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Bundesgesetz über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG). Änderung

68759 · Amtliches Bulletin

Dals 8 sett. 2025

https://lexipedia.io/rm/docs/ch/ab-bo-bu/68759/de/bundesgesetz-uber-die-berufsbildung-berufsbildungsgesetz-bbg-anderung

Consultà ils 1 sett. 2026

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Funtauna

Fatschenta parlamentara: Bundesgesetz über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG). Änderung (25.046)

25.046

Bundesgesetz über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG). Änderung

Michel Matthias · Mit-M · Ständerat · Zug · FDP-Liberale Fraktion

Ihre Kommission hat die Vorlage eingehend beraten und auch Anhörungen durchgeführt. Sie beantragt Ihnen einstimmig, auf die Vorlage einzutreten.

Die Stärkung der höheren Berufsbildung und somit des gesamten Berufsbildungssystems in der Schweiz ist ein jahrelanges und anhaltendes Anliegen. Unser parlamentarischer Startpunkt dazu waren zwei Motionen aus dem Jahr 2018, also von vor sieben Jahren, nämlich die Motion 18.3392 der WBK-N und die Motion Fetz 18.3240. Beide Motionen beauftragten den Bundesrat, die rechtlichen Grundlagen so anzupassen, dass die höheren Fachschulen mit eidgenössisch anerkannten Bildungsgängen und ihren Abschlüssen national und international klar als Teil der schweizerischen Berufsbildung positioniert werden. Beide Motionen wurden von beiden Räten angenommen. Später kamen Motionen hinzu, die sich auf einen einzelnen Punkt dieser Positionierung bezogen, nämlich auf die Titeläquivalenz bzw. auf die Titelzusätze; wir werden darauf zurückkommen.

Nach jahrelanger Vorarbeit, vor allem bei den Verbundpartnern der Berufsbildung - das sind Bund, Kantone und die Organisationen der Arbeitswelt -, nach Konsultationen, nach einer breiten Vernehmlassung liegt nun ein Paket mit vier Massnahmen vor, dem die Kommission zugestimmt hat. In unserer Kommission haben wir Mitglieder mit viel Erfahrung, sowohl im Berufsbildungs- als auch im Hochschulbereich. Diese Erfahrung ist natürlich eingeflossen. Meine persönliche Erfahrung und damit auch meine Interessenbindung möchte ich kurz deklarieren: Ich kenne beide Welten. Früher trug ich als Mitglied des Konkordatsrates der Fachhochschule Zentralschweiz Verantwortung im Bereich Bildung und Hochschulbildung. Heute bin ich Präsident des Verwaltungsrates der Ipso Holding, einer privaten Unternehmensgruppe im Bereich der höheren Fachschulen und von Bildungsgängen, die mit Fachprüfungen abschliessen.

Einleitend möchte ich betonen, dass das Gesamtpaket nicht nur in der Vernehmlassung, sondern auch in unserer Kommission eine gute Aufnahme fand. Drei der vier Massnahmen waren völlig unbestritten, da notwendig und zielführend. Ich erwähne sie nur kurz, ohne sie weiter zu diskutieren:

1. Mit der Verankerung des Bezeichnungsrechts im BBG soll eine bessere Sichtbarkeit der Anbieter von Bildungsgängen im Bereich der höheren Fachschulen erreicht werden. Nur Institutionen, die einen eidgenössisch anerkannten Bildungsgang anbieten, sollen sich künftig "höhere Fachschule" nennen dürfen - dies zum Titelschutz.

2. Bei eidgenössischen Berufsprüfungen und höheren Fachprüfungen soll Englisch als zusätzliche Prüfungssprache ermöglicht werden. Dies ist schon bei anderen Bildungsgängen und -abschlüssen auf Tertiärstufe der Fall. Aber keine Angst, die Amtssprachen werden nicht verdrängt; Prüfungen müssen auch in den Amtssprachen angeboten werden.

3. Das Angebot von Nachdiplomstudien an höheren Fachschulen soll insofern flexibilisiert werden, als solche Weiterbildungsangebote neu kein spezielles Anerkennungsverfahren mehr durchlaufen müssen - anders als die höheren Fachschulen selbst; diese müssen sich und ihre Grundbildungsgänge anerkennen lassen.

Diese drei Massnahmen waren unbestritten.

Im Gegensatz dazu gab die Einführung der Titelzusätze "Professional Bachelor" und "Professional Master" Anlass zu Diskussionen. Eine klare Mehrheit der Kommission möchte, wie der Bundesrat, diese Titelzusätze einführen, eine Minderheit jedoch nicht; wir werden in der Detailberatung bei Artikel 44a darauf zurückkommen.

Insgesamt unterstützen wir die Vorlage; ich habe es erwähnt. Sie steigert die Attraktivität unserer höheren Berufsbildung insgesamt. Die einzelnen Massnahmen sind Verbesserungen, die das Bildungssystem als solches nicht verändern, aber optimieren und stärken. In der Gesamtabstimmung nahm die Kommission die Vorlage, also das Gesamtpaket, mit 9 zu 0 Stimmen bei 3 Enthaltungen an. Damit beantrage ich Ihnen Eintreten.

Ich erlaube mir zugleich, auch die fünf gleichlautenden Vorstösse in diesem Paket kurz zu kommentieren; das sind die Motionen 23.3389, 23.3298, 23.3296, 23.3295 und 23.3297. Sie betreffen die Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung. Die Kommission lehnt diese fünf Motionen einstimmig ab. Ein Teil der Kommissionsmitglieder tut dies deshalb, weil das Anliegen dieser Motionen mit den von der Kommission beantragten Bestimmungen, die die Titelzusätze "Professional Bachelor" und "Professional Master" enthalten, bereits erfüllt ist. Wenn man hingegen diese Titelzusätze generell ablehnt, wie es die Minderheit II (Mühlemann) tut, sind auch die fünf erwähnten Motionen abzulehnen. Daher lehnt die Kommission diese fünf Motionen einstimmig ab, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Ich danke Ihnen für das Eintreten auf die Vorlage.

Parmelin Guy · VPBR-M · Bundesrat · Waadt

Nous sommes tous d'accord : la formation professionnelle, dans son ensemble, est un facteur de réussite central pour la Suisse. Elle contribue à la grande compétitivité économique de notre pays. C'est également, en quelque sorte, la colonne vertébrale de la mobilité sociale. Grâce à la formation professionnelle, nous parvenons à offrir à de très nombreux jeunes des perspectives sur le marché du travail.

La formation professionnelle supérieure fait partie de ce système dual. Elle s'inscrit dans la continuité de la formation professionnelle initiale. Elle fournit en particulier aux PME les spécialistes et les cadres dont l'économie a urgemment besoin. Plus de 29 000 personnes obtiennent chaque année un diplôme de la formation professionnelle supérieure, ce qui correspond à un tiers de tous les diplômes du degré tertiaire.

Cette formation professionnelle supérieure contribue pour une bonne part à l'attrait de l'ensemble de la formation professionnelle. Au niveau de la transition 1, elle montre aux jeunes et à leurs parents qu'un apprentissage offre la possibilité d'obtenir un diplôme du degré tertiaire avec d'excellentes perspectives de carrière et aussi, de salaire. Les diplômés de la formation professionnelle supérieure ont le taux d'emploi le plus élevé et le risque le plus faible de se retrouver au chômage.

Les diplômes de la formation professionnelle supérieure sont parfaitement ancrés dans le marché du travail suisse. Dans le même temps, cette formation professionnelle supérieure est confrontée à plusieurs défis. Nous constatons que l'internationalisation du marché du travail et de la société pousse à l'"académisation" des diplômes. Les titres spécialisés de la formation professionnelle supérieure, bien connus et appréciés, ne parlent plus à tout un chacun. En particulier, le public ne perçoit pas suffisamment que les diplômes de la formation professionnelle supérieure appartiennent au degré tertiaire. Ces diplômes manquent de prestige et de visibilité. À l'étranger, la formation professionnelle supérieure est généralement incomprise. En effet, dans la plupart des pays, seules les hautes écoles se situent au degré tertiaire. Les avantages de la formation professionnelle supérieure sont méconnus en Suisse et à l'étranger ; il faut donc y remédier.

