Lexipedia

AS 2007 5957

Nationalstrassenverordnung

Nationalstrassenverordnung (NSV)

vom 7. November 2007

Der Schweizerische Bundesrat, gestützt auf die Artikel 7 Absatz 2, 21 Absatz 3, 41 Absatz 2, 44 Absatz 2, 49a Absatz 3, 60 und 62a Absätze 3, 5 und 7 des Bundesgesetzes vom 8. März 19601 über die Nationalstrassen (NSG), sowie die Artikel 3 und 106 Absatz 1 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 19582 (SVG), verordnet:

1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Gegenstand Diese Verordnung regelt Bau, Ausbau, Unterhalt und Betrieb der Nationalstrassen.

Art. 2 Bestandteile der Nationalstrassen Bestandteil der Nationalstrasse bilden je nach ihrer Ausbauform und den von der technischen Funktion her bedingten Erfordernissen: a. der Strassenkörper; b. die Kunstbauten, einschliesslich Über- und Unterführungsbauwerken, die beim Bau erforderlich werden, nicht jedoch Leitungen und ähnliche Anlagen Dritter; c. die Anschlüsse samt Verbindungsstrecken bis zur nächsten leistungsfähigen Kantons-, Regional- oder Lokalstrasse, soweit diese hauptsächlich dem Ver- kehr zur Nationalstrasse dienen, einschliesslich Verzweigungen oder Krei- seln; d. Nebenanlagen mit Zu- und Wegfahrten und allfällige Erschliessungswege; e. Rastplätze mit ihren Zu- und Wegfahrten sowie den dazugehörigen Bauten und Anlagen; f. Einrichtungen für den Unterhalt und den Betrieb der Strassen wie Stütz- punkte, Werkhöfe, Schadenwehren, Materialdepots, Fernmeldeanlagen, Vor- richtungen für Gewichts- und andere Verkehrskontrollen sowie Einrichtun- gen für die Verkehrsüberwachung, Strassenzustands- und Wettererfassung, einschliesslich der erforderlichen Datenbanken;

SR 725.111

2007-1952 5957

Nationalstrassenverordnung AS 2007

g. Bauten und Anlagen zur Entwässerung, Beleuchtung und Lüftung sowie Sicherheitseinrichtungen und Werkleitungen; h. Verkehrseinrichtungen wie Signale, Signalanlagen, Markierungen, Einfrie- dungen und Blendschutz; i. Einrichtungen für die Führung, Erfassung und Beeinflussung des Verkehrs und für das Verkehrsmanagement, wie Verkehrsmanagementzentralen, Ver- kehrsleitsysteme und Verkehrserfassungssysteme, einschliesslich der erfor- derlichen Datenbanken; j. Bepflanzungen sowie Böschungen, deren Pflege den Anstössern nicht zumutbar ist; k. Lawinen-, Steinschlag- und Hangverbauungen, Einrichtungen und Bauten für den Hochwasserschutz, Einrichtungen gegen Schneeverwehungen, soweit sie überwiegend der Nationalstrasse dienen; l. Bauten und Anlagen zum Schutz der Umwelt; m. Zentren für die Schwerverkehrskontrollen, einschliesslich Zu- und Wegfahr- ten sowie der zur Kontrolle notwendigen Bauten und technischen Einrich- tungen wie Waagen oder Labors; n. Abstellspuren und -flächen im Bereich der Nationalstrassen, einschliesslich Zu- und Wegfahrten.

Art. 3 Eintrag ins Grundbuch Die Nationalstrassengrundstücke sind im Grundbuch als solche anzumerken.

Art. 4 Jährliches Bauprogramm Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunika- tion (UVEK) bestimmt das jährliche Bauprogramm.

Art. 5 Vorbereitende Handlungen Die für die Planung, die Projektierung, den Bau, den Ausbau und den Unterhalt sowie den Betrieb der Nationalstrassen zuständigen Organe sind befugt, im Rahmen von Artikel 15 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 19303 über die Enteignung (EntG) die notwendigen Handlungen wie Begehungen, Geländeaufnahmen, Sondierungen, Aussteckungen und Vermessungen im Gelände vorzunehmen.

Art. 6 Nebenanlagen

1 Nebenanlagen sind Versorgungs-, Verpflegungs- und Beherbergungsbetriebe

(Raststätten) und Tankstellen sowie die dazugehörigen Parkplätze. Die Parkplätze müssen in einer der Kapazität der Anlage genügenden Anzahl für alle Motorfahr- zeugkategorien vorhanden sein. Tankstellen sowie Versorgungs-, Verpflegungs- und

3 SR 711

5958

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Beherbergungsbetriebe können je allein errichtet oder örtlich miteinander verbunden werden. Für Motorfahrzeuge darf eine rückwärtige Erschliessung nur für Lieferun- gen und Fahrten des Personals der Betreiber der Nebenanlage offen stehen.

2 Die Versorgungs-, Verpflegungs- und Beherbergungsbetriebe haben in Ausgestal-

tung und Angebot den Bedürfnissen der Strassenbenützer und -benützerinnen zu entsprechen. Alkohol darf nicht ausgeschenkt oder verkauft werden. 3 Die Nebenanlagen haben eine öffentliche, behindertengerechte Toilette und einen öffentlichen, behindertengerechten Telefonanschluss aufzuweisen. Tankstellen, Toiletten und Telefonanschluss sind täglich während 24 Stunden offen zu halten. Die Tankstellen sind mit genügend Einfüllgeräten zu versehen, an denen die gebräuchlichen Treibstoffe getankt werden können. Es sind die gebräuchlichsten Ölarten zur Verfügung zu halten.

4 Das UVEK bestimmt nach Anhören der Kantone die Standorte, die Art und den

Zeitpunkt der Ausführung der Nebenanlagen auf dem Nationalstrassennetz.

5 Verträge zwischen dem Kanton und dem Betreiber der Nebenanlage sind dem

Bundesamt für Strassen (ASTRA) zur Genehmigung zu unterbreiten.

Art. 7 Rastplätze

1 Rastplätze dienen der kurzzeitigen Erholung der Strassenbenützer und -benütze-

rinnen.

2 Das ASTRA kann auf Rastplätzen gegen Entgelt Versorgungs- und Verpflegungs-

einrichtungen wie Kioske, Verkaufswagen oder Verkaufsstände bewilligen. Die Bewilligungen werden jeweils für höchstens fünf Jahre erteilt. 3 Vor Erteilung oder Erneuerung einer Bewilligung sind der Standortkanton und der Nachbarkanton anzuhören, sofern sich auf dessen Gebiet eine Raststätte zehn Kilo- meter vor oder nach dem betreffenden Rastplatz befindet.

4 Die Einrichtungen haben in Ausgestaltung und Angebot den Bedürfnissen der

Strassenbenützer und -benützerinnen zu entsprechen. Alkohol darf nicht ausge- schenkt oder verkauft werden.

5 Die Einrichtungen dürfen nicht fest mit dem Boden verbunden sein. Sie müssen

jeden Abend vom Rastplatz entfernt werden; das ASTRA kann in begründeten Fällen Ausnahmen gewähren. 6 Es darf an der durchgehenden Fahrbahn keine Signalisation angebracht werden, die auf die Verpflegungsmöglichkeit hinweist.

5959

Nationalstrassenverordnung AS 2007

2. Kapitel: Bau, Ausbau und Nutzung der Nationalstrassen

1. Abschnitt: Planung und Projektierung

Art. 8 Umfang der Planung

1 Die Planungsunterlagen müssen umfassen:

a. den Situationsplan, in der Regel im Massstab 1:25 000; b. das Längenprofil im Massstab 1:25 000/2500; c. das Normalprofil; d. den technischen Bericht; e. die Kostenschätzung.

2 Bei der Planung sind die Auswirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft

zu prüfen. Die vorgeschlagenen Massnahmen sind räumlich und verkehrsträgerüber- greifend abzustimmen.

Art. 9 Projektierungszonen 1 Die Projektierungszonen sind entsprechend dem Stand der Projektierung festzule- gen. Insbesondere bei den Anschlussstellen ist der weiteren Projektierung genügend Spielraum zu lassen.

2 Steht die allgemeine Linienführung einer Nationalstrasse noch nicht fest oder

werden für eine Linienführung Varianten geprüft, so sind die Projektierungszonen entsprechend weiter oder für jede Variante einzeln zu ziehen.

