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Für fairere Kinderzulagen. Volksinitiative

9291 · Amtliches Bulletin

Del 14 giu 2005

https://lexipedia.io/it/docs/ch/ab-bo-bu/9291/de/fur-fairere-kinderzulagen-volksinitiative

Consultato il 11 set 2026

  1. Documenti
  2. Confederazione
  3. Bollettino ufficiale
Fonte

Oggetto parlamentare: Più giusti assegni per i figli. Iniziativa popolare (04.016)

04.016

Für fairere Kinderzulagen. Volksinitiative

Fetz Anita · Mit-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion

Auch ich bitte Sie, den Antrag Jenny abzulehnen und der Fristverlängerung um ein Jahr zuzustimmen. Nachdem Kollege Jenny und Kollege Kuprecht hier den Teufel an die Wand gemalt haben, bitte ich Sie, nun wieder auf den Boden der Realpolitik zu kommen. Diese sieht so aus, dass im Moment Ihre SGK einen Gegenvorschlag zur Initiative erarbeitet; das ist ein ururalter Auftrag einer parlamentarischen Initiative aus dem Jahre 1992. Es geht darum, die Kinderzulagen in der Schweiz zu harmonisieren, damit nicht jeder Kanton in diesem Bereich eine andere Politik macht, und sie auch auf ein modernes Niveau zu heben. Im Moment steht zur Diskussion: 200 Franken. Unser Schwesterrat, der Nationalrat, hat diesem Betrag schon zugestimmt.

Ich bitte Sie, doch auch daran zu denken, dass alle Parteien jeweils das Loblied zur Förderung der Familie singen; insbesondere im letzten Wahlkampf war das eine der Hauptauseinandersetzungen. Wir alle gelobten, in Bezug auf die Familienförderung mehr zu unternehmen.

Für die Fristverlängerung ist auch das demokratische Vorgehen ein wichtiger Grund. Das Volk soll nämlich um beide Varianten wissen; es soll entscheiden können, für welche der Varianten es ist, entweder für die Variante der Initiative, die um einiges höher liegt, oder für die Variante, die hoffentlich beide Kammern des Parlaments vorschlagen werden.

Es ist übrigens ein wichtiges Anliegen der Initiative, hier auch Druck zu machen. Dass Druck nötig ist, zeigt ja die unendliche Geschichte der parlamentarischen Initiative Fankhauser, die jetzt mehr als 13 Jahre alt ist, die in den Schubladen gelegen hat. Es brauchte offenbar den Druck dieser Initiative.

Übrigens gehört es auch zu den demokratischen Gepflogenheiten eines Parlamentes, auf Volksinitiativen nicht nur mit schroffer Ablehnung zu reagieren, sondern sich auch ein paar Gedanken darüber zu machen, welche inhaltlichen Forderungen gerechtfertigt sind. Sie sind in diesem Bereich, auf dem moderaten Niveau der angepeilten 200 und 250 Franken, mehr als gerechtfertigt.

In diesem Sinne bitte ich Sie, der Fristverlängerung zuzustimmen und den Antrag Jenny abzulehnen. Ihre Munition, Herr Jenny und Herr Kuprecht, können Sie ja dann im Abstimmungskampf verschiessen; es ist im Moment noch nicht nötig.

Langenberger Christiane · Mit-F · Ständerat · Waadt · Freisinnig-demokratische Fraktion

J'aimerais simplement relever que je n'ai pas peur de cette initiative populaire. Je crois qu'elle dépasse tellement les limites de ce que l'on attend d'un projet qu'elle sera largement rejetée par la population.

Néanmoins, je trouve aussi plus honnête et normal dans notre débat démocratique de pouvoir lui opposer un contre-projet. Cela même si je ne suis pas forcément prête, dans l'état actuel de nos discussions dans la commission du Conseil des Etats, à soutenir le contre-projet tel qu'il a été formulé au Conseil national.

Je pense que là aussi, il y a encore moyen de discuter des montants à disposition. Le coût tel qu'il est évoqué actuellement - c'est-à-dire quelque 700 millions de francs pour nos entreprises et 200 millions pour les cantons - est important. Dans l'état actuel des débats, je ne suis pas en mesure de dire si je pourrai l'approuver. Mais enfin, nous sommes au tout début de la discussion au niveau de notre commission. J'espère que nous trouverons une solution qui soit supportable pour l'économie et les cantons.

Je relève que dans le cadre de nos premiers débats, nous n'avons entendu que des personnes soutenant le contre-projet du Conseil national et que les milieux économiques n'étaient pas représentés. Je trouve fort dommage que nous n'ayons pas pu discuter ouvertement avec les milieux économiques des possibilités qui seraient ouvertes et supportables pour eux, et j'espère que nous pourrons encore entendre des représentants de ces milieux.

