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AS 2015 2263

Nationalstrassenverordnung

Nationalstrassenverordnung (NSV)

Änderung vom 19. Juni 2015

Der Schweizerische Bundesrat verordnet:

I Die Nationalstrassenverordnung vom 7. November 20071 wird wie folgt geändert:

Art. 7b Übergang des Eigentums

1 Sind die Arbeiten nach Artikel 8a Absatz 4 NSG abgeschlossen, so übernimmt der

Bund die Gesamtrechtsnachfolge und tritt in die Vertragsverhältnisse ein, die der Kanton eingegangen ist. Er ist namentlich zur Geltendmachung von Ansprüchen aus Werkverträgen und aus Auftragsverhältnissen mit Unternehmen, Ingenieuren und Ingenieurinnen sowie Architekten und Architektinnen berechtigt.

2 Sind Landerwerbsgeschäfte bei bestehenden Strassen im Zeitpunkt der Aufnahme

ins Nationalstrassennetz noch nicht abgeschlossen, so geht das Eigentum erst nach erfolgter Bereinigung an den Bund über.

Art. 11 Abs. 1 Bst. h

1 Die Projektunterlagen des generellen Projekts müssen enthalten:

h. Mitbericht folgender Stelle:

1. der kantonalen Umweltschutz- und Raumplanungsfachstelle,

2. der kantonalen Stelle für Natur- und Heimatschutz,

3. der kantonalen Stelle für Archäologie, und

4. der kantonalen Stelle für Langsamverkehr.

Art 12 Abs. 1 Bst. gbis

1 Das Ausführungsprojekt ist dem UVEK unter Beilage folgender Unterlagen zur

Genehmigung einzureichen: gbis. kurzer Bericht zum Langsamverkehr, soweit dieser betroffen ist;

1 SR 725.111

2013-2039 2263

Nationalstrassenverordnung AS 2015

Art. 13a Aufnahme der Baulinien in das Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen Die Aufnahme der Baulinien in das Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentums- beschränkungen gemäss Artikel 16 des Geoinformationsgesetzes vom 5. Oktober

20072 gilt als Veröffentlichung im Sinne von Artikel 29 NSG.

Art. 29 Abs. 2 und 4 2 Die Nutzungen sind zu entgelten. Das Entgelt hat in der Regel dem Marktpreis zu entsprechen. Nutzungen durch die Kantone für ihre eigenen Bedürfnisse sind unent- geltlich, soweit sie Gegenrecht halten.

4 Unabhängig von der Einleitung oder dem Ausgang eines Strafverfahrens kann das

ASTRA auf Kosten des Widerhandelnden die nötigen Massnahmen zur Wiederher- stellung des rechtmässigen Zustandes treffen.

Art. 52 Abs. 1 und 2

1 Für Strassen mit häufig auftretenden Ereignissen, die bedeutende Auswirkungen

auf die Nationalstrasse haben und Massnahmen des nationalen Verkehrsmanage- ments erfordern, haben die Kantone Verkehrsmanagementpläne zu erstellen. Diese Strassen sind in Anhang 3 bezeichnet.

2 Das ASTRA kann den Anhang bei geänderten Verhältnissen anpassen.

Art. 54a Bildliche Erfassung der Nationalstrasseninfrastruktur

1 Das ASTRA kann im Rahmen seiner Aufgabenerfüllung die Nationalstrasseninfra-

struktur bildlich erfassen. Fallen dabei Personendaten an, so dürfen diese nicht personenbezogen ausgewertet werden.

2 Es kann das Bildmaterial den Gebietseinheiten auf Anfrage auch im Abrufverfah-

ren zugänglich machen, wenn dies im Zusammenhang mit deren Aufgabenerfüllung notwendig ist.

II Der Anhang 1 erhält die neue Fassung gemäss Beilage.

III Die Änderung eines anderen Erlasses wird im Anhang geregelt.

2 SR 510.62

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Nationalstrassenverordnung AS 2015

IV Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2016 in Kraft.

