23.4313
Esaminare sanzioni contro Hamas
Rechsteiner Thomas · Mit-M · Consiglio nazionale · Appenzello Interno · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates hat am 9. und 10. Oktober 2023 über das Postulat, das wir heute diskutieren, beraten und stellt Ihnen den Antrag, dieses Postulat anzunehmen.
Es musste in der Kommission zur Kenntnis genommen werden, dass der damalige massive Angriff der Hamas auf Israel hinsichtlich Intensität, Ausmass und Vorgehen grosses Leid, Betroffenheit und auch Verurteilung ausgelöst hat. Der Zeitpunkt und die Brutalität des Angriffs waren selbst für die israelischen Sicherheitskräfte überraschend, obwohl Gaza zu einem der wohl am besten überwachten Gebiete der Welt gehört. Israel hatte den Kriegszustand ausgerufen und Reservisten mobilisiert.
Es braucht nicht lange ausgeführt zu werden, was tausendfacher Raketenbeschuss und tausendfache Ermordungen von Zivilisten bedeuten. Solche Aktionen müssen von langer Hand vorbereitet worden sein. Technische sowie finanzielle Mittel dürften dabei in grosser Menge in illegaler Weise beschafft worden sein, vermutlich auch via Schweiz.
Die Kommission nahm zur Kenntnis, dass das EDA umgehend aktiv geworden war. Das Krisenmanagementzentrum wurde aktiviert, um sich um die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in der Region zu kümmern.
Die Kommission hat weiter diskutiert, wie die Schweiz vorgehen soll, damit potenzielle finanzielle Aktivitäten der Hamas in der Schweiz unterbunden werden können. Da die Hamas noch nicht als terroristische Organisation galt, wurde einerseits die vorhergehende Motion angenommen und gleichzeitig ein Postulat diskutiert, um vom Bundesrat schnell einen umfassenden Bericht zu erhalten.
Das Postulat ist wichtig, weil es weiter geht als ein einziges Verbot. Es enthält nämlich fünf Aufträge:
1. eine klare Begründung, wie die Hamas verboten werden kann;
2. eine Darlegung der völkerrechtlichen und landesrechtlichen Möglichkeiten der Schweiz, eigenständige Sanktionen gegen die Hamas zu ergreifen;
3. die Sicherstellung, dass die Hamas nicht aus der Schweiz finanziell unterstützt wird bzw. das Schweizer Finanzsystem nutzt;
4. eine Berichterstattung darüber, in welcher Form die Schweiz sich bei den Vereinten Nationen, im UNO-Sicherheitsrat, umgehend dafür einsetzt, dass die Hamas als verbotene Gruppierung qualifiziert wird;
5. eine Erklärung des Bundesrates, welche Konsequenzen aus der Einstufung der Hamas als terroristische Organisation für die Schweiz resultieren, zum Beispiel im diplomatischen Verkehr, für die Schweiz als Vermittlerin oder in den Beziehungen zum Iran.
Das sind sowohl aussen- als auch innenpolitische Themen.
Nun, der Bundesrat begründet seine ablehnende Haltung zu diesem Postulat ja damit, dass er am 22. November dieses Jahres beschlossen hat, mit einem eigenständigen Gesetz ein Organisationsverbot gegen die Hamas zu erlassen. Er erachtet das Postulat damit als nicht notwendig.
Die Kommission hat in Kenntnis der Motion für ein Verbot der Hamas bewusst auch dieses Postulat eingereicht, damit die weiteren aussenpolitischen Aktivitäten zusätzlich gecheckt und ausgeschöpft werden müssen. Deshalb ist die Annahme sinnvoll und notwendig. Für all diejenigen hier im Saal, die gegenüber einer Annahme des Postulates kritisch eingestellt sind, erkläre ich - auch zuhanden der Materialien -, wie das weitere Vorgehen aussehen kann: Wenn der Rat das Postulat annimmt, kann die Sicherheitspolitische Kommission es dann im Rahmen der Behandlung des Erlassentwurfes zum Hamas-Verbot diskutieren; die beiden Geschäfte hängen zusammen. So werden die zusätzlichen Punkte des Postulates behandelt, und es besteht dann, sofern die Kommission das auch so sieht, die Möglichkeit, das Geschäft zur Abschreibung zu beantragen.