3 Innerhalbder Projektierungszonen dürfen ohne Bewilligung keine baulichen

Massnahmen getroffen, keine Kiesgruben und Materialdeponien angelegt und keine anderen wesentlichen Geländeveränderungen vorgenommen werden.

Art. 10 Generelles Projekt 1 Das generelle Projekt muss die Linienführung, einschliesslich der ober- und unter- irdischen Strassenführung, die Anschlussstellen mit den Zu- und Wegfahrten, die Kreuzungsbauwerke und die Anzahl Fahrspuren enthalten.

2 Es ist so auszuarbeiten und im Bereinigungsverfahren derart festzulegen, dass

keine wesentlichen Verschiebungen und Änderungen mehr zu erwarten sind. Es muss mit dem kantonalen Richtplan abgestimmt sein.

Art. 11 Bereinigung und Genehmigung des generellen Projekts

1 Die Projektunterlagen des generellen Projekts müssen enthalten:

a. Situationsplan im Massstab 1:5000; b. Längsschnitt im Massstab 1:5000 für die Längen und 1:500 für die Höhen; c. technischer Bericht einschliesslich flankierender Massnahmen; d. Kosten-Nutzen-Analysen;

5960

Nationalstrassenverordnung AS 2007

e. Angaben über die Kosten; f. Umweltverträglichkeitsbericht 2. Stufe; g. Vorschläge des Kantons und Stellungnahmen der Gemeinden; h. Mitbericht der kantonalen Umweltschutz- und Raumplanungsfachstelle sowie der vom Kanton mit Natur- und Heimatschutz und Archäologie betrauten Stellen.

2 Das UVEK unterbreitet das generelle Projekt innert neun Monaten nach Bereini-

gung der erhaltenen Unterlagen mit den betroffenen Kantonen dem Bundesrat zum Entscheid.

3 Der Bundesrat entscheidet über strittige Fragen im Rahmen der Genehmigung.

4 Wird bei der Erarbeitung des Ausführungsprojekts festgestellt, dass dessen Kosten jene des generellen Projekts um mehr als 10 Prozent ohne Berücksichtigung der Teuerung überschreiten, so sind die Kostensteigerungen dem Bundesrat zum Ent- scheid vorzulegen. Bei Projekten unter 100 Millionen Franken sind Kostensteige- rungen von über 10 Millionen Franken (ohne Teuerung) vom Bundesrat zu geneh- migen.

Art. 12 Ausführungsprojekt

1 Das Ausführungsprojekt ist dem UVEK unter Beilage folgender Unterlagen zur

Genehmigung einzureichen: a. Übersichtsplan; b. Situationspläne mit Angabe der Baulinien im Massstab 1:1000; c. Längsschnitt im Massstab 1:1000 für die Längen und 1:100 für die Höhen; d. Normalprofil im Massstab 1:50; e. Querprofile im Massstab 1:100; f. Hauptabmessungen der Kunstbauten; g. technischer Bericht einschliesslich flankierender Massnahmen; h. Entwässerungskonzept; i. Umweltverträglichkeitsbericht 3. Stufe; j. Angaben über die Kosten; k. Enteignungsplan; l. Grunderwerbstabelle; m. Unterlagen für weitere Bewilligungen, für die der Bund zuständig ist. 2 Das UVEK prüft die Unterlagen innert zehn Tagen auf Vollständigkeit und übermit- telt sie anschliessend dem Kanton zur Stellungnahme und zur öffentlichen Auflage.

3 Das UVEK genehmigt das Ausführungsprojekt innert sechs Monaten nach

Abschluss des Instruktionsverfahrens. Es teilt den Parteien den Abschluss des Instruktionsverfahrens mit.

5961

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Art. 13 Baulinienabstände

1 Die Abstände der Baulinien von der Strassenachse betragen bei:

a. Nationalstrassen erster Klasse 25 m b. Nationalstrassen zweiter Klasse, deren späterer Ausbau – zu Nationalstrassen erster Klasse vorgesehen ist 25 m – zu Nationalstrassen erster Klasse nicht vorgesehen ist, je nach Strassenquerschnitt 20–25 m c. Nationalstrassen dritter Klasse, je nach Strassenquerschnitt 15–25 m d. Nationalstrassen im Gebiet von Städten 20–25 m

2 Bei Anschlüssen und Verzweigungen sind die Baulinien so zu ziehen, dass deren

Abstände vom Strassenkörper den Abständen nach Absatz 1 entsprechen.

3 Wo es die Verhältnisse erfordern, können abweichende Baulinienabstände fest-

gesetzt oder die Baulinien vertikal begrenzt werden.

Art. 14 Aussteckung Für die Aussteckung nach Artikel 27a NSG gelten folgende Vorschriften: a. Die Umrisslinien von zu erwerbendem Grundeigentum sowie alle dazu gehörenden Flächen, die für ökologische Ersatzmassnahmen beansprucht werden, sind kenntlich zu machen. b. Die Strassenanlagen und die äusseren Kanten von zur Anlage gehörenden Hochbauten sind durch Profile zu kennzeichnen. c. Muss gerodet werden, so sind die zu rodende Fläche oder die Bäume, die entfernt werden müssen, zu bezeichnen.

Art. 15 Vorgehen bei wesentlichen Änderungen Ergeben sich während des Plangenehmigungsverfahrens wesentliche Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Projekt, so ist das geänderte Projekt den Betroffenen erneut zur Stellungnahme zu unterbreiten und gegebenenfalls öffentlich aufzulegen.

Art. 16 Umweltverträglichkeitsprüfung und ökologische Bauabnahme 1 Bei der Planung und Projektierung der Nationalstrassen ist die Umweltverträglich- keit nach Ziffer 11.1 des Anhangs der Verordnung vom 19. Oktober 19884 über die Umweltverträglichkeitsprüfung mehrstufig zu prüfen.

2 In jeder Projektphase sind die technischen Grundlagen und die ökologischen

Auswirkungen soweit abzuklären, als sie für den Entscheid über das Projekt stufen- gerecht notwendig sind.

4 SR 814.011

5962

Nationalstrassenverordnung AS 2007

3 Das UVEK kann die Genehmigung des Ausführungsprojekts mit der Auflage

verbinden, dass spätestens drei Jahre nach Inbetriebnahme festgestellt wird, ob die verfügten Massnahmen zum Schutz der Umwelt sachgerecht umgesetzt und die beabsichtigten Wirkungen erzielt worden sind.

Art. 17 Kosten

1 Das ASTRA bestimmt für jede Projektphase, wie die Kosten zu ermitteln sind.

2 Beim generellen Projekt und beim Ausführungsprojekt sind Kosten und Nutzen zu

bewerten sowie die Bau-, Unterhalts- und Betriebskosten gesondert auszuweisen. Das gilt ebenfalls für Massnahmen, die sich auf materielles Recht ausserhalb der Strassenbaunormen stützen. 3 In jeder Projektphase sind die von Dritten gestellten Forderungen nach Projektver- änderungen auszuweisen und technisch und ökologisch sowie hinsichtlich Kosten und Nutzen zu bewerten.

4 Nach allfälligen Änderungen aufgrund von Einsprache- und Rechtsmittelentschei-

den sind die Angaben über die Kosten des Ausführungsprojekts anzupassen.

Art. 18 Begutachtung von Detailprojekten Zur Begutachtung von Detailprojekten können Prüfingenieure und Prüfingenieurin- nen beigezogen werden. Diese Begutachtung stellt keine Werkabnahme dar und entbindet den projektierenden Ingenieur oder die projektierende Ingenieurin nicht von seiner oder ihrer Haftung.

Art. 19 Meldung an die Aufsicht über die amtliche Vermessung Die zuständigen Behörden orientieren die für die Aufsicht über die amtliche Ver- messung zuständige kantonale Stelle innert 30 Tagen über Veränderungen, die eine Nachführung der amtlichen Vermessung notwendig machen.

2. Abschnitt: Landerwerb

Art. 20 Freihändiger Landerwerb Der freihändige Landerwerb ist zulässig, wenn das Grundstück höchstens zum Verkehrswert erworben werden kann. Bei der Ermittlung des Verkehrswertes sind die Landpreise der betreffenden Gegend sowie die Lage und die Nutzungsmöglich- keit des Grundstückes angemessen zu berücksichtigen.

