21.066
Legge COVID-19. Modifica (proroga di alcune disposizioni)
Kälin Irène · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo dei Verdi
Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie
Loi fédérale sur les bases légales des ordonnances du Conseil fédéral visant à surmonter l'épidémie de Covid-19
Art. 1a
Antrag der Mehrheit
Abs. 1bis, 1ter
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Wasserfallen Flavia, Aeschi Thomas, Amaudruz, Glarner, Gysi Barbara, Maillard, Molina, Porchet, Prelicz-Huber, Rösti, Weichelt)
Abs. 1bis
Der Bundesrat veröffentlicht die Verträge, die er mit den Covid-19-Impfstoffherstellern abgeschlossen hat, sobald die Beschaffung des Covid-19-Impfstoffs abgeschlossen ist. Bei der Veröffentlichung sind die Bestimmungen über den Schutz von Berufs-, Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnissen, der internationalen Beziehungen sowie von Personendaten nach Artikel 7 Absatz 1 und Artikel 9 Absatz 1 des Öffentlichkeitsgesetzes vom 17. Dezember 2004 (SR 152.3) sinngemäss anwendbar.
Antrag der Minderheit
(Glarner, Aeschi Thomas, Amaudruz, Rösti, Schläpfer)
Abs. 1ter
Festhalten
Art. 1a
Proposition de la majorité
Al. 1bis, 1ter
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Wasserfallen Flavia, Aeschi Thomas, Amaudruz, Glarner, Gysi Barbara, Maillard, Molina, Porchet, Prelicz-Huber, Rösti, Weichelt)
Al. 1bis
Le Conseil fédéral publie les contrats qu'il a conclus avec les fabricants de vaccin contre le Covid-19 dès que l'acquisition du vaccin est achevée. La publication est soumise aux dispositions relatives à la protection des secrets professionnels, d'affaires ou de fabrication, des relations internationales et des données personnelles prévues à l'article 7 alinéa 1 et à l'article 9 alinéa 1 de la loi du 17 décembre 2004 sur la transparence (RS 152.3).
Proposition de la minorité
(Glarner, Aeschi Thomas, Amaudruz, Rösti, Schläpfer)
Al. 1ter
Maintenir
Präsidentin (Kälin Irène, Präsidentin): Wir behandeln die verbleibenden Differenzen in einer einzigen Debatte.
Wasserfallen Flavia · Mit-F · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo socialista
Ich werde kurz meinen Minderheitsantrag und dann auch noch die Position der SP-Fraktion zu den verbleibenden Differenzen begründen.
Wir von der SP-Fraktion empfehlen Ihnen, überall der Mehrheit Ihrer Kommission zu folgen, ausser eben beim Minderheitsantrag Wasserfallen Flavia, den Sie auf Seite 2 der Fahne sehen. Es geht um die Veröffentlichung der Verträge zu den Impfbeschaffungen. Wir hatten hier in der ersten Diskussion bereits eine Formulierung gefunden, die mehrheitsfähig war. Der Ständerat sieht vor, diese zu streichen. Die Bedenken in der Diskussion des Ständerates waren vor allem, dass wir den Bundesrat mit der ursprünglichen Formulierung dazu zwingen würden, Vertragsbruch zu begehen und eben auch Geschäftsgeheimnisse und Weiteres zu veröffentlichen, was ihm möglicherweise Probleme bereiten würde. Wir haben jetzt in der Lesung heute Morgen eine Formulierung vorgeschlagen, die mit dem Öffentlichkeitsgesetz konform ist. Sie finden diese in meinem Minderheitsantrag. Ich bin überzeugt, dass wir hier wirklich noch einmal der Forderung Nachdruck verleihen müssen, dass wir diese Verträge, wenn die Beschaffung abgeschlossen ist, auch veröffentlicht haben wollen, wir aber selbstverständlich eine Formulierung wählen, die BGÖ-konform ist.
Ich bitte Sie deshalb, in Artikel 1a der Minderheit Wasserfallen Flavia zu folgen. Wie gesagt, bei allen anderen Bestimmungen folgen wir der Mehrheit der Kommission.
Vielleicht noch ein Wort zu den Impfdurchbrüchen und zum Minderheitsantrag Glarner: Ich meine, wir wissen, dass es Impfdurchbrüche gibt. Das Bundesamt für Gesundheit muss auf dem Dashboard alle relevanten Daten veröffentlichen. Aber es macht wirklich keinen Sinn, wenn wir hier ein isoliertes Faktum, nämlich die Impfdurchbrüche, in dieses Gesetz reinschreiben und den Bund so beauftragen, diese zu erheben und zu veröffentlichen. Der Bund muss alle relevanten Daten für die Bewältigung der Pandemie erfassen und veröffentlichen. Es macht wirklich keinen Sinn, wenn wir das isoliert herausnehmen und ins Gesetz schreiben. Ausserdem gibt es auch noch eine medizinische Begründung, die etwas dagegen spricht: Impfdurchbrüche werden oftmals nicht bemerkt, weil sie so milde verlaufen. Also wäre diese Zahl auch nur beschränkt aussagekräftig.
Dann haben wir bei Artikel 3 Absatz 8 noch ausführlich diskutiert, ob der Bund bezüglich der Kapazitätsdefinition in den Spitälern stärker steuern soll. Uns ist bewusst, dass diese Bestimmung jetzt zur Bewältigung der fünften Welle keine Wirkung erzielen kann. Es wäre eine Bestimmung, die frühestens im nächsten Winter eine Wirkung entfalten könnte. Es ist auch eine Bestimmung, die in die Kompetenzverteilung zwischen Kantonen und Bund eingreift. Zudem kann - das gebe ich zu - zumindest die Frage gestellt werden, ob wir diese Kompetenzfrage jetzt hier mit dieser Bestimmung in einem befristeten Gesetz, das bereits in einem Jahr wieder aufgehoben werden soll, aufnehmen sollen. Aber wir von der SP-Fraktion sind dennoch der Meinung, dass der Bund die Kapazitäten der Spitäler stärker steuern und bezüglich der Unterschiede, die zwischen den Kantonen bestehen, eingreifen können soll. Aus diesem Grund folgen wir hier in Artikel 3 Absatz 8 der Mehrheit, sodass diese Bestimmung aufgenommen wird.
Glarner Andreas · Mit-M · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Was wollen wir denn hier? Wir wollen einzig, dass Impfdurchbrüche meldepflichtig sind. Ist dies aussergewöhnlich oder ist es gar ungebührlich? Nein, es ist äusserst sinnvoll. Denn es ist eine Tatsache, dass solche Durchbrüche stattfinden, und es ist auch eine Tatsache, dass sich viele geimpfte Personen in völlig falscher Sicherheit wiegen. Nein, es geht uns nicht darum, die Impfung schlechtzumachen. Es geht einzig darum, gesicherte Daten zu haben - eine unverzichtbare Massnahme in einer Pandemie. Wenn dies nicht sein soll, weshalb erfassen wir denn überhaupt die Ansteckungen?
