16.022

Coopération internationale 2017-2020. Continuation

Intervention de procédure

BO 2016 N 784Proposition de la minorité I

(Schneider-Schneiter, Chiesa, Estermann, Köppel, Nidegger, Pfister Gerhard, Reimann Maximilian, Riklin Kathy, Stamm, Vogt)

Renvoyer les projets 1 à 5 au Conseil fédéral avec les mandats suivants:

1. Compte tenu du crédit global proposé par le Conseil fédéral, le message doit se focaliser sur les défis majeurs de ces prochaines années, à savoir: l'aide en cas de catastrophe, les risques de pauvreté, les migrations et la sécurité internationale.

2. Le message doit comporter des objectifs d'effets quantifiés concrets (sur le modèle de ce qui a été fait au chap. 4 SECO). Ces objectifs d'effets doivent se concentrer sur des points prioritaires.

3. Les pays et régions prioritaires tels qu'ils ont été définis doivent être examinés et être motivés. Les mandats figurant dans le message doivent être davantage axés sur des priorités d'ordre migratoire. En outre, il y a lieu d'examiner quelles autres dépenses liées à la gestion des vagues migratoires par la Suisse pourraient être imputées à la coopération au développement.

4. Le message doit montrer les conditionnalités qui peuvent être imposées dans le cadre de la coopération internationale (conclusion de conventions de réadmission, lutte contre les persécutions frappant les chrétiens et les autres minorités, respect des droits de l'homme, etc.).

5. L'aide aux pays de l'Est doit être revue. Il y a lieu d'éviter que des moyens financiers destinés aux contributions à la cohésion soient affectés à des Etats non membres de l'UE. A l'avenir, les pays d'Europe du Sud ou du Sud-Est devraient être les principaux bénéficiaires des contributions à la cohésion (par ex. pour des mesures de lutte contre le chômage des jeunes).

6. Selon l'Agenda 2030, la coopération au développement ne saurait se limiter à la lutte contre la pauvreté. La sécurité internationale est l'un des autres défis globaux à relever. Le message doit montrer de quelle manière la coopération au développement peut influer efficacement sur la sécurité internationale, en particulier sur la lutte contre le terrorisme, ou comment elle peut y contribuer.

7. Le message doit montrer quelle est l'influence de la réorganisation du DFAE (création d'ambassades intégrées, notamment) sur les coûts. Il indiquera dans quels domaines des économies ont été réalisées et dans quels autres domaines les ressources ainsi épargnées ont été investies.

BO 2016 N 785Proposition de la minorité II

(Stamm, Büchel Roland, Estermann, Reimann Maximilian)

Renvoyer les projets 1 à 4 au Conseil fédéral avec les mandats suivants:

La commission souhaite que les services compétents de l'administration fédérale lui fournissent les renseignements suivants: tenir compte de l'ensemble des coûts de l'asile pour fixer le taux de l'aide publique au développement. L'ensemble des coûts engagés dans le domaine de l'asile en Suisse est pris en considération dans le calcul du pourcentage déterminant du RNB consacré à l'aide publique au développement.

Proposition de la minorité III

(Stamm, Büchel Roland, Chiesa, Estermann, Köppel, Nidegger, Pfister Gerhard, Reimann Maximilian, Vogt)

Renvoyer le projet 5 au Conseil fédéral

avec mandat de soumettre ce projet au Parlement conjointement avec un éventuel projet de nouvelle "contribution à l'atténuation des disparités économiques et sociales au sein de l'UE".

Proposition de la minorité IV

(Reimann Maximilian, Büchel Roland, Estermann, Stamm)

Renvoyer le projet 5 au Conseil fédéral avec le mandat suivant:

Faire en sorte que les mesures propres à soutenir les Etats d'Europe de l'Est dans leurs efforts pour construire et consolider la démocratie, réaliser la transition vers l'économie de marché et mettre en place leurs structures sociales soient préparées et soutenues à un niveau multinational, et en particulier au niveau du Conseil de l'Europe, de l'OSCE et de l'OCDE.

Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass wir über Verpflichtungskredite befinden und somit die mitberichtende Finanzkommission gemäss Artikel 50 Absatz 3 des Parlamentsgesetzes über dieselben Rechte verfügt wie die federführende Aussenpolitische Kommission. Das bedeutet, dass die Anträge der Finanzkommission auf der Fahne aufgeführt sind und im Rat mündlich begründet werden können. Die Sprecher der mitberichtenden Finanzkommission sind die Herren Keller und Genecand.

Wie immer behandeln wir im Rahmen der Eintretensdebatte auch die Rückweisungsanträge.

Friedl Claudia · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste

Die Reihen sind noch gelichtet, trotzdem haben wir ein gewichtiges Geschäft vor uns. Mit der Botschaft über die internationale Zusammenarbeit 2017-2020 legt der Bundesrat seine strategischen Schwerpunkte vor. Dabei bezieht er sich auf unsere Verfassung, die verlangt, dass sich die Schweiz für Frieden, weniger Armut, mehr Achtung der Menschenrechte, eine bessere Umwelt und mehr Demokratie in der Welt einsetzen soll.

Es ist unbestritten, dass die internationale Zusammenarbeit derzeit eine grosse Herausforderung darstellt und dass sie es angesichts der Verknappung der Ressourcen, der Auswirkungen des Klimawandels, korrupter Regierungen und kriegerischer Auseinandersetzungen in absehbarer Zeit auch bleiben wird. So ist die Armut noch längst nicht besiegt, auch wenn in den vergangenen Jahren Fortschritte erzielt wurden. Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen, so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr, aus ihrer Heimat vertrieben. In Krisengebieten wie Syrien benötigen zwei von drei Personen humanitäre Hilfe.

Die Entwicklungszusammenarbeit kann nicht die Folgen verfehlter Politik kompensieren, aber sie kann Leid vermeiden und Chancen schaffen. Die Schweiz engagiert sich deshalb oft in fragilen Kontexten, wie beispielsweise in der Subsahara. Je aktiver die Schweiz die Probleme vor Ort bekämpft, desto höher sind die Chancen, dass in den Ländern Frieden und Sicherheit garantiert sind und den Menschen dort, wo ihre Heimat ist, eine Zukunft gegeben werden kann.

Die Friedensförderung leistet den kostengünstigsten Beitrag an die Gewährleistung der Sicherheit der Schweiz. Deshalb setzt der Bundesrat auch vermehrt auf die Friedensförderung.

Erstmals fliessen die siebzehn Nachhaltigkeitsziele der im letzten Jahr von der Uno verabschiedeten Agenda 2030 in die Strategie des Bundesrates ein. Die Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsziele ist eine wichtige Weichenstellung in der Entwicklungszusammenarbeit. Dazu gehört, wie es im Bericht vermerkt ist, auch eine stärkere Politikkohärenz. Für die Umsetzung der Agenda 2030 ist dies ein wichtiger Schritt.

Die Umsetzung der bundesrätlichen Entwicklungsstrategie stützt sich auf fünf Instrumente, was sich in den fünf Rahmenkrediten widerspiegelt. Jeder Rahmenkredit bearbeitet einen anderen Punkt in der Entwicklungszusammenarbeit. Es handelt sich um den Kredit Deza Süd zur Verringerung der Armut und zur Entwicklung in armen Ländern, um den Kredit für die humanitäre Hilfe der Deza in Notlagen und beim Wiederaufbau, um den Kredit Seco Süd für die wirtschaftliche Stärkung in Ländern mit mittleren Einkommen und für die Schaffung von Arbeitsplätzen, um den Kredit Deza/Seco Ost, wo es um die Zusammenarbeit mit den osteuropäischen Ländern geht, und um den Kredit der Abteilung Menschliche Sicherheit im EDA zur Förderung des Friedens und der menschlichen Sicherheit. Das Verpflichtungsvolumen aller Vorlagen beträgt insgesamt 11,11 Milliarden Franken für vier Jahre. Das entspricht gerade einmal 0,92 Rappen pro Tag und Kopf der Bevölkerung in der Schweiz.

Die Kommission behandelte das Geschäft in zwei Sitzungen. Die erste widmete sie Anhörungen. Dabei stand je ein Vertreter von Economiesuisse und Alliance Sud für Inputs und Einschätzungen zur Verfügung. Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit erhält grundsätzlich gute Noten. Das bestätigten auch Economiesuisse und Alliance Sud. An grossen, oft unnützen oder gar kontraproduktiven Entwicklungsprogrammen ist die Schweiz nicht beteiligt. Vielmehr setzt sie auf eigene Schwerpunktprogramme und eine beschränkte Anzahl von Schwerpunktländern.

Trotz dieser klaren Ausgangslage kommt auch der Verdacht einer Verzettelung der Kräfte auf. Es stellen sich Fragen: Sind es die richtigen Orte, sind es die richtigen Schwerpunkte, die gewählt wurden? Stimmt die Anzahl? Oder sollte man stärker fokussieren? Diese Diskussion ist notwendig und lässt sich nicht einfach so abschliessen. Hier und jetzt wollen wir aber über eine Strategie entscheiden, und zwar für die nächsten vier Jahre.

Eine wichtige Diskussion in der Kommission drehte sich darum, wo die limitierten Mittel am wirkungsvollsten eingesetzt werden können: In der humanitären Soforthilfe oder in den langfristigen Entwicklungsprogrammen? In der Friedensförderung und im Aufbau von Gouvernanz? In der bilateralen oder in der multilateralen Zusammenarbeit? Es gab dazu verschiedene Anträge, die in verschiedene Richtungen Korrekturen anbringen wollten. Die Kommission hat diese Anträge aber alle abgelehnt.

Immer stärker spürbar wird, dass an die Entwicklungszusammenarbeit Bedingungen geknüpft werden. Hilfe wird an migrationspolitische Elemente geknüpft. Dies kann durchaus sinnvoll sein und wird heute schon gemacht, stösst aber auch an Grenzen. Bundesrat Burkhalter warnte schon davor, die Unabhängigkeit der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit aufzugeben.

Die Schweiz verfolgt mit der Deza oft Ziele wie die Stärkung der Zivilgesellschaften, damit diese von ihren Regierungen Verantwortung verlangen können. Die Kommission hat nun ein Zeichen gesetzt und einen entsprechenden Absatz in den Bundesbeschluss 1 aufgenommen.

Entwicklungszusammenarbeit muss auf die Wirksamkeit hin überprüft werden. Hier wünschen sich einige Mitglieder der Kommission, dass diese transparenter und einfacher, klar für jedes Schwerpunktland und jedes Schwerpunktprogramm, dargestellt wird. Weil das Seco und die Deza bereits umfassende Evaluationen durchführen, dies aber mit unterschiedlicher sichtbarer Prägnanz tun, hat die Kommission BO 2016 N 786 entschieden, von der Verwaltung alle zwei Jahre einen Umsetzungs- und Wirkungsbericht zu verlangen.

Kernpunkt der Diskussion war aber die Höhe des Gesamtkredits. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass in den letzten Jahren der Betrag schrittweise erhöht wurde, um endlich im Jahr 2015 bei 0,5 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) zu liegen. Damit ist die Schweiz auf Platz 8 der OECD-Länder aufgeschlossen. Langfristig haben sich die reichen Länder aber dazu verpflichtet, 0,7 Prozent zu erreichen.

Die Mehrheit der Kommission vertritt die Ansicht, dass dieses strategische Ziel in der laufenden Periode nicht erreicht werden kann, obwohl die weltweiten Herausforderungen enorm zunehmen. Ebenso nimmt die Betreuung der Flüchtlinge zu, die im ersten Jahr ebenfalls auf die Rechnung der Entwicklungszusammenarbeit geht.

Die verschiedenen Kredite wurden von 2015 bis 2016 schon real um 117 Millionen Franken gekürzt. Jetzt sollte man dabei bleiben. Die Weiterführung der Finanzierung von Massnahmen zur Förderung von Frieden und menschlicher Sicherheit war in der Kommission nicht umstritten, sondern wird als unverzichtbarer Bestandteil in den fragilen Kontexten beurteilt.

Die fünfte Vorlage, die Sie in der Botschaft finden, ist das Bundesgesetz über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas. Es ist eine Weiterführung des bereits bestehenden Gesetzes, dessen Gültigkeit im Jahr 2017 auslaufen wird. Es geht um die Festigung der Demokratie in den ehemals kommunistischen Ländern Europas und in der ehemaligen Sowjetunion. Es ist die gesetzliche Grundlage für den Rahmenkredit für die Transitionszusammenarbeit mit den Ländern Osteuropas, über den wir heute befinden. Die Kohäsionszahlungen an die EU-Länder Osteuropas stehen heute nicht zur Diskussion. Die Kommission will diese Grundlagen jetzt verabschieden und lehnt den Rückweisungsantrag der Minderheit III (Stamm), der das Gesetz erst zusammen mit dem Kohäsionskredit verabschieden will, ab.

Ebenso lehnt sie den Rückweisungsantrag der Minderheit IV (Reimann Maximilian) ab, der Hilfe nur noch über multilaterale Abkommen abwickeln will. Die Entwicklungszusammenarbeit ist im Interesse der Schweiz. Es gibt nicht nur einen einzigen richtigen Weg. Aber hier liegt eine seriöse, gut durchdachte Strategie vor.

Ich bitte Sie im Namen der Aussenpolitischen Kommission, alle Rückweisungsanträge abzulehnen, die Vorlage jetzt zu beraten und sie so zu verabschieden.

Wehrli Laurent · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical

La coopération internationale est un des fondements de la politique extérieure de la Suisse. Elle est inscrite à l'article 54 alinéa 2 de la Constitution fédérale qui précise que "la Confédération ... contribue notamment à soulager les populations dans le besoin et à lutter contre la pauvreté ainsi qu'à promouvoir le respect des droits de l'homme, la démocratie, la coexistence pacifique des peuples et la préservation des ressources naturelles". Cette politique est intrinsèquement liée à l'histoire de notre pays et aux valeurs promues par la Suisse, tant aux yeux de ses citoyens qu'à ceux des peuples étrangers.

Le message sur la coopération internationale 2017-2020 vise à déterminer les orientations stratégiques et les priorités, en particulier au travers de cinq crédits-cadres, qui correspondent aux instruments dont la Suisse dispose pour mettre en oeuvre sa coopération internationale. Ils sont gérés essentiellement par deux départements, le Département fédéral des affaires étrangères et le Département fédéral de l'économie, de la formation et de la recherche, et plus spécifiquement par la Direction du développement et de la coopération, la Division Sécurité humaine et le Secrétariat d'Etat à l'économie. C'est la première fois que l'ensemble des actions internationales sont ainsi regroupées en un seul message. Cela a pour conséquence plus de coordination et de cohérence des visions et des propositions. Cela signifie aussi plus de synergies pour la définition des moyens.

Les thèmes sur lesquels portent ces cinq crédits-cadres sont, comme vous le savez, l'aide humanitaire, la coopération technique et l'aide financière en faveur des pays en développement, les mesures de politique économique et commerciale au titre de la coopération au développement, la coopération à la transition dans les Etats de l'Europe de l'Est et les mesures de promotion de la paix et de la sécurité humaine.

Parmi les actions proposées, il convient de relever:

  • la volonté d'accorder plus de fonds en faveur de l'éducation de base et de la formation professionnelle. Nous connaissons tous ici le proverbe selon lequel il vaut mieux apprendre à quelqu'un à pêcher plutôt que de lui donner du poisson;

  • un renforcement de l'aide d'urgence pour mieux assister et protéger les populations les plus fragiles touchées par des crises et des catastrophes, notamment les millions de réfugiés et de déplacés internes au Moyen-Orient ou en Afrique;

  • plus d'engagement pour la résolution des conflits violents par la médiation et les moyens pacifiques. La prévention est sans aucun doute un outil essentiel dans la lutte anticipée contre le terrorisme;

  • une intensification des partenariats avec le secteur privé en développant les sources de financement en faveur du développement durable;

  • enfin, une mutualisation des efforts suisses afin d'en maximiser les effets multiplicateurs, grâce à une participation aux organisations internationales et aux associations, avec les organisations non gouvernementales et les milieux privés pertinents, en poursuivant l'objectif d'agir ensemble et de manière complémentaire.

La coopération internationale de la Suisse dispose d'une expérience, d'un savoir-faire et d'une expertise reconnus à l'échelle mondiale; elle jouit d'une belle crédibilité. De par les projets contenus dans le message 2017-2020, notre pays pourra poursuivre un engagement de qualité fondé sur son attachement historique aux valeurs humanitaires ou encore à son statut particulier de pays neutre.

Les priorités fixées sont entre autres les suivantes:

Dans le domaine de l'aide humanitaire: la protection de la population civile, la réduction des risques de catastrophes, l'eau et les installations sanitaires, ainsi que la lutte contre la violence sexuelle et basée sur le genre;

pour ce qui concerne la coopération technique: le changement climatique, la sécurité alimentaire, la santé, la migration et la création de perspectives d'avenir dans des contextes fragiles comme l'Afrique et le Moyen-Orient;

pour les mesures de politique économique: davantage et de meilleurs emplois, un commerce et une compétitivité renforcés, des institutions et des services efficaces;

en ce qui concerne l'aide à l'Europe de l'Est: un renforcement des structures démocratiques, une mise en valeur du potentiel du secteur privé, des services publics efficaces et durables dans les domaines de l'eau potable, de l'assainissement, de l'énergie et de la santé.

A l'occasion de deux de ses séances, la Commission de politique extérieure a étudié en détail ces propositions. Elle vous invite à l'unanimité à entrer en matière sur les projets relatifs à la coopération internationale 2017-2020, tout en relevant que le crédit-cadre et la loi concernant l'aide aux pays de l'Europe de l'Est ont été adoptés par la commission, par 17 voix contre 6 et 2 abstentions.

La commission a été nantie de plusieurs propositions concernant notamment les questions des montants et des répartitions financières entre les différents crédits-cadres, sans parler de la proposition de la Commission des finances. Ces dernières sont résumées dans les quatre propositions de minorité qui seront présentées, le cas échéant, une fois que le conseil sera entré en matière.

La commission s'est également penchée sur quatre propositions de renvoi au Conseil fédéral; permettez-moi de m'y arrêter dans le cadre du débat d'entrée en matière. La première est celle de la minorité I (Schneider-Schneiter) et charge le Conseil fédéral d'être encore plus précis sur les objectifs, les priorités, la sécurité internationale et la lutte contre le terrorisme et l'invite à mieux déterminer l'influence BO 2016 N 787 de ses propositions sur une réorganisation du Département fédéral des affaires étrangères.

Par 13 voix contre 10 et 2 abstentions, la commission a rejeté cette proposition défendue par la minorité I, estimant que les dispositions présentées par le Conseil fédéral étaient déjà fort complètes et faisaient suite à une analyse réaliste des situations connues à ce jour. La demande exprimée dans la motion d'ordre Schneider-Schneiter visant à plus de coordination et de vision est déjà assurée concrètement par le regroupement dans le message des divers axes d'engagement suisses en la matière permettant justement de renforcer la cohérence et les synergies. La demande visant une intensification en matière de prévention des conflits et du terrorisme apparaît aussi, aux yeux de la majorité de la commission, comme prise en considération de manière suffisante et adéquate dans ce message.

Notre commission a profité de ce débat pour rappeler son souhait que les programmes et projets intègrent autant que possible les éléments de politique migratoire. Par ailleurs, le fait d'avoir un rapport intermédiaire, tel que voulu par un amendement Nussbaumer accepté, permettra toujours d'adapter les axes d'intervention à d'éventuelles nouvelles situations.

Il s'agit ensuite d'aborder la motion d'ordre Stamm, transformée en proposition de renvoi de la minorité II, visant à tenir compte de l'ensemble des coûts de l'asile pour fixer le taux de l'aide publique au développement. Par 19 voix contre 4 et 1 abstention, votre commission n'a pas accepté cette motion d'ordre considérant ici aussi qu'il s'agissait de ne pas figer de manière aussi rigide des politiques différentes même si elles étaient complémentaires sur divers objectifs tant sécuritaires, qu'humanitaires et de développement. De plus, la majorité de votre commission a estimé qu'un tel changement de processus devait faire l'objet d'une réflexion pour lui-même et ne pas être décidé ainsi au travers de l'étude de ce message global sur la coopération internationale, en tenant compte des avantages, mais aussi des inconvénients, d'un tel changement de la pratique voulue par notre Parlement au cours de ces dernières années.

Au sujet de l'arrêté fédéral concernant la continuation du financement de la coopération à la transition dans les Etats d'Europe de l'Est pour les années 2017 à 2020, notre collègue Stamm a proposé de renvoyer le projet au Conseil fédéral, considérant l'utilité de ce dernier dans le cadre des négociations actuelles et à venir avec l'Union européenne. Par 13 voix contre 9 et 2 abstentions, votre commission n'a pas retenu cette idée (proposition de la minorité III) considérant qu'il ne s'agissait pas de mélanger ces éléments au regard des réalités politiques et économiques des pays concernés. La majorité de votre commission a également considéré qu'il n'était pas utile de figer une telle politique au regard des négociations à conduire, aujourd'hui et demain, sans oublier de mentionner que le Parlement devra de toute manière se prononcer sur l'opportunité d'une telle contribution en cas d'élargissement de l'Union européenne, étudiant alors la situation et les besoins d'une aide à la cohésion pays par pays.

La minorité IV (Reimann Maximilian) défend une autre demande de renvoi de cette loi au Conseil fédéral, en lui confiant le mandat de "faire en sorte que les mesures propres à soutenir les Etats d'Europe de l'Est dans leurs efforts pour construire et consolider la démocratie, réaliser la transition vers l'économie de marché et mettre en place leurs structures sociales soient préparées et soutenues à un niveau multinational, et en particulier au niveau du Conseil de l'Europe, de l'OSCE et de l'OCDE". La commission a rejeté cette proposition, par 14 voix contre 4 et 1 abstention. La majorité des membres de la commission a en effet considéré que la Suisse était un pays indépendant, en droit de conduire la politique qu'elle décide, en la menant soit de concert avec les instances multilatérales dont elle fait partie, soit en toute indépendance, si cela devait s'avérer nécessaire et utile, tant aux pays aidés qu'à la Confédération.

La commission vous recommande d'entrer en matière et d'adopter les propositions de fixation des montants des divers crédits-cadres comme elle l'a fait, à savoir à l'unanimité pour trois des cinq projets d'arrêtés fédéraux, et par 17 voix contre 6 et 2 abstentions pour les deux projets concernant l'Europe de l'Est.

Schneider-Schneiter Elisabeth · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe PDC

Die CVP-Fraktion will den vorliegenden Kreditrahmen des Bundesrates nicht kürzen, wie das die SVP-Fraktion und die FDP-Liberale Fraktion wollen. Die internationale Zusammenarbeit ist eine der wichtigsten aussenpolitischen Aktivitäten und ein Verfassungsauftrag. Die internationale Zusammenarbeit bekämpft die strukturellen Ursachen von Armut und Not und dient der Prävention von Krisen und Konflikten. Wenn es den Menschen in anderen Ländern gutgeht, dann geht es auch uns gut. Wir haben also ein ureigenes Interesse an internationaler Zusammenarbeit. 0,48 Prozent des Bruttonationaleinkommens dafür einzusetzen ist richtig.

Weil eben die internationale Zusammenarbeit so wichtig ist, wollen wir wissen, wie die 11 Milliarden Franken des vom Bundesrat vorgeschlagenen Kredits eingesetzt werden. Leider gibt die über 450 Seiten umfassende Botschaft darüber aber keine klaren Auskünfte. Deshalb wird die Botschaft auch von rechts bis links stark kritisiert, unter anderem auch von Alliance Sud, dem Dachverband der Entwicklungshilfeorganisationen. Es fehlt eine strategische Fokussierung. Prioritäten auch im Sinne der aktuellen Herausforderungen sind schwer erkennbar. Es scheint so, als ob die letzte Botschaft mit dieser Botschaft einfach fortgeschrieben wurde. Die Botschaft plätschert dahin, als ob es keine Migrationskrise gäbe. Die CVP will aber, dass die internationale Zusammenarbeit der Schweiz erkennbar auf jene Herausforderungen fokussiert, welche auch aktuell sind.

Wir wollen deshalb eine klare Fokussierung auf die aktuellen geopolitischen Herausforderungen und konkrete und erkennbare Wirkungsziele. Wir wollen eine Entwicklungszusammenarbeit, welche klare migrationsspezifische Schwerpunkte setzt, und zwar auch langfristige Schwerpunkte für jene Länder, aus welchen Menschen aktuell flüchten oder welche die Flüchtlingsströme bewältigen müssen. Dabei dürfen auch Konditionalitäten eine Rolle spielen. Wir sprechen von internationaler Zusammenarbeit, von Geben und Nehmen.

Dann zur ganzen Frage der Osthilfe: Diese hat zweifelsohne ihre Daseinsberechtigung gehabt. Es stellt sich bei uns einfach die Frage, ob diese Hilfe in dieser Ausgestaltung noch Sinn macht. Auch hier wird zu wenig klar aufgezeigt, welche konkreten Wirkungsziele verfolgt werden sollen.

Die internationale Sicherheit, insbesondere die Terrorismusbekämpfung, ist ein Thema, welches bisher von der internationalen Zusammenarbeit noch nie ganz konkret aufgenommen wurde. Gerade in diesem Bereich muss die internationale Zusammenarbeit aber eine Schlüsselrolle übernehmen. Es geht nicht darum, aufgrund der aktuellen Terrorismusvorfälle Populismus zu betreiben. Es geht darum, einen Programmpunkt der Agenda 2030 umzusetzen, welcher aktueller denn je ist. Apropos Agenda 2030: Wo finden wir die konsequente Ausrichtung auf die von den Uno-Mitgliedländern vereinbarten nachhaltigen Entwicklungsziele, an welchen die Schweiz so intensiv mitgearbeitet hat?

Business as usual ist bei der internationalen Zusammenarbeit fehl am Platz. Damit wird die Entwicklungszusammenarbeit nicht gestärkt, sondern langfristig geschwächt. Die geopolitischen Herausforderungen erfordern neue und mutige Weichenstellungen.

Mit unserem Rückweisungsantrag möchten wir dem Bundesrat die Chance dazu geben. Bitte unterstützen Sie ihn.

Quadranti Rosmarie · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe BD

Frau Schneider-Schneiter, mit Verlaub, dieser Rückweisungsantrag erscheint mir doch etwas populistisch. Meine Frage: Wie kommen Sie dazu zu sagen, dass Alliance Sud mit der Entwicklungsbotschaft, so, wie sie vorliegt, nicht einverstanden sei?

Schneider-Schneiter Elisabeth · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe PDC

BO 2016 N 788Alliance Sud spricht gemäss Vernehmlassung von einer Verzettelung, sowohl geografisch als auch thematisch.

Stamm Luzi · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Ich wurde gebeten, in dieser Wortmeldung beide Minderheitsanträge zu begründen. Sie finden diese Minderheitsanträge auf den Seiten 2 und 22 der deutschsprachigen Fahne. Es geht eigentlich um zwei verschiedene Dinge.

Der erste Rückweisungsantrag beinhaltet Folgendes: Die Kosten für das Asylwesen seien bei der Entwicklungshilfe voll mitzuzählen. Das macht Sinn, wenn man sich zum Beispiel Syrien vor Augen hält: Die Schweiz hilft im Krisengebiet; sie rühmt sich, 270 Millionen Franken seit Ausbruch des Syrien-Kriegs ausgegeben zu haben. Das tönt so, wie wenn das viel wäre, aber 270 Millionen Franken sind eigentlich sehr wenig. Wir geben gleichzeitig sehr viel mehr Geld aus für Menschen, die wir in die Schweiz holen. Der Bundesrat hat soeben wieder entschieden: zusätzliche 3000 Flüchtlinge aus Syrien in die Schweiz! Das heisst, 3000 werden eingeflogen und kosten viel mehr als das, was wir vor Ort ausgeben. Das ist der SVP ein Dorn im Auge. Wir sollten ganz eindeutig vor Ort helfen und die zur Verfügung stehenden Milliarden nicht für Schweizer Wohnungsbesitzer, Übersetzer, Zahnärzte, Juristen usw. verwenden. Wir sollten Hilfe vor Ort leisten und die Beiträge dort erhöhen; wir sollten das Geld nicht hier in der Schweiz ausgeben. Konsequenterweise würde das, was ich jetzt sage, bedeuten, dass man diese beiden Beträge - Entwicklungshilfe und Asylkosten - zusammenzählen muss. Ich kann Ihnen garantieren: Wenn man die beiden Posten wirklich zusammenzählt, sind auch die SVP-Exponenten dafür, dass man die Geldbeträge für die Hilfe vor Ort erhöht - wenn das Geld sinnvoll ausgegeben wird.

So viel zum Inhalt meines ersten Minderheitsantrages, den Sie auf Seite 2 der Fahne finden. Ich bitte Sie, meinem Antrag der Minderheit II zuzustimmen, mit der Ergänzung, die ich jetzt erläutert habe.

Der zweite Rückweisungsantrag auf Seite 22 der Fahne ist etwas ganz anderes. Dort geht es um die Osthilfe. Bei der Osthilfe kann man, summarisch gesehen, die in der Vergangenheit ausgegebenen Gelder zweiteilen: Die Gelder, welche für EU-Mitgliedstaaten ausgegeben wurden, liefen unter dem Titel "Kohäsionsmilliarde" oder "Kohäsionszahlung". Wir hatten 2006 eine Volksabstimmung nach der Ost-Erweiterung der EU. Nach der Aufnahme von acht neuen EU-Staaten in Osteuropa sagte das Schweizervolk Ja zur Kohäsionsmilliarde. Wir haben dann 257 Millionen Franken zusätzlich gesprochen, als es um Rumänien und Bulgarien ging, dann haben wir eine nächste Kohäsionszahlung gesprochen, als es um Kroatien ging. Bei Kohäsionszahlungen geht es um den Zusammenhalt der EU, Kohäsion bedeutet "Zusammenhalt". Der andere Teil der Osthilfe waren in der Vergangenheit auch Gelder, die an die Nicht-EU-Staaten gehen: an die Staaten der ehemaligen Sowjetunion oder an jene Balkanstaaten, die der EU noch nicht beigetreten sind.

Mein Antrag geht in folgende Richtung: Warten wir mit diesem ganzen Bundesgesetz zur Osthilfe zu, bis wir wissen, was der Bundesrat in den Diskussionen mit der EU beabsichtigt. Die Frage lautet: Sollen EU-Staaten auch künftig Unterstützungen bekommen?

Wenn die Deza zum Beispiel rund 3 Milliarden Franken pro Jahr zur Verfügung hat und entscheiden muss, wo diese 3 Milliarden Franken eingesetzt werden sollen, hat sie jetzt schon die Möglichkeit, das Geld in Afrika, im Nahen Osten oder, Stichwort Ukraine, in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion einzusetzen. Diese Möglichkeit besteht ja jetzt schon.

Es geht um die Osthilfe. Wollen wir weiterhin auch Staaten unterstützen, die Mitglieder der EU sind? Solange diese Frage nicht beantwortet ist, sollte man das Bundesgesetz über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas zurückstellen. Sobald wir sehen, was der Bundesrat mit der EU aushandelt, und wenn wir konkrete Anträge betreffend die Summen haben, können wir das Osthilfegesetz behandeln oder eventuell durchwinken, je nach Interessenlage. Das Gesetz ändert ja nichts daran, dass wir die Gelder - 3000 Millionen Franken oder mehr - via Deza usw. verteilen können.

Deshalb bitte ich Sie, sowohl meinem Minderheitsantrag II auf Seite 2 wie auch meinem Minderheitsantrag III auf Seite 22 der Fahne zuzustimmen.

Reimann Maximilian · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Bei Vorlage 5 geht es um ein neues Bundesgesetz über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas. Ich hielte ein Gesetz, das die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas zum Ziel hat, für wesentlich effizienter und erfolgversprechender, wenn die Zusammenarbeit nicht im Alleingang, sondern in multinationaler Kooperation erfolgen würde.

Schauen wir uns doch Gegenstand, Ziele und Massnahmen des neuen Gesetzes einmal genauer an: Da ist etwa die Rede von der Festigung der Demokratie, der Förderung des Übergangs zur Marktwirtschaft und deren sozialer Ausgestaltung sowie einem besseren Schutz der Umwelt. Um welche Staaten geht es im Detail? Dem Gesetz entnehmen wir, dass es um die ehemals kommunistischen Staaten und Regionen im Osten Europas sowie um Zypern und Malta geht. All diese Staaten, die alten wie die neuen, die aus dem Zusammenbruch der Sowjetunion entstanden, sind heute wie die Schweiz Mitglied von Europarat und OSZE. Über diese multinationalen Organisationen laufen die genau gleichen Massnahmen: Aufbau und Festigung der Demokratie, Förderung beim Übergang zur Marktwirtschaft und so weiter und so fort. Nun soll mir einer sagen, warum wir denn ein Spezialgesetz machen, wo wir auf bilateraler Ebene doch genau dasselbe anstreben wie Europarat und OSZE. Warum konzentrieren wir unsere Kräfte nicht auf die gemeinsame Ebene im Verbund mit anderen Staaten?

Die Zusammenarbeit mit den hier infrage stehenden Ländern ist doch förmlich dazu prädestiniert, auf multinationaler Ebene vorangetrieben zu werden, und zwar im Rahmen der erwähnten Organisationen; daher mein Minderheitsantrag IV auf Rückweisung der Vorlage an den Bundesrat mit dem klaren Auftrag, besagte Massnahmen und Ziele auf multinationaler Ebene voranzutreiben und anzustreben.

Riklin Kathy · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe PDC

Die CVP hat sich immer für die Entwicklungshilfe starkgemacht. In der letzten Legislatur haben wir uns zusammen mit der FDP, den Grünen und der SP für die Erhöhung der Entwicklungshilfe auf 0,5 Prozent des Bruttonationaleinkommens eingesetzt.

Für die CVP ist die internationale Zusammenarbeit wichtig. Sie soll ein fester Bestandteil unserer schweizerischen Aussenpolitik sein. Den Werten Solidarität und Verantwortlichkeit sind wir verpflichtet. Gestützt auf diese Werte muss sich die Schweiz dafür einsetzen, dass alle Menschen frei von Armut, in Würde und Sicherheit leben können und dass Lösungen für die globalen Herausforderungen gefunden werden.

