05.022

Répression du terrorisme. Convention européenne

Intervention de procédure

BO 2005 N 1474Proposition de la majorité

Entrer en matière

Proposition de la minorité

(Vischer, Menétrey-Savary)

Ne pas entrer en matière

Joder Rudolf · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Im Namen der Mehrheit der vorberatenden Kommission beantrage ich Ihnen, auf die Vorlage einzutreten und das Geschäft zu genehmigen.

Die Prävention und die Bekämpfung des Terrorismus sind wichtige Anliegen der Staatengemeinschaft. Der Europarat verabschiedete bereits 1977 ein Übereinkommen zur Bekämpfung des Terrorismus. Diesem Übereinkommen gehören heute 44 Staaten des Europarates an, darunter auch die Schweiz. Mit dem Übereinkommen wird das Ziel verfolgt, die Bekämpfung des Terrorismus zu erleichtern und zu verbessern.

Am 15. Mai 2003 hat der Europarat ein Änderungsprotokoll zu diesem Übereinkommen erarbeitet, das den neuesten Entwicklungen im Bereich der Terrorismusbekämpfung Rechnung trägt. Das Protokoll ergänzt das bestehende Übereinkommen durch neue Bestimmungen. Mit dem Inkrafttreten des Protokolls wird das Übereinkommen von 1977 durch das sogenannte geänderte Übereinkommen ersetzt. Das Protokoll, über das wir heute zu befinden haben, enthält 19 Artikel. Die wichtigsten Inhalte sind die folgenden:

1. Der Geltungsbereich des Übereinkommens wird erweitert, die Liste der terroristischen Straftaten wird durch das Protokoll ausgedehnt.

2. Die terroristischen Straftaten werden entpolitisiert. Dies bedeutet, dass die terroristischen Straftaten nicht als politisch angesehen werden, sodass eine Auslieferung oder Rechtshilfe möglich ist und nicht mit der Begründung verweigert werden kann, es handle sich um politische Straftaten.

3. Das Protokoll enthält spezielle Bestimmungen zum Schutz der Menschenrechte. So besteht keine Verpflichtung zur Auslieferung, wenn der betreffenden Person die Folter, die Todesstrafe oder eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Freilassung auf Bewährung drohen, es sei denn, der ersuchende Staat gebe eine genügende Zusicherung ab.

4. Öffnung des Übereinkommens gegenüber Staaten, die Nichtmitglieder des Europarates sind. Wegen diesen wurden die oben erwähnten speziellen Vorschriften betreffend die Menschenrechte geschaffen. Der Europarat wollte bezüglich der Menschenrechte einen Mindestschutz garantieren.

5. Einführung einer neuen Vorbehaltsregelung, welche vorsieht, dass Vorbehalte nur für eine Dauer von drei Jahren gültig sind, wenn sie nicht ausdrücklich erneuert werden.

6. Vereinfachung des Verfahrens für das Hinzufügen neuer terroristischer Straftaten.

BO 2005 N 14757. Übertragung der Kompetenz für die Überwachung der Anwendung des Protokolls an den Europäischen Ausschuss für Strafrechtsfragen und an die Konferenz der Vertragsstaaten gegen Terrorismus.

Die Ziele des Protokolls stimmen mit den Interessen der Schweiz überein. Die Genehmigung dieses Protokolls ist notwendig, damit der Terrorismus aktiv bekämpft werden kann. Die Schweiz hat das Protokoll als einer der ersten Signatarstaaten unterzeichnet. Das Protokoll tritt erst in Kraft, wenn es alle 44 Vertragsstaaten ratifiziert haben. Bis heute haben es 19 Staaten ratifiziert.

Der Bundesrat schlägt vor, dass die Schweiz keine Vorbehalte zum Protokoll anbringen soll. Bei terroristischen Straftaten handelt es sich um besonders schwere Straftaten wie Geiselnahmen, Flugzeugentführungen oder andere Handlungen, bei denen häufig zahlreiche unbeteiligte Menschen verletzt oder getötet werden. Die Schwere und die Verwerflichkeit terroristischer Handlungen rechtfertigen es nicht, dass diesen Gewaltakten ein politischer Charakter zuerkannt und deshalb eine Auslieferung verunmöglicht wird. Die Schwere der Taten ist so gross, dass das strafrechtliche Element vor den politischen Aspekten Vorrang haben muss. Hinzu kommt, dass die Schweiz die Uno-Übereinkommen zur Bekämpfung terroristischer Bombenanschläge und zur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus bereits ratifiziert hat. Deshalb ist auch auf einen Vorbehalt zu verzichten. Vorbehaltlose Ratifizierung dieses Protokolls bezeugt, dass die Schweiz solche Straftaten unmissverständlich und klar verurteilt. In diesem Sinne ist der Vorbehalt der Schweiz zum Übereinkommen von 1977 konsequenterweise auch zurückzuziehen.

In der Kommission wurde geltend gemacht, der Begriff des Terrorismus sei kein strafrechtlich tauglicher Begriff. Es brauche keine Sonderanstrengungen gegen terroristische Taten, weil die herkömmlichen strafrechtlichen und auch strafprozessualen Mittel ausreichen würden. Deshalb sei es nicht notwendig, dass eine Sonderstellung für den Terroristen, mit einschränkenden Schutzbestimmungen, geschaffen werde. Weiter wurde gesagt, dass keine Unterscheidung zwischen terroristischen Handlungen und Handlungen, die legitime Verteidigungshandlungen darstellten, notwendig sei. Die Mehrheit der Kommission teilt diese Auffassungen aus den bereits dargelegten Gründen nicht.

Zusammenfassend kann Folgendes festgehalten werden:

1. Das Protokoll aktualisiert das Übereinkommen aus dem Jahre 1977, das nicht mehr den heutigen Anforderungen im Kampf gegen den Terrorismus entspricht.

2. Das Protokoll erweitert den Geltungsbereich für strafbare Handlungen im Bereich des Terrorismus.

3. Das Protokoll öffnet das Übereinkommen auch für Nichtmitgliedstaaten des Europarates.

4. Das Protokoll garantiert eine angemessene Berücksichtigung der Menschenrechte.

5. Das Protokoll führt eine neue Vorbehaltsregelung ein, welche vorsieht, dass Vorbehalte aufgehoben werden, wenn sie nicht ausdrücklich erneuert werden.

Das Protokoll untersteht dem fakultativen Referendum für völkerrechtliche Verträge.

Die vorberatende Kommission beantragt Ihnen mit 12 zu 2 Stimmen bei 5 Enthaltungen, der Vorlage zuzustimmen.

