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BNS. Rivedere la ripartizione dell'utile secondo la realtà delle cifre
Addor Jean-Luc · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
La Banque nationale suisse est sous pression, particulièrement depuis le début de la crise du Covid-19. Je le dis d'emblée, c'est normal, car, comme son nom l'indique, la BNS est "nationale" et "suisse": elle est donc au service des citoyens du pays. En temps de crise, il n'y a aucun sacrilège, c'est même normal, juste normal, de se poser la question de savoir si l'on ne doit pas puiser dans l'immense trésor de guerre de la BNS pour venir en aide aux victimes de la crise. C'est d'autant moins un sacrilège quand on considère les centaines de milliards de francs que notre Banque nationale investit aux Etats-Unis.
Diverses propositions ont été faites dans ce sens ces derniers temps. La mienne, que je partage avec notre collègue Isabelle Chevalley, est un peu plus ancienne; il aura fallu presque deux ans pour en débattre. Elle est aussi plus institutionnelle, si j'ose dire: son but est simplement qu'au travers d'un rapport on applique la Constitution, qui, à son article 99 alinéa 4, impose à la Banque nationale l'obligation de verser au moins les deux tiers de son bénéfice net aux cantons. La loi sur la Banque nationale, à son article 31 alinéa 2, reprend ces modalités de répartition.
Je relève que, derrière les cantons, il y a les entreprises, les indépendants, les particuliers de chacun des cantons suisses, tous ces gens qui, aujourd'hui, attendent plus de soutien non seulement de la part de la Confédération, mais aussi justement de la part des cantons. Ce que nous demandons, c'est que, dans un rapport, le Conseil fédéral fasse des propositions de redistribution aux cantons qui tiennent compte de manière plus réaliste qu'aujourd'hui des réserves et du bénéfice de la BNS, dont le calcul paraît singulièrement opaque.
Nous avons été opportunément rejoints entre autres par le groupe des Verts qui, dans un postulat 20.3387, demande entre autres un doublement des versements aux cantons. Alors, nous avons été entendus, mais seulement un peu. En effet, le Département fédéral des finances et la Banque nationale suisse sont convenus pour les exercices 2020 à 2025 d'une nouvelle répartition qui, pour 2020, permettra de verser aux cantons 6 milliards de francs au lieu de 2 seulement auparavant. C'est évidemment mieux qu'avant, mais ce n'est pas assez, surtout pas en temps de crise. Car, en application d'une convention à la constitutionnalité douteuse, la part du bénéfice net de la Banque nationale qui revient aux cantons - qui sont actionnaires majoritaires - est très inférieure, même en observant une prudence plus suisse que suisse, à ce que prévoit la Constitution.
Ce postulat conserve donc toute son actualité. Si vous l'acceptez, vous donnerez non seulement au Conseil fédéral, mais aussi aux dirigeants de la Banque nationale suisse, un signal fort, à savoir que, pour être en mesure d'aider mieux les victimes de la crise, les cantons ont besoin que la Banque nationale sorte de son approche doctrinaire, idéologique même, et mette à leur disposition les moyens supplémentaires dont elle dispose et qui leur reviennent en application de la Constitution.
Maurer Ueli · BR-M · Consiglio federale · Zurigo
Das Thema Nationalbank beschäftigt Sie mit Vorstössen immer wieder. Wir haben das Nationalbankgesetz, das die Grundlagen für die Gewinnausschüttung regelt. Es gibt eine Vereinbarung, die der Bund mit der Nationalbank für fünf Jahre abschliesst. Er hat dabei die Kantone zu konsultieren. Wir haben diese Vereinbarung gerade abgeschlossen. Wir haben dabei eine Erhöhung von 4 auf 6 Milliarden Franken pro Jahr für die nächsten fünf Jahre vorgenommen. Das Gesetz gibt vor, dass zwei Drittel dieser Ausschüttungen zuhanden der Kantone gehen und ein Drittel zuhanden des Bundes.
In dieser Zeit mit Corona stehen plötzlich die möglichen Reserven der Nationalbank zur Diskussion. Man möchte davon profitieren. Man muss gerade in dieser Zeit immer wieder daran erinnern, was die Kernaufgabe der Nationalbank ist: Das ist die Garantie der Stabilität. Die Nationalbank hat gerade jetzt eine Aufgabe, die man völlig unterschätzt. Sie muss dafür sorgen, dass unsere Währung zu den Währungen in den wichtigsten Exportmärkten in einem vernünftigen Verhältnis steht. Das sind der Dollar und der Euro. Nur wenn das gelingt, können wir nach dieser Krise wieder exportieren, dann, wenn die Stabilität gewährleistet ist. Das ist die Kernaufgabe der Nationalbank.