Le présent paquet de mesures vise donc à améliorer la réputation et la visibilité de la formation professionnelle supérieure et à créer des conditions comparables à celles du degré tertiaire. La formation professionnelle supérieure doit être valorisée comme elle le mérite. En plus, ce projet répond à des exigences politiques de longue date visant à renforcer cette formation professionnelle supérieure et notamment les écoles supérieures.

Ce paquet de mesures a été élaboré dans le cadre du partenariat de la formation professionnelle. Il bénéficie donc d'un très large soutien. Je tiens à souligner que les mesures ne renchérissent pas le système : il s'agit d'un projet de loi sans conséquences financières.

Comme le rapporteur, M. Michel, l'a déjà évoqué, la commission soutient à l'unanimité l'entrée en matière sur le projet ainsi que les trois mesures suivantes : le droit à l'appellation "école supérieure", l'introduction de l'anglais comme langue d'examen supplémentaire possible pour les examens professionnels fédéraux et les examens professionnels fédéraux supérieurs et la flexibilisation de l'offre d'études postdiplôme dans les écoles supérieures. Les compléments de titres "Professional Bachelor" et "Professional Master" ont donné lieu à davantage de discussions. Je pense que nous y reviendrons dans la discussion par article.

Je vous prie donc d'entrer en matière sur ce projet de loi, comme l'a fait la commission, et de suivre durant les débats la position du Conseil fédéral qui est aussi représentée par la majorité de la commission et par la minorité I (Chassot).

Caroni Andrea · P-M · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Bundesgesetz über die Berufsbildung

Loi fédérale sur la formation professionnelle

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress, Ziff. I Einleitung

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Titre et préambule, ch. I introduction

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Präsident (Caroni Andrea, Präsident): Über die Artikel 28 und 29 stimmen wir bei Artikel 44a ab.

Art. 29a

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Art. 44a

Antrag der Mehrheit

Abs. 1

...

a. "Professional Bachelor", wenn der Titel durch eine eidgenössische Berufsprüfung erworben wurde;

...

c. "Professional Bachelor in [Fachrichtung]", wenn der Titel durch einen eidgenössisch anerkannten Bildungsgang an einer höheren Fachschule erworben wurde.

Abs. 2, 3

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Antrag der Minderheit I

(Chassot, Crevoisier Crelier, Fivaz Fabien, Poggia, Stark)

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Antrag der Minderheit II

(Mühlemann, Gapany)

Streichen

Art. 44a

Proposition de la majorité

Al. 1

...

a. "Professional Bachelor", si le titre a été obtenu à la suite d'un examen professionnel fédéral ;

...

c. "Professional Bachelor en [orientation]", si le titre a été obtenu par une filière de formation reconnue par la Confédération, proposée par une école supérieure.

Al. 2, 3

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité I

(Chassot, Crevoisier Crelier, Fivaz Fabien, Poggia, Stark)

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité II

(Mühlemann, Gapany)

Biffer

Michel Matthias · Mit-M · Ständerat · Zug · FDP-Liberale Fraktion

Ich spreche zuerst zur Bereinigung von Artikel 44a Absatz 1. Es geht um die Mehrheit und um die Minderheit I (Chassot). Später wird der bereinigte Artikel dem Antrag der Minderheit II (Mühlemann) gegenübergestellt, die diese Titelzusätze gänzlich streichen will.

Wir hatten hier in der Kommission eine Mehrheit von 7 zu 5 Stimmen. Die Minderheit I unterstützt den Bundesrat. Der Bundesrat schlägt zwei Kategorien von ergänzten Titeln vor: erstens den "Professional Master" für die Abschlüsse der höheren Fachprüfungen, zweitens den "Professional Bachelor" für zwei verschiedene Abschlüsse. Das ist jetzt der Punkt, an dem die Mehrheit eine Änderung beantragt. Es geht um die Berufsprüfungen einerseits und um die Abschlüsse der höheren Fachschulen (HF) andererseits. Das sind zwei unterschiedliche Bildungsgänge, die aber beide zum "Professional Bachelor" führen sollen. Diese Ausbildungswege unterscheiden sich stark, schon nur beim Aufwand: Für die Berufsprüfungen sind 600 Lernstunden aufzuwenden; bei den höheren Fachschulen ist es ein Mehrfaches, es sind zwischen 3500 und 5000 Lernstunden. Aber beide sollen "Professional Bachelor" heissen.

Nicht nur die Schweizerische Konferenz der Höheren Fachschulen, sondern auch gewisse Verbände und einige Kantone kritisieren diese Gleichstellung im Titel. Vorgeschlagen wird eine Differenzierung - das übernimmt die Mehrheit -, die im Übrigen bei den vereinfachten englischen Bezeichnungen vom Bundesrat selber vorgeschlagen wird. Hier möchte ich den Blick auf einen Absatz werfen, der nicht umstritten ist. Es ist Absatz 3 von Artikel 44a: "Die vereinfachten englischen Übersetzungen der geschützten Titel richten sich nach der folgenden Struktur." Dann folgen die Buchstaben a, b und c. Hier haben Sie bei den Vereinfachungen drei Kategorien, die genau dem entsprechen, was die Mehrheit will.

Die Mehrheit will somit auch einen Unterschied zwischen den Buchstaben a und b machen; das sind der "Professional Bachelor" und der "Professional Master", das ist unbestritten. In Litera c, bei der höheren Fachschule, ist es der "Professional Bachelor in ..."; dann steht zum Beispiel "in Pflege" oder "in Informatik" als Vertiefungsrichtungen.

Damit hätte man eine Analogie zu den vereinfachten englischen Übersetzungen und eine Differenzierung, die sich auch aufdrängt, geschaffen. Das ist gerechtfertigt, weil es erstens zwei verschiedene Weiterbildungen sind. Zweitens ist es auch für die Bildungsanbieterinnen und -anbieter sowie ebenso für die Bildungsabgängerinnen und -abgänger klar. Man nimmt ein Anliegen aus der Vernehmlassung auf. Zumindest erachten wir es als wichtig, dass wir hier zuhanden des Nationalrates eine Differenz schaffen und diese Möglichkeit in den Ring werfen.

Die Minderheit wird sich selber artikulieren; ich überlasse daher der Minderheit das Wort, wenn das der Präsident erlaubt.

Chassot Isabelle · Mit-F · Ständerat · Freiburg · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Au nom de la minorité I (Chassot), je vous invite à soutenir, à l'article 44a, la version du Conseil fédéral. Avec la majorité, nous sommes d'avis qu'il faut introduire des titres complémentaires. La différence - je vais y revenir - se situe sur le plan de leur intitulé dans les langues officielles. Je vous propose également dès lors de rejeter la minorité II (Mühlemann).

Le rapporteur l'a relevé dans le débat d'entrée en matière : le présent projet de loi vise à renforcer l'attrait de la formation professionnelle supérieure. À ce titre, il s'agit d'améliorer la notoriété, la visibilité et la réputation de l'ensemble de la formation professionnelle supérieure, en Suisse comme à l'étranger. Grâce en particulier à leur lien étroit avec le marché du travail, les plus de 500 offres de formation professionnelle supérieure sont adaptées aux besoins et aux défis qui y prévalent. Les diplômés de la formation professionnelle supérieure sont donc des spécialistes et des cadres recherchés, mais cette formation professionnelle supérieure est une spécificité suisse. Par conséquent, un des défis consiste à la faire connaître auprès des employeurs étrangers en Suisse ainsi qu'à l'étranger.

