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Verordnung des WBF über Vermehrungsmaterial von Ackerpflanzen-, Futterpflanzen- und Gemüsearten

916.151.1 · Systematische Sammlung des Bundesrechts

Versiun dals 1 schan. 2013

https://lexipedia.io/rm/docs/ch/sr-rs-rs/916-151-1/de/verordnung-des-wbf-uber-vermehrungsmaterial-von-ackerpflanzen-futterpflanzen-und-gemusearten

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Decretà cun: Verordnung des EVD über Saat- und Pflanzgut von Acker- und Futterpflanzenarten (AS 1999 781)

Consultaziuns: Vernehmlassung 0 Einleitung (28-01-2026),

916.151.1

Verordnung des WBF über Saat- und Pflanzgut von Acker- und Futterpflanzen- sowie Gemüsearten (Saat- und Pflanzgut-Verordnung des WBF)

vom 7. Dezember 1998 (Stand am 1. Januar 2013)

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF)2, gestützt auf die Artikel 4, 10 Absatz 3, 11 Absatz 2, 12 Absätze 2 und 3, 13, 14 Absätze 2 und 5, 15 Absätze3 und 4, 16 Absatz 2, 17 Absätze 2 und 6 sowie 21 Absatz 1 der Saatgutverordnung vom7. Dezember 19983,4 verordnet:

Footnotes

  1. [3] SR 916.151
  2. [7] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  3. [4] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

1. Kapitel Allgemeine Bestimmungen

1. Abschnitt Geltungsbereich

Art. 1

Diese Verordnung gilt für Saat- und Pflanzgut der im Anhang 1 aufgeführten Gattungen und Arten.

2. Abschnitt Definitionen

Art. 2 Spezielle Sorten und spezielles Saatgut5

Bei Mais, Sorghum spp. und Sonnenblumen ist eine:6

a. frei abblühende Sorte eine hinreichend homogene und beständige Sorte;

AS 1999 781

Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom17. Nov. 2004 (SR 170.512.1) auf den1. Jan. 2013 angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.

  1. Inzuchtlinie eine hinreichend homogene und beständige Linie, die durch künstliche Selbstbefruchtung unter gleichzeitiger Auslese während mehreren aufeinanderfolgenden Generationen oder durch gleichwertige Massnahmen erlangt worden ist;

  2. Einfach-Hybride eine erste Generation aus einer vom Züchter definierten Kreuzung zweier Inzuchtlinien;

  3. Doppel-Hybride eine erste Generation aus einer vom Züchter definierten Kreuzung zweier Einfach-Hybriden;

  4. Dreiweg-Hybride eine erste Generation aus einer vom Züchter definierten Kreuzung einer Inzuchtlinie und einer Einfach-Hybride;

  5. «Top-Cross»-Hybride eine erste Generation aus einer vom Züchter definierten Kreuzung einer Inzuchtlinie oder einer Einfach-Hybride und einer frei abblühenden Sorte;

  6. Sortenkreuzungshybride eine erste Generation aus einer vom Züchter definierten Kreuzung von Pflanzen aus Basissaatgut zweier frei abblühender Sorten.

Als Sortenkomponente gilt eine Linie, die ausschliesslich als Komponente für die Erzeugung einer Linienmischung bestimmt ist.

Als Linienmischung gilt eine vom Züchter bestimmte Mischung von Sortenkomponenten der gleichen Art, die besondere Eigenschaften in Bezug auf ihre Anbau- und Verwendungseignung aufweist.

Als Landsorte gilt ein Formenkreis von Pflanzen derselben Art, die aus einer natürlichen Massenselektion im Rahmen einer traditionellen Landwirtschaft in einer bestimmten Gegend hervorgegangen sind. Landsorten können aus mehreren morphologisch oder physiologisch voneinander abweichenden Pflanzentypen zusammengesetzt sein.7

Als alte Sorte gilt eine Sorte, die vor mehr als zwei Jahren vom Sortenkatalog des Bundesamtes oder von einem ausländischen Sortenkatalog gestrichen wurde.8

Als Ökotypus von Futterpflanzen gilt ein Formenkreis von Pflanzen derselben Art, die aus einer natürlichen Selektion unter den einer bestimmten Gegend eigenen ökologischen Bedingungen hervorgegangen sind. Ein Ökotypus ist aus mehreren morphologisch oder physiologisch voneinander abweichenden Pflanzentypen zusammengesetzt.9

Als Nischensorte gilt eine Landsorte, eine alte Sorte, bei Futterpflanzen ein Ökotypus, oder eine sonstige Sorte, an die die Anforderungen für die Aufnahme in den Sortenkatalog nach Abschnitt 3 nicht gestellt werden. Ausgenommen sind gentechnisch veränderte Sorten.10

Als monözische Hanfsorte gilt eine Pflanze, die am gleichen Stock sowohl männliche als auch weibliche Blüten aufweist.11

Als diözische Hanfsorte gilt eine Pflanze, deren Stöcke entweder ganz männlich oder ganz weiblich sind.12

Als Monogermsaatgut von Betarüben gilt genetisch einkeimiges Saatgut.13

Als Präzisionssaatgut von Betarüben gilt Saatgut, das zur Aussaat mit Präzisionssägeräten bestimmt ist und das entsprechend den Vorschriften in Anhang 4 Kapitel E Ziffer 3 Buchstaben b und c nur einen einzigen Keimling entwickelt.14

Als Verbundsorte gilt ein Gemenge aus zertifiziertem Saatgut einer bestimmten im Sortenkatalog aufgenommenen bestäuberabhängigen Hybride mit zertifiziertem Saatgut eines oder mehrerer bestimmter, gleichermassen aufgenommener Bestäuber, die mechanisch in einem bestimmten Verhältnis miteinander vermischt wurden.15

Als bestäuberabhängige Hybride gilt eine männlich-sterile Hybride als Komponente der Verbundsorte (weibliche Komponente).16

Als Bestäuber gilt die Pollen absondernde Komponente der Verbundsorte (männliche Komponente).17

Als Kandidatensorte gilt eine Sorte, für die ein Gesuch um Aufnahme in einen Sortenkatalog nach Artikel 13 oder um Aufnahme in einen Sortenkatalog eines Mitgliedstaates der Europäischen Union gestellt wurde. Ausgenommen sind gentechnisch veränderten Sorten.18

Footnotes

  1. [5] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  2. [17] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  3. [1] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  4. [8] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  5. [9] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  6. [10] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  7. [11] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999 (AS 2000 513). Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  8. [12] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  9. [13] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  10. [14] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999 (AS 2000 513). Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  11. [15] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  12. [16] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  13. [18] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Art. 3 Prebasissaatgut von Getreide, Öl- und Faserpflanzen, Futterpflanzen und Betarüben19

Als Prebasissaatgut gilt Vermehrungssaatgut:

  1. einer beliebigen Generation zwischen Zuchtgartensaatgut und Basissaatgut;

  2. das unter der Verantwortung des Züchters nach den für die Sorte geltenden Regeln der Erhaltungszüchtung produziert worden ist;

  3. das, vorbehaltlich der Bestimmungen nach Artikel 24 Absatz 6, den Bedingungen für Basissaatgut nach den Anhängen3 und 4 entspricht; und

  4. das nach den Regeln dieser Verordnung produziert und anerkannt worden ist.

Footnotes

  1. [19] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).

Art. 4 Basissaatgut von Getreide, Öl- und Faserpflanzen, Futterpflanzen, Betarüben und Gemüse20

Als Basissaatgut gilt Vermehrungssaatgut, das:

  1. unter der Verantwortung des Züchters nach den für die Sorte geltenden Regeln der Erhaltungszüchtung produziert worden ist;

  2. 21 mit Ausnahme von Gemüse direkt von Prebasissaatgut stammt;

  3. auf Gesuch des Züchters und mit Einverständnis des Bundesamtes für Landwirtschaft (Bundesamt) für die Produktion einer neuen Generation von Basissaatgut vorgesehen werden kann;

  4. vorbehaltlich der Bestimmungen nach Artikel 24 Absatz 6, den Bedingungen für Basissaatgut nach den Anhängen3 und 4 entspricht; und

  5. nach den Regeln dieser Verordnung produziert und anerkannt worden ist.

Basissaatgut dient:

  1. 22 zur Erzeugung von Saatgut der Kategorien «zertifiziertes Saatgut», «zertifiziertes Saatgut der ersten Vermehrung» oder «zertifiziertes Saatgut der zweiten Vermehrung» bei Hafer, Gerste, Kanariengras, Roggen, Weizen, Dinkel und Triticale ausser deren Hybriden sowie für Soja, Lein, monözischen Hanf, Lupine, Futtererbse, Wicke und Luzerne;

  2. 23 zur Erzeugung von zertifiziertem Saatgut der ersten Vermehrung bei Sorten der Gattungen und Arten von Futterpflanzen ausser Lupinen, Futtererbsen, Wicken, Luzernen, sowie bei Sorten von Rübsen, Sareptasenf, Raps, diözischem Hanf, Sonnenblume, Weissem Senf und Betarüben;

  3. zur Erzeugung von zertifiziertem Saatgut bei Hybriden von Hafer, Gerste, Roggen, Weizen, Dinkel und Triticale;

  4. zur Erzeugung von zertifiziertem Saatgut von «Top Cross»-Hybriden oder Sortenkreuzungshybriden bei frei abblühenden Sorten von Mais, Sorghum und Sudangras;

  5. zur Erzeugung von Saatgut von Einfach-Hybriden oder von «Top Cross»- Hybriden bei Saatgut von Inzuchtlinien von Mais, Sorghum oder Sudangras;

  6. zur Erzeugung von Doppel-Hybriden, Dreiweg-Hybriden oder «Top Cross»- Hybriden bei Vermehrungssaatgut von Einfachhybriden von Mais, Sorghum oder Sudangras.

  7. 24 zur Erzeugung von Saatgut von Einfach-Hybriden bei Saatgut von Inzuchtlinien von Sonnenblumen;

  8. 25 zur Erzeugung von Dreiweg-Hybriden oder von Doppel-Hybriden bei Saatgut von Einfachhybriden von Sonnenblumen;

  9. 26 zur Erzeugung von zertifiziertem Saatgut bei Gemüse.

Footnotes

  1. [20] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Art. 5 Zertifiziertes Saatgut von Getreide, Öl- und Faserpflanzen, Futterpflanzen, Betarüben und Gemüse27

Als zertifiziertes Saatgut von Kanariengras ausser dessen Hybriden, von Roggen, Sorghum, Sudangras, Mais, Raps, Rübse, Sareptasenf, diözischem Hanf, Sonnenblume, Weissem Senf, Betarüben und Gemüse, von Hybriden von Hafer, Gerste, Weizen, Dinkel und selbstbestäubenden Sorten von Triticale sowie der Gattungen und Arten von Futterpflanzen ausser Lupine, Futtererbse, Wicke und Luzerne gilt Saatgut, das:28

  1. direkt von Basissaatgut oder, auf Gesuch des Züchters, von Prebasissaatgut abstammt;

  2. 29 nicht zur Erzeugung von Saatgut bestimmt ist;

  1. den in den Anhängen3 und 4 vorgesehenen Bedingungen für zertifiziertes Saatgut entspricht; und 2 Als zertifiziertes Saatgut der ersten Vermehrung von Hafer, Gerste, Weizen, Dinkel und Triticale ausser deren Hybriden, sowie von Lupine, Futtererbse, Wicke, Luzerne, monözischem Hanf, Faserlein, Öllein und Soja gilt Vermehrungssaatgut, das:30

  2. direkt von Basissaatgut oder, auf Gesuch des Züchters, von Prebasissaatgut abstammt;

  3. für die Produktion von Saatgut der Kategorie «zertifiziertes Saatgut der zweiten Vermehrung» oder für eine andere Produktion ausser jener von Saatgut vorgesehen ist;

  4. den in den Anhängen3 und 4 festgelegten Bedingungen für zertifiziertes Saatgut der ersten Vermehrung entspricht; und 3 Als zertifiziertes Saatgut der zweiten Vermehrung von Hafer, Gerste, Weizen, Dinkel und Triticale ausser deren Hybriden, sowie von Lupine, Futtererbse, Wicke, Luzerne, monözischem Hanf, Faserlein, Öllein und Soja gilt Saatgut, das:31

  5. direkt von Saatgut der Kategorien «Basissaatgut» , «zertifiziertes Saatgut der ersten Vermehrung» oder, auf Gesuch des Züchters, der Kategorie «Prebasissaatgut» abstammt;

  6. nicht zur Erzeugung von Saatgut bestimmt ist;

  7. den in den Anhängen3 und 4 festgelegten Bedingungen für zertifiziertes Saatgut der zweiten Vermehrung entspricht; und 4 …32

Footnotes

  1. [27] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Art. 6 Handelssaatgut von Öl- und Faserpflanzen sowie Futterpflanzen33

Als Handelssaatgut gilt Saatgut, das:

a.34 artecht ist;

  1. die Voraussetzungen nach Anhang 4 für Handelssaatgut erfüllt; und

  2. nach den Regeln dieser Verordnung zugelassen worden ist.

Footnotes

  1. [33] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  2. [34] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Art. 6a35 Standardsaatgut von Gemüse

Als Standardsaatgut gilt Saatgut, das:

  1. ausreichend sortenecht und sortenrein ist;

  2. überwiegend zur Erzeugung von Gemüse bestimmt ist; und

  3. die Voraussetzungen nach Anhang 4 für Standardsaatgut erfüllt.

Footnotes

  1. [35] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Art. 7 Vorstufenpflanzgut von Kartoffeln

Als Vorstufenpflanzgut gelten Knollen von Kartoffeln, die:

  1. direkt von Ausgangsmaterial oder von einer definierten Zahl von Generationen von Vorstufenpflanzgut stammen;

  2. zur Produktion von Basispflanzgut oder einer bekannten Zahl von Generationen von Vorstufenpflanzgut bestimmt sind;

  3. unter der Verantwortung des Züchters nach den für die Sorte und den Gesundheitszustand geltenden Regeln der Erhaltungszüchtung produziert worden sind;

  4. die in den Anhängen3 und 4 festgelegten Anforderungen für Vorstufenpflanzgut sowie die Anforderungen der entsprechenden Klassen erfüllen; und

  5. nach den Regeln dieser Verordnung produziert und anerkannt worden sind.

Aus Ausgangsmaterial dürfen nicht mehr als vier Generationen von Vorstufenpflanzgut produziert werden.

Für die einzelnen Generationen gelten folgende Klassenbezeichnungen:

  1. Erste Generation: F1

  2. Zweite Generation: F2

  3. Dritte Generation: F3

  4. Vierte Generation: F4

Art. 8 Basispflanzgut von Kartoffeln

Als Basispflanzgut gelten Knollen von Kartoffeln, die:

a. direkt von Vorstufenpflanzgut, von Ausgangsmaterial oder von einer definierten Zahl von Generationen von Basispflanzgut stammen;

  1. für die Produktion von zertifiziertem Pflanzgut oder einer bekannten Zahl von Generationen von Basispflanzgut vorgesehen sind;

  2. von einer Vermehrungsorganisation unter der Verantwortung des Züchters oder des Sortenvertreters nach den für die Sorte und den Gesundheitszustand geltenden Regeln der Erhaltungszüchtung importiert oder produziert worden sind;

  3. die in den Anhängen3 und 4 festgelegten Anforderungen für Basispflanzgut sowie die Anforderungen der entsprechenden Klassen erfüllen; und

  4. nach den Regeln dieser Verordnung produziert und anerkannt worden sind.

Aus Vorstufenpflanzgut dürfen nicht mehr als fünf Generationen von Basispflanzgut produziert werden.

Für die einzelnen Generationen gelten folgende Klassenbezeichnungen:

  1. Erste Generation: S

  2. Zweite Generation: SE1

  3. Dritte Generation: SE2

  4. Vierte Generation: SE3

  5. Fünfte Generation: E

Art. 9 Zertifiziertes Pflanzgut von Kartoffeln

Als zertifiziertes Pflanzgut gelten Knollen von Kartoffeln, die:

  1. direkt von Basispflanzgut oder von Vorstufenpflanzgut abstammen;

  2. nicht für die Produktion von Kartoffelpflanzgut vorgesehen sind;

  3. die in den Anhängen3 und 4 festgelegten Anforderungen für zertifiziertes Pflanzgut erfüllen; und

  4. nach den Regeln dieser Verordnung produziert und anerkannt worden sind.

Zertifiziertes Pflanzgut wird als Klasse A bezeichnet.

Bei Engpässen in der Versorgung mit Basispflanzgut kann das Bundesamt auf Gesuch hin die Produktion von zertifiziertem Pflanzgut aus zertifiziertem Pflanzgut zulassen, sofern letzteres den in den Anhängen3 und 4 festgelegten Bedingungen für Basispflanzgut entspricht.

Art. 10 Saatgutposten, Zuchtgartensaatgut und Vermehrungssaatgut von Getreide, Öl- und Faserpflanzen, Futterpflanzen, Betarüben und Gemüse36

AlsSaatgutposten gilt eine homogene Saatgutmenge mit einem beschränkten Gewicht, die in Bezug auf die Aufbereitung, Bemusterung und Bezeichnung im Hin- blick auf das Inverkehrbringen und gegebenenfalls die Anerkennung eine Einheit darstellt.

Als Einzelposten gilt ein von einem einzigen Produzenten hergestellter Saatgutposten einer einzigen Sorte.

Als Mischposten gilt ein von verschiedenen Produzenten hergestellter Saatgutposten aus Saatgut der gleichen Sorte.37

Als Zuchtgartensaatgut gilt die kleinste für die Erhaltung einer Sorte verwendete Einheit, von der aus sämtliches Saatgut der Sorte in einer oder mehreren Generationen erzeugt wird.

Als Vermehrungssaatgut gilt Saatgut, das für die Produktion einer neuen Generation von Saatgut bestimmt ist und das den in den Anhängen3 und 4 für ihre Kategorie vorgesehenen Bedingungen entspricht. Als Vermehrungssaatgut gilt nur Saatgut einer einheitlichen Abstammung.

Als Vermehrungssaatgut von Getreide sowie Öl- und Faserpflanzen im Sinne von Absatz 5 kann nur verwendet werden:

  1. Prebasis- und Basissaatgut für die Sorten von Mais, Roggen, Sorghum, Sudangras und Kanariengras sowie für Hybridsorten von Hafer, Gerste, Weizen, Dinkel und Triticale, bzw. für die Sorten von Raps, Rübsen, Sareptasenf, diözischem Hanf, Sonnenblume, Weissem Senf und Betarüben;

  2. Prebasis- und Basissaatgut sowie zertifiziertes Saatgut der ersten Vermehrung für die Sorten von Hafer, Gerste, Weizen, Dinkel und Triticale ausser deren Hybriden, bzw. für die Sorten von Lupine, Futtererbse, Wicke, Luzerne, monözischem Hanf, Faserlein, Öllein und Soja.38 7 Als Vermehrungssaatgut von Futterpflanzen im Sinne von Absatz 5 darf für Futterpflanzensorten ausser Lupine, Futtererbse, Wicke und Luzerne nur Prebasis- und Basissaatgut verwendet werden.39

Footnotes

  1. [36] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  2. [37] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  3. [38] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  4. [39] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).

Art. 1140 Kleinpackungen

Als Futterpflanzen-Kleinpackungen EG A gelten Packungen mit einer Mischung von Saatgut, das nicht zur Nutzung als Futterpflanze bestimmt ist, bis zu einem Nettogewicht von 2 kg, ausschliesslich allfällig verwendeter granulierter Schädlingsbekämpfungsmittel, Hüllmasse oder sonstiger fester Zusätze.41

Als Futterpflanzen-Kleinpackungen EG B gelten Packungen mit Basissaatgut, zertifiziertem Saatgut, Handelssaatgut oder, soweit es sich nicht um Kleinpackungen EG A handelt, mit einer Mischung von Saatgut bis zu einem Nettogewicht von

kg, ausschliesslich allfällig verwendeter granulierter Schädlingsbekämpfungsmittel, Hüllmasse oder sonstiger fester Zusätze.42

Als Kleinpackungen EG von Betarüben gelten Packungen mit folgendem zertifiziertem Saatgut:

  1. bei Monogerm- oder Präzisionssaatgut: bis zu 100 000 Knäuel oder Körner, oder bis zu einem Nettogewicht von 2,5 kg, ausschliesslich etwa verwendeter granulierter Schädlingsbekämpfungsmittel, Hüllmasse oder sonstiger fester Zusätze;

  2. bei anderem als Monogerm- oder Präzisionssaatgut: bis zu einem Nettogewicht von10 kg, ausschliesslich etwa verwendeter granulierter Schädlingsbekämpfungsmittel, Hüllmasse oder sonstiger fester Zusätze.

Footnotes

  1. [40] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  2. [41] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  3. [42] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art. 12 Pflanzgutposten und Ausgangsmaterial von Kartoffeln

Als Pflanzgutposten gilt eine homogene Pflanzgutmenge; sie stellt in Bezug auf die Aufbereitung, Bemusterung und Bezeichnung im Hinblick auf die Anerkennung und das Inverkehrbringen eine Einheit dar.

Ein Pflanzgutposten darf nur aus Knollen einer Sorte und einer Klasse bestehen und muss durch einen einzigen Produzenten in einer einzigen Parzelle produziert worden sein.

Auf Gesuch hin kann das Bundesamt einen Mischposten von Pflanzgut einer einzigen Sorte und Klasse zur Anerkennung zulassen, das vom gleichen Produzenten in verschiedenen Parzellen produziert wird. Falls ein Teil des Mischpostens die Anforderungen der vorgesehenen Klasse nicht erfüllt, wird die entsprechende tiefere Klasse für die Bezeichnung des gesamten Mischpostens verwendet.

Als Ausgangsmaterial gilt die kleinste für die Erhaltung einer Sorte verwendete Einheit, von der aus sämtliches Pflanzgut der Sorte in einer oder mehreren Generationen erzeugt wird. Es umfasst die verschiedenen In-Vitro-Stadien.

Ausgangsmaterial wird als Klasse F0 bezeichnet.

3. Abschnitt Aufnahme in den Sortenkatalog

Art. 13 Sortenkatalog

Das Bundesamt erlässt für die in Anhang 1, Kapitel A aufgeführten Gattungen und Arten einen Sortenkatalog.

Art. 14 Anforderungen für die Anbau- und Verwendungseignung

Die Anforderungen für die Anbau- und Verwendungseignung sind in Anhang 2 festgelegt.

Art. 15 Ausnahmen für die Aufnahme von Sorten43

In Abweichung von den Bestimmungen nach Artikel 14 besitzt eine Sorte, deren Saat- oder Pflanzgut ausschliesslich zur Ausfuhr in Länder bestimmt ist, welche bezüglich der betreffenden Art das System der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) anwenden, eine befriedigende Anbau- und Verwendungseignung im Sinne der OECD, wenn diese zumindest in einem dieser Länder als genügend beurteilt wurde; diese Sorten sind in einem gesonderten Teil des Sortenkatalogs aufgeführt (Liste B).

Eine Prüfung nach Artikel 17 muss nicht durchgeführt werden:

  1. für die Aufnahme von Gräsersorten, wenn der Züchter erklärt, dass das Saatgut seiner Sorte nicht zur Nutzung als Futterpflanze bestimmt ist;

  2. 44 für die Aufnahme von Sorten (Inzuchtlinien, Hybriden), deren Saatgut nur als Komponente zur Erzeugung von Hybridsorten verwendet werden soll, die den Anforderungen von Artikel 5 Absatz 1 Buchstaben a und b der Saatgut-Verordnung vom7. Dezember 1998 gerecht werden;

  3. 45 für die Aufnahme von Sorten der Gemüsearten.

Footnotes

  1. [43] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Art. 16 Aufnahmegesuch

Gesuche um Aufnahme in den Sortenkatalog sind durch den Züchter oder seinen Vertreter beim Bundesamt innerhalb der von diesem bestimmten und veröffentlichten Fristen einzureichen. Gesuchsteller ohne Wohnsitz oder Sitz in der Schweiz müssen einen Vertreter in der Schweiz haben.

Der Gesuchsteller muss:

  1. ein Gesuchsdossier auf der Basis der Formulare des Bundesamtes einreichen; dieses Dossier enthält insbesondere Angaben über die Anbau- und Verwendungseignung der Sorte sowie eine Beschreibung, die es erlaubt, sie von anderen bekannten Sorten zu unterscheiden;

  2. dem Bundesamt nach dessen Vorgaben melden, ob die Sorte hinsichtlich ihrer Unterscheidbarkeit, Homogenität und Beständigkeit geprüft werden muss;

  3. das für die Prüfung der Sorte benötigte Saat- oder Pflanzgut zur Verfügung stellen;

  1. die festgelegten Fristen für die Einreichung von Aufnahmegesuchen einhalten.

  2. 46 eine geeignete Sortenbezeichnung nach Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe d der Saatgut-Verordnung vom7. Dezember 1998 vorschlagen.

Das Bundesamt kann ein Aufnahmegesuch ablehnen, wenn aus den Angaben des Gesuchsdossiers hervorgeht, dass die betreffende Sorte die Anforderungen für die Anbau- und Verwendungseignung offensichtlich nicht erfüllt.

Art. 16a47 Sortenbezeichnung

Eine Sortenbezeichnung ist geeignet, wenn kein Hinderungsgrund nach Absatz 2 vorliegt.

Ein Hinderungsgrund für die Festsetzung einer Sortenbezeichnung liegt insbesondere vor, wenn:

  1. ihrer Verwendung das ältere Recht eines Dritten entgegensteht;

  2. Schwierigkeiten bestehen, sie als Sortenbezeichnung zu erkennen oder wiederzugeben, namentlich eine Bezeichnung, die ausschliesslich aus Zahlen besteht oder Determinanten, Exponenten oder Symbole enthält;

  3. die Bezeichnung mit einer Sortenbezeichnung für eine andere Sorte übereinstimmt oder damit verwechselt werden kann;

  4. die Bezeichnung gegen die öffentliche Ordnung, die guten Sitten, das Bundesrecht oder gegen Staatsverträge verstösst;

  5. die Bezeichnung hinsichtlich der Merkmale, des Wertes oder der Identität einer Sorte oder der Identität des Züchters oder anderer Berechtigter irreführend sein kann oder Anlass zu Verwechslungen gibt.

