04.066
Libre circulation des personnes. Protocole additionnel
Maitre Jean-Philippe · 1VP-M · Conseil national · Genève · Groupe démocrate-chrétien
BO 2004 N 2028Arrêté fédéral portant approbation et mise en oeuvre du protocole relatif à l'extension de l'accord entre la Confédération suisse, d'une part, et la Communauté européenne et ses Etats membres, d'autre part, sur la libre circulation des personnes aux nouveaux Etats membres de la CE
Le président (Maitre Jean-Philippe, président): Nous traitons la loi fédérale révisant les mesures d'accompagnement à la libre circulation des personnes que nous avons transférée de l'objet 04.067 à l'objet 04.066.
Ch. 3 art. 1 al. 2; art. 2 al. 2, 2bis-2quater
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Ch. 3 art. 6
Proposition de la commission
Al. 1
....
a. le nombre, les noms et les fonctions des travailleurs détachés;
b. le salaire et les éventuels compléments salariaux ainsi que le temps de travail hebdomadaire;
c. la date du début des travaux et la durée prévisible de ceux-ci;
d. le genre des travaux à exécuter;
e. l'endroit exact où les travaux sont exécutés.
Al. 2
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 2bis
Le travail ne peut débuter que huit jours après l'annonce de la mission.
Al. 3
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 4
Le Conseil fédéral précise les indications que doit contenir l'annonce. Il définit les cas:
a. dans lesquels l'employeur peut être exempté de l'annonce;
b. dans lesquels sont autorisées des dérogations au délai de huit jours.
Al. 5
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition Bührer
Al. 1
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
BO 2004 N 2029Développement par écrit
Les modifications introduites par la commission entraînent un élargissement important de l'obligation d'annoncer. Si les formulaires d'annonce devaient porter mention du salaire et du temps de travail, les offices cantonaux et les commissions tripartites pourraient d'emblée procéder à une comparaison des salaires. Cela entraînerait un surcroît de travail administratif pour les milliers de formulaires, mais surtout un retour au contrôle absolu des contrats de travail.
Deiss Joseph · BPR-M · Conseil fédéral · Fribourg
La proposition Bührer, à l'article 6 de la loi sur les travailleurs détachés, revient à suivre le Conseil fédéral. Si, vraiment, on veut que ces éléments soient dans la loi, en suivant la proposition de la commission du Conseil national, rien ne s'y oppose du point de vue juridique. Mais la version du Conseil fédéral, avec le "notamment", permet des adaptations si nécessaire. Par conséquent, nous partons de l'idée que la liste qui est ainsi donnée n'est pas exhaustive.
Que ferait-on si un salaire trop bas devait être annoncé? On ne pourrait pas refuser l'entrée sur le territoire, qui est garantie par l'accord; on ne pourrait qu'en prendre acte et se préparer à l'exécution des contrôles. Il est positif de relever que la version de la commission du Conseil national permet d'organiser les contrôles en concentrant l'action sur le cas où les salaires insuffisants ont été annoncés.
Je vous invite ainsi à rester fidèles au projet du Conseil fédéral.
Fässler-Osterwalder Hildegard · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste
Der Antrag Bührer wurde auch in der Kommission gestellt; wir haben darüber diskutiert. Wir haben mit 11 zu 7 Stimmen bei 2 Enthaltungen das beschlossen, was Sie jetzt hier als Antrag der Kommission auf der Fahne finden. Sie finden darauf keinen Antrag der Minderheit; die Meinung der Minderheit wurde jetzt in einem Einzelantrag von Herrn Bührer aufgenommen.
Für die Mehrheit ist das, was hier aufgeführt wird - also die notwendigen Angaben bei der Meldung -, eine Selbstverständlichkeit. Sie sehen, dass neben der Identität, der Tätigkeit und dem Arbeitsort auch noch Lohnbedingungen festgeschrieben werden sollen. Die anderen Punkte, wie Datum des Arbeitsbeginns und die voraussichtliche Dauer, sollen etwas präziser ausgeführt werden. Zwei Gründe haben die Mehrheit der Kommission dazu bewogen, diesen Antrag zu unterstützen, nämlich: Es gibt eine Erleichterung der Kontrolle und auch eine Präzisierung der Angaben, die bei der Meldung verlangt werden.
