20.037
FIPOI. Aiuto finanziaro per la UIT a Ginevra
Friedl Claudia · Mit-F · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo socialista
Die Aussenpolitische Kommission hat am 24. August 2020 über den Antrag für ein Darlehen von 95,6 Millionen Franken in Form eines Verpflichtungskredits an die Immobilienstiftung für die internationalen Organisationen (Fipoi) in Genf beraten. Es geht dabei um ein zinsloses Darlehen für die Erneuerung des ältesten Sitzgebäudes der Internationalen Fernmeldeunion (ITU).
Die ITU ist eine Sonderorganisation der UNO für Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie bezweckt die weltweite Vernetzung der Menschen und den Schutz des Rechts auf Kommunikation. So verteilt sie unter anderem weltweit Funkfrequenzen und Satellitenumlaufbahnen.
Warum leisten wir solche Kredite an die Fipoi? Der Multilateralismus ist für die Schweiz ein zentrales Element ihrer Aussenpolitik. Für ein kleines Land sind gemeinsame Regeln von grossem Vorteil. Schon früh hat sich die Schweiz mit Genf als Sitzstaat verschiedenster multilateraler Organisationen anerboten. Heute ist Genf eines der wichtigsten Zentren der globalen Gouvernanz. Neben den multilateralen Organisationen hat sich auch eine Vielzahl von NGO, Grossunternehmen und Thinktanks angesiedelt. Im Kanton Genf gehen 11,3 Prozent des BIP auf die Erträge aus dem internationalen Genf zurück. Es gibt also auch eine hohe Wertschöpfung. Und es gibt eine starke Konkurrenz um diese Organisationen. Weltweit sind aufstrebende Länder und Städte daran interessiert, diese Gastrolle zu übernehmen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, hat die Schweiz eine Gaststaatpolitik entwickelt. Ein Teil davon ist die Unterstützung der Organisationen mit Darlehen.
Anders als in anderen Städten, wo den Organisationen vom Gaststaat Liegenschaften zur Verfügung gestellt werden, sind in Genf die internationalen Organisationen Eigentümerinnen der Immobilien. Im konkreten Fall der ITU geht es nun um ein zinsloses Darlehen von 95,6 Millionen Franken für einen Neubau, ausbezahlt über sieben Jahre und danach rückzahlbar innert fünfzig Jahren. Die Zinslosigkeit des Darlehens ist ein Entgegenkommen gegenüber den multilateralen Organisationen und ein Teil der Gaststaatpolitik der Schweiz. Das internationale Genf soll auch in Zukunft ein wichtiger Ort der Weltpolitik, der multilateralen Organisationen, der multiplen Diplomatie bleiben. Dafür braucht es ein finanzielles Engagement der Schweiz. Auch die Finanzkommission, deren zuständige Subkommission dem jetzt vorliegenden Projekt einen Besuch abgestattet hat, unterstützt das Darlehen.
Die Aussenpolitische Kommission empfiehlt Ihnen ohne Gegenstimme Zustimmung zum Geschäft.
Wehrli Laurent · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo liberale radicale
A sa séance du 24 août 2020, la Commission de politique extérieure du Conseil national a examiné le projet du Conseil fédéral relatif à l'octroi à la Fondation des immeubles pour les organisations internationales - la Fipoi - d'un prêt de 95,6 millions de francs suisses destiné au financement de la démolition et de la reconstruction du bâtiment du siège de l'Union internationale des télécommunications (UIT) à Genève. Ce projet s'inscrit dans la politique, décidée par notre Parlement ces dernières années, visant à consolider et à développer la position de la Suisse comme Etat hôte d'organisations internationales et premier centre de gouvernance mondiale.
Rappelons que la Suisse accueille sur son sol des organisations et des conférences internationales depuis plus de 150 ans. Ce rôle d'Etat hôte est ainsi fortement ancré dans la tradition de notre pays et dans sa politique de bons offices. Cela offre de plus une visibilité importante sur la scène internationale. Mais la Suisse est notamment confrontée à une forte concurrence de la part d'autres Etats, d'autres villes. Nous devons donc demeurer compétitifs.