Stellt sich nach der Aufnahme einer Sorte in den Sortenkatalog heraus, dass es für ihre Bezeichnung einen Hinderungsgrund nach Absatz 2 gibt, so muss der Gesuchsteller eine Sortenbezeichnung vorschlagen, die mit dieser Verordnung vereinbar ist. Das Bundesamt kann zulassen, dass die frühere Bezeichnung vorübergehend zusätzlich verwendet wird. In diesem Fall legt es Modalitäten fest, nach denen die frühere Bezeichnung vorübergehend zusätzlich verwendet werden darf.

Footnotes

  1. [47] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art. 17 Offizielle Prüfung der Anbau- und Verwendungseignung

Die offizielle Prüfung der Anbau- und Verwendungseignung wird vom Bundesamt durchgeführt.

Die offizielle Prüfung dauert je nach Art zwei bis vier Jahre. Ist aufgrund aussergewöhnlicher Umstände (insbesondere wegen der Wetterbedingungen oder schlech- ten Auflaufs) eine genügende Beurteilung der Anbau- und Verwendungseignung nicht möglich, kann das Bundesamt die offizielle Prüfung um ein Jahr verlängern.

Art. 18 Offizielle Prüfung der Unterscheidbarkeit, Homogenität und Beständigkeit

Die offiziellen Prüfungen der Unterscheidbarkeit, Homogenität und Beständigkeit erfolgen unter der Verantwortung des Bundesamtes. Dieses kann einen von ihm anerkannten ausländischen Dienst mit der Durchführung dieser Prüfungen beauftragen.

Sofern die Prüfungen der Unterscheidbarkeit, Homogenität und Beständigkeit bereits durch einen vom Bundesamt anerkannten ausländischen Dienst durchgeführt worden sind, müssen sie nicht noch einmal wiederholt werden, wenn:

  1. der Gesuchsteller vom Züchter ermächtigt worden ist, über die Prüfungsresultate zu verfügen; und

  2. der ausländische Dienst darin einwilligt, dass diese Resultate im Verfahren für die Aufnahme in den Sortenkatalog verwendet werden.

Auf Gesuch des Züchters oder seines Vertreters hin wahrt das Bundesamt die Vertraulichkeit der Prüfungsergebnisse und der Beschreibung der genealogischen Komponenten.

Art. 19 Einspracheverfahren

Wird ein Aufnahmegesuch abgelehnt oder die Aufnahme einer Sorte in den Sortenkatalog verweigert, so kann der Züchter oder sein Vertreter innerhalb von 30 Tagen nach Mitteilung der Ablehnung oder Verweigerung Einspruch gegen sie erheben.

4. Abschnitt Produktion, Anerkennung und Aufbereitung

Art. 20 Allgemeines

Produziert und anerkannt werden darf nur Saat- und Pflanzgut:

a.48 von einer im Sortenkatalog nach Artikel 13 oder im gemeinsamen Sortenkatalog der Europäischen Union49 aufgenommenen Sorte oder von einer Kandidatensorte, mit Ausnahme von gentechnisch veränderten Sorten;

Gemeinsamer Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten,28. Gesamtausgabe, in der Fassung gemäss ABl. C 302 A vom12.12.2009, S.1, zuletzt geändert durch die 2. Ergänzung zur28. Gesamtausgabe, ABl. C 72 A vom20.03.2010. Gemeinsamer Sortenkatalog für Gemüsearten,28. Gesamtausgabe, in der Fassung gemäss ABl. C 248 A vom 16.10.2009, S.1, zuletzt geändert durch die 2. Ergänzung zur28. Gesamtausgabe, ABl. C 55 A vom 05.03.2010.

  1. das direkt von Vermehrungssaatgut gemäss den Regeln nach den Artikeln 3–5 oder von Vermehrungspflanzgut gemäss den Abstammungsregeln nach den Artikeln 7–9 stammt;

  2. das von zugelassenen Produzenten produziert wird;

  3. 50 das von Vermehrungsbeständen stammt, die offiziell oder unter offizieller Aufsicht besichtigt wurden und die in Anhang 3 festgelegten Anforderungen erfüllen;

  4. das durch eine zugelassene Vermehrungsorganisation oder, bei Kartoffelpflanzgut, unter deren Verantwortung aufbereitet wird; und

  5. das gemäss der Kontrolle eines offiziellen Musters die in Anhang 4 festgelegten Anforderungen erfüllt.

Footnotes

  1. [48] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  2. [28] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Art. 21 Zulassung von Produzenten

Gesuche um Zulassung als Produzent sind über die Vermehrungsorganisationen an das Bundesamt zu richten; dieses erteilt die Zulassungen und teilt jedem Produzenten eine Nummer zu.

Die zugelassenen Produzenten sind verpflichtet:

  1. mit einer zugelassenen Vermehrungsorganisation einen Vermehrungsvertrag abzuschliessen;

  2. alles vorzukehren, um die Sortenreinheit der Kulturen von Saat- und Pflanzgut zu gewährleisten und den Gesundheits- und Kulturzustand des Feldes zu verbessern.

Die Produzenten werden für ein Jahr zugelassen; die Zulassung wird stillschweigend von Jahr zu Jahr verlängert, sofern die Bedingungen erfüllt sind und die Qualität des Saat- und Pflanzgutes zufriedenstellend ist.

Art. 22 Zulassung von Vermehrungsorganisationen

Zugelassen werden Vermehrungsorganisationen, die:

  1. über qualifiziertes administratives und technisches Personal verfügen;

  2. Zugang zu den Einrichtungen haben, die für die Aufbereitung des Saat- und Pflanzgutes gemäss den Bedingungen dieser Verordnung erforderlich sind;

  3. über Vermehrungsbewilligungen seitens der betreffenden Züchter oder ihrer Vertreter verfügen; und

  4. die in Absatz 3 genannten Auflagen erfüllen.

Gesuche um Zulassung sind an das Bundesamt zu richten. Dieses erteilt die Zulassungen.

Die Vermehrungsorganisationen sind verpflichtet:

  1. Vermehrungsverträge nur mit zugelassenen Produzenten abzuschliessen;

  2. die Parzellen für die offizielle Feldbesichtigung anzumelden;

  3. die offiziellen Feldbesichtigungen zu organisieren und zu begleiten;

  4. 51 auf Verlangen des Bundesamtes eine offizielle Beschreibung der Sorten, deren Saatgut anerkannt werden soll, zur Verfügung zu stellen.

Art. 22a52 Zulassung von Aufbereitungsorganisationen

Zugelassen werden Aufbereitungsorganisationen, die:

  1. über qualifiziertes administratives und technisches Personal verfügen;

  2. über Einrichtungen verfügen, die eine Aufbereitung des Saatgutes gemäss den Anforderungen dieser Verordnung erlauben;

  3. die in Absatz 3 genannten Auflagen erfüllen.

Zulassungsgesuche sind an das Bundesamt zu richten. Die Zulassung erfolgt durch das Bundesamt.

Die Aufbereitungsorganisationen sind verpflichtet:

  1. alle notwendigen Massnahmen zu treffen, um die Echtheit und Reinheit des von ihnen aufbereiteten Saatgutes zu garantieren;

  2. dem Bundesamt eine Buchführung über die Mengen von anerkanntem Saatgut und Handelssaatgut, das eingeführt, in der Schweiz gekauft, abgeliefert, aufbereitet und in Verkehr gebracht wird, sowie über die Anzahl verwendeter offizieller Etiketten oder Lieferanten-Etiketten zur Verfügung zu stellen;

  3. die offizielle Wiederverschliessung der Verpackungen von Saatgut unter Aufsicht des Bundesamtes durchzuführen.

Footnotes

  1. [52] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art. 2353 Vermehrungsbestände und offizielle Feldbesichtigungen

Vermehrungsbestände zur Produktion von anerkanntem Saatgut müssen den im Anhang 3 festgelegten Anforderungen genügen.

Die Vermehrungsorganisation muss dem Bundesamt jeden Vermehrungsbestand innerhalb der von ihm festgelegten Frist melden.

Das Bundesamt kann die Einschreibung eines Vermehrungsbestandes für die offizielle Feldbesichtigung verweigern, falls aus den gemachten Angaben hervorgeht, dass er die Genehmigungsbedingungen nicht erfüllt.

Die Vermehrungsbestände werden von einem zugelassenen offiziellen Kontrolleur besichtigt. Die Anzahl der Feldbesichtigungen ist im Anhang 3 festgelegt.

Entspricht ein Vermehrungsbestand den Anforderungen nicht, so führt der Kontrolleur auf Gesuch des Produzenten innerhalb einer angemessenen Frist eine zusätzliche Besichtigung durch, sofern die bei der ersten Besichtigung festgestellten Mängel behoben worden sind und die Beurteilungskriterien noch feststellbar sind.

Bei Ablehnung eines Vermehrungsbestandes kann der Produzent innerhalb einer Frist von drei Arbeitstagen nach der Mitteilung schriftlich beim Bundesamt Einsprache erheben. Das Bundesamt ist verpflichtet, innerhalb von sieben Tagen nach Eingang der Einsprache eine Gegenexpertise durchzuführen. Innerhalb dieser Frist dürfen keine Veränderungen am Zustand des Vermehrungsbestandes vorgenommen

Footnotes

  1. [53] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Art. 24 Anerkennung von Saatgutposten

Ein Saatgutposten wird durch das Bundesamt anerkannt, wenn:

  1. 54 er von einem Vermehrungsbestand stammt, der in der offiziellen Feldbesichtigung den im Anhang 3 festgelegten Anforderungen genügte; und

  2. gemäss der Kontrolle eines offiziellen Musters den Anforderungen nach Anhang 4 für die betroffene Kategorie entspricht.

Die offiziellen Muster werden unmittelbar nach beendeter Reinigung der einzelnen Posten durch eine vom Bundesamt zugelassene Person gezogen und an das offizielle Laboratorium geschickt. Die Vermehrungsorganisationen behalten während mindestens einem Jahr ein Doppel von jedem offiziellen Muster. Die Posten- und Mustergrössen sind in Anhang 4 festgelegt.

Abgewiesene Posten können nach einer zusätzlichen Aufbereitung (Trocknung, Nachreinigung usw.) erneut zur Anerkennung vorgelegt werden. Zu diesem Zweck muss ein neues offizielles Muster gezogen werden.

…55

Das Bundesamt kann aufgrund einer Musteruntersuchung ungereinigte Posten provisorisch anerkennen und ihr Inverkehrbringen bis zum ersten Abnehmer bewilligen. Die Vermehrungsorganisationen sind verpflichtet, auf Verlangen des Bundesamtes eine Liste mit Name und Adresse des ersten Abnehmers zur Verfügung zu stellen. Ein offizielles Muster wird sofort nach der Aufbereitung des Postens gezogen und an ein offizielles Labor gesandt. Das Inverkehrbringen muss sofort gestoppt werden, wenn das offizielle Muster gemäss den Ergebnissen der Untersuchung den in Anhang 4 festgelegten Anforderungen nicht entspricht.56

In Abweichung von Absatz 1 und von Artikel 20 Buchstabe f kann auch Prebasis- und Basissaatgut anerkannt werden, dessen Keimfähigkeit den in Anhang 4 festgelegten Anforderungen nicht entspricht. Der Lieferant deklariert die Keimfähigkeit des Postens auf einer zusätzlichen Etikette, die seinen Namen und seine Adresse enthält.57

Wird ein Posten aufgrund der offiziellen Laborkontrolle abgewiesen, so kann der Produzent innerhalb von 30 Tagen schriftlich beim Bundesamt Einsprache erheben.58

Footnotes

  1. [56] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  2. [57] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  3. [58] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5179).

Art. 25 Verpackungen, Verschliessung, Etikettierung

Die Verpackungen werden durch eine zugelassene Person unter der Verantwortung der Reinigungsstellen oder durch eine zugelassene Aufbereitungsorganisation offiziell verschlossen.59

Die Befestigung der offiziellen Etiketten erfolgt durch eine zugelassene Person unter der Verantwortung der Vermehrungsorganisation. Diese führt laufend über die Verpackung Buch.

Das Bundesamt kann zulassen, dass die offizielle Etikette am Verpackungsort gedruckt wird. Es legt Bedingungen für den Druck fest. Es erkennt vorher die Übereinstimmung der Etikette mit den Bestimmungen dieser Verordnung an und kann verlangen, dass die Etikettennummer unter seiner Aufsicht vorgedruckt wird.

Die Verteilung der offiziellen Etiketten erfolgt unter der Aufsicht des Bundesamtes und der Verantwortung der Vermehrungsorganisationen.

Footnotes

  1. [59] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art. 26 Zulassung von Personen

Gesuche um die Zulassung von Personen für die in den Artikeln23, 24, 25, 39 und

vorgesehenen Aufgaben sind an das Bundesamt zu richten. Die Zulassung erfolgt durch das Bundesamt.

Zugelassen werden Personen, die über Basisfachwissen im Bereich des Saat- und Pflanzgutes verfügen und einen Ausbildungskurs des Bundesamtes besucht haben.

Die zugelassenen Personen sind verpflichtet, die Weiterbildungskurse des Bundesamtes zu besuchen und sich in der Ausübung ihres Amtes an seine Weisungen zu halten.

Die Personen für die in Artikel 23 vorgesehenen Aufgaben dürfen am Ergebnis der Prüfung kein Gewinninteresse haben.60

Footnotes

  1. [23] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  2. [24] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  3. [25] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  4. [60] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

5. Abschnitt Inverkehrbringen

Art. 27 Inverkehrbringen

In Verkehr gebracht werden darf Saat- und Pflanzgut, das:

  1. den Anforderungen nach Anhang 4 entspricht;

  2. anerkannt worden ist oder bei den Arten nach Artikel 45 als Handelssaatgut oder bei Gemüse als Standardsaatgut zugelassen ist; und

  3. von einer Sorte stammt, die im Sortenkatalog nach Artikel 13 oder die, mit Ausnahme von gentechnisch veränderten Sorten, im gemeinsamen Sortenkatalog der Europäischen Union61 aufgenommen ist, oder von einer Kandidatensorte nach Artikel 30 stammt.62 1bis In Verkehr gebracht werden darf zudem Saat- oder Pflanzgut einer Nischensorte nach Artikel 29.63 2 Nach Ablauf der Aufnahme einer Sorte in den Sortenkatalog kann das entsprechende Saat- und Pflanzgut noch während einer Übergangsfrist von zwei Jahren verkauft werden.

Saat- und Pflanzgut darf nur in homogenen Posten in gemäss den Anforderungen nach Artikel 25 oder einem als gleichwertig anerkannten System offiziell verschlossenen und mit einer offiziellen Etikette versehenen Verpackungen in Verkehr gebracht werden.

Bei vorübergehenden generellen Versorgungsschwierigkeiten kann das Bundesamt gestatten, dass Aushilfssaat- oder -pflanzgut, das den Anforderungen nach Artikel 20 nicht entspricht, in Verkehr gebracht wird. Das Bundesamt verfügt die Anforderungen an das Aushilfssaat- oder -pflanzgut von Fall zu Fall.

Zu Forschungs- und Versuchszwecken kann das Bundesamt das Inverkehrbringen kleiner Mengen von Saat- und Pflanzgut gestatten, das den Anforderungen nach

Footnotes

  1. [62] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Artikel 20 nicht entspricht.64

Sofern es der Gesundheitszustand des Saat- und Pflanzgutes erfordert, kann das Bundesamt anordnen, dass dieses, wenn es in Verkehr gebracht werden soll, mit einer Methode behandelt wird, die eine wirksame Bekämpfung der durch Saat- und Pflanzgut übertragbaren Krankheiten und Schädlinge erlaubt.

In Abweichung von den Bestimmungen nach Artikel 20 kann das Bundesamt das Inverkehrbringen von Saatgut, das noch nicht aufbereitet ist, gestatten, sofern es

Siehe Fussnote zu Art. 20 Bst. a.

erfolgreich feldbesichtigt ist und die Anforderungen nach Anhang 3 erfüllt. Das Bundesamt verfügt die Auflagen von Fall zu Fall.65

Footnotes

  1. [64] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5179).
  2. [65] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art. 28 Etiketten

Die Verpackungen sind auf der Aussenseite mit einer den Anforderungen nach Anhang 5 entsprechenden offiziellen Etikette zu versehen. Die Etikette muss entweder auf die Verpackung geklebt oder im Verschlusssystem integriert und unzerreissbar sein. Die Farbe der Etikette ist:

  1. weiss mit einem violetten diagonalen Streifen für Prebasissaat- und pflanzgut;

  2. weiss für Basissaat- und -pflanzgut;

  3. blau für zertifiziertes Saat- und Pflanzgut oder Saatgut der ersten Vermehrung;

  4. rot für zertifiziertes Saatgut der zweiten Vermehrung;

  5. grün für Linien, Sorten- oder Artenmischungen;

  6. braun für Handelssaatgut und Aushilfssaat- und -pflanzgut sowie für nicht zertifiziertes Saatgut;

  7. 66 blau mit einer diagonalen grünen Linie für zertifiziertes Saatgut einer Verbundsorte;

  8. 67 orange für Saatgut einer Kandidatensorte nach Artikel 30.

Art. 2968 Nischensorten

Saatgut einer Nischensorte darf nach Bewilligung durch das Bundesamt in Verkehr gebracht werden, ohne dass die Sorte in den Sortenkatalog aufgenommen und das Saatgut anerkannt worden ist, sofern das Saatgut mit einer nicht offiziellen Etikette in Verkehr gebracht wird, deren Farbe nicht einer der Farben nach Artikel 28 entspricht und die mit dem Vermerk «Bewilligte Nischensorte, Saatgut nicht zertifiziert» versehen ist.

Das Bundesamt kann die Bewilligung von zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt erforderlichen Nachweisen abhängig machen und hierfür Auflagen festlegen.

Es kann die Höchstmenge an Saatgut bestimmen, die pro Nischensorte in Verkehr gebracht werden darf. Es bestimmt, ob ein Referenzmuster einzureichen ist.

Es kann die Bewilligung widerrufen, wenn die Sorte unannehmbare Nebenwirkungen auf Mensch, Tier oder Umwelt zeigt.

Footnotes

  1. [68] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Art. 30 Kandidatensorten

Saat- und Pflanzgut von Kandidatensorten darf zur Weitervermehrung oder für Versuchszwecke in Verkehr gebracht werden, ohne dass die Sorte in den Sortenkatalog aufgenommen worden ist, sofern:

  1. die Sorte beim Bundesamt angemeldet ist; und

  2. das Saat- oder Pflanzgut mit den Hinweisen «Sorte noch nicht amtlich zugelassen» und «nur für Tests und Versuche» in Verkehr gebracht wird.69 2 Das Bundesamt kann die Höchstmenge Saat- oder Pflanzgut verfügen, die pro Kandidatensorte in Verkehr gebracht werden darf.

Footnotes

  1. [69] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Art. 31 Erstes Inverkehrbringen

In der Schweiz produziertes anerkanntes Saat- und Pflanzgut darf nur von zugelassenen Vermehrungsorganisationen nach Artikel 22 erstmals in Verkehr gebracht

Art. 31a70 Importiertes Saatgut

Beim Inverkehrbringen von eingeführten Saatgutmengen über 2 kg aus Nichtmitgliedstaaten der EU muss der Importeur folgende Angaben während mindestens drei Jahren aufbewahren und dem Bundesamt auf Verlangen zur Verfügung stellen:

  1. Art;

  2. Sorte;

  3. Kategorie;

  4. Erzeugerland und amtliche Kontrollbehörde;

  5. Versandland;

  6. Einführer;

  7. Saatgutmenge;

  8. Postennummer.

Footnotes

  1. [70] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

2. Kapitel Besondere Bestimmungen

1. Abschnitt Getreide

Art. 32 Aufnahme in den Sortenkatalog

Die Sortenkomponenten und Linienmischungen sind im Sortenkatalog nach Artikel 13 als solche bezeichnet. Die Zusammensetzung der Linienmischungen ist vorbestimmt.

In Abweichung von den Bestimmungen nach Artikel 5 Absatz 1 der Saatgutverordnung vom7. Dezember 199871 wird:

  1. für die Aufnahme von Sortenkomponenten auf jegliche Anforderung in Bezug auf ihre Anbau- und Verwendungseignung und die Bezeichnung der Sorte verzichtet;

  2. für die Aufnahme von Linienmischungen auf jegliche Anforderung in Bezug auf die Unterscheidbarkeit, Homogenität, Beständigkeit und Erhaltungszüchtung verzichtet;

  3. auf jegliche Anforderung in Bezug auf die Anbau- und Verwendungseignung von Sorten von Kanariengras, Sorghum, Sudangras, von Hybriden, welche aus einer Kreuzung der beiden letztgenannten Arten stammen, sowie von Süssmais, Popcornmais und Polentamais verzichtet.

Die Angaben über die Anbau- und Verwendungseignung nach Artikel 16 Absatz 2 Buchstabe a stützen sich:

  1. auf die Ergebnisse einer Vorprüfung, die in einem nach Artikel 33 anerkannten Versuchsnetz durchgeführt worden ist; oder

  2. falls die Sorte schon in einen ausländischen Sortenkatalog aufgenommen worden ist, auf die im betreffenden Land durchgeführten Prüfungen, sofern diese unter agronomischen und klimatischen Bedingungen stattgefunden haben, die vom Bundesamt als mit den schweizerischen Verhältnissen vergleichbar anerkannt werden.

Das Bundesamt kann ein Aufnahmegesuch ablehnen, wenn aus den gemachten Angaben hervorgeht, dass eines der beobachteten Merkmale der betreffenden Sorte den Ausscheidungswert nach Anhang 2 erreicht.

Footnotes

  1. [71] SR 916.151

Art. 33 Anerkennung eines Versuchsnetzes für die Vorprüfung

Gesuche um Anerkennung eines Versuchsnetzes für Vorprüfungen von Getreidesorten sind an das Bundesamt jährlich, innerhalb der von ihm bestimmten Fristen und gemäss seinen Weisungen zu richten.

Der Gesuchsteller hat dem Bundesamt ein Referenzmuster von jeder im Versuchsnetz angelegten Sorte zu liefern und ihm einen permanenten Zutritt zum Versuchsnetz zu gewährleisten.

Die Vorprüfung dauert mindestens ein Jahr.

Ein Versuchsnetz wird anerkannt, wenn:

  1. es vier Versuchsorte umfasst, oder aber zwei Orte, an denen die Versuche während zweier Jahre wiederholt werden; sie müssen für die hauptsächlichen schweizerischen Produktionsbedingungen charakteristisch sein;

  2. die vom Bundesamt definierten Standardsorten in den Versuchsplan integriert worden sind;

  3. die Versuche nach einem Versuchsplan angelegt werden, der eine statistische Auswertung der Resultate erlaubt.

Art. 34 Vermehrungsorganisationen

Die Vermehrungsorganisationen sind verpflichtet:

  1. dem Bundesamt die zur Vermehrung bestimmten Saatgutposten zu melden und ihm ein repräsentatives Muster für die Anlegung von Kontrollparzellen zur Verfügung zu stellen;

  2. dem Bundesamt das an die zugelassenen Produzenten abgegebene Vermehrungssaatgut zu melden;

  3. dem Bundesamt genaue Aufzeichnungen über die Mengen von anerkanntem Saatgut, das abgeliefert, aufbereitet und in Verkehr gebracht worden ist, sowie über die Anzahl verwendeter offizieller Etiketten zur Verfügung zu stellen.

Eine Vermehrungsorganisation kann eine oder mehrere durch das Bundesamt zugelassene Reinigungsstellen betreiben. Jede Reinigungsstelle muss die Bedingungen nach Artikel 22 Absatz 1 Buchstaben a und b erfüllen.

Art. 35 Inverkehrbringen

In Abweichung von Artikel 27 Absatz 1 kann das Bundesamt das Inverkehrbringen kleiner Mengen von gebeiztem Saatgut, das die Anforderungen nach Anhang 4 nicht erfüllt, im lokalen Rahmen unter der Voraussetzung zulassen, dass die Verpackungen mit einer speziellen Etikette versehen sind, auf welcher die Erwähnung «nicht anerkanntes Saatgut» und der der nicht erfüllten Anforderung entsprechende Wert vermerkt sind.

Art. 35a72 Saatgutmischungen

Saatgut verschiedener Sorten einer Getreideart oder Saatgut von Getreide verschiedener Arten kann als Mischung in Verkehr gebracht werden, sofern:

  1. die verschiedenen Bestandteile der Mischung vor dem Mischen den für sie geltenden Regeln für den Vertrieb entsprechen;

  2. die Zusammensetzung der Mischung dem Bundesamt gemeldet wird;

  3. die Mischung durch eine vom Bundesamt zugelassene Aufbereitungsorganisation aufbereitet wird.

Footnotes

  1. [72] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

2. Abschnitt Kartoffeln

Art. 36 Vorprüfungen von Sorten

Vor der offiziellen Prüfung nach Artikel 17 werden Kartoffelsorten, für die ein Aufnahmegesuch eingereicht worden ist, in einer Vorprüfung während zweier Jahre durch das Bundesamt geprüft.

Bei Sorten, die bereits in einen Sortenkatalog eines anderen Landes aufgenommen worden sind, das über ein gleichwertiges Aufnahmeverfahren verfügt, kann das Bundesamt auf Ersuchen des Gesuchstellers auf die Durchführung des zweiten Vorprüfungsjahres verzichten. Gegebenenfalls muss der Gesuchsteller Angaben zur Anbau- und Verwendungseignung auf der Grundlage der Ergebnisse der Aufnahmeprüfungen für den ausländischen Sortenkatalog liefern. Diese Resultate werden berücksichtigt, sofern die agronomischen und klimatischen Verhältnisse vom Bundesamt als mit den schweizerischen Verhältnissen vergleichbar anerkannt werden.

Das Bundesamt kann ein Aufnahmegesuch ablehnen, wenn die Ergebnisse der Vorversuche zeigen, dass die Sorte die in Anhang 2 festgelegten Anforderungen nicht erfüllt.

Art. 37 Vermehrungsorganisationen

Die Vermehrungsorganisationen sind verpflichtet:

  1. dem Bundesamt die an die zugelassenen Produzenten abgegebenen Vermehrungsposten gemäss seinen Weisungen zu melden;

  2. dem Bundesamt eine Buchführung über die Menge an in Verkehr gebrachtem anerkanntem Pflanzgut und die Anzahl verwendeter offizieller Etiketten zur Verfügung zu stellen; und

  3. nach Anfrage und unter der Kontrolle des Bundesamtes Kontrollparzellen anzulegen.