Mit den Kursschwankungen steigt auch das Risiko, das die Nationalbank zu tragen hat. Die Ausschüttungsreserve ist eigentlich der Gewinnvortrag der Nationalbank. Sie kennen das aus den letzten Jahren: Es können plötzlich, innerhalb von Quartalen, hohe Gewinne, aber auch hohe Verluste entstehen. Je grösser die Bilanz der Nationalbank wird, desto grösser ist auch das Währungsrisiko. Wenn Sie sich die Medienmitteilung der Nationalbank von heute Morgen mit dem ausgewiesenen Gewinn von 20 Milliarden anschauen, müssen Sie bedenken, dass dieser Gewinn überhaupt nicht realisiert ist. Der Goldpreis ist etwas gestiegen, und es gibt Währungsschwankungen. Wenn Sie die Währungsschwankungen ab dem 1. Januar betrachten, dann sehen Sie, dass sofort wieder Milliarden dazwischenliegen. Diese Reserve muss auch in diesem Bereich abgebildet werden.
Die Kantone - das ist auch festzuhalten - sind mit der Ausschüttungspolitik der Nationalbank zufrieden. Wir streben immer eine Verstetigung an, also einen Betrag, der für die Kantone planbar ist und der in die Budgets eingestellt werden kann. Mit dieser neuen Vereinbarung von 6 Milliarden Franken über fünf Jahre gehen wir an das Maximum, das im Moment möglich ist, ohne die Stabilität der Nationalbank zu gefährden. Man muss immer auch sehen: Wenn die Politik zu stark eingreift, dann entsteht bei den Spekulanten natürlich sofort die Versuchung, die Nationalbank mit Druck auf den Schweizerfranken weiter zu schwächen.
Wir sind gut damit beraten, der Nationalbank diese Unabhängigkeit zu gewähren. Man mag die Ausschüttungsreserve, je nachdem, wie man die Risiken beurteilt, als zu hoch betrachten. Aber wir denken - und das ist die Meinung der Kantone und die Haltung des Bundesrates -, dass das, was wir jetzt haben und was wir im Bereich der aktuellen Ausschüttung verbessert haben, eine gute Kompromisslösung ist zwischen überhöhten Ansprüchen und der grossen Vorsicht, die die Nationalbank immer auch walten lässt.
Ich bitte Sie, das Postulat abzulehnen.
Addor Jean-Luc · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Monsieur le conseiller fédéral, vous nous avez dit que les cantons sont satisfaits de cette politique de la Banque nationale. Ma question est: les citoyens, les entreprises, les indépendants dans ces cantons sont-ils satisfaits du fait que cette répartition ne leur procure pas suffisamment d'argent, et qu'il n'y ait donc pas suffisamment de moyens pour aider les victimes de la crise du Covid-19 comme elles le méritent?
Maurer Ueli · BR-M · Consiglio federale · Zurigo
Ich gehe durchaus davon aus, dass nicht alle Unternehmen und alle Bürgerinnen und Bürger mit der Ausschüttung zufrieden sind. Alle möchten natürlich mehr Geld, und Geld verteilen ist relativ einfach. Aber es ist nicht Aufgabe der Nationalbank, mit der Notenpresse den Staat zu finanzieren. Das kann es einfach nicht sein. Schauen Sie in die Länder, die diesen Druck auf ihre Zentralbanken ausüben. Das führt zu einer höheren Verschuldung, und das kann ja nicht Sinn und Zweck sein.
Mit dieser Abschöpfung, die wir jetzt haben, haben wir, glaube ich, eine Lösung gefunden, mit der die Kantone zufrieden sind. Und wenn die Bürgerinnen und Bürger mit den Kantonen nicht zufrieden sind, müssten sie eine andere Regierung wählen oder Sie einen anderen Bundesrat. Wir haben diese Kompetenzen gemäss Gesetz und versuchen, sie im Interesse des Gesamtwohls entsprechend einzusetzen. Bei den Kantonen war man eigentlich einstimmig der Meinung, dass wir hier eine gute Lösung gefunden haben. Aber alle Bürgerinnen und Bürger können wir wohl kaum in diesen Prozess einbinden.
Votazione
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 79 Stimmen
Dagegen ... 109 Stimmen
(2 Enthaltungen)