Es geht doch darum, gesicherte Daten zu haben. Gesicherte Daten geben Vertrauen, und es wäre geradezu sträflich, Impfdurchbrüche nicht zu erfassen. Wenn es weniger gibt, als wir gedacht haben, dann wäre es vertrauensbildend, dies zu wissen. Wenn es mehr sind, als wir gedacht haben, dann kann der Bundesrat seine Strategie anpassen. Wir dürfen doch nichts unversucht lassen, was uns helfen kann, dieses Virus einzudämmen oder gar zu besiegen. Auch sollten wir nichts unversucht lassen, was der Bevölkerung Vertrauen gibt.
Ich bitte Sie, am Beschluss des Nationalrates festzuhalten.
Roduit Benjamin · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Je vais tout d'abord développer ma minorité à l'article 3 alinéa 8. Il s'agit en fait d'adhérer à la décision du Conseil des Etats, qui a été prise à une forte majorité de 34 voix contre 9, alors que, de mémoire, notre chambre avait souhaité insérer cette nouvelle disposition au terme d'un vote très serré. Quels sont les arguments?
1. La répartition des compétences entre les cantons et la Confédération est absolument claire. On peut déplorer certains problèmes du point de vue des capacités des services de santé, mais ce n'est pas le moment, au coeur de la cinquième vague de contaminations, de discuter de problèmes structurels.
2. N'oublions pas que la validité de la loi que nous votons aujourd'hui est d'une année seulement. Donc il sera temps de faire un bilan général lorsqu'on sera sorti de cette crise.
3. Jusqu'ici, le Conseil fédéral a bien fait son job en incitant les cantons à prendre les mesures nécessaires, et les cantons aussi, du moins la plupart, ont bien travaillé.
4. Qui commande, paie. Il faut bien prendre conscience du fait que les mesures liées aux capacités concernent souvent la disponibilité du personnel et qu'il ne s'agit pas simplement d'une question d'équipements ou de lits dans les services de soins intensifs. Et, donc, cela a un coût qu'il faut longuement discuter.
5. Le dernier argument, c'est que le vrai problème est celui de l'ajustement de la capacité des hôpitaux. C'est cela, la grande discussion qui doit être réglée, mais pas dans cet article de loi qui, d'ailleurs, ne s'adresse pas aux cantons.
Voici la position du groupe du centre au sujet des autres décisions prises par la commission ce matin. A l'article 1a alinéa 1bis, nous soutiendrons la version du Conseil des Etats concernant la publication des contrats, même si une forte minorité propose quelques modifications de la décision de notre conseil. Je rappelle que le Conseil des Etats a décidé à l'unanimité de biffer cette disposition. Je rappelle également qu'en séance de Conférence de conciliation, c'est la version du Conseil des Etats qui l'emporterait.
Le deuxième point, je l'ai dit, est que nous sommes au coeur de la cinquième vague de la pandémie. Donc la priorité, ce sont des solutions de type sanitaire, et non la réduction de la marge de manoeuvre du Conseil fédéral dans les négociations. Je rappelle que nous aurons encore besoin de développer de nouveaux vaccins, par conséquent nous ne voulons pas limiter la marge de manoeuvre du Conseil fédéral.
Le troisième point, c'est qu'il s'agit de contrats établis entre l'Etat et les entreprises privées. Donc aucune entreprise privée n'accepterait une telle condition.
Enfin, quatrième point, évitons s'il vous plaît d'entretenir une crise de confiance envers le Conseil fédéral - là je regarde du côté de la droite de l'hémicycle - et envers l'industrie pharmaceutique - là je me tourne du côté de la gauche de l'hémicycle - en inscrivant pareille disposition dans la loi.
En ce qui concerne l'article 1a alinéa 1ter, sur l'obligation de déclarer les infections post-vaccinales, nous soutenons là aussi la décision prise à l'unanimité par le Conseil des Etats. En plus des arguments évoqués, nous avons besoin, au coeur de la crise, de données de qualité et seulement de celles qui sont nécessaires. Or cela figure déjà sur le site de l'OFSP à la rubrique "Hospitalisations en fonction du statut vaccinal". De plus, par cette disposition, on créerait une fois de plus un monstre administratif. Imaginez les médecins cantonaux obligés de transmettre, au coeur de la crise, des données par exemple sur 10 pour cent des personnes dont le statut vaccinal est à ce jour inconnu.
Nous saluons à l'article 3 alinéas 5 et 6 la solution équilibrée adoptée par le Conseil des Etats concernant la gratuité des tests. Désormais, les tests ne seront gratuits que pour les catégories de personnes qui en ont réellement besoin ou qui créent un problème. Je pense aux personnes vaccinées symptomatiques. Il s'agit d'éviter des tests de convenance qui entraînent des coûts élevés. Selon la solution du Conseil des Etats, ces coûts pourraient encore s'élever à 41 millions de francs par semaine.
A l'article 19 alinéa 2, nous saluons la décision du Conseil des Etats. C'est une disposition logique visant à étendre à l'année 2022 les mesures relatives aux décomptes et aux participations pour les cas de rigueur dont nous avons voté la prolongation.
En conclusion, nous avons l'occasion, ce matin déjà, d'éliminer les divergences en acceptant les propositions de la majorité de la commission ainsi que la proposition de ma minorité. Ce serait un signal fort de stabilité au coeur de la cinquième vague de contaminations et en présence de statistiques - des données relatives aux cas positifs et aux hospitalisations - qui nous font de nouveau peur.
Weichelt Manuela · Mit-F · Consiglio nazionale · Zugo · Gruppo dei Verdi
Von den vierzehn Differenzen zu unserem Rat hat der Ständerat am Montag bereits neun ausgeräumt. Auch Ihre SGK hat heute Morgen gute Arbeit geleistet. Es stehen uns nur noch drei Abstimmungen bevor.
Die grüne Fraktion unterstützt den Antrag der Minderheit Wasserfallen Flavia und beantragt Ihnen die Modifikation des Nationalratsbeschlusses von letzter Woche. Bei der Veröffentlichung der Verträge mit Covid-19-Impfstoffherstellenden soll der Schutz von Berufs-, Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnissen, der internationalen Beziehungen sowie von Personendaten gemäss Öffentlichkeitsgesetz gewährleistet werden.