Glasson Jean-Paul · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe radical-libéral

La Suisse a ratifié en 1983 la Convention européenne de 1977 pour la répression du terrorisme. Elle avait, à l'époque, émis une réserve dans l'instrument de ratification, dans le sens où elle se réserve le droit de refuser l'extradition pour toute infraction considérée comme une infraction politique.

Il faut relever que cette réserve n'a jamais dû être invoquée à ce jour. Il n'y a guère lieu de rappeler ici les développements du terrorisme survenus depuis l'adoption de la convention précitée. Après les événements tragiques de New York et de Madrid, les attentats de Londres sont survenus juste après la séance de la commission, et l'on sait, hélas, que cela ne cessera pas, mais qu'il y aura seulement des répits. Rappelez-vous les attentats qui ont eu lieu à Bali le 1er octobre dernier.

Il est bon de souligner ici que personne, au sein de la commission, ne soutient bien sûr ni ne banalise le terrorisme. Lors de la discussion au sein de la commission, menée avec sérieux et dignité, certains de nos collègues ont émis des inquiétudes quant au développement des instruments mis en place dans la lutte contre le terrorisme. Le Parlement lui-même, souvenez-vous, avait contré le Conseil fédéral lorsque celui-ci avait voulu modifier à vive allure, suite aux attentats de New York et aux pressions américaines, la législation, modifications qui ne se sont pas avérées nécessaires par la suite, en tout cas pas dans leur totalité.

En ce qui nous concerne et dans le cas précis, même si le terrorisme n'a pas perdu, peu s'en faut, de son actualité, nous débattons aujourd'hui à tête froide. Il y a ceux dont je suis, avec la majorité de la commission, qui estiment que l'on ne peut "couvrir" le terrorisme du label politique pour échapper à une extradition. La motivation politique ne doit en aucun cas justifier un acte meurtrier, aveugle et gourmand en victimes. La réserve que la Suisse avait émise peut, de notre point de vue, être abandonnée.

On peut de prime abord considérer que les pays signataires du protocole sont en principe insoupçonnables sur les plans démocratique et du respect des droits de l'homme, de même que pour l'indépendance de la justice. Mais de plus, si un des pays membres du Conseil de l'Europe ou une autre nation signataire - parce qu'il y en a qui sont en dehors du Conseil de l'Europe - faisait preuve de difficultés, acceptait notamment la possibilité de prononcer la peine de mort, autorisait ou couvrait la pratique de la torture, ou même la pratique de la prison à vie, il y aurait possibilité pour la Suisse, aujourd'hui comme demain, de ne pas extrader; de même s'il apparaît clairement qu'une personne est poursuivie du fait de sa race, de son appartenance religieuse ou de ses vues politiques, et non de crimes commis.

Il apparaît à la majorité de la commission que les garanties sont suffisantes pour pouvoir ratifier ce protocole sans risquer de violer les droits de l'homme et les libertés fondamentales. Il est vrai que la définition du terrorisme n'est pas aisée, mais on peut quand même faire confiance aux autorités helvétiques. Elles ne se laisseraient sans doute pas leurrer par le qualificatif de "terroriste" accolé à quelqu'un qui ne serait qu'un simple opposant.

Nous réaffirmons ici que nous ne devons pas protéger des terroristes sous prétexte que leurs motivations seraient politiques. La gravité de leurs actes et le fait même de les commettre sont injustifiables et doivent donc être punis.

Au nom de la commission, qui s'est prononcée par 12 voix contre 2 et 5 abstentions, je vous prie d'entrer en matière sur ce projet, d'adopter la version de la majorité et de donner au final votre aval à l'arrêté fédéral qui vous est soumis.

Vischer Daniel · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe des VERT-E-S

Die Vorredner, die Kommissionssprecher, haben dargelegt, was das Abkommen technisch bringt. Sie haben in weiten Zügen Recht, es geht um Erweiterungen juristisch-technischer Natur. All das steht aber nicht im Zentrum des Diskurses, um den es hier geht.

Bereits vorweg sei festgehalten: Seien wir nüchtern, scheussliche Attentate wie jenes vom 11. September 2001, vom März 2004 in Madrid, wie jüngst in London und Bali können mit diesem Abkommen oder ohne dieses Abkommen gleich schwer oder gut bekämpft werden. Im Zentrum des vorliegenden Diskurses steht aber eine ganz andere Frage; es geht nämlich um die Begrifflichkeit des Terrorismus und darum, welche Folgerungen juristisch-politisch für unser Land daraus gezogen werden.

Im Zentrum der Grundhaltung des Abkommens, dies wird etwa hundertmal unterstrichen, steht die Entpolitisierung terroristischer Straftaten. Das ist der Leitfaden der Optik, die sich seit dem 11. September 2001 verstärkt, und das ist der Leitfaden der amerikanischen Terrorismusdiktion, einer Diktion mit dem Inhalt: All das, was unserer Meinung nach Terrorismus ist, ist rein kriminalistisch oder militärisch zu BO 2005 N 1476 betrachten und muss strikte von jeglichem politischen oder sozialen Hintergrund gelöst werden.

Dem Terrorismus - und das ist gewissermassen immer das, was die Vormächte dieser Welt als solchen definieren - wird jegliche Berechtigung politisch-sozialer Motivation abgesprochen. Da liegt das Problem, weil nicht mehr klar wird: Handelt es sich um Kombattantinnen und Kombattanten einer Befreiungsbewegung, die auf legitime Weise militärische Aktionen einer Vormacht bekämpfen, oder handelt es sich um kriminelle Taten, die im Nachhinein politisch legitimiert werden?

Diese Pax Americana soll uns aber auch weismachen, dass von vornherein alle anderen Lösungen als polizeiliche und/oder militärische inopportun sind. Jeder soziale oder politische Zusammenhang muss gewissermassen aus dem Diskurs ausgemerzt werden. Das mag für Sie theoretisch klingen - okay! Nur hat es für die Schweiz eine ganz konkrete innenpolitische Konsequenz. Die Schweiz hat nämlich besagtes Abkommen 1977 bzw. 1983 unterschrieben, allerdings mit einem Vorbehalt. Dieser Vorbehalt zielte just darauf ab, dass sich die Schweiz das Recht vorbehielt, die Auslieferung in Bezug auf eine in Artikel 1 genannte Straftat abzulehnen, die sie als politische Straftat, als eine mit einer politischen Straftat zusammenhängende oder als eine auf politischen Beweggründen beruhende Straftat ansieht.

