19.3035
Una "Assicurazione malattie light" per persone con statuto di soggiorno incerto
Herzog Verena · Mit-F · Consiglio nazionale · Turgovia · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Mit dieser Motion beauftragen wir den Bundesrat, die nötigen Schritte einzuleiten, damit Personen mit ungeklärtem oder provisorischem Aufenthaltsstatus in einer "Krankenversicherung light" mit stark eingeschränktem Leistungskatalog versichert werden. Des Weiteren fordern wir, dass erstens die Kosten dieser "Krankenversicherung light" transparent ausgewiesen und zweitens direkt mit Asylkrediten bezahlt werden.
Ja, gleich zwei Missstände treffen aufeinander, zwei Problemfelder, die völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Erstens leben in der Schweiz zu viele Personen mit ungeklärtem oder provisorischem Aufenthaltsstatus. Es wird zum Beispiel von 50 000 bis 250 000 Sans-Papiers ausgegangen; genau weiss man das ja nicht. Die einen Personen hatten dann irgendwelche Papiere, bei den anderen ist die Aufenthaltsbewilligung abgelaufen, und beim Rest wurden die Asylgesuche abgelehnt. Und dann, was passiert? Wir haben ein riesiges Chaos und einen Wildwuchs im Umgang mit diesen Personen, je nach Kanton oder Stadt. Solche Zustände sind für alle unbefriedigend.
Zweitens muss seit der Einführung der obligatorischen Krankenversicherung 1996 gewährleistet sein, dass alle in der Schweiz wohnhaften Personen Zugang zur Grundversicherung haben. Doch der einst gut gemeinte Grundgedanke wurde und wird durch die stetige Ausweitung der versicherten Leistungen und die masslose Anspruchshaltung der Kunden, auch von uns Schweizern, und durch den stetigen Anstieg der Krankenkassenprämien zur Herausforderung für viele Familien.
Unmut des Mittelstandes macht sich breit: Dass auch noch Menschen, die gar nicht hier leben sollten, schon längst in ihr Heimatland zurückkehren sollten, über kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfügen und grösstenteils noch nie eine Versicherungsprämie bezahlt haben, von unserem Gesundheitssystem profitieren, wird von vielen Prämienzahlern überhaupt nicht verstanden. Illegal hier sein und auch noch auf Kosten der anderen profitieren, das geht eindeutig zu weit. Zudem verursachen diese Personen im Vergleich teilweise sehr hohe Gesundheitskosten. Ein massiver Mehraufwand entsteht zum Beispiel durch Zusatzabklärungen und Dolmetscherarbeiten, und dies zulasten der Prämienzahler an ihrem jeweiligen Wohnort.
Mit der Ausgliederung in eine eigene Kasse, die der Bund bezahlt, könnte also die übrige Bevölkerung profitieren, und die Kosten des gesamten Asyl- und Ausländerwesens könnten endlich transparent ausgewiesen werden. Dies käme primär den städtischen Regionen wie Genf, Basel, Bern, Zürich usw. zugute, die eine hohe Konzentration von dieser Ausländerkategorie aufweisen. Es sind dies auch die Regionen mit sehr hoher Prämienlast.
Aus all diesen Gründen bittet Sie die SVP-Fraktion, diese Motion anzunehmen.
Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo
Nous vous proposons de rejeter cette motion, car nous devons constater que toutes les prestations du catalogue LAMal sont efficaces, appropriés, économiques et qu'il n'y a pas, dans ce catalogue, de prestations superflues que l'on pourrait biffer à ce stade. C'est une assurance de base, et celles et ceux qui veulent être davantage couverts ont une assurance complémentaire.
Il est difficile de répondre à la question de ce que serait une assurance comportant moins que l'assurance de base. Que faudrait-il enlever? Quelles sont les prestations qu'il faudrait supprimer dans un tel cas pour les personnes concernées? Et quelles seraient les conséquences? D'une part, il est injuste de faire une liste des prestations qu'il faudrait supprimer, mais, d'autre part, nous partons de l'idée qu'il est d'intérêt public que la santé soit préservée. Ainsi, les personnes qui ont des difficultés peuvent être correctement traitées et ne représentent pas - parce qu'elles renonceraient à se faire traiter ou repousseraient les traitements - un danger plus important pour la société. On peut penser aux maladies infectieuses ou aux coûts plus importants engendrés parce que les traitements nécessaires auraient été retardés.
Dans la situation actuelle, cela nous paraît fonctionner. Surtout - si vous pensez que la situation actuelle n'est pas satisfaisante -, il faut rappeler qu'un mandat a été donné au Conseil fédéral afin, précisément, de traiter cette question. Il s'agit du rapport que le Conseil fédéral doit présenter en réponse au postulat 18.3381. La moindre des choses serait donc d'attendre le résultat de ce rapport avant de décider de donner suite à une motion.
Vous avez déposé un postulat qui vise à ce que cette question soit traitée et le Conseil fédéral a proposé d'accepter ce postulat. Vous l'avez par là chargé d'examiner les droits des sans-papiers de s'affilier, notamment, à l'assurance-maladie et de bénéficier des prestations qui en découlent. Nous sommes en train de faire cette analyse. Elle sera bientôt sur la table. Or, avant d'avoir lu l'analyse demandée au Conseil fédéral, vous voulez prendre des mesures pour diminuer le catalogue. Je crois qu'il ne faut pas mettre la charrue avant les boeufs.
J'aimerais vous inviter ici à attendre ce rapport, à prendre connaissance de ses conclusions et à décider ensuite s'il y a lieu de prendre des mesures. C'est la raison pour laquelle le Conseil fédéral vous invite à rejeter la motion.
Herzog Verena · Mit-F · Consiglio nazionale · Turgovia · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Vielen Dank für Ihre Ausführungen, Herr Bundesrat. Ich denke, es braucht natürlich ein Umdenken, sowohl bei den Personen mit unbekanntem Aufenthaltsort wie auch bei der Grundversicherung.
Sie haben einen Bericht erwähnt. Wann dürfen wir mit diesem rechnen?
Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo
Wenn ich das richtig sehe, wird dieser Bericht - wenn alles gutgeht, und ich sehe keinen Grund, dass es nicht gutgehen sollte - noch dieses Jahr kommen. Und dieser Bericht ist ehrlich gesagt wirklich das stärkste Argument für eine Ablehnung der Motion.
Votazione
Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 50 Stimmen
Dagegen ... 137 Stimmen
(1 Enthaltung)