Art. 21 Landerwerb im Umlegungsverfahren Bei der Ausarbeitung und Einreichung von strassenbedingten Güter- und Wald- zusammenlegungsprojekten sind insbesondere die bundesrechtlichen Bestimmungen über die Unterstützung von Bodenverbesserungen und landwirtschaftlichen Hoch- bauten, über die Raumplanung und über den Schutz der Umwelt zu berücksichtigen.

5963

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Art. 22 Einreichung und Überprüfung der Landumlegungsprojekte Die Vorprojekte für Landumlegungen sind dem ASTRA einzureichen. Dieses stellt fest, ob die Interessen des Strassenbaus gewahrt sind. Bei Güterzusammenlegungen lässt es die Einhaltung der Beitragsvorschriften durch das Bundesamt für Landwirt- schaft und durch das Bundesamt für Umwelt überprüfen.

Art. 23 Schätzung von Verkehrswerten und Entschädigungen Die Kantone können in ihren Ausführungsbestimmungen für die Schätzung des Verkehrswertes von Land, das im Landumlegungsverfahren dem Strassenbau abzu- treten ist, oder die Schätzung von Inkonvenienzen, die sich nicht bei der Neuzutei- lung abgelten lassen, die Anwendung des EntG5 vorschreiben.

Art. 24 Ausnahmen vom Zweckentfremdungsverbot und von der Rückerstattungspflicht Für Ausnahmen vom Zweckentfremdungs- und Zerstückelungsverbot und von der Rückerstattungspflicht gelten die Artikel 36 Buchstabe d und 37 Absatz 3 der Struk- turverbesserungsverordnung vom 7. Dezember 19986.

Art. 25 Ausnahmen vom Landumlegungsverfahren Vermag das Landumlegungsverfahren berechtigten Ersatzansprüchen eines Grund- eigentümers oder einer Grundeigentümerin für ein bestimmtes Grundstück offen- sichtlich nicht zu genügen, so ist auf Gesuch des Eigentümers oder der Eigentümerin oder von Amtes wegen das Enteignungsverfahren einzuleiten.

Art. 26 Enteignung

1 Wird der Landerwerb auf dem Enteignungsweg durchgeführt, so übermittelt das

UVEK dem Präsidenten oder der Präsidentin der zuständigen Schätzungskommis- sion die genehmigten Planvorlagen. Diese Vorlagen gelten als Werkplan im Sinn von Artikel 27 Absatz 1 EntG7. Zudem sind dem Präsidenten oder der Präsidentin der Schätzungskommission der in Artikel 27 Absatz 2 EntG vorgeschriebene Ent- eignungsplan und die Grunderwerbstabelle einzureichen. 2 Das enteignungsrechtliche Planauflageverfahren dient lediglich zur Anmeldung der Entschädigungsbegehren der Enteigneten.

3 Müssen nach der enteignungsrechtlichen Planauflage für den Strassenbau, für

Installationen, Deponien oder Anpassungsarbeiten dauernd oder vorübergehend weitere Grundstücke oder Grundstückteile beansprucht werden, so wird eine ergän- zende Planauflage nur durchgeführt, wenn die Ausdehnung Rechte Dritter bean- sprucht und eine gütliche Einigung mit den Berechtigten nicht zustande kommt.

5 SR 711 6 SR 913.1 7 SR 711

5964

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Art. 27 Gebühren 1 Für die durch Landumlegungen im Nationalstrassenperimeter bedingte Feststellung und Bereinigung der dinglichen Rechte dürfen Gebühren nach den entsprechenden Ansätzen der kantonalen Tarife in Grundbuchsachen erhoben werden. Dagegen dürfen für die Eintragungen in das Grundbuch keine Gebühren erhoben werden (Art. 954 ZGB8), es sei denn, die Eintragungen sind einzig durch den Strassenbau bedingt oder betreffen nicht landwirtschaftliche Betriebe.

2 Die Gebühren für die grundbuchliche Behandlung von Enteignungen, die im

Zusammenhang mit dem Nationalstrassenbau notwendig sind, werden nach den bundesrechtlichen Bestimmungen über die Gebühren und Entschädigungen im Enteignungsverfahren erhoben.

3. Abschnitt: Ausbau und Nutzung

Art. 28 Ausbau von Nationalstrassen Für den Ausbau von Nationalstrassen gelten die Bestimmungen über die Ausarbei- tung und die Genehmigung der generellen Projekte und der Ausführungsprojekte sowie die Bestimmungen über den Bau der Nationalstrassen.

Art. 29 Nutzungen des Areals im Eigentum der Nationalstrasse durch Dritte

1 Nutzungen des Areals im Eigentum der Nationalstrasse durch Dritte bedürfen der

Bewilligung des ASTRA. 2 Die Nutzungen sind zu entgelten. Das Entgelt hat in der Regel dem Marktpreis zu entsprechen. Nutzungen durch die Kantone für ihre eigenen Bedürnisse sind unent- geltlich.

3 Erhöhte Unterhalts- und Betriebskosten der Strassenanlage infolge Mehrfachnut-

zung sind durch den Dritten zu tragen.

Art. 30 Bauvorhaben Dritter im Bereich der Nationalstrassen

1 Das ASTRA ist zuständig für die Bewilligung von Bauvorhaben innerhalb der

Baulinien nach Artikel 44 NSG.

2 Bauvorhaben dürfen die Sicherheit des Strassenverkehrs, die Zweckbestimmung

der Anlage und einen allfälligen künftigen Ausbau der Strasse nicht beeinträchtigen. Das gilt insbesondere für: a. die Erstellung, Änderung oder Verlegung von Kreuzungen von anderen Verkehrswegen, Gewässern, Seilbahnen, Leitungen und ähnlichen Anlagen mit Nationalstrassen; b. die Erstellung von Leitungen längs Nationalstrassen; oder c. Geländeveränderungen, wie die Anlage von Kiesgruben.

8 SR 210

5965

Nationalstrassenverordnung AS 2007

3 Das ASTRA bestimmt die Massnahmen, die zur Sicherheit des Verkehrs auf der

Nationalstrasse sowie zur Vermeidung der Gefahr für Personen und Sachen notwen- dig sind. Die Kosten gehen zu Lasten des Bewilligungsinhabers oder der Bewilli- gungsinhaberin.

3. Kapitel: Fertigstellung des beschlossenen Nationalstrassennetzes

1. Abschnitt: Allgemeines

Art. 31 Grundsatz Soweit die Bestimmungen dieses Kapitels nichts anderes bestimmen, ist das

2. Kapitel anwendbar.

Art. 32 Fertigstellung In Anhang 1 sind die Strecken bezeichnet, die im Rahmen der Fertigstellung des beschlossenen Nationalstrassennetzes durch die Kantone erstellt werden.

Art. 33 Landerwerb bei der Fertigstellung des beschlossenen Nationalstrassennetzes Das UVEK regelt die Einzelheiten des Landerwerbs bei der Fertigstellung des beschlossenen Nationalstrassennetzes.

Art. 34 Projektierung und Bau im Gebiet von Städten Die Kantone können die Projektierung und den Bau von Nationalstrassen im Gebiet von Städten ganz oder teilweise den Stadtgemeinden übertragen. In diesem Fall haben die Stadtgemeinden die entsprechenden, dem Kanton durch das NSG und diese Verordnung übertragenen Aufgaben zu erfüllen; sie sind zu einer dauernden, engen Zusammenarbeit mit dem Kanton und, durch dessen Vermittlung, mit dem ASTRA und den übrigen interessierten Bundesstellen verpflichtet.

2. Abschnitt: Planung und Projektierung

Art. 35 Generelles Projekt

1 Das ASTRA kann die Kantone mit der Ausarbeitung der generellen Projekte

beauftragen. In diesem Fall arbeiten die Kantone bis zum Abschluss der Projektie- rung eng mit dem ASTRA und den übrigen interessierten Bundesstellen zusammen. Das ASTRA umschreibt nötigenfalls Vorgaben zur Ausarbeitung des generellen Projekts und teilt diese dem Kanton als Weisung mit.

2 Zur Bereinigung und Genehmigung reicht der Kanton beim ASTRA die Unter-

lagen nach Artikel 11 ein.

5966

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Art. 36 Ausführungsprojekt

1 Das ASTRA prüft das Ausführungsprojekt, bevor der Kanton dieses dem UVEK

zur Plangenehmigung einreicht. Das ASTRA gibt dem Kanton innert drei Monaten bekannt, welche Projektbestandteile nicht vom Bund finanziert werden.

