02.010
Loi contre le travail au noir
Rennwald Jean-Claude · Mit-M · Consiglio nazionale · Giura · Gruppo socialista
Le travail au noir est un fléau social dans la mesure où il contribue à faire pression sur les salaires et les conditions de travail, et où aussi il peut ruiner la vie de travailleurs qui sont victimes d'un accident et qui ne bénéficient d'aucune couverture sociale. Le travail au noir est de plus un fléau économique qui représente près de 10 pour cent du PIB du fait qu'il introduit une distorsion de concurrence en pénalisant les entreprises honnêtes au détriment de celles qui ne le sont pas. Enfin, le travail au noir est un fléau pour les collectivités publiques et les assurances sociales, car celles-ci se voient ainsi privées des recettes nécessaires à leur fonctionnement.
Grâce à la loi contre le travail au noir, nous pourrons dorénavant mieux combattre ce mal qui ronge les fondements mêmes de notre société. La loi contre le travail au noir sera ainsi un régulateur économique et social et le groupe socialiste vous recommande par conséquent de l'adopter.
Il vous demande aussi d'accepter cette loi parce que les mesures de lutte contre le travail au noir constituent pour lui un complément indispensable au renforcement des mesures d'accompagnement relatives à l'extension de l'accord sur la libre circulation des personnes. Autant dire qu'en acceptant la loi contre le travail au noir, vous donnerez un signal éminemment positif dans la perspective de la votation du 25 septembre prochain sur l'extension de la libre circulation des personnes, votation qui, on le sait, s'annonce difficile.
A l'inverse, en rejetant la loi contre le travail au noir, comme l'a récemment suggéré l'Union patronale suisse, le Parlement commettrait une erreur historique qui entacherait sa crédibilité, car la population du pays ne comprendrait pas que l'on reprenne d'une main ce que l'on a donné de l'autre. Les enjeux de ce vote final sont ainsi clairement posés. Dans quelques instants, le groupe socialiste prendra ses responsabilités en acceptant ce projet de loi: il souhaite ardemment que la majorité des membres du conseil en fasse de même, car aujourd'hui, en définitive, c'est une partie de l'avenir du pays qui est en jeu!
Häberli-Koller Brigitte · Mit-F · Consiglio nazionale · Turgovia · Gruppo popolare-democratico
Die CVP-Fraktion steht hinter dieser Vorlage, weil wir dieses Gesetz zur Kontrolle eines fairen Arbeitsmarktes brauchen. Gerade deswegen stellt es auch eine wichtige Ergänzung der flankierenden Massnahmen zu den Bilateralen dar. Das Gesetz ist in den parlamentarischen Beratungen wesentlich vereinfacht worden, wie es den Wünschen der Wirtschaft entsprach. Es beschränkt sich nun auf drei Kontrollen: erstens Ausländerbewilligung, zweitens AHV-Abzug und drittens Quellensteuerabzug. Diese drei Dinge, und nicht mehr, wollen wir, und zwar weil wir wollen, dass sich alle Arbeitnehmer an diese Regeln halten. Damit sollen Wettbewerbsverzerrungen sowie Preisdumping und damit die Marktverdrängung einheimischer Arbeitnehmer verhindert werden.
Gerade aus dieser Perspektive ist die Position der SVP unverständlich, da sie damit ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schützt und die Schweizer diskriminiert, dies insbesondere in den Bereichen Bau, Baunebenbetriebe, Tourismus, Hilfspersonal, Reinigungspersonal usw. Damit die Korrekthandelnden nicht die Dummen sind, braucht es zudem Regeln, welche die Leute bestrafen, die wiederholt und in gravierender Weise Missbräuche betrieben haben. Zu den wirksamen Sanktionen gehört auch, dass staatliche Mittel - Subventionen, Steuern - nicht noch denen zufallen, die ihrerseits den Staat um Steuern betrogen haben. Dies ist nicht mehr denn logisch und fair.