Kuprecht Alex · Mit-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Gestatten Sie mir eine Antwort zu Kollege Stähelin. Im Grundsatz sind wir uns einig, dass diese Initiative vor dem Volk keine Chance haben wird. Wir unterscheiden uns hingegen in dem Punkt, als Sie mit dem Gegenvorschlag taktieren und ich der Meinung bin, dass auch 400 Millionen Franken, die wahrscheinlich die parlamentarische Initiative auslösen wird, kaum verkraftbar sind. Ich erinnere daran, dass wir praktisch keine einzige Sozialversicherungseinrichtung haben, die zurzeit eine ausgeglichene Rechnung aufweist. Ich verstehe, dass Sie aus Ihrer Sicht - als CVP-Mitglied - natürlich ein bisschen dafür sprechen werden. Im Übrigen ist es nicht so ganz ohne, wenn Initiativen ohne Gegenvorschlag unterbreitet werden. Das haben wir schon mehrmals erlebt und werden es wahrscheinlich noch mehrmals erleben.

Zu Frau Fetz: Harmonisierung hat immer die Tendenz, dass diese Beträge später tendenziell höher und nicht tiefer werden. Bei einem Betrag von 200 Franken haben wir nach wie vor das Problem, dass sich dieser Betrag eigentlich nicht am Bedarf orientiert, was ja Sozialleistungen eigentlich grundsätzlich zu tun hätten. Es könnte durchaus sein, dass ein Familienvater mit tiefem Einkommen eher den Anspruch auf eine höhere Entschädigung erheben sollte und derjenige mit hohem Einkommen auf eine tiefere: Das wäre wahrscheinlich eine Lösung in die richtige Richtung; sie würde sich am Bedarf orientieren.

Ich bin nicht für Taktieren. Ich bin dafür, dass man den Bürgern klaren Wein einschenkt. Man kann das eine tun, und das andere - sprich: die Ausarbeitung der parlamentarischen Initiative als Gegenvorschlag - nicht lassen.

Stähelin Philipp · Mit-M · Ständerat · Thurgau · Christlichdemokratische Fraktion

Sehr kurz: Lieber Herr Kollege Kuprecht, lassen wir die Parteipolitik in diesem Rat auf der Seite. Aber der Vorwurf der Taktiererei geht nun wirklich fehl, wenn wir über eine parlamentarische Initiative beraten, welche nun seit sieben Jahren in Behandlung steht. Die muss auch einmal zu Ende geführt werden. Nur das wollte ich zum Ausdruck bringen.

Couchepin Pascal · BR-M · Bundesrat · Wallis

Messieurs Jenny et Kuprecht ont mené une discussion de fond sur l'initiative elle-même. Ils savent comme nous que ce n'est pas de ça qu'il s'agit, mais simplement de savoir si on veut prolonger de quelques mois la procédure.

Les avantages sont plus grands que les désavantages. Quels désavantages y a-t-il à prolonger de quelques mois le délai imparti pour traiter l'initiative populaire? Il n'y a rien qui presse de prendre une décision, il y a longtemps qu'on en parle. Alors, comme l'a dit quelqu'un, si au moins on connaît le contre-projet indirect, on peut savoir ce qui va se passer dans ce domaine. Je crois que refuser la prolongation du délai, c'est un petit peu livrer un combat de principe.

Je voudrais quand même dire à Monsieur Kuprecht, quand il parle de 400 millions de francs comme d'un chiffre absolument insupportable si le projet issu de l'initiative parlementaire Fankhauser était accepté sous la forme proposée par le Conseil national: on a par an environ 200 milliards de francs de salaires qui sont distribués en Suisse. On peut estimer de 1 à 1,5 pour cent par an l'augmentation nominale de la masse salariale: cela fait 3 milliards de francs supplémentaires par an. 400 millions, par rapport à 3 milliards de francs d'augmentation de la masse salariale par an, c'est important, mais ce n'est pas décisif; et il ne faut pas faire de cette initiative quelque chose qui risquerait de mettre en péril l'économie. Les ordres de grandeur montrent bien qu'il ne s'agit pas d'une décision absolument dramatique pour l'économie.

Mais on en parlera plus tard; aujourd'hui, il s'agit de savoir si on est d'accord de prolonger d'une année le délai de traitement de l'initiative populaire.

Avec votre commission, avec le Conseil national, je vous invite à le faire et à ne pas mener un combat de principe là où ce n'est pas nécessaire.

Büttiker Rolf · 1VP-M · Ständerat · Solothurn · Freisinnig-demokratische Fraktion

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Kommission .... 26 Stimmen

Für den Antrag Jenny .... 9 Stimmen