Angesichts der rasch wachsenden wechselseitigen Abhängigkeiten der Länder wird die Zusammenarbeit zwischen wohlhabenden Staaten wie der Schweiz und armen Ländern immer wichtiger. Die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern muss einerseits zu Wohlstandssteigerung, nachhaltiger Entwicklung und Sicherheit in den Partnerländern beitragen. Unsere bilaterale Hilfe und unser multilaterales Engagement müssen andererseits das Ziel haben, zur Bewältigung globaler Probleme wie Klimawandel, knapper werdender Ressourcen oder gefährdeter Ernährungssicherheit konkret beizutragen.

Zum zweiten Mal umfasst die Botschaft über die internationale Zusammenarbeit, die wir heute behandeln, alle Rahmenkredite, die die internationale Entwicklungshilfe der Schweiz betreffen. Die IZA-Botschaft 2013-2016 hatte noch 328 Seiten. Die heute vorliegende Botschaft umfasst bereits 460 Seiten, obwohl neu nur der Rahmenkredit für Massnahmen zur Förderung des Friedens und der menschlichen Sicherheit, der über vier Jahre 230 Millionen Franken umfasst, dazugekommen ist. Diese Volumenaufblähung der Botschaft BO 2016 N 789 führt zu einem Teil unserer Unzufriedenheit. Leider ist die Botschaft ausschweifend, redundant, voller Wiederholungen und breitester Erläuterungen. Kritische Beurteilungen und Fehleranalysen fehlen. Experten geben keine guten Noten und sprechen von Verwaltungsprosa und permanentem Optimismus. Bereits die Zusammenfassung auf den ersten Seiten der Botschaft ist ausschweifend und auf rekordhohe acht Seiten angewachsen. Mehr aber stört und irritiert uns, dass die IZA-Botschaft mehr oder weniger nur die Fortschreibung der letzten Botschaft ist. Dabei hat sich die Weltlage in den letzten vier Jahren enorm verändert. Neue Kriegs- und Krisengebiete sind entstanden, fragile Kontexte haben stark zugenommen. Europa fühlt sich bedrängt und wird durch Migrationsströme vor enorme Herausforderungen gestellt. Da würde man erwarten, dass die IZA-Botschaft auf die neuen Herausforderungen eingeht und die Programme des EDA angepasst würden.

Doch die vorliegende Botschaft setzt keine neuen Akzente. Sie schreibt einfach fort, business as usual. Grosseinsatz in Myanmar, viele Projekte in Peru, in der Mekong-Region und Projekte von Usbekistan bis Kirgisistan, um unsere Weltbank-Stimmrechtsgruppe gnädig zu stimmen. Die Schweiz ist in zwanzig Schwerpunktländern und -regionen engagiert, schreibt der Bundesrat. Insgesamt sind es aber 43 Länder. Wenn man alle Länder zusammenzählt, in denen die Deza engagiert ist, sollen es sogar 105 Länder sein. Das ist mehr als die halbe Ländergemeinschaft der Welt. Die Entwicklungshilfe des EDA verzettelt sich. Sie ist zu wenig fokussiert, stellt auch die OECD fest. Es fehlen die Prioritäten. Wir erwarten, dass sich die internationale Zusammenarbeit auf die Herausforderungen in unserer Nähe konzentriert, auf Nordafrika, die Sahelzone, den krisengeschüttelten Nahen Osten und Westasien. Wir erwarten, dass sich die Schweiz für Flüchtlingsprogramme, für Friedensdiplomatie und Konfliktlösungsprogramme, für bessere Lebensbedingungen, Ausbildung und menschliche Sicherheit in den uns näher stehenden Brennpunkten des Globus engagiert.

Ja, die CVP ist für Entwicklungshilfe, sie ist gegen eine Kürzung der Kredite. In der vernetzten Welt von heute hängen Wohlstand und Sicherheit in der Schweiz auch von globalen Prozessen ab. Die wirtschaftliche Kluft zwischen wohlhabenden und armen Ländern kann politische und soziale Konflikte verstärken. Einen Beitrag zum Abbau der Kluft zwischen Arm und Reich zu leisten ist ein Gebot der politischen Vernunft und Verantwortung und sollte auch aus dem Interesse an einer sicheren Zukunft geschehen. In Entwicklungszusammenarbeit investieren heisst deshalb auch für unsere eigene Zukunft vorsorgen. Darum will die CVP die Kredite für die Ärmsten und Bedrohten nicht kürzen, wie die FDP dies will. Wir erwarten aber vom Bundesrat, dass er uns eine kohärente, auf die aktuellen Herausforderungen fokussierte Botschaft über die internationale Zusammenarbeit der Schweiz unterbreitet.

Béglé Claude · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe PDC

Parler de la coopération internationale n'est pas facile, car sa mission est complexe. Celle-ci doit faire face à des défis diversifiés et y répondre de façon différenciée. Ses interventions sont protéiformes; ses instruments sont multiples; ses procédures sont en évolution. C'est pourquoi le message du Conseil fédéral est parfois un petit peu touffu, mais il ne faut pas confondre la forme et le fond, qui est convaincant.

Si le groupe PDC souhaite une clarification de la stratégie établie, cela ne remet absolument pas en cause son soutien aux actions entreprises par la coopération internationale, ni son acceptation du crédit alloué à l'aide publique au développement inscrit au budget, montant qui correspond à 0,48 pour cent du revenu national brut.

La coopération internationale est en train de se réformer. Elle mérite notre soutien. La Direction du développement et de la coopération est dans un processus actif d'adaptation aux besoins actuels. Monsieur le conseiller fédéral Burkhalter l'a dit: son objectif est d'intégrer la coopération et l'aide humanitaire dans une conception globale de la politique extérieure. Elle évolue donc vers plus de centralisation. Le Département fédéral des affaires étrangères a la situation en main. J'étais hier soir encore à une réunion avec l'International Finance Corporation, et j'ai pu constater à quel point la Banque mondiale écoute et respecte la Suisse, et ce n'est pas rien.

Il apparaît que la coopération internationale évolue dans la bonne direction; elle fait du bon travail; elle est utile; elle inscrit son action dans une optique de développement durable, de lutte contre la pauvreté et de lutte pour la paix. Elle incarne l'engagement de notre pays pour la préservation de certains équilibres dans des contrées fragiles. Elle cherche à remédier aux insuffisances des institutions locales - lesquelles peuvent aller jusqu'à causer des conflits armés -, à la faible cohésion sociale ou au manque de perspectives pour les jeunes. Cela implique un travail de longue haleine, souvent ingrat, et même un peu risqué. Mais cela permet aux populations de se développer, de s'épanouir sur place plutôt que de prendre le chemin de l'exil. Donc mieux vaut investir en amont que de devoir réparer les dégâts colossaux résultant d'une catastrophe ou d'un conflit.

La coopération internationale tend à une cohésion accrue de l'ensemble de ses actions. Chacune des parties qu'elle compose s'articule de manière complémentaire avec les autres. Aux activités traditionnelles, largement représentées par les projets de coopération bilatérale, s'ajoutent celles de la coopération multilatérale, en plein essor, ainsi que les programmes orientés vers les économies déjà en transition.

La DDC se coordonne aussi avec nos instituts de recherche et le secteur privé pour élaborer des solutions innovantes et astucieuses, qui sont mises sur pied par la coopération globale et qui incarnent l'avenir. Elle assure aussi des tâches humanitaires liées à notre tradition dans ce domaine, en essayant toutefois d'intervenir de plus en plus en amont, de façon préventive. Dans ce domaine également, j'ai été très impressionné par ce qui était élaboré en matière de sécurité humaine pour éviter que des régions fragiles ne sombrent dans le chaos. On est là un peu dans le génie suisse.

Affirmer le lien entre la coopération internationale et le phénomène migratoire est une bonne chose. D'ailleurs, ce lien existe déjà. La coopération internationale accorde une grande priorité aux questions migratoires. Le message rappelle qu'elle est très présente dans les pays d'origine des migrants: la Corne de l'Afrique, l'Afghanistan, l'Afrique subsaharienne. Une bonne manière de prévenir les flux migratoires est d'offrir aux populations un maximum de perspectives de vie au niveau local. C'est pourquoi la DDC collabore avec le Secrétariat d'Etat aux migrations, le Secrétariat d'Etat à l'économie et d'autres organes de la Confédération, pour optimiser de façon coordonnée l'action de la Suisse dans ce domaine. C'est ainsi, par exemple, qu'elle complète l'aide humanitaire d'urgence en Syrie avec des projets d'emploi et d'éducation - mais aussi en Jordanie et au Liban - à l'attention des réfugiés syriens. Et cela va dans la bonne direction.

En résumé, il est judicieux de souhaiter une plus grande convergence entre coopération internationale et crise migratoire, en confiant à la coopération internationale la mission d'agir en amont des crises et de façon préventive, mais cela: a. sans dénaturer le rôle de la DDC, qui reste prioritairement de lutter contre la pauvreté; b. sans en arriver à la suppression complète des activités de la DDC dans certains pays non générateurs de flux migratoires; c. sans réduire excessivement les moyens de la coopération internationale en cas de hausse des coûts de l'accueil en Suisse de nouveaux réfugiés. Il ne faut pas enclencher un phénomène de vases communicants.

Le travail de la coopération internationale doit se concevoir comme un investissement préventif, pour éviter de trop grands déséquilibres dans les régions fragiles du monde et permettre notamment de limiter en amont les effets indésirables des flux migratoires et de réfugiés.

Quadranti Rosmarie · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe BD

Ich spreche für die BDP-Fraktion, gebe aber auch meine Interessenbindung bekannt: Ich bin Stiftungsratspräsidentin des Kinderdorfes Pestalozzi in BO 2016 N 790 Trogen. Wahrscheinlich weiss ich deshalb aus zwei Gründen, wovon ich spreche: Einerseits bin ich in einer Partei, welche die humanitäre Tradition unseres Landes tatsächlich hochhält und vor den vielen humanitären Katastrophen nicht die Augen verschliesst. Andererseits weiss ich, was Hilfswerke leisten. Wir wissen, was Entwicklungszusammenarbeit bewirkt, und wir wissen, dass sie sowohl kurz- als auch mittel- und langfristig funktionieren muss. Deshalb ist es klar, dass eine Botschaft eine Folge, eine nachhaltige Wirkung haben muss und hoffentlich die Fortschreibung einer Erfolgsgeschichte darstellt.

Angesichts der finanziellen Lage des Bundes ist die BDP bereit, bei der Bundesratslösung zu bleiben. Sie wird also keinen Erhöhungen, sicher aber auch keinen Kürzungen zustimmen. Ich werde mich im Rahmen der Beratung der Vorlage noch detaillierter zu den Anträgen äussern. Ich möchte Charles Dickens zitieren: "Tu so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber." Das wäre doch ein treffendes Zitat. Wir könnten oder vielmehr wir sollten Artikel 54 der Bundesverfassung ohne viel Gerede einfach umsetzen. Wir sollten uns also ohne viel Gerede, wie wir es bisher getan haben, für die Verringerung von Armut und globaler Risiken, für die Linderung von Not, für die Friedensförderung und die Achtung der Menschenrechte einsetzen. Man könnte ohne viel Gerede das Ziel der langfristig ausgerichteten und umweltverträglichen Entwicklung weiterverfolgen. Dann würde sich die Schweiz zwei wichtige Ziele weiter auf die Fahne schreiben können. Es geht um Solidarität anderen Menschen gegenüber, die weniger Glück hatten als wir, die wir von Kriegen und schlimmsten Katastrophen, wie sie andere Menschen momentan erleiden müssen, verschont geblieben sind. Wir könnten unserer humanitären Tradition weiterhin gerecht werden, indem wir uns innerhalb der Staatengemeinschaft für die Bewältigung der Herausforderungen in unserer Welt einsetzen. Wir tun das ja nicht ganz uneigennützig. Denn der Wohlstand und die Sicherheit unseres Landes hängen vom internationalen Umfeld ab.

Die BDP-Fraktion ist erstaunt darüber, dass es scheinbar Parteien in diesem Land gibt, die sogar noch unter die Bundesratslösung gehen wollen. Es kann doch nicht sein, dass Parlamentarierinnen und Parlamentarier vor dem offensichtlichen Elend die Augen weiterhin verschliessen und zu wenig helfen wollen! Weiter zu kürzen als vom Bundesrat vorgeschlagen heisst, unsere humanitäre Tradition nicht weiterführen zu wollen.

Zu den Rückweisungsanträgen: Dass der erste Rückweisungsantrag von einer Vertreterin der CVP angeführt wird, erstaunt uns sehr. Nein, mit dieser Rückweisung steht man nicht mehr hinter der Entwicklungszusammenarbeit, man gefährdet sie. Wir können auch nicht erkennen, welche Verbesserung diese gefährliche Übung bringen würde. Wir erkennen aber, dass damit die rechtzeitige Inkraftsetzung gefährdet ist. Man könnte ja sagen, dass der Bundesrat immer mit einer Rückweisung rechnen muss und der Zeitplan deshalb entsprechend gestaltet werden muss. Das mag ja sein. Nur muss dies auch möglich sein. Die IZA-Botschaft, und das wissen Sie, basiert auf der Legislaturplanung des Bundesrates. Diese wurde am 27. Januar 2016 verabschiedet. Da die Bundesratswahlen bekanntlich im Dezember stattfinden, musste zuerst die Legislaturplanung ausgearbeitet werden. Die IZA-Botschaft konnte nicht früher kommen. Im Gegenteil: Es wurde so rasch als möglich gearbeitet, und es wurde gut gearbeitet.

Eine Rückweisung wäre gefährlich, eine rechtzeitige Inkraftsetzung dadurch hoch gefährdet, und dies würde bedeuten: Alle Verträge mit Schweizer NGO, etwa das Rote Kreuz, die Caritas, das Kinderdorf Pestalozzi, Helvetas, Terre des Hommes, Heks, laufen per Ende 2016 aus. Bis die Botschaft vom Parlament genehmigt ist, könnten keine neuen Programmbeiträge geleistet werden. Wir bringen auch die wichtigen Hilfswerke in arge Bedrängnis. Aber auch die Möglichkeit der finanziellen Mittel für humanitäre Hilfe wäre betroffen. Wenn sich beispielsweise irgendwo auf der Welt ein Erdbeben oder ein Tsunami ereignen würde, könnte nicht mehr adäquat reagiert werden. Was das heissen würde? Ganz einfach: Wir riskieren den Ruf unseres Landes, indem wir die humanitäre Tradition aufs Spiel setzen, und bringen unsere Hilfswerke in Nöte.

Der Rückweisungsantrag aus der SVP birgt die gleichen Risiken. Er ist aber auch wegen der Begründung klar abzulehnen. Die SVP möchte für den massgebenden Prozentsatz der Entwicklungshilfe sämtliche Kosten des Asylwesens mitzählen. Damit wäre ein Paradigmenwechsel eingeläutet. Man muss auch hier begreifen, dass die Sicherheit nicht in Chiasso beginnt, sondern dort, wo Menschen keine Perspektiven haben. Nur schon, indem wir dazu beitragen, die Jugendarbeitslosigkeit in anderen Ländern zu reduzieren, tragen wir dazu bei, dass sich die Sicherheit erhöht und dass die Flüchtlingsströme abnehmen.

Die BDP-Fraktion lehnt die Rückweisungsanträge aus den genannten Gründen grundsätzlich entschieden ab. Bei den Rahmenkrediten bleiben wir auf Bundesratskurs.

Vergessen wir nicht: 57 Millionen Kinder gehen nicht in die Schule; bis 2020 müssen 600 Millionen zusätzliche Stellen geschaffen werden, damit in den Entwicklungsländern alle Jugendlichen eine Arbeit finden; alle zwei Minuten stirbt eine Frau an den Folgen von Schwangerschaft oder Geburt; die Zahl der bewaffneten Konflikte ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr; 60 Millionen vertriebene Menschen suchen Zuflucht, Sicherheit und eine Zukunft, und die Mehrheit dieser Menschen wird in Zukunft in Armut, Instabilität und Angst leben. Wir haben hier unseren Beitrag zu leisten, und wir haben ihn in genügendem Masse zu leisten. Die BDP-Fraktion warnt angesichts dieser Tatsachen und Aussichten vor gefährlichen Übungen wie den Rückweisungen, die auch die rechtzeitige Inkraftsetzung gefährden würden, und davor, die Mittel so zu kürzen, dass wir unsere humanitäre Tradition nur noch ungenügend pflegen.

Schneider-Schneiter Elisabeth · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe PDC

Geschätzte Frau Kollegin Quadranti, Sie sagen, dass die Rückweisung ein gefährliches Spiel sei. Die Rückweisung ist ein Instrument, welches wir als Parlament hier haben, um auch andere Schwerpunkte zu setzen. Geben Sie mir Recht, dass das Parlament sonst zu einem Durchlauferhitzer ohne Wirkungskraft wird?

Quadranti Rosmarie · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe BD

Nein, Sie sehen das wirklich nicht richtig. Sie müssen sehen - ich habe es zu erklären versucht -, dass die Rückweisung die rechtzeitige Inkraftsetzung etwas gefährdet. Es konnte nicht anders gemacht werden. Aber wenn wir hier zurückweisen, gefährden wir auch die Verträge mit den Hilfswerken wie - ich habe sie aufgezählt - das Rote Kreuz, Helvetas, Heks. Wenn Sie das gefährden wollen, müssen Sie zurückweisen.

Köppel Roger · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Wer sich durch die hier zur Debatte stehende, 422 Seiten starke Botschaft zur sogenannten internationalen Zusammenarbeit durchgekämpft hat - und ich habe mich selber redlich durchgekämpft -, dem fällt zuallererst der Grundtenor auf, mit dem hier in lauten Tönen gesungen, geträllert und gejubelt wird. Der Bundesrat bzw. der Verwaltungsapparat von Deza bis Seco singen das schöne, harmonische Lied einer einmaligen Erfolgsgeschichte. Die schweizerische Entwicklungshilfe erscheint hier im herzerwärmenden Licht des ausschliesslich Lieben, Schönen und Guten. Da lesen wir betreffend die Ukraine zwar von ein paar Schwierigkeiten, vor allem aber, und hübsch eingerahmt, die rührende Geschichte von drei heroischen Hilfsgütertransporten mit Schweizer Chemikalien. Oder wir lesen wörtlich folgenden Satz: "Mehr und stark wachsende KMU tragen - wie etwa in der Ukraine - zu einem inklusiveren Entwicklungsprozess mit mehr Arbeitsplätzen bei." Letzten Montag aber haben wir von Ihnen, geschätzter Herr Bundesrat Burkhalter, in der Sendung "Eco" des Schweizer Fernsehens über die Ukraine wörtlich ganz anderes gehört: "Nehmen wir ein Beispiel. Wir haben sehr viel in der Ukraine gemacht, aber seit mehr als zwanzig Jahren hat es dort fast nur Korruption, es gibt kein Vertrauen zwischen den Leuten und dem Staat, es wurde alles vernichtet, und darum BO 2016 N 791 müssen wir alles von vorne neu aufbauen." Das ist doch Klartext des Aussenministers, und wir verstehen Ihre Botschaft. Was wir überhaupt nicht verstehen, ist, warum Sie in Ihrer irreführenden 422-seitigen Botschaft über die Entwicklungshilfe zur Ukraine das exakte Gegenteil erzählen.

In meinem Hauptberuf geht es um Wörter. Wir tun gut daran, genau hinzuhören, welche Wörter Bundesrat und Verwaltung verwenden. Seit den beginnenden Sechzigerjahren sprach man von "Entwicklungshilfe", zuvor sogar von "unterentwickelten Ländern". Irgendwann wurde daraus die "internationale Entwicklungszusammenarbeit", und jetzt heisst der Titel der Botschaft nur noch "internationale Zusammenarbeit". Das Wort "Entwicklung" musste der angeblichen Partnerschaft auf Augenhöhe weichen. Aber, entschuldigen Sie, ein Spender ist nicht das Gleiche wie ein Empfänger. Doch selbstverständlich will man aus falsch verstandener Korrektheit mit dem Wort "Zusammenarbeit" die Tatsache dieser Ungleichheit und damit die Wirklichkeit verschleiern. Wenn die Wörter ihre Bedeutung verlieren, dann verlieren die Völker ihre Freiheit.

Die "Weltwoche" hat in einem ziemlich hartnäckigen Kraftakt, gestützt auf das Öffentlichkeitsprinzip, vom aussenpolitischen Departement die Liste der mit Bundesgeldern unterstützten über 180 Organisationen erhalten. Die Kriterien für die Begünstigung bleiben völlig unklar. Unter den Empfängern von Entwicklungshilfe befinden sich Institutionen wie der Schweizerische Nationalfonds, der Kulturveranstalter Artlink, das World Vegetable Center oder Albinfo, ein Informationskanal für Albaner. Seco und Deza unterstützen sage und schreibe 1222 Projekte in über 100 Ländern. In die sogenannten Schwerpunktländer fliessen nur gerade 30 Prozent der bilateralen direkten Entwicklungshilfe.

Aus der vom aussenpolitischen Departement schon vor vielen Jahren versprochenen Fokussierung ist nichts, rein gar nichts geworden. Die auf 422 Seiten ausufernde Botschaft ist das erschütternde Manifest dieser entwicklungspolitischen Verzettelung.

Herr Bundesrat, Sie betonen jeweils, dass wir als bündnisfreies Land eine universalistische Aussenpolitik betreiben müssten und dass die Entwicklungshilfe im Dienste der Aussenpolitik stehe. Darf ich Sie ganz konkret fragen: Welcher Staat, der in den Genuss eines Teils der 3,4 Milliarden Franken Entwicklungshilfe gekommen ist, hat sich irgendwo in einem Gremium konkret für Schweizer Interessen verwendet? Haben sich unsere klingenden Münzen, vielmehr unsere raschelnden Noten, irgendwann und irgendwie einmal als konkreter aussenpolitischer Vorteil erwiesen? Welche Gegenleistung haben Sie gesehen? Mir ist nicht einmal ein Dankesbrief bekannt. Vor diesem Hintergrund drängt sich mir eine zweite, beunruhigende Frage auf: Verfolgen Sie mit Ihrem weltweiten, universalistischen Geldsegen eigentlich noch die Interessen der Schweiz, oder basteln Sie bereits an einer eigenen, internationalen Karriere auf Kosten der Schweiz und ihrer Steuerzahler?

Früher ahnte man, dass Entwicklungshilfe nichts nützt. Heute weiss man, dass Entwicklungshilfe schadet. Die Entwicklungshilfe untergräbt die Pflichten, welche die Regierenden gegenüber der Bevölkerung hätten. Weil sie ihre Bürgerinnen und Bürger mit vielen Gütern, die von aussen kommen, versorgen können, widmen sich die von uns unterstützten Politiker allem Möglichen, nur nicht dem Aufbau einer gesunden Ökonomie für die ihnen anvertrauten Menschen. So werden brüchige und baufällige Staaten garantiert nicht gefestigt, sondern sie werden nur noch baufälliger und brüchiger. Sie sehen es fast täglich in den Nachrichten: Jedes Flüchtlingsboot, das mit seinen afrikanischen Passagieren im Mittelmeer versinkt, ist ein tragisches Sinnbild des totalen Scheiterns der Entwicklungshilfe.

Und selbstverständlich muss z. B. Afrika jederzeit als hilfsbedürftig dargestellt werden, damit die Gelder weiter fliessen und die Entwicklungshilfeindustrie in diesem zutiefst korrupten System bis in alle Ewigkeit ihr Auskommen findet. Entwicklungshilfe ist eben keine Hilfe, sondern sie zementiert bei den Empfängern eine Nehmerhaltung und verfehlte Strukturen. Anstatt darüber nachzudenken, mit welchen Produkten sie die Märkte erobern könnten, denken sie z. B. in Afrika heute nur noch darüber nach, was sie tun müssen, um an den Geldsegen aus dem Westen und aus der Schweiz zu kommen. Damit wird kein einziges Problem gelöst.

Seit über neunzig Jahren beschwören wir zu Recht das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Wenn wir diesen hehren Grundsatz ernst nehmen - und wir sollten ihn ernst nehmen -, dann müssen wir endlich auch die Kraft haben, Afrika sich selber zu überlassen, damit Afrika sich selber hilft.

Die SVP-Fraktion ersucht Sie deshalb, die vorliegende, ausufernde Botschaft des Bundesrates zurückzuweisen, unter anderem mit folgenden Aufträgen: Erstens ist die viel zu hohe Entwicklungshilfe drastisch auf 0,4 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu kürzen. Zweitens soll sich der Bundesrat wirklich auf Schwerpunktländer konzentrieren, statt sich in 105 Ländern zu verzetteln. Und drittens soll der Bundesrat dafür sorgen, dass unser Geld nur den wirklich Bedürftigen zugutekommt, anstatt eine Unzahl von inländischen Profiteuren zu beglücken. Katastrophenhilfe und die unmittelbare Hilfe bei Hunger und Not müssen hier im Vordergrund stehen.

Müller Walter · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe libéral-radical

Ich äussere mich nur zum Rückweisungsantrag aus der CVP-Fraktion. Kann man mit Politikmarketing Politik ersetzen? Oder anders gefragt: Kann das Marketing dem Produkt vorangehen? Die Antwort überlasse ich Ihnen. Im Lichte dieser Fragen möchte ich kurz den Rückweisungsantrag mit Ihnen durchgehen:

"1. Die Botschaft ist im Rahmen des vom Bundesrat vorgeschlagenen Kreditrahmens gezielt auf die zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre zu fokussieren: Katastrophenhilfe, Armutsrisiken, Migration, internationale Sicherheit."

In genau diesen geforderten Punkten setzt die vorliegende Botschaft Prioritäten. Das werden Sie sicher auch vom Bundesrat noch hören, besonders wenn Sie meine Minderheit mit der Fokussierung auf humanitäre Hilfe und Friedensförderung auf Seite 5 der Fahne unterstützen. Interessant ist Punkt 1, da ist Herr Köppel widersprüchlich: Die SVP unterstützt ja diese Rückweisung mit der klaren Forderung, den bundesrätlichen Kreditrahmen einzuhalten. Sie hat aber sowohl in der Finanzkommission als auch in der APK Kürzungsanträge unterstützt. Ich bin gespannt, was Sie hier sagen werden.

"2. Die Botschaft soll Auskunft über konkrete quantifizierte Wirkungsziele geben (analog Kapitel 4, Seco). Diese Wirkungsziele sollen sich auf Prioritäten fokussieren."

Diese Forderung wurde aufgenommen; Sie finden dies auf Seite 6 der Fahne mit folgendem Wortlaut: "Der Bundesrat berichtet dem Parlament in der Mitte und am Ende der Laufzeit des Rahmenkredites über die Zielerreichung und die Wirksamkeit der ergriffenen Massnahmen. Er berichtet in Form von thematischen Evaluations- und Wirkungsberichten über die Ergebnisse der länderbezogenen Programme und jener Massnahmen, die über die multilaterale Hilfe unterstützt werden."

"3. Die Festlegung der Schwerpunktländer und -regionen soll überprüft und begründet werden. Die Botschaft soll ihre Aufträge vermehrt mit migrationsspezifischen Schwerpunkten versehen. Es ist zudem zu prüfen, welche weiteren Ausgaben im Rahmen der zu erwartenden Migrationsströme in die Schweiz in die IZA-Ausgabenkompetenz fallen können."

Nun muss ich Ihnen sagen: Diese Forderung wurde immer wieder gestellt und auch umgesetzt; das ist klar bei einer Fokussierung. Aber jedes Mal, wenn ein Land, aus welchen Gründen auch immer, gestrichen wurde, gab es Proteste in der Aussenpolitischen Kommission, und zwar von allen Fraktionen, das muss ich schon erwähnen, auch von der SVP - die Botschaftsschliessungen lassen grüssen.

"4. Es soll in der Botschaft aufgezeigt werden, welche Konditionalitäten im Rahmen der Internationalen Zusammenarbeit eingegangen werden (Rückübernahmeabkommen, Christen- bzw. Minderheitenverfolgung)."

BO 2016 N 792Diese Forderung ist besonders interessant. Wenn Sie auf der Fahne auf Seite 8 nachschauen, finden Sie bei Artikel 1b eine Minderheit der APK, die Folgendes beantragt: "Mittel aus diesen Krediten werden nur ausbezahlt, wenn das Empfängerland in asyl- und migrationspolitischen Belangen im Grundsatz mit der Schweiz kooperiert." Interessanterweise ist die Rückweisungsantragstellerin - dabei denke ich an die CVP -, die diese Konditionalität in der Rückweisung fordert, nicht in der Minderheit bei Artikel 1b vertreten; das ist schon etwas spannend.

"5. Die Wirksamkeit der Osthilfe ist zu überarbeiten. Eine Zweckentfremdung der Mittel an Nicht-EU-Staaten kann nicht Sinn der Kohäsionszahlungen sein."

Jetzt frage ich mich, ob die CVP die Botschaft wirklich gelesen hat. Zu den Kohäsionszahlungen: Erstens sind Gelder der Osthilfe keine Kohäsionszahlungen. Zweitens ist, wenn je wieder Kohäsionszahlungen ein Thema wären, das sicher nicht der Fall, bevor wir eine Einigung mit der EU haben. Drittens sind es sicher keine Transferzahlungen in jene Länder, wo man schon mit 50 Jahren an die Pension denkt. Die Schweiz als Pionier einer Transferunion - will das die CVP tatsächlich? Ich denke, das wollen wir alle nicht.

"6. Die Entwicklungszusammenarbeit soll sich gemäss der Agenda 2030 zusätzlich noch anderen globalen Herausforderungen als der Armutsbekämpfung stellen. Eine dieser Herausforderungen ist die internationale Sicherheit. Die Botschaft soll aufzeigen, wie die Entwicklungszusammenarbeit die internationale Sicherheit, insbesondere die Terrorismusbekämpfung, wirkungsvoll beeinflussen oder unterstützen kann."

Genau das tun Sie, wenn Sie meinem Minderheitsantrag zustimmen, mit einer Fokussierung der Mittel auf humanitäre Hilfe und Friedensförderung. Frieden ist die beste Versicherung gegen Terrorismus.

Büchel Roland Rino · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Geschätzter Kollege Müller, ich bin mit einigem einverstanden, was Sie gesagt haben, aber Sie haben jetzt eine Breitseite gegen die SVP abgefeuert, weil wir uns dagegen gewehrt haben, dass gewisse Botschaften und Konsulate geschlossen werden. Diese setzen sich für die Schweizer Bürger ein. Was hat das mit einer Verzettelung der Entwicklungshilfegelder zu tun? Wieso bringen Sie das durcheinander?

Müller Walter · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe libéral-radical

Ich bringe das nicht durcheinander, es ist eigentlich die gleiche Mechanik. Wenn Botschaften geschlossen werden, gibt es einen grossen Aufschrei. Wenn bei einem Land die Entwicklungshilfe gestrichen wird - ich bin jetzt bald dreizehn Jahre in der Aussenpolitischen Kommission, ich kenne das -, kommen von allen Seiten Vorwürfe, warum es gerade dieses Land sein müsse. Ich erinnere an Pakistan: Dieses Land sei auf dem Sprung, erfolgreich zu werden - jetzt sollten wir doch nicht unsere Entwicklungshilfe abbrechen!

Es besteht schon ein Problem. Ich kenne dieses Problem: Wir fordern einerseits eine Fokussierung, und andererseits haben wir Vorbehalte, wenn es konkret wird, weil vielleicht genau jenes Land, dem die Streichung droht, für die einen oder anderen sehr wichtig ist. Da gibt es eben diese Widersprüche. Die Botschaften habe ich nur erwähnt, weil es der gleiche Meccano ist.

Schneider-Schneiter Elisabeth · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe PDC

Sie haben leider sehr wenige Ausführungen zur Frage gemacht, warum Sie den Kredit, welchen Ihr Aussenminister - unser Aussenminister, der Ihrer Partei angehört - beantragt, kürzen wollen. Sie wollen diesen ja kürzen. Könnten Sie das im Detail noch begründen?

Müller Walter · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe libéral-radical

Ich werde diesen Kürzungsantrag selbstverständlich bei der Behandlung meiner jeweiligen Minderheitsanträge II zu Artikel 1 begründen. Übrigens ist es keine Kürzung, sondern eine Plafonierung auf dem heutigen Niveau. Aber ich muss Ihnen sagen: Ist das ehrliche Politik? Sie kritisieren hier die ganze Botschaft. Sie sagen, alles sei schlecht. Und gleichzeitig sagen Sie: "Ja, wir geben mehr Geld, aber wir wollen nicht genau wissen, wofür; wir geben trotzdem mehr Geld." Das ist ein Widerspruch, den Sie auflösen müssen. Wir sagen ganz klar, dass wir nicht jetzt Politik auf dem Buckel der Ärmsten machen wollen. Diejenigen, die unsere humanitäre Hilfe heute benötigen, können nicht auf eine Rückweisung vertrauen. Die brauchen das Geld. Machen Sie also Politik für die Bedürftigen, und machen Sie nicht Politik oder Politikmarketing auf dem Buckel derjenigen, die unsere humanitäre Hilfe brauchen!

Portmann Hans-Peter · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical

Wir beraten heute die strategische Ausrichtung des wichtigsten aussenpolitischen Instrumentes. Das Schlüsselwort ist hier "strategisch": Das Parlament muss endlich einmal lernen, strategisch zu arbeiten und nicht immer operativ in die Tätigkeiten hineinwirken und all das auch noch in solche Vorlagen einbauen zu wollen. Gerade da hat der Bundesrat auf vorbildliche Weise eine detaillierte Auslegeordnung in der an uns herangetragenen und beantragten Strategie vorgenommen. Man darf auch sagen - das ist Ihnen doch wohl nicht entgangen -: Die Schweiz hat dank einem starken Leistungsausweis des EDA in den letzten vier Jahren in der Aussenpolitik an Gewicht gewonnen. Lachen Sie bitte nicht, aber es ist wie an einer Castingshow: Natürlich gehört auch die "bella figura" unseres Aussenministers dazu - der Umstand, dass er momentan einen Gips trägt, wird an diesem Lack auch nicht kratzen. Hier wurde eben gute Arbeit geleistet.

Aussenpolitik in einer globalisierten Welt ist eben auch Innenpolitik - akzeptieren wir das endlich! Mit der Aussenpolitik und auch mit der internationalen Zusammenarbeit werden unsere Volkswirtschaft, unsere Rechtsprechung, unsere Bevölkerungsentwicklung und auch der Gesellschaftswandel tangiert.