Art. 38 Produktion, Genehmigung der Parzellen und Verpackungen

Die direkt aus importiertem Pflanzgut produzierten Posten erhalten folgende Bezeichnung, sofern die Anforderungen nach den Anhängen3 und 4 erfüllt sind:

Importiertes Pflanzgut: Produzierte Posten: Klasse S Klasse SE1 Klasse SE Klasse SE2 Klasse E Klasse A.73

Auf Gesuch hin und sofern die Abstammung und die Anforderungen an die Posten von importiertem Pflanzgut jenen einer Klasse nach Artikel 8 entsprechen, kann das Bundesamt von Fall zu Fall bestimmen, dass die zur Produktion zugelassene Klasse die entsprechende tiefere Klassenbezeichnung erhält.

Das Bundesamt legt von Fall zu Fall spezifische Anforderungen an die Produktion von Ausgangsmaterial fest.

Eine Parzelle, welche den Anforderungen der angemeldeten Klasse nicht entspricht, kann für die Produktion einer tieferen Klasse genehmigt werden, wenn sie die entsprechenden Bedingungen erfüllt.

Verpackungen nach Artikel 25 müssen neu und die Behältnisse sauber und frei von Rückständen von Keimhemmungsmitteln sein.

Footnotes

  1. [73] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art. 39 Anerkennung von Pflanzgutposten von Kartoffeln

In Abweichung von den Bestimmungen nach Artikel 24 wird ein Pflanzgutposten vom Bundesamt anerkannt, sofern:

  1. 74 er von einem aufgrund der Feldbesichtigung genehmigten Vermehrungsbestand stammt;

  2. die Krautvernichtung der Kultur gemäss den Richtlinien des Bundesamtes durchgeführt wurde;

  3. er die in Anhang 4 für die betroffene Kategorie festgelegten Anforderungen erfüllt.

Die Anerkennung erfolgt auf der Grundlage:

  1. der Prüfung eines offiziellen Musters durch ein Labor des Bundesamtes; und

  2. der Überprüfung des sortierten Postens.

Die offiziellen Muster werden von einer zugelassenen Person gezogen und an das Laboratorium des Bundesamtes geschickt.

Pflanzgutposten werden nach der Sortierung durch einen zugelassenen Kontrolleur überprüft.

Ein Pflanzgutposten, der die Anforderungen nach Anhang 4 Kapitel B Ziffern 1 und 2.1 nicht erfüllt, kann nach einem erneuten Sortieren wieder einer Kontrolle unterzogen werden.

Ein Pflanzgutposten, der die Anforderungen der angemeldeten Klasse nicht erfüllt, kann in einer tieferen Klasse anerkannt werden, wenn er deren Anforderungen genügt.

Das Bundesamt kann für Pflanzkartoffeln, die durch Mikrovermehrung erzeugt worden sind und den Grössenanforderungen dieser Verordnung nicht entsprechen, Folgendes festlegen:

  1. Abweichungen von besonderen Bestimmungen der Verordnung;

  2. die für solche Pflanzkartoffeln geltenden Anforderungen;

  3. die für solche Pflanzkartoffeln geltenden Bezeichnungen.75

Footnotes

  1. [75] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art. 40 Inverkehrbringen

Das Bundesamt kann die Gleichwertigkeit der Klassen von im Ausland produziertem Pflanzgut mit den in den Artikeln 7 -9 festgelegten Klassen ermitteln.

Mit keimhemmenden Präparaten behandeltes Pflanzgut darf nicht in Verkehr gebracht werden.

Das Bundesamt kann Pflanzgutmuster ziehen und sie kontrollieren lassen, um ihre Übereinstimmung mit den Anforderungen dieser Verordnung, insbesondere jenen nach Anhang 6, zu überprüfen.

3. Abschnitt Futter-, Öl- und Faserpflanzen76

Art. 40a77 Aufnahme in den Sortenkatalog

Bei Futter-, Öl- und Faserpflanzen stützen sich die Angaben über die Anbau- und Verwendungseignung nach Artikel 16 Absatz 2 Buchstabe a:

  1. auf die Ergebnisse einer Vorprüfung, die nach Artikel 40b durchgeführt worden ist; oder

  2. falls die Sorte schon in einen ausländischen Sortenkatalog aufgenommen worden ist, auf die im betreffenden Land durchgeführten Prüfungen, sofern diese unter agronomischen und klimatischen Bedingungen stattgefunden haben, die vom Bundesamt als mit den schweizerischen Verhältnissen vergleichbar anerkannt werden.

Bei Futterpflanzen wird die Vorprüfung nur für Ackerbohnen, Futtererbsen und Lupinen durchgeführt.

Das Bundesamt kann ein Aufnahmegesuch ablehnen, wenn aus den gemachten Angaben hervorgeht, dass eines der beobachteten Merkmale der betreffenden Sorte den Ausscheidungswert nach Anhang 2 erreicht.

Footnotes

  1. [77] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).

Art. 40b78 Vorprüfungen

Die Vorprüfungen müssen mindestens ein Jahr dauern und wenigstens zwei Versuchsorte in der Schweiz oder im Ausland bei vergleichbaren agronomischen Bedingungen umfassen.

Die Resultate müssen eine statistische Auswertung erlauben.

Footnotes

  1. [78] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).

Art. 41 Produktion von anerkanntem Saatgut

…79

Die Vermehrungsorganisationen sind verpflichtet:

  1. dem Bundesamt die zur Vermehrung bestimmten Saatgutposten zu melden und ihm ein repräsentatives Muster für die Anlegung von Kontrollparzellen zur Verfügung zu stellen;

  2. dem Bundesamt das an die zugelassenen Produzenten abgegebene Vermehrungssaatgut zu melden;

  3. dem Bundesamt genaue Aufzeichnungen über die Mengen von anerkanntem Saatgut, das abgeliefert, aufbereitet und in Verkehr gebracht worden ist, sowie über die Anzahl verwendeter offizieller Etiketten zur Verfügung zu stellen.

Eine Vermehrungsorganisation kann eine oder mehrere durch das Bundesamt zugelassene Reinigungsstellen betreiben. Jede Reinigungsstelle muss die Bedingungen nach Artikel 22 Absatz 1 Buchstaben a und b erfüllen.

Art. 42 Produktion und Zulassung von Handelssaatgut

In Abweichung von den Artikeln 20–24 lässt das Bundesamt einen Saatgutposten als Handelssaatgut zu, sofern:

  1. er unter der Verantwortung einer zugelassenen Vermehrungsorganisation produziert worden ist;

  2. er die Anforderungen nach Anhang 4 für Handelssaatgut gemäss der Kontrolle eines offiziellen Musters erfüllt;

  3. 80 das Saatgut artecht ist.

Die offiziellen Muster werden unmittelbar nach beendeter Reinigung der einzelnen Posten durch eine vom Bundesamt zugelassene Person gezogen und an das Labor des Bundesamtes geschickt. Die Vermehrungsorganisationen behalten während mindestens einem Jahr ein Doppel von jedem offiziellen Muster. Das Gewicht der Posten und Muster ist in Anhang 4 festgelegt.

…81

Art. 4382

Footnotes

  1. [82] Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, mit Wirkung seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art. 44 Aufbereitung in Kleinpackungen

Nur zugelassene Aufbereitungsorganisationen dürfen Futterpflanzensaatgut in Kleinpackungen aufbereiten.

Futterpflanzensaatgut kann in Kleinpackungen EG A oder Kleinpackungen EG B aufbereitet werden. Dieser Vorgang ist den Vorschriften nach Artikel 25 unterstellt, wobei die offizielle Etikette durch eine den Anforderungen nach Anhang 5 entsprechende Etikette zu ersetzen ist.83

Kleinpackungen werden vom Bundesamt mit einer Seriennummer versehen. Diese Nummer kann auf der Etikette des Lieferanten angebracht werden.

Footnotes

  1. [83] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art. 45 Inverkehrbringen

…84

Bei folgenden Arten können auch homogene Saatgutposten der Kategorie «Handelssaatgut» in Verkehr gebracht werden:86 Antyllis vulneraria Brassica juncea L. Bromus stamineus Desv. Cynodon dactylon (L.) Pers. Cynosorus cristatus L.

Hedysarum coronarium L. Lotus uliginosus Schk. Melilotus alba Medikus Melilotus officinalis (L.) Pallas Onobrychis viciifolia Scop. Phalaris aquatica L. Poa annua L. Sinapis alba L. Trigonella foenum-graecum L. Vicia faba L. (partim) Vicia pannonica Crantz.87

Das Bundesamt kann das Inverkehrbringen von Ökotypen von nicht unter Absatz 2 aufgeführten Arten mit dem Ziel der Nutzung und Erhaltung der phytogenetischen Ressourcen erlauben; es legt entsprechende Bedingungen fest.

In Abweichung von Artikel 27 Absatz 3 müssen Kleinpackungen EG B von Saatgut von Futterpflanzen mit einer den Anforderungen nach Anhang 5 entsprechenden Etikette des Lieferanten versehen sein.

Das erste Inverkehrbringen von in der Schweiz produziertem Handelssaatgut darf nur durch zugelassene Vermehrungsorganisationen nach Artikel 22 erfolgen.

Das erste Inverkehrbringen von in der Schweiz produzierten Saatgutmischungen und Kleinpackungen von Futterpflanzen ist den zugelassenen Aufbereitungsorganisationen nach Artikel 22a vorbehalten.88

Footnotes

  1. [87] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  2. [88] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art. 46 Saatgutmischungen

Futterpflanzensaatgut kann als Mischung in Verkehr gebracht werden, sofern:

  1. die einzelnen Bestandteile der Mischung vor ihrer Vermischung den auf sie anwendbaren Regeln für das Inverkehrbringen entsprechen;

  2. 89 die Mischung nur Gattungen und Arten nach Anhang 1 enthält; ausgenommen sind nicht für Futterzwecke bestimmte Futterpflanzensorten;

  3. 90 die Zusammensetzung der Mischung nach Gewichtsprozenten der einzelnen Bestandteile, nach Art und nach Sorte dem Bundesamt gemeldet wird;

  1. die Mischung durch eine vom Bundesamt zugelassene Aufbereitungsorganisation aufbereitet wird;

  2. 91 der Name der Mischung, der für die Kennzeichnung der Verpackungen verwendet wird, dem Bundesamt gemeldet wird;

  3. 92 die Mischung homogen ist.

In Abweichung von Absatz 1 Buchstabe b:

  1. können als Mischungen mit Wiesenblumenzusatz gekennzeichnete Mischungen von Futterpflanzensaatgut Arten enthalten, die nicht unter Anhang 1 aufgeführt sind;

  2. können Saatgutmischungen, die für eine andere Verwendung als für Futterzwecke und Rasen bestimmt sind (z.B. Buntbrache, Blumenwiesen und Skipistenbegrünungen) und entsprechend gekennzeichnet sind, Saatgut von Arten enthalten, die nicht in Anhang 1 aufgeführt sind;

  3. 93 können Saatgutmischungen für besondere Zwecke mit Bewilligung des Bundesamtes Saatgut von Arten enthalten, die nicht in Anhang 1 aufgeführt sind;

  4. 94 können Saatgutmischungen mit Bewilligung des Bundesamtes Saatgut von Sorten nach Artikel 29 enthalten.

4. Abschnitt:95 Betarüben

Art. 47 Aufnahme in den Sortenkatalog

Die Angaben über die Anbau- und Verwendungseignung nach Artikel 16 Absatz 2 Buchstabe a stützen sich auf die im Ausland durchgeführten Prüfungen, sofern diese unter agronomischen und klimatischen Bedingungen stattgefunden haben, die vom Bundesamt als mit den schweizerischen Verhältnissen vergleichbar anerkannt werden.

Das Bundesamt kann ein Aufnahmegesuch ablehnen, wenn aus den gemachten Angaben hervorgeht, dass die betreffende Sorte offensichtlich die im Anhang 2 festgelegten Anforderungen nicht erfüllt.

Art. 4896

Footnotes

  1. [96] Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 8. März 2002, mit Wirkung seit 1. Juni 2002 (AS 20021489).

Art. 49

…

Footnotes

  1. [76] Ursprünglich vor Art. 41. Fassung gemäss Ziff. I des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).

3. Kapitel Schlussbestimmungen

Art. 50 Vollzug

Das Bundesamt vollzieht diese Verordnung; es kann die erforderlichen Vollzugsbestimmungen erlassen.

…97

Art. 5199 Übergangsbestimmung zur Änderung vom7. Juni 2010

Saatgut der Gemüsearten nach Anhang 1, das vor dem31. Dezember 2010 produziert worden ist, darf bis zum31. Dezember 2012 nach bisherigem Recht in den Verkehr gebracht werden.

Footnotes

  1. [99] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  2. [31] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).

Art. 52 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am1. Januar 1999 in Kraft.

Anhang 1103 (Art.1, 13, 46 Liste der Gattungen und Arten Gattungen und Arten, für welche ein Sortenkatalog erlassen werden kann

Getreide Avena nuda L. Nackthafer Avena sativa L. Saathafer, Hafer Avena strigasa Schreb. Rauhafer Hordeum vulgare L. Gerste Oryza sativa L. Reis Phalaris canariensis L. Kanariengras Secale cereale L. Roggen Sorghum bicolor (L.) Moench Sorghum, Mohrenhirse Sorghum sudanense (Piper) Stapf Sudangras Triticum aestivum L. Weichweizen Triticum durum Desf. Hartweizen Triticum spelta L. Dinkel X Triticosecale Wittm. ex.A. Camus Hybriden aus der Kreuzung einer Art der Gattung Triticum mit einer Art der Gattung Secale Zea mays L. (partim) Mais Sorghum bicolor (L.) Moench x Hybriden aus der Kreuzungen von Sorghum Sorghum sudanense (Piper) Stapf bicolor und Sorghum sudanense.

Kartoffeln

Futterpflanzen 3.1 Gräser Agrostis canina L. Hundsstraussgras Agrostis capillaris L. (= A. tenuis Rotes Straussgras Sibth.) Agrostis gigantea Roth Weisses Straussgras (Fioringras) Agrostis stolonifera L. Flecht-Straussgras 103 Bereinigt gemäss Ziff. II der V des WBF vom22. Dez. 1999 (AS 2000 513), vom 2. Mai 2005 (AS 2005 1945) und vom7. Juni 2010, in Kraft seit1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Alopecurus pratensis L. Wiesenfuchsschwanz Arrhenatherum elatius (L.) Glatthafer (Fromental) P. Beauv. ex J. Presl et C. Presl Bromus catharticus Vahl Horntrespe Bromus sitchensis Trin. Alaskatrespe (Sitkatrespe) Cynodon dactylon (L.) Pers. Bermudagras Dactylis glomerata L. Knaulgras Festuca arundinacea Schreber Rohrschwingel Festuca filiformis Pourr. Haar-Schafschwingel Festuca ovina L. Schafschwingel Festuca pratensis Huds. Wiesenschwingel Festuca rubra L. Rotschwingel Festuca trachyphylla (Hack.) Krajina Raublättriger Schafschwingel Lolium multiflorum Lam. Italienisches und Westerw. Raigras Lolium perenne L. Englisches Raigras Lolium x boucheanum Kunth Bastardweidelgras (Raigras) Phalaris aquatica L. Knolliges Glanzgras (Wasser Glanzgras) Phleum bertolonii DC. Zwiebellieschgras Phleum nodosum L. Zwiebellieschgras, Knollentimothe Phleum pratense L. Wiesenlieschgras (Timothe) Poa annua L. Einjährige Rispe Poa nemoralis L. Hainrispe Poa palustris L. Sumpfrispe Poa pratensis L. Wiesenrispe Poa trivialis L. Gemeine Rispe Trisetum flavescens (L.) P.Beauv. Goldhafer x Festulolium Asch et Graebn. Hybriden aus der Kreuzung einer Art der Gattung Festuca mit einer Art der Gattung Lolium x Festulolium braunii Festulolium (K. Richt.) A. Camus 3.2 Leguminosen Hedysarum coronarium L. Spanische Esparsette Lotus corniculatus L. Hornschotenklee Lupinus albus L. Weisse Lupine Lupinus angustifolius L. Blaue Lupine, Schmalblättrige Lupine Lupinus luteus L. Gelbe Lupine Medicago lupulina L. Gelbklee Medicago sativa L. Blaue Luzerne Medicago x varia T. Martyn Bastardluzerne, Sandluzerne Onobrychis viciifolia Scop. Esparsette Pisum sativum L.

(partim) Futtererbse, Eiweisserbse Trifolium alexandrinum L. Alexandrinerklee Trifolium hybridum L. Schwedenklee Trifolium incarnatum L. Inkarnatklee Trifolium pratense L. Rotklee Trifolium repens L. Weissklee Trifolium resupinatum L. Persischer Klee Trigonella foenum-graecum L. Bockshornklee Vicia faba L. (partim) Ackerbohne Vicia pannonica Crantz Pannonische Wicke Vicia sativa L. Saatwicke Vicia villosa Roth Zottelwicke 3.3 Andere Arten von Futterpflanzen Brassica napus L. var. napobrassica Kohlrübe, Futterraps (L.) Rchb. Brassica oleracea L. convar. Futterkohl acephala (DC) Alef. var. medullosa Thell + var. viridis L. Phacelia tanacetifolia Benth. Phazelie Raphanus sativus L. var. oleiformis Ölrettich Pers.

Öl- und Faserpflanzen Brassica juncea (L.) Czernj. Sareptasenf Brassica napus L. (partim) Raps Brassica nigra (L.) W.D.J. Koch Schwarzer Senf Brassica rapa L. var. silvestris (Lam.) Briggs Rübse Cannabis sativa L. Hanf Carthamus tinctorius L. Saflor Carum carvi L. Kümmel Glycine max (L.) Merr. Soja Helianthus annuus L. Sonnenblume Linum usitatissimum L. Faserlein, Öllein Papaver somniferum L. Mohn, Schlafmohn Sinapis alba L. Weisser Senf

Betarüben Beta vulgaris L. Betarüben: Zucker- und Futterrüben

Gemüse Allium cepa L. – Cepa Gruppe Zwiebel Echalion – Aggregatum Gruppe Schalotte Allium fistulosum L. Winterheckenzwiebel Allium porrum L. Lauch Allium sativum L. Knoblauch Allium schoenoprasum L. Schnittlauch Anthriscus cerefolium (L.) Hoffm. Kerbel Apium graveolens L. Sellerie, Knollensellerie Asparagus officinalis L. Spargel Beta vulgaris L. Rande, Mangold Brassica oleracea L. Federkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl, Wirz, Weisskabis, Rotkabis, Kohlrabi Brassica rapa L. Chinakohl oder Herbstrübe oder Mairübe oder Stoppelrübe Capsicum annuum L. Peperoni Cichorium endivia L. Endivie, Krausblättrige Endivie, Ganzblättrige Endivie Cichorium intybus L Chicorée oder Zichorie, Blattzichorie oder Gemüsezichorie, Wurzelzichorie oder Industriezichorie Citrullus lanatus (Thunb.) Matsum. et Nakai Wassermelone Cucumis melo L. Melone oder Zuckermelone Cucumis sativus L. Gurke, Salatgurke, Einlegegurke Cucurbita maxima Duchesne Riesenkürbis Cucurbita pepo L. Zucchetti Cynara cardunculus L. Artischocke, Kardy oder Kardonenartischocke Daucus carota L. Karotte Foeniculum vulgare Mill. Fenchel Lactuca sativa L. Salat (Kopfsalat, Schnittsalat, Kochsalat) Lycopersicon esculentum Mill. Tomate Petroselinum crispum (Mill.) Peterli Nyman ex A. W. Hill Phaseolus coccineus L. Prunkbohne oder Feuerbohne Phaseolus vulgaris L.

Gartenbohne, Buschbohne, Stangenbohne Pisum sativum L. (partim) Erbse, Markerbse, Schalerbse, Kefe Raphanus sativus L. Radieschen, Rettich Rheum rhabarbarum L. Rhabarber Scorzonera hispanica L. Schwarzwurzel Solanum melongena L. Aubergine oder Eierfrucht Spinacia oleracea L. Spinat Valerianella locusta (L.) Laterr. Nüsslisalat Vicia faba L. (partim) Dicke Bohne oder Puffbohne Zea mays L. (partim) Zuckermais, Puffmais Anhang 2104 (Art.14, 32, 36, 49) Anforderungen in Bezug auf die Anbau- und Verwendungseignung für Getreide

Allgemeines 1.1 Anforderungen in Bezug auf die Anbau- und Verwendungseignung Die Anbau- und Verwendungseignung wird als genügend beurteilt, wenn:

  1. für jedes beobachtete Merkmal der Ausscheidungswert nicht erreicht ist; und

  2. der minimale Gesamt-Sortenwert erreicht ist.

1.2 Beobachtete Merkmale – Hauptmerkmale: diese müssen in den Vorversuchen und den offiziellen Versuchen beobachtet – Neben-Merkmale: diese müssen beobachtet werden, sofern es die Bedingungen erlauben. – Andere Beobachtungen: Es handelt sich um zusätzliche Informationen und die Beobachtung von speziellen Problemen. Diese Merkmale sind nicht prüfungsrelevant.

1.3 Ausscheidungswerte Damit das Aufnahmegesuch einer Sorte gutgeheissen oder eine Sorte in den Katalog aufgenommen werden kann, darf das Ergebnis der Beobachtung eines Merkmales den diesem Merkmal entsprechenden Ausscheidungswert nicht erreichen. Unterschiedliche Ausscheidungswerte sind festgelegt: – für die Vorversuche; – für die offiziellen Versuche. Als Ausscheidungswert für die Vorversuche beim Mais gilt ein Gesamtindex 104 Bereinigt gemäss Ziff. II der V des WBF vom22. Dez. 1999 (AS 2000 513), 2. Mai 2005 (AS 2005 1945), 2. Nov. 2006 (AS 2006 5179) und vom7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

1.4 Berechnung des Gesamt-Sortenwertes Der Gesamt-Sortenwert ist das Ergebnis der offiziellen Prüfung einer Sorte. Dieser muss grösser sein als der minimale Gesamt-Sortenwert, damit eine Sorte im Katalog aufgenommen werden kann. Der für die Aufnahme in den Sortenkatalog entscheidende Gesamt-Sortenwert wird nach dem Durchschnitt der Ergebnisse von zwei Jahresversuchen berechnet.

1.4.1 Hafer, Gerste, Roggen, Weizen, Dinkel und Triticale Der Gesamt-Sortenwert für die Aufnahme in den Sortenkatalog einer Sorte entspricht dem Relativertrag (Ertrag der Testsorte, in Prozenten des Ertragsdurchschnitts der Standardsorte ausgedrückt), korrigiert um die erhaltenen Bonus/Malus- Werte. Ein Bonus wird dem Relativertrag beigefügt, wenn die Sorte einen Unterschied im Vergleich zum Durchschnitt der Standardsorte aufweist oder bestimmte Grenzwerte unterschreitet. Die notwendigen Unterschiede und Grenzwerte sind für jedes erhaltene Merkmal bestimmt. Die Anzahl Bonus-Punkte pro Merkmal sind für jede Kulturart bestimmt. Ein Malus wird dem Relativertrag abgezogen, wenn die Sorte einen Unterschied im Vergleich zum Durchschnitt der Standardsorte aufweist oder bestimmte Grenzwerte überschreitet. Die notwendigen Unterschiede und Grenzwerte sind für jedes erhaltene Merkmal bestimmt. Die Anzahl Malus-Punkte pro Merkmal sind für jede Kulturart bestimmt.

1.4.2 Mais Der Gesamt-Sortenwert wird nach einem Gesamtindex berechnet. Die Formel zur Berechnung des Gesamtindexes sowie die für diese Berechnung erforderlichen Merkmale sind unter Ziffer 2.7 in diesem Kapitel aufgeführt.

1.5 Minimale Gesamt-Sortenwerte für die Aufnahme in den Sortenkatalog Hafer: > 103 Gerste: > 103 Roggen: > 103 Weizen: mit einer sehr guten Backqualität > 95 mit einer guten Backqualität > 103 mit einer mittleren bis schwachen Backqualität > 110 mit einer schlechten Backqualität und Futterweizen > 120 Biskuitweizen > 110 Dinkel: Reiner Dinkel und Dinkel-Weizen-Kreuzung > 103 Triticale: > 103 Mais: Der Gesamtindex muss mindestens den Wert von 0 erreichen für die Aufnahme einer Maissorte in den Sortenkatalog.

1.6 Technologische Qualität des Weizens (Weichweizen) Die technologische Qualität des Brotweizens wird aufgrund des «Bewertungsschemas 90» (Saurer und al.; 1991; Landwirtschaft Schweiz4 (1–2); 55–57) bestimmt. – Weizen mit einer sehr guten Backqualität ist Weizen, der mehr als 130 Punkte aufweist; – Weizen mit einer guten Backqualität ist Weizen, der mehr als 110 Punkte aufweist; – Weizen mit einer mittleren bis schwachen Backqualität ist Weizen, der zwischen80 und 110 Punkte aufweist; – Weizen mit einer schlechten Backqualität und Futterweizen ist Weizen, der weniger als 80 Punkte aufweist. Weizen ist ein Biskuitweizen, wenn für die sortenspezifischen Merkmale die Analysenwerte mehrheitlich innerhalb der angegebenen Bereiche liegen.