19. Juni 2015 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Die Bundespräsidentin: Simonetta Sommaruga Die Bundeskanzlerin: Corina Casanova

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Nationalstrassenverordnung AS 2015

Anhang 1 (Art. 32)

Strecken, die im Rahmen der Fertigstellung des beschlossenen Nationalstrassennetzes durch die Kantone erstellt werden (Stand: 1. März 2015)

Legende: N = Nationalstrasse SN = Städtische Nationalstrasse (Expressstrasse) G = Gemischtverkehr Kl. = Klasse Ab. = Abschnitt

A) Liste der in Arbeit stehenden Strecken N Kl. Ab. Bezeichnung Spurenzahl Länge km in Arbeit

Bern N05 2 09 Biel Ost (Längfeld)–Biel Süd (Brüggmoos) 2+2 7.1 N16 2 03 Court–Loveresse 2/2+2 8.8 Graubünden N28 2/3 01 Landquart–Klosters Selfranga 2 3.3 (Umfahrung Küblis und Anschluss Jenaz–Küblis) Valais N09 2 55 Sierre–Gampel 2+2 15.5 N09 2 56 Gampel–Brig-Glis 2+2 17.0 Jura N16 2 08 Delémont Est–Frontière BE 2/2 + 2 4.9

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Nationalstrassenverordnung AS 2015

B) Liste der in Betrieb befindlichen Strecken mit Restarbeiten oder -zahlungen N Kl. Ab. Bezeichnung Spurenzahl Länge km

Zürich N04 1 06 Fildern–Knonau 2+2 13.4 N1c 1 04 Bergermoos–Fildern 2+2 5.2 Bern N16 2 02 Moutier Est–Court 2/2+2 7.8 Nidwalden N02 2 02 Obkirchen-Acheregg 2/2+2 1.8 N08 2 01 Loppertunnel/Kirchenwaldtunnel 2+2 2.0 Verbindungstunnel N8 an N2 2 Fribourg N01 2 01 Cheyres–Cugy, y compris Domdidier, 2+2 11.8 (mesure de compensation)

Basel-Stadt N02 2 08 Wiese–Landesgrenze F SN 2 + 2 2.8 Aargau N1c – 00 Flankierende Massnahmen 2 Graubünden N28 2/3 01 Landquart–Klosters Selfranga (Trasse Mezzasalva) 2 1.1 Valais N09 2 54 Sion–Sierre (mesure de compensation) 2+2 12.1 Vaud N01 2 07 Yverdon–Arrissoules (Frontière FR) 2+2 12.2 N01 2 08 Payerne (Frontière FR)–Avenches 2+2 10.4 N05 2 02 Frontière NE–Arnon 2+2 8.6 Neuchâtel N05 2 04 Serrières–Areuse (Contournement de Serrières) 2+2 1.7 Jura N16 2 02 Frontière F–Porrentruy Ouest 2/2 + 2 13.7 N16 2 06 Glovelier–Delémont Ouest 2+2 10.0

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Nationalstrassenverordnung AS 2015

C) Liste der noch nicht begonnenen Strecken N Kl. Ab. Bezeichnung Spurenzahl Länge km

Zürich N01 2 01 Hardturm–Verkehrsdreieck Letten SN 3 + 3 2.8 N01 2 02 Stadttunnel Letten–Irchel SN 3 + 3 0.7 N03 2 01 Letten–Sihlhölzli SN 3 + 3 2.6 Bern N05 2 08 Biel Süd (Brüggmoos)–Biel West (See-Vorstadt) 2+2 5.2 N05 2 01 Zubringer Nidau (Porttunnel) SN 2 2.2 N05 2/3 08 Biel West–Schlössli G 2 1.7 (Umfahrung Biel, Tunnel Vingelz) N05 3 09 Anschluss Biel Nord 2+2 0.3 N08 3 09 Brienzwiler Ost–Kantonsgrenze OW G 2 5.9 (Brünigtunnel/Passstrasse) Uri N04 2 09 Neue Axenstrasse 2 3.5 Kantonsgrenze SZ–Flüelen (Sisikoner- und Rophaien-Tunnel)

Schwyz N04 2 09 Neue Axenstrasse 2 7.3 Anschluss Brunnen–Kantonsgrenze UR (Morschacher- und Sisikoner-Tunnel)

Obwalden N08 3 51 Brünig G 2 4.8 Kantonsgrenze BE–Lungern Süd (Brünigtunnel/Passstrasse) N08 2 53 Lungern Nord–Giswil Süd 2 4.0 Basel-Stadt N02 2 07 Zubringer Bahnhof SBB–Gellertdreieck SN 2 + 2 2.0 Graubünden N28 2/3 01 Landquart–Klosters Selfranga 2 2.9 (Trasse Jenaz–Dalvazza)

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Nationalstrassenverordnung AS 2015

Anhang (Ziff. III)

Änderung eines anderen Erlasses

Die Leitungsverordnung vom 30. März 19943 wird wie folgt geändert:

Art. 116 Zusätzliche Bewilligung Leitungsteile von Freileitungen innerhalb der Baulinienabstände von Nationalstras- sen müssen auch vom Bundesamt für Strassen bewilligt werden.

3 SR 734.31

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Nationalstrassenverordnung AS 2015

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