldhahn zudreht, sondern indem man ihre Wirkung, ihre Effizienz diskutiert.

Bundesrat Maurer hat in der Kommission klar gesagt, dass es hier nicht um die Mittelverteilung geht. Heute geht es um die Finanzierung des Fonds. Wenn Ihnen die Projekte Ihres Kantons vielleicht nicht gefallen, dann müssen Sie das mit Ihrem Kanton anschauen. Die Projektwahl ist nämlich Sache der Kantone.

Ich bitte Sie, diese Differenz auszuräumen und der Minderheit zu folgen.

Aeschi Thomas · Mit-M · Nationalrat · Zug · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Schauen Sie bitte einmal die Ausgabenentwicklung des Bundes an. Wir waren 2011 bei 62 Milliarden Franken, 2015 bei 65 Milliarden. Jetzt erhöhen sich, gemäss den jüngsten Zahlen, die vor wenigen Tagen publiziert wurden, die Ausgaben auf 75 Milliarden Franken.

Wie sollen wir dieses massive Ausgabenwachstum finanzieren? Der Bundesrat selbst hat letzten Donnerstag bekanntgegeben, dass der negative strukturelle Saldo über eine Milliarde Franken beträgt. Mit anderen Worten: Das geplante Ausgabenwachstum im Finanzplan für die Jahre 2018 bis 2020 muss um über eine Milliarde Franken zurückgenommen werden.

Jetzt stellt sich die Frage: Wo wollen wir das tun? Die Linke und die CVP verfolgen ja die Politik, am besten nicht heute, sondern irgendwann dann im Herbst, am liebsten wahrscheinlich im Dezember, einige Wochen vor Beginn des neuen Jahres auszurufen: Nein, jetzt können wir nicht sparen, weil wir nur ein paar Tage vom neuen Budgetjahr entfernt sind; jetzt ist es zu spät.

Vor allem heute haben Sie die Möglichkeit, früh genug im Jahr entsprechende Sparmassnahmen einzuleiten. Es sind ja nicht wirkliche Sparmassnahmen: Es sind nur geringere Mehrausgaben, die wir heute beschliessen würden, um hier das Ausgabenwachstum des Staates etwas zurückzufahren.

Entsprechend bitte ich Sie, hier bei allen vier Differenzen jeweils dem Antrag der Kommissionsmehrheit zu folgen.

Die erste Differenz besteht im Bereich der Massnahmen im Eigenbereich. Sie können sich erinnern: Wir haben in der letzten Session bereits 50 Millionen Franken weniger Ausgabenwachstum beschlossen. Schon damals haben wir kommuniziert, dass wir eigentlich eine Senkung um 100 Millionen Franken möchten. Hier geht es also darum, dieses Versprechen einzulösen und das Ausgabenwachstum um 100 Millionen zu senken. Die 50 Millionen Franken vom letzten Dezember werden aber angerechnet, sodass es hier effektiv nur um eine Senkung um 50 Millionen Franken geht.

Die zweite Differenz betrifft den Bereich Migration und Integration. Sie haben es gehört: Selbst der Bundesrat ist der Meinung, dass diese Gelder hier heute ineffizient ausgegeben werden. Der Bundesrat beantragt Ihnen hier dementsprechend diese 11,4 Millionen Franken Wachstumsminderung. Ich bitte Sie, hier die Argumente der Verwaltung schon auch ernst zu nehmen. In diesem Bereich wurde, denke ich, in den letzten Jahren viel zu viel Geld für Integrationsmassnahmen ausgegeben, die alles andere als sinnvoll waren. Sprechen Sie hier dem Bundesrat Ihr Vertrauen aus, um diese 11,4 Millionen Franken Wachstumsminderung zu realisieren.

Ich komme zur dritten Differenz, welche weitere Massnahmen im Transferbereich des WBF betrifft. Es geht hier um diesen Fonds de Roulement, in welchem über eine Milliarde Franken liegen. Wir möchten einzig die Einzahlung in diesen Fonds um 10 Millionen Franken reduzieren. In den nächsten Jahren hat das überhaupt keine Auswirkungen auf die Kantone oder darauf, wie viel an die Kantone gesprochen wird. Es ist nämlich, wie gesagt, weiterhin genügend Geld in diesem Fonds vorhanden. Wie bereits gesagt worden ist, waren die Finanzmittel der neuen Regionalpolitik als Anschubfinanzierung gedacht. Doch wie so häufig leben solche Anschubfinanzierungsprojekte viel länger, als man das ursprünglich dachte.