Le chef du département l'a également indiqué dans le débat d'entrée en matière : sur le marché du travail suisse, la grande majorité des diplômes de la formation professionnelle supérieure sont bien ancrés. C'est la visibilité et la reconnaissance dans la société qui leur manquent. L'hétérogénéité des diplômes que nous connaissons, avec plus de 500 offres de la formation professionnelle supérieure, conduit en effet à un grand nombre de diplômes correspondant à des orientations et des niveaux de compétences différents.

Si cette hétérogénéité présente de grands avantages pour les différentes branches, car elle leur permet d'obtenir des diplômes parfaitement adaptés, elle rend également la nature de ces diplômes peu compréhensibles pour les personnes extérieures. Le but de la révision est de pouvoir introduire des dénominations qui puissent être comprises. Avec la dénomination de "Professional Bachelor" et "Professional Master", le Conseil fédéral entend en effet, d'une part, souligner l'appartenance des diplômes de la formation professionnelle au degré tertiaire et, d'autre part, renforcer leur visibilité.

Un élément essentiel dans la discussion a été de pouvoir garantir la distinction par rapport aux titres des hautes écoles. "Professional Bachelor" et "Professional Master" sont donc introduits comme compléments de titres. Ils ne peuvent pas être portés sans être accompagnés des titres protégés dans les langues officielles, car ce n'est que de cette manière qu'ils renseignent sur le diplôme et le contenu concerné.

La question de l'utilisation de ces titres est sur la table de notre conseil depuis quelques années déjà, et cela n'a pas été un long fleuve tranquille. Les débats ont été nourris, en particulier dans ce conseil. Faut-il rappeler qu'en mars 2023 encore, nous avions rejeté la motion Aebischer Matthias 20.3050 portant sur l'introduction de ces titres, par 19 voix contre 16 et 6 abstentions, contre l'avis unanime de la commission de notre conseil ?

Ce qui nous est proposé aujourd'hui est le résultat - il faut le souligner - de longues années de discussions au sein du partenariat de la formation professionnelle. Comme c'est typiquement le cas dans la formation professionnelle, plusieurs variantes ont été examinées selon une approche "bottom-up", qui a abouti au compromis présenté aujourd'hui par le Conseil fédéral, car il s'agit bien d'un compromis.

Avec ce compromis, les partenaires de la formation professionnelle s'accordent largement sur le fait que l'orientation vers le marché du travail doit être maintenue en tant que caractéristique principale des écoles supérieures, et que les mesures futures ne doivent pas la compromettre. Les titres protégés dans les langues officielles doivent être maintenus. Avec ce compromis, la délimitation par rapport aux hautes écoles spécialisées et à leurs offres continue d'être assurée. En conséquence de quoi, il convient de prendre des mesures qui mettent davantage l'accent sur les avantages de la formation professionnelle supérieure, sans pour autant modifier le système. Avec ce compromis, les conditions d'aménagement des offres de formation et de formation continue devront être harmonisées au sein du degré tertiaire.

La minorité I (Chassot) soutient ce compromis. Elle le fait, car elle accorde une grande importance au partenariat de la formation professionnelle. Il convient de le protéger et de le respecter, car il est une des clés du succès et de l'importance de la formation professionnelle dans notre pays. Aux côtés des deux acteurs que sont la Confédération et les cantons figurent en effet les organisations du monde du travail, qui conçoivent les diplômes et y ont recours pour le marché du travail. Or, la modification proposée par la majorité revient sur ce compromis et met en jeu la solution équilibrée trouvée entre les partenaires.

Quelle est cette modification ? La majorité veut accorder la possibilité aux écoles supérieures d'utiliser le complément de titre "Professional Bachelor" en ajoutant l'orientation pour les filières de formation des écoles supérieures. Par exemple, une infirmière devrait donc, selon la majorité avoir à l'avenir pour titre "Infirmière diplômée ES", avec le complément "Professional Bachelor en soins infirmiers". Selon la minorité I (Chassot) et le Conseil fédéral, cette infirmière porterait à l'avenir le même titre qu'aujourd'hui, "Infirmière diplômée ES", avec comme seul complément "Professional Bachelor".

La différence peut paraître minime, mais elle est importante quant à l'usage et à la pratique qui s'installerait. Le complément de titre plus long, tel qu'il est proposé par la majorité, est en effet parlant, et cela même sans le titre protégé dans les langues officielles. Il y a donc un risque qu'il soit utilisé seul par les diplômés et devienne ainsi, de facto, un titre dans la pratique. Dans l'exemple que je vous ai donné, ou dans d'autres, on parlerait dorénavant du "Professional Bachelor en soins infirmiers", du "Professional Bachelor en économie d'entreprise" ou du "Professional Bachelor en informatique". Or, l'usage probable de ces seuls titres poserait deux problèmes qui sont au centre du compromis trouvé : la délimitation avec les titres des hautes écoles, mais aussi celle avec des titres protégés de la formation professionnelle supérieure qui sont, je l'ai déjà mentionné, aujourd'hui parfaitement ancrés dans le marché du travail suisse et qui, selon les partenaires de la formation professionnelle, doivent rester au premier plan.

Je le répéte : la proposition du Conseil fédéral est le résultat de longues années de discussions au sein du partenariat de la formation professionnelle. La demande émanant des écoles professionnelles supérieures de différencier filières de formation, écoles supérieures et examens professionnels fédéraux a été discutée. Elle n'a pas été retenue, car de l'avis très majoritaire des partenaires, cette différenciation n'a pas besoin de passer par le complément de titre. Elle se fait par le biais des titres protégés dans les langues officielles. Ces titres et les compétences acquises par celles et ceux qui peuvent s'en prévaloir sont connus des employeurs en Suisse.

Et une solution a été trouvée pour le contexte international : les diplômés des écoles supérieures pourront en effet porter le titre de "Professional Bachelor in", par exemple "in nursing" dans l'exemple des soins infirmiers. Ils pourront ainsi mettre en avant, sur le plan international, outre le fait que leur diplôme appartient au degré tertiaire, l'orientation de la filière de formation. C'est le sens de l'alinéa 3 de l'article 44a, mentionné par le rapporteur de la majorité, avec lequel le Conseil fédéral propose des traductions anglaises simplifiées.

Avec ma minorité I, je vous prie dès lors de suivre le projet du Conseil fédéral. Vous reconnaîtrez ce faisant l'importance du partenariat dans la formation professionnelle ainsi que la nécessité de maintenir les titres protégés dans les langues officielles - ces titres sont connus et appréciés dans le monde professionnel. Nous soulignons régulièrement dans ce conseil l'importance de trouver des compromis. Ils ont été trouvés dans ce dossier avec une solution pragmatique qui tient compte du particularisme du système suisse de formation duale. À nous de reconnaître cela en soutenant le résultat.

Mühlemann Benjamin · Mit-M · Ständerat · Glarus · FDP-Liberale Fraktion

Ich bitte Sie, hier der Minderheit II (Mühlemann) zu folgen und damit auf die Einführung der neuen Titelzusätze ganz zu verzichten. Der Ursprung dieser Idee, die Titelzusätze "Professional Bachelor" und "Professional Master" einzuführen, liegt bekanntermassen in sehr weit zurückliegenden Impulsen und Vorstössen, die vor gut einem Jahrzehnt eingereicht worden waren. Ich kann mich sehr gut erinnern, dass der damalige Vorsteher des WBF davon sehr angetan war. Dementsprechend hat er dies dann auch gepusht. Ich selbst war zu jener Zeit Mitglied der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK). Ich war Mitglied eines Fachhochschulrates und Präsident einer höheren Fachschule. Ich habe mich also sehr intensiv - man könnte sogar sagen: aus beiden Optiken - mit der Materie befasst.