Die FDP-Liberale Fraktion wird auf die Vorlage eintreten, lässt sich bei der Umsetzung aber von vier Grundsätzen leiten:

1. Die humanitäre Hilfe soll sich schwerpunktmässig auf Regionen in der unmittelbaren Nachbarschaft Kontinentaleuropas beziehen.

2. Die Deza soll sich auf wenige Kernkompetenzen konzentrieren und ihre Entwicklungsprojekte vorwiegend auf diese abstimmen.

3. Bei unseren Aktivitäten zur Förderung von Frieden und Sicherheit muss unsere Neutralität eine Schlüsselrolle spielen.

4. Die finanzielle Entwicklungshilfe soll auf Hauptherkunftsstaaten von Asylsuchenden konzentriert werden, bei denen ein Rücknahmeabkommen in Aussicht steht.

Sommaruga Carlo · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe socialiste

Cela a été rappelé par les rapporteurs, la Constitution donne mandat à la Confédération, c'est-à-dire au Conseil fédéral et au Parlement, de mener une politique internationale qui intègre la lutte contre la pauvreté, un engagement pour un développement mondial harmonieux, la promotion de la paix et des droits de l'homme. Ce mandat rejoint de fait les engagements que le Conseil fédéral a pris au niveau international avec les Objectifs du Millénaire pour le développement et, très récemment, avec les objectifs de développement durable. Ces engagements demandent une plus grande responsabilité, de plus grands moyens financiers, et, surtout, une cohérence accrue. Il est d'autant plus important de prendre au sérieux ce mandat que les crises humanitaires et celles liées au changement climatique ne font que de se renforcer.

Lors du traitement des messages précédents, par une alliance politique empreinte de réalisme, de solidarité et de responsabilité, nous avions réussi à faire passer une réforme en profondeur de la Direction du développement et de la coopération, à favoriser, dans le sillage des conférences de Paris et d'Accra, l'instauration d'une culture nouvelle d'évaluation des programmes et des projets de développement. Mais aussi, avec l'engagement déterminé de l'ancienne conseillère nationale PDC Chiara Simoneschi-Cortesi et de l'ancien conseiller aux Etats PLR Felix Gutzwiller, nous avions réussi à porter l'aide publique au BO 2016 N 793 développement à 0,5 pour cent du revenu national brut, ce qui est important. Cette alliance faisant preuve de responsabilité et de cohérence en termes de politique de développement avec les engagements de la Suisse à l'ONU a permis de résister pendant ces six dernières années à toute tentative de remettre en question l'objectif de 0,5 pour cent du revenu national brut.

Cette évolution de la politique de développement de la Suisse a été saluée par le Comité d'aide au développement de l'Organisation de coopération et de développement économiques. Dans ce contexte, c'est avec une déception non dissimulée que le groupe socialiste a pu constater que le Conseil fédéral avait brisé cette dynamique vertueuse et avait remis en cause l'objectif de porter l'aide publique au développement à 0,5 pour cent du revenu national brut. De cette façon, le Conseil fédéral a ouvert la porte à d'indignes sous-enchères financières parlementaires, tant au sein de la Commission des finances qu'au sein de la Commission de politique extérieure, alors même que la richesse de la Suisse a continué à croître et que les besoins pour la lutte contre la pauvreté et la faim ainsi que pour l'action pour une meilleure santé et l'éducation dans le monde ne cessent de croître et sont toujours extrêmement importants. Donner un tel signal, qui témoigne d'une attitude de repli, est d'autant plus difficile à comprendre que l'aide technique bilatérale de la Suisse est le volet le plus fortement touché par la diminution des crédits-cadres prévus dans le projet, alors que l'aide bilatérale est celle qui est la plus efficace pour marquer la position de la Suisse et venir en aide directement aux populations.

Mais le message sur la coopération internationale 2017-2020 a une qualité essentielle en cela qu'il est une approche intégrée des divers instruments d'aide humanitaire, de coopération technique, de coopération économique et de sécurité humaine. Ainsi, le groupe socialiste entrera en matière sur tous les crédits-cadres avec la volonté de rehausser la part allouée à l'aide publique au développement à 0,5 voire à 0,7 pour cent du revenu national brut, en cohérence avec les engagements pris.

Le groupe socialiste rejette catégoriquement les propositions de renvoi. Au projet 5, celle de la minorité I (Stamm) n'a pas de sens parce qu'elle confond méthode de calcul de l'aide publique au développement et crédit-cadre. Celle de la minorité II (Reimann Maximilian) vise tout simplement à soumettre les choix de la Suisse à la communauté internationale et non l'inverse. Quant à celle de la minorité I (Schneider-Schneiter), qui porte sur tous les projets, nous partageons tout à fait ce qui a été dit par Monsieur Walter Müller, mais permettez-moi encore de faire des remarques sur la forme.

Cela fait deux ans que ce message est en discussion auprès de la Commission consultative de la coopération internationale, où le groupe PDC est représenté par l'auteure de la proposition de renvoi. Depuis 18 mois, nous discutons de ce message au sein de la Commission de politique extérieure et, lorsque j'en étais président, je l'ai fait mettre à l'ordre du jour à plusieurs reprises afin d'étudier sa gestation. Or, à aucun moment, le groupe PDC, que ce soit au sein de la commission consultative ou au sein de la Commission de politique extérieure, n'a mis sur le papier les requêtes formulées dans la proposition de renvoi de la minorité I (Schneider-Schneiter). On ne peut pas travailler de cette manière! Ce n'est pas respectueux de la confiance que l'on peut avoir au sein de la commission consultative; ce n'est pas sérieux du point de vue du travail de la Commission de politique extérieure et ce n'est pas respectueux de l'administration que de demander le renvoi de tout le paquet afin de le réinventer en quelques mois, voire en quelques semaines.

On le sait, le renvoi au Conseil fédéral aboutirait à ce que le projet ne soit prêt ni pour la fin de l'année, ni pour le début de l'année prochaine, alors que les crédits-cadres sont nécessaires. C'est pour cela, chers représentants du groupe PDC, que vous avez le soutien si appuyé du groupe UDC. Ce n'est pas parce qu'il partage vos préoccupations, mais c'est parce qu'il veut saper l'aide au développement. C'est quand même assez incroyable que le groupe PDC, qui a soutenu l'objectif visant à allouer 0,5 pour cent du revenu national brut à la coopération au développement, se retrouve aujourd'hui en situation de soutenir la politique de non-coopération de l'UDC.

Je vous invite donc à rejeter la proposition de la minorité I, défendue par Madame Schneider-Schneiter.

Naef Martin · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste

Vielleicht noch auf Deutsch, ich zitiere aus Artikel 54 der Bundesverfassung: "Der Bund setzt sich ein für die Wahrung der Unabhängigkeit der Schweiz und für ihre Wohlfahrt; er trägt namentlich bei zur Linderung von Not und Armut in der Welt, zur Achtung der Menschenrechte und zur Förderung der Demokratie, zu einem friedlichen Zusammenleben der Völker sowie zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen." Die Zusammenführung verschiedener Aspekte dieser Arbeit - nämlich Nothilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung - stimmt, weil sie miteinander zu tun haben. Es geht also um die Ziele der Bundesverfassung, aber auch um eine Verpflichtung im Rahmen der OECD. Dabei ginge es eigentlich um 0,7 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Wir müssten und könnten also mehr tun.

Es geht hier nicht um Almosen oder Feigenblätter, sondern um sehr konkrete und gute Projekte. Es geht um Werte, Verantwortung, um ganz konkrete Perspektiven für Menschen. Wenn wir heute über Migration, Flucht, Krieg, Hunger sprechen, dann hat das auch auf unser Land Wirkungen. Umso wichtiger ist es eben, nicht nur vor Ort, wie das die Kollegen von der SVP immer betonen, Hilfe zu leisten, sondern langfristig in Konfliktprävention zu investieren, Perspektiven aufbauen zu helfen. Tun wir also, was wir können, und zwar nicht nur beim Tunnelbau! Handeln wir nachhaltig, präzis, wirksam, effizient, menschenfreundlich und mit multikultureller Kompetenz!

Machen wir hier nicht den Fehler, aus kurzfristigem "Geschmürzel" die positiven Wirkungen unseres Handelns auszublenden! Wir haben hier eine Verpflichtung nicht nur gegenüber Menschen, gegenüber unseren hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung, die sich hier hochprofessionell, kompetent und engagiert einsetzen, sondern auch eine Verpflichtung gegenüber uns selbst. Tun wir also, was wir tun können! Tun wir mehr!

Von einer Rückweisung erhoffe ich mir nun wirklich keinen Erkenntnisgewinn. Sagen Sie doch konkret, was Sie damit meinen, wenn Sie von "Fokussierung" und "Verzettelung" sprechen! Wollen Sie sparen? Wünschen Sie eine Privilegierung von Staaten, die Rückführungen ermöglichen? Meinen Sie einzelne Projekte, meinen Sie einzelne Prioritäten?

Wir sprechen hier über einen Rahmenkredit. Alliance Sud, Frau Schneider-Schneiter, verlangt geografisch eine Fokussierung auf die ärmsten Länder und thematisch eine Fokussierung auf die Armut. Sie will aber sicher nicht einen befremdlichen Fokus auf Migration und Sicherheit. Wir werden uns in der Kommission bei der Umsetzung selbstverständlich kritisch mit diesen Aspekten auseinandersetzen können und müssen; hierher gehört dies aber nun wirklich nicht.

Ich bitte Sie darum, auf die Vorlage einzutreten, sich für einen Ausbau des Kredites auszusprechen und unsere Minderheitsanträge zu unterstützen.

Büchel Roland Rino · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Geschätzter Kollege Naef, Sie stellen die konkreten positiven Wirkungen dem - ich zitiere Sie - "kurzfristigen Geschmürzel" gegenüber. Ich möchte von Ihnen etwas anderes konkret wissen: die Zahlen. Sie stellen nämlich auch die im bundesrätlichen Entwurf genannten 0,48 Prozent des Bruttonationaleinkommens den 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens gegenüber, die Sie fordern. Man kann diese Zahlen auch konkretisieren: Damit würden Sie in den nächsten vier Jahren 7 Milliarden Franken mehr ausgeben als die Finanzkommission. Wo wollen Sie das einsparen? Wollen Sie beim Sozialen, bei der Bildung, bei der Sicherheit sparen, oder wollen Sie diese Milliarden einfach zusätzlich ausgeben?

Naef Martin · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste

BO 2016 N 794Sie haben hier einen Sparfokus. Ich habe eine längerfristige Perspektive, denn ich glaube, dass wir uns sehr vieles an zukünftigen Problemen sparen können, auch in den Bereichen, die ich genannt habe und die mit dieser langfristigen, nachhaltigen Politik zusammenhängen. Wenn Sie natürlich den Fokus haben, wo Sie sparen wollen, können Sie den haben. Ich glaube aber, es ist eine Investition in die Zukunft der Welt und damit auch unseres Landes, wenn wir das hier eben gerade nicht tun. Und ich werde Ihnen jetzt nicht den Gefallen tun - das wäre dann wieder "Geschmürzel" -, mit der Armee oder der Landwirtschaft zu kommen. Ich glaube, das sind sinnvolle Investitionen im Gesamtinteresse unseres Landes.

Arslan Sibel · Mit-F · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe des VERT-E-S

Wie wird die Schweiz im Ausland wahrgenommen? Sie steht für Menschenrechte, Demokratie, Frieden und Solidarität und die Leistung humanitärer Hilfe. International geniesst die Schweiz in der Entwicklungszusammenarbeit einen guten Ruf. Sie engagiert sich nachhaltig und zieht sich nicht vorschnell zurück.

Anlässlich der Verabschiedung der Botschaft über die internationale Zusammenarbeit schreibt der Bundesrat in seiner Medienmitteilung: "Die internationale Zusammenarbeit geht langfristig indirekt gegen die Ursachen der Migration vor, die durch Konflikte, Armut, wirtschaftliche Perspektivlosigkeit, Willkür, Menschenrechtsverletzungen oder Folgen des Klimawandels bedingt sind." Es ist kein Geheimnis, dass die Entwicklungshilfe unter dem Strich auch den Interessen der Schweiz dient. Die Schweiz beteiligt sich aktiv vor Ort an der Bekämpfung der Probleme, sie vertritt die Meinung, dass genau so der Friede und die Sicherheit in diesen Ländern garantiert werden können. Die meisten Asylgesuche kommen zurzeit aus Ländern, die instabil sind. In vielen Ländern fördern Armut und Ungleichheit die politische Instabilität. Dürren oder Überschwemmungen auf der einen Seite, bewaffnete Konflikte auf der anderen Seite sind ebenfalls Fluchtgründe. Genau dort setzt auch die Entwicklungszusammenarbeit an. Deshalb ist es unverständlich, dass genau in diesen akuten Krisenzeiten eine Kürzung der Hilfe verlangt wird.

Eine konsequente Politik heisst, die aktuelle schwierige Situation auf der Welt zu würdigen. Deshalb kommt für die grüne Fraktion eine Kürzung zur jetzigen Zeit nicht infrage. Vielmehr sind wir der Auffassung, dass das seit Langem abgegebene Versprechen, die APD-Quote auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu setzen, gerade jetzt erfüllt werden müsste. Deshalb beantragen wir auch die sukzessive Erhöhung der APD-Quote bis 2020 auf 0,7 Prozent.

Innert kürzester Zeit kamen im Rahmen der Aktion "Weckruf", unter anderem unterstützt von Alliance Sud, mehr als 30 000 Unterschriften zusammen, mit welchen Schweizerinnen und Schweizer ein Zeichen gesetzt und gesagt haben: "Nein, nicht so. Es darf nicht bei der Entwicklungshilfe gekürzt und gespart werden." Was machen wir? Wieso nehmen wir diese Menschen nicht ernst? Das Budget für die internationale Zusammenarbeit wurde bereits für das laufende Jahr 2016 massiv gekürzt. Als Vergleichsjahr müsste das ungekürzte Budget 2015 angeschaut werden, der Bundesrat geht aber in seiner Kommunikation vom Vergleichsjahr 2016 aus. Trotz Milliardenüberschuss in der Staatsrechnung 2015 gibt es massive Sparmassnahmen; besonders hart trifft es die internationale Zusammenarbeit. Mit diesen Kürzungen werden die Glaubwürdigkeit und der Ruf der Schweiz als verlässliche Partnerin aufs Spiel gesetzt.

Selbstverständlich sind wir auch der Meinung, dass mit den Finanzen haushälterisch umgegangen werden muss und dass die Schweiz Schwerpunkte bei den Projekten setzen sollte, um die Visibilität der einzelnen Programme und eine Programmtiefe zu erreichen. Sich auf Schwerpunktprogramme zu fokussieren und sich auf einige ausgesuchte Länder zu reduzieren wird auch von der OECD in "country reviews" empfohlen. Das ist auch die Haltung von Alliance Sud und nicht, wie Sie, Frau Schneider-Schneiter, vorhin gemeint haben, dass der Fokus auf einzelne Themenfelder gelegt wird. Wir haben ein gewisses Verständnis für den Minderheitsantrag Schneider-Schneiter, dass man einen Fokus auf einzelne Bereiche setzen sollte, aber wir denken nicht, dass es mit einer Rückweisung der Botschaft erreicht werden kann. Die Menschen müssen planen können, und nach dieser Fokussierung könnten wir dann in den nächsten zwei Jahren wieder nachfragen.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Schweiz zu keinen Allianzen gehört und deshalb die Beziehungen zu ihren Partnern selber pflegen muss, um eine gute Aussenpolitik machen zu können. Der Vorteil für die Schweiz ist, dass sie in der Aussenpolitik Kontakte zu mehr Ländern hat, was wir auch nicht unterschätzen dürfen.

Mit unserer Aussenpolitik und unserer Stellung im Ausland sind wir zufrieden. Deshalb lehnen wir die Rückweisungs- und Kürzungsanträge strikt ab. Es ist Zeit, sich solidarisch zu zeigen.

Deshalb bitten wir Sie ebenfalls, auf das Geschäft einzutreten und die Rückweisungs- und Kürzungsanträge abzulehnen.

de la Reussille Denis · Mit-M · Conseil national · Neuchâtel · Groupe des VERT-E-S

Le groupe des Verts soutient une politique ambitieuse en termes de coopération internationale. Un recul de l'aide publique au développement à 0,48 pour cent du revenu national brut représenterait une somme considérable, soit environ 150 millions de francs. Au vu des crises globales actuelles, la Suisse devrait tout faire pour augmenter les moyens de la coopération au développement à 0,7 pour cent du revenu national brut, comme cela a été décidé au niveau international. En février 2011, le Parlement et le Conseil fédéral s'étaient engagés à atteindre 0,5 pour cent du revenu national brut en 2015, notamment à la suite d'une pétition de plus de 200 000 citoyennes et citoyens de notre pays.

Le groupe des Verts soutient la plate-forme des ONG suisses, qui a lancé une campagne pour le maintien des engagements internationaux suisses en matière de coopération internationale. Aujourd'hui, nous faisons appel à vous et vous demandons d'exprimer, par votre vote en faveur du 0,7 pour cent, votre soutien à la politique extérieure suisse dont la coopération internationale est un pilier central basé sur la Constitution fédérale et la loi.

Au moment où des conflits et des situations invivables poussent des centaines de milliers de personnes à rechercher à tout prix un lieu où vivre sereinement, leur permettre de trouver dans leur pays des conditions de vie dignes pour elles et pour leurs familles est tout aussi important, si ce n'est plus important, que de pallier à l'urgence humanitaire.

Poser les bases d'un développement durable pour tous, c'est précisément ce à quoi se sont engagés en septembre 2015 les leaders mondiaux en adoptant les 17 objectifs de développement durable proposés par les Nations Unies. La stratégie du Conseil fédéral pour le développement reprend explicitement ces objectifs et réaffirme sa volonté de contribuer à un monde vivable pour tous les êtres humains.

Fort de sa tradition de solidarité affirmée dans l'après-guerre et fixée dans l'article 54 de la Constitution fédérale, notre pays se doit de poursuivre son engagement en faveur des peuples et des pays les plus démunis. Notre pays abrite aussi, à Genève, une série d'organismes internationaux et a fondé sa politique et sa réputation internationales sur la promotion des échanges, de la coopération et de la paix.

Réduire l'effort de notre pays en faveur de la coopération internationale serait très dommageable pour son image sur la scène mondiale. En outre, il faut considérer que la coopération internationale ne contribue pas seulement à assurer les conditions de vie des personnes dont les besoins vitaux ne sont pas couverts, mais qu'elle apporte aussi des avantages à l'économie suisse. Ce secteur représente des milliers de postes de travail directs et indirects et stimule l'activité de centaines d'entreprises. Selon des estimations de l'Université de Neuchâtel et de l'Institut de hautes études internationales et de développement de Genève, publiées en 2015, chaque franc investi rapporte 1,19 franc à l'économie suisse.

Pour toutes ces raisons, le groupe des Verts soutient l'engagement international de notre pays et confirme l'objectif de BO 2016 N 795 0,7 pour cent du revenu national brut que notre pays s'est fixé.

En conclusion, le groupe des Verts rejettera toutes les propositions de renvoi du projet au Conseil fédéral.

Moser Tiana Angelina · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe vert'libéral

Wir Grünliberalen wollen eine starke Entwicklungszusammenarbeit. Die Schweiz ist eine absolute Globalisierungsgewinnerin. Wir zählen zu den reichsten Ländern der Welt. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass wir einen angemessenen Beitrag zur Bekämpfung von Armut und zur Linderung von Not auf dieser Welt leisten.

Verantwortung und Solidarität sind dabei wichtige Wegweiser, aber nicht nur. Unser Engagement liegt auch in unserem ureigenen Interesse. Die grossen Herausforderungen unserer Zeit haben globalen Charakter, und das gilt auch für ihre Lösungen. Der Klimawandel und die grossen Krisenherde wie Syrien, mit ihren katastrophalen humanitären Folgen, sind dafür nur Beispiele. Gleichgültigkeit gegenüber diesen Problemen ist nicht nur eine Frage der Werte. Nein, sie hätte auch längerfristig garantiert einen hohen Preis.

Die IZA-Botschaft 2017-2020 definiert sieben strategische Ziele, die die Prävention und Bewältigung von Krisen, den Zugang zu Ressourcen, die Förderung des nachhaltigen Wirtschaftswachstums und die Menschenrechte umfassen. Wir unterstützen diese Ziele. Wie sie erreicht werden, wird im Rahmen der fünf Kredite konkretisiert. Die beiden Kommissionssprecher haben diese ausführlich erklärt. Für uns Grünliberale sind dabei insbesondere folgende Punkte wichtig: Es ist richtig, dass die Fokussierung auf fragile Regionen der letzten Botschaft weitergeführt und verstärkt wird. Das Engagement im Subsahara-Gebiet ist aus entwicklungspolitischer Sicht zur Bekämpfung von Armut und von politischer Instabilität richtig. Die Stabilisierung der Region und damit die Schaffung von Perspektiven sind auch zentral für die Bekämpfung fundamentalistischer Strömungen und für die Linderung des Migrationsdrucks. Kontinuität ist hier absolut zentral und nicht eine Neuausrichtung, wie sie etwa der Rückweisungsantrag der Minderheit I fordert.

Zentral ist für uns auch das Engagement im Umweltbereich. Es zeigt auf, dass internationale Zusammenarbeit auch eine Investition in die eigene Zukunft ist. Der Umweltbereich hat im Vergleich zu früheren Botschaften an Bedeutung gewonnen, sie ist aber noch lange nicht ausreichend. Die Bekämpfung des Klimawandels ist auch aus globaler Sicht wichtig. Aber die Folgen des Klimawandels führen eben auch direkt zur Steigerung der Armut oder können Konflikte verstärken. Fortschritte der Armutsreduktion werden dadurch gefährdet.

Durch die Erhöhung auf 0,5 Prozent des Bruttonationaleinkommens konnte gerade das Engagement im Klima- und Umweltbereich verstärkt werden. Wichtig ist, dass wir uns im Umweltbereich nicht nur auf den Klimawandel konzentrieren. Die Herausforderungen umfassen auch Themen wie die Biodiversität, die Wasserproblematik oder das Abfall- und Chemikalienmanagement. Ein stärkeres Engagement ist auch im Sinne von internationalen Verpflichtungen wie der Biodiversitätskonvention angezeigt.

Auch im Bereich der internationalen Zusammenarbeit sind der transparente und effiziente Mitteleinsatz und eine Prüfung von Wirksamkeit absolut zentral. Dazu zwei Punkte:

1. Es wurden in den vergangenen Jahren Verbesserungen erreicht. Ja, es hat durchaus ein gewisser Kulturwandel stattgefunden. Der Bericht zu den fragilen Regionen ist hierfür nur ein Beispiel. Dieser Prozess muss konsequent weitergeführt werden.

2. Das internationale Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit und deren Resultate können nicht immer in einfachen Kausalitäten und Kennzahlen zusammengefasst werden. Gerade das Engagement in fragilen Kontexten ist höchst anspruchsvoll und hängt von zahlreichen äusseren Faktoren ab, die sich nicht einfach messen lassen. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa das Engagement in Afghanistan. Transparenz und Rechenschaft über Erfolge und Misserfolge sind aber unabdingbar.

Wir Grünliberalen lehnen alle Rückweisungsanträge der Minderheiten geschlossen ab. Wir sind uns gewohnt, dass die SVP keine Freundin der Entwicklungszusammenarbeit ist und hier auch immer Rückweisungs- oder Ablehnungs- bzw. Kürzungsanträge stellt. Neu ist, dass die CVP bewusst eine Schwächung der internationalen Zusammenarbeit mit ihrem Rückweisungsantrag der Minderheit I (Schneider-Schneiter) in Kauf nimmt. Natürlich könnte man die Botschaft anders oder konziser formulieren. Das ist aber definitiv kein Grund, eine Schwächung der internationalen Zusammenarbeit und damit eines unserer stärksten Instrumente der Aussenpolitik in Kauf zu nehmen.

Einige Punkte dieses Minderheitsantrages sind bereits in der Botschaft aufgeführt. Man könnte sie etwas anders formulieren. Andere Punkte wie etwa die stärkere Konditionalisierung lehnen wir entschieden ab. Es ist das längerfristige Engagement, das Perspektiven schafft und damit zu einer Linderung des Migrationsdruckes führen kann. Aber es ist definitiv nicht die kurzfristige Ausrichtung an den jeweiligen Bedürfnissen der Regierungen, die hier angestrebt werden muss. Eine Konditionalisierung, wie sie gefordert wird, lehnen wir deshalb entschieden ab.

Ebenso falsch ist es, die Armutsbekämpfung, die Friedensförderung oder gar die humanitäre Hilfe an die Religionszugehörigkeit oder, wie es die CVP-Fraktion will, an den Umgang mit den Christen zu knüpfen. Was ist denn das für eine Aussage? Wir Grünliberalen haben hier offensichtlich eine andere Wertvorstellung.

Wir werden also eintreten und die vier Rückweisungsanträge ablehnen. Wir stehen zu einer starken Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz und hoffen, dass Sie das auch tun.

Chevalley Isabelle · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe vert'libéral

On voit souvent l'aide au développement comme une sorte d'aumône que cette riche Suisse, par son bon coeur, se doit de donner aux pays pauvres. Mais l'aide au développement, ce n'est pas cela. Si on ne s'occupe pas des pays pauvres et en transition, ce sont eux qui vont s'occuper de nous, tôt ou tard! Dans le monde arabe, 75 millions de jeunes sont sans travail et c'est dans cette couche de la population que les djihadistes vont recruter. Le Nigeria, c'est 181 millions d'habitants, avec une moyenne d'âge de 18 ans. Et si cette jeunesse ne trouve pas de travail, que va-t-elle faire, à votre avis? On ne cessera de le dire et de le redire, cela nous coûte moins cher d'aider ces populations sur place que de toutes les accueillir ici. Dans ce sens, je ne comprends pas bien l'attitude de l'UDC, qui ne cesse de vouloir couper dans ces crédits. Chers amis, avez-vous peur que votre thème électoral préféré se tarisse? Maintenir le problème vous permet de maintenir votre électorat, c'est cela? Si vous vouliez vraiment régler les problèmes de migration, alors vous devriez être dans ceux qui demandent des augmentations de crédits et pas l'inverse!

Les deux tiers de l'argent de l'aide suisse sont investis dans des pays dont proviennent les migrants et trois quarts des migrants se réfugient dans des pays proches de leur pays d'origine. Alors pourquoi nier l'évidence et ne pas aider ces pays? Maintenir ces populations dans la pauvreté ou dans des guerres, c'est générer une migration forcée dont on connaît aujourd'hui les conséquences, pour nous et ces pauvres gens. La Suisse a une très bonne réputation, sur la scène internationale, pour amener les différentes parties en conflit autour d'une table à dialoguer. Nous devons continuer sur cette ligne, car les guerres sont source de violence, de souffrances, de pauvreté, de migration forcée et même de pollution.

Oui, tout n'est pas parfait dans ces programmes de soutien, la Direction du développement et de la coopération et le Secrétariat d'Etat à l'économie sont les premiers à le reconnaître et à en tirer les enseignements. Ce n'est pas toujours la faute des choix stratégiques faits par ces offices. On apprend toujours de ses erreurs et cela permet une efficience toujours meilleure. Selon la formule consacrée, j'ai même envie de dire: "J'ai tellement appris de mes erreurs que j'envisage d'en faire encore quelques-unes."

BO 2016 N 796L'action de la Suisse a permis d'aider près de 8 millions de personnes, dans le cadre de la coopération technique et de l'aide financière en faveur des pays en développement. Ceci a permis de contribuer, avec la coopération internationale, à diminuer la proportion de personnes vivant avec moins de 1,25 dollar par jour, soit de 43 pour cent en 1990 à 21 pour cent en 2015.

Monsieur Köppel, je voyage souvent dans les pays où la DDC est présente et, dès que les populations apprennent que je suis suisse, elles me font part de leur grande reconnaissance pour notre soutien. Oui, Monsieur Köppel, les gens nous disent merci, et c'est avec plaisir que je vous invite en Afrique pour vous rendre compte par vous-même des actions de terrain menées et de leur efficacité. Non, nous n'abandonnerons pas l'Afrique!

Le groupe vert'libéral est fier de l'action de la Suisse et entrera en matière. Nous ne soutiendrons pas les propositions de renvoi incompréhensibles, qui laisseraient le gouvernement dans une incertitude dangereuse à l'égard des nombreux programmes en cours.

Aebi Andreas · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Geschätzte Frau Kollegin Chevalley, Sie sind jetzt im Zusammenhang mit den Kürzungen über die SVP hergefallen. Eigentlich ist es aber die Finanzkommission, die mit dem Kürzen begonnen hat. Was, glauben Sie, sind die Gründe der Finanzkommission dafür, dass sie uns die Vorlagen in dieser Form gebracht hat?

Chevalley Isabelle · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe vert'libéral

Monsieur Aebi, cela nous coûtera beaucoup moins cher d'investir dans l'aide à la coopération que d'attendre les migrants ici.

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

J'aimerais tout d'abord vous remercier pour cette première partie de débat pleine de passion, multidirectionnelle, pas toujours très ciblée, "fokussiert". Je vous en remercie parce qu'il faut avoir un certain nombre d'émotions et manifester de la passion, mais il faut aussi savoir revenir à l'essentiel.

De quoi s'agit-il? Il s'agit de fixer le cadre de l'engagement de notre pays de manière à réduire et, si possible, à prévenir la détresse et les guerres dans notre monde. Le cadre de l'engagement, ni plus ni moins. Il ne s'agit pas de fixer jusqu'à la dernière virgule le montant des crédits de paiement. Cela relève de l'examen du budget de la Confédération. J'y reviendrai à plusieurs reprises, car je crois qu'il y a une mauvaise compréhension de cette différence.

Au début de la législature, votre tâche, dans ce dossier comme dans d'autres, est de fixer le cadre de l'engagement de la Confédération de manière que nous puissions mener à bien nos travaux, planifier à long terme les investissements. Ensuite, les tranches budgétaires, qui concernent les possibilités de financement à court terme, sont à discuter. Nous en avons d'ailleurs tenu compte. Le Conseil fédéral a travaillé d'arrache-pied sur le plan financier et sur un premier programme de stabilisation. Tout cela se fait au niveau des crédits de paiement. Mais, pour travailler et planifier à long terme, ce que demande la loi, il nous faut ces crédits-cadres d'engagement. C'est de cela qu'il s'agit dans les projets qui vous ont été soumis.

Pour définir un peu mieux ce cadre avec vous, comme cela a été fait en commission, il faut bien sûr lire le message de plus de 400 pages - qui vous a tous passionnés - et regarder au-delà de la Coupole et du Palais fédéral, parfois pas si loin que cela, pour comprendre ce qui se passe dans notre monde et pour décider ce que l'on veut.

Alors, que voit-on dans notre monde? Nous voyons que de nombreux endroits sont frappés par la fragilité, par la souffrance. L'instabilité de ce monde accentue les désespoirs. Si on prend le cas de la Syrie, que vous avez évoqué à plusieurs reprises, c'est une crise de notre temps, et les crises de notre temps sont malheureusement longues. Elles peuvent durer des années, déplacer des millions de personnes et en faire des réfugiés et encore plus de personnes qui ont besoin d'aide humanitaire. J'ai rencontré beaucoup de personnes déplacées, de réfugiés, et tous voulaient rentrer chez eux; la seule chose qu'ils souhaitaient, c'était de rentrer à la maison.

Ce qu'ils veulent, ce n'est pas d'aller plus loin, de prendre des risques et de traverser les mers, les déserts ou je ne sais quoi, mais de rentrer chez eux. Mais c'est impossible avec des crises qui durent des années. Alors que feriez-vous à leur place? Personnellement, je ne serais jamais resté aussi longtemps que certains l'ont fait. Je ne pense pas que j'aurais eu la résilience dont certains ont fait et font encore preuve.

Les millions de personnes qui ont des besoins sur le plan humanitaire avaient pour la plupart des activités et une vie avant les crises. C'est terrible de se retrouver tout à coup en situation de besoin d'aide humanitaire, alors qu'on ne le souhaite pas; ce n'est pas un voeu que de se retrouver dans une situation pareille. Par conséquent, les crises modernes que nous connaissons sont de ce type. Lors de telles crises - et j'aimerais que vous reteniez cela aussi comme axe important, de façon "fokussiert" -, de plus en plus souvent, il n'y a plus de séparation entre les différents instruments d'aide.

Prenons les choses très prosaïquement et concrètement: dans un camp de réfugiés, quand on est réfugié pour quelques mois, on peut fournir de l'aide d'urgence, parce qu'il s'agit dans ce cas de nourrir et de fournir un abri. Mais si on doit y rester quelques années, comme ces femmes qui donnent naissance à des enfants et qui y restent en moyenne 17 ans dans certains camps - dans les camps palestiniens, c'est même beaucoup plus: ils en sont à la troisième génération dans certains camps -, il n'est plus question d'aide d'urgence mais de développement. Ce dont on a besoin, ce sont des écoles, des réseaux d'eau, des activités. Cela relève donc d'un autre domaine de l'aide humanitaire, à savoir du développement. Pour éviter d'avoir trop à faire dans ce genre de situations, le mieux serait d'avoir des solutions politiques. Il faut donc tout relier, depuis l'aide humanitaire d'urgence, qui est en effet facile à comprendre et qui est très soutenue, jusqu'à tout ce qui concerne la mécanique, quasi horlogère, pour retrouver la paix, des activités, des perspectives, de l'emploi, bref une situation plus stable.

C'est ce que la Suisse fait en Ukraine. Cela a été dit par un des représentants du groupe UDC tout à l'heure: durant plus de vingt ans, l'Ukraine n'a connu qu'un régime corrompu.

Les Etats comme la Syrie et l'Ukraine dans lesquels des conflits sont en cours, il y en a beaucoup: le Yémen, la République centrafricaine, la République du Soudan du Sud. A BO 2016 N 797 eux s'ajoutent les régions fragiles - et là il y en a encore plus -, par exemple toutes celles des Grands Lacs en Afrique, avec la pauvreté terrible au Kivu du côté congolais, et le Burundi, qui va très mal. Il y a encore le Népal qui, en plus de tous les problèmes qu'il connaît, a été secoué par un violent tremblement de terre, toute la région de l'Afghanistan, le Mali et le Sahel en général. Bref, cela fait beaucoup de régions touchées.