Schliesslich zur letzten Differenz: Auch hier geht es um einen Beschluss, der nur dann in Kraft tritt, wenn gleichzeitig auch eine entsprechende Gesetzesrevision zu den Ergänzungsleistungen in Kraft tritt. Sie wissen alle, dass sich die Arbeit an diesem Projekt etwas verzögert hat. Nur falls die beiden Räte zu diesem Projekt Ja sagen, haben wir auch eine entsprechende Kompensation auf Gesetzesstufe. Entsprechend ist es hier harmlos, diesem Antrag der Kommissionsmehrheit zuzustimmen, was übrigens auch der Antrag des Bundesrates ist. Somit bitte ich Sie auch bei dieser vierten Differenz, dem bundesrätlichen Entwurf bzw. dem Antrag der Kommissionsmehrheit zuzustimmen.

Maurer Ueli · BR-M · Bundesrat · Zürich

Ich komme zur ersten Differenz, zu den Massnahmen im Eigenbereich. Hier verstecken sich zwei unterschiedliche Minderheitsanträge. Einerseits ist es ein Minderheitsantrag, der immer noch besteht und bei dem es bezüglich Abbau der Zollstellen um 5,5 Millionen Franken geht. Hier haben wir eine Differenz zum Nationalrat und zum Ständerat. Sie erinnern sich an die ellenlangen Diskussionen in der Wintersession. Inzwischen haben wir diese Massnahmen bereinigt, und ich kann hier noch einmal bestätigen, dass wir auf die Schliessung der einzelnen Zollstellen verzichten, die damals zur Diskussion standen. Nicht geschlossen werden Bargen, Ponte Tresa, Thônex-Vallard, St. Gallen und Buchs. Damit haben wir eigentlich entsprechend den Wünschen aller Regionen beschlossen, und weil ich jetzt gerade den Blick Richtung Rorschach richte, füge ich hinzu, dass wir auch dort keine Differenz haben; das hat sich aber schon im Vornhinein so ergeben. Hier sollten Sie also bitte der Mehrheit und damit auch dem Bundesrat folgen. Wir haben diese Kürzung auch im Budget 2017 bereits berücksichtigt, der Ständerat möchte das nicht.

Der zweite Minderheitsantrag betrifft eine Aufstockung der Kürzungsmassnahmen im Eigenbereich um 100 Millionen Franken für die Jahre 2018/19. Hier kann ich Ihnen mitteilen, dass der Bundesrat diesen Betrag am letzten Mittwoch sogar erhöht hat, nämlich von 100 auf 150 Millionen Franken. Das ist ein Beschluss, und diesen werden wir entsprechend umsetzen. Wir kommen also dem Parlament hier entgegen und erhöhen diesen Betrag sogar. Wenn Sie auch hier dem Antrag der Mehrheit zustimmen, möchte ich klar festhalten, dass das dann nicht auf diese 150 Millionen Franken draufkommt, die der Bundesrat vorgibt. Wir würden das vielmehr als Unterstützung unserer Arbeit betrachten. Aber hier haben wir diese Vorgaben geleistet.

Ich möchte nur noch eine Bitte anbringen: Sie haben uns für das Budget 2017 vorgegeben, wo wir diese Beträge einsparen müssen, nämlich in den Bereichen externe Dienstleistungen, IKT und Personal. Wenn wir im Eigenbereich "freiwillig" auf 150 Millionen Franken gehen, dann möchte der Bundesrat selbst festlegen, auf welchen Positionen diese Beträge gekürzt werden, weil wir diese Manövriermasse und diese Beweglichkeit brauchen.

Ich bitte Sie, um die Differenz bei den Zollstellen auszuräumen, der Mehrheit zu folgen, dann aber zu berücksichtigen, dass wir im Eigenbereich um 50 Millionen Franken höher gehen.