Merkmal Einheit Bereich Merkmal Einheit Bereich Proteingehalt % TS 9–10 Farinogramm % bez.14 % 52–58 Zeleny ml 20–30 Extensogramm cm2 30–60 Gluten feucht % 18–23 Extensogramm 0,8–1,6 Gluten trocken % 8–11 Alveogramm W x10–4J 80–120 Maltosewert % 1–2 Alveogramm P/L 0,3–0,5 Fallzahl Sekunde 300–400 Alveogramm P mm 30–45 Amylogramm max. BE1 500–1000 Alveogramm L mm 100–150

Brabender-Einheiten

Beobachtete Merkmale, Ausscheidungswerte, Bonus/Malus-Werte, Berechnung des Gesamtindexes Abkürzungen: HLG = Hektolitergewicht S. nodorum = Septoria nodorum (Spelzenbräune) TKG = Tausend-Korngewicht Std = in Bezug auf Standardsorten 2.1 Hafer Beobachtete Merkmale Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Vergleich mit dem Durchschnitt Einheit Werte für die Mittelwerte der Bonus (+1) Malus (-1) Vorversuche 2-jährigen offiziellen Sortenprüfung Standfestigkeit Note (1–9) >5 (AW) ≥ 2 (Std) ≤ –1 ≥ +1 Frühreife Ährenschieben >5 (Std) ≤ –2 ≥ +3 Mehltau Note (1–9) >6 (AW) ≥6 (AW) ≤ –1 ≥ +1 Überwinterung Note (1–9) >3 (Std) ≤ –2 ≥ +2 (Winter-Hafer) Kornfarbe Rohfaser g/TS Grünschnittertrag: – Ertrag Reinsaat Prozent TS – Ertrag Mischsaat Prozent TS 2.2 Gerste Beobachtete Merkmale Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Vergleich mit dem Durchschnitt Einheit Werte für die Mittelwerte der Bonus (+1) Malus (-1) Vorversuche 2-jährigen offiziellen Sortenprüfung Standfestigkeit Note (1–9) >5 (AW) > 2 (Std) ≤ –1 ≥ +1 Frühreife Ährenschieben >5 (Std) ≤ –2 ≥ +3 HLG (6-zeilig) kg <63 (AW) <63 (AW) ≥ +1 ≤ –2 HLG (2-zeilig) kg <64 (AW) <64 (AW) ≥ +1 ≤ –2 Mehltau Note (1–9) >6 (AW) ≥6 (AW) ≤ –1 ≥ +1 Helminthosporium Note (1–9) >6 (AW) ≥6 (AW) ≤ –1 ≥ +1 Rhynchosporium Note (1–9) >6 (AW) ≥6 (AW) ≤ –1 ≥ +1 Beobachtete Merkmale Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Vergleich mit dem Durchschnitt Einheit Werte für die Mittelwerte der Bonus (+1) Malus (-1) Vorversuche 2-jährigen offiziellen

Sortenprüfung Protein (6-zeilig) Prozent <9 (AW) <9 (AW) Protein (2-zeilig) Prozent <9 (AW) <9 (AW) Allgemeiner Gesund- Note (1–9) > 2 (Std) ≤ –2 ≥ +1,5 heitszustand* Überwinterung Note (1–9) > 2 (Std) ≤ –2 ≥ +2 (Winter-Gerste) Pflanzenlänge cm TKG g Virus Rohfaser g/TS * Wenn es nicht möglich ist Helminthosporium, Rhynchosporium und Mehltau getrennt zu beobachten, wird dieses Merkmal ein Hauptmerkmal 2.3 Roggen Beobachtete Merkmale Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Vergleich mit dem Durchschnitt der Standarde für den Erhalt eines Bonus oder Malus Einheit Werte für die Mittelwerte der Bonus (+1) Malus (-1) Vorversuche 2-jährigen offiziellen Sortenprüfung Standfestigkeit Note (1–9) >7 (AW) > 2 (Std) ≤ –1 ≥ +1 Frühreife Ährenschieben > 5 (Std) ≤ –2 ≥ +3 Braunrost Note (1–9) >6 (AW) ≥ 6 (AW) ≤ –1 ≥ +1 Überwinterung Note (1–9) > 2 (Std) ≤ –2 ≥ +2 Amylogramm Einheit < –100 (Std) Pflanzenlänge cm TKG g Mutterkorn (Claviceps befallene purpurea) Ähren pro Are 2.4 Weizen (Weichweizen) Beobachtete Merkmale Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Vergleich mit dem Durchschnitt Einheit Werte für die Mittelwerte der Bonus (+1,5) Malus (-1,5) Standfestigkeit Note (1–9) >5 (AW) > 2 (Std) ≤ –1 (Std) ≥ +1 (Std) Frühreife Ährenschieben > 5 (Std) ≤ –2 (Std) ≥ +3 (Std) Mehltau Note (1–9) >6 (AW) ≥6 (AW) ≤3

(AW) ≥4,5 (AW) Gelbrost Note (1–9) >6 (AW) ≥6 (AW) ≤3 (AW) ≥4,5 (AW) Braunrost Note (1–9) >6 (AW) ≥6 (AW) ≤3 (AW) ≥4,5 (AW) Spelzenbräune Blatt Index >25 (Std) und ≤ –15 (Std) ≥ +15 (Std) Spelzenbräune Ähre Index >40 (Std) und ≤ –10 (Std) ≥ +20 (Std) Septoria tritici Index >25 (Std) ≤ –15 (Std) ≥ +15 (Std) Backqualität1 nicht nicht backfähig backfähig Auswuchs1 Note (1–9) >6 (AW) ≤ –2 (Std) ≥+2 (Std) Überwinterung Note (1–9) > 2 (Std) ≤ –2 (Std) ≥+2 (Std) (Winter-Weizen) Schwarzrost Note (1–9) >7 (AW) >7 (AW) ≤ –2 (Std) ≥+3 (Std) (Sommer-Weizen) Alternanz Note HB Note (1–9) Bemerkungen:

Für die Aufnahme von Futterweizensorten werden diese Merkmale nicht berücksichtigt.

Für die Aufnahme von Biskuitweizensorten wird dieses Merkmal nicht berücksichtigt.

2.5 Dinkel Beobachtete Merkmale Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Vergleich mit dem Durchschnitt Einheit Werte für die Mittelwerte der Bonus (+1) Malus (-1) Standfestigkeit Note (1–9) >6 (AW) > 2 (Std) ≤ –1 ≥ +1 Frühreife Ährenschieben >5 (Std) ≤ –2 ≥ +3 Mehltau Note (1–9) >6 (AW) ≥6 (AW) ≤ –1 ≥ +1 Gelbrost Note (1–9) >6 (AW) ≥5 (AW) ≤ –1 ≥ +1 Braunrost Note (1–9) >6 (AW) ≥6 (AW) ≤ –1 ≥ +1 Spelzenbräune Blatt Index >25 (Std) und ≤ –15 ≥ +15 Spelzenbräune Ähre Index >25 (Std) ≤ –15 ≥ +15 Korntyp Note (1–9) >3 (Std) Spindelbruch Note (1–9) > 2 (Std) Anteil nackte Körner Note (1–9) > 2 (Std) ≥5 (AW) Protein Prozent <14 (AW) <14 (AW) ≥1 ≤1 und ≤ –3 (Std) Ährenlänge cm Überwinterung Note (1–9) > 2 (Std) ≤ –2 ≥ +2 2.6 Triticale Beobachtete Merkmale Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Vergleich mit dem Durchschnitt Einheit Werte für die Mittelwerte der Bonus (+1) Malus (-1) Standfestigkeit Note (1–9) >5 (AW) > 2 (Std) ≤ –1 ≥ +1 Frühreife Ährenschieben >5 (Std) ≤ –2 ≥ +3 Protein Prozent ≥ +1 (Std) ≤ –1 (Std) Gelbrost Note (1–9) >6 (AW) ≥5 (AW) ≤ –1 ≥ +1 Braunrost Note (1–9) >6 (AW) ≥6 (AW) ≤ –1 ≥ +1 Spelzenbräune Blatt Index >25 (Std) und ≤ –15 ≥ +15 Spelzenbräune Ähre Index >25 (Std) ≤ –15 ≥ +15 Auswuchs Note (1–9)

>7 (AW) ≤ –2 ≥ +2 Überwinterung Note (1–9) >3 (Std) ≤ –2 ≥ +2 (Winter-Triticale) Mehltau Note (1–9) >3 (AW) >3 (AW) ≤ –1 (AW) ≥ +4.5 (AW) HB Note (1–9) Ähren-Fusariose Note (1–9) 2.7 Mais 2.7.1 Beobachtete Merkmale beim Mais Körnermais Silomais Anzahl vorhandene Pflanzen x x Jugendentwicklung (Note) x x Körnerertrag (15 % H20 x Trockensubstanzertrag (MS) ganze Pflanze x Trockensubstanzgehalt Körner bei der Ernte x Körnermais Silomais Trockensubstanzgehalt ganze Pflanze bei der Ernte x Gehalt an verdaulicher organischer Substanz (VOS) (g/kg TS) x Wurzellagerung während der Vegetation x x Wurzellagerung bei der Ernte x x Stengelbruch bei der Ernte x x Befall mit Beulenbrand x x Stengelfäulebefall x .

x x Pflanzenlänge x x Ansatzhöhe des obersten Kolbens x x Drescheignung (Note für Körnerbruch) x Allgemeiner Eindruck (Note) x x Besatz Kolbenspitze (Note) x x Nebentriebbildung x x Schädlingsbefall (Maiszünsler, Fritfliege) x x Blattkrankheiten (Rost, Helminthosporium) x x Blühdatum der weiblichen Blüten x x Stärkegehalt x 2.7.2 Indexberechnung für Körnermais Benützte Merkmale für die Leistung der Mittelwert Gewichtungs- Berechnungsformel der Indexe Berechnung der Indexe Sorte in der der 2 besten faktor Index – Ertrag (A) Index – Reife (B) Index – Standfestigkeit (C) Index – Krankheit (D) Benützte Merkmale für die Leistung der Mittelwert Gewichtungs- Berechnungsformel der Indexe Berechnung der Indexe Sorte in der der 2 besten faktor Index – Jugendentwicklung (E) Gesamtindex für Körnermais = A + B + C + D + E

  • Note 1 = sehr gut, Note 9 = sehr schlecht 2.7.3 Indexberechnung für Silomais Benützte Merkmale für die Leistung der Mittelwert Gewichtungs- Berechnungsformel der Indexe Berechnung der Indexe Sorte in der der 2 besten faktor Index – Ökonomischer Wert (A)Ertrag (A) Index – Reife (B) Index – Standfestigkeit (C) Index – Beulenbrand (D) Index – Jugendentwicklung (E) Gesamtindex für Silomais = A + B + C + D + E

  • Note 1 = sehr gut, Note 9 = sehr schlecht Anforderungen bezüglich der Anbau- und Verwendungseignung für Kartoffeln

Allgemeines 1. 1 Ausscheidungswert Unterschiedliche Ausscheidungswerte sind für gewisse Merkmale in Ziffer 4 dieses Kapitels festgesetzt: A. Für die Beurteilung des Aufnahmegesuches aufgrund der Resultate der Vorversuche oder des ausländischen Aufnahmedossiers; B. Für die Prüfung der Anbau- und Verwendungseignung im Hinblick auf die Aufnahme der Sorten in den Sortenkatalog.

1.2 Berechnung des Gesamt-Sortenwertes A. Für jedes berücksichtigte Merkmal wird aufgrund der in Ziffer 4 dieses Kapitels dargestellten Formel ein spezifischer Wert errechnet. Dabei gilt:

  1. Ergebnis der geprüften Sorte;

  2. Ergebnis der Standardsorte für die Prüfung der Anbaueignung;

  3. Durchschnittswert der Standardsorten für die Anbaueignung;

  4. Ergebnis der Standardsorte für die Prüfung der Verwendungseignung.

B. Der Gesamtsortenwert entspricht der Summe der spezifischen Werte, nach Buchstabe A.

1.3 Beobachtete Merkmale A. Die beobachteten Merkmale für die Berechnung des Gesamt-Sortenwertes sind in Ziffer 4 dieses Kapitels festgelegt. 1. Für die in Prozenten oder mit einem Index ausgedrückten Merkmale wird das Ergebnis der Beobachtungen in Noten von1 bis 9 nach dem Logarithmus der Prozent- oder Indexwerte umgesetzt. 2. Die Note betreffend die zusätzlichen Beobachtungen wird aufgrund der folgenden beobachteten Merkmale zugeteilt: Wachstumsrisse, Durchwusch, Missförmigkeit, leichte Virosen, wässriger Nabelteil, Nabelinfektion, Empfindlichkeit auf Grünverfärbung der Schale, schwammiges, weiches, glasiges Knollenfleisch, Tracheïdenverfärbung. B. Anlässlich der Prüfung der Anbau- und Verwendungseignung werden auch folgende Merkmale beobachtet (diese Merkmale werden für den Gesamtsortenwert nicht berücksichtigt): Knollenform, Augenlage, Gleichförmigkeit der Knollen, Fleisch- und Schalenfarbe, Stolonenlänge, Anzahl Knollen pro Pflanze, Kochtyp, Reifegruppe.

Bedingungen bezüglich der Aufnahmegesuche A. Ein Aufnahmegesuch kann zurückgewiesen werden, wenn die Ergebnisse der Vorprüfungen oder jene eines Dossiers betreffend die Aufnahme in einen ausländischen Sortenkatalog aufzeigen, dass: 1. für ein Merkmal der Ausscheidungswert erreicht ist und/oder 2. der minimale Gesamt-Sortenwert nicht erreicht ist. B. Der minimale Gesamt-Sortenwert beträgt: 1. 100 für Sorten, die für die industrielle Verarbeitung bestimmt sind; 2. 115 für Konsumsorten.

Bedingungen für die Aufnahme einer Sorte in den Sortenkatalog A. Eine Sorte wird in den Sortenkatalog aufgenommen, wenn: 1. für jedes Merkmal der Ausscheidungswert nicht erreicht ist und 2. der minimale Gesamt-Sortenwert erreicht ist. B. Der minimale Gesamt-Sortenwert beträgt: 1. 105 für Sorten, die für die industrielle Verarbeitung bestimmt sind; 2. 120 für Konsumsorten.

Ausscheidungswerte und Berechnungsformel für den spezifischen Wert pro Merkmal Merkmale Formel Vorprüfung Offizielle Prüfung Koeffi- Ausschei- Koeffi- Ausscheizient dungswerte zient dungswerte Kleine Knollen (in %) b–a 1.0 1.0 Eignung zur Lagerung Lagerung (Note) b–a 1.5 1.5 Auskeimen (Note) b–a 1.5 1.5 Entwicklung und Feldkrankheiten parasitärer Art Regelmässigkeit des Auflaufens (Note) c–a 1.0 1.0 Krautfäule (Note) c–a 3.0 3.0 Viruskrankheiten – Mosaik (Y) % c–a 1.0 1.0 – Blattroll (R) (%) c–a 1.0 1.0 Erwinia (%) c–a 1.0 1.0 Erntefäulnis (% des Gewichts) c–a 1.0 >6.0 1.0 >6.0 Krankheiten parasitärer Art nach Lagerung (% und Index) Fäulnis, anderer Art c–a 1.0 >5.0 1.0 >5.0 Merkmale Formel Vorprüfung Offizielle Prüfung Koeffi- Ausschei- Koeffi- Ausscheizient dungswerte zient dungswerte Rhizoctonia – Pocken c–a 0.1 0.1 – Knollendeformation c–a 1.0 >5.0 1.0 >5.0 Schorf – Flachschorf c–a 0.5 0.5 – Pulverschorf c–a 1.0 >5.0 1.0 >5.0 – Silberschorf c–a 0.25 0.25 Fleischmängel Eisenfleckigkeit (% und Index) c–a 1.0 >5.0 1.0 >5.0 Graufleckigkeit (% und Index) c–a 1.0 >6.0 1.0 >6.0 Hohl- und Schwarzherzigkeit c–a 1.0 >5.0 1.0 >5.0 (% und Index) Blau- od.

Schwarzfleckigkeit (Note) c–a 0.0 1.0 Schwarzverfärbung nach dem Kochen c–a 1.0 1.0 ((Note + Index + % Index >30)/3) Eignung zur Herstellung von Verarbeitungsprodukten Stärke (%) – für Herstellung von Chips < 15 < 15 Note für Sorten, die für die Herstellung von Chips bestimmt sind: – Eignung für Herstellung von Chips a–d 10.0 10.0 – Eignung für Herstellung von Frites a–d 0.5 0.5 Note für Sorten, die für die Herstellung von Frites bestimmt sind: – Eignung für Herstellung von Chips a–d 0.5 0.5 – Eignung für Herstellung von Frites a–d 10.0 10.0 Zusätzliche Beobachtungen (Note) c–a 1.0 1.0 Anforderungen bezüglich der Anbau- und Verwendungseignung für Futterpflanzen 1.1 Prüfungsverfahren Ein Vorversuch wird nur bei Ackerbohnen, Futtererbsen und Lupinen durchgeführt.

1.2 Beobachtete Merkmale Diese werden in den Vorversuchen und den offiziellen Versuchen beobachtet. Man unterscheidet zwischen wichtigen Eigenschaften mit Priorität A und Eigenschaften mit weniger Bedeutung mit Priorität B.

  1. Neben-Merkmale:

  2. Andere Beobachtungen: Es handelt sich um zusätzliche Informationen und die Beobachtung von speziellen Problemen. Diese Merkmale sind nicht prüfungsrelevant.

1.3 Ausscheidungswerte Das Ergebnis der Beobachtung eines Merkmales darf nicht den dem jeweiligen Merkmal entsprechenden Ausscheidungswert erreichen, damit das Aufnahmegesuch einer Sorte gutgeheissen oder eine Sorte in den Sorten-Katalog aufgenommen werden kann. Unterschiedliche Ausscheidungswerte sind definiert:

  1. für die Vorversuche;

  2. für die offiziellen Versuche.

1.3.1 Gräserarten, Leguminosen und andere Arten Der Ausscheidungswert für jedes wichtige beobachtete Merkmal in den offiziellen Versuchen beträgt -1,5 Punkte, in Bezug auf das Mittel der Ergebnisse aufgrund der beobachteten Merkmale der Standardsorten. Bei Weissklee ist der Ausscheidungswert für Blausäure erreicht, wenn der Säuregehalt höher ist als jener der vom Bundesamt bezeichneten Standardsorte.

1.3.2 Ackerbohnen, Futtererbsen und Lupinen Die Ausscheidungswerte für die Vorversuche und die offiziellen Versuche werden in der Tabelle 2 dieses Kapitels festgehalten.

1.4 Gesamt-Sortenwert Der Gesamt-Sortenwert ist das Ergebnis der Vorversuche und der offiziellen Versuche einer Sorte. Dieser muss grösser sein als der minimale Gesamt-Sortenwert, damit ein Aufnahmegesuch gutgeheissen oder eine Sorte im Sorten-Katalog aufgenommen werden kann. Der Gesamt-Sortenwert wird nach dem Durchschnitt der Ergebnisse der Versuche berechnet.

1.4.1 Gräserarten, Leguminosen und andere Arten Der Gesamtsortenwert wird für jede Art gemäss der nachstehenden Formel berechnet: X = (Total der Noten für die beobachteten Merkmale mit Priorität A) × 2 Y = (Total der Noten für die beobachteten Merkmale mit Priorität B) Z = Anzahl der Noten Gesamtsortenwert = (X + Y) / Z 1.4.2 Ackerbohnen, Futtererbsen und Lupinen Der Gesamt-Sortenwert für die Berechnung einer Sorte entspricht dem Relativertrag (Ertrag der Testsorte in Prozenten des Ertragsdurchschnitts der Standardsorte ausgedrückt), korrigiert um die erhaltenen Bonus- und Malus-Werte. Bonus- und Malus-Werte entstehen durch Korrekturen in Form von Zusatz- oder Abzugspunkten, die aufgrund des Unterschieds zum Durchschnittswert der Standardsortenergebnisse berechnet werden.

1.5 Beobachtete Merkmale und Bonitierung 1.5.1 Gräserarten, Leguminosen und andere Arten

  1. Die beobachteten Merkmale, die für die Berechnung des Gesamtsortenwertes verwendet werden, sowie ihre Priorität sind für jede Art in der Tabelle 1 dieses Kapitels festgehalten.

  2. Die Notenbewertung der Bonitierung beträgt1 bis 9; 1 ist die beste Note und 9 die schlechteste.

  3. Die Notenzuteilung verläuft gemäss dem nachstehenden Notensystem:

1. Nach Varianzanalyse:

Wert im Verhältnis zu dem Versuchsmittel Note (oder Standard) Gleich wie Versuchsmittel (oder Standard): 5 Negative Differenz: > 1/3 KGD (p = 0,05) 6 KGD = kleinst gesicherte Differenz 2. Nach Bonituren: Note Jugendentwicklung Nach- Konkurrenzkraft Beschaffenheit Ausdauer Fehlwuchsvermögen Krank- (100-Anteil in %) der Sorte/ Blatt stellen in % der heitsresistenz1 10 = Konkurrenzzahl gesamten Bodenbedeckung

gut 3 30

gut bis mittel 4 40

mittel 5 50

mittel bis gering 6 60

gering 7 70

gering bis sehr gering 8 80

sehr gering (100–10 %) = 90/10 = 9 sehr grob90 bis 100

bonitiert nach Krankheitsbildern Die beobachteten Merkmale, die für die Berechnung des Gesamtsortenwertes verwendet werden, sowie die Bonus- und Malus-Werte sind in der Tabelle 2 dieses Kapitels festgehalten.

Bedingungen bezüglich Aufnahmegesuch und für die Aufnahme einer Sorte in den Sortenkatalog Gräserarten, kleinkörnige Leguminosen und andere Arten Eine Sorte wird in den Sortenkatalog aufgenommen, wenn: a für jedes Merkmal der Ausscheidungswert nicht erreicht ist;

b. ihr Gesamtsortenwert mindestens 0,2 Punkte besser liegt als das Mittel der Gesamtsortenwerte der Standardsorten.

Ein Aufnahmegesuch wird angenommen, wenn die Ergebnisse der Vorprüfungen oder jene eines Dossiers betreffend die Aufnahme in einen ausländischen Sortenkatalog aufzeigen, dass:

  1. für jedes Merkmal der Ausscheidungswert nicht erreicht ist;

  2. der minimale Gesamtsortenwert 100 beträgt.

Eine Sorte wird in den Sortenkatalog aufgenommen:

  1. wenn für jedes Merkmal der Ausscheidungswert nicht erreicht ist, und

  2. wenn der minimale Gesamtsortenwert 103 beträgt, oder wenn der Gesamtsortenwert der geprüften Sorte 5 Punkte mehr als der Gesamtsortenwert der schlechtesten Standardsorte beträgt.

Landwirtschaft 916.151.1 Gräserarten, Leguminosen und andere Arten Art Ertrag Jugend- Nach- Kon- Aus- Resistenz gegen Verdau- Trocken- Beschaffenheit Standfes- Anbau- Blausäure entwick- wuchs- kurrenz- dauer lichkeit substanz- tigkeit eignung lung güte kraft Klee- Blatt- Schnee- Welke- Stängel- (VOS) gehalt Stängel Blatt für höhere allg. krebs/ krank- fäule/ krank- brenner Lagen Eindruck Winter- heiten/ Winter- heiten einflüsse Rost einflüsse 1! 2! 2! 2! 2! 2? 2? 2? 2? 2? 1! 1! 1! 2! 2? 2! !

Luzerne A B A B B B B A A B A B B Rotklee A B A B A/B A B A Weissklee B B A B A A A B A Esparsette B B A B A B B B Hornschotenklee B B A B A B B B Alexandrinerklee A B A B A/B A A B Perserklee A B A B A/B A B Knaulgras B B A B A B B A Wiesenschwingel A B A A A B B A A A Rohrschwingel B B A B B B B A A Rotschwingel A B A A A B B A Schafschwingel A B A A A B B A Westerw. Raigras A B A B A/B B B B Italien. Raigras A B A A A B A A B Bastard-Raigras A B A A A B A A B Engl.

Raigras A B A A A B A A B A Wiesenrispengras A B A A A A B B A Timothe A B A A A B B A B Wiesenfuchs- A B A B B A B A B schwanz Futtertrespen A B A A B B B B Fromental B B A B B B A B Saat- und Pflanzgut-Verordnung des WBF 916.151.1 Art Ertrag Jugend- Nach- Kon- Aus- Resistenz gegen Verdau- Trocken- Beschaffenheit Standfes- Anbau- Blausäure entwick- wuchs- kurrenz- dauer lichkeit substanz- tigkeit eignung lung güte kraft Klee- Blatt- Schnee- Welke- Stängel- (VOS) gehalt Stängel Blatt für höhere allg. krebs/ krank- fäule/ krank- brenner Lagen Eindruck Winter- heiten/ Winter- heiten einflüsse Rost einflüsse 1! 2! 2! 2! 2! 2? 2? 2? 2? 2? 1! 1! 1! 2! 2? 2! !

Goldhafer B B A A B B A B A Straussgräser B B A A B B A B A A = Priorität A: wichtige Eigenschaft B = Priorität B: Sorteneigenschaft mit weniger Bedeutung

= gemäss Varianzanalyse

= gemäss Bonitierung ! = muss erfasst werden ? = nur bei Auftreten erfasst Eigenschaften Formel Einheit Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Vergleich mit dem Durchschnitt der Standards für den Erhalt eines Bonus oder Malus Vor- offizielle Bonus (+1) Malus (–1) versuche Versuche Tausendkorngewicht: – Futtererbsen und b–a g +20 –20 Schmalblättrige Lupine – Ackerbohnen und b– a g +30 –30 Weisse Lupine Eiweissgehalt ⎧ a * 100 ⎫ % < –10 +2 –2 ⎨ ⎬ – 100 ⎩ b ⎭ Erntbarkeit (Pflanzen- b–a cm +5 –5 länge bei der Ernte) Gesundheitszustand b–a Note +1 –1 Überwinterung Winter- b–a % +10 –10 futtererbsen (Bestandesverminderung) Hemmstoffe Ackerbohnen: 10 Bonus-Punkte für taninfreie Sorten (weisse Blüte) a: Ergebnis der geprüften Sorte b: Durchschnitt der Standardsorten für Öl- und Faserpflanzen Die Prüfung unterscheidet zwischen Ölsaatkulturen der Arten Winter- und Sommerraps, Sonnenblume und Lein, Sojakulturen, Gründüngungskulturen der Arten Sareptasenf, Weisser Senf und Rübsen sowie Hanfkulturen.

1.1 Beobachtete Merkmale Diese werden in den Vorversuchen und den offiziellen Versuchen beobachtet.

  1. Nebenmerkmale:

  2. Andere Merkmale: Es handelt sich um zusätzliche beschreibende Informationen und die Beobachtung spezieller Probleme. Diese Merkmale sind nicht systematisch prüfungsrelevant.

1.2 Ausscheidungswerte Damit das Aufnahmegesuch einer Sorte gutgeheissen oder eine Sorte in den Sortenkatalog aufgenommen werden kann, darf das Ergebnis der Beobachtung eines Merkmales den diesem Merkmal entsprechenden Ausscheidungswert nicht erreichen. Unterschiedliche Ausscheidungswerte sind festgelegt:

  1. für die Vorversuche;

  2. für die offiziellen Versuche.

Sie sind in den Tabellen1, 2, 3 und 4 dieses Kapitels aufgeführt.

1.3 Gesamt-Sortenwert Der Gesamt-Sortenwert ist das Ergebnis der offiziellen Prüfung einer Sorte. Der Gesamt-Sortenwert wird aufgrund der in den Tabellen1, 2, 3 und 4 dieses Kapitels definierten Methoden, nach dem Durchschnitt der Ergebnisse von zwei Jahresversuchen berechnet.

1.4 Beobachtete Merkmale und Bonitierung Die beobachteten Merkmale, die zur Berechnung des Gesamt-Sortenwertes hinzugezogen werden, sind in den Tabellen1, 2, 3 und 4 dieses Kapitels aufgeführt.