2 Können sich ASTRA und Kanton nicht einigen, so reicht dieser dem UVEK das

Projekt zur Plangenehmigung so ein, wie es vom ASTRA als vom Bund finanzierbar beurteilt wurde.

Art. 37 Detailprojekt

1 DasASTRA bestimmt, für welche Bauwerksteile ihm die Detailprojekte zur

Genehmigung einzureichen sind.

2 Das ASTRA entscheidet über die Detailprojekte innert zwei Monaten nach Über-

mittlung sämtlicher Unterlagen durch den Kanton.

3. Abschnitt: Beschaffungswesen

Art. 38 Verfahren 1 Folgende Aufträge für Arbeiten, Lieferungen und Dienstleistungen sind öffentlich auszuschreiben: a. Bauaufträge ab 2 Millionen Franken; b. Liefer- und Dienstleistungsaufträge ab 383 000 Franken.

2 Folgende Aufträge können auf Einladung vergeben werden, wobei wenn möglich

mindestens drei Angebote eingeholt werden müssen: a. Bauaufträge ab 500 000 Franken; b. Liefer- und Dienstleistungsaufträge ab 248 950 Franken.

3 Die andern Aufträge können freihändig vergeben werden.

4 Das wirtschaftlich günstigste Angebot erhält den Zuschlag.

Art. 39 Anwendbares Recht Im Übrigen findet das kantonale Recht Anwendung.

Art. 40 Genehmigung des ASTRA

1 Die Kantone haben folgende Aufträge vor dem Zuschlag dem ASTRA zur Geneh-

migung zu unterbreiten: a. Bauaufträge ab 2 Millionen Franken; b. Liefer- und Dienstleistungsaufträge ab 248 950 Franken.

2 Das ASTRA entscheidet über die Genehmigung innert einem Monat.

5967

Nationalstrassenverordnung AS 2007

3 Die anderen Aufträge sind dem ASTRA vor Beginn der Bauarbeiten bzw. der

Lieferung oder Dienstleistungserbringung zur Kenntnis zu bringen.

4. Abschnitt: Ausführung

Art. 41 Beginn und Fortschritt der Bauarbeiten

1 Mit den Bauarbeiten darf erst begonnen werden, wenn die notwendigen Genehmi-

gungen des ASTRA für das Projekt samt allfälligen Vereinbarungen mit Dritten sowie die Vergabe vorliegen.

2 Das ASTRA ist von den Kantonen über den Stand der Bauarbeiten periodisch zu

informieren. Es kann Form und Inhalt des Berichts in Weisungen festlegen.

3 Die Kantone sind für den Abschluss des Projektes nach Übergabe der Strecke an

den Verkehr zuständig.

Art. 42 Überschreitung des Kostenvoranschlags

1 Werden vor oder während des Baus technisch bedeutsame Änderungen am Detail-

projekt notwendig oder verursachen Änderungen Mehrkosten von über 500 000 Franken, so bedürfen diese der Zustimmung des ASTRA. Dasselbe gilt für voraus- sichtliche wesentliche Überschreitungen des Kostenvoranschlags.

2 Die Zustimmung des ASTRA ist rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten einzuholen.

3 Werden Pläne geändert oder Kosten überschritten, so muss dies dem ASTRA vor

Beginn der Arbeiten gemeldet werden.

Art. 43 Schlussabrechnung und ausführungsgetreue Pläne Die Kantone haben dem ASTRA für jedes erstellte Objekt eine Schlussabrechnung einzureichen. Sie sorgen innert zwei Jahren nach Inbetriebnahme für die Anferti- gung der ausführungsgetreuen Dokumente (Pläne, elektronische Daten) aller Objek- te und technischen Einrichtungen.

Art. 44 Dokumentation Für alle Objekte und technischen Einrichtungen müssen bei der Abnahme die für Betrieb, Überwachung und Unterhalt erforderlichen Dokumente vorliegen. Diese sind dem ASTRA zu übergeben.

5968

Nationalstrassenverordnung AS 2007

5. Abschnitt: Eigentumsübertragung

Art. 45

1 Das UVEK bezeichnet die Grundstücke und benennt die beschränkten dinglichen

Rechte, die öffentlich-rechtlichen und obligatorischen Vereinbarungen sowie die Verfügungen, die auf den Bund übertragen werden. Das ASTRA kann diese Zuwei- sung innert 15 Jahren nach Inbetriebnahme der betreffenden Strecke durch Verfü- gung bereinigen.

2 Die Kantone bleiben für den Abschluss der noch nicht abgeschlossenen Grund-

erwerbsgeschäfte nach der Inbetriebnahme zuständig.

3 Die mit dem Bau verbundenen Schuldverhältnisse gehen mit dem Abschluss des

Projekts auf den Bund als Gesamtrechtsnachfolger über. Das Projekt gilt als abge- schlossen, wenn die Bauabnahme ohne Feststellung wesentlicher Mängel stattgefun- den hat. Der Bund ist namentlich zur Geltendmachung von Ansprüchen aus Werk- verträgen und aus Auftragsverhältnissen mit Unternehmen, Ingenieuren und Ingenieurinnen sowie Architekten und Architektinnen berechtigt.

4. Kapitel: Unterhalt der Nationalstrassen

Art. 46

1 Das ASTRA sorgt für einen technisch ausreichenden und kostengünstigen Unter-

halt und überprüft periodisch den Zustand der Strassenanlage. 2 Es plant Unterhaltsmassnahmen langfristig. Die Massnahmen sind so zu koordinie- ren, dass die Leistungsfähigkeit der Nationalstrassen sichergestellt ist und die Anzahl der Baustellen auf einem Abschnitt möglichst gering gehalten werden kann.

5. Kapitel: Betrieb der Nationalstrassen

1. Abschnitt:

Ausführung des betrieblichen und des projektfreien baulichen Unterhalts

Art. 47 Abgrenzung der Gebietseinheiten Die Gebietseinheiten für die Ausführung des betrieblichen und des projektfreien baulichen Unterhalts sind in Anhang 2 festgelegt.

Art. 48 Leistungsvereinbarungen

1 Das ASTRA schliesst im Namen des Bundes die Leistungsvereinbarungen über die

Ausführung des betrieblichen und des projektfreien baulichen Unterhalts mit den Betreibern ab und sorgt für deren Einhaltung.

5969

Nationalstrassenverordnung AS 2007

2 Das ASTRA kann in der Leistungsvereinbarung von den Grenzen der Gebietsein-

heiten nach Anhang 2 aus betriebswirtschaftlichen und verkehrlichen Gründen geringfügig abweichen.

Art. 49 Zuteilung der Gebietseinheiten

1 Bewirbt sich nur ein Kanton oder eine Trägerschaft um eine Gebietseinheit, so

kann das ASTRA ihn oder sie als Betreiber bestimmen. 2 Ist kein Kanton oder keine Trägerschaft bereit, den betrieblichen und den projekt- freien baulichen Unterhalt für eine Gebietseinheit zu übernehmen, so findet das Beschaffungsrecht des Bundes Anwendung. Das ASTRA führt das Verfahren durch und erteilt den Zuschlag.

3 Soweit einzelne Gebietseinheiten oder Teile davon vom Bund selbst betrieben

werden, ist das ASTRA für die Ausführung des betrieblichen und des projektfreien baulichen Unterhalts zuständig.

2. Abschnitt: Tunnelsicherheit

Art. 50 Das UVEK erlässt zur Tunnelsicherheit Weisungen. Dabei hält es sich an die Richt- linie 2004/54/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 20049 über Mindestanforderungen an die Sicherheit von Tunneln im transeuropäischen Strassennetz oder eine entsprechende Nachfolgeregelung.

3. Abschnitt: Verkehrsmanagement

Art. 51 Zuständigkeit des ASTRA

1 Das ASTRA ist zuständig für das Verkehrsmanagement auf den Nationalstrassen.

Es betreibt den Verkehrsdatenverbund und die Verkehrsmanagementzentrale und sorgt für die Verkehrsinformation für die Nationalstrassen. 2 Sofern die Sachlage es erfordert, koordiniert es seine Massnahmen mit den Nach- barstaaten. Es informiert diese über besondere Verkehrssituationen auf den Natio- nalstrassen.

3 Es kann diese Aufgaben ganz oder teilweise an Kantone, von diesen gebildete

Trägerschaften oder Dritte übertragen.