Die zweite Differenz betrifft den Bereich Migration und Integration. Hier möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ganz offensichtlich ein Missverständnis besteht. Der Bundesrat schafft auf der einen Seite in Zusammenarbeit mit den Kantonen Unterstützungsmassnahmen ab und baut auf der anderen Seite Unterstützungsmassnahmen auf, insbesondere für die Flüchtlinge, die in den letzten Monaten und Jahren die Schweiz erreicht haben. Es ist also eine Verschiebung der Mittel, eine Aufstockung der Mittel auf 15 Millionen Franken. Sie haben dem Rahmenkredit und damit einem effizienteren Einsatz der Mittel zugestimmt. Hier bitte ich Sie, den Antrag der Minderheit abzulehnen und der Mehrheit und dem Bundesrat zu folgen. Dann haben wir Effizienz bei dieser Massnahme. Es findet keine Verschiebung auf die Kantone statt, sondern es ist mit den Kantonen so abgesprochen.

Eine weitere Differenz betrifft die Regionalpolitik. Hier geht es nicht darum, wie die Regionalpolitik gestaltet wird - das ist Aufgabe des Gesetzes. Hier geht es nur darum, diesen Fonds zu speisen. Die Mehrheit möchte 10 Millionen Franken weniger in diesen Fonds einlegen. Der Fonds würde das im Moment verkraften, weil er mit etwa einer Milliarde Franken gut bestückt ist. Wir bitten Sie aber trotzdem, hier beim Bundesrat und bei der Minderheit zu bleiben, um auch den Randregionen das Signal zu geben, dass wir sie weiterhin unterstützen. Finanzpolitisch ist das kein grosser Betrag, aber ich denke, wir sollten den Randregionen ein Signal geben, und es geht nur um die Einlage in den Fonds. All die Diskussionen, die über die Verwendung der Mittel geführt werden, müsste man mit einer Motion, von mir aus im Rahmen einer Gesetzesänderung, beantragen. Wenn Sie also hier der Minderheit und dem Ständerat folgen, sind wir, denke ich, auf der guten Seite.

Bei der letzten Differenz geht es um die individuelle Prämienverbilligung. Hier bitte ich Sie, der Mehrheit und damit dem Bundesrat zu folgen. Es geht dabei um einen Abgleich von Massnahmen. Wir reduzieren den Beitrag des Bundes an die Kantone für die individuelle Prämienverbilligung von 7,5 auf 7,3 Prozent, geben aber den Kantonen die Möglichkeit, das bei den Ergänzungsleistungen zu kompensieren. Das ist eine Massnahme, die mit den Kantonen abgesprochen ist, die in sich ausgeglichen und entsprechend stimmig ist. Ihr Rat hat das ja in der Übergangsbestimmung noch mit der Inkraftsetzung der Änderung des Ergänzungsleistungsgesetzes gekoppelt. Damit kann diese Massnahme erst in Kraft gesetzt werden, wenn auch die Ergänzungsleistungen entsprechend beschlossen werden.

Bei dieser vierten Differenz bitte ich Sie also, der Mehrheit und auch dem Bundesrat zu folgen - die von Ihnen eingefügte Übergangsbestimmung inbegriffen.

Grin Jean-Pierre · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

La Commission des finances, lors de sa séance du 12 janvier 2017, a examiné les divergences concernant le programme de stabilisation 2017-2019. Il subsiste encore quatre divergences suite aux décisions du Conseil des Etats, qui avait procédé à la première élimination des divergences lors de la session d'hiver 2016.

La Commission des finances s'est tout d'abord penchée sur deux propositions globales, la première visant à maintenir toutes les décisions de notre conseil et la seconde à se rallier à toutes les décisions du Conseil des Etats. La majorité de la commission a décidé de suivre la première proposition visant à maintenir les décisions de notre conseil.

Suite à une discussion nourrie, les décisions suivantes ont été prises. La Commission des finances, par 15 voix contre 9, vous propose de maintenir les efforts d'économies dans le domaine propre décidés par le Conseil national, soit 243 millions de francs pour 2018, et 249 millions pour 2019, donc 100 millions de plus par année par rapport que ce que prévoit le Conseil fédéral.

Dans le domaine de la migration et de l'intégration, la Commission des finances, par 14 voix contre 9 et 1 abstention, vous propose de maintenir la divergence et de soutenir les coupes proposées par le Conseil fédéral, soit 11,4 millions de francs pour 2018, et le même montant pour 2019.