Bedingungen für die Annahme eines Aufnahmegesuchs und die Aufnahme einer Sorte in den Sortenkatalog Ein Aufnahmegesuch wird angenommen, wenn aus den Ergebnissen der Vorprüfungen oder einem Dossier für die Aufnahme in einen ausländischen Sortenkatalog hervorgeht, dass:

  1. bei keinem Merkmal der Ausscheidungswert erreicht ist; und

  2. der minimale Gesamt-Sortenwert von 100 erreicht ist.

Eine Sorte wird in den Sortenkatalog aufgenommen:

a. wenn bei keinem beobachteten Merkmal der Ausscheidungswert erreicht ist; und

b. wenn der Gesamtsortenwert von 103 erreicht ist, oder wenn der Gesamt-Sortenwert der geprüften Sorte 5 Punkte mehr als der Gesamt-Sortenwert der schlechtesten, vergleichbare agronomische Eigenschaften aufweisenden Standardsorte beträgt.

Winter- und Sommerraps, Sonnenblume und Öllein Merkmale Berechnung Einheit Ausscheidungswerte Vor- Offizielle versuche Versuche Glukosinolatgehalt (ganze Körner)1 μmolg–1 > 20 > 20 Frühlagerung (D) b–a Note (1–9) <–3 Sclerotinia sclerotiorum-Toleranz (E) b–a Note (1–9) <–3 Phoma lingam-Toleranz (F) b–a Note (1–9) <–3 Gesundheitszustand bei der Ernte (G)2 b–a Note (1–9) <–3 Frühreife bei der Blüte b–a Note (1–9) Kräftigkeit Ende Herbst3 b–a Note (1–9) Kräftigkeit Ende Winter3 b–a Note (1–9) Gesamtwert für Winterraps = A + B + C + D + E + F Gesamtwert für Sommerraps = A + B + C + D Gesamtwert für Sonnenblumen und Öllein = A + B + C + D + G

Betrifft nur Raps

Betrifft nur Sonnenblumen und Öllein

Betrifft nur winterharte Kulturen Soja Merkmale Berechnung Einheit Ausscheidungswerte Bonus-Werte Vor- Offizielle (aufgrund der berechversuche Versuche neten Werte) Proteingehalt (d/e)*100 % < 90 % 1 Punkt pro % mehr Ölgehalt (d/e)*100 % < 90 % 1 Punkt pro % mehr Lagerung bei Ernte e–d Note (1–9) <–5 1 Punkt pro positive Einheit Gesundheitszustand (pro e–d Note (1–9) <–5 1 Punkt pro beobachtetes Merkmal) positive Einheit Vegetationshöhe e–d cm a: Relativer Ertrag für die geprüfte Sorte b: Relativer Referenzertrag, berechnet gemäss b = mx + c: m = Ertrag pro zusätzliches Grad × Tag (auf Basis der Standardsorten berechnet) x = Anzahl Grad ×Vegetationstage der geprüften Sorte c = Konstante (auf Basis der Standardsorten berechnet) d = Ergebnisse der geprüften Sorte e = Durchschnitt der Resultate der Standardsorten Ergebnis auf eine Einheit gerundet Gesamtwert = Körnerertrag + Punkt(e) des Bonuswertes Tabelle 3 Sareptasenf, Weisser Senf und Rübsen Merkmale Berechnung Einheit Ausscheidungswerte Vorversuche Offizielle Versuche Bodenbedeckung am Ende b–a Note (1–9) < –3 <–3 der Vegetationsperiode (A) Winter-Resistenz b–a Note (1–9) <–3 (winterharte Sorten) (B) Winter-Sensibilität b–a Note (1–9) <–3 (nicht winterharte Sorten) (B) Lagerung (C) b–a Note (1–9) <–3 Konkurrenzkraft bei der b–a Note (1–9) <–3 Begrünung (D) Gesundheitszustand (pro b–a Note (1–9) beobachtetes

Merkmal) Gesamwert = 100 + A + B + C + D Tabelle 4 Hanf Merkmale Einheit Ausscheidungswerte Offizielle Versuche THC-Gehalt (Δ9-Tetrahydrocannabinol) % > 0,3 Markterwünschte Qualität Note (1–9) ≥3 Gesundheitszustand Note (1–9) ≥3 CBD = Cannabidiol für Zuckerrübe und Futterrübe 1.1 Prüfungsverfahren Das Prüfungsverfahren unterscheidet rhizomanietolerante und -sensible Zuckerrüben sowie Futterrüben.

1.2 Beobachtete Merkmale Diese werden anlässlich der offiziellen Versuche beobachtet.

  1. Nebenmerkmale:

  2. Andere Merkmale: Es handelt sich um zusätzliche beschreibende Informationen und die Beobachtung spezieller Probleme. Diese Merkmale sind nicht systematisch prüfungsrelevant.

1.3 Ausscheidungswerte Damit das Aufnahmegesuch einer Sorte gutgeheissen oder eine Sorte in den Sortenkatalog aufgenommen werden kann, darf das Ergebnis der Beobachtung eines Merkmales den diesem Merkmal entsprechenden Ausscheidungswert nicht erreichen.

1.4 Gesamt-Sortenwert Der Gesamt-Sortenwert ist das Ergebnis der offiziellen Prüfung einer Sorte. Der Gesamt-Sortenwert wird aufgrund der in den Tabellen1 und 2 dieses Kapitels definierten Methoden, nach dem Durchschnitt der Ergebnisse von zwei offiziellen Jahresversuchen berechnet.

1.5 Beobachtete Merkmale und Bonitierung Die beobachteten Merkmale, die für die Berechnung des Gesamt-Sortenwertes und für die Bonitierung verwendet werden, sind in den Tabellen1 und 2 dieses Kapitels festgehalten.

Bedingungen für die Annahme eines Aufnahmegesuchs und die Aufnahme einer Sorte in den Sortenkatalog 2.1 Ein Aufnahmegesuch wird angenommen, wenn aus den Ergebnissen der im Ausland durchgeführten Prüfungen hervorgeht, dass:

  1. bei keinem Merkmal der Ausscheidungswert erreicht ist;

  2. der minimale Gesamt-Sortenwert von 100 erreicht ist.

2.2 Eine Sorte wird in den Sortenkatalog aufgenommen:

  1. wenn bei keinem Merkmal der Ausscheidungswert erreicht ist;

  2. wenn der Gesamtsortenwert von 103 erreicht ist, oder wenn der Gesamt-Sortenwert der geprüften Sorte 5 Punkte mehr als der Gesamt-Sortenwert der schlechtesten, vergleichbare agronomische Eigenschaften aufweisenden Standardsorte beträgt.

Betarüben A. Zuckerrüben Merkmale Berechnung Einheit Ausschei- Bonus-Werte dungswerte Offizielle 1 Punkt pro Versuche Unterschiedsstufe Ertrag raffinierter Zucker (a/b)*100 %1 < 95 % Ertrag Rüben a–b %1 < 90 % 1% Zuckergehalt a–b %2 < 95 % 0,5 % Ausbeute-Verlust a–b %2 – 0,5 % Erdanhang a–b %1 –5% Feldaufgang a–b %1 2% Cercosporiose-Toleranz b–a Note (1–9) < –5 1 Mehltau-Toleranz b–a Note (1–9) < –5 1 Schosser a–b % >1% Doppelkeimer a–b % >5% Extraktionsgrad a–b %2 K a–b %2 Na a–b %2 Am-N a–b %2 Andere agronomische b–a Note (1–9) Merkmale (pro beobachtetes Merkmal) a: Ergebnis der geprüften Sorten b: Durchschnitt der Resultate der Standardsorten

Ergebnis auf eine Einheit gerundet

Ergebnisse auf 1/10 Einheit gerundet Gesamtwert = Ertrag raffinierter Zucker + Punkt(e) des Bonuswertes B. Futterrüben Merkmale Berechnung Einheit Ausschei- Für den Erhalt dungswerte eines Bonus erforderlicher Unterschied Offizielle Bonus Versuche (+ 1) Wurzel-Ertrag a–b % 1% Trockenmaterial-Gehalt a–b % 1% Cercosporiose-Toleranz b–a Note (1–9) 1 Erntetauglichkeit (Form der b–a Note (1–9) 1 Rübe) Zuckergehalt a–b % Schosser a–b % Doppelauflauf a–b % Andere agronomische b–a Note (1–9) Merkmale (pro beobachtetes Merkmal) Ergebnis auf eine Einheit gerundet Gesamtwert = Trockensubstanzertrag + Punkt(e) des Bonuswertes Anhang 3105 (Art. 3–5, 7–10,23 und 38) von Getreidesaatgut

Anzahl und Zeitpunkt der Besichtigungen Die Kulturen sind in einem Entwicklungszustand zu besichtigen, welcher eine eindeutige Beurteilung der Bestände erlaubt. Hybriden und Inzuchtlinien von Mais Mindestens fünf Besichtigungen. Eine Besichtigung vor der Blüte, mindestens drei während der Blüte und 1 bei der Kolbenkontrolle. Hybriden von Roggen Mindestens zwei Besichtigungen. Eine Besichtigung während der Blüte und eine nach der Entfernung der Ummantelung. Hafer, Gerste, Triticale, Weichweizen, Dinkel, Roggen und offen abblühende Sorten von Mais Mindestens eine Besichtigung zwischen Blüte und Gelbreife.

Beurteilungs- und Anerkennungsgrenzen – Allgemeiner Stand – Sortenechtheit und Sortenreinheit – Isolationsabstand – Fremde Getreidearten – Unkräuter – Samenübertragbare Krankheiten 105 Bereinigt gemäss Ziff. II der V des WBF vom22. Dez. 1999 (AS 2000 513), 2. Mai 2005 (AS 2005 1945), 2. Nov. 2006 (AS 2006 5179) und vom7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

2.1 Allgemeiner Stand Bei einer Note unter5 wird der Bestand abgewiesen. Bestände zur Produktion von Saatgut müssen normal entwickelt und gesund sein. Beim Auftreten von einem oder mehreren unten aufgelisteten Mängeln kann die Beurteilung weiterer Merkmale (z.B. Sortenreinheit) beeinträchtigt werden. Die Notengebung trägt der Beurteilbarkeit der Saatgutbestände sowie der Pflege dieser Bestände Rechnung. Folgende Kriterien werden bewertet: – Verunkrautung – Unausgeglichenheit – Krankheitsbefall – Befall durch tierische Schädlinge – Lagerfrucht 2.2 Sortenechtheit und Sortenreinheit Die Bestände müssen ausreichend sortenecht und sortenrein sein. Bestände, die nicht der angemeldeten Sorte entsprechen, werden abgewiesen. Hybriden, Inzuchtlinien und offen abblühende Sorten von Mais

  1. Der Anteil Abweicher darf folgende Prozentzahlen nicht überschreiten: 1. Für die Produktion von Basissaatgut: Inzuchtlinien 0,1 Einfachhybriden 0,1 offen abblühende Sorten 0,5 2. Für die Produktion von zertifiziertem Komponenten von Hybri- Saatgut: den – Inzuchtlinien 0,2 – Einfachhybriden 0,2 – offen abblühende Sorten1,0 Offen abblühende Sorten1,0

  2. Bei der Hybridproduktion müssen während der Befruchtungslenkung folgende Normen erfüllt werden: 1. Zum Zeitpunkt der Empfängnisfähigkeit der Narben des weiblichen Elternteils sind genügend Pflanzen des männlichen Elternteils mit ausreichender Pollenabgabe vorhanden (Synchronisation).

2. Wenn erforderlich, wird entfahnt; 3. Zum Zeitpunkt, in dem mehr als 5 Prozent der Pflanzen des weiblichen Elternteils empfangsfähige Narben aufweist, darf im Bestand der Anteil der Pflanzen des weiblichen Elternteils, die Pollen abgeben, höchstens betragen: – bei einer Feldbesichtigung 1% – bei allen Feldbesichtigungen 2 %

  1. Pflanzen werden als Pollen ausschüttend gezählt, wenn auf50 mm oder mehr der Hauptachse oder ihrer Verzweigungen die Antheren aus den Spelzen ausgetreten sind und Pollen abgegeben haben oder Pollen abgeben;

  2. Ein Bestand zur Erzeugung von zertifiziertem Saatgut bei Verwendung der männlichen Sterilität, in dem der männliche Elternteil die Fertilität des weiblichen Elternteils nicht wiederherstellt, muss in einem für die entsprechende Sorte definierten Verhältnis auch männlich fertile Pflanzen des weiblichen Elternteils enthalten. Dies gilt nicht, wenn nach der Ernte Saatgut des männlich sterilen und männlich fertilen weiblichen Elternteils in einem für die entsprechende Sorte definierten Verhältnis gemischt wird;

  3. Die Kolbenkontrolle erfolgt nach der Ernte. Der Anteil Kolben, die den sortentypischen Merkmalen nicht entsprechen, darf 0,1 Prozent nicht überschreiten; der Anteil Kolben, die Körner enthalten, die den sortentypischen Merkmalen nicht entsprechen, darf 0,2 Prozent nicht überschreiten.

Hybriden von Roggen und offen abblühender Roggen

a. Die Anzahl Abweicher darf folgende Zahlen nicht überschreiten: 1. Für die Produktion von Basissaatgut: 1 je30 m2 2. Für die Produktion von zertifiziertem Saatgut:1 je10 m2

  1. Bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut von Hybridroggen gilt die angegebene Norm ausschliesslich für die weibliche Komponente.

  2. Bei Verwendung der männlichen Sterilität muss die männlich sterile Komponente einen Sterilitätsgrad von mindestens 98 Prozent aufweisen. Dieser wird in Kontrollparzellen untersucht.

  3. Das zertifizierte Saatgut von Hybridroggen wird im gemischten Anbau von einer männlich sterilen weiblichen Komponente mit einer die männliche Fertilität wiederherstellenden männlichen Komponente erzeugt. Der Anteil der beigemischten männlichen Komponente ist sortenspezifisch und darf den vom Züchter angegebenen Anteil nicht überschreiten.

Triticale Bei selbstbefruchtenden Triticale-Sorten wird die folgende minimale Sortenreinheit verlangt:

Kategorie Minimale Sortenreinheit (%) Basissaatgut 99,7 Zertifiziertes Saatgut der1. Vermehrung 99,0 Zertifiziertes Saatgut der 2. Vermehrung 98,0 Hafer, Gerste, Weichweizen, Dinkel Es wird die folgende minimale Sortenreinheit verlangt:

Kategorie Minimale Sortenreinheit (%) Basissaatgut 99,9 Zertifiziertes Saatgut der1. Vermehrung 99,7 Zertifiziertes Saatgut der 2. Vermehrung 99,0 Hybriden von Hafer, Gerste, Weichweizen, Dinkel und selbstbestäubenden Sorten von Triticale

  1. Die Sortenreinheit des Saatguts der Kategorie «Zertifiziertes Saatgut» muss mindestens 90 Prozent betragen. Sie wird amtlich mittels eines angemessenen Anteils der Proben nachgeprüft;

  2. Bestände zur Erzeugung von zertifiziertem Saatgut müssen ausreichend sortenecht und sortenrein hinsichtlich der Merkmale der Erbkomponenten sein. Wird Saatgut unter Verwendung eines Gametozides erzeugt, so muss der Bestand folgenden Normen und sonstigen Anforderungen genügen: 1. Die Sortenreinheit muss mindestens folgenden Prozentsatz erreichen: – Hafer, Gerste, Weichweizen und Dinkel:99,7, – selbstbestäubendes Triticale: 99,0. 2. Die Mindesthybridität muss 95 Prozent betragen. Der Hybriditätsgrad muss mittels international üblicher Methoden, soweit vorhanden, beurteilt werden. In den Fällen, in denen die Hybridität bei der Saatgutprüfung vor der Zertifizierung bestimmt wird, kann auf die Bestimmung der Hybridität bei der Feldbesichtigung verzichtet werden.

2.3 Isolationsabstand Der Bestand muss folgende Abstände zu benachbarten Quellen von Pollen aufweisen, die zu unerwünschter Fremdbestäubung führen können:

Kultur Minimaler Abstand Mais 200 m Hybriden von Roggen-Basissaatgut – mit männlicher Sterilität 1000 m – ohne männliche Sterilität 600 m Hybriden von Roggen-zertifiziertem Saatgut 500 m Roggen (offen abblühende Sorten) – für Basissaatgutproduktion 300 m – für Produktion von zertifiziertem Saatgut 250 m Triticale (selbstbefruchtende Sorten) – für Basissaatgutproduktion 50 m – für Produktion von zertifiziertem Saatgut 25 m Hybriden von Hafer, Gerste, Weichweizen, Dinkel – für Produktion von zertifiziertem Saatgut 25 m Diese Abstände brauchen nicht eingehalten zu werden, sofern eine ausreichende Abschirmung (z.B. Wald, Hecke oder zeitlich verschobene Blüte) gegen eine unerwünschte Fremdbestäubung vorhanden ist. Bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut von Hybridroggen unter Verwendung der männlichen Sterilität muss die Abschirmung durch eine Ummantelung mit der pollenspendenden Elternkomponente unterstützt werden. Nach der Blüte muss diese Ummantelung entfernt werden. Bei Hafer, Gerste, Dinkel und Weichweizen müssen benachbarte Felder verschiedener Sorten deutlich und klar voneinander getrennt sein.

2.4 Fremde Getreidearten Der Anteil an fremden Getreidearten darf folgende Anzahl nicht überschreiten: – 5 Saatgutähren oder Rispen pro 100 m2 für die Produktion von Vermehrungssaatgut, – 10 Ähren oder Rispen pro 100 m2 für die Produktion von zertifiziertem Saatgut und von zertifiziertem Saatgut der zweiten Vermehrung.

2.5 Unkräuter Es werden ausschliesslich die Arten bewertet, die den Saatgutwert der entsprechenden Kulturart beeinträchtigen können. Dies v.a., weil diese Unkräuter besonders schädlich sind oder weil die Samen dieser Unkräuter schwierig von Samen der Kulturart zu trennen sind oder weil sie bei der Reinigung schwierig zu entfernen sind.

Klebern, Hederich, Wicken Der Besatz darf den Wert von 20 Pflanzen einer dieser Arten pro 100 m2 nicht überschreiten. In begründeten Fällen (besondere Witterungsbedingungen, regionale Besonderheiten, spezielle Bewirtschaftungsweise) darf dieser Wert um maximal 100 Prozent überschritten werden. Flughafer Haferfelder, welche Flughafer aufweisen, werden abgewiesen (Toleranz = 0). Auch Haferfelder, aus denen Flughafer gesäubert wurde, werden nicht anerkannt. Bei den übrigen Arten darf die Anzahl Flughaferrispen in einem Bestand5 pro Bestände, die Flughafer aufweisen, dürfen nicht zur Produktion von Vermehrungssaatgut anerkannt werden.

2.6 Samenübertragbare Krankheiten Flugbrand, Zwergbrand, Stinkbrand Die Anzahl befallene Ähren oder Rispen dürfen folgende Zahlen nicht überschreiten: – Produktion von Vermehrungssaatgut 2 pro 100 m2 – Produktion von zertifiziertem Saatgut und von zertifziertem Saatgut der zweiten Vermehrung 5 pro 100 m2 Befallene Ähren oder Rispen dürfen nicht vor der Feldbesichtigung entfernt werden. Streifenkrankheit Die Anzahl befallener Pflanzen darf folgende Zahlen nicht überschreiten: – Produktion von Vermehrungssaatgut 5 pro 100 m2 – Produktion von zertifiziertem Saatgut und von zertifziertem Saatgut der zweiten Vermehrung 10 pro 100 m2 2.7 Vorfrucht Die Vermehrungsfläche darf keine Vorfrucht haben, die mit der Erzeugung von Saatgut des Bestandes nicht zu vereinbaren ist. Die Vermehrungsfläche muss ausreichend frei sein von Pflanzen, die von der Vorfrucht durchgewachsen sind.

Anforderungen an die Kulturen von Kartoffelpflanzgut

Bedingungen für die Anbaufläche 1.1 Die Anbaufläche ist frei von:

  1. Globodera rostochiensis (Wollweber): Kartoffelälchen

  2. Globodera pallida (Stone) Behrens: Weisser Kartoffelnematode

  3. Ditylenchus destructor Thorne: Älchenkrätze der Kartoffel 1.2 Folgende Isolationsabstände sind gegenüber einer unerwünschten Nachbarkultur einzuhalten:

Kultur eingeschrieben für Minimale Isolationsabstände gegenüber einer Kultur bestimmt die Produktion von für die Produktion von Zertifiziertem Speisekartoffeln mit Speisekartoffeln mit Pflanzgut1 weniger als 10 % mehr als 10 % Virus- Vorstufenpflanzgut 100 m 300 m 300 m Basispflanzgut 6m 50 m 100 m Zertifiziertes Pflanzgut – 20 m 50 m

Ein Pflanzkartoffelbestand unterliegt nicht den Anforderungen bezüglich der Isolationsabstände, wenn der angrenzende Kartoffelbestand mit Pflanzgut der selben Klasse ausgepflanzt worden ist wie die Klasse des zu besichtigenden Pflanzkartoffelbestandes. Die Parzelle muss gemäss den Anforderungen gesäubert werden, wie sie für das zu produzierende Pflanzgut vorgesehen sind.

1.3 In Anbauflächen von Pflanzkartoffeln unterschiedlicher Sorten der gleichen Klasse muss ein Furchenabstand von mindestens60 cm zwischen den Sorten frei gehalten werden. Dieser Abstand gilt auch als Isolationsabstand zwischen Vorstufenpflanzgut und Basispflanzgutkulturen. 1.4 Bei zwei nebeneinander liegenden unterschiedlichen Sorten sind Querfurchen nicht zulässig. 1.5 Die Anbauparzellen von Pflanzkartoffeln sind dort anzulegen, wo während mindestens3 vorhergehenden Jahren keine Kartoffeln angebaut wurden.

Anzahl der offiziellen Feldbesichtigungen Die Anzahl der offiziellen Feldbesichtigungen beträgt:

  1. drei auf Kulturen, die für die Produktion von Vorstufenpflanzgut bestimmt sind;

  2. zwei auf Kulturen, die für die Produktion von Basis- und zertifiziertem Pflanzgut bestimmt sind.

Krautvernichtung Die Stauden der Pflanzkartoffel-Kulturen sind gemäss den Richtlinien des Bundesamtes und den darin festgelegten Terminen zu vernichten. Die Krautvernichtung muss bis zum Erntezeitpunkt gewährleistet werden.

Bedingungen für die Kulturen 4.1 Die Kultur ist frei von:

  1. Synchytrium endobioticum (Schilbersky) Percival: Kartoffelkrebs

  2. Clavibacter michiganensis spp. sepedonicus (Spieck. und Kotth.) Skapt. und Burkh.: Bakterienringfäule

  3. Pseudomonas solanacearum (Smith) Smith: Schleimkrankeit der Kartoffel

  4. Mycoplasmen von Stolbur: Stolburkrankheit

  5. tomato spotted wilt virus: Bronzefleckenkrankheit 4.2 Anlässlich der offiziellen Feldbesichtigung dürfen die nachstehenden Grenzwerte sowie die Note über den allgemeinen Kulturzustand nicht überschritten werden:

Kategorie Klasse Befallene Pflanzen (in %) Fremde Fehlstellen Allgemeiner Pflanzen3 wegen Zustand der Virus- Kraut- Schwarz- (in %) Säuberung Kulturen4 befall1 fäule beinigkeit (in %) (Note) und Welke2 Ausgangsmaterial F0 0 0 0 0 Vorstufe F1 0 0 0 0 Vorstufe F2 0 0 0 0 Vorstufe F3 0 0 0 0 Vorstufe F4 0,02 0 0 0 Basis S 0,02 0,4 0 0 1 5 Basis SE1 0,04 1 0,02 0,02 1 5 Basis SE2 0,04 1 0,02 0,02 1 5 Basis SE3 0,04 1 0,02 0,02 1 5 Basis E 0,06 1 0,1 0,02 2 5 Zertifiziert A 0,2 4 1 0,04 3 5

Beobachtete Symptome der erkennbaren Virosen.

Unter Schwarzbeinigkeit und Welken sind Krankheiten bakteriellen und pilzlichen Ursprungs zu beachten (Erwinia spp., Verticillium spp.).

Kulturpflanzen, die nicht dem Sortentyp entsprechen, sowie Durchwuchs sind als fremde Pflanzen zu betrachten.

Für diese Benotung wird das Vorhandensein von Unkraut und die Entwicklung der Kultur (Regelmässigkeit) betrachtet. Die Kulturen werden nach folgender Skala benotet:

4.3 Bestände können ausgeschlossen werden, wenn eine zuverlässige Beurteilung der Krankheiten nicht möglich ist, zum Beispiel infolge üppiger Entwicklung wegen zu hoher Stickstoffdüngung organischer oder anorganischer Herkunft, Hagel, Frost oder Blattdeformation wegen Anwendung von Herbiziden sowie anderen chemischen Präparaten.

Feldbesichtigung und Anforderung an die Kulturen von Futterpflanzensaatgut

Vorfrucht Die Vermehrungsfläche darf keine Vorfrucht haben, die mit der Erzeugung von Saatgut der Art, Sorte und Kategorie des Bestandes nicht zu vereinbaren ist. Die Vermehrungsfläche muss ausreichend frei sein von Pflanzen, die von der Vorfrucht durchgewachsen sind. Auf Parzellen müssen mindestens die untenstehenden Jahre ohne Anbau der gleichen Art eingehalten werden: – fünf Jahre für Kreuzblüter – drei Jahre für Leguminosen – zwei Jahre für andere Arten

Maximal erlaubte Erntejahre Das Bundesamt legt die maximale Anzahl Erntejahre für jede Art oder Artengruppe fest.

Anzahl und Zeitpunkt der Besichtigung Es findet mindestens eine Feldbesichtigung statt. Die Kulturen sind in einem Entwicklungszustand zu besichtigen, welcher eine eindeutige Beurteilung der Bestände erlaubt.

Beurteilung und Anerkennungsgrenzen

  1. Allgemeiner Stand

  2. Sortenechtheit und Sortenreinheit

  3. Isolationsabstand

  4. Fremde Arten

  5. Samenübertragbare Krankheiten 4.1 Allgemeiner Stand Bei einer Note, die schlechter als5 ist, wird der Bestand abgewiesen.