Es ist richtig, was Herr Bundesrat Blocher in der Kommission ausgeführt hat: Wenn Sie der Logik dieser Konvention folgen, müssen Sie diesen Vorbehalt streichen, denn die Entpolitisierung des Terrorismusbegriffs und dieser Vorbehalt passen nicht mehr zusammen. Genau deswegen wollen wir auf diese Konvention nicht eintreten, die eine Paradoxie enthält: Auf der einen Seite ist es ja klar, dass Terrorismus letztlich ein politischer Begriff ist, sonst machte er im strafrechtlichen Zusammenhang gar keinen Sinn. Sonst könnte man einfach sagen, dass man gar nicht zwischen terroristischen und anderen Straftaten unterscheiden müsse; kriminelle Handlungen seien kriminelle Handlungen. Hier wird also politisch angeknüpft. Auf der anderen Seite wird dieser Rekurs wieder negiert, indem gesagt wird, eine terroristische dürfe nicht als politische Straftat angesehen werden.

Wenn Sie diesen Vorbehalt streichen, dann müssen Sie auch einen tschetschenischen Kombattanten unter jedem Titel ausliefern, auch wenn Sie politisch der Meinung sind, seine strafbare Handlung gegen die russische Armee beispielsweise müsse als legitim angesehen werden. Sie hätten jeden Kämpfer der algerischen Befreiungsbewegung in den Fünfziger- und zu Beginn der Sechzigerjahre ausliefern müssen, obwohl sie heute politisch anerkannt werden.

Entscheiden Sie politisch, lehnen Sie diesen Ausfluss der Pax Americana ab!

Menétrey-Savary Anne-Catherine · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S

Les Verts n'ont absolument aucune espèce de tolérance vis-à-vis des actes terroristes. C'est clair que des attentats qui tuent des centaines, voire des milliers de personnes totalement innocentes sont des crimes que nous ne tolérons pas et qui sont à punir très sévèrement. Le fait que les auteurs de ces crimes puissent se prévaloir de motifs politiques ne nous émeut pas. D'ailleurs, pour ce qui concerne les tenants d'Al-Qaïda, ce n'est généralement pas le cas, ou d'une manière tellement massive qu'ils ne sont politiquement pas crédibles.

Pourtant, les Verts soutiendront la proposition de non-entrée en matière de la minorité Vischer, et ceci pour deux raisons principales: d'abord, nous estimons que nous n'avons pas besoin de ces nouvelles normes; ensuite, nous estimons que cette convention n'aidera pas à lutter contre le terrorisme et que, même, elle risque de compliquer la lutte contre le terrorisme.

1. Ces dispositions ne sont pas nécessaires. Notre Code pénal suffit parfaitement à poursuivre et punir tous les crimes qui sont commis et qui passent maintenant sous l'étiquette de terrorisme, y compris les plus odieux. Nous avons aussi une loi sur l'entraide pénale internationale, qui protège les droits humains. La convention risque d'affaiblir cette loi, ou en tout cas cette protection des droits humains, notamment par le fait qu'elle suppose une extension de la liste des crimes qui sont visés aux actes préparatoires. Or nous pensons que, sur ce chapitre-là, au moins conviendrait-il de garder la réserve de 1983.

2. Nous avons le sentiment que ces dispositions ne servent vraiment pas la lutte contre le terrorisme. Au contraire, cette disposition pénale crée une certaine confusion à cause - Monsieur Vischer vient d'en parler - d'un problème de définition.

D'abord, il faut constater que le Conseil fédéral a changé de position. En 2002, au moment où nous parlions des conventions de l'ONU sur le terrorisme, le Conseil fédéral voulait inscrire dans le Code pénal une norme pénale spécifique sur le terrorisme. Nous y avons renoncé. Maintenant, on vise l'autre extrême, c'est-à-dire à dénier toute dimension politique à des crimes dits terroristes. En fait, avec cette volonté de dénier cette qualité politique aux crimes terroristes, nous entrons dans une contradiction en soi.

Dans le message de 2002, le Conseil fédéral donnait en substance comme définition du terrorisme: "Le crime terroriste vise à intimider une population, à contraindre un gouvernement ou une organisation internationale à accomplir ou à s'abstenir d'accomplir un acte." (p. 5015) Eh bien, ça, c'est exactement la définition d'un mobile politique.

Nous sommes donc dans la situation paradoxale suivante: on voudrait dépolitiser un acte a priori politique, dépolitiser un acte qui répond à une définition politique. Cela a plusieurs conséquences: la première, c'est la non-reconnaissance d'actes réellement politiques de résistance qui peuvent se passer par exemple dans des territoires occupés ou avoir lieu au cours de luttes pour l'indépendance. Mais surtout, deuxième conséquence, à notre avis cela entrave considérablement la prévention du terrorisme et la lutte contre les causes du terrorisme. En effet, dépolitiser les actes de terrorisme, c'est se priver de moyens politiques pour lutter contre les causes mêmes du terrorisme. Très souvent, on présente les attentats terroristes comme étant le fait de fous, de fous fanatiques, religieux, islamistes, sans rapport avec la marche du monde, des gens qui agissent d'une manière irrationnelle, méchante, forcenée; et on refuse de considérer que les comportements guerriers, ou en tout cas dominateurs, des pays de l'occident peuvent aussi jouer un rôle dans les causes du terrorisme.

Je terminerai en citant l'éditorialiste Jacques Pilet qui, dans "L'Hebdo" du 4 août 2005, a écrit ceci: "A force de répéter que le terrorisme est une forme de folie religieuse, à force de nier sa dimension politique, il se pourrait bien que nous nous enfoncions un peu plus dans une aberrante perception du casse-tête."

Laisser la place à la seule répression policière ou, pire, aux militaires n'est à notre avis pas la bonne solution pour lutter contre le terrorisme.

C'est la raison pour laquelle le groupe des Verts soutiendra la proposition de non-entrée en matière.

Huber Gabi · Mit-F · Conseil national · Uri · Groupe radical-libéral

Die FDP-Fraktion unterstützt die Kommissionsmehrheit und ersucht Sie um Eintreten und Zustimmung zum Bundesbeschluss, und zwar aus folgenden Gründen:

Die Schweiz gehört bereits zu den 44 europäischen Staaten, welche das Übereinkommen von 1977 zur Bekämpfung des Terrorismus ratifiziert haben, und ist auch Vertragsstaat aller Übereinkommen gegen den Terrorismus, welche innerhalb der Vereinten Nationen beschlossen wurden. Nach der Welle von Terroranschlägen der letzten Jahre musste die internationale Strafrechtszusammenarbeit verstärkt werden. Es ist deshalb angezeigt, dass auch die Schweiz dem Protokoll vom Mai 2003 zur Änderung des Europäischen Übereinkommens zur Bekämpfung des Terrorismus beitritt.