Die grüne Fraktion unterstützt auch den Minderheitsantrag Glarner und somit den Entscheid des Nationalrates vom 2. Dezember. Impfdurchbrüche sollen nicht nur in den Spitälern, sondern auch in den Hausarztpraxen erhoben werden, damit die Pandemie gezielt bekämpft werden kann. Die Schweiz verfügt über eine relativ schlechte Datenlage. Dies liegt nicht am Bund, sondern daran, dass die Datenlieferung aus den Praxen und von den Kantonen eher, sagen wir einmal, suboptimal ist.
In der letzten Abstimmung - sie betrifft Artikel 3 Absatz 8 - wird die grüne Fraktion die Mehrheit der SGK-N unterstützen und den Antrag der Minderheit Roduit ablehnen. Der Bund soll das Gesundheitswesen stärken.
Dobler Marcel · Mit-M · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo liberale radicale
Bei den verbleibenden Differenzen bitte ich Sie, immer der Kommissionsmehrheit zu folgen - was auch der Haltung des Bundesrates und des Ständerates entspricht -, mit Ausnahme von Artikel 3 Absatz 8, wo es um die Vorgaben zu den Kapazitäten im Gesundheitssystem geht. Unsere detaillierte Haltung zu den einzelnen Artikeln habe ich bereits beim Eintreten und in der Detailberatung erläutert.
Bei Artikel 1a Absatz 1septies sind wir gegen eine Veröffentlichung der Verträge in mehreren Jahren. Die Verträge wurden bereits parlamentarisch geprüft, und bei einer Veröffentlichung wären die wesentlichen Bestandteile geschwärzt.
Ich bitte Sie, bei Artikel 1a Absatz 1ter eine isolierte Erfassung der Impfdurchbrüche als einzige Ausnahme für eine Datenerfassung nicht ins Gesetz zu schreiben.
Bei Artikel 3 Absätze 5 und 6 bitte ich Sie, dem Beschluss des Ständerates zu folgen, welcher die Kosten für das Testen von 61 Millionen auf geschätzte 41 Millionen Franken pro Woche reduziert. Die Kosten für PCR-Tests von Personen ohne Symptome, zum Beispiel für Auslandsreisen, sollen nicht übernommen werden. Obwohl wir gegen eine Übernahme der Testkosten sind, stellt der Beschluss des Ständerates eine Verbesserung dar.
Bei Artikel 3 Absatz 8 will die Kommissionsmehrheit die Kapazitäten des Gesundheitswesens in den Kantonen vorgeben. Ich bitte Sie, hier der Minderheit zu folgen. Die Unterstützung der Kantone und die Zusammenarbeit mit den Kantonen ist selbstverständlich und muss nicht ins Gesetz geschrieben werden. Dieser Zentralisierungsartikel gälte lediglich für ein Jahr. Eine unmittelbare personelle Erhöhung wäre nicht möglich, sondern bräuchte eine lange Vorlaufzeit. Bis eine Wirkung erzielt würde, müssten die Überkapazitäten wieder abgebaut werden.
Folgen Sie ausser bei Artikel 3 Absatz 8 also immer der Kommissionsmehrheit.
Mäder Jörg · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo verde liberale
Ich kann mich dem letzten Satz von Herrn Dobler anschliessen, ausser bezüglich seiner Aussage zur Ausnahme. Bitte stimmen Sie in allen drei Abstimmungen mit der Mehrheit der Kommission.
1. Zur Einsicht in die Verträge: Ja, es ist ein verständliches Anliegen, dass diese Dinge öffentlich sein sollten. Aber wir müssen hier eine taktische Güterabwägung vornehmen. Es geht hier nicht um ein x-beliebiges Gut, eine Putzmaschine, ein Feuerwehrfahrzeug oder was auch immer, es geht um einen Impfstoff, der knapp und limitiert ist. Er war zeitlich relativ knapp verfügbar und wird eventuell bei künftigen Varianten usw. wiederum sehr knapp verfügbar sein. Wir würden hier den Bundesrat in eine taktisch schwierige Position bringen. Dann werden sich die Hersteller überlegen, wohin sie zuerst verkaufen: dorthin, wo sie Ärger bekommen, oder dorthin, wo sie keinen Ärger bekommen.
Ist das Öffentlichkeitsprinzip deswegen völlig wertlos? Nein, das ist es nicht. Es gibt hier im Rat gewählte Volksvertreter, die in den entsprechenden Kommissionen sitzen, die diese Verträge einsehen können und die, wenn diese wirklich übermässig schlecht oder unverhältnismässig wären, reagieren könnten. Es sind Ihre Volksvertreter. Lassen Sie diese den Job machen, und bringen Sie hier den Bundesrat für künftige Fälle nicht in einen taktischen Nachteil. Das gilt wohlgemerkt auch für eine künftige Pandemie. Die Impfstoffhersteller werden sich daran erinnern, wie wir heute hier abstimmen und wer wie viel Ärger bereitet. Bitte treffen Sie hier einen vernünftigen, taktischen und nicht einen emotionalen Entscheid.
2. Bezüglich der Impfdurchbrüche haben wir die Position im Vergleich zur ersten Abstimmung geändert. Warum? Weil uns der Bundesrat versichern konnte, dass er an diesen Daten interessiert ist, und zwar nicht nur an diesen, sondern auch an anderen. Er sagte aber auch, dass es inhaltlich nicht sinnvoll sei, diesen einzelnen Aspekt im Gesetz festzuschreiben und den Rest nicht. Wir fordern den Bundesrat und alle Kantone mit Nachdruck auf, mehr Daten zu sammeln, und zwar auch qualitativ wertvolle, und hier zu investieren. Wissen ist unser Haupthebel gegenüber dieser Pandemie. Also sammeln Sie bitte mehr Daten, stellen Sie diese sauber der Forschung und der Allgemeinheit zur Verfügung. Hier nun einen einzelnen Aspekt im Gesetz zu regeln, wäre der falsche Ansatz.
3. Auch bezüglich der Bettenkapazität und der Unterstützung der Kantone durch den Bund möchten wir Sie bitten, bei der Mehrheit zu bleiben und am Beschluss des Nationalrates festzuhalten. Wieso? Liebe Kantone, der Föderalismus ist ein sehr gutes Werkzeug, er ist aber nicht für alles geeignet. Wenn etwas gezeigt hat, dass er nicht geeignet ist, dann diese Pandemie. 26 Gesundheitssysteme funktionieren in einer Pandemie nicht, da gibt es zu wenig Koordination. Schon vor der Pandemie hat unsere Fraktion einen Antrag eingereicht, man solle die Schweiz in sechs Gesundheitsregionen aufteilen. Das wäre das Maximum, was es erträgt, und in diese Richtung muss es gehen. Deshalb unterstützen wir diesen Mehrheitsantrag. Der Föderalismus ist gut, man kann ihn aber auch überstilisieren, man kann ihn auch verherrlichen, und dann wird er zu einer Last.