Pour ce qui concerne les économies touchant le domaine des transferts du Département fédéral de l'économie, de la formation et de la recherche, notre conseil a décidé, en novembre 2016, de réduire l'alimentation du fonds pour la promotion régionale de 10 millions de francs supplémentaires par année par rapport au projet du Conseil fédéral, soit de 13,9 millions de francs en 2018, et de 14,2 millions en 2019. Je vous rappelle que l'actif de ce fonds est de plus de 1 milliard de francs actuellement.

Par 14 voix contre 9 et 1 abstention, la Commission des finances vous propose de maintenir ces réductions décidées par notre conseil.

S'agissant de la proposition de la minorité Gschwind relative au projet du Conseil fédéral de réduire de 7,5 à 7,3 pour cent des coûts bruts de l'assurance obligatoire des soins les subsides fédéraux destinés à réduire les primes de l'assurance-maladie, la Commission des finances vous propose, dans ce cas aussi, de soutenir la version du Conseil fédéral, qui a été acceptée par notre conseil en premier débat et qui peut générer des économies de 75 millions de francs environ en 2018 et du même montant en 2019. Bien sûr, l'entrée en vigueur de cette mesure est prévue en même temps que la modification de la loi fédérale du 6 octobre 2006 sur les prestations complémentaires à l'AVS et à l'AI.

En résumé, la Commission des finances vous recommande de maintenir les quatre divergences.

Bigler Hans-Ulrich · Mit-M · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion

Sie haben es jetzt verschiedentlich gehört: Es geht um vier Differenzen, die verbleiben. Ich nehme dazu aus Sicht der Kommission Stellung.

Ich beginne bei Ziffer 4 Artikel 4a Absatz 1 Ziffer 1, bei den Massnahmen im Eigenbereich: Die Mehrheit der Kommission will an den Sparaufträgen im Eigenbereich festhalten, das heisst, sie verlangt zusätzlich zum bundesrätlichen Antrag Sparmassnahmen in der Höhe von je 100 Millionen Franken in den Jahren 2018 und 2019. Wichtig ist zu unterstreichen: Das neue Führungsmodell des Bundes tut hier nichts zur Sache. Es geht nicht um die Frage, wie geführt wird - das legt das neue Führungsmodell fest -, es geht nach Meinung der Kommissionsmehrheit darum, dass geführt wird. Sie ist der Meinung, dass dieser Sparbetrag ohne Weiteres verkraftbar ist. Der Eigenbereich des Bundes beläuft sich gesamthaft auf rund 100 Milliarden Franken. Die Kommissionsmehrheit findet es stossend, dass die Ausgaben für diesen Bereich laufend masslos ansteigen. Deshalb ist sie auch der Meinung, dass diese zusätzliche Einsparung verkraftbar ist. Diese zusätzliche Einsparung definiert letztlich den Sparpfad für den Personalbereich, dies nicht zuletzt auch im Hinblick auf das in Aussicht gestellte zweite Stabilisierungsprogramm.

Eine Minderheit der Kommission befürchtet demgegenüber einen eigentlichen Leistungsabbau in der öffentlichen Verwaltung und sieht die Errungenschaft der Chancengleichheit gefährdet. Sie beantragt vor diesem Hintergrund, dem Ständerat zu folgen und bezüglich der Jahre 2017 bis 2019 sogar noch hinter den Antrag des Bundesrates zurückzugehen, das heisst, pro Jahr je 5,5 Millionen Franken weniger zu sparen, als es der Bundesrat beantragt.

Ich bitte Sie, bei dieser Ziffer der Mehrheit der Kommission zu folgen, die mit 15 zu 9 Stimmen zustande gekommen ist und an der Version Nationalrat festhält, das heisst, in den Jahren 2018 und 2019 zusätzlich zum bundesrätlichen Antrag Sparmassnahmen in der Höhe von je 100 Millionen Franken vorzusehen.

Wichtig ist es, hier ebenso festzuhalten: Der Rechnungsabschluss 2016 täuscht. Dieses gute Resultat kam in erster Linie wegen Sondereinflüssen zustande und nicht etwa, weil hier Reserven bestehen würden.