Ich muss Ihnen sagen, dass ich von Anfang an skeptisch war, und ich stellte mich auch innerhalb der EDK gegen dieses Vorhaben. An dieser Skepsis hat sich bis heute nichts geändert; das hat nichts mit meinem heutigen Engagement im Hochschulrat der Ostschweizer Fachhochschule zu tun - und damit ist auch meine Interessenbindung offengelegt.

Wenn heute davon gesprochen wird, dass mit der Einführung der neuen Titelzusätze "Professional Bachelor" und "Professional Master" die Stärkung der höheren Berufsbildung beabsichtigt ist, ja, dann stimmt das sicher. Es war immer das Ziel, zum Beispiel die Einordnung der Abschlüsse im internationalen Kontext zu verbessern. Ich habe einfach den Eindruck - und die jüngste Kommunikation der vielen Akteure im Berufsbildungsbereich, der Berufsverbände, bestärkt mich darin -, dass das Ganze einzig und allein noch Marketing ist, Marketing in Reinform. Diese Titelzusätze tönen sicher gut, sie tönen modern, und das ist marketingmässig hübsch gemacht. Aber wenn man nur um des Marketings willen damit gleichzeitig den Kerngehalt des Produkts schwächt, dann ist das einfach kontraproduktiv. Ich finde, genau das passiert hier: Der Kerngehalt des Produkts, also der Berufsbildung, leidet, und so bewirken wir als Gesetzgeber genau das Gegenteil dessen, was eben einmal erklärtes Ziel war.

Erstens verliert die höhere Berufsbildung ihre Eigenständigkeit. Sie zeichnet sich ja gerade durch ihre Praxisnähe aus. Durch die Anlehnung an die Hochschultitel wird das Profil der höheren Berufsbildung verwässert, statt dass ihre Stärken hervorgehoben werden. So besteht die Gefahr, dass die höhere Berufsbildung - ich sage das etwas plakativ - zum Abklatsch der akademischen Bildung wird, und das ist die höhere Berufsbildung ja wirklich nicht. Man sollte eben die ureigenen Qualitäten auch selbstbewusst herausstreichen: Praxisbezug, Nähe zur Wirtschaft, Durchlässigkeit und so weiter und so fort.

Zweitens ist es eine Abwertung der traditionellen Titel aus der höheren Berufsbildung. Diese neuen zusätzlichen, quasi-akademischen Titel - ich bezeichne sie einmal so - überlagern das Renommee der heute bekannten Abschlüsse, und das sind ja Abschlüsse, welche die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bestens kennen. Ich meine, die Einführung dieser neuen Titel verwirrt eigentlich nur.

Drittens ist es fraglich, ob dann die internationale Anerkennung mit den neuen Titeln wirklich so greift, wie das gesagt wird. Man muss das bezweifeln, denn "Professional Bachelor" und "Professional Master" passen, wenn man es ganz ehrlich betrachtet, international halt doch nicht ganz genau in die Systematik der Bologna-Titel; sie haben nichts mit diesen Credits zu tun. Stellen Sie sich einmal vor, wie enttäuscht jemand ist, der mit viel Fleiss einen solchen Titel erwirbt und nachher ernüchtert feststellen muss, dass die internationale Mobilität trotz aller Versprechungen eben doch nicht so gewährleistet ist.

Übrigens darf man auch den Aufwand der ganzen Umstellung nicht vergessen: Es geht um Kommunikation, Anerkennungsverfahren, weitere Verfahren, Gesetzesänderungen usw. Da wird also auch viel Aufwand und Bürokratie verursacht - das nur als Randnotiz.

Worauf ich auch hinweisen möchte: Bitte führen Sie sich einmal die heutige sehr stringente Systematik unseres Bildungssystems vor Augen. Das schweizerische Bildungssystem basiert auf einem starken und durchlässigen Zusammenspiel. Wir haben die berufsbezogene Aus- und Weiterbildung, Tertiär B, auf der einen Seite, und wir haben das wissenschaftlich fundierte Hochschulsystem, Tertiär A, auf der anderen Seite. Dieses Zusammenspiel ist über klare Profile voneinander abgegrenzt, gleichzeitig ist es auch über definierte Passerellen verbunden. Mit dem vorliegenden Projekt gerät das ein Stück weit durcheinander, weil ein Ungleichgewicht zu Fachhochschulen und Universitäten entsteht. Ja, diese Fachhochschulen und Universitäten erachten diese neuen Bezeichnungen als Konkurrenz, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Das führt zu Spannungen in einem System, das bewusst dual aufgebaut ist. Dieses Konkurrenzdenken ist aber überhaupt nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass genau dieses Duale die immanente Stärke des Systems ist. Es gibt eine starke Berufsbildung und die Hochschulen auf einer Ebene. Es gibt nicht eine Berufsbildung und dann die Hochschulen, die Berufsbildung ist Letzteren nicht irgendwie untergeordnet. Das Nebeneinander ist eben das grosse Plus.

Ich kann Ihnen auch noch zwei Beispiele auf der technischen Ebene aufzeigen. Der Bundesrat schlägt vor, dass für die Berufsprüfungen und für die höheren Fachschulen der gleiche Titelzusatz verwendet werden soll. Das sind aber zwei Bildungswege, die grosse Unterschiede aufweisen. Bei den Berufsprüfungen sind nur die Prüfungen geregelt, und bei der höheren Fachschule muss jeweils der gesamte Bildungsgang anerkannt werden. Für die Berufsprüfung sind zum Beispiel 600 Lehrstunden und bei den höheren Fachschulen 3600 bis zum Teil über 5000 Lernstunden notwendig. Trotzdem sollen diese zwei Bildungswege jetzt die gleichen Titelzusätze erhalten. Klar, wir haben es gehört: Je nachdem, ob man jetzt der Mehrheit oder der Minderheit I folgen würde, wäre das noch etwas differenziert; aber das macht es nach meiner Beurteilung auch nicht besser. Ich finde diese Verwässerung einigermassen "unprofessional".

Noch ein zweites technisches Beispiel: Es ist ja auch vorgesehen, dass ein "Professional Bachelor" und ein "Professional Master" ausschliesslich als ergänzender Titelzusatz oder in Verbindung mit der englischen Titelübersetzung geführt werden dürfen. Das macht die Verwirrung dann wahrscheinlich noch komplett. Was viele vielleicht auch nicht wissen: Man hört bereits Rufe aus der Gesundheitsbranche. Für die Gesundheitsberufe sind offenbar Ausnahmen notwendig. Dazu auch noch zwei, drei Worte: Seit den 1990er-Jahren - ich nehme jetzt die Pflegeausbildungen als Beispiel - wurde mehrfach umstrukturiert. Da war die Rede von DN I und II - Sie kennen diese Abkürzungen -, AG, HF, FH, NDS, Berufsprüfungen und so weiter und so fort. Das System gerade in der Pflege ist heute also schon sehr schwer durchschaubar für die Bevölkerung, für die Institutionen und für die Fachpersonen selber. Jetzt kommt der "Professional Bachelor" hinzu und verschärft diese Unübersichtlichkeit noch, gerade weil der Begriff "Bachelor" dann noch stark mit einem akademischen Hochschulabschluss verbunden ist. Der Titel, dieses Wort "Bachelor", vermittelt den Eindruck, dass Absolventinnen und Absolventen über wissenschaftliche Kompetenzen verfügen, wie sie eigentlich nur für den "Bachelor of Science in Pflege" an der Fachhochschule vermittelt werden. In der HF-Ausbildung wird das nicht vermittelt. Also führt das in Pflegeinstitutionen am Schluss zu Erwartungen, die nicht realistisch sind. Es führt unter Umständen zur Überforderung von Fachpersonen und im schlimmsten Fall - ich möchte nicht schwarzmalen, aber man darf das doch erwähnen - zu Risiken für die Patientinnen und Patienten. Deshalb, ich habe es gesagt, kommt hier bereits jetzt der Ruf nach Ausnahmen. Das mag zwar ein Detail sein, aber für mich tönt das nach einem Murks.