Die Minderheit der Kommission wollte keine Ausweitung dieser Meldung; es wurde angeführt, dass damit ein administrativer Mehraufwand verbunden sei.
Ich möchte Sie bitten, dem Antrag der Kommission zuzustimmen und den Antrag Bührer abzulehnen.
Maitre Jean-Philippe · 1VP-M · Conseil national · Genève · Groupe démocrate-chrétien
Vote
Für den Antrag Bührer .... 75 Stimmen
Für den Antrag der Kommission .... 57 Stimmen
Les autres dispositions sont adoptées
Le président (Maitre Jean-Philippe, président): Pour la clarté de notre débat, je vous donne une information au sujet de l'article 6. La proposition Bührer, qui a été adoptée, ne concerne que l'alinéa 1; elle ne touche pas les autres alinéas - l'auteur de la proposition et moi nous sommes consultés à ce propos. Ceci dit pour que tout soit clair.
Ch. 3 art. 7 al. 4bis
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Ch. 3 art. 7a
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Kaufmann, Fattebert, Maurer, Müri, Perrin, Schlüer, Stamm)
Biffer
Kaufmann Hans · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Es geht bei diesem Artikel um eine Carte blanche, darum, 150 neue Inspektoren anzustellen, die rund 20 Millionen Franken kosten. Ich bin für Kontrollen, um Missbräuche auf dem Arbeitsmarkt zu verhindern; aber diese Aufgabe wurde im Rahmen der flankierenden Massnahmen zu den Bilateralen I detailliert und eindeutig den tripartiten Kommissionen zugewiesen. Man wollte damals ja gerade keinen staatlichen Kontrollapparat aufbauen, sondern die Kontrolle sozialpartnerschaftlich - d. h. Gewerkschaften, Arbeitgeber und Staat zusammen - organisieren.
Wie es sich nun aber zeigt, haben diese tripartiten Kommissionen offensichtlich ihre Arbeit nicht oder schlecht gemacht. Wir haben es hier somit mit einem Vollzugsproblem zu tun. Die logische Konsequenz wäre es eigentlich, die unfähigen Leute der tripartiten Kommissionen auszuwechseln. Stattdessen will man nun Leute anstellen, welche die Arbeit erledigen sollen, die eigentlich den tripartiten Kommissionen zugeteilt wurde. Selbstverständlich beabsichtigt man, auf Vorrat solche Inspektoren anzustellen. 150 Inspektoren würden nicht nur den Bund und die Kantone viel Geld kosten, sondern auch all jene Unternehmen, die solche Kontrollen über sich ergehen lassen müssten, ungeachtet dessen, ob sie Arbeitnehmer aus den neuen Beitrittsländern der EU beschäftigen oder nicht.
Wir lehnen diese Staatsinspektoren ab, denn sie sind auch nicht geeignet, das Problem der Selbstständigerwerbenden und der Entsandten zu lösen. Die tripartiten Kommissionen sollen endlich ihre Aufgabe erfüllen, sonst sind sie aufzulösen. Vorher besteht aber kein Anlass für neue Staatsbeamte.
Wir empfehlen Ihnen deshalb, den Minderheitsantrag zu unterstützen.