C'est dans ce cadre que le Parlement a décidé à diverses reprises depuis 2014, la dernière fois en septembre 2019, de soutenir les projets immobiliers des organisations internationales sises en Suisse en octroyant des prêts sans intérêt au travers de la Fondation des immeubles pour les organisations internationales. Le projet proposé vise à remplacer un bâtiment de 1962 au profit d'une construction moderne, plus efficace en termes d'organisation et de développement durable. Ce nouvel édifice sera de plus conforme aux législations, en particulier de sécurité incendie et d'accessibilité pour les personnes à mobilité réduite. Il permettra enfin à l'UIT de mieux répondre à ses besoins en expansion. Rappelons enfin que l'UIT occupe plus de 700 personnes dans son siège de Genève.
Je conclus en vous indiquant que la commission, après être entrée en matière, vous recommande à l'unanimité d'approuver ce prêt à la Fipoi au profit du bâtiment du siège de l'UIT à Genève.
Badertscher Christine · Mit-F · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dei Verdi
Die Finanzkommission des Nationalrates hat sich an ihrer Sitzung vom 1. Juli 2020 mit der Gewährung eines Darlehens an die Fipoi zur Finanzierung des neuen Sitzgebäudes der ITU in Genf befasst. Gerne fasse ich die Diskussion und die Beschlüsse zusammen:
Ihre Finanzkommission hat der Aussenpolitischen Kommission und dem Nationalrat einstimmig empfohlen, auf den Bundesbeschluss einzutreten und dem vom Bundesrat beantragten Verpflichtungskredit in der Höhe von 95,6 Millionen Franken zuzustimmen.
Was waren unsere Beweggründe? Die Subkommission 2 der Finanzkommission reiste an ihrer Sitzung Ende Februar 2020 nach Genf, um sich vor Ort ein Bild über die Immobiliengeschäfte zu machen. Damit wurde eine frühere Forderung der Finanzkommission erfüllt, wonach diese frühzeitig in die Immobiliengeschäfte einbezogen und vorgängig konsultiert werden soll. Bei unserem Besuch konnten wir die Gebäude der ITU besichtigen und wurden davon überzeugt, dass ein Neubau nötig ist und dass das Projekt gut aufgegleist ist.
Die ITU ist eine der ältesten internationalen Organisationen. Sie bezweckt die weltweite Vernetzung der Menschen und den Schutz des Rechts auf Kommunikation. Zu diesem Zweck teilt sie weltweit Funkfrequenzen und Satellitenumlaufbahnen zu. Zudem fördert sie die Verbesserung des Zugangs zu Kommunikationstechnologien für benachteiligte Bevölkerungsgruppen.
Noch ein Wort zur Fipoi: Diese wurde vor einigen Jahren aufgrund eines negativen Audit-Berichtes kritisiert. Die Subkommission 2 konnte jedoch feststellen, dass die Fipoi seit der Neuausrichtung ab 2016 das Management verbessert hat und somit ihre Aufgaben wirksam erfüllen kann.
Bei unserem Besuch in Genf wurde auch die Bedeutung des internationalen Genf für die Schweiz diskutiert. Gerade in der heutigen Zeit ist der Multilateralismus zentral und muss gestärkt werden. Deshalb hat das internationale Genf für die Schweiz eine hohe Bedeutung, es prägt weltweit das Bild der Schweiz. Doch dessen Weiterbestehen ist nicht selbstverständlich. Genf ist ein teurer Standort und ist auch deshalb mit einem internationalen Wettbewerb unter bereits existierenden und potenziellen neuen Sitzstaaten konfrontiert. Gewisse Staaten sind bereit, beträchtliche Summen zu investieren, um internationale Organisationen in ihre Städte zu holen. Deshalb ist die Immobilienpolitik des Bundes ein wichtiger Bestandteil für die Stärkung des internationalen Genf und entspricht der bisher vom Parlament unterstützten Praxis der Sitzstaatpolitik des Bundes.
