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Alternative allo stordimento con CO2. Attuare il mandato dell'USAV!
Riniker Maja · P-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo liberale radicale
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Das Postulat Schneider Meret wurde von Frau Kälin übernommen.
Kälin Irène · Mit-F · Consiglio nazionale · Argovia · Gruppo dei Verdi
Es fühlt sich etwas komisch an und, ich gebe es zu, vielleicht auch etwas falsch, wenn ich hier einen Vorstoss vertreten darf und muss, dessen Urheberin mittlerweile auch wieder da ist. Sie könnte ihre eigenen Forderungen wohl besser vertreten als ich, und sie hätte es auch verdient, die potenziellen Früchte ihrer Arbeit selber zu ernten. Offenbar ist das aber nicht möglich, und ein Rücktritt meinerseits aus dem Rat, nur damit das Postulat wieder an die ursprüngliche Urheberin zurückgehen kann, ist doch etwas zu viel des Guten, und so versuche ich mich hier als Erntehelferin.
Damit komme ich zum Inhalt. Was will das vorliegende Postulat Schneider Meret? Es will den Bundesrat einladen, zu prüfen, wie die Erkenntnisse und Resultate aus den 3R-Symposien, insbesondere aus dem Symposium von 2020 zur Erforschung von Alternativen zur CO2-Betäubung, in die weitere Förderung und Implementierung von humaneren Betäubungsmethoden einfliessen können. Konkret sollen dabei die nächsten Schritte in Bezug auf die Erforschung und Förderung von Alternativen zur CO2-Betäubung von Tieren sowie in Bezug auf die Strategie, wie die aktuellen Erkenntnisse in der Praxis umgesetzt werden könnten, aufgezeigt werden.
Im Tierschutzbericht des Bundes von 2021 ist zu lesen: "Das Vorgehen für eine 'fachgerechte' und damit angst- und schmerzfreie Tötung von Tieren ist gesetzlich geregelt. Die Methoden zur Betäubung und Tötung müssen neben Aspekten des Tierschutzes auch die Arbeitssicherheit und Wirtschaftlichkeit berücksichtigen. Eine der Methoden, die Begasung mit Kohlendioxid, wird weltweit bei sehr vielen Tieren angewendet und ist aus Sicht des Tierschutzes umstritten. Das BLV fördert deshalb die Suche nach schonenden Alternativen. [...] CO2 reizt die Luftwege, wenn es in hohen Konzentrationen eingeatmet wird, und löst bei den betroffenen Tieren sehr rasch Schmerzen, Atemnot und Angst aus. Die Bewusstlosigkeit tritt je nach Tierart erst nach mehreren Sekunden oder sogar erst nach Minuten ein. [...] Der Auftrag lautet somit: Überall, wo Tieren Schmerzen, Leiden und Ängste zugefügt werden, muss der Bund danach streben, diese Belastungen aufzuheben oder wenigstens zu vermindern. Beim Betäuben und Töten von Tieren im Rahmen der Lebensmittelgewinnung und der Forschung mit Tieren sieht sich das BLV besonders in der Pflicht. Deshalb wurde die Optimierung von Methoden zum Töten von Tieren - und somit die Suche nach Alternativen zu CO2 - zu einem Forschungsschwerpunkt im Bereich Tierschutz erklärt."
Diese Stossrichtung des Bundes ist sehr zu begrüssen. Aber auf der Website des Bundes und in den entsprechenden Forschungsberichten finden sich keine zusammenfassenden Resultate oder Forschungsergebnisse und auch keine Strategie, inwiefern beispielsweise Stickstoff, der in den vom Bund genannten Studien als schonende Alternative genannt wird, Eingang in die Praxis finden könnte. Auch wird nicht klar, was in Bezug auf die Förderung von Alternativen und die konkrete Implementierung - diese muss ja das Ziel sein - getan wird.