Nous voyons donc des crises qui durent, de l'instabilité et de la fragilité qui augmentent. Ces crises viennent s'ajouter à la pauvreté et aux risques globaux. Résultat: un manque flagrant de perspectives, tout spécialement pour les populations jeunes, dans des pays où les jeunes sont de plus en plus nombreux. Par conséquent, si nous ne faisons rien "vor Ort", nous avons une poussée de fièvre virale qui se manifeste notamment par une immigration forcée et de l'extrémisme violent.

Qu'est-ce qu'il faut faire? Le Conseil fédéral estime que dans tout cet océan d'instabilité, il faut un îlot de stabilité. C'est ce que nous faisons en vous proposant un peu de stabilité. Tout d'abord - il y avait là une certaine "Fokussierung" et plusieurs d'entre vous l'ont dit assez clairement -, revenons-en à la Constitution et à la loi.

La Constitution, en termes de politique étrangère, nous demande de promouvoir la paix, les droits de l'homme, la démocratie, la protection de l'environnement, et de combattre la pauvreté. La loi fédérale sur la coopération au développement et l'aide humanitaire internationales - c'est important pour le débat ainsi que pour la discussion sur les propositions de renvoi - est très claire: elle accorde une nette priorité à l'engagement de notre pays en faveur des pays et des peuples défavorisés, les plus pauvres, et cela sur le long terme. Il ne s'agit donc pas de prétendre qu'il faut aider, aider encore et aider tout le temps. Les membres du groupe UDC ont justement dit dans leur intervention que les peuples devaient se prendre eux-mêmes en charge. C'est exactement ce que dit la loi, seulement soyons réalistes: à beaucoup d'endroits, cela prend du temps, beaucoup de temps, et cela ne peut pas se faire d'un jour à l'autre. Il est clair, et la loi le précise, que l'engagement est sur le long terme et que le but de l'aide est que les pays, à terme, "aus eigener Kraft", par leurs propres forces, se développent également.

En termes de valeurs, c'est faire preuve en effet de solidarité et de responsabilité. Mais j'ajouterai très clairement - et c'est merveilleux -, que lorsqu'en Suisse on fait preuve de solidarité et de responsabilité, on a la chance de le faire pour notre sécurité et notre prospérité, parce qu'on est un pays très ouvert.

Stabilité donc, de par notre base constitutionnelle et légale, et stabilité aussi de par ses instruments. On veut un cadre clair de moyens sur le long terme: c'est le recours au crédit-cadre. Cela permet la planification des engagements, mais ce n'est pas, je le répète, une autorisation de dépenser sans autre. C'est le budget qui autorise cela et c'est sur le budget que vous vous exprimerez encore chaque année.

Dans ce débat d'entrée en matière, il faut rappeler les éléments suivants.

Tout d'abord, le Conseil fédéral a bien évidemment tenu compte de la situation financière, du plan financier qu'il a revu, du programme de stabilisation qu'il a soumis aux chambres - et le domaine de l'aide internationale en représente une très large part par rapport au premier projet. Le Conseil fédéral a revu ces projets, pour environ 1 milliard de francs.

Ensuite, le total des crédits-cadres, c'est 11 milliards de francs d'engagement - je le répète, il ne s'agit pas d'un paiement, mais d'un engagement - sur cette période de quatre ans. C'est beaucoup d'argent qui vient des citoyens, des activités de notre pays et cela doit être toujours largement respecté. Mais, en même temps, cela représente 3 à 4 pour cent du budget de la Confédération et moins de 1 franc par jour et par personne. Et pour quoi? Pour réduire la détresse et la pauvreté dans le monde, pour des millions de personnes! Donc je crois qu'on peut aussi relativiser un peu.

Nous proposons en gros une stabilisation des dépenses. Il est vrai qu'il ne s'agit pas de dire sans autre: "Nous pouvons atteindre 0,5 pour cent du revenu national brut." La situation ne nous le permet pas forcément. Nous proposons d'atteindre, à terme, 0,48 pour cent du revenu national brut, mais cela dépendra ensuite évidemment aussi de vous, sachant qu'à la fin de l'année, il n'y a souvent plus assez d'argent au budget pour faire face à des événements imprévus. Et c'est possible que le Parlement lui-même décide un jour ou l'autre de relever ces montants, pour l'une ou l'autre année de cette période.

Dans cette situation de stabilisation des moyens, mais de crise qui augmente, il est important de bien mobiliser tous les instruments, tout ce qui est à disposition, de l'aide humanitaire jusqu'à la politique de paix, en passant évidemment par la coopération au développement, la coopération économique et l'aide aux pays de l'Europe de l'Est. Donc, pour la première fois tout tient dans un seul message - et il est évidemment un peu plus lourd -, qui vise une cohérence globale. Et c'est ainsi que nous pourrons augmenter cette force de frappe de la politique étrangère de notre pays. Et puis nous voulons aussi, pour la stabilité, identifier de très claires priorités en termes d'axes d'activité.

Je cite quatre axes d'activité prioritaires. Premièrement, la paix, tout simplement et très clairement: nous allons intensifier, malgré la stabilisation des moyens, notre activité de médiation et de facilitation. Et nous voulons faire encore mieux dans le domaine de la prévention, notamment avec notre appel à relier l'évolution des droits de l'homme et la politique de sécurité internationale.

Deuxièmement, l'aide aux victimes. Nous allons l'intensifier par le renforcement de l'aide humanitaire et par notre intention de mieux relier les domaines humanitaire et développement pour augmenter la résilience - je vous ai parlé tout à l'heure de la situation dans les camps de réfugiés.

Troisièmement, il y a la volonté d'augmenter l'engagement de notre pays dans les contextes fragiles; nous allons en faire plus et nous allons mettre l'accent sur le Moyen-Orient et l'Afrique, avec 55 pour cent de l'aide bilatérale qui leur sera attribuée, contre 45 pour cent lors des quatre dernières années. Nous mettrons l'accent sur des domaines comme la formation - la Suisse a un rôle à jouer dans ce domaine - avec une augmentation de 50 pour cent des moyens; nous mettrons l'accent dans les relations multilatérales. Nous avons défini les organisations prioritaires, qui sont celles qui correspondent le mieux aux priorités de la Suisse.

Quatrièmement, nous voulons réduire les risques globaux; il n'y en a pas qu'un. Maintenant, vous ne parlez pratiquement plus que de migration, mais il existe beaucoup de risques globaux. Ceux dont nous nous sommes préoccupés de manière intense, ce sont la sécurité alimentaire, la santé, l'eau, le changement climatique et la migration. Si on prend l'exemple de la migration, tous les crédits-cadres sont mobilisés directement pour ce qui concerne la protection et indirectement pour tout ce qui concerne la résilience et la prévention. En gros, on protège les migrants dans leur région et on s'assure que les différentes communautés sur place soient capables de supporter le choc. Imaginez un pays comme le Liban, qui compte 4 à 5 millions d'habitants et 1,5 à 2 millions de réfugiés; imaginez à quel point il est difficile d'être résistant devant une telle situation. Pourtant, pour le moment, cela marche, et c'est pour cela qu'il faut apporter une aide.

Si on regarde l'ensemble des crédits-cadres, on constate que 20 pour cent de ces derniers sont consacrés à des tâches directes ou indirectes liées à la migration forcée, pour prévenir et pour protéger.

Nous vous demandons donc d'entrer en matière sur ces crédits-cadres, ce qui, je crois, n'est pas contesté, et nous vous demandons également de ne pas renvoyer les projets au Conseil fédéral.

Quatre propositions de renvoi ont été déposées. La proposition de renvoi faisant l'objet de la minorité I (Schneider-Schneiter) porte sur sept points. Nous les avons discutés en BO 2016 N 798 commission et sommes prêts à les revoir à tout moment. Je vous propose de revenir quelques minutes sur ces points.

La première demande formulée dans la proposition de renvoi vise à ce que le message se focalise sur les défis majeurs de ces prochaines années. Ces défis majeurs, tels que cités dans la proposition, sont les suivants: l'aide en cas de catastrophe, les risques de pauvreté, les migrations et la sécurité internationale. Le message sur la coopération internationale 2017-2020 prend précisément en compte tous ces défis majeurs. Nous répondons au contexte actuel, en particulier aux conflits armés, aux drames humanitaires, à la gestion de la migration et de l'extrémisme violent, aux risques de catastrophes, notamment en lien avec le climat. Concrètement, nous renforçons l'aide humanitaire, nous renforçons les capacités de médiation, nous renforçons les capacités de promotion de la paix, nous renforçons l'accent géographique sur le Moyen-Orient et l'Afrique et nous renforçons l'accent thématique sur la formation pour l'avenir des jeunes. Nous mettons l'accent sur les contextes fragiles et, je le répète, nous prévenons ainsi les problèmes, fondamentaux pour l'Europe, de migration forcée et d'extrémisme violent. Le premier point exposé dans la proposition de la minorité I (Schneider-Schneiter) est donc entièrement couvert. Je rajoute encore que les risques de catastrophes sont également largement couverts par le fort engagement de la Suisse dans le domaine du changement climatique et par les actions de prévention réalisées en la matière.

Au chiffre 2 de sa proposition de renvoi, la minorité I souhaite des objectifs quantifiés, concrets. Le message 2017-2020 contient précisément des objectifs concrets en matière d'efficacité. Ils sont détaillés à l'aide de champs d'observation et d'indicateurs. Ils sont développés de façon coordonnée par la DDC et le SECO. Je vais vous donner un seul exemple ici, mais je suis prêt, si vous le souhaitez, à vous en donner d'autres.

Pour ce qui concerne l'aide humanitaire, au chiffre 2.5 du message, "Objectif stratégique 2", toute une série de champs d'observation avec des indicateurs sont prévus, par exemple: pour l'aide d'urgence, "le nombre de personnes en situation d'urgence ayant pu être aidées"; pour la reconstruction, "le nombre de personnes concernées par des mesures de reconstruction"; pour la prévention des catastrophes, "nombre de structures nationales/locales de gestion des risques et des catastrophes mises sur pied ou renforcées, et qualité de ces structures". Il en va de même pour toutes les actions traitées dans le message. Le chiffre 2 de la proposition de renvoi de la minorité I est donc déjà réglé dans le message 2017-2020.

De plus, de par la bonne relation que nous entretenons, non seulement avec la commission en particulier, mais aussi, en tout temps, avec le Parlement, nous pouvons présenter, et nous présentons, des rapports qui analysent les résultats. Il y en a dans chaque message. Des évaluations par domaine, par exemple pour ceux de la santé et du changement climatique, ont également été faites durant la dernière législature et ont abouti à la conclusion que les objectifs avaient été atteints à 90 pour cent. Puis, il y a l'évaluation générale, en milieu de législature - nous en parlerons d'ailleurs plus tard, parce qu'une proposition de la majorité de la commission, que nous adopterons, je vous le dis déjà, va dans ce sens pour les arrêtés fédéraux.

Au chiffre 3 de sa proposition de renvoi, la minorité I demande, légitimement, comment sont définis les pays et régions prioritaires et pose la question de l'examen et de la justification de ces choix. La proposition de la minorité I prévoit que le message doit plus mettre l'accent sur les priorités d'ordre migratoire et sur le fait de savoir quelles autres dépenses migratoires pourraient être imputées à la coopération au développement.

Le choix des pays et régions prioritaires dépend des crédits-cadres. Si l'on prend la coopération au développement, les projets de coopération technique concernent 21 pays et régions prioritaires, qui sont choisis sur la base de la Constitution fédérale et de la loi fédérale sur la coopération au développement et l'aide humanitaire internationales. Je vous rappelle ce qui est mentionné dans la loi, qui est très claire et qui a été élaborée dans l'esprit de la Constitution, de notre pays, de nos racines profondes: nous devons nous concentrer - notre "Fokussierung" - sur les pays les plus pauvres, ceux qui ont besoin d'une aide sur le long terme, et nous devons apporter une aide de manière à ce que, à terme, ces pays puissent se développer par eux-mêmes. La Suisse le fait. Dans les faits, l'accent est déjà mis clairement sur la pauvreté, sur l'action sur le long terme, sur les régions du Moyen-Orient et de l'Afrique - je l'ai dit à plusieurs reprises - et sur les régions à problèmes migratoires.

S'agissant de ces dernières, elles varient, et il faut faire attention à cet élément. Il y a trois ans, parmi les dix premiers pays d'où venaient les flux migratoires, figuraient les pays d'Afrique du Nord: Algérie, Tunisie, Maroc. Maintenant, ils n'y sont plus. Dans trois ou quatre ans, d'autres pays encore feront peut-être partie de la liste. A l'heure actuelle, notre action concerne la région syrienne, tout l'Hindu Kuch - Afghanistan et Pakistan -, toute la Corne de l'Afrique - dont fait partie le fameux problème de l'Erythrée -, le Sri Lanka et une partie des Balkans occidentaux. Dans toutes ces régions, nous sommes bien positionnés en matière d'aide internationale, à part en Erythrée. Nous travaillons d'arrache-pied sur le problème érythréen, en nous concentrant sur les aspects suivants. D'une part, il y a la création d'un dialogue réel et concret avec les autorités érythréennes. Dans ce dossier, il ne faut pas mettre la charrue avant les boeufs. Il faut viser un vrai partenariat et une vraie discussion avec les autorités, qui aboutissent à ce que l'on fasse des efforts, qui doivent être partagés par l'autre partie.

D'autre part, il y a la coordination internationale. Seul l'effet de levier de plusieurs pays, en particulier des pays européens, qui ont les mêmes problèmes que nous - et il y en a une série -, aura véritablement une chance de faire bouger les choses dans ce pays.

Sinon, dans toutes les autres régions précitées, nous sommes bien positionnés. La migration implique aussi - et je le précise à nouveau - un travail de prévention dans les régions fragiles. Il n'y a donc aucun intérêt, sur ce point, à réduire notre engagement dans les différents endroits. De plus, notre politique extérieure est basée sur l'universalité, et l'aide humanitaire est au service des valeurs de la politique étrangère. Il ne faut pas l'oublier, dans l'analyse qui est faite à ce sujet.

Il reste la demande, toujours au chiffre 3 de la proposition de renvoi de la minorité I, visant à "examiner quelles autres dépenses liées à la gestion des vagues migratoires par la Suisse pourraient être imputées à la coopération au développement". Je vous propose de revenir en détail sur ce point lors de l'examen de la proposition de renvoi de la minorité II (Stamm), laquelle a à peu près le même but. Ce que je peux déjà vous dire à ce stade, c'est que la Suisse impute le maximum possible de dépenses liées à l'asile à l'aide publique au développement. Nous suivons de près les éventuelles évolutions des critères internationaux, mais je pense qu'elles iront plutôt dans l'autre sens. La demande inscrite au chiffre 3 est donc également réglée.

Le chiffre 4 de la proposition de la minorité I concerne la question des conditionnalités en lien avec la migration, les droits de l'homme, et notamment, comme cela figure dans la proposition, "les persécutions frappant les chrétiens". Le Conseil fédéral met déjà l'accent sur l'instrument de la conditionnalité positive. Nous n'avons rien contre la conditionnalité - on en reparlera tout à l'heure; il y a toujours une conditionnalité. Même pour l'aide humanitaire, on prévoit la conditionnalité pour l'accès car, sans accès, on ne peut pas fournir d'aide humanitaire. Il y a toujours une certaine conditionnalité. Comme je le dis souvent, c'est comme le sel dans la cuisine: il doit toujours y avoir un peu de sel, mais pas trop.

La conditionnalité existe et cela implique, pour nous, une intensification du dialogue et de la coopération. L'instrument des accords, des partenariats migratoires - ce qui est encore mieux - en est le meilleur exemple. Nous avons une plate-forme interdépartementale qui suit intensément ces BO 2016 N 799 questions. Les liens avec les droits de l'homme ont déjà été établis, et le département a publié une stratégie à ce sujet au mois de mars, en s'engageant pour la liberté de religion et pour la pluralité culturelle. Le pluralisme, cela c'est notre engagement, qui est très fort au niveau multilatéral, au niveau bilatéral, par le biais de la coopération au développement également. Comment? Par le truchement de tous les programmes qui visent à réduire l'exclusion des minorités.

J'ouvre là une petite parenthèse, sur le fait qu'on entend parfois dire qu'il y a beaucoup de programmes. Eh bien, tant mieux! Quand il y a beaucoup de programmes, cela veut dire qu'on mobilise la société civile. Il n'est pas toujours intéressant d'investir d'énormes sommes d'argent dans un seul programme, qui n'est de plus pas forcément le meilleur! Il est parfois beaucoup plus utile d'aider les communautés locales à faire leur travail, surtout lorsqu'il en va de la lutte contre l'exclusion. Nous le faisons et nous avons donné toute une série d'exemples concrets en commission sur le travail fait par la coopération suisse en Syrie et en Irak dans le domaine du pluralisme religieux. Je suis prêt à redonner ces exemples, mais cela s'apparente plutôt à un travail de commission. Cela dit, comme la proposition est réapparue, si jamais vous le souhaitez, je suis à votre disposition pour vous fournir des détails.

Au chiffre 5 de sa proposition de renvoi, la minorité I demande au Conseil fédéral de revoir l'aide à l'Est afin d'"éviter que des moyens financiers destinés aux contributions à la cohésion soient affectés à des Etats non membres de l'Union européenne". Cette demande est tout simplement incompréhensible. Pour toutes les autres demandes de la minorité I, nous avons essayé de trouver toutes les solutions possibles, de faire tous les efforts possibles et de faire preuve de la meilleure foi possible pour mettre en oeuvre les demandes contenues dans cette proposition, mais celle du chiffre 5, nous ne la comprenons pas; elle doit découler d'un malentendu.

Le Conseil fédéral propose au Parlement un crédit-cadre uniquement pour aider les Etats d'Europe de l'Est à réaliser la transition vers l'économie de marché, et non pas, précisément, comme contributions à la cohésion. La transition, c'est l'aide à tous les pays autrefois communistes d'Europe de l'Est et de l'ancienne Union des Républiques socialistes soviétiques, tandis que l'aide à la cohésion, c'est l'aide aux nouveaux pays membres de l'Union européenne dans cette région. Dans ce projet, seul un crédit-cadre est au programme, celui pour les pays de l'Est non-membres de l'Union européenne. Il ne s'agit donc pas du tout de revoir le dossier pour ne pas donner des contributions à la cohésion à des Etats non-membres de l'Union européenne. On n'en donne pas, car il n'existe pas de crédit-cadre pour la cohésion, il n'y en a qu'un pour la transition vers l'économie de marché.

Par ailleurs, je voudrais insister sur un point. J'ai entendu dire que l'objectif n'était pas assez bien défini. Il est au contraire très clair! Regardez ce qui se passe à l'Est: pour l'Ukraine, je crois que tout le monde comprend. Mais regardez ce qui se passe au Nagorny-Karabakh, regardez la fragilité de la Géorgie. Ces pays ne sont pas loin. Il est très important, et pour notre économie, et pour la sécurité de tout le continent européen, de ne pas interrompre ces projets à l'Est, ni de les compromettre par l'adoption de propositions de renvoi. Ce serait vraiment dangereux. Je vous propose de ne surtout pas faire cela. Pour les réformes et le soutien de manière générale à la démocratie dans cette région, les priorités sont très claires.

Au chiffre 6, la minorité I nous demande de ne pas nous "limiter à la lutte contre la pauvreté" et de considérer la sécurité internationale comme l'un des autres défis globaux à relever. Cela correspond au chiffre 1 de la proposition de la minorité I, et je ne reviens donc pas sur tous les détails. Ce que je peux vraiment vous dire du fond du coeur, c'est que le Conseil fédéral n'a jamais fait autant dans le domaine de la sécurité internationale que depuis quelques années. Toute la politique étrangère est orientée sur une action spécifique de la Suisse, qui touche à nos spécificités en matière de sécurité internationale. Je peux évidemment évoquer l'exemple de l'OSCE, mais il y a aussi beaucoup d'autres choses qui concernent des projets bilatéraux. Donc, le chiffre 6 est largement réglé, sinon par les projets qui accompagnent le message, du moins par toutes les actions du Conseil fédéral depuis des années et celles pour les années à venir - et cela compte aussi!

Le chiffre 7 de la proposition de la minorité I traite de la question des ambassades "intégrées". En fait, il s'agit d'un élément du programme - quasiment réalisé - de réorganisation du département. Jusqu'au début 2016, 29 ambassades ont été "intégrées"; 40 le seront d'ici au début 2017. Le processus est réalisé en informant la commission. Nous lui avons transmis un rapport en juin 2014 et nous lui avons indiqué que l'évaluation serait effectuée à la fin 2016 avec une discussion possible en 2017 sur les résultats et les enseignements tirés. Cela n'a rien à voir avec la fixation du crédit-cadre d'engagement pour la coopération internationale, sinon de manière très opérationnelle. Je répète qu'il est prévu d'en discuter avec la commission l'année prochaine.

La minorité II (Stamm) propose de renvoyer au Conseil fédéral les projets d'actes 1 à 4 et de prendre en considération tous les coûts engagés dans le domaine de l'asile dans le calcul du pourcentage déterminant du revenu national brut consacré à l'aide publique au développement. Cela permettrait de déterminer le pourcentage du revenu national brut qui resterait acquis à l'aide internationale.

Qu'est-ce que cela signifie en fait? Si on part du principe - et je crois qu'après l'intervention du porte-parole du groupe UDC, on l'aura compris - que le groupe UDC n'est pas vraiment enthousiaste à l'idée d'une augmentation des moyens de l'aide internationale, vous serez, au mieux, satisfaits de leur stabilisation ou vous n'en serez en tout cas pas trop attristés. Si on part de ce principe et qu'on décide de faire en sorte d'intégrer tous les coûts de l'asile dans ce montant plancher, qu'est-ce que cela veut dire? Cela veut dire qu'on va modifier la proportion d'argent à disposition. Et comment va-t-on modifier cette proportion? On va la modifier en faveur des coûts engagés dans le domaine de l'asile, c'est-à-dire des coûts qu'on a ici, et qui sont particulièrement élevés, et ceci en défaveur des coûts que l'on a là-bas, en particulier du côté du Moyen-Orient et de l'Afrique, c'est-à-dire sur place, dans ces régions-là. Et il revient beaucoup moins cher d'aider les personnes sur place que lorsqu'elles sont réfugiées en Suisse. En effet, pour une personne qu'on aide en Suisse, on pourrait certainement en aider une vingtaine dans des régions comme le Liban ou la Jordanie. De par cette proposition, on est de toute manière dans une logique qui consisterait à remédier aux problèmes à des coûts élevés ici, plutôt qu'à les prévenir à la source, à des coûts nettement moins élevés.

Je vous rappellerai encore que la coopération au développement dépend de la Constitution et de la loi et qu'on nous demande précisément d'aider sur place, et non de financer ce que cela coûte lorsqu'on n'a pas réussi à aider sur place. Et le message est aussi clair quant à la poursuite de l'engagement aux principaux endroits touchés par la migration. Le message mobilise tous les instruments pour la question de la migration, en particulier pour renforcer les capacités de résilience. Autrement dit, je le répète, il faut continuer d'investir, et pas seulement de fournir des abris, mais aussi d'investir dans les perspectives sur place.

Enfin, les coûts de la politique d'asile et de l'aide publique au développement sont régis par des directives internationales. En fait - et j'aimerais que vous écoutiez cela attentivement - on peut comptabiliser certains coûts de l'asile dans l'aide publique au développement, mais pas tous les coûts de l'asile. Qu'est-ce qu'on peut comptabiliser, selon les actuelles directives internationales? Ce sont les coûts d'entretien des requérants d'asile, des personnes admises provisoirement et des réfugiés pendant les douze premiers mois.

C'est ce que fait la Suisse. Ce n'est pas le cas de tous les pays. Par exemple, l'Australie, le Luxembourg, la Corée du Sud ont décidé de ne pas intégrer les coûts de l'asile à l'aide publique au développement et de ne parler que de l'aide sur BO 2016 N 800 place. La Suisse fait ce que les directives internationales lui permettent: elle intègre les éléments relevant des coûts de l'asile, mais seuls ceux qui peuvent être intégrés, c'est-à-dire les coûts de ces douze premiers mois. Cela représente, pour la Suisse, 450 millions de francs par an, soit à peu près 15 pour cent de l'aide publique au développement. C'est à peu près le même pourcentage que ce que fait l'Allemagne, mais c'est beaucoup plus que la moyenne de l'OCDE, qui est autour de 9 pour cent, sauf erreur.

La question de savoir si, en raison de l'augmentation du nombre de crises, et peut-être de celle des coûts d'asile en Suisse, il faut réduire l'aide sur place, est une décision politique, donc une décision que vous devez prendre. Une décision en ce sens générerait des coûts d'asile encore plus élevés; on entrerait dans un cercle vicieux. Faut-il, plutôt, répondre politiquement à la question, comme l'a fait le gouvernement allemand, qui a été très clair en disant qu'il était hors de question de réduire l'aide sur place, parce que l'aide en Allemagne augmentait? Je crois que c'est la bonne réaction.

Si on considère - c'est intéressant - tous les chiffres consolidés de l'OCDE en 2015, on constate que les coûts, sur place, ont fortement augmenté, mais les coûts de l'asile, dans nos régions, aussi. Les deux types de coûts ont augmenté, parce que les crises sont intenses.

La proposition de la minorité II (Stamm) doit donc, elle aussi, être rejetée.

Il y a ensuite les deux propositions de renvoi, qui concernent loi fédérale sur la coopération avec les Etats d'Europe de l'Est. J'aimerais rappeler ici que la loi expire le 31 mai 2017, soit après dix ans de validité. Le Conseil fédéral vous propose de renouveler cette loi, parce qu'elle constitue la base juridique pour la transition et la cohésion.

La transition concerne tout spécialement les Balkans occidentaux, le Caucase du Sud et une petite partie de l'Asie centrale. L'intérêt de la Suisse dans ces pays est intense, en termes de prospérité et de stabilité, et nous avons aussi des intérêts importants à défendre dans le domaine de la politique migratoire dans la région. Nous voulons poursuivre la coopération à la transition sur le plan politique et économique. Pour cela, la loi doit être prorogée.

Le projet qui vous est soumis intègre aussi, comme le droit en vigueur, la base pour des contributions à la cohésion, mais nous ne vous proposons pas de crédit-cadre pour financer des contributions à la cohésion. La proposition de renvoi de la minorité III (Stamm) vise à renvoyer le tout pour que le Conseil fédéral présente un projet qui prévoie aussi un crédit-cadre pour aider les pays de l'Est devenus membres de l'Union européenne récemment. Je remercie Monsieur Stamm, mais cela n'est pas dans notre intérêt. L'intérêt du pays aujourd'hui est de ne pas statuer trop vite sur cette question, parce que nous sommes en cours de négociation avec l'Union européenne. Nous n'allons pas prendre cette décision avant de voir comment les choses tournent.

En revanche, il n'est pas non plus du tout dans notre intérêt de renvoyer l'aide à la transition vers l'économie de marché, car cela voudrait dire qu'on "renverrait aux calendes grecques" la nécessité de consolider la sécurité dans cette région, ce qui est fondamental pour la Suisse.

La dernière proposition de renvoi, celle de la minorité IV (Reimann Maximilian), est assez étonnante. Cette proposition prévoit que les mesures que nous prenons soient d'abord préparées et soutenues par les organisations multilatérales. En gros, cela veut dire que la Suisse mettrait comme condition à son engagement le fait que ses propres mesures soient préparées et soutenues par les autres Etats.

C'est assez sidérant, mais pour notre part, nous respectons et nous soutenons le travail des organisations multilatérales. L'exemple le plus frappant a été l'OSCE et il l'est toujours, car nous comptons beaucoup sur l'OSCE en matière de sécurité européenne. Mais, il est très important que nous gardions une très grande autonomie, car nous ne pourrions jamais organiser de convois humanitaires des deux côtés de la ligne de contact en Ukraine si nous n'avions pas une totale autonomie, non seulement de fait, mais comprise comme telle, perçue par les autres comme telle. Pour garder cette autonomie, il faut conserver une forte indépendance et appliquer aussi le principe d'universalité, qui permet de travailler avec beaucoup de pays et de garder des relations bilatérales aussi pour les questions de l'aide à l'Est.

Dans cette perspective, je vous demande, là aussi, de rejeter la proposition de renvoi IV.

Köppel Roger · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Herr Bundesrat, nach Ihrem brillanten, Fidel-Castro-mässigen "Kurzreferat" möchte ich eine Frage stellen: Gemäss "Economist" hat der Westen seit dem Zweiten Weltkrieg insgesamt über 1000 Milliarden US-Dollar an Entwicklungshilfe nach Afrika "gestossen". Gleichzeitig halbierte sich der Anteil der afrikanischen Staaten am Welthandel. Können Sie mir in einem Satz begründen, warum Sie persönlich den Unsinn dieser umfassenden Entwicklungshilfe für Afrika fortsetzen wollen?

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

Sie gehen nur von den Proportionen aus. Dann sollte man das in der Kommission nochmals diskutieren. Wenn wir die Zahlen nehmen, sehen wir, dass es einen Fortschritt gegeben hat. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt: Bei Afrika muss man ein bisschen aufpassen. Es ist eine sehr westliche Orientierung, wenn man sagt, dass Afrika etwas ist, das einheitlich ist. So einheitlich ist Afrika nicht. Es gibt grosse Unterschiede zwischen den Ländern.

Ich war z. B. vor einigen Monaten in Burkina Faso und Nigeria. Burkina Faso und Nigeria liegen nahe beieinander. Aber die Situation ist total verschieden. Burkina Faso ist ein ganz armes Land, aber es gibt eigentlich eine sehr gute "resilience" der Zivilgesellschaft, z. B. gegenüber dem Terrorismus. Der kommt von Norden, von Mali; das hat sogar auch die Schweiz betroffen am Anfang des Jahres. Aber in Burkina Faso ist die Gesellschaft sehr stark und hat sehr gut reagiert, auch dann, als es politische Spannungen gab. Das ist zum grossen Teil nicht messbar in Schweizerfranken oder in Dollars. Aber es ist auch ein Ergebnis der langfristigen Arbeit in den Programmen zur Unterstützung der Stärkung der Zivilgesellschaft.

Es ist ein ganz armes Land, und es gibt keine Flüchtlinge; es kommen keine Flüchtlinge aus Burkina Faso. Dort habe ich Leute besucht, auch ganz junge. Die haben die Schule dank der Schweiz besucht. Was haben sie mir gesagt? Sie haben gesagt: Wir wollen jetzt aus eigener Kraft unsere Unternehmen schaffen. Es ist wirklich so - viel mehr als in der Schweiz. Sie machen das und sagen nur: Das Problem ist das Wasser. Sie haben zu wenig Wasser. Da könnte man noch etwas mehr helfen - auch wenn Sie dann wahrscheinlich noch etwas gegen mich sagen könnten. Dann hätte man die letzte Anstrengung gemacht.

Es wäre falsch zu sagen, Afrika sei bankrott. Es kommen sicher einige Wirtschafter, die das sagen. Ich bin auch Wirtschafter. Aber ich weiss, wie es ist, man kann alles sagen; es ist fast noch schlimmer als bei den Juristen. Aber man muss aufpassen. Man muss die Menschen treffen und schauen, wie sie kämpfen. Dann kann man zusammen mit den Menschen - nicht nur wir allein als "Kolonialisten" - die besten Programme finden.

Es gibt auch andere Länder wie Ghana zum Beispiel, die wirklich sehr viele Fortschritte gemacht haben. Jetzt ist es in Ghana nur noch eine Frage der wirtschaftlichen Kooperation. Aber es gibt noch viel zu tun; das geht nicht in einigen Jahren.

Nigeria ist ein Land mit vielen Problemen. Aber es ist ein Land, das unglaublich stark sein kann. Allein die Stadt Lagos schafft etwa 3 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) von ganz Afrika. Aber ich glaube, in diesem Land hat es ein demografisches Wachstum von etwa 3 Prozent pro Jahr. Wie soll man da genügend Arbeitsstellen für alle schaffen?

Die Herausforderungen sind riesig. Da hat man von der Philosophie her zwei Möglichkeiten. Man kann einfach sitzen bleiben und nichts machen. Das mache ich nicht, denn ich habe Probleme mit meinem Bein, und man hat mir gesagt, ich dürfe nicht zu lange sitzen. Also bleibe ich aufrecht. Wir BO 2016 N 801 Schweizer bleiben dort und gehen nicht weg, weil wir denken, dass das auf Dauer gut ist für diese Länder. Dafür haben wir viele Beispiele, und auf Dauer ist es auch für uns gut, denn Afrika ist nicht so weit entfernt, und die Herausforderungen werden noch grösser.

In einem Punkt haben Sie Recht: Es braucht mehr wirtschaftliche Aktivitäten. Es braucht von den Privaten mehr Glauben an die Zukunft von Afrika. Das habe ich mit mehreren meiner Kollegen diskutiert, denn wir wünschten uns jetzt Arbeitsstellen in unseren grossen Firmen, die zum Beispiel in Nigeria oder in anderen afrikanischen Ländern sind, um den gewalttätigen Extremismus zu reduzieren. Da sagen viele meiner Kollegen: Ja, das ist gut, das machen wir! Wir können in Lagos in privaten Firmen aber nicht so viele Arbeitsstellen schaffen, wie nötig wären. Das schaffen wir nicht. Das ist, muss ich sagen, wieder dasselbe: Entweder machen wir nichts, oder wir machen etwas.

Ich glaube wirklich, wir machen etwas. Es wäre gut, wenn wir etwas machen - manchmal auch mit Ihnen!

Stamm Luzi · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Kann die Schweiz ihren entwicklungspolitischen Auftrag auch mit 0,4 Prozent des Bruttonationaleinkommens erfüllen?