4 Es erlässt Weisungen, welche Verkehrsdaten die Kantone zu melden haben.

5 Es kann Einrichtungen, die dem Verkehrsmanagement dienen (z.B. Informations-

tafeln), auch auf Nebenanlagen erstellen.

9 ABl. L 167 vom 30.4.2004, S. 39.

5970

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Art. 52 Verkehrsmanagementpläne der Kantone

1 Die Strassen, für die die Kantone Verkehrsmanagementpläne zu erstellen haben,

sind in Anhang 3 bezeichnet.

2 Das UVEK kann Anhang 3 bei geänderten Verhältnissen anpassen.

3 Die

Kantone erstellen die Verkehrsmanagementpläne nach den Vorgaben des ASTRA und reichen sie diesem zur Genehmigung ein.

4 Die Kantone setzen die in den vom ASTRA genehmigten Verkehrsmanagement-

plänen vorgesehenen Massnahmen um.

Art. 53 Anordnungen der Polizei an die Verkehrsmanagementzentrale Die Verkehrsmanagementzentrale hat Massnahmen der Polizei in Fällen nach Arti- kel 3 Absatz 6 SVG zur Verkehrsleitung oder Verkehrssteuerung auf Nationalstras- sen umzusetzen.

6. Kapitel: Schlussbestimmungen

Art. 54 Vollzug Soweit der Vollzug nicht dem UVEK übertragen ist, vollzieht das ASTRA diese Verordnung und erlässt Weisungen.

Art. 55 Aufhebung und Änderung bisherigen Rechts Die Aufhebung und Änderung bisherigen Rechts wird in Anhang 4 geregelt.

Art. 56 Übergangsbestimmungen

1 Der Bund übernimmt als Gesamtrechtsnachfolger zusammen mit dem Eigentum

sämtliche mit dem Bau, Ausbau und Unterhalt der Nationalstrassen verbundenen Schuldverhältnisse der Kantone und ist namentlich zur Geltendmachung von Ansprüchen aus Werkverträgen und aus Auftragsverhältnissen mit Unternehmen, Ingenieuren und Ingenieurinnen sowie Architekten und Architektinnen berechtigt. 2 Bei fertig gestellten Nationalstrassen mit laufenden Ausbau- und Unterhaltsvor- haben (Art. 62a Abs. 7 NSG) bezeichnet das ASTRA die Arbeiten, welche die Kantone nach bisherigem Verfahren ausführen. In diesen Fällen übernimmt der Bund die mit den Ausbau- und Unterhaltsvorhaben zusammenhängenden Schuld- verhältnisse erst nach Beendigung der Arbeiten.

3 Grundstücke und Bauwerke, wie Restflächen und Werkhöfe, die für den Betrieb,

Unterhalt und künftigen Ausbau der Nationalstrassen nicht mehr benötigt werden und die der Kanton behalten will, werden nicht auf den Bund übertragen.

4 Grundstücke und Bauwerke, welche die Kantone für ihre Aufgabenerfüllung auf

den Nationalstrassen benötigen, wie Polizeistützpunkte, werden ebenfalls nicht auf den Bund übertragen.

5971

Nationalstrassenverordnung AS 2007

5 Sind Landerwerbsgeschäfte bei Nationalstrassen, die beim Inkrafttreten dieser

Verordnung bereits dem Verkehr übergeben worden sind, noch nicht abgeschlossen, so geht das Eigentum erst nach erfolgter Bereinigung an den Bund über.

6 Der Kanton bleibt bei hängigen Plangenehmigungsgesuchen im Rahmen von Bau-

oder Ausbauvorhaben bis zum Abschluss der Verfahren zuständig.

Art. 57 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2008 in Kraft.

7. November 2007 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Die Bundespräsidentin: Micheline Calmy-Rey Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz

5972

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Anhang 1 (Art. 32)

Strecken, die im Rahmen der Fertigstellung des beschlossenen Nationalstrassennetzes durch die Kantone erstellt werden (Stand: 1. August 2007) Legende: N = Nationalstrasse SN = Städtische Nationalstrasse (Expressstrasse) G = Gemischtverkehr Kl. = Klasse Ab. = Abschnitt

A) Liste der in Arbeit stehenden Strecken

N Kl. Ab. Bezeichnung Spurenzahl Länge km in Arbeit

Zürich N04 1 04 Brunau–Uetliberg Ost 2+2 0.6 N04 1 05 Uetliberg Ost–Fildern 2+2 4.6 N04 1 06 Fildern–Knonau 2+2 13.4 N04 1 07 Knonau–Kantonsgrenze ZG 2+2 2.8 N20 1 04 Bergermoos–Fildern N1c 2+2 5.2 Bern N01 4 06 Zubringer Neufeld SN 2 (+1) 1.2 N05 2 09 Biel Ost (Längfeld)–Biel Süd (Brüggmoos) 2+2 7.1 N16 2 01 Frontière JU–Moutier Est 2/2+2 4.1 N16 2 02 Moutier Est–Court 2 7.8 N16 2 03 Court–Tavannes 2/2+2 10.2 Obwalden N08 9 58 Loppertunnel/ 2+2 1.1 Verbindungstunnel N8 an N2 2 N08 3 55 Giswil Grossmatt–Ewil 2 1.0 N08 3 52 Umfahrung Lungern 2 3.5

Nidwalden N02 1 02 Loppertunnel/Kirchenwaldtunnel 2+2 1.8 Verbindungstunnel N8 an N2 2 Zug N04 1 02 Kantonsgrenze ZH–Verzweigung Blegi 2+2 2.4

Basel-Stadt N02 4 08 Wiese–Landesgrenze F SN 2 + 2 1.1

Aargau N20 9 00 Flankierende Massnahmen 2

5973

Nationalstrassenverordnung AS 2007

N Kl. Ab. Bezeichnung Spurenzahl Länge km in Arbeit

Graubünden N28 2/3 01 Landquart–Klosters Selfranga (Umfahrung Saas) 2 3.7 Valais N09 2 54 Sion–Sierre (jonction de Sierre-Est) 2+2 – N09 2 55 Sierre–Gampel 2+2 20.0 N09 2 56 Gampel–Brig-Glis 2+2 17.0 Jura N16 9 01 Plate-forme douanière de Boncourt – – N16 2 02 Frontière F–Porrentruy Ouest 2+2 13.7 N16 2 08 Delémont est–Frontière BE 2+2 4.9

B) Liste der in Betrieb befindlichen Strecken mit Restarbeiten oder -zahlungen

N Kl. Ab. Bezeichnung Spurenzahl Länge km

Bern N05 2 02 Grenchen–Biel Ost (Längfeld) 2+2 8.6 Uri N04 2 09 Neue Axenstrasse Ktgr. SZ–Flüelen 2 2.5 (Umfahrung Flüelen) Obwalden N08 3 54 Umfahrung Giswil 2 2.5 Fribourg N01 2 01 Cheyres-Cugy, y compris Domdidier, 2+2 11.8 (archéologie) Solothurn N05 2 02 Zuchwil–Nennikofen (flankierende Massnahmen) 2+2 7.4 N05 2 03 Aare–Grenchen (flankierende Massnahmen) 2+2 3.3 Thurgau N07 2 05 Schwaderloh–Landesgrenze D 2+2 8.6 Vaud N01 2 07 Yverdon–Arrissoules (Frontière FR) 2+2 13.3 N01 2 08 Payerne (Frontière FR)–Avenches 2+2 10.4 N01 1 09 Avenches–Faoug 2+2 5.8 N05 2 02 Frontière NE–Arnon 2+2 8.6 N05 2 01 Arnon–Yverdon 2+2 9.2 Neuchâtel N05 2 03 Areuse–Frontière VD 2+2 13.3

5974

Nationalstrassenverordnung AS 2007

N Kl. Ab. Bezeichnung Spurenzahl Länge km

Jura N16 2 03 Evitement de Porrentruy 2+2 2.9 N16 2 04 Porrentruy Est–Courgenay 2+2 5.2 N16 2 05 Courgenay–Glovelier 2 8.0 N16 2 06 Glovelier–Delémont Ouest 2+2 10.0 N16 2 07 Evitement de Delémont 2+2 3.2