In seiner Antwort auf das vorliegende Postulat argumentiert der Bundesrat, dass im Jahr 2027 erste Ergebnisse aus Projekten des Nationalen Forschungsprogramms (NFP) 79, "Advancing 3R - Tiere, Forschung und Gesellschaft", publiziert werden. Das NFP 79 habe zum Ziel, die 3R in allen Bereichen zu fördern, und man wolle daher diese Ergebnisse abwarten. Das einzige Projekt im NFP 79, das sich mit der Tötung von Tieren befasst, lautet "Euthanasierung von Versuchstieren verbessern". Die Rücksprache mit den Forschenden hat ergeben, dass aber im Rahmen dieses Projekts keine Alternativen zur Tötung mit CO2 erforscht werden, weswegen es tatsächlich wenig Sinn ergibt, dessen Ergebnisse abzuwarten. Alternativen zur Tötung mit CO2 sind gar nicht Teil des Projekts.
Um also den selbst auferlegten Auftrag wahrzunehmen, wäre es wichtig und angezeigt, eine Strategie und konkrete Schritte festzulegen, wie Erkenntnisse Eingang in die Praxis finden, damit die Förderung von Alternativen auch umgesetzt werden kann und es nicht bei schönen Sätzen in der Tierschutzstrategie bleibt.
Es gilt, den eigenen Auftrag des BLV umzusetzen. Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Consiglio federale · Giura
Le postulat charge le Conseil fédéral de présenter dans un rapport sa stratégie en matière de recherche et de promotion des alternatives à l'étourdissement des animaux au CO2. Le Conseil fédéral propose de le rejeter.
Toutefois, il considère avec toute l'attention requise les enjeux qui se cachent derrière la question de l'étourdissement au CO2. C'est une obligation légale, mais également éthique, de traiter les animaux avec dignité et d'utiliser de meilleures méthodes, les méthodes alternatives, chaque fois que cela est possible. La Confédération soutient activement et financièrement la recherche en matière de bien-être animal. Depuis 1987, la Confédération soutient financièrement les démarches qui visent à substituer d'autres méthodes à l'expérimentation animale par le biais de la Fondation 3R, jusqu'en 2018, et, depuis, par l'intermédiaire du Centre de compétences 3R. En 2021, elle a lancé le programme national de recherche "Advancing 3R - Animaux, recherche et société" (PNR 79). Ce programme est destiné à accélérer de manière générale le développement de projets alternatifs pour réduire le plus possible les contraintes subies par les animaux. Il est doté de 20 millions de francs, et un de ses projets analyse les critères éthiques pour évaluer les méthodes d'euthanasie des animaux de laboratoire. L'évaluation finale des conclusions de ce PNR 79 devra être disponible à partir de fin 2028, et les résultats de ces recherches devront être pris en compte, le cas échéant, dans la législation et dans les directives relatives à l'expérimentation animale notamment, mais aussi - et c'est important - dans l'enseignement et la manière dont les animaux de laboratoire sont traités dans les élevages.
Parallèlement, l'Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires (OSAV) organise, depuis 2018, des symposiums consacrés à la recherche d'alternatives au CO2. Leurs résultats sont d'autant plus intéressants que cette méthode n'est pas seulement utilisée pour les animaux de laboratoire, mais aussi pour l'étourdissement des animaux avant l'abattage. Le dernier symposium a eu lieu récemment - en 2024 - et certaines pistes, sous un angle scientifique, sont prometteuses et pourront peut-être servir de base pour introduire à l'avenir des alternatives pertinentes. Par exemple, je pense à l'étourdissement des porcs à l'abattoir au moyen du gaz argon, qui est une méthode moins stressante pour ces animaux, mais qui n'est actuellement pas encore totalement au point. Il s'agira également de déterminer les coûts d'une telle méthode.
L'Université de Zurich travaille elle aussi depuis 2021, sur mandat de l'OSAV, sur la question de l'euthanasie des animaux. Des résultats sont attendus pour la période 2025-2026. L'OSAV soutient les travaux sur le terrain, rédige des fiches thématiques sur l'emploi, le traitement et la détention des animaux de laboratoire à l'attention des autorités d'exécution et des chercheurs et chercheuses et surveille que l'exécution soit uniforme. En conclusion, la recherche est lancée, les symposiums sont organisés, des résultats concrets nous seront remis.
Compte tenu de ce qui précède, le Conseil fédéral estime qu'un rapport supplémentaire n'est pas nécessaire, car il n'apporterait pas d'élément nouveau pertinent. Il invite donc à rejeter le postulat et à poursuivre toutes les démarches concrètes et pragmatiques pour améliorer la situation.
Votazione
Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 63 Stimmen
Dagegen ... 129 Stimmen
(0 Enthaltungen)