Das Protokoll aktualisiert das Übereinkommen von 1977; insbesondere soll - Sie haben es gehört - eine Reihe von Straftaten entpolitisiert werden, um das Risiko zu mindern, dass terroristische Handlungen als politische Straftaten BO 2005 N 1477 beurteilt werden und dadurch eine Auslieferung oder die Gewährung von Rechtshilfe verunmöglicht wird. Der um Auslieferung ersuchte Staat soll den politischen Charakter einer Straftat nicht geltend machen können, wenn es um besonders verwerfliche strafbare Handlungen geht, die bei den im Protokoll erwähnten Instrumenten zur Bekämpfung des Terrorismus aufgeführt sind.

Durch diesen Mechanismus lassen sich bei terroristischen Delikten die Auslieferungshindernisse überwinden, die sich aus dem politischen Charakter der strafbaren Handlung ergeben. Zugleich lassen sich die Schwierigkeiten lösen, die bestehen, weil eine einheitliche Auslegung des Begriffes "politische Straftat" fehlt. Denn es gibt keine allgemein anerkannte Definition dieses Begriffes, womit die Auslegung Sache des ersuchten Staates ist.

Die Entpolitisierung der in Artikel 1 des Protokolls erwähnten strafbaren Handlungen gilt nur für besonders schwere und verwerfliche Taten, von denen häufig Zivilpersonen betroffen sind, die mit den Beweggründen, auf denen die strafbare Handlung beruht, nichts gemeinsam haben. Aufgrund der Schwere und der Auswirkungen dieser Straftaten überwiegt das strafrechtliche Element und geht allfälligen politischen Aspekten vor.

Der Minderheit möchten wir entgegenhalten, dass es nicht darauf ankommt, ob Terrorismus ein strafrechtlich definierter Begriff ist oder nicht. Vielmehr geht es um Straftatbestände, die in unserem Strafgesetzbuch enthalten sind. Es geht auch nicht darum, ob eine Handlung legitim ist, sondern darum, ob sie legal ist. Was legal bzw. illegal ist, legen die einzelnen Staaten fest. Schwere Straftaten gegen Leib und Leben können und dürfen keinen Schutz geniessen, auch wenn sie politisch begründet werden. Es geht eben, wie bereits gesagt, gerade darum, dass das strafrechtliche Element politischen Aspekten vorgeht.

Das Protokoll gewährleistet umgekehrt aber auch den Schutz der Menschenrechte und der Grundrechte. Die Schweiz ist nicht zur Zusammenarbeit verpflichtet, wenn sie annehmen muss, dass ein Auslieferungs- oder Rechtshilfeersuchen gestellt worden ist, um eine Person wegen ihrer Rasse, ihrer Religion, ihrer Staatsangehörigkeit oder ihrer politischen Anschauung zu verfolgen oder zu bestrafen. Ebenso besteht keine Pflicht zur Auslieferung, wenn der gesuchten Person Folter oder Todesstrafe droht.

Die FDP-Fraktion unterstützt den Bundesrat auch in der Meinung, dass das Übereinkommen vorbehaltlos zu übernehmen ist. Bei der Ratifizierung des Übereinkommens im Jahr 1983 behielt sich die Schweiz bekanntlich das Recht vor, die Auslieferung abzulehnen, wenn eine Straftat vorliegt, die als politische Straftat einzustufen ist. Dieser Vorbehalt ist in der Praxis nie geltend gemacht worden und soll und kann nun zurückgezogen werden, weil terroristische Akte zu den schwersten strafbaren Handlungen gehören, namentlich weil sie oft unbeteiligte Zivilpersonen zu Opfern machen.

Vor diesem Hintergrund macht der Antrag Sommaruga Carlo, den Sie nachher noch beurteilen werden müssen, überhaupt keinen Sinn. Herr Sommaruga beantragt das Gegenteil von Bundesrat und Kommission.

Das Protokoll trägt dazu bei, dass die Schweiz nicht als Drehscheibe für terroristische Aktivitäten missbraucht werden kann. Die Schweiz ist immer latent gefährdet, weil sie Sitz internationaler Organisationen und ein wichtiger Bankenplatz ist, aber auch potenzieller Ruheraum für terroristische Bewegungen und finanzielle Drehscheibe sein könnte. In diesem Sinne wird das Protokoll die innere Sicherheit in unserem Land verbessern und sich auf die Wirtschaft, insbesondere auf den schweizerischen Finanzplatz, positiv auswirken.

Im Namen der FDP-Fraktion ersuche ich Sie deshalb abschliessend nochmals um Eintreten und Zustimmung und insbesondere um Ablehnung des Antrages Sommaruga Carlo.

Sommaruga Carlo · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe socialiste

Comme l'a dit Ignacio Ramonet, porte-parole de l'altermondialisme et rédacteur en chef du "Monde diplomatique": "Parce qu'il s'en prend à des civils non combattants, le terrorisme constitue une forme de lutte particulière ignoble. Aucune cause, aussi juste soit-elle, ne justifie le recours à cette méprisable méthode. Les attentats du 11 septembre 2001, comme ceux plus récents de Casablanca, Riyad, Istanbul, Moscou ou Haïfa et Jérusalem - je pourrais ajouter à titre personnel ceux de Madrid, de Londres et de Bali -, ne sauraient susciter que répugnance et aversion, au même titre d'ailleurs que l'emploi par certains gouvernements en guise de représailles du terrorisme d'Etat."

Il allait en fait dans le même sens que le philosophe allemand Jürgen Habermas, qui a déclaré en 2004: "Du point de vue moral, un acte terroriste, quels que soient ses mobiles et quelle que soit la situation dans laquelle il est perpétré, ne peut être excusé en aucune façon."

Toutefois, ce penseur éthicien a affirmé aussi - et là il est important de le souligner - que, "d'un point de vue historique, le terrorisme entre dans des contextes bien différents de ceux dont relèvent les crimes auxquels à affaire le juge pénal. Il mérite, à la différence d'un crime privé, un intérêt public et requiert un autre type d'analyse que le crime passionnel." C'est d'ailleurs justement ce contexte différent qui nous amène aujourd'hui à avoir ce débat.

Un philosophe français, Jacques Derrida, s'est posé la question au sujet du terrorisme de savoir "à partir de quel moment il cessait d'être dénoncé comme tel pour être salué comme la seule ressource d'un combat légitime? Ou inversement? Quel statut donner à ceux qui, dans un certain contexte sont loués comme des combattants de la liberté, par exemple dans les luttes contre l'occupant soviétique en Afghanistan, et dénoncés comme des terroristes dans un autre, souvent les mêmes personnes?"

