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Tiri militari nelle vicinanze della riserva naturale della Grande Cariçaie. Adesso basta!
Fridez Pierre-Alain · Mit-M · Consiglio nazionale · Giura · Gruppo socialista
Aux abords immédiats de la Grande Cariçaie, une réserve naturelle d'importance nationale dont vient de parler notre collègue Hurni, les Forces aériennes effectuent régulièrement des tirs dans le lac de Neuchâtel. A ce jour, on estime que 5000 tonnes de munitions se sont accumulées au fond du lac. On prétend que, comme ces munitions ont été tirées et se sont progressivement enfouies dans la vase, cela ne devrait pas représenter de danger pour l'environnement. Des analyses d'échantillons d'eau sont effectuées sur le site et semblent ne pas montrer de problème.
Mais est-il réellement acceptable de continuer à bombarder à proximité de l'un des joyaux naturels de notre pays? Il s'agit d'une zone protégée au point que les propriétaires d'anciennes petites maisons sises au bord du lac, à quelques encablures de points d'impact, vont être expropriés pour rendre leur terrain à la nature sauvage afin de protéger nature et biodiversité.
Les mauvais choix en matière de dépôt d'agents divers, militaires ou toxiques, pullulent dans notre pays: munitions jetées à l'époque dans certains lacs, dépôt de munitions de Mitholz, dans la région jurassienne, la fameuse décharge de Bonfol, qui a dû être assainie à grands frais. Le principe de précaution s'est invité dans les réflexions et les prises de décision nécessaires des autorités depuis que l'on se préoccupe enfin de l'environnement, ce bien si précieux que nous avons hérité de nos parents et que nous sommes responsables de léguer dans le meilleur état possible à nos enfants. Nous savons que nous avons déjà failli dans cette mission.
Tirer des munitions dans un endroit si merveilleux, haut lieu de la biodiversité, paraît à l'évidence une aberration, et aucune justification même militaire ne devrait l'imposer. Par ailleurs, l'entraînement des tirs air-sol du bombardement a peu de justification dans un pays où l'aviation militaire est chargée de protéger et de surveiller l'espace aérien et non de bombarder le territoire, car nous ne sommes pas censés attaquer les pays voisins.
Le Conseil fédéral a proposé, le 19 mai 2021, le rejet de la motion considérant qu'il ne voyait aucune raison de cesser les tirs.
On apprenait dans une communication du DDPS, le 30 septembre 2021, que des échantillons d'eau et de sédiments prélevés fin mars 2021 sur le site n'avaient révélé aucune trace d'explosif, mais que des questions relatives notamment aux effets sur la flore et la faune ainsi que sur les sédiments restaient ouvertes et que des analyses supplémentaires étaient prévues afin de pouvoir tirer un bilan complet. Par ailleurs, le DDPS précisait que la conseillère fédérale Amherd avait chargé l'armée de reconsidérer la nécessité d'organiser des exercices de tir avec des avions de combat. Ces dernières phrases sont tirées du Teletext de RTS Un du 30 septembre 2021.
J'attends donc avec intérêt les explications du Conseil fédéral et vous invite d'ores et déjà à accepter cette motion.
Amherd Viola · BR-F · Consiglio federale · Vallese
Der Schiessplatz in Forel im Kanton Freiburg wird seit 1928 von der Luftwaffe für Übungen genutzt. Er ist einer der drei letzten Fliegerschiessplätze für das Luft-Boden-Schiessen. Heute finden in Forel an rund zehn Tagen pro Jahr Schiesstrainings statt. Seit einiger Zeit wird der Standort auch für andere militärische Übungen benutzt, insbesondere für das Überlebenstraining der Piloten im Wasser. Grundlage für die Schiessübungen in Forel ist eine Vereinbarung des VBS mit den Kantonen Freiburg, Neuenburg und Waadt von 1990. Der Schiessplatz ist zudem vom Bundesrat im Sachplan Militär definiert.
Seit Längerem wird in Forel nur noch Übungsmunition ohne Explosivstoffe eingesetzt. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Metallgeschosse. Bis in die 1950er-Jahre kam auch explosive Munition zum Einsatz. Deswegen muss trotzdem mit Blindgängern und Explosivstoffen gerechnet werden. Das VBS hat 2015 eine Analyse des Wassers in Forel durchgeführt. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die gemessenen Schwermetallgehalte unter den gesetzlichen Grenzwerten lagen. Zudem korrelierten sie mit den Werten von Referenzstandorten. Letztes Jahr hat mein Departement erneut Untersuchungen zur Wasserqualität durchgeführt und zusätzlich Sedimentproben analysiert. Ziel war es, das Gefährdungspotenzial durch die Munitionsrückstände zu beurteilen. Wie bereits 2015 haben wir die Untersuchungen vorgängig mit unseren Vertragspartnern, den Kantonen Freiburg, Neuenburg und Waadt, besprochen. Zudem waren dieses Mal auch das Bundesamt für Umwelt und die Naturschutzorganisationen Pro Natura und Association de la Grande Cariçaie involviert. Gemäss den Analyseresultaten wurden in den Wasser- und Sedimentproben keine Explosivstoffe nachgewiesen.
Bei den untersuchten Metallen befinden sich die Konzentrationen in einem ähnlichen Bereich wie die Werte aus den Proben von Referenzstandorten. Dieses Ergebnis ist erst einmal beruhigend. Es zeigt, dass kaum Schadstoffe aus der Munition freigesetzt wurden. Die detaillierten Untersuchungsergebnisse wurden im vergangenen September veröffentlicht. Zuvor haben wir sie wieder mit unseren Partnern diskutiert und gemeinsam das weitere Vorgehen beschlossen. Die Analyseresultate lassen keine vollständige Beurteilung nach der neuen Vollzugshilfe des Bundesamtes für Umwelt zu. Deshalb haben wir vereinbart, dass weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Nach dem heutigen Kenntnisstand geht von den Munitionsrückständen keine unmittelbare Gefährdung für den Neuenburgersee aus.
Ich habe jedoch Verständnis für das Anliegen des Motionärs. Es ist mit den heutigen Vorstellungen einer intakten Natur nur schwer vereinbar, wenn Munitionsrückstände gut sichtbar und nur wenig unterhalb der Seeoberfläche zurückgelassen werden. Der Umwelt- und Naturschutz ist mir ein besonderes Anliegen. Ich habe die Armee deshalb letzten September beauftragt, die Notwendigkeit des Schiesstrainings mit Kampfflugzeugen zu überprüfen und ein Konzept für die Räumung der Munitionsrückstände in Forel zu erarbeiten. Dieses soll aufzeigen, wie geräumt werden kann und welche zeitlichen, personellen und finanziellen Konsequenzen das hat. Das Konzept soll bis im Sommer 2022 vorliegen. Es ist eine der Grundlagen, um die nächsten Schritte zu beschliessen.
Die Motion verlangt, die Schiessübungen in Forel zum Schutz der Umwelt einzustellen. Aufgrund der aktuellen Untersuchungsergebnisse besteht dazu keine Notwendigkeit. Wie bereits ausgeführt, hat das VBS jedoch die nötigen Arbeiten eingeleitet, um den Bedarf für die Schiessübungen zu überprüfen und ein Konzept für eine allfällige Räumung der Munitionsrückstände zu entwickeln. Dem Anliegen der Motion, nämlich die Umwelt zu schützen, kommt das VBS somit bereits nach.
Aus diesen Gründen beantragt der Bundesrat die Ablehnung der Motion.
Votazione
Präsidentin (Kälin Irène, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 85 Stimmen
Dagegen ... 106 Stimmen
(1 Enthaltung)