C) Liste der noch nicht begonnen Strecken

N Kl. Ab. Bezeichnung Spurenzahl Länge km

Zürich N01 4 01 Hardturm–Verkehrsdreieck Letten SN 3 + 3 2.8 N01 4 02 Stadttunnel Letten–Irchel SN 3 + 3 0.7 N03 4 01 Letten–Sihlhölzli SN 3 + 3 2.6 Bern N05 2 08 Biel Süd (Brüggmoos)–Biel West (See-Vorstadt) 2+2 5.2 N05 4 01 Zubringer Nidau SN 2 + 2 0.6 N05 3 08 Biel West–Schlössli (Umfahrung Biel, Tunnel G 2 1.7 Vingelz) N08 3 09 Brienzwiler Ost–Kantonsgrenze OW G 2 5.9 (Brünigtunnel/Passstrasse) N16 2 05 La Heutte–Taubenloch 2+2 – (Séparation des trafics Taubenloch) Uri N04 2 09 Neue Axenstrasse 2 3.5 Kantonsgrenze SZ–Flüelen (Sisikoner- und Rophaien-Tunnel) Schwyz N04 2 09 Neue Axenstrasse 2 7.3 Anschluss Brunnen–Kantonsgrenze UR (Morschacher- und Sisikoner-Tunnel) Obwalden N08 3 51 Brünig G 2 4.0 Kantonsgrenz BE–Lungern Süd (Brünigtunnel/Passstrasse) N08 3 53 Lungern Nord–Giswil Süd 2 4.0 Basel-Stadt N02 4 07 Zubringer Bahnhof SBB–Gellertdreieck SN 2 + 2 2.0 Graubünden N28 2/3 01 Landquart–Klosters Selfranga 2 6.6 (Umfahrung Küblis und Anschluss Jenaz–Küblis)

5975

Nationalstrassenverordnung AS 2007

N Kl. Ab. Bezeichnung Spurenzahl Länge km

Vaud N09 1 03 Perraudette-Paudèze (Corsy) – N09 1 09 Paudèze-Lutrive 2+2 1.8

Neuchâtel N05 2 04 Serrières–Areuse (Contournement de Serrières) 2+2 1.9

5976

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Anhang 2 (Art. 47)

Gebietseinheiten

GE Kanton Grenzen (Anschlüsse)

I BE N8: Kantonsgrenze BE/OW N1: Kantonsgrenze BE/SO N1: Kantonsgrenze BE/FR N12: Kantonsgrenze BE/FR II VD, FR, GE N5: Jonction Yverdon Ouest N1: Kantonsgrenze BE/FR N12: Kantonsgrenze BE/FR N9: Jonction Bex Nord III VS N9: Jonction Bex Nord IV TI N2 (Strada del passo): Raccordo Airolo N2: Portale sud della galleria San Gottardo N13: Raccordo Roveredo Nord V GR N13: Raccordo Roveredo Nord N13: Kantonsgrenze GR/SG VI SG, TG, AI, AR, GL N1: Viadukt Lützelmurg N7: Anschluss Attikon N3: Verzweigung N3/N3b N3: Anschluss Schmerikon (Ende NS) N13: Kantonsgrenze GR/SG VII ZH, SH N1: Viadukt Lützelmurg N7: Anschluss Attikon N1: Anschluss Dietikon N3: Verzweigung N3/N3b N3: Anschluss Schmerikon (Ende NS) N4: Kantonsgrenze ZH/ZG VIII AG, BS, BL, SO N1: Anschluss Dietikon N1: Kantonsgrenze BE/SO N2: Kantonsgrenze LU/AG N5: Anschluss Lengnau IX JU, NE, BE N5: Jonction Yverdon Ouest N5: Anschluss Lengnau N16: Jonction N5 X LU, ZG, OW, NW N4: Kantonsgrenze ZH/ZG N4: Anschluss Küssnacht N8: Kantonsgrenze BE/OW N2: Kantonsgrenze LU/AG N2: Anschluss Beckenried XI UR, SZ, TI N2 (Strada del passo): Raccordo Airolo N2: Portale sud della galleria San Gottardo N2: Anschluss Beckenried N4: Anschluss Küssnacht

5977

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Anhang 3 (Art. 52)

Strassen, für die die Kantone Verkehrsmanagementpläne zu erstellen haben

Kanton Strasse von via bis

ZH 1 Zürich Brüttisellen Winterthur ZH Anschluss Zürich-Affoltern Furttal Kantonsgrenze Aargau ZH 1 Anschluss Urdorf-Nord Bergdietikon Kantonsgrenze Aargau ZH Anschluss Urdorf-Nord Schlieren ZH 3 Zürich Dietikon Kantonsgrenze Aargau ZH Zürich Geroldswil Kantonsgrenze Aargau ZH Zürich Uetikon-Waldegg Birmensdorf ZH 3 Zürich Horgen Kantonsgrenze Schwyz ZH 7 Winterthur Räterschen Kantonsgrenze Thurgau ZH 1 Winterthur Attikon Kantonsgrenze Thurgau ZH Attikon Bertschikon Kantonsgrenze Thurgau ZH Winterthur Andelfingen Kantonsgrenze Schaffhausen ZH Anschluss Kleinandelfingen Ossingen Kantonsgrenze Thurgau ZH A53 Verzweigung Brüttisellen Uster Kantonsgrenze St. Gallen ZH A52 Hinwil Forch Zürich ZH 4 Zürich Sihltal Kantonsgrenze Zug ZH Anschluss Urdorf-Nord Affoltern a.A. Kantonsgrenze Zug ZH Sihlbrugg Hirzel Anschluss Wädenswil ZH Anschluss Zürich-Seebach Glattbrugg Anschluss Flughafen ZH Anschluss Dietikon Weiningen Anschluss Zürich-Affoltern

BE 1 Bern Schönbühl Anschluss Kirchberg BE 1 Anschluss Kirchberg Herzogenbuchsee Kantonsgrenze Aargau BE 5 Kantonsgrenze Solothurn Niederbipp Kantonsgrenze Solothurn BE 5 Biel Pieterlen Kantonsgrenze Solothurn BE A6 Anschluss Schönbühl Lyss Biel BE 12 Schönbühl Jegenstorf Kantonsgrenze Solothurn BE 22 Kantonsgrenze Solothurn Lyss Kantonsgrenze Freiburg BE 10 Rizenbach Kantonsgrenze Freiburg BE 10 Bern Muri Anschluss Muri BE 10 Kantonsgrenze Freiburg Ins Kantonsgrenze (Müntschemier) Neuchâtel BE Bern Belp, Seftigen Anschluss Thun-Nord BE 6 Anschluss Muri Münsingen, Thun Spiez BE 223 Anschluss Spiez Kandersteg Kantonsgrenze Wallis BE 11 Spiez Interlaken Anschluss Brienz BE 12 Bern Niederwangen Kantonsgrenze Freiburg BE 1 Bern Mühleberg Kantonsgrenze Freiburg BE 6 Biel Moutier Limite cantonale Jura

5978

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Kanton Strasse von via bis

LU 2 Anschluss Emmen-Nord Nottwil, Dagmarsellen Kantonsgrenze Aargau LU 2 Luzern Anschluss Emmen-Nord LU Emmen Seeplatz Anschluss Emmen-Süd LU 24 Anschluss Sursee Triengen Kantonsgrenze Aargau LU 4 Luzern Ebikon Anschluss Gisikon-Root LU Emmen, Seeplatz Inwil Kantonsgrenze Zug LU Anschluss Luzern-Horw Kantonsgrenze Nidwalden UR 2 Anschluss Flüelen Altdorf, Amsteg Anschluss Göschenen

SZ Schübelbach Tuggen Kantonsgrenze St.Gallen SZ 8 Anschluss Pfäffikon Seedamm Kantonsgrenze St.Gallen SZ 3 Kantonsgrenze Zürich Lachen Kantonsgrenze Glarus SZ 2 Brunnen Seewen, Arth Kantonsgrenze Zug

OW 4 Sarnen Alpnach Kantonsgrenze Nidwalden

NW Anschluss Beckenried Stans Kantonsgrenze Luzern NW 4 Anschluss Stansstad Kantonsgrenze Obwalden

GL 3 Kantonsgrenze Schwyz Niederurnen, Mollis Kantonsgrenze St. Gallen

ZG 4 Zug Sihlbrugg Kantonsgrenze Zürich ZG 4 Zug Anschluss Zug-West ZG Cham Friesencham Kantonsgrenze Zürich ZG 4 Anschluss Zug-West Anschluss Cham ZG 4 Cham Rotkreuz Kantonsgrenze Luzern ZG Rotkreuz Risch Kantonsgrenze Schwyz