Je n'évoquerai pas dans le détail toutes les situations historiques qui ont vu, en Europe comme au Moyen-Orient, en Amérique centrale ou en Amérique du Sud et en Afrique, notamment en Afrique du Sud, des personnes qualifiées hier par les uns et par les autres de terroristes devenir des héros nationaux et des responsables politiques fréquentant le salon du gouvernement. Citons toutefois dans des contextes très différents et à des époques aussi différentes, Menahem Begin et Nelson Mandela, tous deux membres d'organisations qualifiées de terroristes et tous deux devenus Prix Nobel de la paix.

Par ailleurs, l'actualité nous interpelle. Qu'en est-il de la qualification juridique des actes de responsables d'actions spectaculaires de résistance sociale, comme récemment en France la prise de possession du navire Pascal Paoli par des travailleurs sans espoir voulant attirer l'attention sur le fait que leur seul avenir était d'être écrasés par la rationalité économique et les lois du marché? Si la prise de possession du bateau Pascal Paoli relève justement des actes visés par la Convention européenne pour la répression du terrorisme, cela obligerait la Suisse à livrer à la France par extradition les éventuels responsables qui se feraient arrêter en Suisse, alors même que nous sommes tous conscients qu'il s'agit d'un acte politique.

Comme on le voit, la question du terrorisme est complexe. Elle est d'autant plus complexe car, comme cela a été relevé tout à l'heure, il existe une multitude de définitions de la notion de terrorisme en fonction des institutions dans lesquelles cette définition est formulée, des signataires des conventions: ici une définition de l'ONU, là du Conseil de l'Europe, ailleurs encore de l'Union européenne. De plus, ces définitions évoluent en fonction du temps.

Si l'entrée en matière sur l'arrêté fédéral concernant le Protocole du 15 mai 2003 portant amendement à la Convention européenne du 27 janvier 1977 pour la répression du terrorisme se justifie, vu la gravité des actes qu'elle vise, il s'agit toutefois d'examiner très attentivement la question et d'être très prudent quant à la manière dont a été rédigé l'arrêté qui nous est soumis. La portée du nouvel instrument juridique qu'est ce protocole et la teneur de l'arrêté devront faire l'objet d'une réflexion, notamment dans le cadre de la proposition que j'ai déposée.

BO 2005 N 1478Rappelons que toute la problématique de la Convention pour la répression du terrorisme et de son protocole remonte en fait à 1957. En effet, en 1957 était adoptée par le Conseil de l'Europe la Convention européenne d'extradition. Cette convention exclut expressément de l'extradition les crimes et les délits politiques. En d'autres termes, déjà à l'époque, les pays d'Europe et du Conseil de l'Europe avaient clairement posé qu'il y avait une catégorie de crimes qui ne tombaient pas sous le coup de l'extradition.

La Convention pour la répression du terrorisme introduit la dépolitisation de certains crimes et délits. De ce fait, pour ces infractions, la Suisse, comme tous les Etats signataires, s'oblige à livrer les auteurs d'infractions dépolitisées si un des Etats signataires sollicite l'extradition de l'auteur d'un tel acte. Le protocole soumis à l'approbation du Parlement étend le système en ajoutant nombre de nouvelles infractions dépolitisées. Ce mécanisme n'est pas en soi problématique, sauf si la liste des infractions échappe aux Etats signataires ou que la convention s'applique à des Etats dont le fonctionnement démocratique et le respect des droits de l'homme n'est pas le même que le nôtre. C'est le cas en l'espèce, on y reviendra tout à l'heure.

Aux yeux du groupe socialiste, en outre l'absence d'une notion précise du terrorisme, la difficulté majeure du protocole, c'est bien son système évolutif qui réduit de manière importante à l'avenir le contrôle démocratique sur la portée de la Convention européenne pour la répression du terrorisme et réduit de manière non négligeable les bases fondamentales de la Convention européenne d'extradition du 13 décembre 1957 relatives aux infractions politiques.

Toutefois, vu que la problématique de la lutte contre le terrorisme doit s'organiser au niveau international, il est justifié d'entrer en matière. Il conviendra cependant - et j'y reviendrai tout à l'heure - de soutenir ma proposition concernant le maintien de la réserve, qui est tout à fait pertinente pour conserver un espace politique et une marge de manoeuvre pour la Suisse. C'est le seul moyen de limiter les défauts du mécanisme introduit par le protocole.

Le groupe socialiste vous invite donc à entrer en matière.

Aeschbacher Ruedi · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe PEV/UDF

Die Schweiz hat die Uno-Übereinkommen zur Terrorismusbekämpfung unterschrieben. Es ist eigentlich nur logisch, dass wir dieses europäische Übereinkommen ebenfalls unterzeichnen und ihm beitreten. Es liegt auf der gleichen Linie, die wir bereits gewählt und verfolgt haben. Ich möchte mich nicht in die eher theoretische und akademische Diskussion einmischen, die es jetzt zum Begriff des Terrorismus und zu ähnlichen Dingen gab. In der Praxis werden diese Fragen kaum vorkommen. Ich stelle fest, dass wir in unserem Strafrecht keine Veränderungen vornehmen müssen. Wir müssen keine zusätzlichen Bestimmungen erlassen, und wir werden auch in Zukunft unser Strafrecht so umsetzen, wie wir es bereits getan haben.

Hingegen kann ich feststellen, dass wir dieses Abkommen ohne Vorbehalte unterzeichnen und auch genehmigen wollen. Denn das zeigt die Ansicht unseres Landes, dass wir uns in die Reihe jener stellen, die sich ganz entschieden gegen den Terrorismus wenden, dass wir terroristische Akte nicht nur bei uns, sondern auch im Ausland nicht akzeptieren. Wir wollen auch unseren Beitrag dazu leisten, dass die Betreffenden vor Gericht gezogen werden können und für die Bevölkerung in unserem Land, aber auch im Ausland, mit dem wir durch dieses Übereinkommen kooperieren, eine entsprechende Sicherheit entstehen kann.

Blocher Christoph · BR-M · Conseil fédéral · Zurich

Ich möchte nicht auf die Details eingehen, das haben die Kommissionssprecher getan, sondern auf die Kernfrage, warum auch dieses Protokoll umstritten ist.

Ich glaube, Herr Vischer hat beim Begründen seines Nichteintretensantrages den Kern getroffen. Das Parlament muss in einer Gewissensfrage entscheiden. Es geht nämlich um die Frage, ob die Auslieferung in ein anderes Land in jedem Fall, gleichgültig, was ein Täter getan hat, verhindert werden kann, wenn man sich auf ein politisches Motiv, auf den politischen Charakter, beruft.

Es geht, Herr Vischer, nicht darum, dass man den Begriff "Terrorismus" entpolitisiert. Das ist gar nicht möglich: Terrorismus ist eine Kampfform, nicht etwas, das von vornherein politisch oder nicht politisch ist; es kommt auf das Motiv an.