Lang Josef · Mit-M · Conseil national · Zoug · Groupe des VERT-E-S
Kollega Maurer hat in der Eintretensdebatte den Satz gesagt, die Leute hätten Angst vor tiefen Löhnen. Diese Aussage stimmt, und die Angst ist berechtigt. Das zeigen verschiedenste Untersuchungen und gewerkschaftliche Enthüllungen über Lohndumping. Von Januar 2003 bis Oktober 2004 hat die paritätische Kommission Untertagbau 55 Kontrollbesuche durchgeführt. 54 davon führten zu Beanstandungen. Alle betrafen ungenügende Lohnzuschläge; bei 45 ging es zusätzlich um Unterschreitungen des Basislohns, bei 43 um Arbeitszeitüberschreitungen. Betroffen waren etwa 10 000 Beschäftigte. Zu den "Sünderfirmen" gehören renommierte Unternehmen aus dem In- und Ausland. Im Kanton Zürich hat die Baustellenkontrolle von Oktober letzten Jahres bis September dieses Jahres 564 Baustellen kontrolliert; 267, also fast die Hälfte, wurden beanstandet.
Die beiden erwähnten Erfahrungen zeigen, wie wichtig Kontrollen sind. Für Kontrollen braucht es aber genügend Inspektoren und Inspektorinnen. Was der Bundesrat unterbreitet, ist BO 2004 N 2030 das absolute Minimum. Wer dieses Minimum infrage stellt, der nimmt in Kauf, dass hart arbeitende Menschen zu tief entlöhnt werden und zu lange arbeiten müssen.
Damit wären wir beim Doppelspiel der SVP: Einerseits warnt die SVP vor Lohndruck und bekämpft die Personenfreizügigkeit, indem sie die Angst vor Lohndumping schürt. Anderseits aber lehnt die SVP alle Massnahmen ab, die den Leuten mehr sozialen Schutz, unter anderem vor Lohndumping, bieten. Wer meint, die SVP befinde sich damit mit sich selber im Widerspruch, wird der SVP-Logik nicht gerecht. Die kleinen Leute, insbesondere die Tieflohnbezügerinnen und -bezüger, lassen sich leichter in die nationalistische Falle locken, wenn ihre soziale und berufliche Situation prekär ist. Andersherum gilt: Je stärker das soziale Angebot ist, desto geringer ist die Nachfrage nach dem nationalistischen Angebot der Abschottung.
Die Herren Mörgeli und Freysinger haben letzte Woche tief in die Geschichtskiste gegriffen. Was sie können, können wir auch. Der Streit um Fabrikinspektoren ist seit den Ursprüngen des modernen Sozialstaates eine Schlüsselfrage. Das 1877 eingeführte Fabrikgesetz wurde von den damaligen Rechten vor allem wegen der Einführung der Fabrikinspektoren bekämpft. Heute wissen wir, dass das Fabrikgesetz mit seinen Inspektoren und Inspektorinnen unserem Land nicht nur sozial-, sondern auch wirtschaftspolitisch zum Vorteil gereichte. Das gilt auch heute bezüglich der Anstellung einer genügenden Anzahl von Inspektorinnen und Inspektoren.
Wir bitten Sie also, der Mehrheit zu folgen.
Maitre Jean-Philippe · 1VP-M · Conseil national · Genève · Groupe démocrate-chrétien
Le groupe radical-libéral communique qu'il soutient la proposition de la majorité.
Robbiani Meinrado · Mit-M · Conseil national · Tessin · Groupe démocrate-chrétien
Nous avons certainement affaire ici à une mesure cruciale - peut-être même la plus importante de ce paquet - pour renforcer les mesures d'accompagnement.
En effet, sans une structure adéquate et efficace - avec, d'un côté, l'observation du marché du travail et, de l'autre, le contrôle contre les abus -, on porte atteinte à la logique même qui fonde l'accord sur la libre circulation. Cette logique lie étroitement l'ouverture du marché du travail pour la main-d'oeuvre en provenance de l'UE à la lutte contre les pressions et les abus en matière d'emploi et de conditions de travail.
Sans une structure efficace d'observation et de contrôle, on compromet aussi le soutien qui avait, jusqu'à maintenant, été apporté à l'accord sur la libre circulation. Ce soutien est étroitement lié au fait qu'on puisse disposer de mesures de protection, tant pour les travailleurs que pour les entreprises exposés aux retombées de la libre circulation.
