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Sensibilisierungskampagne und Aus- und Weiterbildung zum Thema "Umwelt und Gesundheit"

65355 · Amtliches Bulletin

Del 11 set 2024

https://lexipedia.io/it/docs/ch/ab-bo-bu/65355/de/sensibilisierungskampagne-und-aus-und-weiterbildung-zum-thema-umwelt-und-gesundheit

Consultato il 11 set 2026

  1. Documenti
  2. Confederazione
  3. Bollettino ufficiale
Fonte

Oggetto parlamentare: Campagna di sensibilizzazione, formazione e perfezionamento sul tema "ambiente e salute" (23.3198)

23.3198

Sensibilisierungskampagne und Aus- und Weiterbildung zum Thema "Umwelt und Gesundheit"

Prelicz-Huber Katharina · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion

Mit meiner Motion beantrage ich Ihnen, dass der Bund zusammen mit allen Akteuren und Akteurinnen des Gesundheitswesens - damit natürlich auch mit den Kantonen - eine Informationskampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung aufbaut. Auch soll ein Aus- und Weiterbildungsmodul für Fachpersonen über den Zusammenhang von Umwelt und Gesundheit bzw. Umwelt und Wohlbefinden entwickelt werden. Die Bevölkerung soll sich der gesundheitlichen Gefahren bewusst werden, wenn wir von Klimaerhitzung, Umweltverschmutzung und Abnahme der Biodiversität sprechen. Das Gesundheitspersonal soll über die Möglichkeiten Bescheid wissen, wie es einerseits vor Ort am Arbeitsplatz agieren kann und wie es andererseits Patienten und Patientinnen informieren kann.

Verschiedenste Studien belegen: Klimaerhitzung und Umweltverschmutzung haben fatale Folgen für die Gesundheit. Naturkatastrophen, Erdbeben, Tsunamis oder Bergstürze - die es bei uns auch gibt, bei den anderen Punkten in der Aufzählung hatten wir bislang noch etwas mehr Glück - machen die Erde teilweise unbewohnbar.

Immer mehr Hitzesommer und weniger Biodiversität gefährden einen Grossteil der Lebensmittelproduktion. Das wiederum hat sehr unmittelbare Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Ich habe es erwähnt: Verschiedenste Studien zeigen, dass die Klimaerhitzung, die Umweltverschmutzung und der Verlust der Biodiversität einige der grössten gesundheitlichen Bedrohungen überhaupt sind. Die Auswirkungen auf das Gesundheitswesen sind gross. Es sind Herausforderungen, die wir angehen müssen.

Es gab bei uns eine Übersterblichkeit aufgrund des Hitzesommers. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2019, mittlerweile sind auch schon neuere da, die dasselbe zeigen. Die Übersterblichkeit der Gesamtbevölkerung im Hitzesommer 2019 betrug 3,5 Prozent, bei Menschen über 85 Jahre waren es 6,8 Prozent. Das ist traurig.

Die Luftverschmutzung führt jährlich zu rund 2300 frühzeitigen Todesfällen, 12 000 Fällen von akuter Bronchitis bei Kindern, 2300 Fällen chronischer Bronchitis, 3,6 Millionen Tagen eingeschränkter Aktivität bei Erwachsenen. Die Kosten belaufen sich heute schon auf 7 Milliarden Franken jährlich.

Wenn die Temperaturen weiter steigen, beginnt beispielsweise die Pollensaison früher, sie dauert länger, möglicherweise sogar das ganze Jahr. Das heisst, für alle Allergiker und Allergikerinnen wird es eine sehr viel schwierigere Zeit werden. Die Zecken, die häufig verantwortlich für Borreliose und Hirnhautentzündungen sind, überleben noch besser.

Die Klimakrise führt leider auch zu verstärkter UV-Strahlung, die das Risiko für Hautkrebs und Grauen Star deutlich erhöht. Pestizidangereicherte Lebensmittel verstärken oder lösen Allergien aus. Das sind nur einige Beispiele, die den direkten Zusammenhang zwischen Umwelt und menschlicher Gesundheit aufzeigen. Es ist nötig, klarer aufzuzeigen, wie sich die Bevölkerung besser schützen und informieren kann, um z. B. gesünder einzukaufen.

Ich bitte Sie im Interesse unserer Bevölkerung also sehr: Helfen Sie dabei, aufzuzeigen, wo wir uns, falls möglich, gesünder verhalten und damit grosse Folgekosten einsparen können.

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura

Il est nécessaire et important d'améliorer et intensifier de manière générale l'information de la population et, plus particulièrement, des professionnels de la santé sur la relation entre santé et environnement. Le Conseil fédéral souligne également l'importance de cette sensibilisation de la population aux effets du changement climatique, mais aussi aux effets de la pollution ou encore du bruit sur la santé publique. Toutefois, le Conseil fédéral, bien qu'il considère que la motion traite d'un problème de société fondamental, est d'avis que la Confédération met déjà suffisamment d'informations à disposition pour ce travail de sensibilisation.

Je prends l'exemple de deux domaines, si vous le permettez. Premièrement, dans le domaine de la santé, il existe des portails en ligne sur les risques sanitaires liés aux fortes chaleurs, ou aux tiques, mais également aux risques liés aux pollens ou encore à la pollution de l'air. L'Office fédéral de la santé publique informe également régulièrement sur les effets de la chaleur et donne des recommandations concrètes sur les comportements à adopter pour mieux s'en protéger. Secondement, dans le domaine de la formation professionnelle, l'Office fédéral de l'environnement encourage l'acquisition de compétences environnementales, en collaboration avec les organisations du monde du travail. Dans le domaine de la formation, les hautes écoles spécialisées (HES) proposent des cours sur l'environnement, la durabilité et la santé. Dans le domaine de la formation professionnelle, des offres sont également proposées au travers de modules de formation et de formation continue destinés aux professionnels de la santé.

Vu ces différents exemples, le Conseil fédéral propose le rejet de la motion.

Abstimmung

Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 62 Stimmen

Dagegen ... 128 Stimmen

(0 Enthaltungen)