Bis jetzt waren die Staaten nicht verpflichtet, Terroristen, die eine Straftat begangen haben, und sei sie noch so schrecklich, auszuliefern, wenn sich die Täter auf ihre politischen Beweggründe berufen. Das soll nun, da haben Sie Recht, geändert werden. Das vorliegende Änderungsprotokoll beseitigt den Vorbehalt des politischen Charakters. Der Geltungsbereich des Übereinkommens wird ausgedehnt, indem die Liste der terroristischen Straftaten, für die der politische Charakter der Tat nicht geltend gemacht werden kann, erweitert wird.

Aber es ist auch nicht so, dass ein Terrorist unter allen Umständen ausgeliefert wird, ob er politische Beweggründe hat oder andere. Er wird nicht auf jeden Fall ausgeliefert, denn es besteht ein Schutz für ihn, der durch die Menschenrechte gewährleistet ist. Keine Verpflichtung zur Auslieferung besteht, wenn der betroffenen Person im betreffenden Land Folter oder Todesstrafe droht. In diesem Fall muss sie nicht ausgeliefert werden. Keine Auslieferungsverpflichtung besteht auch, wenn dieser Person eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit der bedingten Freilassung droht. Auch in diesem Fall besteht keine Verpflichtung zur Auslieferung. In diesen drei Fällen besteht für den Staat die Pflicht, eine Strafverfolgung gegen die Person einzuleiten. Der Staat selbst, der den Betreffenden aus diesen drei Gründen nicht ausliefert, ist verpflichtet, die Strafverfolgung im eigenen Land durchzuziehen. Das kann er ja dann auch tun, weil bei ihm weder Folter noch Todesstrafe, noch lebenslange Inhaftierung ohne die Möglichkeit der vorzeitigen Freilassung auf Bewährung droht.

Die Regel der Vorbehalte wird verschärft. Einzig Staaten, die einen Vorbehalt zum Übereinkommen angebracht haben, dürfen beim Protokoll einen Vorbehalt anbringen. Das Verfahren für die Anwendung des Übereinkommens auf neue terroristische Straftaten wird vereinfacht; der Vertrag ist eine Aktualisierung der Vertragsliste mit den geltenden Uno-Terrorismus-Abkommen.

Warum meinen wir, diesem Protokoll sei beizutreten? Die Schwere, die Verwerflichkeit terroristischer Handlungen - denken Sie an all diese terroristischen Angriffe - rechtfertigen es nicht, dass diesen Gewaltakten zuerkannt wird, dass sie einen besonderen Schutz geniessen, wenn sie aus politischen Gründen unternommen werden. Das läuft darauf hinaus, Herr Vischer, dass im politischen Kampf praktisch alle Massnahmen möglich sind und eine Auslieferung nicht erfolgt - mit Ausnahme des Terrorismus. Wer eine terroristische Gewalttat begeht, der muss auch damit rechnen, dass er ausgeliefert wird. Das ist die Konsequenz. Sie müssen die Frage stellen: Ist es richtig, dass einer aus irgendeinem Grund, aus irgendeinem politischen Grund - ob das ein guter oder schlechter Grund ist, spielt jetzt keine Rolle - terroristische Straftaten begehen und sich dann der Auslieferung entziehen kann, weil er, wie er sagt, politische Beweggründe hat? Das ist eine Gewissensfrage. Ich erachte die terroristischen Taten als so schrecklich einerseits und als so schwer bekämpfbar andererseits, dass es nicht angeht, dass man solche schwerwiegenden Taten begehen und dann den Nachteil der Auslieferung einfach noch beseitigen und einen Vorzug geniessen kann. Diesen können alle Opfer natürlich in keiner Art und Weise geniessen.

Für die Schweiz ist die Entpolitisierung solcher Straftaten im Hinblick auf die Auslieferung an sich nicht neu, wir haben ja bei den Uno-Übereinkommen zur Bekämpfung terroristischer Bombenanschläge und zur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus, welche die Schweiz ratifiziert hat, auch eine entsprechende Klausel unterschrieben. Herr Vischer spricht von einer Pax Americana - er hätte das damals tun können. Meines Erachtens sind die USA nicht Mitglied des Europarates, mindestens haben sie bis jetzt BO 2005 N 1479 noch kein Gesuch gestellt, aber die USA sind doch auch Mitglied der Uno.

Es kann Ihnen niemand diesen Entscheid abnehmen. Sie haben heute zu entscheiden: Sollen Terroristen, die eine Straftat grössten Ausmasses begangen haben, in einem Staat Unterschlupf finden und nicht ausgeliefert werden, weil sie sagen, es war ein politisches Motiv dahinter? Wenn Sie der Meinung sind, ja, das sollen die Terroristen tun können, dann sind Sie für Nichteintreten oder für den Antrag Sommaruga Carlo. Wenn Sie der Meinung sind, doch, in diesen schweren Fällen besteht eine Auslieferungspflicht, es gibt keinen Schutz, wenn man sich auf politische Motive beruft, dann sind Sie für Eintreten und für den Beitritt zu diesem Protokoll.

Der Bundesrat ist der Meinung, dass man es so unterschreiben sollte. Und es wird dem fakultativen Referendum unterstellt - wir haben heute Morgen da etwas darüber philosophiert, wann etwas dem fakultativen Referendum zu unterstellen sei. Sie sehen in diesem Fall, dass das in persönliche Freiheitsrechte des Menschen eingreift. Herr Vischer, das bestreite ich nicht, darum wird es auch dem fakultativen Referendum unterstellt. Ich glaube kaum, dass das Referendum ergriffen wird, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schweizerinnen und Schweizer sagen, Terroristen sollten Schutz geniessen, wenn sie sich auf politische Motive berufen.

Ich bitte Sie, einzutreten und dem Übereinkommen zuzustimmen.

Vischer Daniel · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe des VERT-E-S

Herr Bundesrat Blocher, es geht nicht darum, ob sich Terroristen per se hinter einer politischen Straftat verstecken können. Ist es nicht der Fall, dass bislang das Inland, also die Schweiz, entscheidet, ob eine Tat als politisch zu werten ist oder nicht? Genau das wollen Sie ja ändern. Es kann sich nicht jedermann darauf berufen, sondern z. B. - berechtigterweise - tschetschenische Freiheitskämpfer und vielleicht, wenn Israel einmal beitritt, auch palästinensische Freiheitskämpfer, die auch wir, zu Recht, als Freiheitskämpfer ansehen.

