24.3394
Consentire a entrambi i coniugi di dedurre fiscalmente i versamenti ai partiti
Riniker Maja · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo liberale radicale
Antrag der Mehrheit
Annahme der modifizierten Motion
Antrag der Minderheit
(Bregy, Aeschi Thomas, Amaudruz, Buffat, Burgherr, Hess Erich, Hübscher, Kamerzin, Müller Leo, Pamini, Ritter, Tuena)
Annahme der Motion
Proposition de la majorité
Adopter la motion modifiée
Proposition de la minorité
(Bregy, Aeschi Thomas, Amaudruz, Buffat, Burgherr, Hess Erich, Hübscher, Kamerzin, Müller Leo, Pamini, Ritter, Tuena)
Adopter la motion
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten.
Bendahan Samuel · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo socialista
Nous discutons aujourd'hui de la motion de la Commission de l'économie et des redevances du Conseil des Etats 24.3394, qui a pour objectif de changer le système par lequel les gens peuvent déduire les dons qu'ils font aux partis politiques.
Pour commencer, je me permettrai une remarque personnelle: si nous acceptions cette motion telle qu'elle est aujourd'hui sur la table, cela me permettrait - à moi, mais aussi à beaucoup d'autres personnes dans cette salle - de gagner jusqu'à 3000 francs par année. Dès lors, le fait que l'on vous propose de ne pas l'accepter telle quelle est la preuve que ce n'est pas toujours vrai que les politiciens et les politiciennes ne sont là que pour se servir eux-mêmes au sein de ce Parlement.
La commission a discuté de la question de l'égalité de traitement entre les couples mariés et les personnes célibataires et s'est demandé s'il est légitime que, lorsqu'il y a deux personnes dans un ménage, la déduction pour un ménage composé de deux personnes reste identique à celle d'un ménage composé d'une seule personne. Le constat commun était que cette inégalité de traitement n'était pas correcte. Toutefois, il y a une différence de vue entre la majorité de notre commission et la position exprimée dans la motion de la commission du Conseil des Etats. Ainsi, l'idée de traiter cette question en faisant une demande de mandat d'examen au gouvernement a été acceptée, par 20 voix contre 0 et 3 abstentions. L'idée serait donc de demander au gouvernement de nous faire une analyse de la situation, une analyse de l'impact, notamment en matière de coûts, et une évaluation des différentes possibilités qui pourraient être mises en place pour supprimer cette inégalité de traitement entre couples mariés et personnes seules dans le cadre des dons effectués à des partis politiques. D'ailleurs, nous notons au passage que l'imposition individuelle telle qu'elle a été acceptée par ce conseil serait une des façons de régler plus ou moins automatiquement le système. Ainsi, il y a eu un débat au sein de la commission pour savoir s'il fallait accepter la motion de la commission du Conseil des Etats, qui vise donc à réduire cette inégalité immédiatement, ou demander un mandat d'examen pour savoir s'il serait possible de le faire, par exemple, sans perte fiscale induite. Par 12 voix contre 11, votre commission vous propose de passer par un mandat d'examen, comme cela a d'ailleurs été accepté par le Conseil fédéral.
La minorité propose, par contre, de tout de suite déclarer qu'il est possible de déduire ce montant deux fois, s'il y a deux personnes dans le ménage, et ainsi, de permettre à chaque personne, chaque contribuable, de déduire la somme qui est prévue. Cela permettrait de supprimer l'inégalité entre les personnes, mais pourrait aussi avoir d'autres impacts, par exemple, le fait qu'une personne qui donne beaucoup puisse faire passer sur l'autre contribuable sa propre donation. Evidemment, cela ouvre des questions. La majorité de la commission a estimé nécessaire qu'elles soient éclaircies par la commission. La minorité estime, par contre, que l'inégalité est tellement criante, alors qu'on l'a supprimée dans d'autres cas, qu'il faut la résoudre immédiatement, avant d'en connaître les conséquences, et notamment les conséquences financières.
Par conséquent, la majorité de la commission vous invite à accepter la version modifiée du texte, qui demande de faire ce mandat d'examen et qui demande aussi d'examiner des solutions qui n'ont pas de répercussions fiscales. Ainsi, selon la majorité de la commission, il sera possible d'entrevoir des mesures en toute connaissance de cause, en connaissant les faits, mais aussi les conséquences sur les finances fédérales.