Die Immobilienprojekte tragen dazu bei, die betroffenen Organisationen stärker in Genf zu verankern, weil sie einerseits Inhaberinnen der Gebäude sind und andererseits über die Darlehen laufend in einem engen Austausch mit dem Bund, dem Kanton Genf und der Fipoi stehen. Dies wird von den internationalen Organisationen geschätzt, und sie erweisen sich zudem als zuverlässige Kreditnehmer; bisher hat noch nie eine Organisation den Darlehensvertrag mit dem Bund nicht eingehalten.
Deshalb kann die Finanzkommission den Verpflichtungskredit verantworten. Sie bittet Sie, dem Verpflichtungskredit von 95,6 Millionen Franken für ein zinsloses, innerhalb von fünfzig Jahren rückzahlbares Darlehen an die Fipoi zuzustimmen.
Grin Jean-Pierre · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Lors de sa séance du 1er juillet dernier, la Commission des finances de notre conseil s'est occupée de l'octroi d'un prêt de 95,6 millions de francs à la Fondation des immeubles pour les organisations internationales (Fipoi). Ce prêt concerne le financement de la démolition et de la reconstruction d'un des bâtiments du siège de l'Union internationale des télécommunications (UIT) à Genève. La durée des travaux de démolition et de reconstruction est estimée à cinq ans.
L'UIT est l'institution spécialisée des Nations Unies pour les technologies de l'information et de la communication. Le plus ancien des bâtiments, Varembé de son nom, construit entre 1959 et 1962, est aujourd'hui vétuste et ne répond plus aux normes, notamment incendie, sismiques et thermiques, ni aux standards d'accessibilité pour les personnes à mobilité réduite. Le projet de reconstruction de ce bâtiment va permettre une utilisation fonctionnelle du site en regroupant les activités de l'UIT en deux bâtiments au lieu de trois aujourd'hui. Ce projet réduira également les coûts d'entretien et d'utilisation grâce à la mise en place d'installations modernes et fonctionnelles.
La sous-commission 2 de la Commission des finances continue à exercer le mandat que lui a confié la Commission des finances, le 27 février 2014, consistant à suivre d'un oeil critique et attentif l'évolution des dossiers de la Genève internationale. Pour cela, notre sous-commission s'est rendue fin février à Genève pour visiter les bâtiments de l'UIT. Nous avons constaté le bien-fondé et la nécessité de ce projet.
En sa qualité d'Etat hôte, la Suisse s'engage en faveur du maintien en bon état du parc immobilier de la Genève internationale. Il est dans l'intérêt de notre pays de soutenir l'UIT, afin de lui garantir des conditions-cadres optimales et de lui permettre de poursuivre ses activités dans un bâtiment fonctionnel, sûr, et adapté aux normes en vigueur.
Cela est aussi une contribution importante au bon fonctionnement de nos relations internationales. Ce prêt de 95,6 millions de francs, sans intérêt et remboursable en 50 ans, permettra de commencer les travaux dès 2022. Je vous rappelle que notre Parlement, en décembre 2016, a déjà accordé un prêt de 12 millions de francs destiné à financer les frais d'études de ce projet de démolition et de reconstruction. Le canton de Genève contribuera au projet à hauteur de 42,4 millions de francs.
Le renforcement de la Genève internationale fait partie des axes prioritaires de la stratégie de politique étrangère pour les années 2020-2023 du Conseil fédéral. Dans ce contexte, le pôle numérique constitue l'un des piliers thématiques pour renforcer la Genève internationale en tant que centre prééminent pour les questions liées à la gouvernance mondiale d'Internet.
Pour toutes ces raisons, la Commission des finances vous demande d'accepter ce crédit d'engagement de 95,6 millions de francs pour un prêt sans intérêt, remboursable dans un délai de 50 ans, à la Fipoi.