Bitte unterstützen Sie also dreimal die Mehrheitsanträge.
Schwander Pirmin · Mit-M · Consiglio nazionale · Svitto · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ich habe eine konkrete Frage: Sie haben gesagt, bezüglich der Zahlen zum Impfversagen hätten Sie die Meinung geändert. Ist es denn möglich, ohne Wissen über das Impfversagen eine Impfstrategie zu definieren?
Mäder Jörg · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo verde liberale
Kollege Schwander, ich bedanke mich, dass Sie einen Teil meines Votums gehört haben. Zum Teil, den Sie nicht gehört haben: Ich habe den Bundesrat und die Kantone in meinem Votum aufgefordert, mehr Daten zu sammeln. Es ist nicht sinnvoll, ein einzelnes Datum, ein einzelnes Element herauszuheben und ins Gesetz zu schreiben. Ich habe in meinem Votum klar gesagt: mehr Daten sammeln, denn Wissen ist entscheidend. Wenn Sie also das Ganze nochmals nachlesen, können Sie Ihre Frage das nächste Mal selber beantworten.
Rösti Albert · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Namens der SVP-Fraktion nehme ich zu den einzelnen Differenzen, die noch bestehen, wie folgt Stellung.
Ich bitte Sie, in Artikel 1a die Minderheit Wasserfallen Flavia zu unterstützen. Ich bin der Auffassung, dass dieser Minderheitsantrag die Offenlegung von Verträgen mit den nötigen Einschränkungen belegt, damit wir hier nicht irgendwelche Geschäftsgeheimnisse ausplaudern müssen, was uns dann in späteren Verhandlungen Probleme schaffen würde. Der Zusatz lautet: Bei der Veröffentlichung sind die Bestimmungen über den Schutz von Berufs-, Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnissen, der internationalen Beziehungen sowie von Personendaten gemäss Öffentlichkeitsgesetz sinngemäss anwendbar. Daraus ergeben sich eigentlich die nötigen Einschränkungen, damit die Verträge veröffentlicht werden können. Ich spüre selbst in der Bevölkerung, dass diese die Frage bezüglich dieser Verträge einfach beschäftigt: Geht der Bund da dereinst nicht hohe Risiken mit Kostenfolgen ein? Mit diesem Zusatz schaden wir einerseits den zukünftigen Verhandlungen nicht, schaffen andererseits aber Vertrauen, indem eine gewisse Veröffentlichung möglich ist. Deshalb bitte ich Sie, hier dem Minderheitsantrag Wasserfallen Flavia zuzustimmen.
Dann bitte ich Sie, in Artikel 1a Absatz 1ter den Minderheitsantrag Glarner zu unterstützen. Auch hier geht es eigentlich um eine Frage des Vertrauens. Ich möchte hier auch klar deklarieren: Ich bin der Auffassung, dass es nötig ist, dass wir impfen. Die Impfung hat eine gute Qualität, einen hohen Schutzgrad, auch jetzt, wenn noch mit der dritten Impfung geboostert wird. Trotzdem gibt es Nebenwirkungen, wie bei jeder Impfung, wie bei jedem Medikament. Wir haben nicht lange genug Erfahrung, um all die Nebenwirkungen zu kennen. Auch hier wäre es vertrauensbildend, wenn das erhoben würde.
Es macht keinen Sinn, jetzt plötzlich einfach alles und viel mehr Daten zu wollen. Wir sind hier bei einem spezifischen Gesetz zur Bekämpfung von Covid-19, und deshalb ist die Erhebung von Impfdurchbrüchen entsprechend von Bedeutung. Wenn man das aber ausweitet, hat man am Schluss gar nichts, bis das umgesetzt ist. Die Impfdurchbrüche hingegen kann man doch sofort erheben. Das gibt einen gewissen Aufwand, das ist klar. Aber ich glaube, das wäre sehr vertrauensbildend. Dann können wir auch all diese Schauermärchen und Verschwörungstheorien auf Facebook entweder bestätigen oder widerlegen. Wir sind ja alle froh, wenn es nicht stimmt, wenn es wenige Durchbrüche gibt. Aber wenn es sie gibt, dann müssen sie transparent dargestellt werden. Dies gilt auch bezüglich der Nebenwirkungen: Wenn wir am Schluss sagen können, es seien nur sehr geringe Nebenwirkungen, dann ist das Ziel ja erreicht. Auch damit wird das Vertrauen in die Impfung gestärkt. Deshalb würde ich sagen, dass der Minderheitsantrag Glarner zu einer Stärkung und nicht zu einer Schwächung der Impfung führt.
Zur Frage der Bezahlung der Tests wird es keine Abstimmung geben. Aber damit das noch gesagt ist: Wir erachten die Einschränkung der Bezahlung der Tests gemäss Ständerat als sinnvoll. Wir haben uns ja immer dafür eingesetzt, dass die Tests bezahlt werden, dass keine Diskriminierung geschaffen wird und dass man das in einem gewissen Bereich einschränkt. Dass man damit auch den Kosten etwas Rechnung trägt, erachten wir als sinnvoll. Wir haben uns diesbezüglich deshalb schon in der Kommission der ständerätlichen Version angeschlossen.
Besonders ersuche ich Sie, bei Absatz 8 auf Seite 9 der Fahne festzuhalten. Hier gilt es, der Mehrheit und nicht der Minderheit Roduit zu folgen. Hier geht es um den Kern der Kapazitäten. Wir fordern hier den Bund auf mitzuhelfen, dass in den Intensivstationen genügend Kapazitäten bereitgestellt werden. Wir hatten hier eine relativ intensive Diskussion zur Frage der Arbeitsteilung, zur Frage, ob dadurch die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen zu stark beeinflusst wird; wir hören dann dazu den Bundesrat.
Natürlich sind auch wir gegen eine Zentralisierung. Wir mussten in den letzten zwei Jahren aber einfach feststellen, dass die Kantone die Kapazitäten ab- und nicht aufgebaut haben. Hier braucht es einen entsprechenden Druck. Es kann doch nicht sein, dass wir beim wichtigsten Kriterium, jenem der Anzahl Plätze auf den Intensivstationen, einfach nichts tun.
Man sagt, es habe zu wenig Personal. Aber wenn wir vor zwei Jahren, als wir das auch schon gesagt haben, mit dem Ausbau begonnen hätten, wäre heute mehr Personal ausgebildet. Den Kantonen geht es nicht so schlecht, dass sie hier nicht einen Effort machen könnten. Hier braucht es entsprechend Druck auch von diesem Parlament.