Walti Beat · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo liberale radicale
Diese Motion des Ständerates will eine Ungleichbehandlung zwischen Ehegatten und Konkubinatspaaren beseitigen. Eine solche besteht beim Thema Parteispendenabzug. Eine Parteispende kann steuerlich abgesetzt werden. Heute können Ehegatten nur einmal gemeinsam einen Betrag von 10 400 Franken absetzen, was sich dahin gehend ändern soll, dass jeder Ehegatte das tun kann. Der Abzug würde faktisch also verdoppelt.
Die Kommission war sich an ihrer Sitzung vom 7. Oktober, als dieses Geschäft besprochen und entschieden wurde, einig, dass der systemische Unterschied nicht gerechtfertigt ist und eigentlich beseitigt gehört. Nicht einheitlicher Meinung war die Kommission in der Frage, ob für diesen Entscheid die erforderlichen Grundlagen, insbesondere auch was die finanziellen Auswirkungen bezüglich Steuerausfälle angeht, bereits vorhanden sind oder nicht. Der Ständerat hat die Motion in der ursprünglichen Fassung sehr deutlich angenommen. Bereits in der ständerätlichen Diskussion wurde aber angetönt, dass diese Motion allenfalls in einen Prüfauftrag umgewandelt werden könnte, mit dem man dem Bundesrat den Auftrag gibt, zusammen mit den Kantonen die nötigen steuerstatistischen Grundlagen zu erarbeiten, um herauszufinden, was diese Verdoppelung des Steuerabzugs an finanziellen Auswirkungen mit sich bringen würde.
Für die Mehrheit Ihrer Kommission - eine knappe Mehrheit von 12 zu 11 Stimmen - ist das eine überzeugende Argumentation. Auch angesichts der klammen Kassen, die der Bund aktuell konstatiert, und der ungünstigen finanziellen Aussichten hält es die Kommissionsmehrheit für richtig, hier zuerst eine belastbare Faktenbasis zu schaffen und dem Bundesrat eben qua Motion diesen Auftrag zu erteilen. Der Bundesrat nimmt diesen Auftrag auch so entgegen. Für die Mehrheit Ihrer Kommission war auch der Umstand ein Argument, dass mit der allfälligen Einführung einer Individualbesteuerung von Ehegatten, die wir hier im Rat auch auf den Weg geschickt haben, das diagnostizierte Problem wegfallen würde und man das Geschäft eigentlich dann nicht mehr weiterverfolgen müsste.
In diesem Sinne empfehle ich Ihnen im Namen der Mehrheit der Kommission, dem geänderten Motionstext zuzustimmen und dem Bundesrat den Auftrag zu erteilen, vorab für die angedachte Änderung die notwendigen steuerstatistischen Grundlagen zu erheben und dann die weiteren Schritte zu präsentieren. Die Minderheit der Kommission ist der Meinung, das sei nicht nötig und es sei dringender, das Problem unmittelbar zu lösen. Ich nehme aber an, dass Sie dazu noch den Minderheitssprecher hören werden, und sicher werden Sie diese Information auch verarbeiten können.
Bregy Philipp Matthias · Mit-M · Consiglio nazionale · Vallese · Il Gruppo del Centro. Alleanza del Centro. PEV.
Die Formulierung des Ständerates ist simpel: Verheiratete Paare sollen bei Parteispenden nicht schlechtergestellt werden als Konkubinatspaare. Das Resultat im Ständerat war klar: 31 haben die Motion angenommen und nur 6 dagegen gestimmt, es gab 3 Enthaltungen.
Ihre Kommission für Wirtschaft und Abgaben hat nun diese Motion des Ständerates geprüft. Statt zu entscheiden und die Diskriminierung aufzuheben, hat sie entschieden, aus der Motion quasi ein Postulätchen zu machen. Statt diesen einfachen Schritt der Änderung zu gehen, will man nämlich zuerst eine Erhebung bei den Kantonen machen, um dann zu prüfen, wie man diese Ungerechtigkeit abschaffen könnte. Dabei hat der Ständerat die Lösung in seiner Fassung bereits klar und deutlich aufgezeigt. Denn die Forderung des Ständerates ist nicht nur simpel, sondern auch einfach und rasch umsetzbar, und das Resultat ist klar.
Interessant ist, dass die gleichen Kreise, welche bei der Individualbesteuerung wollen, dass Ehegattinnen und Ehegatten getrennt besteuert werden, hier diese Ungerechtigkeit nicht abschaffen wollen. Insbesondere die FDP, welche immer für Steuererleichterungen einsteht, wehrt sich hier konsequent gegen eine Steuersenkung. Das Vorgehen der Mehrheit der Kommission ist politisch motiviert. Statt die Situation der Ehegatten zu verbessern, sorgt man sich darum, die Chancen der Individualbesteuerung nicht zu verschlechtern.