Enfin, sans une structure adéquate et efficace d'observation et de contrôle, on empêche le respect et l'application même des règles adoptées par ce Parlement. Nous risquons donc de ne plus être crédibles si nous ne garantissons pas l'application cohérente des dispositions que nous avons nous-mêmes adoptées.
D'ailleurs, la nécessité de disposer d'une telle structure est aussi partagée par les acteurs les plus concernés par ces mesures: d'un côté les cantons et, de l'autre, les partenaires sociaux.
Mais pourquoi alors cette minorité ignore-t-elle la position des cantons et surtout des partenaires sociaux? Certainement parce que nous sommes en présence d'une différence de conception de l'économie. La minorité a une vision exclusive de l'économie, qui se distingue même des principaux acteurs de l'économie, à savoir les associations patronales, qui restent convaincues qu'une économie ne peut pas prétendre prospérer à long terme si le tissu social sur lequel elle se fonde continue à se fragiliser. L'économie est donc appelée à chercher à préserver les équilibres de la société dont elle est l'expression.
A côté de ces différentes visions et conceptions de l'économie, on ne peut exclure que la minorité cache aussi un calcul un peu machiavélique. Par l'attaque de la principale mesure de renforcement de ces mesures d'accompagnement, on cherche peut-être à déclencher la réaction des milieux syndicaux, en espérant que ceux-ci se mettent aussi à lutter contre la libre circulation des personnes et tout ce paquet qu'on est en train de discuter. De ce point de vue, il est très étonnant que ceux qui prétendent toujours être les défenseurs de la Suisse ne se préoccupent pas du tout de défendre la position des Suisses et de leur pays.
Le groupe démocrate-chrétien ne peut évidemment pas suivre cette conception et cette position. Il vous invite donc à suivre la proposition de la majorité de la commission en codifiant l'obligation de disposer d'un nombre suffisant d'inspecteurs au sein de ces mesures d'accompagnement.
Rechsteiner Paul · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste
Ich lade Sie im Namen der SP-Fraktion natürlich ebenfalls ein, dem Antrag von Bundesrat und Mehrheit zu folgen und den Lohndrückerantrag der Minderheit Kaufmann/SVP-Fraktion abzulehnen. Es handelt sich bei dieser Bestimmung um einen der Eckpfeiler der flankierenden Massnahmen und damit um eine Voraussetzung für die Zustimmung zu diesem ganzen Paket.
Weshalb ich hier nach den Wortmeldungen meiner Vorredner noch das Wort ergreife, ist, weil auch hier im Plenum noch "genagelt" werden muss, was schon in der Botschaft unmissverständlich zu lesen steht. Zahlen befinden sich keine im Gesetzesartikel, aber es ist klar, was mit dieser gesetzlichen Bestimmung gemeint ist: Auf 25 000 Arbeitsplätze muss in der Zielsetzung dieser Bestimmung ein Arbeitsinspektor kommen. Nach dieser Bestimmung besteht eine Flexibilität im Hinblick auf die Umsetzung dieses Ziels; aber bezüglich des Ziels besteht keine Flexibilität, das Ziel dieser Zahl von Arbeitsinspektoren muss erreicht werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um dieses Ziel umzusetzen, im Verhältnis von Branchenkontrollen und von staatlichen Kontrollen. Es gibt verschiedene Systeme, die die Kantone wählen können; in den Kantonen, in denen die Inspektionen heute schon leidlich funktionieren, sind verschiedene Systeme gewählt worden. Aber das Ziel muss erreicht werden.