Ich bitte Sie, hier der Mehrheit zu folgen.
Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo
Pour la première divergence, à l'article 1a alinéa 1bis, je vous invite à suivre la majorité de votre commission.
En réalité les commissions de haute surveillance ont accès à l'ensemble de ces données. Tout le travail, qui doit être réalisé de ce point de vue là, peut être garanti. Cela était déjà le cas. Certains l'ont rappelé, on pourrait prétendre - et c'est vrai - que la loi sur la transparence s'applique. Il nous semble par contre que le fait de l'écrire dans la loi créerait un précédent qui pourrait être problématique, parce que nous avons besoin de pouvoir respecter les engagements pris avec les fabricants de vaccins avec lesquels nous négocions. Nous sommes encore en train de négocier aujourd'hui pour des vaccins, pour des médicaments contre le Covid-19. Le risque d'affaiblir fortement la position de négociation de la Suisse par la publication - fixée dans la loi - des contrats nous paraît poser des problèmes.
C'est la raison pour laquelle je vous invite à suivre la majorité de votre commission.
Sur la divergence suivante, à l'alinéa 1ter, j'aimerais également vous inviter à suivre la majorité de votre commission.
Il est clair, pour nous, qu'il est très important, dans la lutte contre la pandémie, de pouvoir disposer d'informations et de statistiques solides et de haute qualité. Le plus important pour nous est de connaître le statut vaccinal des personnes hospitalisées - c'était le sujet du débat dans la commission du Conseil des Etats. Il a été remarqué qu'actuellement, dans environ 10 pour cent des hospitalisations, on ne sait pas si les personnes sont vaccinées ou pas. On a de la peine à comprendre pourquoi la qualité, de ce point de vue-là, n'est pas meilleure.
Par contre, pour ce qui concerne les infections postvaccinales - "Impfdurchbrüche" -, il faut être assez clair: la plupart des infections postvaccinales ne sont simplement pas répertoriées parce que ce sont des cas asymptomatiques, donc on ne le sait pas. Si, aujourd'hui, on devait avoir une obligation de déclarer pour tous les acteurs qui font des tests, ce serait un travail très important à réaliser pour obtenir des statistiques et des chiffres qui ne vont pas dire grand-chose. En effet, très vraisemblablement, on va sous-estimer le nombre d'infections postvaccinales; elles seront sous-estimées simplement parce qu'une partie d'entre elles ne sera pas relevée en raison de cas asymptomatiques et donc d'une absence de test. Par conséquent, on va surestimer les conséquences de ces situations. Le risque d'avoir des chiffres sur lesquels on ne puisse pas vraiment fonder de manière décente et correcte des réflexions politiques nous paraît assez important. Donc, en matière d'efficience, on risque d'investir beaucoup de moyens, de faire beaucoup d'administration pour obtenir des chiffres dont on va toujours douter.
C'est la raison pour laquelle nous vous invitons à ne pas suivre cette idée. Par contre, nous nous sommes engagés à améliorer les statistiques pour ce qui concerne le statut vaccinal des personnes hospitalisées.
Pour la dernière divergence, à l'article 3 alinéa 8, j'aimerais vous inviter à suivre la minorité Roduit. Il ne nous semble pas opportun, au milieu de la pandémie, alors qu'on est confronté à une cinquième vague, de changer les règles du jeu en vigueur pour les cantons et la Confédération. Franchement, on n'imagine pas trop où cela peut mener, sinon à quelque chose d'un peu chaotique.
Cet alinéa ne s'impose pas aux cantons, mais a pour objectif que la Confédération intervienne auprès des cantons. Mais que croyez-vous que nous avons fait depuis deux ans? Nous l'avons fait systématiquement et de manière très régulière, or cet alinéa vise à ce que la Confédération soutienne les efforts des cantons et définisse, en discussion avec eux, les capacités qui doivent être à disposition. Or je crois que les cantons sont très conscients du fait qu'ils doivent avoir des capacités importantes à disposition. Le problème qui se pose aujourd'hui, c'est la disponibilité en termes de personnel, c'est la capacité à faire tourner les équipes sans les épuiser; c'est ça qui est très difficile aujourd'hui.
Avec l'alinéa 8 en discussion, on a vraiment le sentiment qu'on n'arrivera pas à améliorer la situation. Nous essayons de le faire par d'autres biais, avec les cantons; or cet alinéa 8 ne nous paraît pas idéal dans cette optique. Par contre, il représente naturellement une ingérence extrêmement forte et une modification extrêmement importante de la relation, sur le plan de la santé, liant les cantons et la Confédération, puisqu'il implique que la Confédération intervienne dans la gestion des hôpitaux et leur explique, alors qu'elle n'a ni les statistiques, ni les chiffres et les connaissances pour le faire, comment ils doivent travailler.
Cela nous paraît difficile à faire, et c'est la raison pour laquelle je vous invite à suivre la minorité de votre commission.
Gysi Barbara · Mit-F · Consiglio nazionale · San Gallo · Gruppo socialista
Herr Bundesrat, ich habe noch eine Frage: Wir verlängern ja verschiedene Massnahmen, unter anderem auch für den Kulturbereich. Ich höre aus der Praxis, dass die Umsetzung durch die Sozialversicherungsanstalten, was die Corona-Erwerbsersatzmassnahmen bei Umsatzeinbussen anbelangt, schon jetzt sehr restriktiv erfolgt. Ich wäre einfach sehr froh, wenn Sie sich wirklich dafür starkmachen, dass eben diese Kulturschaffenden auch zu ihrem Recht kommen. Können Sie bestätigen, dass der Bundesrat und das Bundesamt für Kultur sich dafür einsetzen, dass die Kulturschaffenden auch wirklich in genügendem Mass unterstützt werden?
Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo
Merci pour votre question, Madame la conseillère nationale. Je crois pouvoir rappeler que la loi Covid-19, et également l'ordonnance, prévoient que l'allocation perte de gain peut être prévue lorsque la baisse du chiffre d'affaires d'une entreprise est directement en lien avec des mesures de lutte contre la pandémie - c'est ce que vous trouvez à l'article 15 de la loi, et ceci est concrétisé à l'article 2 alinéa 3 de l'ordonnance.