Ich fordere Sie daher auf: Investieren wir unsere Energie nicht in Marketing und nicht in eine Verwässerung, sondern vielmehr in konkrete Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Die Berufsverbände zeigen unglaublich viel Engagement. Das ist wirklich toll. Sie wollen das Handwerk stärken, sie stärken die Lehrberufe, die Berufsbilder und ihr Image. Es ist toll, dass das so angepackt wird. Wir haben in den Anhörungen in der Kommission auch seitens der Kantonsvertreter gehört, genau das sei viel wichtiger als diese Bachelor-Diskussion.

Deshalb bitte ich Sie, diese Titelzusätze aus dem Gesetz zu streichen.

Stark Jakob · Mit-M · Ständerat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Ich möchte mich nur kurz zu Wort melden; das Votum von Herrn Mühlemann hat mich bewogen, etwas zu entgegnen. Wie Frau Chassot gesagt hat, haben wir einen guten Kompromiss aller Bildungsakteure vor uns, und genau dieser Kompromiss ist in den Entwurf des Bundesrates eingeflossen. Wenn jetzt die Minderheit II (Mühlemann) unterstützt wird, wird wieder alles infrage gestellt. Damit habe ich etwas Mühe. Ich habe auch Mühe mit dem E-Mail, das mir heute Morgen von einem Nationalrat zugestellt worden ist, wonach man hier offenbar vonseiten der Fachhochschulen nochmals einen Torpedo entsendet.

Ich möchte kurz auf die Einführung des Bologna-Systems zurückblicken. Ich war damals im Kantonsrat. Damals, Herr Mühlemann, ging es, soweit ich mich erinnern kann, darum, dass wir die Berufsbildung in der Schweiz nach dem Schweizer Modell, das nur wir kennen - sogar Amerika interessiert sich dafür -, mit der Lehre, mit der Berufsbildung in den Betrieben und von der Gewerbeschule begleitet, beibehalten können. Wir haben die Berufsmittelschule, und die Technika haben wir in Fachhochschulen umgewandelt. Aber es war nie die Meinung, dass die Technika nur noch im wissenschaftlich fundierten Bereich operieren, sondern wir sind dazumal davon ausgegangen, dass dort weiterhin die berufsnahe Ausbildung im Vordergrund steht.

Wir stellen heute fest, dass praktisch alle Fachhochschulen im Masterbereich zugelegt haben; sie konkurrenzieren mit den Universitäten. Deshalb stellen wir fest, dass die Berufsbildung etwas ins Abseits zu geraten droht. Wir wussten damals schon, dass es mit der höheren Berufsbildung schwierig wird. Es hat sich bewahrheitet, dass die höhere Berufsbildung, weil sie im Bologna-System wissentlich oder unwissentlich vergessen worden ist, die eidgenössische Berufsprüfung, die Meisterprüfung, die anerkannten eidgenössischen Bildungsgänge von höheren Fachschulen und die eidgenössische höhere Fachprüfung ebenso am Rande existieren und heute gewisse Probleme bekommen, weil die Titel Bachelor und Master vor allem als Ausdruck von Hochwertigkeit wahrgenommen werden.

Es ist in diesem Sinne auch nicht eine Marketingmassnahme, sondern ein adäquater Ausdruck, den wir mit diesem Gesetz einbringen. Wir verbinden es ja mit dem Begriff "Professional"; es heisst "Professional Bachelor" und "Professional Master", so z. B. "Holzbaupolier mit eidgenössischem Fachausweis, Professional Bachelor" oder "Diplomierte Pflegefachfrau HF, Professional Bachelor". Wo liegt da die Schwierigkeit? Es ist Ausdruck einer Hochwertigkeit. Der Zusatz ist im professionellen Bereich kein Problem. Gehen Sie zu den Laien. Gehen Sie einmal zu den jungen Menschen, zu jenen, die eine Lehre anfangen oder in der Lehre sind. Da wollen heute so viele in die Berufsmittelschulen usw., weil eben diese Leuchttürme Bachelor und Master da leuchten und unsere Zeit zur Verkürzung neigt.

Jetzt noch als Schlussfolgerung: Ich bin überzeugt, dass diese Reform das duale Bildungssystem stabilisiert und dabei hilft, die Grundlagen der Berufsbildung zu erhalten. Die Fachhochschulen, die Berufsmittelschulen und die Fachmittelschulen werden ihre hervorragende Bedeutung, Herr Mühlemann, behalten, auch wenn die berufsnahen Ausbildungsgänge jetzt eine qualitätsadäquate Bezeichnung erhalten. Es wird selbstverständlich etwas Konkurrenz geben, aber Konkurrenz ist gut. Ich möchte mit aller Deutlichkeit sagen: Es kann nicht sein, dass wir Hochschulförderungspolitik auf Kosten unserer Berufsbildung machen. Genau in diese Richtung geht aber Ihr Antrag.

Deshalb komme ich nochmals zum Schluss: Es ist ein guter Kompromiss, lehnen Sie bitte den Antrag der Minderheit II (Mühlemann) ab. Wenn es darum geht, sich für die Mehrheit oder die Minderheit I (Chassot) zu entscheiden, dann können Sie sich guten Mutes für beides entscheiden. Die Mehrheit ist etwas gerechter, und die Minderheit I (Chassot) ist in der Handhabung und in der Kommunikation einfacher.

Fivaz Fabien · Mit-M · Ständerat · Neuenburg · Grüne Fraktion

Nous avons déjà vécu une situation similaire en Suisse. Je fais partie de la dernière volée avant Bologne, j'ai obtenu mon diplôme universitaire de biologiste à l'Université de Neuchâtel en 2002 et, dès 2003, l'Université de Neuchâtel a commencé à délivrer des bachelors et des masters à la place du diplôme universitaire. En Suisse, cela n'a jamais posé problème de se présenter à un poste avec un diplôme universitaire, par contre, lorsque vous alliez à l'étranger, par exemple pour faire un doctorat, très vite, on vous demandait une équivalence. J'ai dû demander une équivalence à mon université. Ensuite on m'a demandé combien de semestres j'avais étudié à l'Université de Neuchâtel. J'ai répondu entre cinq et six. Je me suis retrouvé dans la situation où le diplôme de l'Université de Neuchâtel était dévalorisé à l'international, parce qu'on était exactement dans cette situation transitoire où l'on passait de l'ancien système au nouveau. Aujourd'hui, dans la formation professionnelle supérieure, on en est un peu au même stade, les formations se sont énormément internationalisées. Je pense que quelqu'un qui postule aujourd'hui avec un diplôme de la formation professionnelle supérieure dans une entreprise, dans le canton de Bâle, est en concurrence avec des gens qui viennent de l'étranger et qui ont, eux, s'ils ont obtenu leur diplôme en Allemagne ou en Autriche, ce complément qui est celui du "Professional Bachelor" ou du "Professional Master". Dans ce sens, je pense vraiment qu'il est important de garder ce niveau, cette excellence qui existe dans la formation professionnelle supérieure, que ce soit avec le brevet ou le diplôme.

Dernier point, je trouve que la problématique de l'article 44a alinéa 1 lettre c - Mme Chassot a déjà dit beaucoup de choses à ce sujet - est la suivante. J'ai un peu peur qu'on crée avec la proposition de la majorité de la commission une différence entre les brevets et diplômes des personnes qui ne suivent pas forcément une formation dans une école supérieure et ceux des personnes qui le font dans une école supérieure. Finalement, c'est un peu comme la différence entre une formation duale ou non. J'ai un peu peur que en introduisant cette différence entre les deux, en introduisant ce "in", ce "en", en différenciant en trois volets, on dévalorise le brevet par rapport au diplôme des écoles supérieures.