FR 22 Anschluss Murten Galmiz, Kerzers Kantonsgrenze Bern FR 10 Kantonsgrenze Bern (Münt- Kerzers Kantonsgrenze Bern schemier) (Gurbrü) FR 1 Kantonsgrenze Bern Gempenach, Murten, Limite cantonale Vaud Avenches FR 1 Limite cantonale Vaud Domdidier Limite cantonale Vaud FR Limite cantonale Vaud Estavayer-le-Lac Limite cantonale Vaud FR Jonction Matran Prez-Vers-Noréaz Limite cantonale Vaud FR 12 Kantonsgrenze Bern Fribourg, Bulle Limite cantonale Vaud

SO 12 Anschluss Oensingen Balsthal Kantonsgrenze Basel Land SO 2 Kantonsgrenze Aargau Olten Kantonsgrenze Basel Land SO 5 Kantonsgrenze Bern Oensingen, Olten Kantonsgrenze Aargau SO 12 Solothurn Biberist Kantonsgrenze Bern SO Anschluss Kriegstetten Derendingen Solothurn SO 5 Kantonsgrenze Bern Solothurn, Grenchen Kantonsgrenze Bern SO 22 Solothurn Lüsslingen Kantonsgrenze Bern

5979

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Kanton Strasse von via bis

BL 12 Liestal Waldenburg Kantonsgrenze Solothurn BL 2 Sissach Läufelfingen Kantonsgrenze Solothurn BL 12/2 Anschluss Liestal Frenkendorf Anschluss Sissach BL Liestal Arisdorf Augst BL Thürnen Umfahrung Sissach Anschluss Sissach BL 12 Basel Stadt Pratteln Anschluss Liestal BL Kantonsgrenze Aargau Augst Kantonsgrenze Basel Stadt BL Anschluss Sissach Tenniken Anschluss Diegten

SH Schaffhausen Mühlental Landesgrenze Oberbargen SH Schaffhausen Herblingen Landesgrenze Thayngen

SG 13 Sargans Bad Ragaz Kantonsgrenze Graubünden SG 3 Sargans Walenstadt Kantonsgrenze Glarus SG 13 Sargans St. Margrethen Rorschach SG 7 St.Gallen Rorschach SG Anschluss Rorschach Tübach Kantonsgrenze Thurgau SG 7 St. Gallen Oberbüren, Wil Kantonsgrenze Thurgau SG -/A53 Kantonsgrenze Schwyz Uznach, Schmerikon Kantonsgrenze Zürich SG Anschluss Rapperswil Seedamm Rapperswil Kantonsgrenze Schwyz

GR 28 Landquart Maienfeld GR 3/417 Thusis Tiefencastel, Anschluss Chur-Süd Lenzerheide GR 13 Confine cantonale Ticino Reichenau, Chur, Kantonsgrenze St. Gallen Zizers

AG Anschluss Wettigen Furttal Kantonsgrenze Zürich AG 1 Kantonsgrenze Zürich Wohlen, Lenzburg, Kantonsgrenze Bern Oftrigen AG 2 Kantonsgrenze Luzern Zofingen Kantonsgrenze Solothurn AG 5 Anschluss Aarau-Ost Aarau Kantonsgrenze Solothurn AG 24 Anschluss Aarau-West Schöftland Kantonsgrenze Luzern AG Anschluss Baden Wettingen Kantonsgrenze Zürich AG 3 Kantonsgrenze Zürich Spreitenbach, Brugg, Kantonsgrenze Basel Frick Land AG Brugg Othmarsingen Anschluss Lenzburg AG Anschluss Baden Mellingen Anschluss Mägenwil

TG Autobahnende Arbon-West Roggwil Kantonsgrenze St. Gallen TG 7 Kantonsgrenze St. Gallen Wängi, Aadorf Kantonsgrenze Zürich TG Wängi Matzingen Kantonsgrenze Zürich TG 1 Konstanz Müllheim Kantonsgrenze Zürich TG 14 Wellhausen Hüttlingen Verzweigung Grüneck TG Anschluss Frauenfeld-West Uesslingen Kantonsgrenze Zürich

5980

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Kanton Strasse von via bis

TI 2 Airolo Biasca Raccordo Bellinzona Nord TI 2 Raccordo Bellinzona Nord Monte Ceneri, Lugano Mendrisio TI 2 Mendrisio Chiasso Confine nazionale, Chiasso TI Mendrisio Stabio Confine nazionale, Gaggiolo TI 13 Raccordo Bellinzona Nord Confine cantonale con i Grigioni

VD 1 Jonction Lausanne-Malley Rolle Limite cantonale Genève VD 9 Lausanne Montreux Limite cantonale Valais VD Mies Jonction Coppet VD Jonction Coppet Crassier Jonction Nyon VD Jonction Rolle Vinzel Jonction Nyon VD Jonction Cossonay Bussy-Chardonney Jonction Rolle VD Bussy-Chardonney Jonction Morges-Ouest VD 12 Vevey Le Chaux Limite cantonale Fribourg VD 5 Jonction Yverdon-Sud Grandson Limite cantonale Neuchâtel VD 1 Limite cantonale Fribourg Avenches Limite cantonale Fribourg VD 1 Jonction Lausanne-Vennes Lucens, Moudon Limite cantonale Fribourg VD Yverdon-les-Bains Yvonand Limite cantonale Fribourg VD Limite cantonale Fribourg Payerne, Limite cantonale Vers-chez-Perrin Fribourg VD 9 Cossonay Croy Frontière, Ballaigues VD Jonction Yverdon-Sud Chavornay Lausanne-Blécherette VD Jonction Lausanne-Crissier Bussigny Jonction Morges-Est VD Jonction Lausanne-Vennes Savigny Jonction Chexbres

VS 21 Echangeur Gd. St-Bernard Sembrancher Frontière, Tunnel du (Martigny) Gd. St-Bernard VS 9 Brig Sion Martigny VS 21/9 Martigny Limite cantonale Vaud VS 509 Jonctions Gampel/Steg Goppenstein Limite cantonale Berne

NE 5 Limite cantonale Vaud Neuchâtel Limite cantonale Berne

GE 1 Genève Versoix Limite cantonale Vaud GE Jonctions Vernier/Meyrin Lancy Frontière, Bardonnex

JU 6 Porrentruy Delémont Limite cantonale Berne

5981

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Anhang 4 (Art. 55)

Aufhebung und Änderung bisherigen Rechts

I Folgende Erlasse werden aufgehoben:

1. Verordnung vom 18. Dezember 199510 über die Nationalstrassen;

2. Bundesratsbeschluss vom 18. September 196111 über die Kosten von Anpas-

sungen an militärischen Verteidigungsanlagen bei der Erstellung von Natio- nalstrassen.

II Die nachstehenden Verordnungen werden wie folgt geändert:

1. Verordnung vom 14. Dezember 199812

über das Immobilienmanagement und die Logistik des Bundes

Art. 6 Abs. 1 Bst. a und Abs. 4

1 Für das Immobilienmanagement sind als Bau- und Liegenschaftsorgane (BLO)

verantwortlich: a. für zivile Immobilien mit Ausnahme der Nationalstrassen: das BBL;

4 Für Nationalstrassen im Sinne des Bundesgesetzes vom 8. März 196013 über die

Nationalstrassen ist das Bundesamt für Strassen zuständig.

Art. 8 Abs. 1 erster Satz

1 Die BLO und das Bundesamt für Strassen können im Rahmen der von den eidge-

nössischen Räten bewilligten Verpflichtungs- und Zahlungskredite sowie der Vor- gaben des zuständigen Departementes in ihrem Zuständigkeitsbereich alle Geschäfte selbstständig erledigen. …

10 AS 1996 250, 1997 557, 2000 345 703, 2002 1177, 2004 5051 11 AS 1961 796, 2000 762 12 SR 172.010.21 13 SR 725.11; AS 2007 5788

5982

Nationalstrassenverordnung AS 2007

2. Organisationsverordnung vom 6. Dezember 199914

für das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Art. 10 Abs. 3 Bst. b und 4, dritter Satz

3 Zur Verfolgung dieser Ziele nimmt das ASTRA folgende Funktionen wahr:

b. Es baut, unterhält und betreibt die Nationalstrassen und übt die Oberaufsicht über die Fertigstellung des beschlossenen Nationalstrassennetzes sowie über die Strassen von gesamtschweizerischer Bedeutung aus.