Es handelt sich nicht nur um eine wesentliche Bestimmung im Hinblick auf dieses Gesetzgebungspaket, sondern namentlich auch im Hinblick auf die Umsetzung im Laufe der kommenden Monate. Das Gesetz sollte ja heute schon wirksam sein; seit dem 1. Juni 2004 läuft die zweite Stufe der Personenfreizügigkeit. Die flankierenden Massnahmen, die Kontrollen auf der gesamten Lohnkurve, wie sie in Artikel 360b des Obligationenrechtes vorgesehen sind, müssten heute schon funktionieren. Es ist besorgniserregend, dass dies in einem grösseren Teil der Kantone bis heute leider nicht der Fall ist. Hier besteht ein grosser, ein gewaltiger Nachholbedarf, der in den nächsten Monaten zur Realisierung des gesetzmässigen Zustandes "abgebaut" werden muss. Der Bundespräsident hatte die Weisheit, zu diesem Zweck, begleitend zu diesen Gesetzgebungsarbeiten, eine Task Force der Sozialpartner und der Vertreter der Bundes- und der kantonalen Behörden einzuberufen. Es muss gelingen, es muss das Ziel dieser Task Force sein, in den nächsten Monaten, bis zur Abstimmung, dieses Kontrollziel und die Einsetzung der Inspektoren zu realisieren. Das ist das zentrale Ziel dieser Bestimmung.
Aeschbacher Ruedi · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe PEV/UDF
Es geht bei dieser Bestimmung meines Erachtens nicht um Detailfragen, sondern es geht hier um die Frage, ob eines der wesentlichen Kernstücke bei den flankierenden Massnahmen bestehen bleiben soll oder ob es mit dem Minderheitsantrag herausgebrochen wird. Ich meine, wir täten gut daran, das, was man in einem durchaus harten, aber fairen Ringen zwischen den Sozialpartnern erreicht hat, auch bestehen zu lassen und jetzt nicht wieder infrage zu stellen.
Zwar leuchtet das Argument auf den ersten Blick ein, man würde sich mit der Annahme dieses Minderheitsantrages die Kosten, die Auslagen, dieser ganzen Kontrolltätigkeit ersparen. Das wäre ein gutes Argument, wenn eine BO 2004 N 2031 Kontrolltätigkeit gar nicht notwendig wäre und wenn man davon ausgehen könnte, dass die Unternehmen ihre Verpflichtungen, dass die Arbeitgeber ihre Verpflichtungen wahrnehmen und auch tatsächlich entsprechend erfüllen.
Aber das ist, wie die vielen Beispiele zeigen, die hier schon genannt worden sind und die man noch beliebig weiterführen könnte, leider nicht der Fall. Deshalb kommen wir, wenn wir ernsthaft flankierende Massnahmen zu diesen Verträgen wollen, nicht darum herum, auch die entsprechenden Instrumente zur Verfügung zu stellen, damit das, was wir als flankierende Massnahmen wollen, auch tatsächlich vollzogen wird.
Mit dem Vollzug bin ich beim letzten Stichwort dieser kurzen Intervention. Wir leiden eigentlich in der Schweiz nicht an zu wenigen Gesetzen, sondern wir leiden vor allem am fehlenden oder teilweise fehlenden Gesetzesvollzug. Hier geht es - in einem Teilbereich natürlich - gerade wieder um den Vollzug. Wir tun gut daran, nicht immer nur neue Programme und Vorschriften zu erlassen, sondern auch dafür zu sorgen, dass das, was wir mit der Gesetzgebung wollen, auch vollzogen wird. Hier ist ein Punkt, wo wir entscheiden können, ob wir nur schöne Worte machen oder ob wir wirklich etwas wollen, was nachher in der Wirklichkeit so herauskommt, so standhält und so vollzogen wird.
Ich bitte Sie daher, mit der Mehrheit zu stimmen und den Minderheitsantrag abzulehnen.
Deiss Joseph · BPR-M · Conseil fédéral · Fribourg
Es geht hier vorerst einmal um die Frage der Glaubwürdigkeit. Wollen wir Massnahmen flankierender Natur ergreifen und sie auch durchsetzen oder nicht? Um diese Glaubwürdigkeit zu gewährleisten, brauchen wir den Artikel 7a über die Inspektoren. Es geht aber hier auch um eine Frage der Kohärenz, nämlich: Wenn wir schon Kontrollen wollen, dann müssen wir auch die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen. Somit ist es wichtig, dass wir diese Inspektoren einsetzen können.