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

Ja, das können wir, aber damit würde viel weniger gemacht werden können. 0,4 Prozent des Bruttonationaleinkommens heisst, wenn man die Reduktion nur bei den prioritären Partnern vornehmen würde, dass 16 Länder aus der Liste der prioritären bilateralen Partner gestrichen würden. 0,4 Prozent - nicht heute, aber progressiv eingeführt - würde eine Reduktion von 1,6 Milliarden Schweizerfranken bedeuten. Das heisst, dass wir straffen, 16 Länder streichen müssten. Wir können den Verfassungsauftrag noch immer wahrnehmen, aber wir könnten viel weniger tun. Es ist eine moralisch-politische Entscheidung, würde ich sagen. In der Politik geht es auch um Kultur und um Moral. Hätte man dann genug gemacht? Das ist die Frage, die sich allen stellt und die jeder für sich beantworten muss.

Das Parlament hat dreimal klar gesagt, dass wir auf 0,5 Prozent gehen sollen. Mit 0,5 Prozent sind wir nicht so weit vom internationalen Ziel von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens entfernt. Einige Länder, z. B. im Norden Europas, sind schon bei 1,0 und 1,1 Prozent. Aber gut, wir Schweizer sind bei 0,5 Prozent. Das ist schon viel, und es ist das Geld der Leute. Diese Entscheidung des Parlamentes wurde zweimal bestätigt; ich glaube, es wäre manchmal gut, nicht alles zu ändern. Aufgrund der Entwicklung der Finanzen, wie sie jetzt bekannt ist, sagen wir vom Bundesrat, dass ungefähr 4,48 Prozent möglich sind. Wenn während der vier Jahre plötzlich ein Problem auftaucht, werden wir wieder handeln müssen. Aber so viel ist möglich. Es geht nur um die Verpflichtung - noch einmal -, nicht um die Zahlung.

Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Herr Bundesrat, auch Herr Reimann hat eine Frage an Sie.

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

Das ist ja eine SVP-Fraktionssitzung! (Teilweise Heiterkeit)

Reimann Maximilian · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Herr Bundesrat, nehmen Sie es, wie Sie wollen, aber wenn ich eine Frage habe, dann stelle ich sie Ihnen. Und ich habe eine solche zum neuen Osteuropa-Zusammenarbeitsgesetz; die Frage betrifft eines von vielen Beispielen.

Was macht mehr Sinn: dass zwölf verschiedene Länder einem osteuropäischen Staat Massnahmen zu effizienterem Umweltschutz beibringen wollen oder dass das in konzentrierter Form durch den Europarat bzw. die OECD erfolgt, bei denen die zwölf Länder ebenfalls Mitglieder sind?

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

Erstens einmal, Herr Nationalrat, lieber Maximilian Reimann, bitte ich Sie, den Humor nicht zu verlieren. Zweitens, inhaltlich, kann diese Frage nicht beantwortet werden, wenn Sie nicht sagen, wofür dieses Programm bestimmt ist.

Es gibt Fälle, wo es sicher besser ist zusammenzuarbeiten, "l'union fait la force", wir arbeiten mit anderen zusammen. Wenn wir aber die humanitären Konvois der Schweiz nach Donbass zusammen mit anderen gemacht hätten - nicht einmal mit zwölf Ländern, sondern mit nur einem zusätzlichen Land -, dann wären wir nie weiter als bis nach Kiew gekommen. Wir hätten sicher nicht die Durchfahrt durch die ganze Ukraine nach Donbass und sogar die Überquerung der Kontaktlinie geschafft. Der erste Konvoi wurde sogar beschossen, es wurde über den Konvoi geschossen, und die Lastwagen mit den Schweizer Fahnen sind durchgefahren.

Wer kann das tun? Nur wir Schweizer, wir im Speziellen, das muss ich der SVP-Fraktion nicht sagen, das weiss man schon.

Friedl Claudia · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste

Ich möchte auf ein paar Punkte eingehen, die wir in der Kommission ebenfalls besprochen haben und die mit den Rückweisungsanträgen zusammenhängen. Sie können davon ausgehen, dass die Kommission einige Punkte aus diesen Rückweisungsanträgen aufgenommen und diskutiert hat. Ein Punkt ist beispielsweise, dass die Konditionalisierung aufgenommen wurde, aber mit Mass oder, wie es der Bundesrat gesagt hat: salzen, nicht versalzen. Das hat die Kommission so aufgenommen.

Zu Ziffer 6, Stärkung der internationalen Sicherheit: Das wird eigentlich heute schon gemacht. Der Bundesrat setzt auf vermehrtes Engagement in fragilen Kontexten, und er setzt auf den Rahmenkredit zur Förderung von Frieden und menschlicher Sicherheit. Es steckt viel drin in der Forderung, in der Entwicklungszusammenarbeit die Sicherheit mitzuberücksichtigen.

Ziffer 5 betrifft die Kohäsionszahlungen, die Transitionszusammenarbeit, den Ostkredit und das Gesetz dazu. Auch in der Kommission konnte uns dazu keine Klärung gebracht werden. Diese zwei Kredite sind sowieso zwei verschiedene Kredite. So, wie es hier im Rückweisungsantrag aus der CVP-Fraktion steht, haben sie nichts miteinander zu tun.

Es wurde bei diesem Rückweisungsantrag immer wieder davon gesprochen, dass es bei den Ländern und Themen eine Verzettelung gebe. Leider konnte auch in der Kommission nie gezeigt werden, worauf denn der Fokus gelegt werden soll bzw. was wir streichen sollen. Das wurde nicht erwähnt, da sind wir noch nicht weiter. Es wurde beim Rückweisungsantrag auch immer wieder darauf hingewiesen, dass die Berichterstattung zu wünschen übriglasse. Da kann man nun wirklich verschiedener Meinung sein. Wir haben eine Botschaft von 400 bis 500 Seiten. Sie ist vielleicht bisweilen etwas trocken und nicht so strukturiert, wie Sie sie strukturieren würden. Und wir haben eine Broschüre als Zusammenfassung aller Rahmenprogramme, über die wir uns heute aussprechen werden. Es gibt Faktenblätter über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit oder über die internationale Zusammenarbeit der Schweiz. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, sich zu orientieren. Sie können aber für sich in Anspruch nehmen, dass gehört wurde, dass wir gerne konzentriertere Schriften hätten. Das war für die Kommission aber kein Grund, für Rückweisung zu plädieren. Sie hat den Antrag Schneider-Schneiter mit 13 zu 10 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt.

Es gibt einen zweiten Rückweisungsantrag, den Antrag der Minderheit II (Stamm). Sie will nur die Vorlagen 1 bis 4 zurückweisen. Sie will die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit, also den Anteil am Bruttonationaleinkommen, anders definieren, indem sie sämtliche Asylkosten anrechnen will. Die Kommission möchte bei der offiziellen OECD-Berechnung bleiben und lehnte auch diesen Antrag ab, und zwar mit 13 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen.

Bei Vorlage 5 möchte die Minderheit III (Stamm) eine Rückweisung vornehmen und dann abwarten, bis der Kredit für die Kohäsionszahlungen gesprochen werden soll. Die Kommission will aber die Transitionszusammenarbeit mit Osteuropa weiterverfolgen. Darum möchte sie dieses Gesetz, das BO 2016 N 802 ganz unabhängig von den Kohäsionszahlungen verabschiedet werden kann, jetzt verabschieden. Sie sagte deshalb mit 13 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen Nein zu diesem Rückweisungsantrag.

Damit komme ich zum letzten Rückweisungsantrag, dem Antrag der Minderheit IV (Reimann Maximilian). Er betrifft ein Gesetz, bei dem es darum geht, dass die Schweiz de facto auf eigene Projekte verzichtet und nur noch auf multilateraler Ebene mitmacht und mitbezahlt. Die Kommission möchte das nicht. Sie möchte, dass die Schweiz selbstständig bleibt, und lehnt auch diesen Rückweisungsantrag ab, und zwar mit 14 zu 4 Stimmen bei 1 Enthaltung.

Ich bitte Sie, lehnen Sie alle Rückweisungsanträge ab, sodass wir die Vorlagen heute besprechen können.

Wehrli Laurent · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical

Je profite de cette occasion, après la rapporteuse de langue allemande, pour rappeler quelques éléments à la suite du débat qui a eu lieu. La Commission de politique extérieure vous propose, à l'unanimité, d'entrer en matière. La majorité des membres de la commission vous propose d'approuver les crédits-cadres, notamment celui concernant l'aide aux pays de l'Europe de l'Est et d'adopter la loi fédérale sur la coopération avec les Etats d'Europe de l'Est. C'est par 17 voix contre 6 et 2 abstentions que la commission vous propose d'entrer en matière sur ce projet.

Je vous rappelle également, par rapport aux quatre propositions de renvoi, que la majorité de la commission n'a pas retenu la proposition de renvoi défendue par la minorité I (Schneider-Schneiter), considérant que les propositions présentées par le Conseil fédéral dans son message étaient déjà fort complètes et faisaient suite à une analyse réaliste des situations connues à ce jour. Cela a encore été démontré ce matin lors du débat que nous avons eu.

La demande contenue dans la motion de renvoi Schneider-Schneiter visant à plus de coordination et de vision est, aux yeux de la majorité de la commission, déjà assurée concrètement par le regroupement dans ce message des divers axes d'engagement de la Suisse en la matière. Permettez-moi de rappeler que c'est la première fois que nous avons un message qui réunit ainsi ces différents axes. Cela permet justement de renforcer la cohérence et les synergies. Cela permet également de mettre en évidence l'importance de la prévention des conflits et du terrorisme qui, ainsi, apparaît aux yeux de la majorité de la commission comme prise en considération de manière adéquate dans ce message.

Permettez-moi également de vous rappeler les travaux de la commission - nous aurons l'occasion, sans aucun doute, si nous entrons en matière, d'y revenir si nécessaire - qui visent, par l'acceptation de deux propositions, à inscrire dans plusieurs projets des éléments repris directement de la proposition de renvoi de la minorité I (Schneider-Schneiter), à savoir la question nécessaire d'un rapport formel intermédiaire, qui permettra, respectivement à notre Parlement et à la commission, d'étudier dans le détail si les éléments et les axes, les priorités, les objectifs fixés peuvent être atteints, s'ils sont toujours en adéquation, au gré de l'évolution internationale, etc. Une autre proposition vise à ce que les programmes et les projets intègrent autant que possible les éléments de la politique migratoire et que soient pris en considération les éléments de stratégie et d'action dans le cadre notamment de l'aide au développement et de l'aide humanitaire.

Concernant la motion d'ordre Stamm transformée en proposition de renvoi de la minorité II (Stamm), je vous rappelle que c'est par 19 voix contre 4 et 1 abstention que votre commission a rejeté cette motion d'ordre, là aussi afin de garder la flexibilité nécessaire au regard des différentes actions et des éléments contenus dans le message qui apparaissent ainsi aux yeux de la majorité comme répondant parfaitement à ces besoins.

Enfin, sur les deux propositions concernant plus particulièrement la loi fédérale sur la coopération avec les Etats d'Europe de l'Est: à nouveau, en ce qui concerne la proposition de renvoi défendue par la minorité III (Stamm), c'est par 13 voix contre 9 et 2 abstentions que la commission n'a pas retenu l'idée d'un renvoi. Quant à la proposition défendue par la minorité IV (Reimann Maximilian), c'est par 14 voix contre 4 et 1 abstention que la commission a considéré que la Suisse avait à continuer à être un pays indépendant, à même de conduire une politique indépendante, tout en la menant également en coordination, si nécessaire, avec les instances multilatérales.

Je le répète, la majorité de la commission vous propose d'entrer en matière sur ces différents projets et je ne peux que vous encourager à la suivre.

Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical

Damit sind wir am Ende der Eintretensdebatte.

Ich nutze Ihre Präsenz für folgende Mitteilung: Währenddem wir gestern den längsten Eisenbahntunnel der Welt einweihen konnten, durften drei unserer Kollegen ihren Geburtstag feiern. Wir gratulieren im Nachhinein ganz herzlich Frau Sylvia Flückiger, Frau Min Li Marti und Herrn Peter Schilliger! Alles Gute zum Geburtstag! (Beifall)

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Wir befinden nun über den Antrag der Minderheit I (Schneider-Schneiter), alle Vorlagen seien an den Bundesrat zurückzuweisen. Anschliessend stimmen wir über den Rückweisungsantrag der Minderheit II (Stamm) ab, der die Vorlagen 1 bis 4 betrifft.

Vote

Premier vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC4 (13 %)20 (67 %)6 (20 %)
Groupe des VERT-E-S12 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total103 (53 %)85 (44 %)6 (3 %)

Gea: Antrag der Mehrheit (keine Rückweisung)
Na: Antrag der Minderheit I Schneider-Schneiter (Rückweisung an den Bundesrat)

Namensliste

Vote

Deuxième vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC30 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S12 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total129 (66 %)65 (34 %)0 (0 %)

Gea: Antrag der Mehrheit (keine Rückweisung)
Na: Antrag der Minderheit II Stamm (Rückweisung an den Bundesrat)

Namensliste

Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Wir springen auf Seite 22 der deutschsprachigen Fahne vor und stimmen über den Antrag der Minderheit III (Stamm) ab, die Vorlage 5 sei an den Bundesrat zurückzuweisen.

Vote

Troisième vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC29 (97 %)0 (0 %)1 (3 %)
Groupe des VERT-E-S12 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total128 (66 %)65 (34 %)1 (1 %)

Gea: Antrag der Mehrheit (keine Rückweisung)
Na: Antrag der Minderheit I Stamm (Rückweisung an den Bundesrat)

Namensliste

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Als Letztes stimmen wir nun über den Rückweisungsantrag der Minderheit IV (Reimann Maximilian) ab, der ebenfalls die Vorlage 5 betrifft.

Vote

Quatrième vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC30 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S12 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total129 (66 %)65 (34 %)0 (0 %)

Gea: Antrag der Mehrheit (keine Rückweisung)
Na: Antrag der Minderheit II Reimann Maximilian (Rückweisung an den Bundesrat)

Namensliste

Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical

Discussion par article

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Ich schlage Ihnen vor, eine einzige Debatte zu sämtlichen Minderheitsanträgen in den Vorlagen 1 bis 4 zu führen. - Sie sind damit einverstanden.

Zu den Verpflichtungskrediten in Artikel 1 Absatz 1 liegen vier Minderheitsanträge aus der federführenden Aussenpolitischen Kommission und drei Minderheitsanträge aus der BO 2016 N 803 mitberichtenden Finanzkommission vor. Ich gebe das Wort zuerst den Vertretern der Minderheiten der APK und danach den Vertretern der Minderheiten der FK. Anschliessend erhalten die Vertreter der weiteren Minderheiten der APK das Wort.

Reimann Maximilian · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Meine Minderheit I hat sich hinter die Beschlüsse unserer Finanzkommission gestellt, und zwar konsequent bei allen anstehenden vier Bundesbeschlüssen. Die Finanzkommission hatte ihre Anträge jeweils mit absoluter Mehrheit beschlossen, wir in dieser Minderheit der Aussenpolitischen Kommission bilden zumindest eine starke bürgerliche Kraft. Mit diesen haushaltpolitischen Erkenntnissen, die die Finanzkommission mit berechtigter Sorge in diese Debatte eingebracht hat, gepaart mit den sachpolitischen Überlegungen, die man sich auf bürgerlicher Seite in unserer Kommission gemacht hat, sind wir überzeugt, uns auf richtigem und vor allem auf realistischem Weg zu befinden.

Grundlage unserer Anträge ist die Formel "0,4 Prozent des Bruttonationaleinkommens für die internationale Zusammenarbeit". Wenn man diese Mittel richtig und effizient einsetzt, erfüllen wir damit die Ansprüche, die an unser Land gestellt werden, vollauf. Man vergesse dabei drei Dinge nicht:

1. Auch viele Kantone und grössere Gemeinden betreiben zusätzliche Entwicklungs- und humanitäre Hilfe; diese ist nicht in diesem Prozentsatz enthalten.

2. Die meisten Ausgaben in diesem Bereich fallen im Ausland an, in fremden Währungen. Da kompensiert die Frankenaufwertung doch viel von den von der Entwicklungshilfelobby befürchteten Kürzungen vor Ort.

3. Wir können nicht wie ein Perpetuum mobile stets über die negativen Aspekte der Frankenaufwertung lamentieren, wie es bei vielen linksorientierten Staats- und Privatmedien Mode geworden ist, die positiven Seiten hingegen einfach unter den Tisch wischen. Hier bei der internationalen Zusammenarbeit zeigen sich nun klare Vorteile, und auch darüber soll, darf und muss debattiert werden.

Mit den gleichen Mitteln erreichen wir dank Frankenaufwertung in den hilfeabhängigen Ländern doch nun wesentlich mehr als früher. Deshalb können wir auch aus aussenpolitischer Sicht mit den 0,4 Prozent des Bruttonationaleinkommens heute mehr bewirken, als das vor zwei, drei Jahren mit höheren Sätzen möglich gewesen war.

Wir sind einer sorgfältigen Haushaltführung verpflichtet. In Sonntagsreden spricht sich wohl die grosse Mehrheit von Ihnen für diesen Grundsatz aus. Geht es aber ums Konkrete, dann herrschen oft andere Prinzipien vor; sie sind insbesondere von Eigeninteressen geprägt. Nicht zu leugnen ist die Tatsache, dass wir bei den Beziehungen zum Ausland und nachgerade in der Entwicklungshilfe ein ausgabenmässig überdurchschnittliches Wachstum haben. Diese Ausgaben sind zum zweitgrössten Kostentreiber in unserer Staatsrechnung geworden; das haben wir ja Anfang dieser Woche plastisch vor Augen geführt bekommen.

Über die Effizienz dieser immer grösser werdenden und vom Schweizer Steuerzahler zu finanzierenden Staatsausgaben für die internationale Zusammenarbeit scheiden sich die Geister. Deshalb ist meine Minderheit I in Einklang mit der Mehrheit der Finanzkommission klar der Meinung, dass wir mit 0,4 Prozent des Bruttonationaleinkommens bzw. mit rund 9,6 Milliarden Franken für die nächsten vier Jahre zweckmässig über die Runden kommen werden. Unter Berücksichtigung der Frankenaufwertung ist das de facto so viel wie in der letzten Vierjahresperiode. Von Kürzung kann währungsbereinigt somit nicht die Rede sein.

Ich bitte Sie also, nicht nur abstrakt in Reden, sondern hier konkret die Ausgabendisziplin zu halten und unseren Anträgen zuzustimmen.

Müller Walter · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe libéral-radical

Mein Antrag ist ein Vermittlungsantrag zwischen der Mehrheit der Finanzkommission und der Aussenpolitischen Kommission oder, anders gesagt, zwischen finanzpolitischer Verantwortung und aussenpolitischen Interessen.

Die Mehrheit der Finanzkommission schlägt eine APD-Quote von 0,4 Prozent vor, was eine Kürzung von insgesamt 1,555 Milliarden Franken über vier Jahre bedeutet. Ich schlage Ihnen mit meiner Minderheit eine APD-Quote von 0,45 Prozent vor, was eine Kürzung gegenüber dem Antrag des Bundesrates von insgesamt 430 Millionen Franken, also gut 100 Millionen Franken pro Jahr, bedeutet. Bei der humanitären Hilfe - hören Sie gut zu - schlage ich sogar eine Erhöhung von 40 Millionen Franken gegenüber dem Antrag des Bundesrates vor, verbunden mit einer Priorisierung der Mittel bei den Massnahmen zur Förderung des Friedens und der menschlichen Sicherheit. Wenn es gelingt, nur einen Konflikt zu verhindern, dann sparen wir quasi Milliarden, und hier zu investieren ist genau mein Antrag. Es sind beides Bereiche, die wohl in den kommenden Jahren weiterhin grösste Anstrengungen der Weltgemeinschaft erfordern.

Wie ist mein Antrag finanziell gegenüber dem Antrag des Bundesrates einzuordnen? Wie Sie in der Botschaft, Seite 2402, nachlesen können, beinhaltet der Entwurf des Bundesrates eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 2,7 Prozent. Die internationale Zusammenarbeit gehört damit zu den am stärksten wachsenden Bereichen. Mein Antrag hingegen bedeutet ungefähr eine Plafonierung auf dem heutigen hohen Niveau. Ich darf Sie gerne daran erinnern, dass wir in den Jahren 2013, 2014 und 2015 Steigerungsraten von über 9 Prozent in der Entwicklungszusammenarbeit hatten, fast 1 Milliarde Franken mehr seit 2008. Zudem möchte ich bemerken, dass mit dem starken Franken unsere Mittel auch bei der internationalen Hilfe eine höhere Wirkung erzielen.

Nun noch einige Worte zur finanzpolitischen Verantwortung: Vor uns steht ein Stabilisierungspaket von 800 Millionen bis 1 Milliarde Franken, damit die Schuldenbremse eingehalten werden kann. Weitere Sparschritte wurden diese Woche von Bundesrat Maurer bereits angekündigt. Ist es jetzt zu viel verlangt, wenn wir bei der internationalen Zusammenarbeit einen Betrag von gut 100 Millionen Franken pro Jahr an dieses Stabilisierungspaket und die weiteren Sparanstrengungen beitragen? Ich denke nicht. Oder sollen denn vor allem diejenigen Branchen und Bereiche den Sparhammer spüren, die im Gegensatz zur Entwicklungshilfe, die vom starken Franken profitiert, massiv unter dem starken Franken leiden? Erkundigen Sie sich doch einmal bei allen, die Güter - seien es Maschinen, sei es Käse - oder Dienstleistungen in Europa oder auf internationalen Märkten verkaufen, wie sie der starke Franken bis hin zur Existenzbedrohung herausfordert. Sie werden mir beipflichten, dass es fair und gerecht ist, wenn wir hier diesen bescheidenen Sparbeitrag leisten.

Handeln Sie also finanzpolitisch ausgewogen und verantwortungsvoll, und setzen Sie mit der Zustimmung zu meiner Minderheit II aussenpolitisch am richtigen Ort Prioritäten. Diese sind eben die internationale humanitäre Hilfe und die Massnahmen zur Förderung des Friedens und der menschlichen Sicherheit. So können wir am ehesten Terrorismus verhindern, nicht mit weiteren Gesetzen und Überwachungen. Das ist die realistische Politik.

Jetzt muss ich Ihnen noch eines sagen: Man sagt jetzt immer, das wären Verpflichtungskredite. Natürlich stimmt das. Aber ich möchte ehrlich sein: Wenn wir uns verpflichten, wenn wir Verträge abschliessen, dann sollten wir sie auch einhalten können und nicht sagen, wir könnten dann in den kommenden Budgets kürzen. Natürlich, logisch, das Parlament hat die Budgethoheit, es kann jederzeit wieder kürzen. Aber eben, machen wir besser jetzt Sparanstrengungen, kürzen wir bescheiden, setzen wir die richtigen Prioritäten, und verpflichten wir uns für das, was wir auch später einhalten können.

Ich danke Ihnen, wenn Sie diese ehrliche und konsequente Politik unterstützen und meinem Minderheitsantrag zustimmen.

Chevalley Isabelle · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe vert'libéral

Selon le Haut-Commissariat des Nations Unies aux droits de l'homme, ce sont plus de BO 2016 N 804 60 millions de personnes qui sont déplacées. Les crises humanitaires deviennent plus complexes, plus longues et plus meurtrières. Ce n'est pas le moment de couper dans ces crédits d'une importance nationale et internationale. Les mesures d'aide d'urgence et de reconstruction soutenues par la Suisse atteignent directement plus de 3 millions de personnes par an. Si on ne fournit pas de tentes, par exemple, aux réfugiés dans les pays proches des conflits, ces derniers seront obligés de se déplacer plus loin, pour pouvoir mettre leur famille à l'abri.

Nous savons que la pauvreté provient en très grande partie de problèmes en lien avec l'agriculture. L'aide suisse a permis d'améliorer la sécurité alimentaire de plus de 10 millions de petits paysans et de leurs familles. Contrairement à l'attitude de certains agriculteurs UDC, qui veulent simplement baisser les moyens de la Direction du développement et de la coopération, je connais plusieurs organisations paysannes suisses qui viennent en aide aux paysans du Sud, comme l'association "Les paysans solidaires". On ne peut pas opposer les crédits de l'aide au développement et ceux de l'agriculture suisse. Les paysans suisses devraient être de ceux qui comprennent le mieux la problématique de leurs congénères du Sud. Pourquoi pas plus d'élan de solidarité à leur égard?

Ma minorité III demande simplement de respecter le vote du Parlement de 2011, qui enjoint au Conseil fédéral de fixer les moyens de l'aide au développement à 0,5 pour cent du revenu national brut. Cet objectif a été atteint en 2015, mais aujourd'hui le Conseil fédéral veut l'abaisser à 0,48 pour cent, alors que la Suisse s'est engagée au niveau international à viser 0,7 pour cent. D'autres pays moins riches que nous font preuve d'une plus grande solidarité, puisque la Grande-Bretagne a été au-delà de 0,7 pour cent, tout comme le Danemark, avec 0,85 pour cent, tandis que la Suède, la Norvège et le Luxembourg ont même presque atteint, voire dépassé, 1 pour cent du revenu national brut.

Je le répète, cet argent est de l'argent bien investi. Je vous demande donc d'accepter ma proposition, qui est raisonnable.

Arslan Sibel · Mit-F · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe des VERT-E-S

Im Rahmen des Stabilisierungsprogramms 2017-2020 soll mit den geplanten Sparmassnahmen bei der internationalen Zusammenarbeit überproportional gekürzt werden. Bis 2020 soll der Anteil der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (APD) am Bruttonationaleinkommen 0,48 Prozent betragen. Mit diesem Vorschlag hält sich der Bundesrat nicht mehr an die vom Parlament beschlossene Quote von 0,5 Prozent. Das Ziel wäre, diese Quote auf 0,7 Prozent zu erhöhen. Der Bundesrat teilte dieses Ziel im Rahmen der Uno-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung gleich zweimal mit.

Als APD werden auch die Kosten der Hilfe an Asylsuchende im Inland, die Rückkehrhilfen durch das Staatssekretariat für Migration, Ausgaben für die internationale Klimafinanzierung und friedensfördernde Massnahmen des Verteidigungsministers angerechnet. Es ist bei Weitem nicht nur das, was man sich landläufig unter Entwicklungshilfe vorstellt, und es ist auch nicht nur Geld, das ins Ausland fliesst.

Zur internationalen Vergleichbarkeit haben die OECD-Länder, zu denen auch die Schweiz gehört, untereinander zur Berechnung des Prozentsatzes verbindliche Richtlinien ausgemacht. Diese definieren klar, was berücksichtigt werden darf und was nicht. So dürfen die Kosten für Unterkunft und Versorgung von Flüchtlingen, die einen Asylantrag gestellt haben, während den ersten 12 Monaten vollumfänglich angerechnet werden. Dies wird von der Schweiz, im Gegensatz zu anderen Ländern, auch seit über zehn Jahren schon so praktiziert. Seitdem beträgt der Anteil der Asylkosten an der ausgewiesenen Entwicklungshilfe jeweils bis zu 20 Prozent. Ohne die Anrechnung der Asylkosten läge der Prozentsatz bei knapp mehr als der Hälfte des von der Schweiz definierten langfristigen Ziels von 0,7 Prozent.

Wenn der Bundesrat in der Botschaft auf die anhaltenden Krisen, auf bewaffnete Konflikte, Armut und Hunger, den gewalttätigen Extremismus, die Umweltzerstörung, den Klimawandel und die weltweit hohe Zahl vertriebener Menschen aufmerksam macht, ist es umso unverständlicher, dass er diese Kürzungen beantragt. Wir können nicht auf der einen Seite mit Waffen Geschäfte machen und auf der anderen Seite keine Verantwortung übernehmen.

Die strukturellen Ursachen der Armut und Not können nur mit langfristiger Entwicklungszusammenarbeit bekämpft werden. Das würde auch der Prävention von Krisen und Konflikten dienen. Diese langfristigen Projekte werden über den Südkredit finanziert, welcher nun aber massiv gekürzt werden soll.

Die Botschaft enthält zudem viel Swissness, zum Beispiel im Bereich der Dezentralisierung. Die Schweiz kann Gouvernanzprogramme, die vor allem lokale Regierungen in den Provinzen stützen sollen, sicher glaubhafter vermitteln als zentralistische Staaten. Diese Glaubwürdigkeit konnten wir beim Engagement der Schweiz in der Ukraine sehen. Genau in diesen Bereichen ist das langfristige Engagement der Schweiz sehr wichtig.

Die Fraktion der Grünen ist der festen Überzeugung, dass es nicht an der Zeit ist, in diesen Bereichen, wo wir als eines der reichsten Länder auf der Welt am meisten Verantwortung übernehmen sollten, am meisten zu sparen. Nein, es ist vielmehr an der Zeit, sich an unsere humanitäre Tradition und an unsere Ziele zu erinnern und die APD-Quote auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens festzulegen. Denn genau jetzt ist die Schweiz als engagiertes Land gefragt.

Bitte unterstützen Sie meinen Antrag der Minderheit IV, und setzen Sie ein Zeichen der Solidarität mit jenen Menschen, die auf dieser Welt leiden, damit sie sehen, dass wir etwas für sie machen wollen.

Schmidt Roberto · Mit-M · Conseil national · Valais · Groupe PDC

Dem Bericht der Deza können wir entnehmen, dass die Entwicklungszusammenarbeit in den vergangenen Jahrzehnten gewaltige Fortschritte gemacht hat in der Armutsbekämpfung, in der Grundausbildung, in der Bekämpfung der Kinder- und Müttersterblichkeit usw. Wir wissen aber, dass heute weltweit trotzdem noch immer mehr als eine Milliarde Menschen in extremer Armut leben. Gemäss Bericht der Deza sind es in absoluten Zahlen mehr als doppelt so viele wie noch vor dreissig Jahren. Immer mehr dieser Menschen leben in fragilen Kontexten.

Wir wissen auch, dass die Zahl und die Intensität der bewaffneten Konflikte in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Die Umstürze des arabischen Frühlings, der Staatszerfall im Mittleren Osten und in Nordafrika, Bürgerkriege in Syrien, Libyen, Irak und viele andere Ereignisse haben zur grössten Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg geführt. Es sind über 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Hinzu kommen die globalen Herausforderungen Ernährungskrise, Wasserknappheit, Klimawandel, Gewaltextremismus, weltweite Migration.

Davor darf die Schweiz, die nach wie vor zu den reichsten Ländern der Welt gehört, nicht einfach die Augen verschliessen. Das internationale Engagement liegt auch in unserem Interesse, im Interesse der Schweiz. Denn unser Wohlstand und unsere Sicherheit hängen stark vom internationalen Umfeld ab. Gerade die kleine und international stark vernetzte Schweiz hat doch ein ureigenes Interesse an Sicherheit, Frieden und vor allem auch Stabilität in der Welt. Darum ist es an uns, für Stabilität auch in unserem Engagement, in unserer internationalen Zusammenarbeit zu sorgen.

Stabilität - der Herr Bundesrat hat es auch gesagt - heisst, zumindest dem vom Bundesrat beantragten Anteil von 0,48 Prozent des Bruttonationaleinkommens für die öffentliche Entwicklungshilfe zuzustimmen. Wir erreichen zwar nicht das Uno-Millenniumsziel von 0,7 Prozent, zu dem auch die Schweiz einmal Ja gesagt hat. Wir bleiben mit dem bundesrätlichen Entwurf aber zumindest beim Beschluss dieses Parlamentes, das erst vor fünf Jahren die Erhöhung auf 0,5 Prozent beschlossen hat. Schliesslich dürfen wir nicht vergessen, dass im Bereich der längerfristig wirksamen Entwicklungszusammenarbeit bereits für 2016 gespart wird: Es werden 120 Millionen Franken weniger verfügbar sein.

BO 2016 N 805Stimmen Sie im Interesse unseres Landes für Stabilität. Es gibt von links bis rechts viele Forderungen, sie reichen von 0,4 bis 0,7 Prozent. Ich glaube, mein Minderheitsantrag auf einen Anteil von 0,48 Prozent wäre ein guter Kompromiss.

Müller Walter · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe libéral-radical

Lieber Kollege Schmidt, die CVP-Fraktion macht ja hier einen Rundumschlag, sie kritisiert alles - alles ist falsch! Trotzdem will sie keinen Sparbeitrag leisten, sie will also mehr Geld ausgeben. Sie kennen das Stabilisierungspaket, Sie kennen die finanzielle Situation. Ich möchte jetzt von Ihnen hören: Wo will die CVP-Fraktion in Zukunft sparen? Bitte sagen Sie uns das jetzt.

Schmidt Roberto · Mit-M · Conseil national · Valais · Groupe PDC

Die CVP hat keinen Rundumschlag gemacht, Kollega Müller. Sie hat nur eine gewisse strategische Fokussierung verlangt. Sie haben vielleicht gesehen, wie ich gestimmt habe. Der Entwicklungszusammenarbeit stehen 2016 bereits 120 Millionen Franken weniger zur Verfügung. Da haben wir gespart.

Carobbio Guscetti Marina · Mit-F · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste

Anzitutto dichiaro la mia relazione d'interessi: sono responsabile di una ONG, l'Associazione per l'aiuto medico al Centro America.

Ci sono due riflessioni che ci devono accompagnare in queste decisioni. La prima è che di fronte a un'"economia mondiale che zoppica" - per citare un'espressione molto recente e interessante usata da Alliance Sud in una sua pubblicazione -, in un mondo dove le disuguaglianze sociali aumentano nei Paesi ricchi e in quelli poveri e la metà della popolazione mondiale si accontenta dell'8 per cento del prodotto interno lordo mondiale, mentre il segmento dello popolazione più ricca ne consuma tre quinti, non possiamo stare a guardare. Come riconosce lo stesso Consiglio federale nel suo messaggio, la cooperazione allo sviluppo è un mezzo importante a lungo termine di lotta contro la povertà, le cause migratorie e il terrorismo. È quindi uno strumento per dare ai Paesi in difficoltà e in contesti fragili i mezzi per uscirne.

La seconda riflessione è che la cooperazione allo sviluppo è un fattore importante dell'economia svizzera. Essa contribuisce al nostro benessere in maniera diretta e indiretta, sia combattendo le disuguaglianze e la povertà sia dando un contributo efficace a combattere, come dicevo, le cause dei flussi migratori.

Quanto vi propongo con il la mia proposta di minoranza, con la quale chiedo di aumentare l'aiuto pubblico alla cooperazione e allo sviluppo al 0,7 per cento del reddito nazionale lordo, è un passo che non solo vuole dare seguito agli obiettivi decisi a livello internazionale, bensì anche concretizzare quanto lo stesso Consiglio federale ha riaffermato nell'ambito dell'Agenda 2030 per lo sviluppo durabile.