Die zweite Differenz betrifft Ziffer 4 Artikel 4a Absatz 1 Ziffer 5, "Migration und Integration". Hier beantragt der Bundesrat für die Jahre 2018 und 2019 eine Kürzung von je 11,4 Millionen Franken. Das ist nach Meinung der Kommissionsmehrheit eine massvolle Reduktion gegenüber dem ursprünglichen Finanzplan. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre wird bei der Integration nämlich eine Effizienzsteigerung erwartet. Eine Kürzung von rund 10 Prozent ist daher durchaus vertretbar. Auch hier muss deutlich unterstrichen werden: Es handelt sich eben gerade nicht um eine Lastenverschiebung zu den Kantonen. Vielmehr hatte das bisherige Programm ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Das wird nun aufgrund der Erfahrungswerte verbessert. Die Kommissionsminderheit befürchtet genau diese Lastenverschiebung zu den Kantonen und befürchtet, dass eine gute Integration der Flüchtlinge gefährdet sei.

Ich bitte Sie auch hier, der Mehrheit der Kommission zu folgen, die - der Entscheid fiel mit 14 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung - an der Version Nationalrat festhält, das heisst dem Bundesrat folgt und in den Jahren 2018 und 2019 je 11,4 Millionen Franken sparen will.

Die dritte Differenz betrifft Ziffer 4 Artikel 4a Absatz 1 Ziffer 11, weitere Massnahmen im Bereich der Regionalpolitik. Da ist die Mehrheit der Meinung, dass der Fonds mit einem Stand von einer Milliarde Franken absolut hervorragend geäufnet sei. Mit dem Antrag des Bundesrates wäre der Fonds immer noch mit über 900 Millionen Franken geäufnet. Es ist also hier kein einziges regionalpolitisches Projekt gefährdet. Deshalb wird hier auch kein einziges falsches Signal an die Regionen abgegeben. Die Regionalpolitik wird vielmehr durch den Bund mitfinanziert. Die Kantone müssen gleich viel leisten wie der Bund. Eine Kürzung führt also dazu, dass auch die Kantone entlastet werden. Die Kommissionsmehrheit ist hier der Meinung, dass das, was ursprünglich als Anschubfinanzierung konzipiert wurde, heute zu einer Dauerfinanzierung führt. Das will man korrigieren. Mit 14 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung hält die Kommission daran fest, in den Jahren 2018 und 2019 je gut 10 Millionen Franken zu sparen.

Bei Ziffer 13, der vierten Differenz bzw. dem Antrag der Minderheit Gschwind, beantragt Ihnen die Kommissionsmehrheit, am Beschluss des Nationalrates und damit am Entwurf des Bundesrates festzuhalten, das heisst, die individuelle Prämienverbilligung von 7,5 auf 7,3 Prozent und damit um rund 75 Millionen Franken zu kürzen. Die Mehrheit bittet Sie, hier ihrem Antrag und dem Bundesrat zu folgen, weil der Ausgleich über die Kompensation des Ergänzungsleistungsgesetzes als der richtige Weg erachtet wird.

Abstimmung

Ziff. 4 Art. 4a Abs. 1 Ziff. 1 - Ch. 4 art. 4a al. 1 ch. 1

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 108 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit Hadorn ... 83 Stimmen

(0 Enthaltungen)

Präsident (Stahl Jürg, Präsident): Herr Bigler hat mir mitgeteilt, dass die Abstimmungsanlage bei ihm nicht funktioniert hat. Ich gehe davon aus, dass er Ja gestimmt hat. (Heiterkeit)

Abstimmung

Ziff. 4 Art. 4a Abs. 1 Ziff. 5 - Ch. 4 art. 4a al. 1 ch. 5

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 107 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit Ammann ... 85 Stimmen

(0 Enthaltungen)

Abstimmung

Ziff. 4 Art. 4a Abs. 1 Ziff. 11 - Ch. 4 art. 4a al. 1 ch. 11

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Minderheit Maire Jacques-André ... 96 Stimmen

Für den Antrag der Mehrheit ... 93 Stimmen

(3 Enthaltungen)

Abstimmung

Ziff. 13; Ziff. II Abs. 2, 3 - Ch. 13; ch. II al. 2, 3

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 110 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit Gschwind ... 82 Stimmen

(0 Enthaltungen)

Präsident (Stahl Jürg, Präsident): Somit verbleiben noch drei Differenzen.