Entgegen dem, was nun aufgrund gewisser Voten angenommen werden könnte, steht im Gesetz keine Angabe über die genaue Zahl dieser Inspektoren. Es steht, dass eine ausreichende Zahl zur Verfügung stehen soll: "Il faut un nombre suffisant d'inspecteurs." Das bedeutet, dass den Kantonen ein grosser Freiraum eingeräumt wird, um dieses Ziel zu erreichen. Die Kantone können sich je nach Grösse alleine, zusammen mit einem anderen oder zusammen mit mehreren anderen Kantonen organisieren. Es ist wichtig, immer wieder zu betonen: Das Ziel, das erreicht werden soll, ist wichtig. Die Kantone können sich intern so organisieren, wie sie es als effizient erachten; sie können Synergien mit anderen Kontrollaufgaben, die sie auch zu erfüllen haben, nutzen. Insbesondere können sie auch Inspektoren einsetzen, die für andere Kontrollen eingesetzt werden und beide oder mehrere Aufgaben miteinander kombinieren.
Es geht hier schliesslich um eines der Kernstücke dieser Vorlage. Es gibt zwei oder drei wichtige Elemente, die wir brauchen, um die Umsetzung der flankierenden Massnahmen möglichst effizient gestalten zu können.
Bitte folgen Sie somit der Mehrheit und dem Bundesrat!
Favre Charles · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe radical-libéral
L'article 7a traite des inspecteurs, et plus particulièrement de leur nombre. Il faut se souvenir qu'il y a déjà une législation à ce sujet à l'article 360b du Code des obligations, qui décrit les commissions tripartites et leur rôle: observer le marché du travail; constater les abus; effectuer des contrôles; proposer des solutions. L'article 7 de la présente loi insiste aussi sur ce rôle de contrôle. Ces commissions ont donc des rôles d'enquête et de contrôle.
Il s'agit maintenant de donner aux commissions tripartites la possibilité d'intervenir dans les faits. C'est ce qui est proposé à l'article 7a qui traite des inspecteurs. Ceux-ci auront pour tâche d'agir avec professionnalisme et avec une certaine rapidité. Nous le savons: ces constats doivent être effectués rapidement et des solutions doivent être trouvées très rapidement également.
La formulation de l'article 7a semble tout à fait adéquate. Un principe est posé - disposer d'inspecteurs - et ensuite il est mentionné qu'il faut disposer d'un nombre suffisant d'inspecteurs. Donc, dans la loi, il n'y a pas de chiffre. Le chiffre de 150 inspecteurs cité tout à l'heure se trouve dans le message.
L'article 7a dit aussi qu'il y a une nécessité de collaborer avec les commissions tripartites, avec les inspecteurs d'autres cantons, et que les inspecteurs peuvent aussi avoir une tâche plus large, notamment la lutte contre le travail au noir. On voit donc très clairement que, si l'objectif est d'être efficace pour véritablement éviter le dumping salarial - ce dont nous avons abondamment parlé jeudi dernier -, il y a également une volonté d'avoir un coût qui soit le plus faible possible.
C'est autour du nombre d'inspecteurs, qui encore une fois ne figure pas dans la loi, que le débat a eu lieu. On a parlé d'un inspecteur pour 25 000 places de travail, soit d'un nombre d'environ 150 inspecteurs. Je crois qu'il s'agit là d'un ordre de grandeur, d'une volonté politique d'appliquer la loi, mais qu'il ne s'agit pas d'arrêter un nombre exact d'inspecteurs. Ce qu'il faut surtout, c'est que la loi que nous votons aujourd'hui soit appliquée correctement. Pour utiliser une expression bien vaudoise, je dirai qu'il faudra ce qu'il faut, ni plus, ni moins - c'est exactement ce que dit la loi.