Schliesslich gilt es noch festzuhalten, dass während den ganzen Beratungen zum Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit Gespräche und ein intensiver Gedankenaustausch mit dem Arbeitgeberverband, den Arbeitnehmerverbänden und dem Gewerbeverband stattgefunden haben. Mehrheitlich wurde das Ergebnis der parlamentarischen Debatten dann auch positiv beurteilt. Mit vielen Vertretern der Wirtschaft sind wir deswegen der Meinung, dass dieses Gesetz nicht wirtschaftsfeindlich ist, sondern im Gegenteil wichtige Regeln für einen fairen Wettbewerb aufstellt.
Wir brauchen und wollen dieses Gesetz jetzt. Ich rufe Sie dazu auf, heute das richtige Zeichen zu setzen und der Vorlage zuzustimmen.
Leuenberger Ueli · Mit-M · Consiglio nazionale · Ginevra · Gruppo dei Verdi
La loi contre le travail au noir est nécessaire et le groupe des Verts va la voter. Elle répond à la nécessité de lutter contre le travail au noir, qui prive la collectivité de milliards de francs d'impôts et de cotisations sociales. Dans le contexte actuel de la libre circulation des personnes, elle est également nécessaire pour éviter les sous-enchères sur les conditions de travail dans notre pays. Nous tenons à rappeler que le travail au noir est à 95 pour cent le fait de citoyens suisses ou d'étrangers légalement établis dans notre pays. Il n'y a donc pas lieu d'ouvrir la chasse aux travailleurs sans papiers légaux.
Le groupe des Verts regrette vivement que notre Parlement n'ait toujours pas la clairvoyance et le courage nécessaires pour mettre fin à une des injustices et hypocrisies les plus criantes dans notre pays. Je parle ici des milliers de femmes et d'hommes sans autorisation de travail et de séjour, qui ont besoin de notre soutien et pour lesquels la seule solution consiste en une régularisation de leur situation.
La pesée des intérêts incite le groupe des Verts à voter quand même cette loi, tout en insistant sur la nécessité de l'améliorer très rapidement.
Wandfluh Hansruedi · Mit-M · Consiglio nazionale · Berna · Gruppo dell'Unione democratica di Centro
Schwarzarbeit ist volkswirtschaftlich schädlich, Schwarzarbeit verzerrt den Wettbewerb, Schwarzarbeit muss bekämpft werden. Am besten würden wir das Problem an der Wurzel packen, bei den Steuern und Abgaben, bei den komplizierten administrativen Abläufen. Wir haben uns keine Illusionen gemacht, dass wir mit dem neuen Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit die Steuern und Abgaben senken können. Wir sind aber davon ausgegangen, dass es gelingen wird, die Administration zu vereinfachen in Branchen, in denen Schwarzarbeit leider vorkommt, in Branchen, bei Betrieben, die ein oder zwei festangestellte Personen haben und daneben nach Bedarf zusätzliche Personen beiziehen. Es ist uns leider nicht gelungen, dies hier im Parlament durchzubringen. Wir haben mit dem Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit ein Gesetz zur Durchsetzung der heutigen Normen geschaffen. Es ist schon heute so, dass Schwarzarbeit strafbar ist. Es ist schon heute so, dass Schwarzarbeit bekämpft wird. Es ist heute so, dass beispielsweise Baustellenkontrollen durchgeführt werden - und das effizient - und dass Übeltäter überführt und strafrechtlichen Massnahmen zugeführt werden. Das haben wir heute. Die Strafen, die da ausgesprochen werden, können wir auch noch verschärfen. Aber was wir gemacht haben, ist ein Putzfrauengesetz, verbunden mit einer Verschärfung der Repressionen und einer Aufblähung des Kontrollapparates. Wir bezweifeln auch die Wirkung dieses Gesetzes. Dieses Gesetz, wie es jetzt daherkommt, wird weitgehend wirkungslos sein.
Wir, die SVP-Fraktion, sind gegen Schwarzarbeit, aber wir sind auch gegen wirkungslose Gesetze. Deshalb werden wir das Gesetz ablehnen.