Bestände zur Produktion von Saatgut müssen normal entwickelt und gesund sein. Beim Auftreten von einem oder mehreren unten aufgelisteten Mängel kann die Beurteilung weiterer Merkmale (z.B. Sortenreinheit) beeinträchtigt werden. Die Notengebung trägt der Beurteilbarkeit der Saatgutbestände sowie der Pflege dieser Bestände Rechnung. Folgende Kriterien werden bewertet:

  1. Unausgeglichenheit;

  2. Verunkrautung;

  3. Befall durch Krankheiten und tierische Schädlinge;

  4. Lagerung.

4.2 Sortenechtheit und Sortenreinheit Die Bestände müssen ausreichend sortenecht und sortenrein sein. Bestände, die nicht der angemeldeten Sorte entsprechen, werden abgewiesen. Maximale Anzahl Abweicher Maximale Anzahl abweichender Pflanzen Parzellen zur Produktion von:

Art Prebasis- und zertifiziertem Saatgut Basissaatgut der ersten Vermehrung Lolium und Festulolium spp. 2 10 Poa pratensis – Sorte klassiert als apomiktische monoklonale Sorte 5 60 – andere Sorten 5 40 Gräser 3 10 (ausser Lolium, x Festulolium und Poa spp.) Leguminosen (ausser Pisum und Vicia spp.) 3 10 Sortenreinheit Art Minimale Sortenreinheit (%) Prebasis- und Zertifiziertes Saatgut Zertifiziertes Saatgut Basis-Saatgut der ersten Vermeh- der zweiten rung Vermehrung Pisum, Vicia spp.1 99,7 99 98 Brassica spp.1, Poa pratensis2 99,7 98

betrifft nur die in Anhang 1, Ziff. 3.2 und 3.3 aufgelisteten Arten von Pisum, Vicia und Brassica spp.

Sorten, die als apomiktische Einklonsorten eingestuft worden sind.

Pflanzen aus Ausfallsamen Maximale Anzahl generativer Pflanzen mit triebbildenden Halmen pro m2 Art Prebasis- und Basissaatgut zertifiziertes Saatgut der ersten Leguminosen 0 10 Gramineen 0 10 4.3 Isolationsabstand 4.3.1 Der Bestand muss folgende Abstände zu benachbarten Quellen von Pollen aufweisen, die zu unerwünschter Fremdbestäubung führen können:

Art Parzellen zur Produktion von:

Prebasis- und Basissaatgut zertifiziertem Saatgut der ersten Parzellen kleiner Parzellen grösser Parzellen kleiner Parzellen grösser als 2 ha als 2 ha als 2 ha als 2 ha Alle Arten (ausser 200 m 100 m 100 m 50 m Brassica, Phacelia, Pisum, Vicia und Poa pratensis, apomiktische monoklonale Sorte) Brassica und Phace- 400 m 200 m lia spp.

Diese Abstände brauchen nicht eingehalten zu werden, sofern eine ausreichende Abschirmung (z.B. Wald, Hecke oder zeitlich verschobene Blüte) gegen eine unerwünschte Fremdbestäubung vorhanden ist.

4.3.2 Die Parzellen zur Produktion von Saatgut selbstbefruchtender Arten (Pisum sativum, Vicia faba) oder Sorten von Poa pratensis registriert als apomiktisch monoklonal müssen eindeutig von allen anderen Kulturen getrennt sein.

4.4 Andere unerwünschte Arten Maximale tolerierte Anzahl Pflanzen Parzellen zur Produktion von:

Art andere unerwünschte Arten Prebasis- und zertifiziertem Saatgut Basis-Saatgut der ersten Vermehrung Trifolium spp. Trifolium, Medicago, 4 pro Are 20 pro Are Meliotus und Lotus spp. (*) Cuscuta spp. (Kleeseide) 0 0 Rumex obtusifolius, 10 pro ha 20 pro ha Rumex crispus (breit blättriger Ampfer) Lolium spp. oder andere Lolium spp. 2 pro Are 10 pro Are x Festulolium spp. Gramineen andere Gramineen (**) 4 pro Are 20 pro Are Rumex obtusifolius 10 pro ha 20 pro ha Rumex crispus (breitblättriger Ampfer) Alopecurus myosuroides 4 pro Are 10 pro Are und Bromus spp. Pisum und Vicia andere Pisum, Vicia spp. 4 pro Are 20 pro Are spp. und Raphanus spp. (*) ausser: Trifolium repens in Trifolium pratense (**) ausser Windhalm (Apera spica venti) bei allen Arten; Rispengrasarten (Poa spp.) bei allen Arten ausser bei anderen Rispengrasarten; Phleum spp. bei allen Arten ausser bei anderen Phleum spp.

4.5 Samenübertragbare Krankheiten Maximaler Anteil befallener Pflanzen Krankheiten Prebasis- und Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut Pisum spp. Virosen 5% 10 % Welkenkrankheit (Fusa- 0 % 0% rium oxysporum) von Öl- und Faserpflanzensaatgut

Vorfrucht Die Vermehrungsfläche darf keine Vorfrucht haben, die mit der Produktion von Saatgut der Art und der Sorte des Bestandes nicht zu vereinbaren ist. Die Vermehrungsfläche muss ausreichend frei sein von Pflanzen, die von der Vorfrucht durchgewachsen sind. Im Falle von Rapshybriden muss der Bestand auf einer Fläche vermehrt werden, auf der in den vergangenen fünf Jahren keine Cruciferae gepflanzt wurden.

Anzahl und Zeitpunkt der Besichtigungen Bei anderen Beständen als Hybridenbeständen von Helianthus annuus und Brassica napus muss mindestens eine Feldbesichtigung stattfinden. Bei Beständen von Hybriden von Helianthus annuus müssen mindestens zwei Feldbesichtigungen stattfinden. Bei Beständen von Hybriden von Brassica napus müssen mindestens drei Feldbesichtigungen stattfinden – die erste vor der Blüte, die zweite während der frühen Blüte und die dritte am Ende der Blüte. Die Kulturen sind in einem Entwicklungszustand zu besichtigen, welcher eine eindeutige Beurteilung der Bestände erlaubt.

Beurteilung und Anerkennungsgrenzen

  1. Allgemeiner Stand;

  2. Sortenechtheit und Sortenreinheit;

  3. Isolationsabstand;

  4. Samenübertragbare Krankheiten.

3.1 Allgemeiner Stand Bei einer Note unter5 wird der Bestand abgewiesen.

Zur Produktion von Saatgut bestimmte Kulturen müssen normal entwickelt und gesund sein. Das Auftreten eines oder mehrerer der unten aufgelisteten Mängel kann sich auf die Beurteilung weiterer Merkmale (z.B. Sortenreinheit) auswirken. Die Notengebung trägt der Beurteilbarkeit der Saatgutbestände sowie der Pflege dieser Bestände Rechnung. Folgende Kriterien werden bewertet:

  1. Unausgeglichenheit;

  2. Verunkrautung;

  3. Befall durch Krankheiten und tierische Schädlinge;

  4. Lagerung.

3.2 Sortenechtheit und Sortenreinheit Die Bestände müssen ausreichend sortenecht und sortenrein oder, im Falle eines Bestands einer Inzuchtlinie, ausreichend echt und rein sein hinsichtlich der die Inzuchtlinie kennzeichnenden Merkmale. Bei der Produktion von Saatgut von Hybridsorten gelten diese Bestimmungen auch für die Merkmale der Komponenten, einschliesslich die männliche Sterilität oder der Restauration der Fruchtbarkeit. Bestände, die nicht der angemeldeten Sorte entsprechen, werden abgewiesen. Bestände von Brassica juncea, Brassica nigra, Cannabis sativa, Carthamus tinctorius, Carum carvi und Hybriden von Helianthus annuus und Brassica napus müssen folgende Anforderungen erfüllen: Brassica juncea, Brassica nigra, Cannabis sativa, Carthamus tinctorius und Carum carvi ausser Hybriden Die Zahl der Pflanzen der jeweiligen Art, die als eindeutig nicht sortenecht festgestellt werden können, darf folgende Werte nicht überschreiten: –1 je30 m2 bei der Produktion von Basissaatgut, –1 je10 m2 bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut. Hybriden von Helianthus annuus Der zahlenmässige Anteil an Pflanzen, die in Bezug auf die Inzuchtlinie oder auf die Komponente als eindeutig nicht echt festgestellt werden können, darf folgende Werte nicht überschreiten:

a. Bei der Produktion von Basissaatgut: 1. Inzuchtlinien 0,2 2. Einfachhybriden – männliche Komponente, Pflanzen, die Pollen abgeben, sobald 2 Prozent oder mehr der weiblichen Komponenten empfängnisfähige Blüten aufweisen 0,2 – weibliche Komponente 0,5 Produktion von zertifiziertem Saatgut: – männliche Komponente, Pflanzen, die Pollen abgeben, sobald 5 Prozent oder mehr der weiblichen Komponenten empfängnisfähige Blüten aufweisen 0,5 – weibliche Komponente 1,0 Bei der Produktion von Saatgut von Hybridsorten müssen folgende weitere Anforderungen erfüllt sein:

  1. Die Pflanzen der männlichen Komponente geben während der Blütezeit der Pflanzen der weiblichen Komponente ausreichend Pollen ab.

  2. Wenn die Pflanzen der weiblichen Komponente empfängnisfähige Blüten haben, darf der Anteil an Pflanzen dieser Komponente, die Pollen abgegeben haben oder Pollen abgeben, 0,5 Prozent nicht überschreiten.

  3. Bei der Produktion von Basissaatgut darf der zahlenmässige Gesamtanteil an Pflanzen der weiblichen Komponente, die in Bezug auf diese Komponente als eindeutig nicht echt festgestellt werden können und die Pollen abgegeben haben oder Pollen abgeben, 0,5 Prozent nicht überschreiten.

  4. Bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut enthält die genutzte männlich sterile Komponente mindestens eine Linie, die die männliche Sterilität restauriert, so dass mindestens ein Drittel der aus dem erhaltenen Hybridsaatgut erwachsenden Pflanzen Pollen abgeben, der in jeder Hinsicht normal zu sein scheint.

Hybriden von Brassica napus, erzeugt unter Nutzung der männlichen Sterilität Der zahlenmässige Anteil an Pflanzen, die in Bezug auf die Inzuchtlinie oder auf die Komponente als eindeutig nicht echt festgestellt werden können, darf folgende Werte nicht überschreiten:

Produktion von Basissaatgut: 1. Inzuchtlinien 0,1 2. Einfachhybriden – männliche Komponente 0,1 – weibliche Komponente 0,2 Produktion von zertifiziertem Saatgut: – männliche Komponente 0,3 – weibliche Komponente 1,0 Die männliche Sterilität muss bei der Produktion von Basissaatgut 99 Prozent und bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut mindestens 98 Prozent betragen. Der Grad der männlichen Sterilität wird durch Prüfung der Blüten auf Fehlen fruchtbarer Antherenkulturen bewertet.

3.3 Isolationsabstand Der Bestand muss folgende Abstände zu benachbarten Quellen von Pollen aufweisen, die zu unerwünschter Fremdbestäubung führen können:

Kultur Minimaler Abstand Brassica spp. ausser Brassica napus; Cannabis sativa ausser monözischem Hanf; Carthamus tinctorius; Carum carvi; Sinapis alba: – bei der Produktion von Basissaatgut 400 m – bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut 200 m Brassica napus: – bei der Produktion von Basissaatgut von anderen Sorten als Hybriden 200 m – bei der Produktion von Basissaatgut von Hybriden 500 m – bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut von anderen Sorten als Hybriden 100 m – bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut von Hybriden 300 m Cannabis sativa, monözischer Hanf: – bei der Produktion von Basissaatgut 5000 m – bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut 1000 m Helianthus annuus: – bei der Produktion von Basissaatgut von Hybriden 1500 m – bei der Produktion von Basissaatgut von anderen Sorten als Hybriden 750 m – bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut 500 m Diese Abstände brauchen nicht eingehalten zu werden, sofern eine ausreichende Abschirmung gegen eine unerwünschte Fremdbestäubung vorhanden ist.

3.4 Samenübertragbare Krankheiten Das Vorhandensein von Schadorganismen, die die Verwendungseignung beeinträchtigen, ist auf ein Mindestmass zu beschränken. Bei Glycine max. gilt diese Voraussetzung insbesondere für die Organismen Pseudomonas syringae pv. glycinea, Diaporthe phaseolorum var. caulivora und var. sojae, Phialophora gregata und Phytophthora megasperma f.sp. glycinea.

von Gemüsearten 1. Der Bestand ist ausreichend sortenecht und sortenrein. 2. Es findet bei Basissaatgut mindestens eine amtliche Feldbesichtigung statt. Bei zertifiziertem Saatgut erfolgt mindestens eine Feldbesichtigung, die stichprobenweise bei mindestens 20 Prozent der Bestände je Art amtlich überwacht wird. 3. Der Kulturzustand der Vermehrungsfläche und der Entwicklungsstand des Bestandes gestatten eine ausreichende Kontrolle der Sortenechtheit und der Sortenreinheit sowie des Gesundheitszustands. 4. Die Mindestentfernungen zu benachbarten Beständen, die zu einer unerwünschten Fremdbestäubung führen können, betragen bei: A. Beta vulgaris 1. zu allen nachstehend nicht genannten Pollenquellen der Gattung Beta 1000 Meter, 2. Pollenquellen von Sorten derselben Unterart, die jedoch zu einer anderen Sortengruppe gehören: – für Basissaatgut 1000 Meter, – für zertifiziertes Saatgut 600 Meter, 3. Pollenquellen von Sorten derselben Unterart, die auch zur selben Sortengruppe gehören: – für Basissaatgut 600 Meter, – für zertifiziertes Saatgut 300 Meter. Die in den Nummern 2 und 3 genannten Sortengruppen werden nach dem Verfahren des Artikel 46 Absatz 2 bestimmt. B. Brassica-Arten 1. zu Quellen von fremden Pollen, die bei Sorten der Brassica-Arten schwerwiegende Beeinträchtigungen herbeiführen können: – für Basissaatgut 1000 Meter, – für zertifiziertes Saatgut 600 Meter; 2. zu anderen Quellen von fremden Pollen, die bei Sorten von Brassica-Arten einkreuzen können: – für Basissaatgut 500 Meter, – für zertifiziertes Saatgut 300 Meter, C. Wurzelzichorie 1. von anderen Arten derselben Gattung oder Unterarten 1000 Meter, 2. von einer anderen Sorte Wurzelzichorie: – für Basissaatgut 600 Meter, – für zertifiziertes Saatgut 300 Meter.

D. Andere Arten 1. zu Quellen von fremden Pollen, die bei Sorten anderer fremdbestäubender Arten schwerwiegende Beeinträchtigungen herbeiführen können: – für Basissaatgut 500 Meter, – für zertifiziertes Saatgut 300 Meter; 2. zu anderen Quellen von fremden Pollen, die bei Sorten anderer fremdbestäubender Arten einkreuzen können: – für Basissaatgut 300 Meter, – für zertifiziertes Saatgut 100 Meter. Diese Entfernungen brauchen nicht eingehalten zu werden, sofern eine ausreichende Abschirmung gegen eine unerwünschte Fremdbestäubung vorhanden ist. Das Vorhandensein von Krankheiten und Schadorganismen, die den Saatwert beeinträchtigen, ist auf ein Mindestmass beschränkt.

Anhang 4106 (Art. 3–10,20, 24, 29, 35, 38, 39 und 42) Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an das Saat- und Pflanzgut Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an das Getreidesaatgut Art Maximale Minimale Minimale Muster- Postengrösse Mustergrösse grösse für die Bestimmung der fremden Samen (t) (g) (g) Hafer, Gerste, Weichweizen, Hartweizen, Dinkel, Roggen, Triticale 30 1000 500 Kanariengras 10 400 200 Reis 30 500 500 Sorghum sudanense 10 1000 900 Sorghum bicolor und Sorghum bicolor x Sorhum sudanense 30 1000 900 Mais, Basissaatgut von Inzuchtlinien 40 250 250 Mais, Basissaatgut (ausser Inzuchtlinien) und zertifiziertes Saatgut 40 1000 1000 Sorten- und Artenmischungen ausser Kanariengras und Sorghum spp. 30 1000 500 2.1 Sortenechtheit und Sortenreinheit Das Saatgut muss betreffend Sortenechtheit und Sortenreinheit den in Anhang 3 geltenden Anforderungen entsprechen. Die Prüfung erfolgt in der Regel im Rahmen der Feldbesichtigung. Zertifiziertes Saatgut von Hybriden von Roggen wird erst anerkannt, wenn in einer amtlichen Nachprüfung festgestellt wurde, dass das verwendete Basissaatgut den Anforderungen betreffend Sortenechtheit, Sortenreinheit und männlicher Sterilität des Samenträgers genügt hat.

106 Bereinigt gemäss Ziff. II der V des WBF vom22. Dez. 1999 (AS 2000 513), vom 2. Mai 2005 (AS 2005 1945 ) und vom7. Juni 2010, in Kraft seit1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des WBF 916.151.1 2.2 Keimfähigkeit, Feuchtigkeitsgehalt, technische Reinheit und Anteil von Körnern anderer Pflanzenarten Art und Saatgutkategorie Keim- Reinheit1 Feuchtigkeitsgehalt9 Höchstbesatz an fremden Arten in 500 g3 fähigkeit in % in % in % insgesamt Rote Körner andere andere Arten Avena fatua, Raphanus Mutter- Panicum von Oryza Getreide- als Getreide A.sterilis, A. raphanistrum, korn- spp. sativa arten ludoviciana, Agrostemma sklerotien Lolium githago, temulentum6 Galium aparine, Vicia spp.

Hafer8, Gerste8, Weichweizen, Hartweizen, Dinkel Basissaatgut 85 99 15 4 17 3 0 1 1 Zertifiziertes Saatgut1. und 2. Vermehr. 85 98 15 10 7 7 0 3 3 Kanariengras Basissaatgut 75 98 15 4 17 0 Zertifiziertes Saatgut 75 98 15 10 5 0 Reis Basissaatgut 80 98 1 1 Zertifiziertes Saatgut1. Vermehr. 80 98 3 3 Zertifiziertes Saatgut 2. Vermehr. 80 98 5 3 Roggen Basissaatgut 85 98 15 4 17 3 0 1 1 Zertifiziertes Saatgut 85 98 15 10 7 7 0 3 34 Sorghum spp. 80 98 14 0 Landwirtschaft 916.151.1 Art und Saatgutkategorie Keim- Reinheit1 Feuchtigkeitsgehalt9 Höchstbesatz an fremden Arten in 500 g3 fähigkeit in % in % in % insgesamt Rote Körner andere andere Arten Avena fatua, Raphanus Mutter- Panicum von Oryza Getreide- als Getreide A.sterilis, A.

raphanistrum, korn- spp. sativa arten ludoviciana, Agrostemma sklerotien Lolium githago, temulentum6 Galium aparine, Vicia spp.

Triticale Basissaatgut 80 98 15 4 17 3 0 1 1 Zertifiziertes Saatgut1. und 2. Vermehr. 80 98 15 10 7 7 0 3 3 Mais 905 98 14 0 Bemerkungen:

Bei ungereinigten Mustern wird die Reinheit nicht untersucht.

…

Bei ungereinigten Mustern werden insgesamt 30 Samen von Raphanus raphanistrum, Agrostemma githago, Gallium aparine, Vicia spp. toleriert. Bei Kanariengras bezieht sich der Höchstbesatz an fremden Arten auf eine Mustergrösse von 200g.

Bei Hybridroggen werden maximal 4 Mutterkornsklerotien toleriert. Das Vorhandensein von 5 Sklerotien oder Bruchstücken von Sklerotien in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht wird als den Normen genügend befunden, wenn in einer zweiten Probe mit demselben Gewicht nicht mehr als 4 Sklerotien oder Bruchstücke von Sklerotien vorhanden sind.

Bei ungereinigten Mustern wird 95 % Keimfähigkeit gefordert.

Ein Korn von Avena fatua, A. sterilis, A. ludoviciana oder Lolium temulentum gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht keine Körner dieser Arten enthält

Ein zweites Korn gilt nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht keine Körner anderer Getreidearten enthält.

Für Sorten der Art Avena sativa, die amtlich als vom Typ «Nackthafer» und für Sorten der Art Hordeum vulgare, die amtlich als vom Typ «Nacktgerste» eingestuft sind, gilt die Mindestkeimfähigkeit von 75 % der reinen Körner. Das amtliche Etikett trägt demzufolge den Hinweis «Mindestkeimfähigkeit 75 %».

Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.

Anforderungen an die Kartoffel-Pflanzgutposten

Sortierungsnormen 1.1 Die Mindestgrössen der Knollen müssen so sein, dass sie nicht durch ein Sieb mit folgenden quadratischen Querschnitten gehen:

  1. 25 mm Seitenlänge

  2. … 1.2 Bei Knollen, die zu gross sind, um durch ein Sieb mit quadratischem Querschnitt von35 mm Seitenlänge zu gehen, werden die Ober- und Untergrenzen der Sortierung durch ein Vielfaches von5 ausgedrückt.

1.3 Der Unterschied der Seitenlängen der quadratischen Querschnitte der zur Sortierung der Knollen eines Postens verwendeten Siebe darf25 mm nicht übersteigen. 1.4 Eine Partie enthält nicht mehr als 3 Prozent des Gewichtes an Knollen, die das Mindestmass unterschreiten, und nicht mehr als 3 Prozent des Gewichtes an Knollen, die das angegebene Höchstmass übersteigen.

Qualität der Posten von Pflanzkartoffeln 2.1 Es gelten folgende Toleranzen:

  1. Anhaftende Erde und Fremdstoffe 2 % des Gewichtes

  2. Nass- oder Trockenfäule, soweit diese nicht 1 % des Gewichtes durch Synchytrium endobioticum, Corynebacterium sepedonicum oder Pseudomonas solanacearum verursacht werden

  3. Äussere Fehler (z.B. missgestaltete oder beschä- 3 % des Gewichtes digte Knollen)

  4. Kartoffelschorf: Knollen, die auf einer 5 % des Gewichtes Oberfläche von mehr als 1/3 befallen sind

  5. Gesamttoleranz für die Buchstaben b. bis d. 6 % des Gewichtes

  6. Posten von Vorstufen- und Basispflanzgut dürfen nicht mehr als 1 Prozent anhaftende Erde und Fremdstoffe sowie nicht mehr als 0,5 Prozent Knollengewicht mit Nass- oder Trockenfäule aufweisen.

2.2 Die Pflanzkartoffeln sind frei von Globodera rostochiensis, Synchytrium endobioticum, Clavibacter michiganensis spp. sepedonicus und Pseudomonas solanacearum.

Landwirtschaft 2.3 Bei der Laborkontrolle des offiziellen Musters dürfen folgende Grenzwerte nicht überschritten werden: Kategorie Klasse Befallene Knollen (in %) Schwere Leichte Erwinia spp.

Ausgangsmaterial F0 0 0 0 Vorstufe F1 0 0 0 Vorstufe F2 0 0 0 Vorstufe F3 0 0 0 Vorstufe F4 0,5 0,5 0 Basis S 0,5 12 Basis SE1 1 32 Basis SE2 1 32 Basis SE3 1 32 Basis E 21, 3 42, 3 Zertifiziert A 10

davon höchstens 1 % Virus Y (PVY)

Tests nur je Bedarf

Die maximale Toleranz für schwere und leichte Virosen beträgt zusammen 4 %

Für Pflanzgut der Klassen F0, F1, F2, F3 und F4 beziehen sich die Kontrollen auf folgende Virosen: – Blattrollvirus (PLRV) – Kartoffelvirus A (PVA) – Kartoffelvirus M (PVM) – Kartoffelvirus S (PVS) – Kartoffelvirus X (PVX) – Kartoffelvirus Y (PVY) Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an das Futterpflanzensaatgut

Posten- und Mustergrössen Es gelten die folgenden Posten- und Mustergrössen. Die maximalen Postengrössen dürfen die angegebenen Zahlen höchstens um 5 Prozent überschreiten.

Art Höchstgewicht Mindestgewicht Minimale Mustereines Postens einer aus einem grösse für die Be- Posten zu ziehen- stimmung der fremden Probe den Samen (in Tonnen) (in Gramm) (in Gramm)

2 3 4 Poaceae (Gramineae) Agrostis canina 10 50 5 Agrostis gigantea 10 50 5 Agrostis stolonifera 10 50 5 Agrostis capillaris 10 50 5 Alopecurus pratensis 10 100 30 Arrhenatherum elatius 10 200 80 Bromus catharticus 10 200 200 Bromus sitchensis 10 200 200 Cynodon dactylon 10 50 5 Dactylis glomerata 10 100 30 Festuca arundinacea 10 100 50 Festuca filiformis 10 100 30 Festuca ovinia 10 100 30 Festuca pratensis 10 100 50 Festuca rubra 10 100 30 Festuca trachyphylla 10 100 30 x Festulolium 10 200 60 Lolium multiflorum 10 200 60 Lolium perenne 10 200 60 Lolium x boucheanum 10 200 60 Phalaris aquatica 10 100 50 Phleum bertolonii 10 50 10 Phleum pratense 10 50 10 Poa annua 10 50 10 Poa nemoralis 10 50 5 Poa palustris 10 50 5 Poa pratensis 10 50 5 Poa trivialis 10 50 5 Trisetum flavescens 10 50

5 Landwirtschaft Art Höchstgewicht Mindestgewicht Minimale Mustereines Postens einer aus einem grösse für die Be- Posten zu ziehen- stimmung der fremden Probe den Samen (in Tonnen) (in Gramm) (in Gramm)

2 3 4 Fabaceae (Leguminosae) Hedysarum coronarium -Frucht 10 1000 300 Hedysarum coronarium -Samen 10 400 120 Lotus corniculatus 10 200 30 Lupinus albus 25 1000 1000 Lupinus angustifolius 25 1000 1000 Lupinus luteus 25 1000 1000 Medicago lupulina 10 300 50 Medicago sativa 10 300 50 Medicago x varia 10 300 50 Onobrychis viciifolia -Frucht 10 600 600 Onobrychis viciifolia -Samen 10 400 400 Pisum sativum 25 1000 1000 Trifolium alexandrinum 10 400 60 Trifolium hybridum 10 200 20 Trifolium incarnatum 10 500 80 Trifolium pratense 10 300 50 Trifolium repens 10 200 20 Trifolium resupinatum 10 200 20 Trigonella foenum-graecum 10 500 450 Vicia faba 25 1000 1000 Vicia pannonica 20 1000 1000 Vicia sativa 25 1000 1000 Vicia villosa 20 1000 1000 Andere Arten Brassica napus var.napobrassica 10 200 100 Brassica oleracea convar. acephala 10 200 100 Phacelia tanacetifolia 10 300 40 Raphanus sativus var. oleiformis 10 300 300

Lieferungstermine der offiziellen Muster für Vermehrungssaatgut Muster von Vermehrungssaatgut müssen dem zuständigen Dienst bis zum15. September abgeliefert werden.