Il faut bien remarquer que, depuis l'été, la quasi-totalité des mesures, des restrictions imposées soit par le Conseil fédéral, soit par les cantons, ont été levées. L'interdiction des manifestations a également été en grande partie levée et, en conséquence, de manière assez logique il faut le dire, les caisses de compensation vérifient évidemment plus scrupuleusement les motifs invoqués pour obtenir un droit à l'allocation. Ce droit reste garanti, il faut que les conditions soient remplies, mais, alors que l'essentiel des mesures ont été levées, il faut encore pouvoir vérifier que la diminution du chiffre d'affaires, et donc le droit aux allocations perte de gain Covid-19, est en lien direct avec des restrictions imposées par les autorités, et pas avec d'autres éléments.
On peut dire que la situation qui prévaut aujourd'hui n'est pas la même que celle que nous avions au début de l'année 2020, ou lors de la deuxième vague et au cours de l'hiver dernier. Evidemment, les mesures adoptées récemment par les cantons et le Conseil fédéral sont prises en compte pour déterminer les droits, mais il faut bien sûr que cela soit en totale conformité avec la loi et l'ordonnance.
Rösti Albert · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Herr Bundesrat, ich kann es nicht lassen. Sie sagen, der Artikel, den die Mehrheit der Kommission einführen will - der Bundesrat solle Druck machen, damit die Kantone mehr Kapazitäten bereitstellen -, passe nicht. Es ist unbestritten, dass es Intensivstationen braucht und dass es in einer Pandemie diesbezüglich einen Engpass gibt. Sie sagen, dieser Artikel passe nicht. (Zwischenruf der Präsidentin: Die Frage bitte, Herr Rösti) Ich kann nachvollziehen, wie Sie argumentieren. Was ist dann aber zu tun, damit wir in einem Jahr in diesem Land nicht mehr nur 850, sondern über 1000 Intensivpflegeplätze haben und nicht mehr in einen Engpass kommen?
Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo
Vielen Dank, Herr Nationalrat Rösti, für diese Frage. Sie setzen die Diskussion fort, die wir heute Morgen früh schon in der Kommission geführt haben. Ehrlich gesagt, wir haben uns im Bundesrat schon sehr stark dafür engagiert, dass die Kantone die notwendigen Kapazitäten haben. Ich kann Ihnen alles aufzeigen, was wir getan haben, um die Kantone aufzufordern, dies zu tun. Mit diesem Artikel werden wir für diese Seite nichts gewinnen. Dafür bringt der Artikel andere Probleme. Da geht es plötzlich auch um die Frage der finanziellen Unterstützung - das ist nicht geklärt. Der Artikel wird eine neue Diskussion darüber lancieren, ob sich der Bund an einer Erhöhung der Anzahl Plätze auf Intensivstationen vielleicht direkt mitbeteiligen muss. Ich kann Ihnen sagen, dass dies keine einfache Diskussion wäre. Wie viel geben wir, wie weit gehen wir? Wer zahlt, befiehlt, heisst es ja. Was bedeutet dies nun für die Führung des Spitalsystems?
Im Artikel geht es ausserdem um die Frage der Definition: "Er definiert in Absprache mit den Kantonen die erforderlichen Kapazitäten für die Behandlung der Patientinnen und Patienten und plant die Kapazitätsreserven ein [...]." Diese Definition detaillierter Punkte für die Spitalebene ist ein direkter Eingriff in die Kantonshoheit. Wie bereits gesagt, wir verfügen nicht über die Kenntnisse, die Informationen und die Statistiken, um das wirklich glaubwürdig tun zu können. Das ist eben der Punkt.
Noch einmal: Wir sind hier für die Minderheit Roduit. Die Frage, ob man es in Zukunft nicht anders regeln will, wenn es nicht funktioniert, ist berechtigt. Das ist unbestritten, man kann dann Bilanz ziehen und die Frage vertiefen. Dass man es aber jetzt, mitten in der Krise, einfach so im Covid-19-Gesetz ändert, wird uns nicht viel helfen. Das möchte ich nur gesagt haben.
Ich bitte Sie noch einmal, den Antrag der Minderheit zu unterstützen.
Rüegger Monika · Mit-F · Consiglio nazionale · Obvaldo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Herr Bundesrat, können Sie mir bestätigen, dass ab der Schlussabstimmung über den vorliegenden ständerätlichen Beschluss gilt, dass das Testen für alle zugänglich gemacht wird, in Testzentren, in Apotheken und bei Ärzten, und dass diese Tests gratis sind und es dafür ein Zertifikat gibt?
Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo
Frau Nationalrätin, ich gehe davon aus, dass es hier um den Artikel geht, zu dem es keine Differenz mehr gibt, nämlich um den Artikel zur Übernahme der Kosten für die Tests. Ich kann Ihre Frage so beantworten: Wenn dieser Artikel heute in Kraft wäre, würde das bedeuten, dass jede Person, die asymptomatisch ist, aber trotzdem einen Test machen will, um ein Zertifikat zu bekommen, diesen Test machen könnte. Dieser Test wäre gratis, und die Person würde auch im Fall, dass das Testergebnis negativ wäre, gratis ein Zertifikat bekommen. Ich hoffe, damit ist es klar.
Ich sage es noch mit anderen Worten: Ja, diese Bestimmung würde eine Rückkehr zur Situation erlauben, die in unserem Land Anfang August herrschte. Als sich damals eine Person ohne Symptome testen liess, bekam sie im Fall eines negativen Testresultats gratis ein Zertifikat.
Rechsteiner Thomas · Mit-M · Consiglio nazionale · Appenzello Interno · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Herr Bundesrat, es geht auch um Artikel 3, da es bei den Tests keine Differenz mehr gibt. Im Hinblick auf die Wintersaison möchte ich Sie fragen, wie es im Tourismus ist. Viele Gäste kommen jetzt aus dem Ausland zu uns und übernachten in einem Hotel. Erhalten diese Personen, wenn sie Symptome aufweisen, auch kostenfreie Tests?
Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo
Ich hoffe, ich habe die Frage richtig verstanden. Die Frage lautet: Ist es auch für Touristen offen, sich gratis testen zu lassen und ein Zertifikat zu bekommen? In der heutigen Situation, wenn dieser Artikel in Kraft wäre, wäre die Antwort: Ja.
Heer Alfred · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Geschätzter Herr Bundesrat, ich habe eine Frage zu Artikel 6 des Epidemiengesetzes. Ich zitiere aus Absatz 2: "Der Bundesrat kann nach Anhörung der Kantone folgende Massnahmen anordnen: [...] c. Ärztinnen, Ärzte und weitere Gesundheitsfachpersonen verpflichten, bei der Bekämpfung übertragbarer Krankheiten mitzuwirken [...]." Können Sie mir nach 21 Monaten Pandemie erklären, wieso der Bundesrat die Aufgaben, die ihm klar zugewiesen werden, nicht erfüllt hat?