Gutzwiller Felix · Mit-M · Consiglio nazionale · Zurigo · Gruppo liberale-radicale
Ich möchte die Sachlage, wie wir sie sehen, nochmals ganz ruhig und nüchtern präsentieren. Schwarzarbeit ist in der Schweiz verboten. Schwarzarbeit könnte eigentlich - Kollege Wandfluh hat es gesagt - mit den bestehenden Gesetzen wirksam bekämpft werden. Trotzdem haben wir Schwarzarbeit, die 40 Milliarden Schweizer Franken entspricht. Schwarzarbeit ist verboten, Schwarzarbeit richtet einen grossen wirtschaftlichen Schaden an. Die staatlichen Instanzen agieren nach unserer Einschätzung nicht hinreichend. Deshalb wollten wir zusätzlich handeln. Wir wollten handeln, weil wir den Rechtsstaat durchsetzen wollen. Das hat nichts mit Bürokratie zu tun, das hat mit Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu tun. Diese Rahmenbedingungen müssen günstig sein. Selbstverständlich gehören tiefe Steuern dazu, aber es gehört eben auch ein effizienter und funktionierender Rechtsstaat dazu. Deshalb kämpfen wir für Rahmenbedingungen nicht nur auf steuerlicher Ebene, sondern eben auch bezüglich eines funktionierenden Rechtsstaates.
Das Gesetz, über das wir jetzt abstimmen, will Folgendes: Es zwingt die staatlichen Instanzen zur Zusammenarbeit, zum Datenaustausch, es sieht Sanktionen vor, welche dank ihrer Härte präventive Wirkung entfalten sollen. Ohne Zweifel kann ein Gesetz immer auch noch verbessert werden. Nicht alle in unserer Fraktion stimmen mit dem ganzen Herzen, aber die allermeisten mit dem Kopf diesem Gesetz zu. Die ursprüngliche Vorlage - auch das darf man sagen - ist im Zweitrat deutlich "verschlankt" worden. Es ist ein Gesetz geworden, welches zusätzliche Effizienz im Kampf gegen die Schwarzarbeit verspricht. Es ist ein Gesetz, welches es auch den Kantonen erlaubt, gezielt und mit eigenen Massnahmen gegen Schwarzarbeit vorzugehen.
Ich bitte Sie, dieses Gesetz zu unterstützen.
Zisyadis Josef · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Non iscritto
"A gauche toute!" ne votera pas cette loi. Nous préférons la cohérence aux bricolages qui ont été mis en place. Pour nous, les choses sont claires: tant qu'il n'y aura pas de régularisation des 100 000 travailleurs sans papiers dans ce pays, toute loi concernant la lutte contre le travail au noir sera inopérante. C'est une fois de plus la partie la plus faible - c'est-à-dire ceux qui vivent depuis des années chez nous, "sous" cette hypocrisie, travaillent et font la richesse de ce pays - qui va être touchée par la mise en place de cette nouvelle loi contre le travail au noir.
Dès lors, nous vous appelons à ne pas voter cette loi.
Beck Serge · Mit-M · Consiglio nazionale · Vaud · Gruppo radicale liberale
Les mesures de lutte contre le travail au noir sont indispensables pour la cohésion et la cohérence de notre Etat, dans ses dimensions tant sociales qu'économiques. Ces mesures visent - il convient de le rappeler - tant à la protection des travailleurs qu'à celle des entrepreneurs face à la concurrence déloyale; et nous pouvons voir chez certains de nos voisins qui sont quasiment ruinés les résultats de cette économie parallèle.
Malheureusement, la majorité qui en a décidé ainsi au Parlement a dérapé à deux reprises. D'une part, en ce qui concerne l'agriculture et les suspensions de paiements directs: on aurait dû et on doit sanctionner les agriculteurs selon une méthode normale et ordinaire, avec des amendes - si fortes soient-elles -, et pas par la suppression de paiements directs. D'autre part, et plus encore, cette même majorité a dérapé lorsqu'elle a instauré la punition collective qu'est pour certaines entreprises fautives l'exclusion des marchés publics. Ces sanctions pousseront vers le chômage des travailleurs des entreprises écartées, plutôt que de sanctionner pénalement et administrativement le plus lourdement possible les personnes responsables de ces entreprises, qui ont pris la décision de s'engager dans l'économie parallèle et dans le travail au noir.
Pour ces raisons, je ne pourrai voter cette loi.
Votazione
Bundesgesetz über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit
Loi fédérale concernant des mesures en matière de lutte contre le travail au noir
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Entwurfes .... 121 Stimmen
Dagegen .... 48 Stimmen