Abschliessend teile ich Ihnen mit, dass Ihnen die SiK-N das Postulat einstimmig, also mit 25 zu 0 Stimmen, zur Annahme empfiehlt.
Fivaz Fabien · Mit-M · Consiglio nazionale · Neuchâtel · Gruppo dei Verdi
Je reviens très brièvement sur ce second texte de la Commission de la politique de sécurité. Comme je l'ai dit dans ma prise de parole précédente, plusieurs voies ont été discutées en commission: l'interdiction pure et simple, que vous venez d'accepter à l'unanimité, et une application plus rapide et plus différenciée, en passant par des sanctions. C'est dans ce sens que la commission vous propose d'adopter un postulat qui vise à évaluer les possibilités de sanctionner le Hamas de manière autonome ou d'obtenir de telles sanctions ou une interdiction de l'organisation à l'ONU, ce qui permettrait ensuite à la Suisse de passer par l'article 74 de la loi sur le renseignement. C'est sur cette base que la Suisse interdit en particulier Al-Qaïda et l'Etat islamique.
Le postulat a pour but de demander au Conseil fédéral d'en exposer les conséquences pour la Suisse, en particulier du point de vue de la diplomatie et de la possibilité pour la Suisse de continuer à offrir ses bons offices et son rôle d'Etat hôte.
Le Conseil fédéral l'a dit en réponse à mon collègue Walder: il souhaite incorporer ces réflexions directement dans le message du Conseil fédéral relatif à la mise en oeuvre de la motion discutée précédemment. Pour la commission, toutefois, les deux textes sont complémentaires.
Nous vous proposons d'adopter ce postulat, que la commission a accepté par 25 voix.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Consiglio federale · Giura
Je serai brève. Effectivement, en considérant que le Conseil fédéral proposait l'acceptation des motions et que les motions ont été acceptées, il convient de considérer l'objet du postulat comme étant caduc, non pas au niveau des différents éléments, mais de son traitement.
Comme je l'ai mentionné tout à l'heure, le Conseil fédéral a donné comme mandat à l'administration d'élaborer une loi. Une loi n'est pas seulement un texte austère avec deux ou trois articles, c'est aussi un message qui accompagne la loi. Le message permettra de prendre en considération les différents éléments mentionnés dans le cadre du postulat. Je peux le dire, les travaux sont d'ores et déjà en cours. De plus, les deux Commissions de la politique de sécurité ont donc déposé des motions claires sur l'une des options, à savoir l'interdiction. On ne peut donc pas reprendre d'autres hypothèses comme les sanctions sans l'interdiction. Au vu de la clarté des décisions prises par les deux chambres, le Conseil fédéral propose de rejeter le postulat et de prendre en considération les éléments dans le cadre du message qu'il élaborera.
Hurter Thomas · Mit-M · Consiglio nazionale · Sciaffusa · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Ja, Frau Bundesrätin, dieses Postulat wurde zusammen mit der Motion 23.4329, "Die Terrororganisation Hamas verbieten", eingereicht. Die Idee dahinter war, etwas Druck auszuüben, damit Sie einen entsprechenden Vorschlag bringen. Nun hat der Bundesrat entschieden, die Hamas zu verbieten. Ist aus Ihrer Sicht das Postulat noch notwendig? Haben Sie das Gefühl, dass der Gesetzgebungsprozess verlängert würde, wenn wir am Postulat festhalten?
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Consiglio federale · Giura
Non, je ne pense pas que le processus sera ralenti, car il y a une volonté claire, dans le cadre du traitement de la motion, de donner la possibilité aux Chambres fédérales de se prononcer rapidement.
J'ai indiqué que les éléments contenus dans le postulat pourront tout à fait être pris en considération dans le message du Conseil fédéral qui accompagnera le projet de loi. J'estime que les deux démarches sont certes complémentaires, mais qu'elles ne peuvent être prises opportunément en considération que dans une seule démarche, à savoir la rédaction du message du Conseil fédéral relatif à la mise en oeuvre de la motion.
Nussbaumer Eric · P-M · Consiglio nazionale · Basilea-Campagna · Gruppo socialista
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Die Kommission beantragt, das Postulat anzunehmen. Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
Votazione
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 178 Stimmen
Dagegen ... 0 Stimmen
(0 Enthaltungen)