È un obiettivo, come è stato ricordato da alcuni stamattina, già raggiunto da diversi Paesi e da altri anche superato.

In questo contesto, le proposte della maggioranza della Commissione delle finanze di ridurre i mezzi per la politica di cooperazione allo 0,4 per cento del reddito nazionale lordo sono irragionevoli e irresponsabili.

Ma anche sulla proposta del Consiglio federale va detto qualcosa, perché è stata oggetto di lunghe discussioni nella Commissione delle finanze: parte da un presupposto sbagliato e vuole bloccare l'aiuto pubblico allo sviluppo allo 0,48 per cento del RNL, non rispettando quindi l'obiettivo dello 0,5 per cento deciso dal Parlamento e più volte ribadito - una decisione raggiunta dopo tanta fatica solo nel 2015. Ma come dicevo, la proposta del Consiglio federale parte da presupposti sbagliati e prende come base di calcolo il 2016, anno in cui nell'ambito del processo budgetario sono stati tagliati 115 milioni di franchi all'aiuto pubblico allo sviluppo.

Quello che io ho sostenuto e che si vede anche dai dati forniti alla Commissione delle finanze è che bisogna partire dai dati di riferimento del 2015. Questo permetterà di portare avanti una politica coerente e capace di garantire continuità al lavoro svolto finora. Se poi teniamo conto che nell'aiuto pubblico allo sviluppo sono contabilizzati anche i costi per la politica d'asilo - ce l'ha ricordato prima anche il consigliere federale -, vediamo che l'obiettivo dello 0,5 per cento del RNL si allontana ancora di più.

Non stiamo discutendo cifre astratte o di unità di misure. Stiamo discutendo di mezzi concreti da investire a lungo termine per programmi che durano anni in Paesi fragili come nel Sudan del Sud o in Afghanistan ecc. Stiamo discutendo di come rispondere adeguatamente alle crisi. Da una parte vi sono sicuramente gli aiuti umanitari e d'urgenza, che ci vogliono, soprattutto alla luce della situazione che vediamo quotidianamente. Ma questi aiuti umanitari e d'urgenza non possono andare a scapito dei mezzi a disposizione per l'aiuto a lungo termine.

Avevo proposto nell'ambito dei lavori della Commissione delle finanze anche un emendamento che voleva perlomeno aumentare i mezzi all'aiuto bilaterale partendo dalla base di riferimento del 2015 e non del 2016. Alla luce delle discussioni che sono state fatte stamattina e delle proposte della Commissione della politica estera ritiro la mia proposta di minoranza II. Mantengo però quella di fondo, ossia la proposta di minoranza III che ha come obiettivo quello di raggiungere lo 0,7 per cento del reddito nazionale lordo. È un obiettivo possibile e necessario. Ricordo che un recente studio dell'Università di Neuchâtel, pubblicato all'inizio di quest'anno, mostra che ogni franco investito nell'ambito dell'aiuto pubblico allo sviluppo nel 2014 si ha un guadagno di 1,19 franchi per l'economia svizzera. Riducendo la povertà e migliorando il benessere dei Paesi in via di sviluppo, grazie all'aiuto pubblico allo sviluppo, abbiamo degli effetti positivi anche qui da noi e non solo in relazione ai flussi migratori ma anche per l'impiego e l'economia svizzera.

È quindi una proposta necessaria e ragionevole quella che vi faccio e che vi invito a sostenere.

Stahl Jürg · 1VP-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Präsident (Stahl Jürg, erster Vizepräsident): Der Antrag der Minderheit II (Carobbio Guscetti) ist zurückgezogen worden.

Sommaruga Carlo · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe socialiste

La proposition de minorité que je défends ici n'est finalement que celle de la cohérence avec les engagements internationaux pris par la Suisse, par le Conseil fédéral. Je le rappelais déjà tout à l'heure: ce sont des engagements pour que la contribution de l'aide publique au développement corresponde, à long terme, à 0,7 pour cent du revenu national brut. Cet objectif a été fixé par les Nations Unies il y a fort longtemps et la Suisse y a souscrit au moment de la discussion en Assemblée générale des Nations Unies. Cet objectif a de nouveau été confirmé lors des discussions autour des Objectifs du Millénaire pour le développement. Et puis il a aussi été confirmé une fois encore lors de la Conférence internationale sur le financement du développement, qui s'est tenue l'année passée à Addis Abeba, dans la perspective des objectifs du développement durable.

En d'autres termes, l'objectif stratégique de 0,7 pour cent, cela a été rappelé par le Conseil fédéral dans son message, est un objectif de la Suisse. Il est peut-être illusoire de vouloir atteindre dans un court délai ce seuil de 0,7 pour cent, quand bien même il faudrait l'introduire immédiatement. Je vous propose donc, par ma minorité, d'adopter une position réaliste, une position cohérente et conforme à la capacité contributive de notre pays au développement. Cette capacité contributive se mesure surtout à la richesse de notre pays, à savoir au revenu national brut.

Je vous propose donc de faire en sorte que, d'ici à la fin de la période du nouveau crédit-cadre, nous revenions au seuil de 0,5 pour cent, qui avait été décidé par le Parlement il y a quelques années et qui avait été tenu jusqu'à maintenant. Puis, dans le crédit-cadre de la période suivante, d'atteindre l'objectif de 0,6 pour cent du revenu national brut. Il s'agira enfin, dans l'exercice suivant encore, à savoir d'ici à 2028, de faire en sorte que l'objectif de 0,7 pour cent du revenu national brut soit atteint. Cela correspond, finalement, au niveau du calendrier, quasiment à celui des objectifs du développement durable, puisque le délai est fixé à 2030.

Aujourd'hui, il s'agit donc d'être réaliste, solidaire, cohérent et finalement d'accepter ma proposition de minorité, qui est BO 2016 N 806 une sorte de motion adressée au Conseil fédéral, afin qu'il organise les finances dans ce sens. Nous avons le temps de le faire, puisque cela porte sur une période de huit à douze ans.

Tornare Manuel · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe socialiste

Il y a une douzaine d'années, la Commission de politique extérieure avait inscrit dans cet arrêté une clause stipulant que 60 pour cent des sommes attribuées seraient affectées à la coopération bilatérale. Je rappelle que la coopération bilatérale consiste en une aide que la Suisse offre à un autre pays, à une fondation, à une association, etc. Une part de 40 pour cent de l'argent versé par la Suisse dans un pot commun -, comme un "pot financier", par exemple au FMI ou à une autre institution - va à la coopération multilatérale. Or, que constate-t-on? C'est que, petit à petit, le multilatéral a tendance à empiéter sur le bilatéral, et cela nous ne pouvons l'accepter!

En commission, j'ai accepté, au nom de la délégation socialiste, une proposition de Monsieur le conseiller fédéral Burkhalter visant à rajouter "en principe" dans mon amendement, pour ne pas figer ces pourcentages!

Je vous demande donc de soutenir ma proposition de minorité parce que la coopération bilatérale, c'est ce qui donne de la force à l'image de la Suisse dans le monde, contrairement à ce que certains - mais peu, heureusement - pensent dans cette salle. La coopération bilatérale améliore la réputation de la Suisse. Je ne dis pas que le multilatéral ne le fait pas, mais le bilatéral est plus essentiel et donne vraiment une force à l'action de la Suisse dans l'aide au développement et à la coopération.

Je vous remercie de soutenir ma proposition de minorité.

Naef Martin · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste

Es mag angesichts der Tragweite anderer Beschlüsse jetzt ein bisschen ein Nebenschauplatz sein. Aber es ist ein Nebenschauplatz, der seit Jahren immer wieder auftaucht. Es geht um einen Evergreen, um die Kommunikation, um die autonome Kommunikation der hier beteiligten Amtseinheiten. Es ist der Evergreen "Tue Gutes und rede darüber". Es war ein Antrag in der mitberichtenden Kommission und in der Aussenpolitischen Kommission, der kontrovers und intensiv diskutiert wurde und der ein echtes Anliegen betrifft.

Die Kommunikation in den heute zur Debatte stehenden Feldern wurde vor einigen Jahren aus Kohärenzgründen beim EDA zentralisiert. Das ist nachvollziehbar, und das hat auch durchaus Vorteile. Es gibt auch hervorragende eigene Kommunikationsmittel des Seco, der Deza und der Abteilung Menschliche Sicherheit. Ich kann Ihnen bei dieser Gelegenheit noch ans Herz legen, all jenen, die den 460-seitigen Bericht nicht gelesen haben: Es gibt auch übersichtliche Kurzzusammenfassungen, die Sie auch verwenden können, wenn Sie mit Bezug auf die internationale Zusammenarbeit der Schweiz gegen aussen kommunizieren.

Es gibt diese Kommunikationsmittel. Bei konkreten Medienanfragen aber wären Geschwindigkeit, Zuständigkeit und Fachkompetenz und nicht nur die geschmeidige Unverbindlichkeit der Kommunikationsfachleute gefragt. Es geht also darum, dass die drei betroffenen Verwaltungseinheiten bei konkreten Anfragen eine selbstständige, fachlich kompetente und rasche Kommunikation betreiben können. Es geht darum, authentisch, konkret, wirksam, nahe bei der Sache der Bevölkerung aufzeigen zu können, wie wirksam die hier gesprochenen Gelder investiert werden, im Sinne von - nochmals - "Tue Gutes und rede darüber".

Ich bitte Sie, diese Minderheit zu unterstützen.

Reimann Maximilian · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Danke vielmals, Herr Vizepräsident, dass ich noch kurz zu diesem Antrag zu Artikel 1b, der nichts mit den finanzpolitischen Ansätzen zu tun hat, zu Wort kommen kann.

Entwicklungsarbeit ist nicht bloss eine Einbahnstrasse, wo die eine Seite gibt und die andere nimmt. Rechten stehen immer auch Pflichten gegenüber. Wer von einem Land Leistungen bezieht, soll mit diesem Geberland auch kooperieren, wenn es dieses Land wünscht.

Wir von der Minderheit wollen einfach sichergestellt haben, dass Gelder der Schweiz und damit ihrer Steuerzahler nicht in Länder fliessen, die im Asylwesen mit uns als Geberland ein böses Spiel treiben. Nur Länder, die mit uns kooperieren, sollen auch von uns unterstützt werden. Länder aber, die Wirtschaftsmigration direkt oder indirekt fördern, vor allem aber Länder, die abgewiesene Migranten nicht mehr zurücknehmen, obwohl sie weder in Kriege verwickelt noch von inneren bewaffneten Konflikten betroffen sind, sollen nicht noch von unserer Entwicklungs-, Finanz- und Wirtschaftshilfe profitieren. Um welche Länder es sich im Einzelfall handelt, möge der Bundesrat festlegen, eventuell in Zusammenarbeit oder nach Rücksprache mit den zuständigen Parlamentskommissionen.

Dieses Signal der Konditionalität muss unbedingt am heutigen Tag und mit dieser Gesetzesvorlage auch in die Welt hinausgesendet werden.

Schneider-Schneiter Elisabeth · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe PDC

Bei den verschiedenen Minderheitsanträgen, welche die Höhe des Beitrages für die internationale Zusammenarbeit der nächsten Periode betreffen, wird sich die CVP-Fraktion konsequent dem vorgeschlagenen Kreditrahmen des Bundesrates anschliessen. Eine Erhöhung dieses Kreditrahmens lehnen wir ab. Statt die Kredite einfach zu erhöhen, sollten wir eine intensive inhaltliche Debatte führen und festlegen, für welche Schwerpunkte die Beiträge verwendet werden sollen. Die CVP ist überzeugt, dass mit 0,48 Prozent des Bruttonationaleinkommens eine wirkungsvolle internationale Zusammenarbeit erfolgen kann.

Gleichzeitig lehnt die CVP aber auch weitere Kürzungen ab. Statt zu kürzen, sollten wir uns - wie in unserem Rückweisungsantrag schon gefordert - auf jene Schwerpunkte konzentrieren, welche auch den aktuellen Herausforderungen entsprechen. Es ist nicht konsequent, die Asylgesetzgebung derart zu bekämpfen und zu kritisieren und gleichzeitig die Hilfe vor Ort sukzessive durch Kürzungen zu schwächen. Ein bisschen hier und ein bisschen dort zu kürzen, einfach um das finanzpolitische Gewissen zu beruhigen, ist nicht zielführend. Schauen Sie sich einmal diese Fahne an! Die Linke meint, mit Erhöhungen eine bessere Entwicklungszusammenarbeit zu erreichen, die Rechte meint, dies mit Kürzungen zu tun. Wir sind doch hier nicht auf einem orientalischen Basar! Das ist keine seriöse Arbeit. Wo bleiben hier die Inhalte?

Wir lehnen auch den Antrag ab, welcher die bilaterale Zusammenarbeit auf mindestens 60 Prozent festsetzen will - ein altes Thema, welches immer wieder kommt. Die CVP ist der Meinung, dass es sowohl die bilaterale als auch die multilaterale Zusammenarbeit braucht und dass die beiden Zusammenarbeitsformen nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen.

Was die Minderheit Naef betreffend Kommunikation betrifft, haben wir gewisse Sympathien dahingehend, dass der Kommunikation über die Entwicklungszusammenarbeit besonders Rechnung getragen werden muss. Damit diese von der Bevölkerung getragen wird, brauchen wir nämlich eine offensivere Kommunikation. Wir unterstützen diesen Minderheitsantrag aber nicht. Denn wir denken, dass in der Folge auch andere von der internationalen Zusammenarbeit betroffene Bereiche eigene Kompetenzen haben müssten. Zudem muss das EDA in der Lage sein, die Kommunikation so zu organisieren, dass man den einzelnen Bereichen Rechnung tragen kann.

Auch für den Antrag der Minderheit Reimann Maximilian, welcher verlangt, dass das Empfängerland in asyl- und migrationspolitischen Belangen kooperiert, haben wir Sympathien. Mit unserem Rückweisungsantrag haben wir mehr Konditionalitäten in diesem Bereich verlangt. Eine derartige Zusammenarbeit muss angestrebt werden, wo immer sie möglich ist. Diese Konditionalität aber derart ausschliesslich zu formulieren verkennt, dass es Staaten gibt, mit deren Regierungen nicht zusammengearbeitet werden kann. In diesem Sinne lehnen wir auch diesen Minderheitsantrag ab.

Aeschi Thomas · Mit-M · Conseil national · Zoug · Groupe de l'Union démocratique du Centre

BO 2016 N 807Wir beschliessen ja einen Verpflichtungskredit über vier Jahre bis zum Jahr 2020. Ab 2018 drohen jährliche strukturelle Defizite von 1,5 Milliarden Franken. Wieso werfen Sie der SVP vor, es sei nicht seriös, jetzt sparen zu wollen? Weshalb wollen Sie mehr versprechen, als wir werden ausgeben können? Wo möchte die CVP denn sparen?

Schneider-Schneiter Elisabeth · Mit-F · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe PDC

Wir möchten eigentlich nur das tun, was die SVP immer sagt, nämlich Entwicklungshilfe vor Ort, eine effiziente Entwicklungszusammenarbeit vor Ort. Mit dieser Entwicklungszusammenarbeit, welche die SVP auch will und welche wir wollen, können wir im Inland bei den Asylkosten sehr viel Geld sparen.

Portmann Hans-Peter · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical

Die FDP-Liberale Fraktion wird bei den Vorlagen 1, 2, 3 und 4 jeweils die Minderheit II (Müller Walter) unterstützen.

Wir haben uns hier auch von finanzpolitischen Grundsätzen leiten lassen. Es ist eben nicht so, dass der Entwurf des Bundesrates Status quo bedeutet, wie die CVP-Rednerin vorhin gesagt hat. Der Entwurf des Bundesrates entspricht einem Ausgabenwachstum von gegen 2,7 Prozent. Sie verheimlichen hier etwas oder machen sogar eine nichtkorrekte Aussage. Der Antrag der Minderheit II auf 0,45 Prozent bedeutet tatsächlich Status quo und sichert das Geld, das wir bis anhin in den letzten vier Jahren ausgegeben haben, dem Bundesrat auch jetzt wieder zu.

Diese Komponente enthält ja nicht nur einen Prozentwert, sondern das Bruttonationaleinkommen ist das Bruttoinlandeinkommen. Dieses Bruttoinlandeinkommen ist in den letzten zehn Jahren um rund 8 Prozent gestiegen, flacht jetzt ab, könnte sogar degressiv werden. Tragen Sie doch lieber diesem Bruttonationaleinkommen Sorge. Ein gutes Bruttonationaleinkommen erwirtschaften wir, wenn wir die Staatsfinanzen gut im Griff haben, uns nicht verschulden. Für eine bürgerliche Partei ist es nicht seriös, einfach nur zu sagen: Wir geben jetzt einmal ein bisschen Geld aus, aber woher es kommen soll, sagen wir nicht. Wenn Sie wirklich wollen, dass wir gute Auslandarbeit leisten, schauen Sie zuerst, dass wir in unserem Land mit einer gesunden Wirtschaft gutes Geld verdienen.

Wenn wir beim Status quo bleiben und so tun, als ob wir gegenüber dem Ausland nicht mehr die Musterknaben sind, muss ich Ihnen sagen: Nein, pro Kopf geben wir dann nach wie vor noch 288 Euro im Jahr aus. Die Wirtschaftsmacht Deutschland, die viel bessere Konjunkturaussichten als wir hat, gibt im gleichen Bereich genau einmal 126 Euro pro Kopf aus, also weniger als die Hälfte als wir, und sie gibt 0,38 Prozent des Bruttonationaleinkommens aus. So zu tun, als ob wir hier etwas zu Tode sparen oder im Ausland nicht mehr echte Hilfe leisten, finde ich ein bisschen sehr starken Tabak.

Es gibt auch finanzpolitische Anliegen, die wir hier mitberücksichtigen müssen. Diese betreffen unser Land noch viel mehr als jene des hier angesprochenen Kredites. Dann kommen auch noch die Konzentration der Mittel und die Effizienz hinzu. Genau dies erreicht man, wenn man die Mittel - und zwar dieselben wie bis anhin - punktuell dort einsetzt, wo die Schwerpunkte gesetzt sind. Ich habe in meinem Eintretensreferat gesagt, wo die FDP die Schwerpunkte sieht.

Zum Antrag der Minderheit Reimann Maximilian zu Vorlage 1, Artikel 1b: Ja, die FDP will eine strategische Verknüpfung von Entwicklungshilfe und Migrationspolitik. Wenn Sie dazu Nein sagen, dann ist es nicht ehrlich zu sagen, Sie wollten es zwar auch, aber ein wenig anders. Nein, hier ist ein Credo gefragt, ob Sie das wollen oder nicht. Es geht um eine Strategie. Der Bundesrat ist nicht verpflichtet, anderen Ländern etwas zu kündigen, wo vielleicht eine solche Zusammenarbeit nicht möglich ist. Aber wir müssen feststellen, dass die Strategie des Goodwills und der Vorleistungen nur punktuell greift. Ich würde sogar sagen, sie hat in den letzten Jahrzehnten versagt. Darum muss die Schweiz nun zur Erreichung von mehr Rückübernahmeabkommen finanziellen Druck aufbauen. Davon sind wir überzeugt. Ich sage es nochmals: Der vorliegende Artikel bedeutet nicht, dass nur bei Erfüllung dieser Kondition Gelder fliessen dürfen. Das bedeutet er nicht. Er ist eine strategische Vorgabe.

Bei allen anderen Anträgen werden wir mit der Mehrheit stimmen. Ich bitte Sie, den Antrag der Minderheit II (Müller Walter) und den Minderheitsantrag Reimann Maximilian zu unterstützen.

Quadranti Rosmarie · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe BD

Eigentlich bräuchte ich fünf Minuten, um auf das Votum meines Vorredners zu antworten. Die habe ich leider nicht zusätzlich, deshalb bleibe ich bei meinem Votum.

Die BDP-Fraktion wird bei der Bundesratslösung bleiben. Sie unterstützt keine Kürzungen. Diese sind angesichts der Weltlage unverantwortlich. Die Bundesratslösung ist nach wie vor ein Zeichen für den klaren Willen, unsere humanitäre Tradition nicht aufs Spiel zu setzen, nimmt aber Rücksicht auf die finanziellen Möglichkeiten in Anbetracht einer angespannten Finanzlage. Die Bundesratslösung ist auch diejenige Lösung, die gemachte Arbeit nicht kritisiert, sondern unterstützt.

Lassen Sie mich noch etwas Grundsätzliches sagen: Wer nur bei der humanitären Hilfe aufstocken und nur dort bei der Bundesratslösung bleiben und die anderen Kredite reduzieren will, macht in meinen Augen einen entscheidenden Fehler. Lassen Sie mich das an einem Bild erklären: Einem Verletzten nützt es nichts, wenn lediglich Erste Hilfe geleistet wird, ihm dann aber weitere Hilfe für nachhaltige Genesung verweigert oder nur dürftig gewährt und zu wenig getan wird, damit er nicht wieder in die gleiche Situation kommt bzw. sich wieder die gleiche Verletzung zuzieht. Deshalb ist die vom Bundesrat vorgelegte Lösung sinnvoll.

Zum Schluss noch ein Wort zum Prozentsatz: Wir sind uns bewusst, dass gemäss Parlamentsbeschluss 0,5 Prozent und eigentlich 0,7 Prozent angestrebt werden müssten, und zwar auch angesichts der momentanen Finanzlage. 0,4 Prozent sind eindeutig ungenügend. Mit Rücksicht auf die Finanzlage aber werden wir hier bei diesen 0,48 Prozent bleiben. Wenn es jetzt Fraktionen gibt, die sagen, dass 0,45 Prozent auch reichen würden, es seien ja nur rund 400 Millionen Franken weniger, was angesichts des Gesamtkreditrahmens ein Klacks sei, dann staune ich. Seit wann sind 400 Millionen Franken ein Klacks? Sind Sie sich bewusst, was zum Beispiel Hilfswerke wie Heks, Caritas usw. - ich gebe zu, dass dieser Vergleich etwas hinkt, aber trotzdem - mit 400 Millionen anfangen können? Nein, 400 Millionen sind kein Klacks, sie müssen drinbleiben, vor allem auch angesichts der Weltlage. Die Situation hat sich verschärft und nicht entschärft. 400 Millionen sind viel Geld in der Entwicklungszusammenarbeit.

Doch nochmals zur Bedeutung dieses Prozentsatzes: Dass dieser nun so sehr in den Fokus rückt, ist falsch. Hier geht es um einen Rahmen, und der ist vom Bundesrat vernünftig vorgegeben. Über die konkreten Zahlen wird immer noch bei den Budgetverhandlungen diskutiert. Lassen wir es bei der Ausgangslage, wie sie der Bundesrat vorgegeben hat, für die künftigen Diskussionen bewenden.

Ich möchte noch einen Gedanken lautwerden lassen: Könnte nicht die Absicht vorliegen, dass man hier und heute 0,45 Prozent durchbringen und dann bei den Budgetdebatten noch weiter kürzen will? Dieser Gedanke lässt mich etwas erschauern.

Und zum Schluss: Lernen wir doch gemeinsam wieder, nicht mehr nur auf unsere Innovationen so stolz zu sein, wie wir es gestern beim Gotthardtunnel waren. Nicht nur auf Innovation muss dieses Land stolz sein - sei es auch wieder stolz darauf, den Wert der humanitären Tradition hochzuhalten. Auf diesen Wert dürfen wir zu Recht stolz sein, und bezüglich beider Werte - Innovation und humanitäre Hilfe - ist auch die Welt stolz auf die Schweiz. Setzen wir das nicht aufs Spiel.

Nussbaumer Eric · Mit-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste

Lassen Sie mich beim Gotthard anschliessen. Als gestern Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel darauf hinwies, dass im internationalen BO 2016 N 808 Zusammenwirken in der Verkehrspolitik alle - alle! - ihren Beitrag leisten müssen, klatschten viele von Ihnen im Festzelt und nickten einvernehmlich mit dem Kopf: Deutschland soll jetzt auch seinen versprochenen Beitrag leisten, damit zukunftsweisende Projekte der Realität zugeführt werden können! Wenn man international etwas erreichen will, dann müssen alle ihren Beitrag leisten, das war gestern Konsens. Ich glaube, dass auch Herr Portmann mitgeklatscht hätte - und er hat vielleicht auch mitgeklatscht, um kundzutun, dass das so sein muss.

Und heute Morgen? Heute Morgen ist das bei der internationalen Zusammenarbeit nicht anders. Aber das Klatschen betrifft heute unser Land, denn die Schweiz hat sich mit Ihrer Zustimmung zur Aktionsagenda von Addis Abeba am Gipfel vom Juli 2015 einmal mehr - einmal mehr! - zum 0,7-Prozent-Ziel bekannt. Wer sich zu diesem Ziel bekennt, muss auch entsprechend handeln. Internationales Zusammenwirken in der Entwicklungsfinanzierung, internationale Zusammenarbeit gelingt nur, wenn alle ihre versprochenen, zugesagten, in Aussicht gestellten Beiträge leisten. Heute stehen wir in der Pflicht.

Die globalen Herausforderungen sind gewaltig. Nicht Abbau, sondern Ausbau der internationalen Zusammenarbeit ist daher angesagt. Laut hochrangigen Uno-Diplomaten verursacht allein die Umsetzung der Uno-Agenda 2030 jährliche Kosten bis zu 5000 Milliarden Dollar. Das ist eine Summe, welche die aktuelle öffentliche Entwicklungshilfe um das 25- bis 35-Fache übersteigt. Darum braucht es die öffentliche Entwicklungshilfe, aber es braucht auch ganz viele andere Akteure, die dazu beitragen, dass auf dieser Welt mehr Frieden, mehr Gerechtigkeit und mehr Entwicklung möglich sind. Das in Paris verabschiedete Klimaschutzabkommen hat diese Kostenschätzung weiter in die Höhe getrieben. Die Schweiz - es bleibt uns keine andere Wahl - muss ihren Beitrag leisten. Der 0,48-Prozent-Antrag des Bundesrates ist angesichts dieser Herausforderungen eigentlich ungenügend.

Die SP-Delegation in der APK bittet Sie daher, die Minderheitsanträge Carobbio Guscetti für 0,7 Prozent oder Chevalley für 0,5 Prozent zu unterstützen. Die Kürzungsanträge aus dem Kreis der SVP- und der FDP-Liberalen Fraktion, die Minderheitsanträge I (Reimann Maximilian) und II (Müller Walter), torpedieren im Kern die internationale Zusammenarbeit für mehr Frieden und auch die Bekämpfung der Armut im Generellen.

Entscheidend bei der internationalen Zusammenarbeit - es ist gut, wenn wir das immer wieder in Erinnerung rufen - sind die Verlässlichkeit und die Kohärenz in unserer Tätigkeit. Die Schweiz hat sich international verpflichtet. Wir unterstützen daher eine Politik, die verlässlich ist, bei der internationale Zusicherungen eingehalten werden und mit der wir kohärent sind und am Ball bleiben. Die internationale Zusammenarbeit ist eingebettet in diese Strategie unseres Landes, in die strategische Zielsetzung dieser Verpflichtung.

Als Teil der internationalen Staatengemeinschaft ist die Schweiz wie alle anderen Länder von Herausforderungen wie Migration, Terrorismus, Instabilität, Armut und Gewalt betroffen. Je aktiver die Schweiz diese Probleme vor Ort bekämpft, desto höher sind die Chancen, Frieden und Sicherheit in der Heimat garantieren zu können. Die Friedensförderung leistet den kostengünstigsten Beitrag an die Gewährleistung der Sicherheit der Schweiz.

Ich bitte Sie daher namens der SP-Fraktion, das zu beschliessen, wofür wir uns international eingesetzt haben, nämlich das 0,7-Prozent-Ziel. Wenn Sie dem heute nicht folgen möchten, dann bitte ich Sie, der Selbstverpflichtung Nachdruck zu verleihen, wie es im Antrag der Minderheit Sommaruga Carlo zum Ausdruck kommt, wonach wir das schrittweise erhöhen werden, sodass wir in acht Jahren auf dem Zielwert von 0,7 Prozent sind.

Portmann Hans-Peter · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical

Herr Kollege Nussbaumer, Sie haben gesagt, wir würden torpedieren und wir müssten jetzt wie beim Gotthard mitziehen. Jetzt frage ich Sie: Sie wollen doppelt so viel ausgeben wie Deutschland, und unsere Anträge entsprechen 1,5-mal so viel wie den Zahlungen Deutschlands. Wie torpedieren wir damit jetzt die internationale Zusammenarbeit, und wo müssen wir mitziehen?

Nussbaumer Eric · Mit-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste

Ich habe ausgeführt, dass unser Land auch eine internationale Selbstverpflichtung eingegangen ist, indem wir bei der Aktionsagenda Ja dazu gesagt haben, unseren Anteil auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen; das habe ich bei Ihnen nicht gehört. Daher möchte ich Sie noch einmal einladen, die entsprechenden Anträge zu unterstützen. Sie können auch der Minderheit Sommaruga Carlo zustimmen, welche dieser Selbstverpflichtung über eine schrittweise Erhöhung der Mittel für die öffentliche Entwicklungshilfe nachkommen möchte. Das ist mein Appell an Sie: Bleiben Sie auch bei dieser Frage der internationalen Solidarität verpflichtet!

Müller Walter · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe libéral-radical

Lieber Kollege Nussbaumer, Sie machen mir Vorwürfe, ich würde die internationale Zusammenarbeit torpedieren, meine Haltung sei kleinlich - so habe ich es verstanden. Jetzt müssen Sie den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes, die Steuern zahlen, erklären: Sind denn 10,675 Milliarden Franken nichts? Das ist eine Beleidigung all derjenigen, die zu diesen Finanzen beitragen.

Nussbaumer Eric · Mit-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste

Ich habe in meinem Votum keine Beleidigung ausgesprochen, sondern ich habe Sie politisch herausgefordert, Herr Müller, damit Sie sich auch in der FDP-Politik sorgfältig überlegen, welche Verpflichtung unser Land international eingegangen ist. Wir möchten gemeinsam mit den anderen reichen Staaten das 0,7-Prozent-Ziel erreichen. Wie wir das erreichen wollen, können wir miteinander politisch aushandeln. Auch Ihnen kann ich mit auf den Weg geben: Stimmen Sie der Minderheit Sommaruga Carlo zu, die eine langfristige Verpflichtung zur Erhöhung vorsieht. Dann werden wir auch international unseren Beitrag für mehr Frieden und mehr Armutsbekämpfung leisten.

Moser Tiana Angelina · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe vert'libéral

Wenn man international etwas erreichen will, geht das nur gemeinsam. Diese Meinung teilen wir Grünliberalen, und wir haben 2011 der moderaten Angleichung des Schweizer Beitrages an das internationale 0,7-Prozent-Ziel auch entsprechend zugestimmt, wir haben den Vorstoss für 0,5 Prozent unterstützt. An dieser Position halten wir auch heute fest. Bezüglich Globalisierungsgrad und Pro-Kopf-Einkommen vergleichbare Länder wie die Niederlande, Norwegen oder Schweden erreichen heute etwa 0,8 oder 1 Prozent. Wir sprechen hier aber nicht von diesen Prozentzahlen, sondern wir sprechen lediglich von 0,5 Prozent. Das ist alles andere als ein wahnsinnig ambitionierter Beitrag.

Wir legen mit der heutigen Vorlage die Strategie und den Finanzrahmen fest. Das sind Rahmenkredite. Wenn anschliessend in der jährlichen Budgetdebatte die aktuelle Lage eine finanzielle Justierung verlangt, dann ist das möglich, und allenfalls ist das auch notwendig. Wir Grünliberalen haben in der Vergangenheit diese Verantwortung immer wahrgenommen und werden das auch in Zukunft tun. Bei einer präventiven Kürzungsrunde, wie es die FDP mit dem Antrag der Minderheit II (Müller Walter) will oder die Mehrheit der Finanzkommission mit dem Antrag auf 0,4 Prozent, machen wir nicht mit. Diese Kürzungsanträge sind keine kosmetischen Massnahmen. Im Falle des Antrages der Mehrheit der Finanzkommission sind das 1,6 Milliarden Franken; das ist etwa das gesamte Engagement von Deza und Seco in Afrika. Es ist auch viel mehr als das, was wir heute im Klimabereich machen. Das kann ein politisches Ziel sein, das ist in diesem Rat offenbar ein politisches Ziel. Es ist aber definitiv nicht das Ziel der Grünliberalen! Es sind nämlich dieselben Kräfte in diesem Parlament, die nachher dann bei der Landwirtschaft oder bei der lokalen Sicherheit wieder ausbauen und sich aus der internationalen Verantwortung stehlen wollen. Es sind auch dieselben Kräfte, die sich dann durch eine besondere Härte in der Asylpolitik auszeichnen und gleichzeitig Hilfe vor Ort propagieren, aber bei einer BO 2016 N 809 längerfristigen Aufbauarbeit die Mittel zusammenstreichen wollen. Das lehnen wir definitiv ab.

Wir Grünliberalen stehen zu unserer globalen Verantwortung. Wir haben damals diesen 0,5-Prozent-Entscheid unterstützt, und wir werden an dieser Linie festhalten und es auch dieses Mal tun.

Stamm Luzi · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Ich beschränke mich auf eine Frage, die nun immer wieder an mich herangetragen wird: Muss die Schweiz Hilfeleistungen an Bedingungen knüpfen, muss man vom betreffenden Land etwas verlangen?

Gewisse Hilfe muss natürlich bedingungslos geleistet werden. Wenn es um ein Erdbeben oder um die eigentliche humanitäre Hilfe geht, müssen wir selbstverständlich bedingungslos helfen. Das ist ein Teil der traditionellen Humanität der Schweiz, das haben wir immer gemacht, da haben wir auch unsere Stärken. Die Schweiz hat z. B. die Stärke, auch unter dem Titel des Internationalen Roten Kreuzes zu helfen. Wir haben Diplomaten, die sich beim Verhandeln als sehr geeignet gezeigt haben, von der Ukraine bis zur Diskussion zu Ex-Jugoslawien. Wir hatten Botschafter, die den richtigen Ton, die richtige Gesprächskultur hatten oder den richtigen Verhandlungsplatz, z. B. Genf, angeboten haben. Selbstverständlich ist diese Art von Zusammenarbeit unabhängig davon, ob die betreffenden Länder kooperieren.