Die Muster der importierten Vermehrungsposten sind mit der entsprechenden offiziellen Etikette oder den Anerkennungsgutachten der ursprünglichen Anerkennungsstelle versehen einzusenden.

Anforderungen an das Saatgut Das Saatgut muss folgende Normen und sonstige Voraussetzungen erfüllen:

3.1 Das Saatgut ist sortenecht und sortenrein. Die Mindestsortenreinheit wird in der Regel bei Feldbesichtigungen gemäss den in Anhang 3 festgelegten Normen geprüft.

Landwirtschaft 916.151.1 3.2 Zertifiziertes Saatgut der ersten Vermehrung Art Keimfähig- Maximaler Techni- Feuchtig- Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent 3*) Höchstanteil an Körnern Bemerkungen *) *) keit Anteil sche Min- keits- fremder Arten in einem = Erklärender in % harter destrein- gehalt Muster nach Ziffer 1, Text unter Be- Samen heit in % Spalte 4 merkungen zum in % in % (Gesamtzahl je Spalte) zertifizierten 1*) 2*) insgesamt eine Agro- Alopecu- Melilotus Raphanus Sinapis Avena Cuscuta Rumex 1.0 0.3 0.3 0 0 5 9,12 1.0 0.5 0.3 0 0 5 9,10,12 1.0 0.5 0.3 0 0 10 10,12 1.0 0.5 0.3 0 0 10 10,12 Saat- und Pflanzgut-Verordnung des WBF 916.151.1 Art Keimfähig- Maximaler Techni- Feuchtig- Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent 3*) Höchstanteil an Körnern Bemerkungen *) *) keit Anteil sche Min- keits-

fremder Arten in einem = Erklärender in % harter destrein- gehalt Muster nach Ziffer 1, Text unter Be- Samen heit in % Spalte 4 merkungen zum in % in % (Gesamtzahl je Spalte) zertifizierten 1*) 2*) insgesamt eine Agro- Alopecu- Melilotus Raphanus Sinapis Avena Cuscuta Rumex 1.0 0.3 0.3 0 0 5 12 1.0 0.3 0.3 0 0 5 6,12 1.0 0.3 0.3 0 0 2 9,11,12 1.0 0.3 0 0 5 12 1.0 0.3 0 0 10 7,13,14 1.0 0.3 0 0 5 0.3 0.3 0 0 5

0 0.5 0.3 5 Landwirtschaft 916.151.1 Art Keimfähig- Maximaler Techni- Feuchtig- Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent 3*) Höchstanteil an Körnern Bemerkungen *) *) keit Anteil sche Min- keits- fremder Arten in einem = Erklärender in % harter destrein- gehalt Muster nach Ziffer 1, Text unter Be- Samen heit in % Spalte 4 merkungen zum in % in % (Gesamtzahl je Spalte) zertifizierten 1*) 2*) insgesamt eine Agro- Alopecu- Melilotus Raphanus Sinapis Avena Cuscuta Rumex 0.3 0.3 0 0 5 0.5 0.3 0.3 0 0 5 12 0.5 0.3 0.3 0 0 10 12 0.5 0 0 12 0.5 0.3 0.3 0 0 5 Bemerkungen zum zertifizierten Saatgut der ersten Vermehrung

Alle frischen und gesunden, nach Vorbehandlung nicht gekeimten Körner gelten als

Ein Höchstanteil von 0,8 Prozent des Gewichtes an Körnern anderer Poa-Arten insgesamt gilt nicht als Unreinheit.

Ein Höchstanteil von 1 Prozent des Gewichtes an Körnern von Trifolium pratense gilt nicht als Unreinheit.

Ein Höchstanteil von 0,5 Prozent des Gewichtes an Körnern von Lupinus albus, Lupinus angustifolius, Lupinus luteus, Pisum sativum, Vicia faba, Vicia pannonica, Vicia sativa oder Vicia villosa insgesamt – ausser der jeweils betroffenen Art – gilt nicht als Unreinheit.

Der vorgeschriebene gewichtsmässige Höchstanteil an Körnern einer einzelnen Art gilt nicht für Körner von Poa spp.

Ein Höchstanteil von zwei Körnern von Avena fatua, Avena ludoviciana oder Avena sterilis insgesamt gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht frei von Körnern dieser Arten ist.

Ein Korn von Avena fatua, Avena ludoviciana oder Avena sterilis gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit dem doppelten vorgeschriebenen Gewicht frei von Körner dieser Arten ist.

Ein Korn von Cuscuta spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht

Die Bestimmung der Anzahl Cuscuta spp. erfolgt in einem doppelt so schweren Muster wie normal vorgeschrieben.

Ein Korn von Cuscuta spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit dem doppelten des vorgeschriebenen Gewichtes frei von Cuscuta spp. ist.

Der zahlenmässige Anteil an Körnern von Lupinen anderer Farbe überschreitet nicht:

  1. 2 Prozent bei Bitterlupinen;

  2. 1 Prozent bei anderen Lupinen als Bitterlupinen. 16 Der zahlenmässige Anteil an Körnern von Bitterlupinen überschreitet in bitterstoffarmen Lupinensorten nicht 2,5 Prozent. 17 Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei Landwirtschaft 916.151.1 3.3 Prebasis- und Basissaatgut *) higkeit in ler Anteil sche tigkeits- an Körnern Ziffer 1, Spalte 4 = Erklärender Prozent harter Mindest- gehalt in fremder Arten 3*) Text unter Be- Samen in reinheit Prozent in Gewichts- (Gesamtzahl je Spalte) merkungen zum Prozent in Prozent prozent Prebasis- und 1*) 2*) eine Rumex Agropy- Alopecu- Melilotus Avena Cuscuta

Footnotes

  1. [46] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  2. [22] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  3. [32] Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, mit Wirkung seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  4. [80] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  5. [6] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  6. [63] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  7. [90] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  8. [50] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  9. [30] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  10. [98] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999 (AS 2000 513). Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, mit Wirkung seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  11. [29] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).

Art 5 *) repens suroides 4 *)

2 5 5 0 0 6,10

5 5 5 0 0 10

5 5 5 0 0 10

1 1 1 0 0 6

2 5 5 6

2 5 5 6

2 5 5 0 0

2 1 1 0 0 Saat- und Pflanzgut-Verordnung des WBF 916.151.1 *) higkeit in ler Anteil sche tigkeits- an Körnern Ziffer 1, Spalte 4 = Erklärender Prozent harter Mindest- gehalt in fremder Arten 3*) Text unter Be- Samen in reinheit Prozent in Gewichts- (Gesamtzahl je Spalte) merkungen zum Prozent in Prozent prozent Prebasis- und 1*) 2*) eine Rumex Agropy- Alopecu- Melilotus Avena Cuscuta

Art 5 *) repens suroides 4 *)

2 1 1 0 0

1 1 1 0 0 8,11

2 0 0 0 9

3 0 0 0 9

5 0 0 0 9

5 0 0 0 9,12

5 0 0 0 9,12 Landwirtschaft 916.151.1 *) higkeit in ler Anteil sche tigkeits- an Körnern Ziffer 1, Spalte 4 = Erklärender Prozent harter Mindest- gehalt in fremder Arten 3*) Text unter Be- Samen in reinheit Prozent in Gewichts- (Gesamtzahl je Spalte) merkungen zum Prozent in Prozent prozent Prebasis- und 1*) 2*) eine Rumex Agropy- Alopecu- Melilotus Avena Cuscuta

Art 5 *) repens suroides 4 *)

2 0 0

3 0 0

0 0

2 0 0 Bemerkungen zum Prebasis- und Basis-Saatgut

Alle frischen und gesunden, nach Vorbehandlung nicht gekeimten Körner gelten als

Ein Höchstanteil von 80 Körnern von Poa spp. insgesamt gilt nicht als Unreinheit.

Bei Poa spp. maximal ein Korn einer anderen Poa spp. in einer Probe von 500 Samen.

Ein Höchstanteil von 20 Körnern von Poa spp. insgesamt gilt nicht als Unreinheit.

Ein Korn von Melilot us spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit dem Doppelten des vorgeschriebenen Gewichtes frei von Melilotus spp. ist.

Ein Höchstanteil von zwei Körnern von Avena fatua, Avena ludoviciana oder Avena sterilis insgesamt gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht frei von Körnern dieser Arten ist.

Ein Korn von Avena fatua, Avena ludoviciana oder Avena sterilis gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit dem doppelten vorgeschriebenen Gewicht frei von Körnern dieser Arten ist.

Die Bestimmung der Anzahl Cuscuta spp. erfolgt in einem doppelt so schweren Muster wie normal vorgeschrieben.

Bei bitterstoffarmen Lupinensorten überschreitet der zahlenmässige Anteil an bitteren Körnern nicht 1 Prozent.

Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei Landwirtschaft 916.151.1 3.4 Handelssaatgut Art Keimfä- Maxima- Techni- Feuch- Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent Höchstanteil an Körnern Bemerkungen*) higkeit in ler Anteil sche Min- tigkeits- 3*) fremder Arten in einem Muster *) = Erklärender Prozent harter destrein- gehalt in nach Ziffer 1, Spalte 4 Text unter Be- Samen in heit in Prozent merkungen zum Prozent Prozent (Gesamtzahl je Spalte) Handelssaatgut 1*) 2*) insge- eine Agropy- Alopecu- Melilotus Raphanus Sinapis Avena Cuscuta Rumex samt einzelne ron rus myo- spp. raphanis- arvensis fatua spp. spp. Art repens suroides trum 4*) 5*) 2.0 0.3 0.3 0 0 2 8 2.0 0.3 0.3 0 0 5 8 2.0 0.3 0.3 0 0 5 6, 8 2.0 1.0 0 0 5 8 2.0 0.3 0 0 5 1.5 0.3 0 0 5 1.3 0.3 0 0 5 11 1.5 0.3 0 0 5 11 Bemerkungen zum Handels-Saatgut

Alle frischen und gesunden, nach Vorbehandlung nicht gekeimten Körner gelten als

Ein Höchstanteil von 3 Prozent des Gewichtes an Körnern anderer Poa spp. insgesamt gilt nicht als Unreinheit. Bei Poa annua gelten 10 Prozent des Gewichtes von Körnern anderer Poa spp. insgesamt nicht als Unreinheit.

Ein Höchstanteil von zwei Körnern von Avena fatua, Avena ludoviciana oder Avena sterilis insgesamt gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht frei von Körnern dieser Arten ist.

Ein Korn von Cuscuta spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht

Die Bestimmung der Anzahl Cuscuta spp. erfolgt in einem doppelt so schweren Muster, wie normal vorgeschrieben.

Ein Korn von Cuscuta spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit dem Doppelten des vorgeschriebenen Gewichtes frei von Cuscuta spp. ist.

Bei Vicia spp. gilt ein Höchstanteil von 6 Prozent des Gewichtes an Körnern von Vicia pannonica, Vicia villosa oder verwandter Kulturarten insgesamt – ausser der jeweils betroffenen Art – nicht als Unreinheit.

Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an Öl- und Faserpflanzensaatgut Art Höchstgewicht eines Postens Minimale Mustergrösse Minimale Mustergrösse (in Tonnen) (in Gramm) für die zahlenmässige Bestimmung der fremden Samen (in Gramm)

2 3 4 Brassica rapa 10 200 70 Brassica juncea 10 100 40 Brassica napus 10 200 100 Brassica nigra 10 100 40 Cannabis sativa 10 600 600 Carthamus tinctorius 25 900 900 Carum carvi 10 200 80 Helianthus annuus 25 1000 1000 Linum usitatissimum 10 300 150 Papaver somniferum 10 50 10 Sinapis alba 10 400 200 Glycine max. 30 1000 1000 2.1 Sortenreinheit Art Minimale Sortenreinheit (%) Prebasis- und Zertifiziertes Saatgut Zertifiziertes Saatgut Basis-Saatgut der ersten der zweiten Vermehrung Vermehrung und Handelssaatgut Brassica napus1, 2, Brassica rapa299,9 99,7 Brassica napus1, 3, Brassica rapa3, 99,7 99 98 Helianthus annuus4, Sinapis alba Linum usitatissimum 99,7 98 97,5 Papaver somniferum 99 98 Gycine max 99,5 99

ausser Hybriden

ausser den Sorten ausschliesslich zu Futterzwecken

Sorten ausschliesslich zu Futterzwecken

ausser den Hybridsorten; einschliesslich ihrer Bestandteile Die minimale Sortenreinheit wird in der Regel bei Feldbesichtigungen nach den in Anhang 3 festgelegten Anforderungen geprüft. Im Falle von Hybriden von Brassica napus, die unter Nutzung der männlichen Sterilität erzeugt werden, muss das Saatgut folgenden Anforderungen und Normen genügen:

  1. Das Saatgut ist hinsichtlich der Sortenmerkmale seiner Komponenten, einschliesslich der männlichen Sterilität oder der Restauration der Fruchtbarkeit, ausreichend sortenecht und sortenrein.

  2. Die Sortenreinheit des Saatguts beträgt zumindest: – bei Basissaatgut, weibliche Komponente99,0 Prozent, – bei Basissaatgut, männliche Komponente99,9 Prozent, – bei zertifiziertem Saatgut90,0 Prozent.

  3. Saatgut darf nicht als zertifiziertes Saatgut zertifiziert werden, es sei denn, die Ergebnisse amtlicher Nachprüfungen von Basissaatgutproben, die während der Wachstumsperiode des für die Zertifizierung als zertifiziertes Saatgut angegebenen Saatguts amtlich entnommen und untersucht wurden, um festzustellen, ob das Basissaatgut die Anforderungen an die Saatgutidentität hinsichtlich der Merkmale der Komponenten, einschliesslich der männlichen Sterilität und der Normen für das Basissaatgut die Anforderungen hinsichtlich der Mindestsortenreinheit gemäss Buchstabe b erfüllt, wurden ordnungsgemäss berücksichtigt. Im Falle von Basissaatgut von Hybriden kann die Sortenreinheit nach geeigneten biochemischen Methoden bewertet werden;

  4. Die Normen für die Mindestsortenreinheit gemäss Buchstabe b von zertifiziertem Saatgut von Hybriden muss durch amtliche Nachprüfungen einer angemessenen Menge amtlich entnommener Proben überwacht werden. Dabei können geeignete biochemische Methoden angewandt werden.

2.2 Keimfähigkeit, Feuchtigkeitsgehalt, technische Reinheit und des Anteil an Körnern anderer Pflanzenarten:

Landwirtschaft 916.151.1 Basissaatgut und zertifiziertes Saatgut Art und Kategorie Mindest- Feuchtig- Technische Reinheit Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Ziffer 1, Spalte 4 keim- keitsgehalt (in % des Gewichtes) (Gesamtzahl je Spalte) fähigkeit (in %) (in % der reinen Körner) Technische Höchstanteil Insgesamt Avena fatua, Cuscuta spp. Raphanus Rumex spp. Alopecurus Lolium Anforderungen Mindest- an Körnern (a) Avena ludovi- raphanis- ausser myo- remotum hinsichtlich des reinheit anderer ciana, Avena trum Rumex suroides Anteils an Körnern Pflanzen- sterilis acetosella von arten Orobanche

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Brassica spp: – Basissaatgut 85 11 98 0,3 – 0 0 (c) (d)10 5 – Zertifiziertes Saatgut 85 11 98 0,3 – 0 0 (c) (d)10 5 Cannabis sativa 75 10 98 – 30 (b) 0 0 (c) (e) Carthamus tinctorius 75 98 – 5 0 0 (c) (e) Carum carvi 70 97 – 25 (b) 0 0 (c) (d)10 3 Helianthus annuus 85 10 98 – 5 0 0 (c) Linum usitatissimum – Faserlein 92 11 99 – 15 0 0 (c) (d) 4 2 – Öllein 85 11 99 – 15 0 0 (c) (d) 4 2 Papaver somniferum 80 98 – 25 (b) 0 0 (c) (d) Saat- und Pflanzgut-Verordnung des WBF 916.151.1 Art und Kategorie Mindest- Feuchtig- Technische Reinheit Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Ziffer 1, Spalte 4 keim- keitsgehalt (in % des Gewichtes) (Gesamtzahl je Spalte) fähigkeit (in %) (in % der reinen Körner) Technische Höchstanteil Insgesamt Avena fatua, Cuscuta spp. Raphanus Rumex spp.

Alopecurus Lolium Anforderungen Mindest- an Körnern (a) Avena ludovi- raphanis- ausser myo- remotum hinsichtlich des reinheit anderer ciana, Avena trum Rumex suroides Anteils an Körnern Pflanzen- sterilis acetosella von arten Orobanche

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Sinapis alba: – Basissaatgut 85 11 98 0,3 – 0 0 (c) (d)10 2 – Zertifiziertes Saatgut 85 11 98 0,3 – 0 0 (c) (d)10 5 Glycine max. 80 14 98 – 5 0 0 (c) Diese Normen gelten auch für Handelssaatgut.

Bemerkungen zu den Normen für Basissaatgut und zertifiziertes Saatgut

  1. Der in Spalte5 ausgewiesene Höchstanteil an Körnern bezieht sich auch auf die in den Spalten 6–11 angegebenen Arten.

  2. Die zahlenmässige Bestimmung des Gesamtanteils an Körnern anderer Pflanzenarten ist nur erforderlich, wenn Zweifel bestehen, ob die Anforderungen nach Spalte5 erfüllt sind.

  3. Die zahlenmässige Bestimmung der Körner von Cuscuta spp. ist nur erforderlich, wenn Zweifel bestehen, ob die Anforderungen nach Spalte7 erfüllt sind.

  4. Ein Korn von Cuscuta spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht

  5. Das Saatgut ist frei von Orobanche spp.; ein Korn von Orobanche spp. gilt in einer Probe von 100 g jedoch nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe von 200 g frei von Orobanche spp. ist.

  6. Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei

Das Vorhandensein von Schadorganismen, die die Verwendungseignung beeinträchtigen, ist auf ein Mindestmass zu beschränken. Insbesondere genügt das Saatgut folgenden Normen oder Voraussetzungen: Schadorganismen Höchstanteil an befallenen Körnern (in %) Art Botrytis spp. Alternaria spp., Sclerotinia sclerotiorum (Höchst- Ascochyta linicola anteil an Sklerotien oder Bruchstü- (syn. Phoma linicola), cken von Sklerotien in einer Probe Colletotrichum lini, mit dem in Ziffer 1, Spalte 4 Fusarium spp. angegebenen Gewicht)

2 3 4 Brassica napus 10 (b) Brassica rapa 5 (b) Cannabis sativa 5 Helianthus annuus 5 10 (b) Linum usitatissimum 5 5 (a) Sinapis alba 5 (b) Bemerkungen zu den Normen für Schadorganismen

  1. Bei Faserlein darf der Höchstanteil an Körnern, die mit Ascochyta linicola (syn. Phoma linicola) befallen sind, 1 Prozent nicht überschreiten.

  2. Die zahlenmässige Bestimmung von Sklerotien oder Bruchstücken von Sklerotien von Sclerotinia sclerotiorum ist nur erforderlich, wenn Zweifel bestehen, ob die Anforderungen nach Spalte4 erfüllt sind.

Besondere Normen oder sonstige Anforderungen für Glycine max. 1. Ein Befall mit Pseudomonas syringae pv. glycinea darf im Rahmen einer in fünf Unterstichproben unterteilten Stichprobe von mindestens 5000 Körnern je Partie nur bei höchstens vier Unterstichproben festgestellt werden. Werden in allen fünf Unterstichproben verdächtige Kolonien festgestellt, so können geeignete biochemische Tests der auf einem besonderen Kulturmedium isolierten verdächtigen Kolonien einer jeden Unterstichprobe durchgeführt werden, um die Einhaltung vorstehender Normen oder Voraussetzungen zu kontrollieren. 2. Der Höchstanteil an Körnern, der mit Diaporthe phaseolorum befallen ist, überschreitet nicht 15 Prozent. 3. Der gewichtsmässige Anteil an unschädlichen Verunreinigungen, der nach international üblichen Testmethoden bestimmt wird, überschreitet nicht 0,3 Prozent.

Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an Betarübensaatgut Art Höchstgewicht Minimale Mustergrösse eines Postens (in Tonnen) (in Gramm) Beta vulgaris 20 500 Das Saatgut ist ausreichend sortenecht und -rein. Das Vorhandensein von Krankheiten, die den Saatwert beeinträchtigen, ist auf ein Mindestmass beschränkt. Das Saatgut erfüllt folgende weitere Voraussetzungen:

Art Mindestkeim- Technische Höchstfeuchtigfähigkeit Mindestreinheit keitsgehalt (% der reinen (% des Gewichts) (% des Gewichts)1 Knäuel oder Samen) Zuckerrüben – Monogermsaatgut 80 97 15 – Präzisionssaatgut 75 97 15 – mehrkeimiges Saatgut von Sorten, 73 97 15 bei denen der Anteil an Diploiden

% übersteigt – übriges Saatgut 68 97 15 Futterrüben – mehrkeimiges Saatgut von Sorten, 73 97 15 in denen der Anteil an Diploiden

% übersteigt, Monogermsaatgut, Präzisionssaatgut – übriges Saatgut 68 97 15

Ausschliesslich etwa verwendeter granulierter Schädlingsbekämpfungsmittel, Hüllmasse oder sonstiger fester Zusätze.

Der gewichtsmässige Anteil an Samen anderer Pflanzen überschreitet nicht 0,3 Prozent.

Zusätzliche Anforderungen für Monogermsaatgut und Präzisionssaatgut

a. Monogermsaatgut: 1. Aus mindestens 90 Prozent der gekeimten Knäuel entwickelt sich nur ein einziger Keimling. 2. Der Anteil an Knäueln mit drei und mehr Keimlingen überschreitet nicht 5 Prozent der gekeimten Knäuel.

b. Präzisionssaatgut von Zuckerrüben: Aus mindestens 70 Prozent der gekeimten Knäuel entwickelt sich nur ein einziger Keimling. Der Anteil an Knäueln mit drei und mehr Keimlingen überschreitet nicht 5 Prozent der gekeimten Knäuel.

c. Präzisionssaatgut von Futterrüben: Bei Sorten, bei denen der Anteil an Diploiden 85 Prozent übersteigt, entwickelt sich aus mindestens 58 Prozent und bei allem übrigen Saatgut aus mindestens 63 Prozent der gekeimten Knäuel nur ein einziger Keimling. Der Anteil an Knäueln mit drei und mehr Keimlingen überschreitet nicht 5 Prozent der gekeimten Knäuel.

d. Bei Saatgut der Kategorie «Basissaatgut» überschreitet der gewichtsmässige Anteil an unschädlichen Verunreinigungen nicht1,0 Prozent. Bei Saatgut der Kategorie «zertifiziertes Saatgut» überschreitet dieser Anteil nicht 0,5 Prozent. Bei umhülltem Saatgut dieser beiden Kategorien wird die Einhaltung dieser Bedingung anhand von Stichproben geprüft, die aus verarbeitetem Saatgut gezogen werden, das teilweise geschält (geschliffen oder zerkleinert), jedoch noch nicht umhüllt worden ist; vorbehalten bleibt die amtliche Prüfung der Mindestanalysenreinheit des umhüllten Saatguts.

Kapitel F: Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an Saatgut der Gemüsearten

Posten- und Mustergrössen 1. Höchstgewicht einer Partie

  1. Samen von Phaseolus occineus, Phaseolus vulgaris, Pisum sativum und Vicia faba 30 Tonnen

  2. Samen von der Grösse der Weizenkörner und grösser, ausgenommen Phaseolus occineus, Phaseolus vulgaris, Pisum sativum und Vicia faba 20 Tonnen

  3. Kleinere Samen 10 Tonnen Das Höchstgewicht einer Partie darf nicht um mehr als 5 % überschritten 2. Mindestgewicht einer Probe Art Gewicht (in g) Allium cepa 25 Allium fistulosum 15 Allium porrum 20 Allium sativum 20 Allium schoenoprasum 15 Anthricus cerefolium 20 Apium graveolens 5 Asparagus officinalis 100 Beta vulgaris 100 Brassica oleracea 25 Brassica rapa 20 Capsicum annuum 40 Cichorium intybus (partim) Treibzichorie (Chicorée, Belgische Zichorie, Witloof), Gewöhnliche Blattzichorie (Italienische Zichorie) 15 Cichorium intybus (partim) (Wurzelzichorie) 50 Cichorium endivia 15 Citrullus lanatus 250 Cucumis melo 100 Cucumis sativus 25 Cucurbita maxima 250 Cucurbita pepo 150 Cynara cardunculus 50 Daucus carota 10 Foeniculum vulgare 25 Lactuca sativa 10 Lycopersicon esculentum

    20 Petroselinum crispum 10 Phaseolus coccineus 1000 Phaseolus vulgaris 700 Pisum sativum 500 Raphanus sativus 50 Rheum rhabarbarum 135 Scorzonera hispanica 30 Solanum melongena 20 Spinacia oleracea 75 Valerianella locusta 20 Vicia faba 1000 Zea mays 1000 Bei F-1-Hybridsorten der vorgenannten Arten kann das Mindestgewicht der Probe bis auf ein Viertel des angegebenen Gewichts herabgesetzt werden. Die Probe muss jedoch mindestens ein Gewicht von5 g haben und mindestens 400 Körner enthalten.