Aus Sicht der Minderheit ist dies der falsche Ansatz und der falsche Weg. Aus diesem Grunde beantragt Ihnen eine grosse Minderheit, die Motion in der ursprünglichen Fassung des Ständerates anzunehmen und jetzt umzusetzen, statt noch lange abzuklären. Denn die Fakten sind klar: Ehegatten werden beim Parteispendenabzug heute benachteiligt. Mit der Motion des Ständerates könnte dies morgen bereits anders sein. Nehmen wir es an die Hand und entscheiden wir, statt noch lange abzuklären; gehen wir diesen Weg der Steuererleichterung.
Ich danke Ihnen, wenn Sie den Antrag der Minderheit unterstützen.
Keller-Sutter Karin · VPBR-F · Consiglio federale · San Gallo
Der Bundesrat ist auch der Meinung, dass dem geltenden Parteispendenabzug eine Benachteiligung verheirateter gegenüber unverheirateten Personen innewohnt. Das stellte der Bundesrat bereits 2009 im Rahmen der Beratung der parlamentarischen Initiative Reimann Maximilian 06.463 fest. Darum stellte er damals einen Eventualantrag, der einen maximalen Abzug in der Höhe von 4000 Franken für in ungetrennter Ehe lebende Steuerpflichtige respektive von 2000 Franken für die übrigen Steuerpflichtigen vorgesehen hätte. Die Bundesversammlung lehnte diesen Antrag aber ab und beschloss die nun geltende Ausgestaltung des Parteispendenabzugs. Es war also, wie gesagt, ein bewusster Entscheid des Gesetzgebers.
Gerne möchte ich auch nochmals festhalten, dass die Motion ursprünglich auf der Annahme beruhte, dass dies von der ESTV erst seit 2023 so gehandhabt werde, dass es sich also um eine Praxis handle, die die ESTV erst 2023 eingeführt habe. Das ist jedoch nicht korrekt. Vielmehr musste der Kanton Bern seine Praxis auf das Steuerjahr 2023 hin anpassen, weil er davor den Parteispendenabzug auch bei Ehepaaren pro Person zugelassen hatte und diese Praxis eben bundesrechtswidrig war.
Der Bundesrat teilt grundsätzlich das Anliegen der Motion. Allerdings verfügt die ESTV über keine Datengrundlage zum geltenden Parteispendenabzug. Darum kann der Bundesrat auch keine Angaben machen bezüglich möglicher Mindereinnahmen. Der Bundesrat möchte keine Erhöhung von Steuerabzügen umsetzen, ohne die finanziellen Auswirkungen zu kennen. Angesichts der aktuellen Finanzlage des Bundes wäre dies nicht opportun.
Ich möchte noch einen Hinweis zum Motionstext machen. Er ist so formuliert, dass das Anliegen rückwirkend auf das Steuerjahr 2023 umgesetzt werden müsste. Dies lehnt der Bundesrat ab. Auch die Debatte im Ständerat hat gezeigt, dass die WAK-S eigentlich gar keine Rückwirkung wollte. Das wäre also sicherlich auch anzupassen.
Ich beantrage Ihnen, der Mehrheit Ihrer Kommission zu folgen.
Riniker Maja · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo liberale radicale
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Die Mehrheit beantragt die Annahme der Motion gemäss ihrem Änderungsantrag in Ziffer 4 des Berichtes. Eine Minderheit Bregy beantragt, die Motion in der vom Ständerat beschlossenen Fassung anzunehmen.
Votazione
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 148 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 31 Stimmen
(1 Enthaltung)
Pamini Paolo · Mit-M · Consiglio nazionale · Ticino · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Im Namen der SVP-Fraktion beantrage ich Ihnen, auf die Abstimmung zurückzukommen. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. Uns ist ein Fehler passiert.
Riniker Maja · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo liberale radicale
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Wir stimmen über den Ordnungsantrag Pamini ab.
Votazione
Abstimmung - Vote
Für den Ordnungsantrag Pamini ... 183 Stimmen
Dagegen ... 5 Stimmen
(2 Enthaltungen)
Riniker Maja · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo liberale radicale
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Wir wiederholen also die Abstimmung.
Votazione
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 99 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 93 Stimmen
(0 Enthaltungen)