Ebenso klar scheint mir aber, dass Sie bei der eigentlichen Aufbauhilfe Bedingungen setzen dürfen und müssen. Es kann ja nicht sein - ob die Länder dann Algerien, Marokko, Äthiopien, Eritrea oder wie auch immer heissen -, dass wir Aufbauhilfe machen und diesen Ländern gleichzeitig signalisieren: "Wenn ihr innerhalb eures Territoriums problematische Leute habt, könnt ihr diese einfach zu uns 'entsorgen', ihr könnt sie zu uns schicken. Wir brauchen kein Rücknahmeabkommen, aber gleichzeitig helfen wir euch bedingungslos, euer Land aufzubauen." Das kann ja nicht sein!

Im Ergebnis heisst das Folgendes: Wir haben verschiedene Kategorien, die wir früher Katastrophenhilfekorps oder humanitäre Hilfe genannt haben. Solche Hilfe muss selbstverständlich bedingungslos sein. Dann aber haben wir gewisse Arbeiten, gewisse Kooperationen, die dürfen selbstverständlich nur mit Bedingungen geleistet werden.

Die Schweiz macht ausserordentlich sinnvolle Arbeit auf verschiedenen Gebieten. Ich denke z. B. auch daran, dass man versucht, die Leute auf ihren Landwirtschaftsbetrieben zu halten, damit es weniger Wanderbewegungen in die Städte gibt. Selbstverständlich wird dort sinnvolle Arbeit geleistet. Aber es kann nicht sein, dass wir solche Aufbauarbeit leisten und den Ländern gleichzeitig signalisieren, dass wir überhaupt keine Kooperation mit ihnen brauchen, dass sie uns schicken können, wen sie wollen, dass in Chiasso unsere Leute stehen und diese Menschen empfangen, und dass wir mit den angeblichen Machthabern, Despoten oder wie man sie nennen will, nie ins Gespräch kommen.

Eingeschränkte Hilfe ist leider immer vonnöten, weil wir nur beschränkte Geldmittel haben. Diese Hilfe muss im Normalfall an die Bedingung geknüpft werden, dass diese betreffenden Länder mit uns zusammenarbeiten.

de la Reussille Denis · Mit-M · Conseil national · Neuchâtel · Groupe des VERT-E-S

Au nom du groupe des Verts, je souhaite faire quelques rappels importants. Tout d'abord, fort heureusement, notre pays est un pays qui a des moyens. Par rapport à certains discours entendus aujourd'hui, qui pointaient les problèmes financiers de notre pays, il convient de rappeler que si nous devons évidemment faire attention à notre budget et à nos ressources, les comptes 2015 se sont soldés, sauf erreur, par un bénéfice de 2,5 milliards de francs. Ainsi, nous restons un pays qui peut montrer l'exemple, notamment au niveau de l'aide au développement et à la coopération internationale.

Le groupe des Verts est par ailleurs convaincu que, par rapport au rôle joué par la Suisse, notamment via la Genève internationale - thématique dont nous discuterons encore ce matin -, nous ne pouvons pas, d'un côté, revendiquer de continuer à jouer ce rôle extrêmement important et, d'un autre côté, ne pas montrer l'exemple en termes de coopération internationale. Cette logique est essentielle et constitue une évidence aux yeux du groupe des Verts; mais il est peut-être bien de le rappeler tout de même dans cet hémicycle.

Durant la matinée, beaucoup d'intervenants ont posé des questions et interpellé Monsieur le conseiller fédéral Burkhalter. Pour ma part, j'aimerais revenir sur deux exemples que ce dernier a cités. Celles et ceux qui ont eu la chance de pouvoir voyager confirmeront peut-être que notre pays et notre Parlement peuvent être fiers de ce que nous faisons, notamment au Burkina Faso et au Népal. Les réussites que l'on connaît là-bas - cela a été cité et je le redis - permettent aux gens d'avoir envie de rester dans leur pays et de le développer en contribuant notamment à la création d'entreprises, ainsi que l'illustre l'exemple donné pour le Burkina Faso.

Le groupe des Verts estime, au contraire de certains autres groupes, que nous pouvons encore donner l'exemple et que nous pouvons encore avoir de l'ambition et dire: "Allons un peu plus loin, coopérons et donnons encore un peu plus de moyens à la coopération internationale." Il soutiendra les propositions qui visent à ce que l'aide publique au développement atteigne 0,7 pour cent du revenu national brut. Nous avons encore les moyens de le faire; montrons l'exemple aux autres pays et à l'Europe.

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

Je commencerai par les différentes propositions qui touchent directement aux finances. Si j'ai bien écouté, il reste deux propositions de minorité qui demandent une augmentation par rapport à la proposition du Conseil fédéral et deux qui demandent une réduction. Au milieu, non seulement coule la rivière, mais en plus se trouve le Conseil fédéral. Je vous enjoins à vous retrouver à la fin à cet endroit, c'est-à-dire à la position du Conseil fédéral.

Je commencerai par les propositions qui demandent une augmentation des crédits-cadres. Il s'agit donc de la minorité IV (Arslan) de la Commission de politique extérieure, qui correspond à la minorité III (Carobbio Guscetti) de la Commission des finances, et à la minorité III (Chevalley) de la Commission de politique extérieure. Le Conseil fédéral part de l'analyse des tendances financières de la Confédération. Il y a eu bien sûr une bonne nouvelle lors du bouclement des comptes 2015, avec un excédent ordinaire, ordinaire dans tous les sens du terme, puisque cela fait une douzaine d'années que l'on a des excédents à la Confédération, mais ils n'étaient pas attendus à ce niveau. L'excédent ordinaire se montait à 2,3 milliards de francs.

Néanmoins, le plan financier est nettement moins réjouissant. On a dû prendre toute une série de mesures. Pour 2017, le budget est bon, pour 2018/19, c'est encore difficile. Nous avons déjà pris des mesures, sur le plan financier également, en termes de paquets d'économies. Et les travaux du Conseil fédéral ont consisté - il est important de le préciser - à considérer la vision d'ensemble. Cela signifie qu'on n'a pas considéré un seul crédit-cadre, mais tous les crédits-cadres, puisque les mesures d'économie touchent souvent ces crédits-cadres, étant donné que ce ne sont pas des dépenses liées. Nous avons décidé de prendre d'ores et déjà toute une série de mesures, qui concernent le plan financier et qui concernent les années à venir, dans le cadre des futurs budgets. Il s'agit donc des crédits de paiement.

Dans ce cadre, les décisions prises par le Conseil fédéral impliquent une réduction de l'ordre de 1 milliard de francs. Ces travaux au sujet des futurs crédits de paiement qui sont liés aux futurs budgets et au plan financier ont été faits. En revanche, cela ne sert à rien de revoir les engagements sur le long terme, donc la volonté de la Suisse d'être stable et présente sur le long terme par les crédits d'engagement. Dans mon canton d'origine, à Neuchâtel, on dirait que couper là, ce serait un peu comme "se couper le nez pour se faire beau"; cela ne servirait à rien et aboutirait à une situation assez désagréable en termes de crédibilité de la politique étrangère suisse.

BO 2016 N 810Pour la coopération internationale, quels sont les principes, au niveau financier, que le Conseil fédéral a suivis? D'abord, il a tenu compte de la volonté exprimée par le Parlement que l'aide publique au développement atteigne, à partir de 2015, 0,5 pour cent du revenu national brut. Là, on peut dire: "Auftrag erfüllt!", parce qu'on a atteint cet objectif en 2015 et qu'on l'atteindra de nouveau en 2016. Le but serait de stabiliser les sommes allouées à l'aide publique au développement.

Vous avez vu que la Suisse n'y est pas tout à fait arrivée, puisque le pourcentage exact est de 0,48 pour cent. Pourquoi? Parce que le Conseil fédéral a calculé les montants alloués en respectant le frein à l'endettement. Sur la base des connaissances actuelles, il est arrivé à cette proposition qui est à notre sens raisonnable, responsable. Cela peut encore changer, parce que la nécessité de prévoir des interventions supplémentaires en débloquant des crédits supplémentaires dépend de l'évolution du monde. Cela peut aussi dépendre de l'évolution des coûts résultant de l'asile, qui sont imputables à l'aide publique au développement. Mais, en gros, il s'agit d'une stabilisation, après une période où le Parlement a demandé que la Confédération s'engage plus sur ce plan.

Pour conclure sur les propositions des minorité III et IV, qui prévoient d'augmenter le crédit-cadre, le Conseil fédéral est d'avis qu'il ne faut pas aller au-delà des montants inscrits dans les projets d'arrêtés fédéraux qui vous ont été soumis et il vous demande de rejeter ces deux propositions de minorité.

Deux propositions visent à réduire les montants. Il y a tout d'abord la proposition de la minorité I, défendue par Monsieur Maximilian Reimann. Celle-ci reprend la proposition de la Commission des finances, acceptée en commission par 13 voix contre 12, qui prévoit de réduire progressivement, d'ici à 2020, le montant alloué à la coopération au développement à 0,4 pour cent du revenu national brut. Il s'agit, au fond, de "détricoter" ce qui a été tricoté pendant quatre ans, donc de revenir en arrière.

Il y a en outre la proposition de la minorité II, défendue par Monsieur Walter Müller, qui vise, quant à elle, une réduction à 0,45 pour cent du revenu national brut, mais pas de manière linéaire. Cette proposition prévoit en effet de mettre des accents sur des tâches spéciales, sur lesquelles je reviendrai.

D'abord, en ce qui concerne la proposition de passer à 0,4 pour cent du revenu national brut, c'est un effort par rapport au projet du Conseil fédéral de 1,6 milliard de francs. De nouveau, le Conseil fédéral en revient à l'essentiel: il s'agit de suivre la ligne voulue par le Parlement jusqu'ici. Ou alors la ligne doit être changée, bien évidemment, mais jusqu'ici la ligne a été exprimée clairement et à plusieurs reprises. Nous en avons tenu compte. La ligne est de se rapprocher et, si possible, d'atteindre 0,5 pour cent du revenu national brut. Autre élément essentiel: il s'agit de tenir compte des exigences relatives au frein à l'endettement. Ces efforts ont été faits dans les montants qui vous ont été soumis.

Il faut vraiment faire la différence entre les crédits-cadres et le processus budgétaire. Les crédits-cadres faisant l'objet du projet du Conseil fédéral représentent au total 3 à 4 pour cent du budget de la Confédération, soit 92 centimes par jour et par habitant pour réduire la pauvreté et la détresse de millions de personnes et pour augmenter la sécurité et la prospérité de notre pays ouvert sur le monde.

Notre projet nous paraît être réaliste. Je le répète: s'il devait y avoir des dégradations financières fortes ces prochains temps, le projet devra, de toute manière, faire l'objet d'un nouvel examen dans le cadre de l'analyse budgétaire par le Conseil fédéral et par le Parlement, qui garde la souveraineté sur les crédits de paiement jusqu'au bout.

De ce côté-là, à notre sens, tout est assuré. A ce propos, je dirai, à l'attention de Monsieur Walter Müller, mais aussi à d'autres qui ont avancé que nous pourrions nous reposer sur les taux de change: ceci est faux et il faut tordre le cou, une fois pour toutes, à cette idée. Le fonctionnement financier de la Confédération est le suivant, pour tous les grands projets - et Dieu sait si c'en est un en l'occurrence: il y a une garantie, une "Absicherung" du taux de change. Cela signifie que les départements spécialisés, ici le Département fédéral des affaires étrangères, ne gagnent ni ne perdent rien en termes de taux de change. En l'occurrence, on aurait pu gagner quelque chose, mais on ne l'a pas fait, les gains sur les taux de change allant à la trésorerie fédérale. Nous avons en quelque sorte un taux fixe, et la réalité des marchés, si on gagne, mais aussi si on perd, est prise en charge par la trésorerie fédérale. Il n'y a donc pas cette espèce de coussin, en tout cas s'agissant des grands projets, qui pourrait être utilisé en matière de taux de change.

Une autre chose importante pour que vous puissiez prendre votre décision, consiste à savoir ce que cela représente en définitive. On est maintenant à près de 0,5 pour cent du revenu national brut et on descendrait à 0,4 pour cent prochainement, durant cette période. Cela représente globalement, je l'ai dit, 1,6 milliard de francs. Mais qu'est-ce que cela signifie concrètement? Cela dépend de ce qu'on veut faire ensuite, en termes de priorités politiques. On peut décider, par exemple, de toucher seulement à la coopération bilatérale avec les pays. Pour les pays prioritaires, il faut compter environ 100 millions de francs par période de quatre ans, ce qui reviendrait à en biffer seize de la liste des pays prioritaires en matière de coopération bilatérale.

Cela représente aussi largement plus que l'ensemble de l'engagement de la DDC dans les contextes fragiles. Ainsi, tout l'engagement pour la prévention serait remis en cause. Si on voulait le réduire, on pourrait le faire ici. C'est plus que tout l'engagement de la Suisse pendant les quatre ans sur la question climatique, largement plus. Et c'est à peu près la même chose que tout ce que nous devons faire, en termes d'actions directes et indirectes, pour prévenir la migration forcée. C'est à peu près le même montant, environ 1,6 milliard de francs sur les quatre ans.

Voilà pour les questions relatives aux propositions de réduction de ces montants.

Nous estimons sur ce point qu'il faut avoir une conception globale, non seulement strictement financière, mais également politique. De par le projet du Conseil fédéral et le processus financier incluant l'examen du budget et l'établissement du plan financier, nous avons une situation qui permet raisonnablement de soutenir le projet du Conseil fédéral.

Passons aux autres propositions. A l'article 1 alinéa 5, nous avons une proposition de la commission, qui prévoit que le compte rendu concernant la réalisation des objectifs ainsi que l'efficacité des mesures prises sera établi par le Conseil fédéral au milieu et à la fin de la période de validité du crédit-cadre. Cela se trouve à l'annexe A1.1 du message. Nous l'avons déjà dit à plusieurs reprises: c'est ce que nous faisons déjà. De toute manière, si cela doit être inscrit dans l'arrêté fédéral 1, nous ne nous y opposerons pas et nous ne demanderons pas de vote à ce sujet.

Concernant la proposition de la minorité Sommaruga Carlo, à l'article 1 alinéa 6, il s'agit d'une vision stratégique avec un calendrier relativement précis, qui viserait à porter la part de l'aide publique au développement à 0,7 pour cent du revenu national brut, donc à 0,5 pour cent en 2020, à 0,6 pour cent en 2024 et à 0,7 pour cent au plus tard en 2028. C'est une sorte d'agenda 2028-2030 de la Suisse.

La position du Conseil fédéral est la suivante: la part de 0,7 pour cent du revenu national brut allouée à l'aide publique au développement reste un objectif stratégique à long terme. Nous l'avons dit et répété et nous le maintenons, mais il est impossible pour le Conseil fédéral d'engager le pays en prévoyant de dépenser de telles sommes - nous parlons de milliards de francs - sans connaître davantage la réalité et les perspectives financières à court ou moyen terme. Ici, on est trop dans le long terme. A notre sens, le débat ne doit donc pas être tranché aujourd'hui dans ce cadre, mais il doit avoir lieu régulièrement et notamment dans le cadre de l'examen des arrêtés fédéraux relatifs à la coopération internationale et des prochains messages à ce sujet. A notre sens, on ne peut donc pas soutenir cette proposition, compte tenu de la situation, des perspectives financières et des incertitudes actuelles, même si, je le répète, BO 2016 N 811 d'un point de vue stratégique, elle n'est pas en contradiction avec les positions précédentes prises par le Conseil fédéral, à part sur les questions de date.

La minorité Tornare à l'article 1 alinéa 7 formule un objectif que nous visons aussi, soit une répartition de la coopération au développement à 60 pour cent pour la coopération bilatérale et à 40 pour cent pour la coopération multilatérale. Là, en effet, c'est une répartition acceptée par le Conseil fédéral et que nous visons à chaque fois. Nous avons apprécié le fait que la minorité ait accepté de modifier sa proposition en ajoutant la formule "en principe", parce que nous voulons avoir une certaine flexibilité; une année ou l'autre, il peut être parfois difficile d'atteindre ce pourcentage. Mais, globalement, c'est bien cela que nous voulons, donc nous ne nous opposons pas du tout à cette proposition, qui reste pour le moment minoritaire, mais qui sera de toute manière réalisée ainsi dans les faits. Qu'elle soit intégrée dans l'arrêté ou non, cela ne change pas grand-chose sur le fond.

Il y a ensuite, à l'article 1 alinéa 8, la proposition de la minorité Naef concernant l'information. J'aimerais dire à ce sujet que nous nous efforçons de tenir compte des règles de base de l'information de l'Etat, donc de ne jamais tomber dans la propagande, et de ne pas non plus multiplier les communicateurs. Nous avons centralisé l'information, nous estimons que cette structure est bonne. Nous donnons en revanche raison à Monsieur Naef sur un point, celui de la nécessité de bien faire attention à mettre en valeur les projets et les personnes qui les connaissent le mieux, mais cela est possible avec une centralisation de l'information qui travaille avec les personnes directement concernées et qui traite des expériences vraiment humaines qui sont faites dans ce cadre. Je constate aussi que, s'agissant de l'impact de la communication de l'Etat, cela ne va pas si mal, puisque si on regarde l'enquête qui est faite chaque année par l'Ecole polytechnique fédérale de Zurich sur le pourcentage de personnes qui souhaitent que la Suisse contribue d'avantage encore à l'aide au développement, dans la période de 2007 à 2011, ce pourcentage était de 58 pour cent en moyenne, alors que dans la période de 2012 à aujourd'hui, il est de plus de 63 pour cent, donc plus fort encore. Je vous recommande donc de ne pas accepter cette proposition, même si nous tiendrons compte de certains de ses aspects.

Concernant la proposition de la commission à l'article 1a, qui demande d'intégrer autant que possible les éléments de la politique migratoire, nous pouvons dire que nous le faisons; nous sommes donc d'accord sur le fond. Que cela figure ou non dans l'arrêté fédéral, cela correspond à la volonté du Conseil fédéral. Nous ne nous opposons pas à cette proposition; il n'y a donc pas besoin de voter.

La dernière proposition de minorité est celle de l'article 1b, défendue par la minorité Reimann Maximilian, qui ouvre le débat sur la conditionnalité - il est d'ailleurs toujours ouvert. Le problème de ce débat, c'est qu'il ne peut pas être mené sans nuance. Nous ne sommes pas pour ou contre la conditionnalité; le Conseil fédéral est favorable à la conditionnalité, mais il y a la manière de le faire. C'est la fameuse parabole du sel: si on en met trop, c'est immangeable. C'est la même chose avec la conditionnalité. Selon nous, cette proposition n'est pas adéquate, parce qu'elle demande une conditionnalité expresse même dans le crédit qui touche à l'aide humanitaire; c'est une conditionnalité rigide, stricte de la coopération internationale, de l'aide humanitaire, de la politique d'asile, de la migration. La question qui se pose est celle de savoir si c'est dans l'intérêt de la Suisse. Je ne vais pas vous redire tout ce qu'on fait dans le domaine de la migration; mais, partout où c'est possible et judicieux, nous cherchons à relier les intérêts de la migration à ceux d'autres domaines bilatéraux. Une plate-forme interdépartementale est chargée de le faire. Le Conseil fédéral vise à conclure des accords et des partenariats migratoires, si c'est souhaité et si c'est souhaitable. Il y a de nombreux accords. Il y a quelques partenariats migratoires, qui sont en fait la forme la plus haute de l'accord de migration. Il faudrait en conclure plus, notamment avec le Sri Lanka, pays pour lequel il y a une entrée en matière sur le sujet - j'y reviendrai. Les développements possibles dans ce domaine doivent être utilisés au maximum. Nous voulons donc une conditionnalité stratégique, positive, mais pas une conditionnalité aveugle, stricte, en tant que principe un peu "stur", si vous me permettez l'expression.

Pourquoi ne voulons-nous pas de cela? D'abord, cela mettrait en cause la base même de la Constitution et de la législation suisses, parce que cela créerait un lien qui n'existe pas dans la législation. Dans celle-ci, il est clairement dit qu'il faut faire d'abord attention à la situation des populations les plus défavorisées et entrer en matière pour les aider. Comment voulez-vous faire des liens? Dans bien des cas, il est impossible d'intervenir dans des situations de crise par le biais, notamment, de l'aide humanitaire ou de la coopération au développement avec des liens de ce type.

Surtout, c'est un autogoal: la proposition a des effets secondaires et inverses, qui ne sont pas du tout souhaitables. En effet, il y a des pays avec lesquels la collaboration en termes de migration n'est pas formalisée dans le cadre d'un accord, mais elle fonctionne plutôt bien. Si on les obligeait à avoir un accord, on se retrouverait dans une situation dans laquelle tout se fermerait. C'est le cas, par exemple, avec des pays comme la Géorgie ou l'Albanie, où il y a beaucoup plus de personnes qui partent que de demandes d'asile, sans pour autant avoir des accords absolument liés de manière stricte.

Il y a aussi l'exemple du Sri Lanka: on n'a pas beaucoup de moyens de levier de nature financière, parce que l'on fait beaucoup d'aide liée à la promotion de la paix et de l'inclusion. En revanche, progressivement, en particulier depuis qu'il y a un nouveau gouvernement, il y a une entrée en matière pour discuter des accords migratoires. Si on disait: "C'est l'accord ou rien", tout s'arrêterait vraisemblablement. Ce n'est donc pas dans l'intérêt de la Suisse.

C'est pourquoi, surtout en ce qui concerne le domaine de l'aide humanitaire, nous vous invitons à ne pas suivre la proposition de la minorité Reimann Maximilian.

Aeschi Thomas · Mit-M · Conseil national · Zoug · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Herr Bundesrat, ich danke Ihnen vielmals für diese Erläuterungen. Wir kennen ja Verpflichtungskredite, um für das Budget während einer gewissen Periode - in diesem Fall vier Jahre - Sicherheit zu geben. Der Bundesrat, zumindest der Finanzminister, hat bekanntgegeben, dass strukturelle Defizite von 1,5 Milliarden Franken ab dem Jahr 2018 drohen, also bereits ab dem zweiten Jahr dieses Verpflichtungskredites.

Weshalb beantragt uns der Bundesrat hier Verpflichtungskredite im Wissen darum, dass wir diese bereits im Herbst wieder werden kürzen müssen?

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

Das ist wieder einmal der Unterschied zwischen Verpflichtung und Zahlung. Die Perspektiven sind zurzeit nicht gut; das wird die Zukunft bestätigen oder nicht bestätigen. Es stimmt aber: Es besteht eine Schwierigkeit, die wir in den letzten Jahren nicht kannten. Da müssen wir wirklich aufpassen. Darum ist unsere Finanzgesetzgebung eigentlich gut gemacht. Wir haben mit dem Verpflichtungskreditrahmen am Anfang der Legislatur klare Linien und auch eine inhaltliche politische Diskussion. In dieser Diskussion sind wir nun bei der internationalen Zusammenarbeit und bei anderem angelangt. Der Bundesrat hat die Verpflichtung so gestaltet, dass sie sich stabilisiert, und er hat bei den Anmeldungen für die Budget- und Finanzplanung schon jetzt Vorschläge gemacht. Vor allem bei der internationalen Hilfe ist es sehr schwierig, wirklich so viel zu tun, wie wir tun möchten. Plötzlich gibt es im einen oder anderen Land Veränderungen. Dann besteht ein ziemlich grosser Unterschied zwischen Verpflichtung und Zahlung. Es hat keinen Sinn, bei der Planung nun noch mehr zu kürzen. Wenn es wirklich nötig ist, soll es dort gemacht werden, wo es gemacht werden muss, nämlich in der Diskussion um Budget und Zahlungsrahmen.

Béglé Claude · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe PDC

Monsieur le conseiller fédéral, quel impact une réduction du crédit-cadre à 0,4 pour cent du revenu national brut aurait-elle, d'une part, sur la crédibilité de BO 2016 N 812 notre coopération aux yeux de la communauté internationale? D'autre part, et surtout, quel impact aurait-elle sur l'efficacité de nos actions préventives dans les pays fragiles, notamment en matière de flux migratoires?

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

Monsieur Béglé, tout d'abord, sur la question de la crédibilité, il s'agit de la Suisse! Imaginez ce qui se passe à l'étranger, au moment où il y a le plus de crises, où elles sont le plus difficiles à résoudre, où la plupart des organisations qui se battent sur le terrain sont très fortement sous-financées, même pour l'aide humanitaire. Si on donne un signal politique selon lequel l'aide de la Suisse sera réduite, ce ne sera évidemment pas compris. Après, la question de la crédibilité repose beaucoup sur les épaules du Conseil fédéral et il se battra pour qu'elle soit préservée. Mais, cela constituerait clairement un risque de perte de crédibilité. C'est surtout un risque qu'il n'est pas nécessaire de prendre à ce stade.

Cela dit,je le répète, on peut diminuer le crédit-cadre. On fournira alors moins d'aide internationale, mais on sera toujours conforme à nos principes de loi. Mais, en baissant maintenant nos contributions, au moment même où il est le plus important de montrer, non seulement une solidarité, mais une volonté politique de régler les problèmes sur le plan international, la Suisse, dont tout le programme de paix est aussi concerné, se verra inévitablement atteinte dans sa crédibilité.

Concernant les programmes d'actions, il faudra ensuite faire un choix. On peut toucher à certains plus qu'à d'autres. Si on décide que la prévention est vraiment la grande priorité, on peut essayer de la restreindre au minimum. Mais on devra de toute manière trouver 1,6 milliard de francs dans les crédits d'engagement. Il s'agira donc de déterminer les lignes d'engagement de la Suisse pour ces prochaines années et de dire qu'on ne fait plus ceci ou cela progressivement jusqu'en 2020, à concurrence d'un montant de 1,6 milliard de francs. Cela aura évidemment des effets sur les programmes, mais les détails resteront encore à décider.

Franchement, le plus facile est que vous en restiez au programme du Conseil fédéral, parce que, à ce moment-là, on sait ce qui va être réalisé, on vous l'a dit, on vous l'a écrit sur plus de 400 pages.

Zuberbühler David · Mit-M · Conseil national · Appenzell Rh.-Ext. · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Sehr geehrter Herr Bundesrat, die "NZZ" hat kürzlich geschrieben, dass seit 1960 fast 5000 Milliarden Dollar an öffentlicher Entwicklungshilfe in alle möglichen Weltregionen geflossen sind. Erlauben Sie mir in diesem Zusammenhang folgende Frage: Gibt es bis heute einen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass mit diesem Geld ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Gang gesetzt wurde?

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

Vielen Dank für diese Frage. Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen: Ich bin nicht zuständig für diese grosse Summe. Ich bin gegenüber dem Parlament dafür zuständig, was die Schweiz macht. Also werde ich nur dazu eine Antwort geben. Die Schweiz hat alle Programme der letzten fünfzehn Jahre aus verschiedenen Bereichen evaluieren lassen, zum Beispiel die Programme aus dem Gesundheits- und aus dem Klimabereich. Diese externe Evaluation hat klar gezeigt, dass 90 Prozent der Ziele erreicht worden sind. Das ist eigentlich ein sehr gutes Ergebnis.

Es ist fast immer so: Es gibt sehr gute Projekte - die grosse Mehrheit dieser Projekte erreicht die Ziele -, und es gibt einige Projekte, die nicht gut laufen; das stimmt, die gibt es immer. Wenn wir in Zukunft mehr machen in fragilen Kontexten, das heisst in Ländern, in denen es sehr schwierig ist, weil es keine Staatsstrukturen, keine starke Zivilgesellschaft usw. gibt, dann besteht einfach etwas eher Gefahr, dass das eine oder andere Projekt die Ziele nicht erreicht. Wollen wir etwas machen, wo es nötig ist, oder aber irgendwohin gehen, wo es sowieso einfach ist? Wir wollen dort tätig werden, wo die Lage fragil ist, denn die Fragilität ist die grösste Gefahr für unsere Welt und auch für unser Land.

Keller Peter · Mit-M · Conseil national · Nidwald · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Ich darf Ihnen hier die Meinung der Mehrheit der Finanzkommission präsentieren.

Die Debatte zur Staatsrechnung 2015 hat gezeigt, dass der ordentliche Überschuss von 2,3 Milliarden Franken zu falschen Rückschlüssen führen könnte. Der Finanzminister hat die Zusammenhänge am Dienstag bereits ausführlich dargestellt; ich verzichte hier darauf, diese zu wiederholen.

Der Legislaturfinanzplan 2017-2019 basiert ja auf den volkswirtschaftlichen Eckwerten vom Herbst 2015. Schon dieser rechnete für die kommenden Jahre mit Defiziten von 500 Millionen bis 1 Milliarde Franken. Dieser Finanzplan muss bereits wieder angepasst werden: Leider werden die strukturellen Defizite noch deutlicher ausfallen. Letzte Woche verabschiedete der Bundesrat die Botschaft zum Stabilisierungsprogramm 2017-2019. Darin wird klar, dass noch mehr Massnahmen nötig sind, um die Bundesfinanzen gemäss Vorgaben der Schuldenbremse ins Lot zu bringen. Ich zitiere aus der Medienmitteilung vom 25. Mai: "Nach heutigem Kenntnisstand wird das Stabilisierungsprogramm nicht ausreichen, um in den kommenden Jahren die Vorgaben der Schuldenbremse einhalten zu können. Ab 2018 drohen auch bei Umsetzung der Vorlage strukturelle Defizite von bis zu 1,5 Milliarden. Grund dafür sind zum einen die steigenden Ausgaben im Asylbereich, zum andern kostenrelevante Beschlüsse des Parlamentes (Reform Altersvorsorge 2020, Armee, Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds und die Unternehmenssteuerreform III)."

Die Mehrheit der Finanzkommission hat dieser schwierigen finanzpolitischen Ausgangslage Rechnung getragen. Sie beantragt dem Parlament deshalb, die APD-Quote bis 2020 schrittweise auf 0,4 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu senken. Der Rahmenkredit für die humanitäre Hilfe soll von dieser Senkung jedoch ausgenommen bleiben und dem im Entwurf des Bundesbeschlusses enthaltenen Betrag entsprechen. Begründet wurde dieser Entscheid damit, dass es in den letzten Jahren ein überproportionales Wachstum bei der Entwicklungshilfe und der internationalen Zusammenarbeit gegeben habe. Das Parlament hat zwar 2011 beschlossen, diese APD-Quote auf 0,5 Prozent zu steigern, allerdings unter anderen, viel günstigeren finanzpolitischen Vorzeichen.

Nun soll nach dem Willen der Mehrheit der Finanzkommission aufgrund der düsteren wirtschaftlichen Aussichten auch der Bereich internationale Zusammenarbeit einen Beitrag zur Stabilisierung des Bundeshaushaltes leisten. Von den Kürzungen ausgenommen bleibt wie gesagt die humanitäre Hilfe, deren Notwendigkeit für die Mehrheit der Finanzkommission des Nationalrates ausser Frage steht.

Auf der Fahne finden Sie drei weitere Anträge der jeweiligen Minderheiten: Der Minderheitsantrag I entspricht der Botschaft des Bundesrates und einer APD-Quote von 0,48 Prozent, die Minderheit II beantragt eine Aufstockung der Kredite auf 8890 Millionen Franken, und die Minderheit III beantragt eine schrittweise Erhöhung der APD-Quote auf 0,7 Prozent bis ins Jahr 2020.

Genecand Benoît · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe libéral-radical

Certains s'énervent du fait que la Commission des finances puisse intervenir sur une thématique relevant de la Commission de politique extérieure. Une intervention de la Commission des finances se justifie pourtant, à mon sens, pour rappeler le cadre général financier dans lequel se meut la Confédération, les membres des commissions thématiques pouvant perdre de vue l'ensemble du tableau, pour défendre peut-être un peu trop aveuglément les préoccupations de leurs commissions respectives.

C'est dans ce cadre que la Commission des finances a débattu les crédits proposés par le Conseil fédéral dans le projet qui accompagne son message sur la coopération internationale 2017-2020. Quels ont été les résultats de ces débats? Durant les débats en commission, les propositions concernant la part allouée à l'aide publique au développement se sont réparties dans la fourchette suivante: d'un minimum de 0,3 pour cent du revenu national brut à un BO 2016 N 813 maximum de 0,7 pour cent. La proposition qui prévoit 0,3 pour cent est celle de la sous-commission de la Commission des finances à la commission plénière, acceptée par 3 voix contre 3 avec la voix prépondérante du président. Celle qui prévoit 0,7 pour cent représente l'engagement pris dans le cadre des Objectifs du Millénaire pour le développement et l'objectif stratégique à long terme du Conseil fédéral, rappelé par Monsieur le conseiller fédéral Burkhalter. Le Conseil fédéral, quant à lui, propose un objectif de 0,48 pour cent.

Le déroulement du choix en commission a pris la forme suivante: la commission a, dans un premier temps, rejeté, par 18 voix contre 7, la proposition de porter la part allouée à l'aide publique au développement à 0,7 pour cent du revenu national brut. Elle a ensuite opposé une proposition à 0,4 pour cent au projet du Conseil fédéral qui prévoit 0,48 pour cent. La proposition à 0,4 pour cent l'a emporté, par 13 voix contre 12.

Deux propositions de minorité vous ont également été soumises par la Commission des finances. L'une, qui reprend celle du Conseil fédéral, à 0,48 pour cent, et l'autre, à 0,7 pour cent. Je vous rappelle que la proposition de la minorité II (Carobbio Guscetti) a été retirée par son auteure.

L'argument de la majorité pour se limiter à 0,4 pour cent du revenu national brut est le cadre général des finances de la Confédération, qui comporte de nombreuses incertitudes pour les prochaines années, comme en a témoigné notre discussion de mardi dernier sur le compte d'Etat 2015 et sur le supplément I au budget 2016. Monsieur le conseiller fédéral Maurer a rappelé la pression sur les revenus fiscaux de la Suisse, que génère l'environnement déflationniste. La réforme de l'imposition des entreprises III aura également un impact négatif inévitable, même si provisoire, sur les recettes de la Confédération. Du côté des dépenses, des augmentations sont programmées dans les domaines de la prévoyance, de la santé, de l'asile, des infrastructures routières et ferroviaires ainsi que dans le domaine des dépenses sociales.