Blocher Christoph · BR-M · Conseil fédéral · Zurich

Herr Vischer, natürlich entscheiden wir. Aber wer hier unterschreibt, der muss ausliefern, auch wenn eine politische Tat geltend gemacht wird oder sogar der Staat befindet und anerkennt, es sei eine politische Tat. Sie haben den Schutz auch bei politischen Taten nicht. Das läuft darauf hinaus, dass man sich entscheidet. Selbst wer politische Kämpfe führt, hat vom Terrorismus abzusehen, oder er muss die Konsequenzen tragen. So etwas Besonderes ist das nicht, Herr Vischer. Jeder Soldat hat diese Frage nämlich auch zu beantworten. Er muss auch die Konsequenzen tragen. Warum sollen ausgerechnet Terroristen, die in keinerlei "Rechtskleid" handeln, den Schutz bekommen?

Wir bitten Sie also, einzutreten und das gutzuheissen.

Joder Rudolf · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Eine kurze Bemerkung zu den Ausführungen von Herrn Vischer: Terroristische Straftaten sind so schwerwiegend, dass die Voraussetzungen für die Rechtshilfe und die Auslieferung erleichtert werden sollen und damit auch die Bekämpfung des Terrorismus erleichtert wird. Das ist die Zielsetzung, das ist der Kerngehalt, in einem Satz gesagt, dieses Protokolls. Herr Vischer, wir brauchen nicht Wortklauberei in Bezug auf den Begriff "Entpolitisierung" zu betreiben. Es geht darum, die Einrede, eine terroristische Handlung sei politisch motiviert, zu beseitigen, damit die strafrechtliche Verfolgung ungehindert erfolgen kann. Auch das ist der Kerngehalt dieses Protokolls, den die Mehrheit unserer Kommission unterstützt.

Glasson Jean-Paul · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe radical-libéral

Même si ce débat n'a pas l'air de passionner les foules parlementaires, il s'agit là bel et bien de la définition d'une politique. Je constate que, lorsqu'on parle de politique ou de dépolitisation, il y a véritablement du fond, notamment de la part des gens qui prônent la non-entrée en matière. En réalité, on fait de la politique en attaquant la politique américaine, la "Pax americana" ou je ne sais quoi! En vérité, pour ce qui nous concerne, il s'agit de différencier des délits politiques, d'opinion, d'actions politiques et syndicales des actions qui ont quand même une portée plus terrible pour les personnes, puisqu'il s'agit d'attentats, de gens qu'on attaque, qu'on tue parfois, c'est-à-dire des actions qui n'ont plus de justifications, même si c'est pour une guerre de libération ou quelque chose de ce type.

Je ne crois pas qu'on puisse tolérer ceci. Il s'agit d'une question de confiance. Notre pays et nos autorités, qu'elles soient politiques ou judiciaires, sont à même de faire la différence entre des actions normales d'opposition politique et d'autres qui se fondent sur des actes de terreur qui tuent ou qui font du mal, qu'on ne peut pas couvrir par le seul terme de "politique".

Je l'ai dit tout à l'heure, jusqu'ici nous n'avons pas eu à faire usage de la réserve que nous avions émise à l'endroit de cette convention. Et je pense qu'à l'avenir il n'y aura probablement pas plus de motifs ou que peu de motifs d'en faire usage. Nous avons affaire à des Etats démocratiques pour la plupart et nous sommes dans le cadre du Conseil de l'Europe. J'en conviens, il y a d'autres Etats qui sont moins respectueux des normes démocratiques et moins soucieux de respecter les droits de l'homme, mais à ce moment-là nous avons toutes les possibilités, nous l'avons déjà dit auparavant, de ne pas livrer les personnes concernées, de ne pas les extrader vers ces pays.

Ecoutez, voulons-nous être à l'écart de ces 42 pays qui ont signé le protocole? Je ne crois pas que la Suisse doive aller dans ce sens. Nous devons faire montre d'une attitude responsable, aller contre le terrorisme tout en respectant les droits de l'homme, la séparation des pouvoirs et l'indépendance du pouvoir judiciaire.

Haering Barbara · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste

Es gibt keine Notsituation, es gibt keine politische Notsituation, die terroristische Kriminalität gegenüber unbeteiligten Zivilpersonen rechtfertigen könnte. Dies zu akzeptieren ist auch die Voraussetzung für die Forderung, dass auch terroristische Kriminelle Anspruch auf Menschenrechte und auf das Völkerrecht haben.

In diesem Sinne werde ich für Eintreten und gegen einen Vorbehalt stimmen.

Meyer Thérèse · P-F · Conseil national · Fribourg · Groupe démocrate-chrétien

Nous votons sur la proposition de non-entrée en matière de la minorité Vischer.

Vote

Für Eintreten .... 137 Stimmen

Dagegen .... 17 Stimmen

Arrêté fédéral concernant le Protocole portant amendement à la Convention européenne pour la répression du terrorisme

Discussion par article

Titre et préambule

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

BO 2005 N 1480Art. 1

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition Sommaruga Carlo

Al. 3

Lors de la ratification du Protocole, le Conseil fédéral renouvelle la réserve du 19 mai 1983 à la Convention européenne du 27 janvier 1977 pour la répression du terrorisme.

Sommaruga Carlo · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe socialiste

Avec la modification apportée par le protocole soumis à notre conseil, la Convention européenne de 1977 pour la répression du terrorisme ne se limitera plus aux Etats du Conseil de l'Europe, mais s'ouvrira à d'autres Etats, c'est-à-dire à des Etats tiers qui peuvent être des Etats associés, mais aussi à des Etats qui ne sont pas associés. Cela ressort de manière très claire des documents qui nous ont été remis et du message, et je vous renvoie à ce propos à la Feuille fédérale 2005 page 1459. Cette convention donc s'ouvre à des Etats qui ne sont pas tenus formellement par la Convention européenne des droits de l'homme, alors que tous les Etats membres du Conseil de l'Europe sont tenus de la respecter.

Ces Etats tiers qui ne sont même pas associés, et qui pourraient devenir parties à cette convention, ne sont même pas soumis à la Cour européenne des droits de l'homme et à sa jurisprudence. Cette extension à des Etats tiers même non européens a pour conséquence qu'un nouvel organe décisionnel pour les litiges entre Etats voit le jour, dès lors que le président de la Cour européenne des droits de l'homme, en général compétent dans le cadre des arbitrages relevant de conventions du Conseil de l'Europe, ne peut être saisi dans le cas d'un litige avec des Etats tiers qui ne sont pas membres du Conseil.

Par ailleurs, cette extension à des Etats tiers pourrait amener la Suisse à devoir extrader une personne vers un pays où les droits de l'homme sont appliqués selon une autre logique que celle qui prévaut dans notre pays et dans ceux soumis à la Convention européenne des droits de l'homme. Certes, et cela a été relevé par les rapporteurs, des garde-fous sont prévus. Mais il convient de relever que ces garde-fous ne sont pas totalement étanches, et ils sont limités.