C'est dans cet esprit que la commission, qui a pris sa décision par 17 voix contre 7, vous demande de suivre le Conseil fédéral et le Conseil des Etats.
Fässler-Osterwalder Hildegard · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste
Das Hearing mit den Sozialpartnern hat gezeigt, dass wir hier bei einem ganz zentralen Punkt der flankierenden Massnahmen sind. Das Anliegen der Minderheit, das "Kapitel" der Inspektoren zu streichen und auf diese Institution zu verzichten, wurde klar, mit 17 zu 7 Stimmen, abgelehnt. Es ist im Gesetz jetzt festgehalten, dass die Kantone über genügend Inspektoren verfügen müssen. Es ist also nicht eine Kann-Vorschrift, sie müssen über genügend Inspektoren verfügen, damit sie die Kontrollen auch flächendeckend machen können.
In den Unterlagen finden Sie die Berechnungen, wie man darauf kommt, wie viele Inspektoren man braucht. Pro 25 000 Arbeitsplätze ist ein Inspektor vorgesehen. Das ergibt insgesamt rund 150 Inspektoren für die gesamte Schweiz. Es ist der erklärte Wille und auch die Vorstellung der Sozialpartner, dass man diese Zahl erreicht. Es geht also um diese Zahl, 150 Inspektoren. Es kann davon nicht nach unten beliebig abgewichen werden. Das ist der erklärte Wille dieser Sozialpartnerschaft, auch wenn das jetzt hier nicht im Gesetz steht.
Wo die Kantone hingegen flexibel sind, das ist in der Ausführung der Kontrollarbeiten. Es sollen auch die Branchen so berücksichtigt werden, wie es notwendig ist. Auch hier ist die Organisation frei. Kantone können sich zu Verbünden zusammenschliessen. Es gibt da schon verschiedene Vorstellungen, aber auch schon verschiedene Modelle, die ausgeführt werden. Die Kantone sind also frei in der Organisation dieser Kontrollen. Es ist auch vorgesehen, dass sie mit den paritätischen Organen zusammenarbeiten können. Wichtig ist hier einfach die praktische Umsetzung der Vorschriften: Wenn man Vorschriften und Massnahmen ergreifen will, dann muss man sie kontrollieren können. Diese Kontrollen sind deshalb wirklich nötig, um die erlassenen Vorschriften auch durchzusetzen. Die Erfahrung der letzten Monate zeigt dies ausdrücklich.
Die Minderheit hat gesagt, sie wolle keine Inspektoren auf Vorrat. Ich möchte Sie daran erinnern, dass diese Vorschrift schon ausgearbeitet worden war, bevor die Öffnung am 1. Juni 2004 kam. Es war also damals schon klar, dass diese Massnahme notwendig ist. Es ist von der Minderheit gesagt worden, es sollten keine zusätzlichen Kosten verursacht werden. Es gibt auch eine untere Grenze für die Anzahl Arbeitsplätze, für die man einen Inspektor anstellen muss. Auch für die Finanzierung muss man daher keine Bedenken BO 2004 N 2032 haben. Die Kommission ist der Argumentation der Minderheit nicht gefolgt.
Ich möchte es noch einmal wiederholen: Es geht nicht nur um den Schutz der Arbeits- und Lohnbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer; es geht hier auch konkret darum, die Spiesse für die Schweizer Unternehmen, insbesondere für jene, die sich an die Vorschriften halten, gleich lang zu machen. Denken Sie daran: Kontrollen sind auch immer zum Schutz für all jene da, die sich an die Vorschriften halten.
Ich bitte Sie dringend, hier der Mehrheit zu folgen.
Noch ein Wort zu Absatz 3: Hier haben wir eine Konzession an die Kantone gemacht, die jetzt nicht bestritten ist, nämlich dass der Bund die Hälfte der Kosten für diese 150 Inspektoren übernehmen soll.