C'est en considérant ce cadre général, qui doit nous inciter à la prudence, que la Commission des finances vous propose de limiter les dépenses à 0,4 pour cent du revenu national brut, cette limite ne devant pas toucher les dépenses pour l'aide humanitaire, maintenues au montant prévu par le Conseil fédéral.

Avant de conclure, laissez-moi faire deux remarques sur la nature particulière de cette discussion.

1. La coopération internationale est le seul domaine où la Suisse se fixe un objectif budgétaire en fonction d'un pourcentage de son revenu national brut.

2. C'est aussi le seul ensemble de dépenses étatiques qui a lieu majoritairement et par définition à l'étranger. Dans l'appréciation des moyens déployés sur le terrain, il faut donc tenir compte de la force de notre monnaie. Or, selon les statistiques de la Banque nationale, le franc suisse a connu une hausse de 19 pour cent entre 2009 et 2015, ce qui signifie que l'on peut, avec 1 franc en 2016, faire presque 20 pour cent de prestations de plus dans les pays aidés qu'en 2009. Cet élément renforce la conviction de la Commission des finances concernant une limite à 0,4 pour cent du revenu national brut.

Burkhalter Didier · BR-M · Conseil fédéral · Neuchâtel

Il me faut répéter brièvement - je l'ai déjà dit auparavant, mais visiblement, la Commission des finances ne l'a pas encore assimilé - que cette histoire du franc fort n'a pas d'effet tel que cela a été décrit. Dans le système financier de la Confédération, les taux de change sont assurés pour les grandes dépenses: s'il y a un gain ou s'il y a une perte, c'est la trésorerie qui en bénéficie ou qui doit la supporter, mais pas les départements concernés. Donc, on ne peut utiliser comme argument - c'est vraiment factuellement faux - le fait que les grands projets de la Confédération pourraient être financés grâce au franc fort. Ou alors, il faut changer les méthodes de travail. Mais nous travaillons sur des francs assurés, parfois jusqu'à neuf ans, pour nos différents projets. Donc, cela n'a aucun impact, qui permette de financer davantage sans avoir les crédits d'engagement.

Friedl Claudia · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste

Ich möchte noch ein paar Worte zur Detailberatung in der Aussenpolitischen Kommission sagen.

Bei Artikel 1 haben wir uns für ein Verpflichtungskreditkonzept entschieden. Wir haben in der Kommission viel über die Höhe der Mittel diskutiert. Wir haben jetzt ja all diese Ansätze gehört. Wir haben aber auch darüber diskutiert, was und wie viel eingerechnet werden soll; es ging dabei um die Asylkosten. Weiter haben wir auch darüber diskutiert, wohin das Geld der verschiedenen Kredite gehen soll.

Sie haben diese Anträge jetzt auf dem Tisch. Man muss einfach sehen, dass die Kredite zwischen 2015 und 2016 insgesamt schon um 116 Millionen Franken gekürzt wurden und wir jetzt von dieser Basis ausgehen, und zwar bei allen Diskussionen, die wir dazu geführt haben.

Die Mehrheit der APK unterstützt den Bundesrat und die Minderheit I (Schmidt Roberto) und will den Verpflichtungskredit bei 0,48 Prozent des Bruttonationaleinkommens ansetzen. Den Antrag der Mehrheit der FK, dessen Begründung wir jetzt gerade gehört haben, eine Kürzung der gesamten öffentlichen Entwicklungsgelder auf 0,4 Prozent des Bruttonationaleinkommens, lehnt die APK ebenso ab wie den Antrag auf eine Verschiebung innerhalb des Bundesbeschlusses 1, die voll zulasten des Rahmenkredits Deza Süd und damit der langfristigen Entwicklungshilfe geht.

Wir haben in einer Kaskade abgestimmt, und am Schluss standen sich der Minderheitsantrag II (Müller Walter) auf 0,45 Prozent und der Antrag des Bundesrates auf 0,48 Prozent gegenüber. In dieser Ausmarchung obsiegte der Antrag des Bundesrates mit 9 zu 5 Stimmen. Dieser Antrag wurde dann noch dem Antrag der Mehrheit der FK gegenübergestellt. Auch in diesem Fall obsiegte der Antrag des Bundesrates mit 9 zu 5 Stimmen.

Nun komme ich noch zum Minderheitsantrag Sommaruga Carlo zu Artikel 1 Absatz 6, der möchte, dass die Entwicklungshilfe schrittweise auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens erhöht wird. Dieser Antrag wurde mit 13 zu 9 Stimmen abgelehnt. Den Antrag Reimann Maximilian, welcher die Entwicklungszusammenarbeit zwingend von der Kooperation in der Migrationspolitik abhängig machen will, lehnte die Kommission ebenfalls ab, und zwar mit 14 zu 9 Stimmen. Sie nahm allerdings den kurzen Artikel 1a an, den Sie in den Unterlagen sehen, mit dem das gleiche Thema aufgenommen wird, aber in einer etwas abgeschwächten Form.

Abgelehnt wurde mit 14 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung der Antrag Naef, der mehr Geld für die Kommunikation wollte. In der APK haben wir oft das Gefühl, dass die Themen in der Öffentlichkeit zu wenig erscheinen, aber die APK hat hier Nein gesagt und diesen Antrag abgelehnt. Auch der Antrag Tornare, die Mittel anders zu verteilen und mehr Geld in die bilaterale Zusammenarbeit zu verschieben, wurde abgelehnt, und zwar mit 14 zu 9 Stimmen.

In der Gesamtabstimmung wurde Vorlage 1 mit den Krediten Deza Süd und Deza Humanitäre Hilfe einstimmig angenommen. Vorlage 2 mit dem Kredit Seco Süd wurde mit 20 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen deutlich angenommen. Vorlage 3 zur Transitionszusammenarbeit mit Osteuropa wurde mit 16 zu 7 Stimmen ohne Enthaltung angenommen. Vorlage 4 mit dem Kredit zur Förderung des Friedens und der menschlichen Sicherheit wurde mit 16 zu 0 Stimmen bei 7 Enthaltungen angenommen. Vorlage 5, das Bundesgesetz über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas, wurde mit 15 zu 4 Stimmen ohne Enthaltung angenommen.

Wehrli Laurent · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical

Vu l'heure, permettez-moi de résumer la position majoritaire de la Commission de politique extérieure ainsi. S'agissant des amendements et des propositions de répartitions financières et des montants financiers, je vous invite à accepter le projet du BO 2016 N 814 Conseil fédéral que je résume par 0,48 pour cent du revenu national brut.

Comme vous l'avez compris, votre commission a été nantie de 11 amendements et demandes de modification de ces montants et répartitions entre les divers crédits-cadres, sans parler de ceux de la Commission des finances. Il subsiste aujourd'hui 7 propositions de minorité qui viennent de vous être présentées.

Votre commission, avec des majorités diverses, n'en a donc retenu aucune, ni en augmentation du 0,48 pour cent, ni en diminution de ce pourcentage, au profit du projet du Conseil fédéral. Il convient ici de rappeler que, si l'objectif du 0,7 pour cent du revenu national brut consacré à l'aide humanitaire et au développement demeure, à terme, notre Parlement a décidé de le porter à 0,5 pour cent dans le budget 2015. Face à la situation financière et à l'impérieuse nécessité de prendre des mesures, même préalables, le Conseil fédéral lui-même propose de fixer cette participation à 0,48 pour cent. Cela constitue une baisse, mais contenue et adaptée, comme l'a considéré la majorité de votre commission. Plus récemment, dans le cadre du vote sur le programme de la législature, le Parlement vient de refuser deux propositions, l'une à 0,3 pour cent et l'autre à 0,4 pour cent, qui auraient renforcé cette baisse. La majorité de votre commission a considéré qu'il était important pour le Parlement de demeurer cohérent et conséquent avec ses récents choix. C'est ainsi que la proposition de la Commission des finances de fixer ce taux à 0,4 pour cent n'a pas été retenue.

Outre les éléments financiers précités, divers amendements ont été présentés. Certains ont été retenus pour notre discussion de ce jour. Tout d'abord, il y a la proposition Nussbaumer demandant qu'un rapport intermédiaire soit présenté par le Conseil fédéral d'ici fin 2018. Elle a été acceptée par 15 voix contre 9.

La proposition défendue par la minorité Sommaruga Carlo, visant à inscrire le rappel de l'objectif général de 0,7 pour cent du revenu national brut a, elle, été rejetée par 13 voix contre 9 et aucune abstention.

La proposition qui fait l'objet de la minorité Tornare, visant à figer à 60 pour cent, en principe, la part de la coopération bilatérale, a été rejetée par 12 voix contre 9 et 1 abstention, la majorité de la commission considérant comme contre-productif d'imposer un tel taux.

La proposition défendue par la minorité Naef demandant pour la Direction du développement et de la coopération plus de compétences et de moyens de communication a été rejetée par 14 voix contre 8 et 1 abstention. La majorité de la commission a estimé ici que cette communication devait être coordonnée au niveau du Département fédéral des affaires étrangères, voire du Conseil fédéral, afin d'en renforcer la cohérence au regard de l'ensemble des politiques et engagements internationaux.

A l'article 1a, la proposition défendue par la minorité Sommaruga Carlo, souhaitant assurer plus de cohérence entre la coopération au développement et la problématique migratoire, a, elle, été adoptée par 12 voix contre 11 et 1 abstention. La majorité de la commission a voulu ainsi renforcer cette cohérence et cette intégration, autant que possible, des éléments de politique migratoire dans les programmes et projets à décider.

C'est dans ce cadre et fort de cette acceptation de l'article 1a que la commission, dans sa majorité, a rejeté la proposition défendue par la minorité I (Reimann Maximilian), à l'article 1b, par 14 voix contre 9 et aucune abstention. Cette proposition vise à conditionner les aides apportées par la Confédération à la coopération des pays concernés à la politique suisse en matière d'asile et de migration. La majorité de la commission a considéré qu'une telle proposition allait trop loin, notamment parce qu'elle touche aussi l'aide humanitaire. Cette proposition est dans le cadre du crédit qui touche également l'aide humanitaire. Dans ce sens, la majorité a considéré qu'il était impossible de conditionner ces deux éléments, sans parler de la question de sa conformité par rapport à la loi fédérale sur la coopération au développement et l'aide humanitaire internationales.

Lors du vote sur l'ensemble sur l'arrêté fédéral concernant la continuation du financement de la coopération technique et de l'aide financière en faveur des pays en développement ainsi que du financement de l'aide humanitaire internationale de la Confédération pour les années 2017 à 2020, c'est à l'unanimité que la commission a approuvé cet arrêté et je vous invite à suivre sa décision.

Par 20 voix contre 0 et 2 abstentions, elle vous propose d'adopter l'arrêté fédéral concernant la continuation du financement des mesures de politique économique et commerciale au titre de la coopération au développement pour les années 2017 à 2020.

Par 16 voix contre 7 et aucune abstention, elle vous recommande d'adopter l'arrêté fédéral concernant la continuation du financement de la coopération à la transition dans les Etats d'Europe de l'Est pour les années 2017 à 2020.

Par 16 voix contre 0 et 7 abstentions, elle vous propose d'approuver l'arrêté fédéral concernant la continuation du financement des mesures de promotion de la paix et de la sécurité humaine pour les années 2017 à 2020.

Enfin, le projet de loi fédérale sur la coopération avec les Etats d'Europe de l'Est, lors du vote sur l'ensemble, a été adopté par la commission, par 15 voix contre 4 et 0 abstention.

Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wir haben ein Zeitproblem. Es stehen uns noch 24 Abstimmungen bevor. Ich schlage Ihnen vor, dass wir diese jetzt durchführen. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, weil es kurz nach 13 Uhr werden könnte, müssten Sie einen Ordnungsantrag stellen. - Sie sind mit diesem Vorgehen einverstanden.

1. Arrêté fédéral concernant la continuation du financement de la coopération technique et de l'aide financière en faveur des pays en développement ainsi que du financement de l'aide humanitaire internationale de la Confédération pour les années 2017-2020

Discussion par article

Titre et préambule

Proposition CPE-CN

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

BO 2016 N 815Art. 1

Proposition de la majorité CdF-CN

Al. 1

Un crédit d'ensemble de 7555 millions de francs ...

Al. 2

...

a. ...

Fr. 5495 millions

b. ...

Fr. 2060 millions

Al. 3, 4

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité I CdF-CN

(Schmidt Roberto, Amarelle, Brélaz, Carobbio Guscetti, Gasche, Gmür Alois, Gschwind, Hadorn, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Weibel)

Al. 1

Adhérer au projet du Conseil fédéral

BO 2016 N 816Proposition de la minorité II CdF-CN

(Carobbio Guscetti, Amarelle, Brélaz, Gasche, Gmür Alois, Gschwind, Hadorn, Heim, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Schmidt Roberto, Weibel)

Al. 1

Un crédit d'ensemble de 8890 millions de francs ...

Al. 2

...

a. ...

Fr. 6830 millions

Proposition de la minorité III CdF-CN

(Carobbio Guscetti, Amarelle, Brélaz, Hadorn, Heim, Maire Jacques-André, Meyer Mattea)

Al. 1

Un crédit d'ensemble de 12 950 millions de francs ...

Al. 2

...

a. ...

Fr. 9835 millions

b. ...

Fr. 3115 millions

Proposition de la majorité CPE-CN

Al. 1-4

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Al. 5

Au milieu et à la fin de la période de validité du crédit-cadre, le Conseil fédéral établit, à l'intention du Parlement, un compte-rendu concernant la réalisation des objectifs ainsi que l'efficacité des mesures prises. Il rend compte, au moyen de rapports d'évaluation et de rapports sur l'efficacité, des résultats des programmes liés aux différents pays et des mesures soutenues grâce à l'aide multilatérale.

Proposition de la minorité I CPE-CN

(Reimann Maximilian, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Müller Walter, Nidegger, Portmann, Stamm)

Al. 1

Un crédit d'ensemble de 7555 millions de francs ...

Al. 2

...

a. ...

Fr. 5495 millions

b. ...

Fr. 2060 millions

Proposition de la minorité II CPE-CN

(Müller Walter, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Nidegger, Portmann, Reimann Maximilian, Stamm)

Abs. 1

Un crédit d'ensemble de 8475 millions de francs ...

Abs. 2

...

a. ...

Fr. 6375 millions

b. ...

Fr. 2100 millions

Proposition de la minorité III CPE-CN

(Chevalley, Arslan, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Sommaruga Carlo, Tornare)

Al. 1

Un crédit d'ensemble de 9210 millions de francs ...

Al. 2

...

a. ...

Fr. 7020 millions

b. ...

Fr. 2190 millions

Proposition de la minorité IV CPE-CN

(Arslan, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Sommaruga Carlo, Tornare)

Al. 1

Un crédit d'ensemble de 12 950 millions de francs ...

Al. 2

...

a. ...

Fr. 9835 millions

b. ...

Fr. 3115 millions

Proposition de la minorité CPE-CN

(Sommaruga Carlo, Arslan, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Tornare)

Al. 6

L'engagement réitéré de la Suisse à l'égard de l'ONU de porter à 0,7 pour cent la part de l'aide publique au développement (APD) dans le revenu national brut (RNB) est mis en oeuvre comme suit:

a. Le conseil fédéral met tout en oeuvre pour atteindre une APD de 0,5 pour cent du RNB d'ici fin 2020.

b. L'APD est portée à 0,6 pour cent du RNB entre 2020 et 2024.

c. L'APD est portée à 0,7 pour cent du RNB entre 2024 et 2028.

Proposition de la minorité CPE-CN

(Tornare, Arslan, Chevalley, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Sommaruga Carlo)

Al. 7

La part de la coopération bilatérale s'élève en principe à 60 pour cent au moins.

Proposition de la minorité CPE-CN

(Naef, Arslan, Chevalley, Friedl, Guldimann, Nussbaumer, Sommaruga Carlo, Tornare)

Al. 8

La Direction du développement et de la coopération dispose de compétences et de moyens de communication lui permettant de transmettre les informations relatives aux objectifs, à la mise en oeuvre et aux effets des mesures prises.

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Der Antrag der Minderheit II (Carobbio Guscetti) der FK ist zurückgezogen worden.

Ich schlage Ihnen folgendes Abstimmungsverfahren vor:

In einer ersten Abstimmung stellen wir den Antrag der Minderheit III (Chevalley) der APK dem Antrag der Minderheit IV (Arslan) der APK bzw. dem Antrag der Minderheit III (Carobbio Guscetti) der FK gegenüber.

In der zweiten Abstimmung stellen wir das Resultat dem Antrag der Mehrheit der APK bzw. dem Antrag der Minderheit I (Schmidt Roberto) der FK gegenüber.

In der dritten Abstimmung stellen wir das Resultat dem Antrag der Minderheit II (Müller Walter) der APK gegenüber.

In der vierten Abstimmung stellen wir das Resultat dem Antrag der Minderheit I (Reimann Maximilian) der APK bzw. dem Antrag der Mehrheit der FK gegenüber.

In der fünften Abstimmung erfolgt die Abstimmung nach der Regel über die Ausgabenbremse.

Die Abstimmungen gelten jeweils auch für Artikel 1 Absatz 1 der Vorlagen 2, 3 und 4 - mit Ausnahme der Abstimmung nach der Regel über die Ausgabenbremse.

Vote

BO 2016 N 817Al. 1-5

Premier vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre65 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)43 (100 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC19 (66 %)2 (7 %)8 (28 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)11 (100 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total128 (67 %)56 (29 %)8 (4 %)

Gea: Antrag der Minderheit III der APK Chevalley
Na: Antrag der Minderheit IV der APK Arslan und der Minderheit III der FK Carobbio Guscetti

Namensliste

Vote

Deuxième vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre65 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)43 (100 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC24 (83 %)3 (10 %)2 (7 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)11 (100 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral0 (0 %)7 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total126 (66 %)64 (33 %)2 (1 %)

Gea: Antrag der Mehrheit der APK und der Minderheit I der FK Schmidt Roberto und des Bundesrates
Na: Antrag der Minderheit der APK III Chevalley

Namensliste

Vote

Troisième vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical2 (6 %)28 (90 %)1 (3 %)
Groupe PDC29 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total98 (51 %)93 (48 %)1 (1 %)

Gea: Antrag der Mehrheit der APK bzw. Antrag der Minderheit I der FK Schmidt Roberto
Na: Antrag der Minderheit II der APK Müller Walter

Namensliste

Vote

Quatrième vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical5 (16 %)18 (58 %)8 (26 %)
Groupe PDC29 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total101 (53 %)83 (43 %)8 (4 %)

Gea: Antrag der Mehrheit der APK bzw. Antrag der Minderheit der FK Schmidt Roberto
Na: Antrag der Minderheit I der APK Reimann Maximilian und der Mehrheit der FK

Namensliste

Vote

Frein aux dépenses

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical19 (59 %)13 (41 %)0 (0 %)
Groupe PDC29 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total115 (60 %)78 (40 %)0 (0 %)

Gea: Lösen der Ausgabenbremse
Na: Ablehnung des Artikels

Namensliste

La majorité qualifiée est acquise

Vote

Al. 6

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre65 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)43 (100 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC25 (89 %)2 (7 %)1 (4 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)11 (100 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral0 (0 %)7 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total127 (66 %)63 (33 %)1 (1 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Sommaruga Carlo

Namensliste

Vote

Al. 7

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre65 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)43 (100 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC26 (93 %)2 (7 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)11 (100 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral6 (86 %)1 (14 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total134 (70 %)57 (30 %)0 (0 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Tornare

Namensliste

Vote

Al. 8

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre65 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)43 (100 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical30 (97 %)1 (3 %)0 (0 %)
Groupe PDC25 (89 %)3 (11 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)11 (100 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral0 (0 %)7 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total126 (66 %)65 (34 %)0 (0 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Naef

Namensliste

Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical

Art. 1a

Proposition CPE-CN

Les programmes et les projets intègrent autant que cela est possible les éléments de la politique migratoire.

Adopté

Art. 1b

Proposition de la minorité CPE-CN

(Reimann Maximilian, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Müller Walter, Nidegger, Portmann, Stamm)

Les pays bénéficiaires reçoivent des fonds provenant des crédits en question à la condition expresse qu'ils coopèrent en principe à la politique de la Suisse en matière d'asile et de migration.

Vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical2 (6 %)28 (90 %)1 (3 %)
Groupe PDC28 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total97 (51 %)93 (49 %)1 (1 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Reimann Maximilian

Namensliste

Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical

Art. 2

Proposition CPE-NR

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

Vote

Vote sur l'ensemble

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical27 (87 %)4 (13 %)0 (0 %)
Groupe PDC28 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total122 (64 %)69 (36 %)0 (0 %)

Gea: Annahme des Entwurfs
Na: Ablehnung des Entwurfs

Namensliste

Markwalder Christa · P-F · Conseil national · Berne · Groupe libéral-radical

2. Arrêté fédéral concernant la continuation du financement des mesures de politique économique et commerciale au titre de la coopération au développement pour les années 2017-2020

Discussion par article

Titre et préambule

Proposition CPE-CN

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

BO 2016 N 818Art. 1

Proposition de la majorité CdF-CN

Al. 1

Un crédit-cadre de 940 millions de francs ...

Al. 2

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité I CdF-CN

(Schmidt Roberto, Amarelle, Brélaz, Carobbio Guscetti, Gasche, Gmür Alois, Gschwind, Hadorn, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Weibel)

Al. 1

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité III CdF-CN

(Carobbio Guscetti, Amarelle, Brélaz, Hadorn, Heim, Maire Jacques-André, Meyer Mattea)

Al. 1

Un crédit-cadre de 1710 millions de francs ...

Proposition de la majorité CPE-CN

Al. 1, 2

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Al. 3

Au milieu et à la fin de la période de validité du crédit-cadre, le Conseil fédéral établit, à l'intention du Parlement, un compte-rendu concernant la réalisation des objectifs ainsi que l'efficacité des mesures prises. Il rend compte, au moyen de rapports d'évaluation et de rapports sur l'efficacité, des résultats des programmes liés aux différents pays et des mesures soutenues grâce à l'aide multilatérale.

Proposition de la minorité I CPE-CN

(Reimann Maximilian, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Müller Walter, Nidegger, Portmann, Stamm)

Al. 1

Un crédit-cadre de 940 millions de francs ...

Proposition de la minorité II CPE-CN

(Müller Walter, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Nidegger, Portmann, Reimann Maximilian, Stamm)

Al. 1

Un crédit-cadre de 1095 millions de francs ...

Proposition de la minorité III CPE-CN

(Chevalley, Arslan, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Sommaruga Carlo, Tornare)

Al. 1

Un crédit-cadre de 1210 millions de francs ...

Proposition de la minorité IV CPE-CN

(Arslan, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Sommaruga Carlo, Tornare)

Al. 1

Un crédit-cadre de 1710 millions de francs ...

Proposition de la minorité CPE-CN

(Sommaruga Carlo, Arslan, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Tornare)

Al. 4

L'engagement réitéré de la Suisse à l'égard de l'ONU de porter à 0,7 pour cent la part de l'aide publique au développement (APD) dans le revenu national brut (RNB) est mis en oeuvre comme suit:

BO 2016 N 819a. Le conseil fédéral met tout en oeuvre pour atteindre une APD de 0,5 pour cent du RNB d'ici fin 2020.

b. L'APD est portée à 0,6 pour cent du RNB entre 2020 et 2024.

c. L'APD est portée à 0,7 pour cent du RNB entre 2024 et 2028.

Proposition de la minorité CPE-CN

(Tornare, Arslan, Chevalley, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Sommaruga Carlo)

Al. 5

La part de la coopération bilatérale s'élève en principe à 60 pour cent au moins.

Proposition de la minorité CPE-CN

(Naef, Arslan, Chevalley, Friedl, Guldimann, Nussbaumer, Sommaruga Carlo, Tornare)

Al. 6

Le Secrétariat d'Etat à l'économie dispose de compétences et de moyens de communication lui permettant de transmettre les informations relatives aux objectifs, à la mise en oeuvre et aux effets des mesures prises.

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Über diese Bestimmungen haben wir bereits bei den Abstimmungen zu Artikel 1 Absätze 1 und 2 der Vorlage 1 entschieden.

Al. 1-3

Adopté selon la proposition de la majorité CPE-CN et de la minorité I CdF-CN

Vote

Al. 1

Frein aux dépenses

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical25 (78 %)7 (22 %)0 (0 %)
Groupe PDC28 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total120 (63 %)72 (38 %)0 (0 %)

Gea: Lösen der Ausgabenbremse
Na: Ablehnung des Artikels

Namensliste

La majorité qualifiée est acquise

Vote

Al. 4

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre65 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)43 (100 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical30 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC25 (93 %)2 (7 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)11 (100 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral0 (0 %)7 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total126 (67 %)63 (33 %)0 (0 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Sommaruga Carlo

Namensliste

Vote

Al. 5

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre65 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)43 (100 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe PDC26 (93 %)2 (7 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)11 (100 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral6 (86 %)1 (14 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total134 (70 %)57 (30 %)0 (0 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Tornare

Namensliste

Vote

Al. 6

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre65 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)43 (100 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical30 (97 %)1 (3 %)0 (0 %)
Groupe PDC25 (89 %)3 (11 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)11 (100 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral0 (0 %)7 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique5 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total125 (66 %)65 (34 %)0 (0 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Naef

Namensliste

Intervention de procédure

Art. 1a

Proposition de la minorité CPE-CN

(Reimann Maximilian, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Müller Walter, Nidegger, Portmann, Stamm)

Les pays bénéficiaires reçoivent des fonds provenant des crédits en question à la condition expresse qu'ils coopèrent en principe à la politique de la Suisse en matière d'asile et de migration.

Vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical3 (10 %)27 (87 %)1 (3 %)
Groupe PDC27 (96 %)0 (0 %)1 (4 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total97 (51 %)92 (48 %)2 (1 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Reimann Maximilian

Namensliste

Art. 2

Proposition CPE-CN

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

Vote

Vote sur l'ensemble

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical26 (84 %)5 (16 %)0 (0 %)
Groupe PDC28 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total121 (63 %)70 (37 %)0 (0 %)

Gea: Annahme des Entwurfs
Na: Ablehnung des Entwurfs

Namensliste

Intervention de procédure

3. Arrêté fédéral concernant la continuation du financement de la coopération à la transition dans les Etats d'Europe de l'Est pour les années 2017-2020

Discussion par article

Titre et préambule

Proposition CPE-CN

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

BO 2016 N 820Art. 1

Proposition de la majorité CdF-CN

Al. 1

Un crédit-cadre de 860 millions de francs ...

Al. 2

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité I CdF-CN

(Schmidt Roberto, Amarelle, Brélaz, Carobbio Guscetti, Gasche, Gmür Alois, Gschwind, Hadorn, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Weibel)

Al. 1

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité III CdF-CN

(Carobbio Guscetti, Amarelle, Brélaz, Hadorn, Heim, Maire Jacques-André, Meyer Mattea)

Al. 1

Un crédit d'ensemble de 1555 millions de francs ...

Proposition de la majorité CPE-CN

Al. 1, 2

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Al. 3

Au milieu et à la fin de la période de validité du crédit-cadre, le Conseil fédéral établit, à l'intention du Parlement, un compte-rendu concernant la réalisation des objectifs ainsi que l'efficacité des mesures prises. Il rend compte, au moyen de rapports d'évaluation et de rapports sur l'efficacité, des résultats des programmes liés aux différents pays et des mesures soutenues grâce à l'aide multilatérale.

Proposition de la minorité I CPE-CN

(Reimann Maximilian, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Müller Walter, Nidegger, Portmann, Stamm)

Al. 1

Un crédit d'ensemble de 860 millions de francs ...

Proposition de la minorité II CPE-CN

(Müller Walter, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Nidegger, Portmann, Reimann Maximilian, Stamm)

Abs. 1

Un crédit-cadre de 875 millions de francs ...

Proposition de la minorité III CPE-CN

(Chevalley, Arslan, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Sommaruga Carlo, Tornare)

Al. 1

Un crédit-cadre de 1100 millions de francs ...

Proposition de la minorité IV CPE-CN

(Arslan, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Sommaruga Carlo, Tornare)

Al. 1

Un crédit-cadre de 1555 millions de francs ...

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Über diese Bestimmungen haben wir bereits bei den Abstimmungen zu Artikel 1 Absätze 1 und 2 der Vorlage 1 entschieden.

Al. 1-3

Adopté selon la proposition de la majorité CPE-CN et de la minorité I CdF-CN

Vote

Al. 1

Frein aux dépenses

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical24 (75 %)8 (25 %)0 (0 %)
Groupe PDC28 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total119 (62 %)73 (38 %)0 (0 %)

Gea: Lösen der Ausgabenbremse
Na: Ablehnung des Artikels

Namensliste

La majorité qualifiée est acquise

Intervention de procédure

Art. 1a

Proposition de la minorité CPE-CN

(Reimann Maximilian, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Müller Walter, Nidegger, Portmann, Stamm)

Les pays bénéficiaires reçoivent des fonds provenant des crédits en question à la condition expresse qu'ils coopèrent en principe à la politique de la Suisse en matière d'asile et de migration.

Vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical4 (13 %)27 (87 %)0 (0 %)
Groupe PDC27 (96 %)0 (0 %)1 (4 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total98 (51 %)92 (48 %)1 (1 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Reimann Maximilian

Namensliste

Art. 2

BO 2016 N 821Proposition CPE-CN

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

Vote

Vote sur l'ensemble

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical24 (77 %)7 (23 %)0 (0 %)
Groupe PDC28 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total119 (62 %)72 (38 %)0 (0 %)

Gea: Annahme des Entwurfs
Na: Ablehnung des Entwurfs

Namensliste

Intervention de procédure

4. Arrêté fédéral concernant la continuation du financement de mesures de promotion de la paix et de la sécurité humaine pour les années 2017-2020

Discussion par article

Titre et préambule

Proposition CPE-CN

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

Art. 1

Proposition de la majorité CdF-CN

Un crédit-cadre d'un montant de 195 millions de francs ...

Proposition de la minorité I CdF-CN

(Schmidt Roberto, Amarelle, Brélaz, Carobbio Guscetti, Gasche, Gmür Alois, Gschwind, Hadorn, Maire Jacques-André, Meyer Mattea, Weibel)

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité III CdF-CN

(Carobbio Guscetti, Amarelle, Brélaz, Hadorn, Heim, Maire Jacques-André, Meyer Mattea)

Un crédit-cadre d'un montant de 385 millions de francs ...

Proposition de la majorité CPE-CN

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité I CPE-CN

(Reimann Maximilian, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Müller Walter, Nidegger, Portmann, Stamm)

Un crédit-cadre d'un montant de 195 millions de francs ...

Proposition de la minorité II CPE-CN

(Müller Walter, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Nidegger, Portmann, Reimann Maximilian, Stamm)

Un crédit-cadre d'un montant de 230 millions de francs ...

Proposition de la minorité III CPE-CN

(Chevalley, Arslan, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Sommaruga Carlo, Tornare)

Un crédit-cadre d'un montant de 250 millions de francs ...

Proposition de la minorité IV CPE-CN

(Arslan, Friedl, Guldimann, Naef, Nussbaumer, de la Reussille, Sommaruga Carlo, Tornare)

Un crédit-cadre d'un montant de 385 millions de francs ...

Proposition de la minorité CPE-CN

(Naef, Arslan, Chevalley, Friedl, Guldimann, Nussbaumer, Sommaruga Carlo, Tornare)

Al. 2

La Division Sécurité humaine dispose de compétences et de moyens de communication lui permettant de transmettre les informations relatives aux objectifs, à la mise en oeuvre et aux effets des mesures prises.

Al. 1

Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Über diese Bestimmung haben wir bereits bei den Abstimmungen zu Artikel 1 Absätze 1 und 2 der Vorlage 1 entschieden.

Adopté selon la proposition de la majorité CPE-CN et de la minorité I CdF-CN

Vote

Frein aux dépenses

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical24 (75 %)8 (25 %)0 (0 %)
Groupe PDC28 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total119 (62 %)73 (38 %)0 (0 %)

Gea: Lösen der Ausgabenbremse
Na: Ablehnung des Artikels

Namensliste

BO 2016 N 822La majorité qualifiée est acquise

Vote

Al. 2

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre65 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste0 (0 %)43 (100 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical30 (97 %)1 (3 %)0 (0 %)
Groupe PDC25 (89 %)3 (11 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)11 (100 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral0 (0 %)7 (100 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total126 (66 %)65 (34 %)0 (0 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Naef

Namensliste

Intervention de procédure

Art. 1a

Proposition de la minorité CPE-CN

(Reimann Maximilian, Aebi Andreas, Büchel Roland, Estermann, Köppel, Müller Walter, Nidegger, Portmann, Stamm)

Les pays bénéficiaires reçoivent des fonds provenant des crédits en question à la condition expresse qu'ils coopèrent en principe à la politique de la Suisse en matière d'asile et de migration.

Vote

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical4 (13 %)27 (87 %)0 (0 %)
Groupe PDC26 (93 %)0 (0 %)2 (7 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total97 (51 %)92 (48 %)2 (1 %)

Gea: Antrag der Mehrheit
Na: Antrag der Minderheit Reimann Maximilian

Namensliste

Art. 2

Proposition CPE-CN

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

Vote

Vote sur l'ensemble

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical26 (84 %)5 (16 %)0 (0 %)
Groupe PDC28 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total121 (63 %)70 (37 %)0 (0 %)

Gea: Annahme des Entwurfs
Na: Ablehnung des Entwurfs

Namensliste

Intervention de procédure

5. Loi fédérale sur la coopération avec les Etats d'Europe de l'Est

Discussion par article

Titre et préambule, art. 1-20

Proposition CPE-CN

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

Vote

Vote sur l'ensemble

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)65 (100 %)0 (0 %)
Groupe socialiste43 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical29 (94 %)1 (3 %)1 (3 %)
Groupe PDC28 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral7 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique6 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total124 (65 %)66 (35 %)1 (1 %)

Gea: Annahme des Entwurfs
Na: Ablehnung des Entwurfs

Namensliste

Abschreibung - Classement

Proposition du Conseil fédéral

Classer les interventions parlementaires

selon lettre aux Chambres fédérales

Adopté

La séance est levée à 13 h 10