19.4018
Compensazione ecologica nel libero scambio
Portmann Hans-Peter · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo liberale radicale
Es ist bezeichnend, dass wir heute mit unserem Nationalratspräsidenten in eine produktive Agglomeration gehen dürfen, wo wir sehen, wie Schweizer Produkte entstehen. Ebenfalls bezeichnend ist, dass ich, als es in der APK jeweils um die Themen des Freihandels ging, von meinem "Kommissionsgschpändli" Andreas Aebi zu dieser Motion inspiriert wurde. In der Kommission erlebe ich unseren Nationalratspräsidenten als einen Vertreter des Agrarsektors, der sehr offen, sehr liberal und sehr zukunftsgerichtet für Lösungen ist und dort auch einmal etwas unkonventionellere Wege einschlägt.
Genau das will diese Motion: Massnahmen, die den regionalen Verkauf von nachhaltigen Produkten in der Schweiz fördern. Die Marktposition der Schweizer Produkte soll gegenüber importierten, weniger nachhaltigen Lebensmitteln gestärkt werden. Das ist immer wieder einer der grossen Stolpersteine in unseren Verhandlungen über Freihandelsabkommen. Es ist ein Stolperstein, wenn wir am Schluss zwar einen sehr guten Freihandel, eine sehr gute Export-Import-Wirtschaft haben, unsere eigenen Produkte aber letztlich darunter leiden. Darum braucht es Brücken.
Ich verstehe den Bundesrat nicht, wenn er sagt, Massnahmen zur Absatzförderung im Bereich Regional- oder Pärkepolitik würden bereits bestehen. Sie sind nicht ausreichend! Wir sehen es immer wieder, gerade in den Verhandlungen über Freihandelsabkommen: Es ist nicht ausreichend!
Der Bundesrat sagt auch, die Motion sei zu wenig spezifisch. Wissen Sie, ich bin jetzt auch schon lange in diesem Rat. Dieses Spiel mag ich langsam, aber sicher nicht mehr. Wenn es zu spezifisch ist, sagt der Bundesrat, es sei zu detailliert und er könne nichts tun. Wenn es dagegen für einmal eine Motion ist, die sowohl für den Bundesrat wie auch für die Kommission viel Gestaltungsraum offenlässt, sagt er, sie sei zu wenig spezifisch.
Ich wünschte mir, dass der Bundesrat in all den anstehenden Themen - das Ökologiethema ist nicht das einzige - endlich mal von seiner Verwaltungspolitik weg- und hin zu einer Gestaltungspolitik käme.
Wir werden weiter Freihandel brauchen, aber wir brauchen auch unsere Schweizer Produkte. Darum ist es wichtig, dass wir innerstaatlich, immer unter dem Schirm der WTO-Regeln - das ist möglich -, alles daransetzen, dass unsere nachhaltigen Schweizer Produkte gegenüber ausländischen Produkten nicht im Nachteil sind. Es braucht hier Lösungsvorschläge für eine ökologische Binnen- und Aussenhandelspolitik.
Wenn jetzt einzelne Parteien plötzlich etwas schwenken wollen, dann muss ich ihnen sagen: Es ist ja schön, wenn Sie in allen Ihren Programmen überall einen schönen Absatz zur Ökologie haben, aber wenn es konkret wird, sind Sie dann doch nicht bereit, hier dem Bundesrat die entsprechenden Aufträge zu geben.
Ich bin aber guten Mutes, wenn ich die 67 Mitunterzeichnenden dieser Motion anschaue. Darunter sind sowohl jene, die hier drin die Hüter der ökologischen Zukunft sind, als auch jene aus der betroffenen Agrarbranche. Schauen Sie sich mal die Namen dieser 67 Mitunterzeichnenden an! Zum ersten Mal geben die sich die Hand und sagen: Das ist ein Lösungsweg, den wir gehen können.
Ich bitte Sie also, dieser Motion zuzustimmen. Lassen Sie auch gegenüber unserer Bevölkerung, gerade jetzt, wo das CO2-Gesetz abgelehnt wurde, nicht den entmutigenden Eindruck entstehen, wir hätten keine Lösungsansätze für die Zukunft. Ich bitte Sie, zeigen Sie hier, dass dieses Parlament sehr wohl gewillt ist, internationale Abkommen auch im CO2-Bereich und auch über ökologische Massnahmen zu erfüllen. Wenn das sogar noch unsere eigene Produktion stärkt, dann, glaube ich, haben wir eine Win-win-Situation.
Parmelin Guy · BPR-M · Consiglio federale · Vaud
La promotion des produits suisses issus d'une production durable est une préoccupation importante du Conseil fédéral. Divers instruments politiques sont déjà disponibles pour renforcer la position sur le marché des produits suisses durables. Dans le domaine de la labellisation, la Confédération fixe des conditions-cadre pour l'agriculture biologique, pour l'enregistrement d'appellations d'origine protégée et d'indications géographiques protégées pour les produits agricoles qui se distinguent par leur mode de production régional et traditionnel. Avec la promotion des ventes, la commercialisation de divers secteurs est soutenue par des aides financières. Un soutien financier est notamment accordé à la commercialisation des produits régionaux.
En outre, la Confédération soutient financièrement des projets innovants qui ont un impact positif sur la durabilité ou la qualité des produits agricoles en augmentant leur valeur ajoutée agricole. Les projets de développement régional (PDR) permettent de développer et de soutenir financièrement de manière flexible différentes idées dans le domaine de la création de valeur agricole dans des régions plus ou moins grandes. Les PDR sont donc un autre instrument qui favorise le développement économique régional et les chaînes de valeur régionales.
La demande de l'auteur de la motion d'élaborer des mesures supplémentaires pour promouvoir la vente régionale de produits durables de la Suisse par rapport à des denrées alimentaires importées supposées moins durables ne semble pas avoir un but bien précis et n'est pas non plus très spécifique en raison des nombreux instruments de promotion existants.
La motion ne mentionne qu'un seul aspect de la chaîne de valeur agricole, à savoir le transport. Toutefois, des aspects tels que les changements dans l'utilisation des sols, la production, la transformation, le commerce de détail, le conditionnement, doivent également être pris en compte. Par rapport à la totalité des gaz à effet de serre tout au long de la chaîne de valeur alimentaire, seuls 6 pour cent environ proviennent des transports; en revanche, 24 pour cent proviennent du changement d'affectation des sols, 31 pour cent de la production animale et 27 pour cent de la production végétale.
Dans une perspective de durabilité, il est finalement bien plus important de savoir quoi, combien et comment est consommé que de savoir d'où vient la nourriture. Il est donc important pour le Conseil fédéral d'évaluer la durabilité des aliments dans une perspective globale du système alimentaire. La longueur du trajet de transport ne fournit pas à elle seule d'information sur la durabilité d'un aliment.
Le Conseil fédéral vous demande donc de rejeter cette motion.
Votazione
Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 163 Stimmen
Dagegen ... 15 Stimmen
(7 Enthaltungen)