Berset Alain · BR-M · Consiglio federale · Friburgo
Ich glaube, Ihnen antworten zu können, Herr Nationalrat. Das wird seit Anfang der Pandemie jede Stunde, jeden Tag gemacht. Es geht hier um die Kontakte zwischen BAG, Kantonsärzten und ärztlichen Kräften überall in der Schweiz. Diese Kontakte sind immer da, und es gibt diese Aufforderungen ständig. Oder habe ich an der Frage etwas falsch verstanden?
Hess Lorenz · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Die Kommission hat heute Morgen getagt und sich mit den verbleibenden Differenzen auseinandergesetzt. Vor der Behandlung des Geschäfts im Ständerat gab es noch vierzehn Differenzen. Unsere Kommission hatte sich noch mit fünf Differenzen zu beschäftigen. Ich komme zu den einzelnen Differenzen.
Die Frage der Offenlegung der Verträge wurde nochmals einlässlich diskutiert. Die Mehrheit ist definitiv der Meinung, dass es nicht zielführend - um nicht zu sagen: schädigend - wäre, wenn die Verträge offengelegt würden. Dies wäre auch dann der Fall, wenn die Verträge in modifizierter Form veröffentlicht würden. Eine Offenlegung würde die Verhandlungsposition des Bundesrates schwächen und möglicherweise auch Firmen davor abschrecken, überhaupt mit dem Bund in Verhandlung zu treten. Im Weiteren ist die Mehrheit der Meinung, dass die parlamentarische Kontrolle durch die Einsicht, die die GPDel und die FinDel haben, gewährleistet ist.
Die Frage der Erhebung von Impfdurchbrüchen wurde ebenfalls diskutiert. Die Mehrheit hat sich der Meinung angeschlossen, dass Aufwand und Ertrag in einem unguten Verhältnis stünden, wenn eine Administration aufgebaut würde, die am Schluss keinen wirklichen Nutzen brächte. Die Mehrheit liess sich überzeugen, dass Impfdurchbruch nicht gleich Impfdurchbruch ist und dass es eine hohe Zahl von sehr milden Durchbrüchen gibt, die gar nicht erfasst würden. Deshalb wäre die Zahl am Schluss nicht wirklich aussagekräftig. Die gesamte Aussagekraft einer solchen Übung wird von der Mehrheit angezweifelt.
Die Testfrage, die an sich bereinigt ist, hat sich auch geklärt. Die Kommission hat sich dafür entschieden, dem Ständerat zu folgen. Wenn Sie die Fahne vor sich haben, sehen Sie, dass die Tests mit der Formulierung des Ständerates immer noch gratis sind, der Bundesrat aber die Möglichkeit hat, Ausnahmen zu bestimmen. Diese betreffen, vereinfacht gesagt, Tests, die nicht wirklich indiziert sind, beispielsweise PCR-Tests, um ins Ausland zu gelangen, oder Schnelltests für den Eigengebrauch. Mit unserer alten Version - falls wir an dieser festgehalten hätten - hätten wir die doch immerhin spezielle Situation gehabt, dass wir noch mehr finanziert hätten, als dies vorher der Fall war. Hier gehen wir mit dem Beschluss des Ständerates wieder ein bisschen zurück und helfen damit natürlich auch, die Kosten in Grenzen zu halten.
Schliesslich komme ich zum vorhin in der Fragerunde auch wieder behandelten Artikel 3 Absatz 8. Mit 13 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen empfiehlt Ihnen die Kommission Festhalten. Auf der einen Seite gibt es die Argumentation, dass das kurzfristige Ändern der Spielregeln, und das noch befristet auf ein Jahr, wohl keinen grossen Nutzen erbringen würde. Auf der anderen Seite ist die Mehrheit der Meinung, dass diese verpflichtende Bestimmung, die den Bundesrat zwingt, bei den Kantonen direkt auch in die Planung einzugreifen, sehr wohl eine Wirkung entfachen würde, was die Kapazitäten der Spitäler, aber auch die Ausbildung von Personal betrifft.
Deshalb empfiehlt die Kommissionsmehrheit auch hier Festhalten.
Hurter Thomas · Mit-M · Consiglio nazionale · Sciaffusa · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Herr Kommissionssprecher, ich habe eine Frage. Hat die Kommission sich auch über die Inkraftsetzung unterhalten? Erst letztes Wochenende haben wir mit der verstärkten Teststrategie die Reisenden, die irgendwo im Ausland waren, mit einer Regelung vor den Kopf gestossen, die unmittelbar umgesetzt werden musste, obwohl die Tests gar nicht so schnell gemacht werden konnten. Diese Leute sind steckengeblieben. Hat die Kommission sich auch überlegt, dass dieses Gesetz für die Inkraftsetzung eben 48 Stunden benötigt und nicht so unmittelbar in Kraft gesetzt werden kann?
Hess Lorenz · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Nein, wir haben diese Frage insbesondere jetzt in der Differenzbereinigungsphase, in der wir uns befinden, nicht explizit behandelt. Vielleicht könnte die Frage, welches hier die Vorstellungen sind, an den Bundesrat gehen. Es war in der Kommission so kein Thema mehr.
Müller Leo · Mit-M · Consiglio nazionale · Lucerna · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Ich stelle eine Frage, die ich letztes Mal schon Herrn Bundesrat Berset gestellt habe. Ich meine die Frage nach der Rechtsgrundlage für die Gewinnrückführungen. Es geht ja darum, dass Unternehmen, die eine Unterstützung erhalten haben und dann Gewinne ausweisen, diese Unterstützung zurückführen müssen. Ich habe folgende Frage gestellt: Ist die Rechtsgrundlage für die Gewinnrückführung in drei, vier oder fünf Jahren noch vorhanden, wenn das Gesetz ausser Kraft gesetzt wird? Wurde diese Frage diskutiert? Wenn ja: Wie wurde sie beantwortet? Wenn nein: Wird das noch gemacht?
Hess Lorenz · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Ja, ich kann Ihnen bestätigen, dass dies damals ein Thema war, zumindest im Zeitpunkt, als Sie die Frage stellten. Ich mag mich auch erinnern, dass Sie die Frage gestellt haben. Aber genauso, wie die Frage damals an den Bundesrat ging, müsste ich sie auch hier wieder an den Bundesrat weiterleiten. Dies geschieht zumindest aus dem Grund, dass ich Ihnen bestätigen kann, dass das in der Kommission kein Thema mehr war, weder in der heutigen Runde der Differenzbereinigung noch in der vorherigen Runde.
Gugger Niklaus-Samuel · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Geschätzter Herr Kommissionssprecher, meine Frage ist ganz trivial und simpel. Als der Bund die Tests noch bezahlte, hat er 47 Franken an den Test bezahlt. Hat man sich Gedanken darüber gemacht, wie viel man jetzt bezahlt, da die Tests für 25 Franken erhältlich sind? Geht man wieder zurück auf die 47 Franken?