Le respect de la dignité humaine et des droits humains n'est dès lors pas garanti de manière absolue, comme c'est le cas dans les Etats membres du Conseil de l'Europe qui sont soumis à la Cour européenne des droits de l'homme et liés par la Convention européenne des droits de l'homme. Ainsi, des Etats politiquement proches de l'Europe, mais dont la politique des droits de l'homme est loin de remplir les conditions imposées par la Cour européenne des droits de l'homme, pourraient devenir parties à cette convention. Théoriquement, la Suisse devrait alors livrer les personnes dont l'extradition est sollicitée en vertu de la nouvelle teneur de la convention au motif que l'acte commis relève du terrorisme, alors même que cet acte lui paraîtrait relever clairement d'un geste politique.

Tout à l'heure, j'ai évoqué l'acte d'arraisonnement du bateau de la SNCM par des syndicalistes français. Ce genre d'acte peut finalement relever de la convention en vertu du protocole. Dès lors se pose la question de savoir si cet acte, qui est clairement politique, doit être soumis à un régime spécial, régime qui, finalement, exclut que l'on tienne compte de son caractère politique. Je rappelle que le caractère politique des actes a été défini dans la Convention européenne d'extradition de 1957, dans laquelle figure un article spécifique à ce sujet, l'article 3 alinéa 1.

Le nouvel article 13 de la convention prévoit un processus d'extension matérielle qui ne nécessite plus l'aval des parlements de tous les Etats signataires. Ainsi, la portée d'une convention contre le terrorisme votée par l'ONU, que la Suisse n'aurait, par hypothèse, pas signée, pourrait se retrouver incluse dans la convention dans la mesure où aucune objection n'aurait été soulevée par une majorité d'Etats parties.

Pour pouvoir éviter de se retrouver piégée dans des procédures d'extradition obligatoires alors qu'elle reconnaît par hypothèse dans l'acte incriminé par l'Etat tiers un acte politique, la Suisse doit formellement maintenir sa réserve. Il convient de rappeler qu'actuellement la Suisse se réserve le droit de refuser l'extradition pour toute infraction énumérée dans la convention qu'elle considère comme une infraction politique, comme une infraction connexe à une infraction politique ou comme une infraction inspirée par des motifs politiques. Cette réserve, qui date de 1983, engage la Suisse à examiner la question de manière détaillée, notamment au regard de la gravité de l'acte.

Certes, cette réserve n'a jamais été utilisée, mais jusqu'à maintenant, d'une part, le contenu matériel de la convention était connu et arrêté, et d'autre part, il ne concernait que des Etats qui étaient membres du Conseil de l'Europe, ce qui n'est plus le cas. Il est donc indispensable que la Suisse puisse garder une marge de manoeuvre politique pour agir conformément à sa conception de ce qu'est un acte politique et qu'elle ne soit pas liée par des termes et des conventions qui lui échappent. Pour ce faire, il faut que la Suisse maintienne la réserve. En vertu de l'article 12 du protocole, la Suisse doit la renouveler au moment de la ratification du protocole pour que sa validité soit maintenue.

En résumé, pour que notre Etat ne soit pas soumis à des choix idéologiques étrangers à notre conception, je vous invite à voter ma proposition.

Blocher Christoph · BR-M · Conseil fédéral · Zurich

Es geht hier um das Gleiche wie das, was ich bereits zum Antrag der Minderheit Vischer gesagt habe. Wenn Sie diesen Vorbehalt anbringen, müssen Sie auch das Protokoll nicht unterzeichnen, denn das andere ist nebensächlich. Diese Sache machen wir deshalb, weil wir politische Motive nicht zulassen wollen. Wenn Sie den Vorbehalt stehen lassen, nehmen Sie nachher Abstand davon und sagen: Es gibt Fälle, in denen wir Terroristen nicht ausliefern, weil es politische Motive gibt.

Wir bitten Sie, den Antrag Sommaruga Carlo abzulehnen.

Joder Rudolf · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Der Antrag Sommaruga Carlo lag der Kommission nicht vor. Persönlich beantrage ich Ihnen, den Antrag klar abzulehnen, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Der Antrag Sommaruga Carlo steht inhaltlich im totalen Gegensatz zur Zielsetzung des Protokolls, über das wir heute befinden. Das Protokoll will die Bekämpfung des Terrorismus erleichtern. Wenn wir den Vorbehalt der Schweiz gegenüber dem Übereinkommen von 1977 aufrechterhalten - und das ist der Vorschlag von Herrn Sommaruga -, erschweren wir wiederum die Bekämpfung des Terrorismus bzw. die Rechtshilfe oder die Auslieferungsmöglichkeit.

2. Der Vorbehalt der Schweiz von 1983 hat überhaupt keine praktische Bedeutung mehr. Er wurde bis jetzt nicht ein einziges Mal geltend gemacht.

Ich bitte Sie, den Antrag Sommaruga Carlo abzulehnen.

Glasson Jean-Paul · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe radical-libéral

Comme l'a dit mon préopinant, cette question n'a pas été examinée au sein de la commission: même si Monsieur Sommaruga en est membre, il n'a pas fait cette proposition formellement. Nous pouvons répéter ici que si vous soutenez cette proposition de renouveler la réserve faite par la Suisse, cela n'a plus guère de sens d'approuver le protocole qui vous est proposé, parce que c'est en contradiction avec la proposition BO 2005 N 1481 qui vous est faite. Il est vrai que des Etats signataires ne sont pas membres du Conseil de l'Europe et qu'ils sont un peu plus "problématiques". Je ne veux pas les citer, mais on peut se poser des questions sur certains d'entre eux. Toutefois la Suisse se réserve la possibilité de ne pas extrader - et c'est là un garde-fou important - s'il y a des soupçons de torture, des peines de prison à vie sans possibilité de réexamen ou la possibilité d'infliger la peine de mort. Je crois que les garde-fous sont suffisants.

Pour la cohérence du projet, je vous propose de soutenir la proposition de la commission et de rejeter la proposition Sommaruga Carlo.

Meyer Thérèse · P-F · Conseil national · Fribourg · Groupe démocrate-chrétien

Vote

Für den Antrag der Kommission .... 90 Stimmen

Für den Antrag Sommaruga Carlo .... 49 Stimmen

Art. 2

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

Vote

Vote sur l'ensemble

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre30 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe socialiste27 (69 %)1 (3 %)11 (28 %)
Groupe radical-libéral31 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe démocrate-chrétien22 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S0 (0 %)12 (100 %)0 (0 %)
Non inscrit3 (50 %)3 (50 %)0 (0 %)
Groupe PEV/UDF4 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total117 (81 %)16 (11 %)11 (8 %)

Namensliste