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Dopo 15 anni di concordato sulla pedagogia speciale ora bisogna cambiare rotta
Gafner Andreas · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Mit meiner Motion fordere ich den Bundesrat auf, der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren folgende Forderung zu stellen: Die obligatorische Vollintegration aller Kinder in die Regelklasse soll aufgehoben werden. Die Einzelfallintegration sowie die Wiedereinführung bewährter Förderklassen zum Wohle aller Kinder sollen geprüft werden.
Nach mehr als zehn Jahren Integration möglichst aller Schülerinnen und Schüler in die Regelklasse zeigt sich, dass der integrative Unterricht selten den erwünschten Nutzen für die Kinder mit besonderen Bedürfnissen bringt. Vielmehr wird die Integration aller Kinder in die Regelklasse oft als grosse Belastung empfunden. Das hehre Ziel der Inklusion ist gescheitert.
Viele Kinder mit Defiziten wären in kleinen Gruppen mit einer verständnisvollen Fachperson besser aufgehoben und könnten individueller gefördert werden. Für Kinder mit typischen Teilleistungsschwächen wie Legasthenie oder Dyskalkulie oder auch mit einer körperlichen Behinderung kann eine integrative Schulung, die sie unterstützt, nützlich sein, da sie in Kleinklassen oft unterfordert wären. Doch Kinder mit markanten Verhaltensauffälligkeiten müssten mindestens vorübergehend separat beschult werden können, da der Unterricht massiv gestört wird. Durch die grosse Unruhe im Klassenzimmer leidet die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit aller Kinder.
Die aktuelle Schulsituation ist für pflichtbewusste, engagierte Lehrpersonen äusserst unbefriedigend, da sie durch die Gesamtbelastung den wenigsten Kindern gerecht werden können. Durch all die Sondersettings und die damit verbundenen Absprachen ist es der Klassenlehrperson kaum mehr möglich, den eigentlichen Berufsauftrag zu erfüllen. Oft hat bis zur Hälfte der Klasse Stütz- oder Ergänzungsunterricht. Resultat: Gestandene Lehrpersonen fliehen in die Teilzeitarbeit oder verlassen ihren ursprünglich geliebten Beruf. Dies ist auch in Anbetracht des aktuellen Lehrermangels dramatisch.
Nur mit mehr Ressourcen den riesigen Herausforderungen begegnen zu können, ist ein Irrglaube. Dazu stehen auch zu wenig schulische Heilpädagogen zur Verfügung. Durch die Aufhebung der Pflicht, alle Kinder in die Regelklasse zu integrieren, würden die differenzierte Einzelfallintegration und die Wiedereinführung von Förderklassen ermöglicht. Von einer solchen Anpassung des Sonderpädagogik-Konkordats würden alle Kinder und Lehrpersonen profitieren, und zudem könnte so der Senkung des Schweizer Bildungsniveaus entgegengewirkt werden.
Ich danke Ihnen, wenn Sie meine Motion unterstützen.
Parmelin Guy · BR-M · Consiglio federale · Vaud
La pédagogie spécialisée permet de répondre aux besoins des enfants présentant des difficultés spécifiques ou des formes de handicap durant l'école obligatoire. Cette tâche revient aux cantons. Seize d'entre eux mettent en oeuvre leur concept cantonal dans le cadre d'un concordat auquel ils ont adhéré, à savoir l'accord intercantonal sur la collaboration dans le domaine de la pédagogie spécialisée. Ce concordat pose clairement le principe selon lequel les solutions intégratives sont préférées aux solutions séparatives. Ce principe est conforme à la loi sur l'égalité pour les handicapés (LHand), ainsi qu'à la Convention relative aux droits des personnes handicapées, à laquelle la Suisse a adhéré en 2014. Il reste que le principe de préférer les solutions intégratives n'est pas absolu. Il ne vaut que, je cite, "pour autant que cela soit possible et serve le bien de l'enfant ou de l'adolescent handicapé" - c'est ce que précise l'article 20 LHand.
Le concordat indique quant à lui que le principe des solutions intégratives se réalise dans le respect du bien-être et des possibilités de développement de l'enfant ou du jeune concerné et en tenant compte de l'environnement et de l'organisation scolaire. Il est prévu de tenir compte du principe de proportionnalité et des incidences sur certains aspects, comme les ressources impersonnelles, l'organisation horaire et matérielle de la classe ou encore d'éventuels problèmes techniques. Il s'agit effectivement d'éviter toute situation ingérable ou problématique pour un établissement scolaire. Les cantons disposent par ailleurs d'une liberté organisationnelle. Ils peuvent choisir de mettre en place des classes particulières à effectifs réduits dans des écoles ordinaires. Ils peuvent aussi reconnaître des écoles spécialisées qui sont "spécialistes" de certaines difficultés ou handicaps. Ainsi, dans ce domaine, qui relève pour l'essentiel de la compétence des cantons, les cantons sont les mieux placés pour adopter les mesures les mieux adaptées. C'est pourquoi il n'appartient pas au Conseil fédéral de formuler des exigences à la CDIP.
Pour ces raisons, logiquement, le Conseil fédéral vous propose de rejeter cette motion.
Votazione
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 66 Stimmen
Dagegen ... 116 Stimmen
(6 Enthaltungen)