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Kyoto-Protokoll. Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen

5897 · Amtliches Bulletin

Del 2 giu 2003

https://lexipedia.io/it/docs/ch/ab-bo-bu/5897/de/kyoto-protokoll-rahmenubereinkommen-der-vereinten-nationen-uber-klimaanderungen

Consultato il 5 set 2026

  1. Documenti
  2. Confederazione
  3. Bollettino ufficiale
Fonte

Oggetto parlamentare: Kyoto-Protokoll. Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (02.059)

02.059

Kyoto-Protokoll. Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen

Wyss Ursula · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Solange der Irrglaube vorherrschte, Klimakatastrophen könnten sich nur in der südlichen Sahara, im entfernten Australien oder in der Antarktis ereignen, schien es hier keinen dringlichen Handlungsbedarf zu geben. Doch nun häufen sich die Jahrhundertstürme und Jahrhundertüberflutungen auch bei uns in Jahrzehntabständen. Es hilft nichts, wir müssen es endlich einsehen: Gerade die europäischen Alpen sind am stärksten vom Klimawandel betroffen. Wollen wir unsere Alpenwelt schützen, müssen wir unseren Energiehunger zügeln. Als Antwort auf die weltweite Bedrohung hat die internationale Staatengemeinschaft anlässlich des Erdgipfels von 1992 in Rio de Janeiro das Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen und 1997 das Protokoll von Kyoto verabschiedet.

Christen Yves · P-M · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion

Je constate que certains d'entre vous aimeraient écouter, mais qu'ils n'en ont pas la possibilité. Je vous prie donc de diminuer le volume de vos conversations.

Wyss Ursula · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Merci, Monsieur le Président. Wie gesagt: Die internationale Staatengemeinschaft hat 1992 das Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen verabschiedet, 1997 das entsprechende Protokoll von Kyoto. Die Schweiz hat die Klimakonvention 1993 ratifiziert und das Kyoto-Protokoll 1998 unterschrieben. Mit der Ratifikation verpflichtet sich die Schweiz international, sie verpflichtet sich analog zur EU, die Treibhausgas-Emissionen im Verpflichtungszeitraum 2008 bis 2012 gegenüber 1990 um 8 Prozent zu senken. Dies wird in CO2-Äquivalenten gemessen und umfasst neben Kohlendioxid, das den Hauptanteil ausmacht, auch Methan, Lachgas und drei weitere Treibhausgase.

Im Jahr 1990 lagen die Schweizer Emissionen bei 53,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, das entspricht 0,3 Prozent des globalen CO2-Ausstosses. Bis jetzt hat die Schweiz noch keine Reduktion ihrer CO2-Emissionen erreicht - dies, obwohl die wichtigsten rechtlichen Grundlagen und Massnahmen für die Umsetzung des Kyoto-Protokolls vorhanden sind. Namentlich sind dies das CO2-Gesetz, das Energiegesetz und das dazugehörige Programm "Energie Schweiz" sowie weitere Massnahmen in der Verkehrs-, Landwirtschafts- und Forstwirtschaftspolitik. Für dieses internationale Protokoll sind die rechtlichen Grundlagen vorhanden - die Frage stellt sich, wie es mit der Umsetzung aussieht.

Das CO2-Gesetz sieht vor, dass die Emissionsreduktion in einem ersten Schritt durch freiwillige Massnahmen erreicht werden soll. Wir hören, dass diese bei der Wirtschaft gut angelaufen seien und dass das Bemühen gross sei. Dies freut uns, und wir wollen ihr auch nicht ins Handwerk pfuschen. Dennoch werden insbesondere im Verkehrsbereich die bisher getroffenen Massnahmen wie etwa die viel beachtete Einführung der Energie-Etikette für Personenwagen nicht ausreichen, um die erforderliche Reduktion zu erreichen. Auch im Gebäudebereich müssen die Anstrengungen massiv intensiviert werden; das Buwal hat es heute in seiner Umweltbilanz ebenfalls dargelegt. Vor allem müsste uns das Zu-Tode-Sparen des Programms "Energie Schweiz" aufschrecken: Hier, in der Umsetzung unserer Kyoto-Verpflichtungen, ist das Programm "Energie Schweiz" einer der Hauptpfeiler.

Die bürgerliche Seite hier im Saal wird es ungern hören, aber das CO2-Gesetz sieht nach wie vor die Möglichkeit der Einführung einer CO2-Abgabe ab 2004 vor. Je mehr Sie alle anderen Massnahmen verhindern - von der Umlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene bis zu "Energie Schweiz" und der Förderung erneuerbarer Energien -, desto wahrscheinlicher ist es, dass schlussendlich keine andere Möglichkeit als diese Abgabe zur Verfügung stehen wird. Die UREK hat auch die im Protokoll vorgesehene Möglichkeit der Senken diskutiert. Dabei handelt es sich in der Schweiz vorwiegend um die Aufnahme von Kohlenstoff durch den Wald. Ich will hier nicht weiter auf diese Möglichkeit der Anrechnung von Senken eingehen, da wir diese Massnahme bereits letztes Jahr im Rahmen einer SVP-Initiative diskutiert - und abgelehnt - haben und im Rahmen einer Motion der UREK später noch einmal darauf zurückkommen können.