Je vous propose de suivre la minorité I (Chassot).

Gmür-Schönenberger Andrea · Mit-F · Ständerat · Luzern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Wir haben in diesem Rat vor zwei Jahren die Einführung des "Professional Bachelors" und des "Professional Masters" abgelehnt. In der Zwischenzeit wurden im Nationalrat fünf identische Vorstösse eingereicht. Die Organisationen der Arbeitswelt haben sich zusammen mit Bund und Kantonen geeinigt, und man hat jetzt diese Lösung.

Persönlich geht es mir wie Kollege Mühlemann. Ich bin alles andere als begeistert von dieser Lösung. Ich möchte aber nicht gegen Windmühlen kämpfen. Ich glaube, das bringt nichts. Es ist ein Kompromiss. Aber ich finde auch: Die Ausbildung ist schlussendlich dieselbe. Es ist eine neue Etikette, und wenn diese neue Etikette tatsächlich so viel bringt, umso besser. Ich bin nicht sicher, dass es so ist. Ich bin auch nicht sicher, ob es nicht doch einfach zu einer weiteren Verwässerung kommt, zu einer Vermischung von all diesen Titeln. Und der Aufwand, das alles zu ändern, ist auch nicht zu vernachlässigen.

Die neuen Titel können tatsächlich die Berufsbildung sichtbarer machen, gerade international, wenn auch wahrscheinlich nur eine kleine Minderheit überhaupt international tätig ist. Sie bergen aber das Risiko, mehr Verwirrung als Klarheit zu schaffen, solange sie nicht eindeutig mit Hochschulabschlüssen vergleichbar sind.

Mich überzeugt die Gesetzesänderung, wie ich gesagt habe, nur bedingt. Ich werde mich dementsprechend enthalten, was als Nichtopposition zum neuen Berufsbildungsgesetz zu verstehen ist.

Würth Benedikt · Mit-M · Ständerat · St. Gallen · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Ich möchte vor allem Kollege Stark für sein ausgezeichnetes Votum danken, weil er die Sache wieder richtig eingeordnet hat. Wir reden ja in der Bildungssystematik seit Jahren von der Tertiär-A- und der Tertiär-B-Stufe. Hier geht es nun eben um die Tertiär-B-Stufe. Wir reden hier vom "Professional Bachelor", also nicht vom Bachelor. Wo gibt es denn hier eine Verwässerung? Es ist heute eher schwierig, den Überblick zu behalten, wenn Sie die verschiedenen Abschlüsse und Titel sehen. Das hier gibt eigentlich Klarheit und Logik in dieses Bachelor-System.

Ich möchte aber nicht wiederholen, was Kollege Stark gesagt hat, sondern Ihnen einfach etwas grossräumiger in Erinnerung rufen, wo wir mit der Bildungslandschaft Schweiz stehen. Wir haben in der Kommission vor zwei Jahren den Bildungsbericht, ein dicker Wälzer, angeschaut und ihn mit Professor Wolter, dem Verfasser des Bildungsberichtes, diskutiert. Es ist leider ernüchternd: Wir stellen fest, dass die Berufsbildung unter Druck, im Rückwärtsgang ist. Das hat schon auch mit den Kriterien zu tun, die bei der Berufswahl eine Rolle spielen. Da geht es unter anderem um die Frage der Bezeichnung; es geht auch um die Frage der Ferien usw. Vergleichen Sie einfach mal die Kosten für die Berufsmaturität an einer Fachhochschule mit den Kosten, wenn man eine Ausbildung an einer höheren Fachschule macht. Da gibt es eklatante Unterschiede. Das sind entscheidungsrelevante Punkte. Da muss man sich nicht wundern, wenn schlussendlich der klassische Berufsbildungsweg mit dem Motto "Kein Abschluss ohne Anschluss!" - das ist ja das Erfolgsmodell der Schweiz - nicht mehr das ist, was wir uns wünschen, obwohl wir von links bis rechts in allen Sonntagsreden unser System rühmen. Wir müssen es nicht schönreden: Es ist deutlich unter Druck.

Wir empfangen jeweils nach den Swiss Skills - jetzt im September starten sie wieder - hier im Bundeshaus die Siegerinnen und Sieger. Es gibt nicht nur einen Apéro, sondern es ist immer auch ein inhaltlicher Austausch vorgelagert. Ich war jetzt zwei-, dreimal dabei bei diesem Austausch, und es kommen eigentlich immer wieder die gleichen Themen auf den Tisch: Einführung von Talentklassen, Finanzierungsfragen, und jedes Mal kommt das Thema Titeläquivalenz auf. Wir sind hier älteren Datums - also nicht alle, aber ich zähle mich auch zu den Boomern -; hören wir doch auf die Jugendlichen, verstehen wir die heutige Arbeitswelt, die heutige Bildungswelt, nehmen wir diese Anliegen, die regelmässig an uns herangetragen werden, ernst.

Es sind nämlich weitere Projekte im Anzug, welche Druck auf die Berufsbildung ausüben. Ich erwähne die praxisintegrierten Bachelorstudien: Dort haben die Fachhochschulen ein grosses Feld entdeckt, um zu wachsen. Ich habe ja nichts gegen diesen Bildungswettbewerb, aber ich habe etwas gegen die Verlustängste, die bei dieser Frage der Titel immer wieder geschürt werden.

Wenn wir mal etwas Mutiges tun wollen für die Berufsbildung, dann haben wir es jetzt in der Hand. Es geht hier letztlich um die Frage der Positionierung der Berufsbildung. Konzentrieren wir uns nicht einfach nur auf Sonntagsreden, darauf, wie toll unsere Berufsbildung ist, sondern tun wir heute auch etwas dafür.

Gapany Johanna · Mit-F · Ständerat · Freiburg · FDP-Liberale Fraktion

J'ai un problème de principe avec ce changement. Je sens bien que mes chances de gagner sont limitées, mais permettez-moi quand même d'essayer. On est en train de nous faire croire que l'une de nos forces - la formation duale - serait une faiblesse à corriger, en comparaison internationale en tout cas. Je suis convaincue par la qualité de notre système de formation. Je suis encore plus convaincue par la qualité de la formation pratique. Les écoles supérieures (ES) n'ont absolument pas à rougir de leur succès, tout comme les étudiantes et les étudiants des ES et toutes les personnes qui suivent une formation professionnelle n'ont pas à rougir de la qualité de leur formation. Elle est excellente et elle est largement reconnue sur le marché. D'ailleurs, si j'en crois les chiffres, l'attrait des ES se confirme, puisqu'elles ont vu une augmentation de leurs étudiants de plus de 30 pour cent entre 2013 et 2022. C'est dire qu'elles ne connaissent pas le déclin et qu'il n'y a pas de compensation nécessaire par un changement purement esthétique. Dans ce contexte et vu l'attrait de ces écoles, je suis d'autant moins convaincue de la pertinence du changement de titre.