4 … Das ASTRA ist in seinem Zuständigkeitsbereich auch zur Beschwerde gegen

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts betreffend das öffentliche Beschaffungs- recht berechtigt.

3. Verordnung vom 11. Februar 200415

über den militärischen Strassenverkehr

Art. 8 Anhörung der zivilen Behörden Die anordnenden Organe nehmen vor Ausführung der Verkehrsmassnahmen mit den zuständigen zivilen Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden Rück- sprache.

4. Verordnung vom 6. Oktober 198616

über den Strassenunterhalt im aktiven Dienst

Art. 2 Abs. 1 1 Verantwortlich für den Strassenunterhalt auf den Nationalstrassen ist das Bundes- amt für Strassen, auf den übrigen Strassen die Kantone.

5. Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 196217

Art. 76 Abs. 1 1 Wenn es die örtlichen Verhältnisse gestatten, können die Kantone auf ihrem Gebiet für Fahrzeuge zum Personentransport, die ausschliesslich im regionalen fahrplan- mässigen Verkehr konzessionierter Transportunternehmungen eingesetzt werden, Ausnahmen bewilligen hinsichtlich Gesamtgewicht, Achsbelastung und Kreisfahr-

14 SR 172.217.1 15 SR 510.710 16 SR 510.725 17 SR 741.11

5983

Nationalstrassenverordnung AS 2007

bedingungen und nach den Absätzen 2–4 auch hinsichtlich des Mitführens von Anhängern und der Ausmasse der Fahrzeuge. Werden Nationalstrassen befahren, so dürfen die Ausnahmen nur mit Zustimmung des ASTRA bewilligt werden.

Art. 79 Abs. 1, 2 Einleitungssatz, 4 und 5

1 Der Standortkanton oder der Kanton, in dem die bewilligungspflichtige Fahrt

beginnt, erteilt die Bewilligungen für Export- und Binnenfahrten, das ASTRA für Fahrzeuge im Dienste des Bundes sowie für Import- und grenzüberschreitende Transitfahrten.

2 Werden die gesetzlichen Masse und Gewichte überschritten, so können die Bewil-

ligungen unter folgenden Voraussetzungen für die ganze Schweiz erteilt werden: … 4 Sind die Voraussetzungen nach Absatz 2 nicht erfüllt, so erteilt jeder von der Fahrt betroffene Kanton eine Bewilligung für sein Kantonsgebiet oder gibt für Bewilli- gungen des ASTRA seine Zustimmung.

5 Werden die Masse und Gewichte nach Absatz 2 Buchstabe a überschritten, so darf

die Bewilligung für das Befahren von Nationalstrassen nur mit Zustimmung des ASTRA erteilt werden.

6. Signalisationsverordnung vom 5. September 197918

Art. 1 Abs. 2 Bst. i

2 Es werden folgende Abkürzungen verwendet:

i. NSV für die Nationalstrassenverordnung vom 7. November 200719;

Art. 81 Abs 1, 2 und 3

1 Die Behörde oder das Bundesamt erteilt den Bauunternehmern Weisungen für die

Signalisation der Baustellen und überwacht die Ausführung.

2 Bauunternehmer dürfen bei Baustellen Verkehrsanordnungen (z. B. Fahrverbote,

Höchstgeschwindigkeiten, Umleitungen) nur signalisieren, wenn sie die Behörde oder das Bundesamt dazu ermächtigt hat und die erforderliche Verfügung vorliegt (Art. 107 Abs. 1).

3 Für die Anzeige von Umleitungen gilt Artikel 55.

Art. 98 Abs. 3

3 Auf Nebenanlagen und Rastplätzen sind zulässig:

18 SR 741.21 19 SR 725.111; AS 2007 5957

5984

Nationalstrassenverordnung AS 2007

a. für Tankstellen je eine beleuchtete Firmenanschrift auf dem Gebäude und im Trennstreifen zwischen der Nationalstrasse und der Nebenanlage; b. für Restaurants und Motels je eine beleuchtete Firmenanschrift auf dem Gebäude sowie auf der Quer- und der Längsseite des Gebäudes; c. Strassenreklamen, soweit sie nicht von den Fahrzeuglenkern auf den durch- gehenden Fahrbahnen wahrgenommen werden können.

Art. 99 Abs. 1, zweiter Satz

1 … Vor Erteilung der Bewilligung für Strassenreklamen im Bereich der National-

strassen 1. und 2. Klasse ist die Genehmigung des Bundesamtes einzuholen.

Art. 101 Abs. 1 und 2

1 In dieser Verordnung nicht vorgesehene Signale und Markierungen sind unzuläs-

sig; vorbehalten bleiben die Bestimmungen nach den Artikeln 54 Absatz 9 und 115. 2 Signale und Markierungen dürfen erst angebracht oder entfernt werden, wenn dies die Behörde oder das Bundesamt angeordnet hat; das Verfahren nach Artikel 107 ist zu beachten.

Art. 104 Abs. 3 und 4

3 Für das Anbringen und Entfernen von Signalen und Markierungen auf National-

strassen, einschliesslich Anschlüssen samt Verbindungsstrecken, Nebenanlagen und Rastplätzen nach Artikel 2 Buchstaben c–e NSV, ist das Bundesamt zuständig. Signale und Markierungen im Zusammenhang mit der Fertigstellung des beschlos- senen Nationalstrassennetzes, die nicht länger als ein Jahr gelten, können von der Behörde nach den vom UVEK erlassenen Richtlinien aufgestellt werden. Für den Erlass von Verkehrsanordnungen gilt Artikel 110 Absatz 2.

4 Dem Bund obliegt die Signalisation auf weiteren Strassen und Grundstücken in

seinem Eigentum, die Kennzeichnung der Zollhaltestellen (Art. 31 Abs. 1) sowie die Signalisation im Zusammenhang mit militärischen Verkehrsanordnungen.

Art. 105 Abs. 3 3 Das Bundesamt übt die Aufsicht über die Strassensignalisation auf Nationalstras- sen und die Strassenreklamen im Bereich der Nationalstrassen aus.

Art. 110 Abs. 2

2 Das Bundesamt erlässt örtliche Verkehrsanordnungen im Rahmen der Artikel 3

Absatz 4 und 32 Absatz 3 SVG auf Nationalstrassen, einschliesslich Anschlüssen samt Verbindungsstrecken, Nebenanlagen und Rastplätzen nach Artikel 2 Buchsta- ben c–e NSV (Art. 2 Abs. 3bis SVG). Die Kantone können solche Massnahmen auf Nationalstrassen 1. und 2. Klasse treffen, soweit diese im Zusammenhang mit der Fertigstellung des beschlossenen Nationalstrassennetzes stehen und nicht länger als ein Jahr dauern.

5985

Nationalstrassenverordnung AS 2007

Art. 111 Sachüberschrift und Abs. 2 erster Satz Strassen im Eigentum des Bundes

2 Verfügungen, durch die der öffentliche Verkehr auf Strassen und Grundstücken

des Bundes, ausgenommen Nationalstrassen, beschränkt oder ausgeschlossen wird (Art. 2 Abs. 5 SVG), trifft das eidgenössische Departement, dem die mit der Verwal- tung der Strasse und des Grundstückes betraute Amtsstelle oder Anstalt untersteht. …

Art. 117c Übergangsbestimmung zur Änderung vom 7. November 2007 Auf Beschwerdeverfahren betreffend Massnahmen der örtlichen Verkehrsregelung auf Nationalstrassen 3. Klasse, die beim Inkrafttreten dieser Änderung hängig sind, findet das bisherige Recht Anwendung.

7. Verordnung vom 29. November 200220

über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Strasse

Art. 13 Abs. 2

2 Bestimmte, entsprechend signalisierte Strassenstrecken (2.10.1, 2.11; Art. 19

Abs. 1 SSV21) dürfen von Fahrzeugen mit gefährlichen Gütern nicht, nur mit beschränkten Mengen oder nur mit Bewilligung befahren werden. Die Liste dieser Güter, die Strassenstrecken, die Mengenangaben sowie die für die Bewilligung zuständigen Behörden sind in Anhang 2 dieser Verordnung enthalten. Die zustän- dige Behörde kann im Einvernehmen mit dem Bundesamt weitere Ausnahmen gestatten.

20 SR 741.621 21 SR 741.21

5986