Die UREK empfiehlt Ihnen ohne Gegenstimme - bei 6 Enthaltungen - die Ratifikation des Kyoto-Protokolls. Sie folgt dem Entwurf des Bundesrates und dem Entscheid des Erstrates.

Dupraz John · Nationalrat · Genf · Freisinnig-demokratische Fraktion

Dans sa séance du 24 février 2003, la commission a examiné le message relatif au Protocole de Kyoto à la Convention-cadre des Nations Unies sur les changements climatiques. L'objectif du protocole est de limiter les rejets de gaz à effet de serre. Il oblige les pays industrialisés à réduire leurs émissions des six gaz à effet de serre suivants: le dioxyde de carbone, le méthane, l'oxyde nitreux, les hydrofluorocarbones, les hydrocarbures perfluorés, l'hexafluorure de soufre. Les émissions du trafic aérien et maritime international ne sont pas incluses dans ce protocole.

Tout comme l'Union européenne, la Suisse doit abaisser ses émissions de 8 pour cent par rapport à leur niveau de 1990, entre 2008 et 2012. A ce propos, Mme Wyss, rapporteure de langue allemande, a apporté quelque précisions sur les mesures que le Conseil fédéral et les Conseils ont mises en place dans cet objectif.

En février de cette année, 104 pays avaient ratifié le protocole, dont 31 pays industrialisés. Le Protocole de Kyoto entrera en vigueur lorsqu'il aura été ratifié par 55 Etats parmi lesquels doivent figurer des pays industrialisés qui représentent au moins 55 pour cent de la totalité du dioxyde de carbone émis en 1990 par les pays industrialisés. Si la Russie ratifiait ce protocole, ce seuil serait immédiatement atteint.

Après une brève présentation du texte et de ses objectifs par les services de l'OFEFP en commission, la ratification ne faisait aucun doute. L'adhésion au projet du Conseil fédéral fut acquise, par 18 voix sans opposition et avec 6 abstentions.

En outre, pour remplir leurs engagements, les pays industrialisés peuvent déduire de leurs émissions les quantités de CO2 fixées par les puits de carbone résultant d'activités humaines depuis 1990, tout en ajoutant les émissions résultant de déboisements. Par 13 voix contre 11, la commission a adopté, par voie de motion, une proposition chargeant le Conseil fédéral de tenir compte des puits de CO2 visés par le Protocole de Kyoto (03.3012).

Par contre, la commission a rejeté, par 13 voix contre 12, une proposition de motion qui, dans la perspective de la ratification du Protocole de Kyoto, demandait au Conseil fédéral de renoncer aux coupes budgétaires et d'augmenter les ressources financières prévues.

Leuenberger Moritz · BR-M · Bundesrat · Zürich

Ich bin glücklich, dass sich die beiden "rapporteurs" mit grosser Vehemenz gegen den Lärmpegel dieses Rates durchsetzen konnten und Sie davon überzeugt haben, wie wichtig es ist, dieses Protokoll zu ratifizieren. Normalerweise bereite ich mich ja für meine Voten vor, während die Fraktionssprecher und die einzelnen Redner hier reden. Da das heute ausfällt, kann ich mich bequem meinen Vorrednern anschliessen; ich möchte Sie allerdings darauf hinweisen, dass Sie sich mit der Ratifikation dieses Protokolles vielleicht auch selbst ein wenig in Pflicht nehmen, nämlich dann, wenn es darum gehen wird, das bestehende CO2-Gesetz auch tatsächlich durchzusetzen, und wenn es darum gehen wird, das Programm "Energie Schweiz", welches ein wichtiger Bestandteil unserer CO2-Politik ist, nicht in seiner Substanz zu gefährden. Ich hoffe, diese Einstimmigkeit sei ein erster Schritt dafür, auch nachher konsequent für die Reduktion der CO2-Emissionen in unserem Land und in aller Welt einzustehen, wofür ich Ihnen sehr herzlich danke.

Beck Serge · Nationalrat · Waadt · Liberale Fraktion

Je regrette infiniment que vous n'ayez pas eu davantage de temps pour préparer votre argumentation. Je regrette surtout, finalement, que le Bureau n'ait pas choisi de classer ce débat si important en catégorie III. J'ai deux questions, deux demandes de précision en tous les cas.