Concernant le titre complémentaire, ce qui était voulu quand on avait discuté la première fois de la motion Aebischer Matthias 20.3050, le but était de donner une équivalence au titre, un papier complémentaire. Cela pourrait suggérer qu'il y a une équivalence avec les diplômes, les bachelors, des HES et des universités. Alors, pourquoi ne pas partir du principe d'un complément ? Il y a quand même un problème, en particulier dans la formulation anglaise, qui serait une formulation simple et qui pourrait très rapidement être utilisée comme formulation unique. Cependant, dans ces deux cas, celui des ES et celui des HES, il y a la volonté de se former, la volonté d'entrer dans une école. Dans un des cas, c'est davantage axé sur la pratique et dans l'autre, c'est davantage axé sur l'académique. C'est un choix à faire qui est aussi reflété par le nombre d'heures d'examens. Je pense que à ce propos, il y a quand même une petite différence par rapport à l'exemple que nous relatait notre collègue Fivaz auparavant. En moyenne, ce sont 5000 à 7000 heures pour les examens professionnels et environ 13 000 heures pour les examens des HES, soit le double. Ce n'est pas dire qu'une des formations est meilleure que l'autre : c'est simplement dire que l'une est plus tournée vers la pratique, alors que l'autre est plus tournée vers l'académique. Maintenant, valorise-t-on la formation professionnelle en lui donnant un titre académique ? Je ne crois pas que ce soit le cas. Je constate surtout que ce n'est pas ce que la Suisse a fait jusqu'à présent. J'ai surtout l'impression qu'on dévalorise d'autres filières et que l'on donne moins de sens à la formation professionnelle, alors qu'elle a tout son sens et toute sa place dans le paysage de la formation en Suisse. Si l'on prend la question de la maturité professionnelle, par exemple, serait-il toujours aussi pertinent de faire une maturité professionnelle alors qu'en faisant une ES sans maturité professionnelle, vous obtiendriez un titre de bachelor ? On commence à accorder beaucoup d'importance à un titre et on dévalorise un peu le parcours, alors qu'il est tout autant important.

Moi, je pense que ceux qui obtiennent un titre ES plutôt qu'un titre universitaire n'ont pas à avoir de complexe, parce que la démarche est différente. Si l'on commence à mettre les mêmes titres aux uns et aux autres - parce que c'est ce qu'on va faire, clairement -, cela lissera les différences entre les deux voies, professionnelle et universitaire. On doit alors se poser la question suivante : en Suisse, a-t-on envie "d'académiser" la formation comme le font certains de nos voisins ?

La question est légitime. J'ai entendu certains arguments ; on en a discuté en commission. Le marché de l'emploi est ouvert, et on est bien évidemment en concurrence avec des personnes qui sont sur d'autres marchés et qui n'ont pas le même titre ; il faut le dire. Dans certains secteurs, ils utilisent des titres qui se rapprochent des nôtres et on pourrait se demander si on devrait utiliser les mêmes.

Dans ce sens, je pense que la solution unique serait de mettre un complément au titre, mais surtout pas une version anglaise simplifiée, parce que cette dernière deviendrait très rapidement la règle, étant donné qu'il serait beaucoup plus simple d'utiliser ce titre et non celui qu'on a obtenu à la sortie d'une école.

À mon sens, cette modification ouvre donc la porte à des malentendus plus qu'elle ne valorise la formation professionnelle. Au contraire, on est en train "d'académiser" une formation, alors que ce n'était pas ce qu'on souhaitait au départ. La formation duale est une vraie qualité de notre pays et je vous encourage à la maintenir, parce que je pense que c'est ce qui fait notre différence, et c'est ce qui fait aussi notre force.

Voilà, j'espère ainsi pouvoir soutenir également la proposition de minorité Mühlemann.

Wasserfallen Flavia · Mit-F · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Es ist jetzt in dieser Vorlage, die auch noch andere Massnahmen vorsieht, genau bei diesem umstrittenen Punkt der Titelzusätze eine Diskussion entflammt. Ich kann mich den Voten der Vorredner Stark und Würth anschliessen, kann aber nicht den gleichen Enthusiasmus an den Tag legen. Denn es ist richtig: Nur Sonntagsreden zu halten und den Stolz auf unser duales Bildungssystem auszudrücken, genügt nicht, wenn man dann keine Taten folgen lässt. Von daher kann ich die Einführung der Titelzusätze sehr klar unterstützen.

Ich werde auch der Mehrheit folgen, die noch eine weitere Differenzierung vorsieht, weil ich sie als gerechter und logischer empfinde. Aber weil meine Vorredner einen Ausblick gemacht haben, wie es weitergehen könnte, oder gesagt haben, welches die Herausforderungen in der Berufslehre sind, möchte ich trotzdem noch erwähnen, dass wir, wenn wir die höhere Berufsbildung jetzt mit diesen Titelzusätzen stärken wollen, nicht ganz ausser Acht lassen dürfen, was darunter, in der Berufslehre, passiert. Hören wir denjenigen zu, die uns sagen, was dort passiert. Da dürfen wir zur Kenntnis nehmen, dass Lernende aus der ganzen Schweiz eine Petition mit über 170 000 Unterschriften eingereicht haben und mehr Ferien fordern. Es gibt eine Ungerechtigkeit in der betrieblichen Berufslehre, die ein gesetzlich festgelegtes Maximum von fünf Wochen kennt, während demgegenüber die Fachmittelschulen dreizehn Wochen vorsehen. Oder wir stellen auch fest, dass Umfragen bei über 45 000 Lernenden an den Tag bringen, dass eine Mehrheit während der Lehre psychische Probleme hat oder Belastungen erlebt. Wir sehen eine Abbruchrate von 25 Prozent.

Vor diesem Hintergrund möchte ich an Sie appellieren, dass wir beim nächsten Schritt, bei dem es dann vielleicht um Kosten oder um konkretere Massnahmen für die Stärkung der Berufslehre geht, die der höheren Berufsbildung vorangeht, dann auch Gehör für die Anliegen der jungen Menschen haben, auf die wir ja so stolz sind und denen wir den Eintritt in das Berufsleben auch möglichst erleichtern wollen.

Michel Matthias · Mit-M · Ständerat · Zug · FDP-Liberale Fraktion

Ich kann gerne abschliessen. Dank der vielen zustimmenden Voten aus der Kommission kann ich mich kurzfassen. Von den vielen Argumenten, die ich zu Beginn vorgebracht hätte, kann ich eigentlich nur noch jene erwähnen, die noch nicht erwähnt worden sind.

Erstens möchte ich an Folgendes erinnern: Im Vergleich zur Debatte vor zweieinhalb Jahren, als wir die Motion Aebischer Matthias 20.3050, "Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung", mit 19 zu 16 Stimmen abgelehnt hatten, sind wir heute mit 6 Enthaltungen an einem anderen Ort. Damals war auch das Problem, dass wir - vielen ging es so, das zeigen die vielen Enthaltungen - die Verbundpartner in der Berufsbildung nicht politisch übersteuern und ihnen nicht von vornherein sagen wollten, was sie zu tun haben. Diese sollten zuerst arbeiten. Das haben sie getan. Sie haben jetzt jahrelang Pro und Contra und Alternativen geprüft und sind zu diesem Vorschlag gekommen. Ich denke, wir können darauf vertrauen. 18 Kantone sind zum Beispiel hauptsächlich Träger der höheren Fachschulen, sie sind Träger der Fachprüfungen. 18 Kantone haben diesem Vorschlag zugestimmt. Der Schweizerische Arbeitgeberverband, der Schweizerische KMU-Verband, der Schweizerische Gewerbeverband, die Gewerkschaften usw. haben zugestimmt. Also wenn diese nicht wissen, ob das ein Mehrwert ist oder nicht, wer denn sonst? Diesen jetzt zu sagen, das stimme nicht, da wir am Mehrwert zweifeln würden, finde ich etwas schwierig. Ich würde jetzt darauf vertrauen.