Je vous informe aussi que, lors de l'examen préalable de ce projet, la Commission des finances s'est penchée sur l'inclusion des prêts dans le frein à l'endettement. Pour ce qui est du frein à l'endettement, la Confédération et le canton de Genève retiennent des paramètres de référence différents. La Confédération se réfère au compte de financement, ce qui veut dire que le frein à l'endettement prend aussi en compte les dépenses d'investissement, alors que le canton de Genève se réfère lui au compte de résultats. En raison du contexte budgétaire actuellement difficile, cette pratique a une incidence sur les dépenses non liées de la Confédération. Ce point sera examiné cet automne par la Commission des finances avec le Conseil fédéral.
Cassis Ignazio · BR-M · Consiglio federale · Ticino
Das Darlehen des Bundes für das Bauprojekt der ITU ist Teil der Strategie zur Stärkung der Schweiz als Gaststaat. Diese Strategie sieht vor, dass Genf nicht nur ein Zentrum für internationale Gouvernanz ist, sondern auch ein Hub, ein Zentrum für digitale Gouvernanz werden wird.
Wir haben in Sitzstaatfragen in der Vergangenheit gute Erfolge erzielen können. Wir können uns angesichts der harten Konkurrenz anderer Städte aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, auch deshalb nicht, weil Genf im Rufe steht, eine teure Stadt zu sein, und sich deshalb punkto Sitzstaatsangebote besonders hervortun muss. Hinzu kommt, dass die Corona-Krise die finanzielle Lage vieler Akteure verschlechtern dürfte und somit auch für das internationale Genf eine Herausforderung darstellt.
In Bezug auf die Gebäude, in denen die internationalen Organisationen untergebracht sind, stellen wir fest, dass diese häufig in einem schlechten Zustand sind. Das hat insbesondere mit dem erheblichen Alter dieser Gebäude zu tun. Die Unterstützung von Immobilienprojekten der internationalen Organisationen ist deshalb ein wichtiges Element zur Stärkung unseres Sitzstaatdispositivs. Erstens schafft dies gute Rahmenbedingungen für die multilaterale Diplomatie und das Konferenzwesen. Zweitens sind die Gebäude eine Visitenkarte für die Schweiz und tragen, sofern sie in gutem Zustand sind, zum internationalen Ansehen bei. Drittens können bei den Neu- und Umbauten die Sicherheits- und Umweltstandards erhöht werden. Zugleich profitiert sehr oft die Schweizer Wirtschaft von den entsprechenden Aufträgen.
Le montant qui vous est demandé s'élève à 95,6 millions de francs. Il est destiné aux travaux relatifs à la nouvelle construction, comme l'ont dit les rapporteurs. Il se répartit sur les années 2021 à 2027. Le Parlement a déjà accordé, en décembre 2016, un prêt de 12 millions de francs pour la phase d'avant-projet. La charge financière totale pour la Confédération s'élève ainsi à 107,6 millions de francs, sans intérêt, et remboursable sur 50 ans.
Le canton de Genève contribuera, lui, au projet à hauteur de 42,4 millions de francs. Il octroiera également à l'UIT un droit de superficie, un "Baurecht", à titre gratuit par l'intermédiaire de la Fipoi.
Comme pour les autres projets immobiliers, le soutien de la Suisse à la reconstruction du bâtiment de l'UIT est un élément essentiel de notre politique d'accueil pour ancrer davantage cette organisation en Suisse. C'est pour cela que je vous demande de bien vouloir soutenir ce projet.
Moret Isabelle · P-F · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo liberale radicale
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesbeschluss über die Gewährung eines Darlehens an die Immobilienstiftung für die internationalen Organisationen zur Finanzierung des Abbruchs und des Neubaus des Sitzgebäudes der Internationalen Fernmeldeunion in Genf
Arrêté fédéral relatif à l'octroi à la Fipoi d'un prêt destiné au financement de la démolition et la reconstruction du bâtiment du siège de l'UIT à Genève
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1, 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1, 2
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Votazione
Art. 1
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 156 Stimmen
Dagegen ... 6 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Votazione
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 152 Stimmen
Dagegen ... 7 Stimmen
(1 Enthaltung)