La première concerne le commerce des prestations en matière d'absorption de CO2. J'aimerais savoir si ce commerce ne se fait qu'entre Etats ou s'il se fait également entre privés, parce que, dans le message, l'on parle de la possibilité pour le secteur privé d'acheter des "droits de polluer". Je n'ai pas trouvé d'éclaircissements dans l'exposé des rapporteurs et j'aimerais donc savoir si ce commerce est ouvert aux seuls Etats ou également au secteur privé, c'est-à-dire aux entreprises, pour offrir de l'absorption de CO2 ou pour acquérir la possibilité d'en produire.

Deuxième question: j'aimerais savoir si, dans le cadre de l'OMC, vous n'avez pas crainte d'un très fort handicap de concurrence entre les pays qui auront ratifié ce protocole et les pays qui ne l'auront pas ratifié, comme vraisemblablement les Etats-Unis, et quelle est l'appréciation du Conseil fédéral à ce sujet.

Leuenberger Moritz · BR-M · Bundesrat · Zürich

1. Was den Emissionshandel in der Schweiz, die Verknüpfung mit dem internationalen Emissionshandel, angeht, besteht diese Möglichkeit für Unternehmen, die sich im Rahmen des CO2-Gesetzes zur Reduktion ihrer betriebseigenen Emissionen verpflichten. Die Spielregeln sollen dann in einer Verordnung festgesetzt werden. Wir schätzen, dass diese Verordnung Ende Frühjahr 2004 in Kraft treten kann. Der Schweizer Emissionshandel wird eine Schnittstelle zum internationalen Emissionshandel unter Kyoto aufweisen, und auch die entsprechenden Arbeiten sind im Gang.

2. Zur zweiten Frage: Da teile ich im Prinzip Ihre Sorge. Andererseits ist ja gerade wegen dieser Gefahr eine prozentuale Klausel vorgesehen. Wenn also weniger als 55 Staaten, die total 55 Prozent der Emissionen der Industriestaaten auf sich vereinen, das Protokoll ratifizieren sollten, fiele es dahin. Ich weiss, das ist eine suboptimale Lösung. Wir sind besorgt, und wir haben unsere Besorgnis darüber, dass ausgerechnet eine führende Nation glaubt, sich hier ausklinken zu können, auch öffentlich immer wieder zum Ausdruck gebracht. Doch steht die Schweiz mit dieser Sorge nicht allein da, sondern teilt sie mit der ganzen Europäischen Union, und wer weiss - steter Tropfen höhlt den Stein -, vielleicht ändert sich auch einmal jenseits des Atlantiks die diesbezügliche Einstellung.

Fischer Ulrich · Nationalrat · Aargau · Freisinnig-demokratische Fraktion

Die Äusserung von Herrn Bundesrat Leuenberger gibt mir zu folgender Bemerkung Anlass: Der Gesamtbundesrat hat die Kürzung des Programmes "Energie Schweiz" vorgeschlagen. Wenn Herr Bundesrat Leuenberger nun hier vorbringt, dass man dieser Kürzung nicht zustimmen soll, dann widerspricht er ganz klar der Kollegialbehörde Bundesrat!

Leuenberger Moritz · BR-M · Bundesrat · Zürich

Lieber Herr Fischer, der Zorn soll Sie doch nicht dazu anhalten, nicht richtig zuzuhören! Ich habe nicht gesagt, man solle die Sparvorgabe nicht machen. Wir haben aber als Alternative zur Sparvorgabe eine Energieabgabe und Rationalisierungsmassnahmen im Energiebereich vorgeschlagen. Wenn Sie dem zustimmen, dann kann das Ziel von "Energie Schweiz" auch gerettet werden. Der Bundesrat hat diese Vorlage nun in die Vernehmlassung geschickt. Sie können, wenn Sie wollen, sparen. Wenn Sie auf der anderen Seite unseren Vorschlägen - "unseren" heisst immer: des Gesamtbundesrates, des kollegial, stets harmonisch zusammenstehenden Bundesrates - zustimmen, können Sie die Ziele von "Energie Schweiz" retten und sparen. Helfen Sie uns!

Christen Yves · P-M · Nationalrat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Bundesbeschluss betreffend das Protokoll von Kyoto vom 11. Dezember 1997 zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen

Arrêté fédéral concernant le Protocole de Kyoto du 11 décembre 1997 à la Convention-cadre des Nations Unies sur les changements climatiques

Detailberatung - Examen de détail

Titel und Ingress, Art. 1, 2

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Titre et préambule, art. 1, 2

Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Abstimmung

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes .... 130 Stimmen

Dagegen .... 7 Stimmen

Abschreibung - Classement

Antrag des Bundesrates

Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse

gemäss Brief an die eidgenössischen Räte

Proposition du Conseil fédéral

Classer les interventions parlementaires

selon lettre aux Chambres fédérales

Angenommen - Adopté