Zweitens, es wurde erwähnt: Ein Drittel aller tertiären Abschlüsse inklusive Hochschulen und Universitäten stellen diese höheren Berufsbildungen dar, ein Drittel. Jetzt kann man sagen: Ja super, das funktioniert. Aber gleichzeitig nimmt die Nachfrage ab. Die Nachfrage und das Wachstum bei Hochschulen - Kollege Würth hat es erwähnt: teurer primär zulasten des Staates - nehmen zu. Hier haben wir aber zu wenig Nachfrage, und das ist auch durch die Verständlichkeit der Titel getrieben. Ich habe es als Bildungs- und Volkswirtschaftsdirektor im Kanton Zug erlebt. Die Internationalität ist nicht im Ausland, sie ist in der Schweiz. Viele international ausgerichtete Unternehmen stellen einfach mal Bachelors an, sie kennen gar nichts anderes. Da kommen sie anders gar nicht rein, in die HR kommen sie nicht rein. Das wird herausgefiltert. Ich muss diesen Firmen immer lange erklären, dass unsere hochqualifizierten Berufsleute, die genau das sind, was sie brauchen, über Abschlüsse verfügen, die eigentlich auf Bachelor-Niveau sind. Das entspricht auch dem nationalen Qualifikationsrahmen; also qualitativ ist das total vergleichbar. Diese Übersetzungsarbeit muss man immer leisten und das Kind beim richtigen Namen nennen, nämlich Tertiärabschluss, Bachelor oder Master. Ich glaube, es ist systematisch richtig, und es gibt Verständlichkeit und Orientierung.

Last, but not least: Wenn man von Akademisierung spricht, glaube ich, dass das Gegenteil der Fall ist. Wie viele Eltern und Jugendliche sagen: "Ja, ein Bachelor!", und dann drängen sie an die Hochschulen. Es wird eine Entlastung geben, wenn man einen solchen "Professional Bachelor" auf dem Weg der höheren Berufsbildung erwerben kann. Last, but not least: Zu meinen, es gäbe diese Titel nicht, wenn wir das jetzt ablehnen, ist falsch. Es gibt heute schon Beispiele dafür, dass sich gewisse Schulen mit ausländischen Anbietern zusammentun und dann quasi den ausländischen Titel "Bachelor" einkaufen, der dann häufig wahrscheinlich qualitativ nicht genau dem entspricht, was wir heute bieten. Es gibt auch Verbände, die sich bei ihren Alumni-Vereinbarungen mit Bachelor-Titeln rühmen. Diese Grauzone könnten wir, glaube ich, eigentlich bereinigen, indem wir einen legalen, anerkannten Weg vorgeben.

Ich bitte Sie wirklich, der Mehrheit zuzustimmen.

Parmelin Guy · VPBR-M · Bundesrat · Waadt

Plusieurs d'entre vous ont fort bien décrit les enjeux et surtout pourquoi il faut s'en tenir à la position du Conseil fédéral. Selon la minorité II (Mühlemann), les compléments de titres affaibliraient le bon ordre du système éducatif et dévaloriseraient la formation professionnelle supérieure. Je dois dire clairement que je ne suis pas convaincu par ces arguments. Les compléments de titres permettent de valoriser de manière adéquate les compétences pratiques qui sont au coeur de la formation professionnelle supérieure. Ils indiquent clairement que les diplômes de la formation professionnelle supérieure font partie du degré tertiaire, et cela permet d'améliorer la réputation des diplômes en Suisse et de rendre les diplômes davantage reconnaissables à l'étranger. On peut le déplorer ou le regretter, mais il faut bien le constater, l'attrait des titres joue un rôle important de nos jours. Les diplômés de la formation professionnelle supérieure ne retirent toutefois aucun nouveau droit ou nouvelle obligation de l'introduction des compléments de titres. Ces derniers n'ont aucun effet sur la prise en compte des acquis dans les hautes écoles ou sur des revendications salariales. Les compléments de titres ne modifient pas non plus le système éducatif, puisque les titres protégés actuels dans les langues officielles restent au premier plan.

La solution proposée par le Conseil fédéral est largement soutenue par les acteurs de la formation professionnelle. Nous avons longuement discuté et examiné ce sujet au cours des dernières années. Je ne sais plus depuis combien d'années, j'allais dire, on dort là-dessus - c'est peut-être un peu exagéré -, mais entre les consultations, les retours, les recherches de compromis, je crois qu'aujourd'hui il faut franchir cette étape. Elle constitue un compromis. "Professional Bachelor" et "Professional Master" sont introduits en tant que compléments qui viennent seulement s'ajouter aux titres existants. Je me réjouis que la majorité de la commission soutienne sur le principe les compléments de titres.

La proposition de la majorité à l'article 44a alinéa 1 va encore plus loin que la solution proposée par le Conseil fédéral. Mme Chassot a d'ailleurs très bien décrit cela et les raisons pour lesquelles il faut en rester à la solution du Conseil fédéral. "Professional Bachelor en" implique un rapprochement avec les titres des hautes écoles. Le Conseil fédéral estime que la délimitation avec les hautes écoles doit être maintenue à un niveau élevé. La distinction entre les examens professionnels fédéraux et les filières de formation ES est déjà assurée, puisque les compléments de titres ne peuvent être portés qu'avec les titres protégés dans les langues officielles. Ces diplômes sont connus sur le marché du travail suisse et l'effet du "Professional Bachelor", pour souligner le caractère tertiaire des diplômes, fonctionne sans la structure demandée par la majorité de la commission. Enfin, la dénomination des diplômes est rendue compréhensible dans le contexte international grâce aux traductions anglaises simplifiées. En anglais, les écoles supérieures peuvent utiliser le terme "Professional Bachelor in" suivi du nom de l'orientation pour leur filière de formation. Nous voulons un degré tertiaire fort, avec des filières de formation clairement profilées et positionnées.

Je vous invite donc, au nom du Conseil fédéral, à suivre la proposition de la minorité I (Chassot).

Abstimmung

Erste Abstimmung - Premier vote

Für den Antrag der Minderheit I ... 23 Stimmen

Für den Antrag der Mehrheit ... 22 Stimmen

(0 Enthaltungen)

Abstimmung

Zweite Abstimmung - Deuxième vote

Für den Antrag der Minderheit I ... 32 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit II ... 10 Stimmen

(2 Enthaltungen)

Caroni Andrea · P-M · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion

Art. 28

Antrag der Mehrheit

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Antrag der Minderheit II

(Mühlemann, Gapany)

Abs. 2

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt regeln in den Prüfungsordnungen die Zulassungsbedingungen, Lerninhalte, Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel. Sie berücksichtigen dabei die anschliessenden Bildungsgänge.

Art. 28

Proposition de la majorité

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité II

(Mühlemann, Gapany)

Al. 2

Les organisations du monde du travail compétentes règlent les conditions d'admission, les contenus de la formation, les procédures de qualification, les certificats délivrés ainsi que les titres décernés dans les règlements d'examen. Elles tiennent compte des filières de formation qui font suite aux examens.

Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit

Adopté selon la proposition de la majorité

Art. 29

Antrag der Mehrheit

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Antrag der Minderheit II

(Mühlemann, Gapany)

Abs. 3

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) stellt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Organisationen Mindestvorschriften für die eidgenössische Anerkennung der Bildungsgänge an höheren Fachschulen auf. Diese Vorschriften betreffen die Zulassungsbedingungen, Lerninhalte, Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel.

Art. 29

Proposition de la majorité

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité II

(Mühlemann, Gapany)

Al. 3

Le Département fédéral de l'économie, de la formation et de la recherche (DEFR) fixe, en collaboration avec les organisations compétentes, des prescriptions minimales pour la reconnaissance par la Confédération des filières de formation proposées par les écoles supérieures. Ces prescriptions portent sur les conditions d'admission, les contenus de la formation, les procédures de qualification, les certificats délivrés et les titres décernés.

Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit

Adopté selon la proposition de la majorité

Art. 62 Abs. 1 Einleitung; 63 Abs. 1 Einleitung

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

(die Änderung betrifft nur den französischen Text)

Art. 62 al. 1 introduction ; 63 al. 1 introduction

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Art. 63a; 73; 73b

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Ziff. II

Antrag der Kommission

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Ch. II

Proposition de la commission

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Abstimmung

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Entwurfes ... 45 Stimmen

(Einstimmigkeit)

(0 Enthaltungen)

Präsident (Caroni Andrea, Präsident): Das Geschäft geht an den Nationalrat.