Anforderungen an das Saatgut 1. Das Saatgut ist ausreichend sortenecht und sortenrein. 2. Das Vorhandensein von Krankheiten und Schadorganismen, die den Saatwert beeinträchtigen, ist auf ein Mindestmass beschränkt. 3. Das Saatgut genügt folgenden weiteren Anforderungen:

a. Normen:

Species Technische Höchstanteil Mindestkeim- Mindest- an Körnern fähigkeit reinheit anderer (in % der (in % des Pflanzenarten reinen Körner Gewichts) (in % des oder Knäuel) Gewichts) Allium cepa 97 0,5 70 Allium fistulosum 97 0,5 65 Allium porrum 97 0,5 65 Allium sativum 97 0,5 65 Allium schoenoprasum 97 0,5 65 Anthriscus cerefolium 96 1 70 Apium graveolens 97 1 70 Asparagus officinalis 96 0,5 70 Beta vulgaris (Cheltenham beet) 97 0,5 50 (Knäuel) Beta vulgaris (andere als Cheltenham beet) 97 0,5 70 (Knäuel) Brassica oleracea (Blumenkohl) 97 1 70 Brassica oleracea (andere als Blumenkohl) 97 1 75 Brassica rapa (Chinakohl) 97 1 75 Brassica rapa (Herbstrübe, Mairübe, Species Technische Höchstanteil Mindestkeim- Mindest- an Körnern fähigkeit reinheit anderer (in % der (in % des Pflanzenarten reinen Körner Gewichts) (in % des oder Knäuel) Gewichts) Stoppelrübe) 97 1 80 Capsicum annuum

97 0,5 65 Cichorium intybus (partim) Treibzichorie (Chicorée, Belgische Zichorie, Witloof), Gewöhnliche Blattzichorie (Italienische Zichorie) 95 1,5 65 Cichorium intybus (partim) (Wurzelzichorie) 97 1 80 Cichorium endivia 95 1 65 Citrullus lanatus 98 0,1 75 Cucumis melo 98 0,1 75 Cucumis sativus 98 0,1 80 Cucurbita maxima 98 0,1 80 Cucurbita pepo 98 0,1 75 Cynara cardunculus 96 0,5 65 Daucus carota 95 1 65 Foeniculum vulgare 96 1 70 Lactuca sativa 95 0,5 75 Lycopersicon esculentum 97 0,5 75 Petroselinum crispum 97 1 65 Phaseolus coccineus 98 0,1 80 Phaseolus vulgaris 98 0,1 75 Pisum sativum 98 0,1 80 Raphanus sativus 97 1 70 Rheum rhabarbarum 97 0,5 70 Scorzonera hispanica 95 1 70 Solanum melongena 96 0,5 65 Spinacia oleracea 97 1 75 Valerianella locusta 95 1 65 Vicia faba 98 0,1 80 Zea mays 98 0,1 85 Bei Sorten von Zea mays (betrifft Zuckermais «super sweet») beträgt die erforderliche Mindestkeimfähigkeit

nur 80 % der reinen Körner. Das Etikett wird mit dem Hinweis «Mindestkeimfähigkeit 80 %» versehen.

  1. Zusätzliche Anforderungen:

  2. Saatgut von Leguminosen weist keinen Befall mit folgenden lebenden Insekten auf: Acanthoscelides obtectus Sag. Bruchus affinis Froel. Bruchus atomarius L. Bruchus pisorum L. Bruchus rufimanus Boh. ii) Saatgut weist keinen Befall mit lebenden Milben auf.

Anhang 5107 (Art.15, 28, 30, 44 und 45) Etikettierung Etikettierung für Getreidesaatgut 1. Die minimale Grösse einer Etikette beträgt 110 mm ×67 mm. 2. Folgende Angaben müssen auf den Etiketten enthalten sein:

a. Für alle Kategorien ausser Saatgutmischungen 3. Anerkennungsstelle und Land («CH» oder «Schweiz») 4. Postennummer 5. Monat und Jahr des Verschlusses mit dem Wortlaut: «Verschluss am … 6. Art (lateinischer Name) 8. Saatgutkategorie 9. Land, in welchem das Saatgut produziert wurde 10. Netto- oder Bruttogewicht (einschliesslich Vermerk) oder Anzahl Körner 11. Sofern Granulate, Substanzen zur Saatgutpillierung oder andere solide 12. Bei zertifiziertem Saatgut von Hybriden wird die Sortenbezeichnung mit dem Wortlaut «Hybrid» ergänzt. Bei Basissaatgut von Hybriden oder bei der Produktion von Linienmischungen wird die Bezeichnung der Linie, der Einfachhybride oder der Komponente mit dem Wortlaut «Komponente» ergänzt kann eine amtliche Klebeetikette, die auf die ursprüngliche Etikette befestigt wird, verwendet werden. Diese Etikette muss die folgende 14. zusätzlich bei Vorstufensaatgut die Anzahl der dem Saatgut der Kategorien «Zertifiziertes Saatgut» oder «Zertifiziertes Saatgut der ersten Generation» vorhergehenden Generationen.

107 Bereinigt gemäss Ziff. II der V des WBF vom22. Dez. 1999 (AS 2000 513), vom 2. Mai 2005 (AS 2005 1945) und vom7. Juni 2010, in Kraft seit1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

b. Für Saatgutmischungen 1. Mischung (Arten und Sorten) 2. Anerkennungsstelle und Land («CH» oder «Schweiz») 3. Postennummer 4. Monat und Jahr des Verschlusses mit dem Wortlaut: «Verschluss am … 5. Art, Sorte, Saatgutkategorie, Produktionsland und Gewichtsanteil in Prozent jeder Komponente 6. Etikettennummer 7. Netto- oder Bruttogewicht (einschliesslich Vermerk) oder Anzahl Körner 8. Sofern Granulate, Substanzen zur Saatgutpillierung oder andere solide Zusatzstoffe verwendet werden, werden die entsprechenden Stoffe und 9. Im Falle von überlagertem Saatgut kann der Text der Etikette mit dem kann eine amtliche Klebeetikette, die auf die ursprüngliche Etikette befestigt wird, verwendet werden. Diese Etikette muss die folgende Etikettierung für Pflanzkartoffeln A. Vorgeschriebene Angaben Folgende Angaben müssen auf der Etikette enthalten sein: 1. Etikettennummer; 2. Eintragung «EG-Norm»; 3. Anerkennungsstelle und Land; 4. Kennnummer des Produzenten oder Identifikationsnummer der Partie; 5. Monat und Jahr des Verschlusses mit dem Wortlaut: «Verschluss am … (Monat und Jahr); 6. Sortenbezeichnung; 7. Land, in welchem das Saatgut produziert wurde; 8. Kategorie und Klasse; 9. Sortierung; 10. Angegebenes Nettogewicht.

B. Mindestgrössen Die minimale Grösse einer Etikette beträgt 110 mm ×67 mm.

Etikettierung für Futterpflanzensaatgut 1. Amtliches Etikett 1.1 Vorgeschriebene Angaben

a. Bei Prebasissaatgut, Basissaatgut und zertifiziertem Saatgut: 3. Anerkennungsstelle und Land 4. Bezugsnummer der Partie 5. Monat und Jahr des Verschlusses mit dem Wortlaut: «Verschluss am …» (Monat und Jahr) Monat und Jahr der letzten für die Entscheidung über die Anerkennung bestimmten amtlichen Probenahmen, ausgedrückt durch den Vermerk: «Probenahme …» (Monat und Jahr) 6. Art (lateinische Bezeichnung) 8. Kategorie 9. Land, in welchem das Saatgut produziert wurde 10. Netto- oder Bruttogewicht (einschliesslich Vermerk) oder Anzahl Körner 11. Sofern Granulate, Substanzen zur Saatgutpillierung oder andere solide 12. Bei zertifiziertem Saatgut der zweiten und folgenden Vermehrungen nach Basissaatgut Zahl der Generationen nach Basissaatgut kann eine amtliche Klebeetikette, die auf die ursprüngliche Etikette befestigt wird, verwendet werden. Diese Etikette muss die folgende Angabe enthalten: Datum der Probenahme. 14. Zusätzlich bei Prebasissaatgut die Anzahl der dem Saatgut der Kategorien «Zertifiziertes Saatgut» oder «Zertifiziertes Saatgut der ersten Generation» vorhergehenden Generationen 15. Bei Saatgut von Gräsersorten, bei denen keine Prüfung der Anbau- und Verwendungseignung nach Artikel 15 Absatz 2 Buchstabe a stattgefunden hat: «Nicht zur Nutzung als Futterpflanzen bestimmt».

b. Bei Handelssaatgut: 3. «Handelssaatgut (nicht nach der Sorte anerkannt)»

4. Anerkennungsstelle und Land 5. Postennummer 6. Monat und Jahr des Verschlusses mit dem Wortlaut: «Verschluss am …» (Monat und Jahr) Monat und Jahr der letzten für die Entscheidung über die Zulassung als Handelssaatgut bestimmten amtlichen Probenahmen, ausgedrückt durch den Vermerk: «Probenahme …» (Monat und Jahr) 7. Art (lateinische Bezeichnung) 8. Land, in welchem das Saatgut produziert wurde 9. Netto- oder Bruttogewicht (einschliesslich Vermerk) oder Anzahl Körner 10. Sofern Granulate, Substanzen zur Saatgutpillierung oder andere solide 11. Im Falle von überlagertem Saatgut kann der Text der Etikette mit dem kann eine amtliche Klebeetikette, die auf die ursprüngliche Etikette befestigt wird, verwendet werden. Diese Etikette muss die folgende Angabe enthalten: Datum der Probenahme.

c. Für Saatgutmischungen: 1. «Saatgutmischung für … (Verwendungszweck)» 2. Verschliessungsstelle und Land 3. Referenznummer 4. Monat und Jahr des Verschlusses mit dem Wortlaut: «Verschluss am …» 5. Gewichtsverhältnis der verschiedenen Bestandteile nach Arten und gegebenenfalls nach Sorten; es genügt die Angabe der Mischungsbezeichnung, wenn das Gewichtsverhältnis dem Erwerber schriftlich zur Kenntnis gegeben wird und bei einer amtlichen Stelle niedergelegt ist 6. Netto- oder Bruttogewicht (einschliesslich Vermerk) oder Anzahl Körner 7. Sofern Granulate, Substanzen zur Saatgutpillierung oder andere solide 8. Im Falle von überlagerter Saatgutmischung kann der Text der Etikette mit dem Wortlaut «neu analysiert am … (Monat, Jahr)» ergänzt werden. Dabei kann eine amtliche Klebeetikette, die auf die ursprüngliche Etikette befestigt wird, verwendet werden. Diese Etikette muss die folgende Angabe enthalten: Datum der Probenahme.

Mindestgrösse Lieferantenetikett oder Anschrift auf der Packung (Kleinpackung EG) Vorgeschriebene Angaben

a. Bei zertifiziertem Saatgut: 1. «Kleinpackung EG B» 3. Amtlich zugeteilte Kennnummer 4. Dienststelle, welche die amtliche Kennnummer zugeteilt hat 5. Bezugsnummer, die ein Zurückgreifen auf die anerkannte Partie ermöglicht, sofern die amtliche Kennnummer dies nicht gestattet 6. Art, zumindest in lateinischen Buchstaben angegeben 7. Sorte, zumindest in lateinischen Buchstaben angegeben 8. «Zertifiziertes Saatgut» 9. Netto- oder Bruttogewicht oder Zahl der reinen Körner 10. Bei Angabe des Gewichtes und bei Verwendung von granulierten Schädlingsbekämpfungsmitteln, Hüllmasse oder sonstigen festen Zusätzen die Art des Zusatzes sowie das ungefähre Verhältnis zwischen dem Gewicht der reinen Körner und dem Gesamtgewicht 11. Bei Saatgut von Gräsersorten, bei denen keine Prüfung der Anbau- und Verwendungseignung nach Artikel 15 Absatz 2 Buchstabe a stattgefunden hat: «Nicht zur Nutzung als Futterpflanzen bestimmt».

b. Bei Handelsaatgut: 1. «Kleinpackung EG B» 3. Amtlich zugeteilte Kennnummer 4. Dienststelle, welche die amtliche Kennnummer zugeteilt hat 5. Bezugsnummer, die ein Zurückgreifen auf die zugelassene Partie ermöglicht, sofern die amtliche Kennnummer dies nicht gestattet 6. Art, zumindest in lateinischen Buchstaben angegeben 7. «Handelssaatgut» 8. Netto- oder Bruttogewicht oder Zahl der reinen Körner 9. Bei Angabe des Gewichtes und bei Verwendung von granulierten Schädlingsbekämpfungsmitteln, Hüllmasse oder sonstigen festen Zusätzen die Art des Zusatzes sowie das ungefähre Verhältnis zwischen dem Gewicht der reinen Körner und dem Gesamtgewicht.

c. Bei Mischungen von Saatgut: 1. «Kleinpackung EG A» oder «Kleinpackung EG B» 3. Für Kleinpackungen EG B: – amtlich zugeteilte Kennnummer – Dienststelle, welche die amtliche Kennnummer zugeteilt hat und Angabe des Landes oder eines Kurzzeichens – Bezugsnummer, die ein Zurückgreifen auf die verwendeten Partien ermöglicht, sofern die amtliche Kennnummer dies nicht gestattet 4. Für Kleinpackungen EG A: – Bezugsnummer, die ein Zurückgreifen auf die verwendeten Partien gestattet – Land 5. … 6. «Saatgutmischung für … (Verwendungszweck)» 7. Netto- oder Bruttogewicht oder Zahl der reinen Körner 8. Bei Angabe des Gewichtes und bei Verwendung von granulierten Schädlingsbekämpfungsmitteln, Hüllmasse oder sonstigen festen Zusätzen die Art des Zusatzes sowie das ungefähre Verhältnis zwischen dem Gewicht der reinen Körner und dem Gesamtgewicht 9. Gewichtsverhältnis der verschiedenen Bestandteile nach Arten und gegebenenfalls nach Sorten; es genügen Teile dieser Angaben, soweit sie von den Mitgliedstaaten für auf ihrem Gebiet abgepackte Kleinpackungen gefordert werden, sowie die Angabe der Mischungsbezeichnung, wenn das Gewichtsverhältnis dem Erwerber auf Anfrage zur Kenntnis gegeben werden kann und bei einer amtlichen Stelle niedergelegt ist.

Etikettierung von Öl- und Faserpflanzensaatgut

Vorgeschriebene Angaben

a. Bei Basissaatgut und zertifiziertem Saatgut: 3. Anerkennungsstelle und Land 4. Postennummer 5. Monat und Jahr der Verschliessung, ausgedrückt durch den Vermerk: «Verschliessung …» (Monat und Jahr) Monat und Jahr der letzten, zur Entscheidung über die Anerkennung bestimmten amtlichen Probenahme, ausgedrückt durch den Vermerk: «Probennahme …» (Monat und Jahr) 6. Art (lateinische Bezeichnung) 8. Kategorie 9. Erzeugerland 10. Netto- oder Bruttogewicht (einschliesslich des entsprechenden Vermerks) oder Anzahl Körner 11. Sofern granulierte Schädlingsbekämpfungsmittel, Substanzen zur Saatgutpillierung oder andere solide Zusatzmittel verwendet werden, sind die entsprechenden Stoffe und deren Gewichtsanteil zu deklarieren. 12. Bei Hybridsorten oder Inzuchtlinien: – für Basissaatgut, bei dem die Einfachhybride oder Inzuchtlinie, der das Basissaatgut angehört, gemäss dieser Verordnung amtlich zugelassen worden ist: Bezeichnung der Komponente, unter dem diese amtlich zugelassen worden ist, mit oder ohne Angabe der Sorte, im Fall von Einfachhybriden oder Inzuchtlinien, die ausschliesslich dazu bestimmt sind, als Komponenten für die Erzeugung von Sorten verwendet zu werden, mit dem Zusatz «Komponente» – für Basissaatgut in anderen Fällen: Bezeichnung der Komponente, der das Basissaatgut angehört, die kodiert angegeben werden kann, ergänzt durch die Angabe der Sorte, mit oder ohne Angabe ihrer Funktion (männlich oder weiblich), mit dem Zusatz «Komponente» – für zertifiziertes Saatgut: Bezeichnung der Sorte, der das Saatgut angehört, mit den Zusatz «Hybrid»

Wortlaut «neu analysiert am …» (Monat und Jahr) ergänzt werden. Dabei kann eine amtliche Klebeetikette verwendet werden, die auf der ursprünglichen Etikette befestigt wird. Diese Etikette muss folgende

  1. abis. Für zertifiziertes Saatgut einer Verbundsorte: Es gelten die unter Buchstabe a verlangten Angaben, ausser dass anstelle der Sortenbezeichnung die Bezeichnung der Verbundsorte (Angabe «Verbundsorte» und Bezeichnung) und die Gewichtsprozentsätze der verschiedenen Sortenkomponenten anzugeben sind; die Angabe der Bezeichnung der Verbundsorte reicht aus, wenn der Gewichtsprozentsatz dem Käufer auf Verlangen schriftlich mitgeteilt und amtlich festgehalten wurde.

  2. Bei Handelssaatgut:

3. «Handelssaatgut (nicht nach der Sorte anerkannt)» 4. Anerkennungsstelle und Land 5. Postennummer 6. Monat und Jahr der Verschliessung, ausgedrückt durch den Vermerk: «Verschliessung …» (Monat und Jahr) Monat und Jahr der letzten für die Entscheidung über die Zulassung als Handelssaatgut bestimmten amtlichen Probenahme, ausgedrückt durch den Vermerk: «Probenahme …» (Monat und Jahr) 7. Art (lateinische Bezeichnung) 8. Erzeugerland 9. Netto- oder Bruttogewicht 10. Sofern granulierte Schädlingsbekämpfungsmittel, Substanzen zur Saatgutpillierung oder andere solide Zusatzmittel verwendet werden, werden die entsprechenden Stoffe und deren Gewichtsanteil deklariert. 11. Im Falle von überlagertem Saatgut kann der Text der Etikette mit dem Wortlaut «neu analysiert am … (Monat Jahr)» ergänzt werden. Dabei kann eine amtliche Klebeetikette verwendet werden, die auf der ursprünglichen Etikette befestigt wird. Diese Etikette muss folgende Angabe enthalten: Datum der Probenahme für die Nachprüfung.

Mindestgrösse Etikettierung für Betarübensaatgut

Amtliches Etikett 1.1 Vorgeschriebene Angaben 1. Etikettennummer 2. Eintragung «EG-Norm» 3. Anerkennungsstelle und Land 4. Postennummer 5. Monat und Jahr der Verschliessung, ausgedrückt durch den Vermerk: «Verschliessung …» (Monat und Jahr) Monat und Jahr der letzten für die Entscheidung über die Anerkennung bestimmten amtlichen Probenahme, ausgedrückt durch den Vermerk: «Probenahme …» (Monat und Jahr) 6. Art (lateinische Bezeichnung); ferner ist anzugeben, ob es sich um Zucker- oder Futterrüben handelt 7. Sortenbezeichnung 8. Kategorie 9. Erzeugerland 10. Netto- oder Bruttogewicht bzw. Zahl der Knäuel oder reinen Körner (einschliesslich der entsprechenden Vermerke) 11. Sofern granulierte Schädlingsbekämpfungsmittel, Substanzen zur Saatgutpillierung oder andere solide Zusatzmittel verwendet werden, werden die entsprechenden Stoffe und deren Gewichtsanteil deklariert. 12. Bei Monogermsaatgut: Zusatz «Monogermsaatgut» 13. Bei Präzisionssaatgut: Zusatz «Präzisionssaatgut» 14. Im Falle von überlagertem Saatgut kann der Text der Etikette mit dem Wortlaut «neu analysiert am … (Monat Jahr)» ergänzt werden. Dabei kann eine amtliche Klebeetikette verwendet werden, die auf der ursprünglichen Etikette befestigt wird. Diese Etikette muss folgende Angabe enthalten: Datum der Probenahme.

1.2 Mindestgrösse

Lieferantenetikett oder Aufschrift auf der Packung (Kleinpackung EG) Vorgeschriebene Angaben 1. «Kleinpackung EG» 2. Name und Anschrift des für die Kennzeichnung verantwortlichen Lieferanten oder sein Zeichen 3. Amtlich zugeteilte Kennnummer 4. Dienststelle, welche die Kennnummer zugeteilt hat und Land 5. Bezugsnummer, die ein Zurückgreifen auf den Posten ermöglicht, sofern die amtliche Kennnummer dies nicht gestattet 6. Art (lateinische Bezeichnung); ferner ist anzugeben, ob es sich um Zucker- oder Futterrüben handelt 7. Sortenbezeichnung zumindest in lateinischen Buchstaben angegeben 8. Saatgut-Kategorie 9. Netto- oder Bruttogewicht bzw. Zahl der Knäuel oder reinen Körner (einschliesslich der entsprechenden Vermerke) 10. Sofern granulierte Schädlingsbekämpfungsmittel, Substanzen zur Saatgutpillierung oder andere solide Zusatzmittel verwendet werden, werden die entsprechenden Stoffe und deren Gewichtsanteil deklariert 11. Bei Monogermsaatgut: Zusatz «Monogermsaatgut» 12. Bei Präzisionssaatgut: Zusatz «Präzisionssaatgut»

Kapitel F: Etikettierung für Gemüsesaatgut A. Amtliche Etikette für Basissaatgut und Zertifiziertes Saatgut I. Vorgeschriebene Angaben 1. EG-Norm; 2. Anerkennungsstelle und Mitgliedstaat oder deren Zeichen; 3. Monat und Jahr der Verschliessung ausgedrückt durch den Vermerk «Verschliessung …» (Monat und Jahr) oder Monat und Jahr der letzten, für die Entscheidung über die Anerkennung bestimmten amtlichen Probenahme, ausgedrückt durch den Vermerk «Probenahme …» (Monat und Jahr); 4. Bezugsnummer der Partie; 5. Art, zumindest in lateinischen Buchstaben die Angabe der botanischen Bezeichnung (gegebenenfalls abgekürzt und ohne Namen der Autoren) oder der landesüblichen Bezeichnung oder beider Bezeichnungen; 6. Sorte, zumindest in lateinischen Buchstaben angegeben; 7. Kategorie; 8. Erzeugerland; 9. Angegebenes Netto- oder Bruttogewicht oder angegebene Zahl der reinen Körner; 10. Bei Angabe des Gewichts und bei Verwendung von granulierten Schädlingsbekämpfungsmitteln, Hüllmasse oder sonstigen festen Zusätzen die Art des Zusatzes sowie das ungefähre Verhältnis zwischen dem Gewicht der reinen Körner und dem Gesamtgewicht; 11. Bei Hybridsorten oder Inzuchtlinien: – für Basissaatgut, bei dem die Einfachhybride oder Inzuchtlinie, der das Basissaatgut angehört, gemäss dieser Richtlinie amtlich zugelassen worden ist: Bezeichnung der Komponente, unter dem diese amtlich zugelassen worden ist, mit oder ohne Angabe der Sorte, im Fall von Einfachhybriden oder Inzuchtlinien, die ausschliesslich dazu bestimmt sind, als Komponenten für die Erzeugung von Sorten verwendet zu werden, mit dem Zusatz «Komponente», – für Basissaatgut in anderen Fällen: Bezeichnung der Komponente, der das Basissaatgut angehört, die kodiert angegeben werden kann, ergänzt durch die Angabe der Sorte, mit oder ohne Angabe ihrer Funktion (männliche oder weibliche Komponente), mit dem Zusatz «Komponente», – für zertifiziertes Saatgut: Bezeichnung der Sorte, der das Saatgut angehört, mit dem Zusatz «Hybrid»; 12. Wenn mindestens die Keimfähigkeit erneut geprüft wurde, können die Worte «erneut geprüft …» (Monat und Jahr) angegeben werden. Mindestgrösse 110 ×67 mm B. Lieferantenetikette oder Aufschrift auf der Packung bei Standardsaatgut I. Vorgeschriebene Angaben 1. EG-Norm; 2.

Name und Anschrift der für die Anbringung der Etiketten Verantwortlichen oder ihr Zeichen; 3. Wirtschaftsjahr der Verschliessung oder der letzten Prüfung der Keimfähigkeit; das Ende dieses Wirtschaftsjahres kann angegeben werden; 4. Art, zumindest in lateinischen Buchstaben angegeben; 5. Sorte, zumindest in lateinischen Buchstaben angegeben; 6. Kategorie; 7. Die von dem für die Anbringung der Etiketten Verantwortlichen festgelegte Bezugsnummer; 8. Angegebenes Netto- oder Bruttogewicht oder angegebene Zahl der reinen Körper; 9. Bei Angabe des Gewichts und bei Verwendung von granulierten Schädlingsbekämpfungsmitteln, Hüllmasse oder sonstigen festen Zusätzen die Art des Zusatzes sowie das ungefähre Verhältnis zwischen dem Gewicht der reinen Körner und dem Gesamtgewicht. Mindestgrösse der Etikette 110 ×67 mm Anhang 6108 (Art. 40) Bedingungen für Kulturen, die direkt von Pflanzkartoffeln abstammen

Sortenechtheit Bei der direkten Nachkommenschaft von zertifiziertem Pflanzgut überschreitet der zahlenmässige Anteil an nicht sortenechten Pflanzen nicht 0,5 Prozent und der Anteil an Pflanzen fremder Sorten nicht 0,2 Prozent.

Virosen 2.1 Bei der direkten Nachkommenschaft von zertifiziertem Pflanzgut überschreitet der zahlenmässige Anteil an Pflanzen mit Anzeichen von schweren oder leichten Virosen nicht 10 Prozent. Unberücksichtigt bleiben leichte Mosaike, d. h. wenn nur leichte Verfärbungen ohne Verformungen der Blätter vorliegen. 2.2 Bei der in Punkt1 aufgeführten Beurteilung einer Sorte, die chronisch mit einem Virus befallen ist, bleiben die durch diesen Virus verursachten leichten Anzeichen unberücksichtigt.

108 Bereinigt gemäss Ziff. II der V des WBF vom7. Juni 2010, in Kraft seit1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Footnotes

  1. [44] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  2. [67] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).

Footnotes

  1. [21] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  2. [26] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  3. [45] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  4. [51] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 8. März 2002, in Kraft seit 1. Juni 2002 (AS 2002 1489).
  5. [54] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  6. [55] Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, mit Wirkung seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  7. [66] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  8. [74] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  9. [79] Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 8. März 2002, mit Wirkung seit 1. Juni 2002 (AS 20021489).
  10. [81] Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, mit Wirkung seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  11. [84] Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 8. März 2002, mit Wirkung seit 1. Juni 2002 (AS 2002 1489).
  12. [85] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999 (AS 2000 513). Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 8. März 2002, mit Wirkung seit 1. Juni 2002 (AS 2002 1489).
  13. [86] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  14. [89] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  15. [91] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  16. [92] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Mai 2005, in Kraft seit 10. Mai 2005 (AS 2005 1945).
  17. [93] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  18. [94] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  19. [95] Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999, in Kraft seit 1. Febr. 2000 (AS 2000 513).
  20. [97] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 8. März 2002 (AS 2002 1489). Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, mit Wirkung seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  21. [100] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 22. Dez. 1999 (AS 2000 513). Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, mit Wirkung seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  22. [101] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 8. März 2002 (AS 2002 1489). Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, mit Wirkung seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).
  23. [102] Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 2. Nov. 2006 (AS 2006 5179). Aufgehoben durch Ziff. I der V des WBF vom 7. Juni 2010, mit Wirkung seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2763).