Maitre Jean-Philippe · 1VP-M · Conseil national · Genève · Groupe démocrate-chrétien
Vote
Für den Antrag der Mehrheit .... 124 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit .... 47 Stimmen
Ch. 3 art. 9 al. 2 let. b, 3
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Adopté
Ch. 4 art. 17 al. 3
Proposition de la commission
Dans les domaines régis par une CCT étendue, le bailleur de services doit présenter à l'organe paritaire compétent tous les documents permettant de vérifier que les conditions de travail sont bien conformes à l'usage local. Dans les domaines non régis par une CCT étendue, les renseignements doivent être fournis à la commission cantonale tripartite compétente.
Adopté
Ch. 4 art. 20
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Fässler-Osterwalder Hildegard · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste
Es gibt hier zwar keine abweichenden Meinungen zwischen Ständerat und Nationalrat und auch keine Anträge, aber ich möchte Sie doch darauf hinweisen, dass Absatz 3 von Artikel 20 sehr wichtig ist. Es geht um den flexiblen Altersrücktritt. Es geht darum, dass niemand einen ungerechtfertigten Konkurrenzvorteil hat, weil festgelegt ist, dass er mit seinem Unternehmen keine Abgaben entrichten soll. Wichtig ist es auch - dies zuhanden der Materialien -, dass die Ausnahmen restriktiv gehandhabt werden.
Es steht in diesem Absatz, dass der Bundesrat Vorschriften darüber erlassen kann, ab welcher Mindestanstellungsdauer der Arbeitnehmer einer solchen Regelung zu unterstellen ist. Dies soll restriktiv gehandhabt werden. Es geht zum Beispiel darum, dass eine solche Ausnahmeregelung für einen Studenten, der kurz auf dem Bau gearbeitet hat und dies nachher nie mehr tut, möglich ist. Aber es geht wirklich darum, dass diese Regelung nicht unterlaufen werden kann, weil der Bundesrat allenfalls eine zu grosszügige Regelung erlassen hat. Es ist ein wichtiger Punkt. Die Kommission hat sich ohne weitere Diskussion für Annahme von Artikel 20 Absatz 3 ausgesprochen, so, wie ihn der Ständerat beschlossen hat.
Maitre Jean-Philippe · 1VP-M · Conseil national · Genève · Groupe démocrate-chrétien
Adopté
Ch. II
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Recordon, Bühlmann, Daguet, Fässler, Heim, Levrat, Rennwald)
Al. 2
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition Gutzwiller
Biffer
Le président (Maitre Jean-Philippe, président): Le chiffre II devient caduc à la suite du vote sur la proposition Gutzwiller, puisque nous avons fusionné les deux projets.
Adopté selon la proposition Gutzwiller
Le président (Maitre Jean-Philippe, président): Nous passons finalement à l'article 3 du projet 04.066.
Art. 3
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition Gutzwiller
Al. 1
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 2
.... aux articles 2 et 2a.
Adopté selon la proposition Gutzwiller
Le président (Maitre Jean-Philippe, président): J'aimerais vous rappeler que le vote sur l'ensemble porte sur le projet 04.066 "Protocole additionnel", dans lequel a été intégré le projet 04.067, "Mesures d'accompagnement".
Vote
BO 2004 N 2033Vote sur l'ensemble
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 15 (32 %) | 30 (64 %) | 2 (4 %) |
| Groupe socialiste | 46 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe radical-libéral | 31 (91 %) | 0 (0 %) | 3 (9 %) |
| Groupe démocrate-chrétien | 19 (90 %) | 0 (0 %) | 2 (10 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 14 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Non inscrit | 1 (20 %) | 2 (40 %) | 2 (40 %) |
| Groupe PEV/UDF | 3 (60 %) | 2 (40 %) | 0 (0 %) |
| Total | 129 (75 %) | 34 (20 %) | 9 (5 %) |