Hess Lorenz · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Geschätzter Kollege, wir haben in der vorletzten Runde, in der wir sehr intensiv über die Kosten diskutiert haben, auch über die mittlerweile nicht mehr so hohen Preise gesprochen. Die Preise waren aber in der damaligen Vorlage kein Thema und sind jetzt aktuell bei den Differenzen auch keines. Es gab auch keine Anträge zur Festlegung von Limiten. Deshalb wurde diese Frage in der jetzigen Differenzbereinigungsrunde so nicht behandelt.
Maillard Pierre-Yves · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo socialista
A l'occasion du deuxième passage de la révision de la loi Covid-19 dans notre conseil, nous pouvons constater que la commission et le Conseil des Etats se sont ralliés à la décision de notre conseil s'agissant des mesures de soutien économique. Donc nous avons ainsi une possibilité de continuer à soutenir les secteurs touchés durant toute l'année 2022 grâce aux décisions que nous avons prises. Nous faisons remarquer encore au Conseil fédéral que la question du plafonnement des aides une fois pour toutes et non pas annuellement pose un problème d'application pour que les décisions que nous avons prises puissent réellement avoir un effet en 2022, s'agissant pour le moins des cas de rigueur.
Pour un certain nombre d'autres points, la commission vous invite à vous rallier au Conseil des Etats. C'est le cas avec la décision du Conseil des Etats sur les tests à l'article 3 alinéa 6. Là, nous vous invitons à suivre le Conseil des Etats qui laisse la possibilité au Conseil fédéral de faire des exceptions au principe de la gratuité des tests.
Idem pour la publication des contrats à l'article 1a alinéa 1bis, où il y a une minorité Wasserfallen Flavia: la majorité vous invite à adhérer à la décision du Conseil des Etats qui considère que le droit en vigueur permet déjà de régler la question de la publication des contrats.
Troisièmement, en ce qui concerne la publication de données sur les infections post-vaccinales, à l'article 1a alinéa 1ter, la majorité de la commission s'est ralliée à la position du Conseil des Etats. Il y a une minorité Glarner sur laquelle vous aurez à vous prononcer.
Enfin, la majorité de la commission a maintenu la décision de notre conseil sur un point, c'est l'article 3 alinéa 8 pour lequel nous avions accepté, de manière très large, la proposition Matter Michel lors du premier débat. Nous avons eu un débat à ce sujet avec le Conseil fédéral ce matin.
La question n'est pas de demander au Conseil fédéral de prendre le contrôle des hôpitaux. Ce n'est pas davantage de lui demander de changer complètement l'approche quant à la répartition des compétences entre la Confédération et les cantons. Mais, si le critère pour savoir quand on sortira de cette crise, c'est de savoir si les hôpitaux continueront d'être saturés ou non, nous pouvons vous dire que nous sommes loin d'avoir une sortie de crise envisageable parce que les hôpitaux sont naturellement toujours pleins. C'est comme cela que le système de financement prévoit que les hôpitaux fonctionnent. Un hôpital doit avoir un taux d'occupation de ses unités d'environ 85 pour cent; en dessous de cela il a des problèmes de rentabilité.
Donc dans un contexte pareil, comment pouvons-nous gérer une pandémie qui, tous les trois mois, met sous pression les unités de soins intensifs? C'est absolument impossible! Soit tous les cantons décident enfin d'affecter aux soins intensifs et aux secteurs exposés une partie de leur personnel, acceptent de les payer même quand l'activité baisse pour les garder à disposition quand les vagues remontent, enfin prennent une décision dans ce sens, soit nous n'avons pas de chance de sortir de cette crise.
Il faut que ces choses-là soient enfin dites. Et, malheureusement, si seuls quelques cantons prennent les bonnes décisions, cela ne nous aide pas, parce qu'il suffit que d'autres cantons ne le fassent pas pour avoir, à coup sûr, en cas de vague, des problèmes de répartition des patients et des capacités.
Le Conseil fédéral a été invité par le Parlement, via des motions, à s'impliquer davantage, pas parce que nous pensons que c'est à nous de tout faire, mais parce que, malheureusement, il y a un besoin de coordination plus forte.
J'ajoute que le Conseil fédéral a déjà commis un acte d'ingérence très fort dans le système de santé lors de la première vague en interdisant les opérations électives non urgentes. Cela, c'est une ingérence maximale. Alors ici, il s'agit d'une ingérence bien plus légère qui consiste à se cordonner avec les cantons et à définir ce dont nous avons besoin.
Nous savons tous, dans la majorité de la commission, que ce n'est pas une solution pour les deux ou trois prochaines semaines, mais qu'il y a encore une bonne année devant nous d'application de la loi Covid-19. Dans les mois qui viennent, il faudra évidemment que ces questions soient réglées. C'est aussi un respect que nous devons au personnel parce que, dans le rapport de force qu'il y a entre les cantons et la Confédération, en ce moment ceux qui souffrent, ce sont les salariés qui sont au front, qui doivent chaque fois travailler en flux tendu et parce que, dans ces conditions, évidemment ils s'épuisent, ce qui nous pose d'immenses problèmes ensuite dans la restriction des activités.
Au nom du personnel et au regard de ses intérêts, nous invitons vraiment le Conseil fédéral à définir un certain nombre d'objectifs à atteindre par les cantons et, le cas échéant, à les contraindre, parce que c'est véritablement la solution pour une sortie durable de cette crise. Voilà pourquoi nous vous invitons à soutenir la majorité de la commission sur ce point et sur les autres points qui vous ont été soumis.
Votazione
Abs. 1bis - Al. 1bis
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit ... 105 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 87 Stimmen
(2 Enthaltungen)
Votazione
Abs. 1ter - Al. 1ter
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 109 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 73 Stimmen
(13 Enthaltungen)
Kälin Irène · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo dei Verdi
Art. 3
Antrag der Mehrheit
Abs. 5, 6
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 8
Festhalten
Antrag der Minderheit
(Roduit, Dobler, Hess Lorenz, Humbel, Lohr, Riniker, Sauter)
Abs. 8
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 3
Proposition de la majorité
Al. 5, 6
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 8
Maintenir
Proposition de la minorité
(Roduit, Dobler, Hess Lorenz, Humbel, Lohr, Riniker, Sauter)
Al. 8
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Votazione
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 136 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 57 Stimmen
(2 Enthaltungen)
Kälin Irène · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo dei Verdi
Art. 19 Abs. 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 19 al. 2
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté