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Heure des questions. Question Glättli Balthasar. Lecteurs suisses de passeports de la société Cross Match. Extraction de données biométriques et autres
Sommaruga Simonetta · BR-F · Consiglio federale · Berna
Die Passlesegeräte der Firma Cross Match wurden bereits im September 2010 durch ein Produkt einer anderen Firma abgelöst. Die Firma Cross Match liefert dagegen die Fingerabdrucklesegeräte für die Erfassung und Kontrolle der Fingerabdrücke, welche für die Schweizer Pässe, die Visa und die Ausländerausweise erhoben werden. Die Fingerabdrucklesegeräte werden in einem internen System betrieben, das keinen Verbindungsaufbau mit externen Netzen wie dem Internet zulässt. Zudem wurde die Systemarchitektur so aufgebaut, dass bei einem Systemneustart immer eine sicher abgespeicherte Originalsoftware verwendet wird. Weiter wird ein Informationssicherheits-Managementsystem für die Gewährleistung der Datensicherheit betrieben. Damit wird die Umsetzung und regelmässige Überwachung der technischen oder organisatorischen Massnahmen zum Schutz der erfassten Fingerabdrücke sichergestellt. Es bestand deshalb kein Anlass, aufgrund des Wikileaks-Artikels zusätzliche Massnahmen einzuleiten.
Glättli Balthasar · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dei Verdi
Besten Dank für die verschiedenen Klarstellungen, die Sie gemacht haben. Ich möchte nachhaken: Der Angriffsvektor im beschriebenen Gerät, das heute nicht mehr eingesetzt wird, ging nicht über das Internet, sondern über das lokale Aufspielen von Software-Updates durch die entsprechenden Spezialisten. Vor diesem Hintergrund meine Frage: Wäre dies nicht Anlass, nochmals zu überprüfen, ob nicht auf diesem Wege noch Daten ausgeleitet werden könnten?
Sommaruga Simonetta · BR-F · Consiglio federale · Berna
Ich gehe davon aus, Herr Glättli, dass die Spezialisten selbstverständlich analysiert haben, was dort der Angriffspunkt gewesen ist und ob mit der jetzigen Organisation solche Eingriffe verhindert werden können. Ich kann gern nachfragen, ob man diese spezielle Situation ebenfalls berücksichtigt hat und ob hier alle Sicherheitsmassnahmen, die es braucht, erfolgt sind. Aber ich gehe eigentlich davon aus, dass man - sicher auch aufgrund des Wikileaks-Artikels - noch einmal sehr genau hingeschaut hat.