Quelle

AS 2003 187

Bundesgesetz
über die Anpassung von Organisationsbestimmungen
des Bundesrechts

vom 22. März 2002

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,
nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 5. Juni 20011,
beschliesst:

I

Das Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz vom 21. März 19972 wird wie folgt geändert:

Art. 8 Sachüberschrift und Abs. 1 Organisation und Führung der Bundesverwaltung

Der Bundesrat bestimmt die zweckmässige Organisation der Bundesverwaltung und passt sie den Verhältnissen an. Er kann dabei von Organisationsbestimmungen anderer Bundesgesetze abweichen; ausgenommen sind die Fälle, in denen die Bundesversammlung die Organisationskompetenz des Bundesrates ausdrücklich einschränkt.

Art. 64

Aufgehoben

II

Die Aufhebung und die Änderung bisherigen Rechts werden im Anhang geregelt.

III

Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.

Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.

Nationalrat, 22. März 2002 Ständerat, 22. März 2002 Die Präsidentin: Liliane Maury Pasquier Der Präsident: Anton Cottier Der Protokollführer: Christophe Thomann Der Sekretär: Christoph Lanz

Ablauf der Referendumsfrist und Inkraftsetzung

Die Referendumsfrist für dieses Gesetz ist am 18. Juli 2002 unbenützt abgelaufen.3

Es wird, mit Ausnahme von Ziffer I/27 des Anhanges, auf den1. Februar 2003 in Kraft gesetzt.

Ziffer I/27 des Anhanges tritt zusammen mit der Änderung vom4. Oktober 20024 des Militärgesetzes in Kraft.

15. Januar 2003 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates

Der Bundespräsident: Pascal Couchepin

Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz

Anhang

(Ziff. II) Aufhebung und Änderung bisherigen Rechts

I

Die nachstehenden Erlasse werden aufgehoben: 1. Bundesbeschluss vom7. Oktober 19885 über die Feierlichkeiten «700 Jahre Eidgenossenschaft»; 2. Bundesbeschluss vom 6. Oktober 19956 zum 150. Geburtstag des Schweizerischen Bundesstaates; 3. Bundesbeschluss vom 26. Juni 19207 über die Errichtung von Gesandtschaften in Brüssel, Stockholm und Warschau; 4. Bundesbeschluss vom 19. Juni 19258 betreffend die Umwandlung der schweizerischen Generalkonsulate zu Athen und Belgrad in Gesandtschaften; 5. Bundesbeschluss vom1. April 19279 betreffend die Umwandlung des schweizerischen Generalkonsulates zu Prag in eine Gesandtschaft; 6. Bundesbeschluss vom 28. Juni 192810 betreffend die Errichtung einer schweizerischen Gesandtschaft in der Türkei; 7. Bundesbeschluss vom8. November 193411 über die Genehmigung des am7. Juni 1934 zwischen der Schweiz und Ägypten abgeschlossenen Freundschaftsvertrages und die Errichtung einer schweizerischen Gesandtschaft in Ägypten; 8. Bundesbeschluss vom 24. Juni 193812 über die Schaffung schweizerischer Gesandtschaften in Estland, Finnland, Lettland und Litauen sowie Luxemburg; 9. Bundesbeschluss vom 22. Juni 193913 über die Umwandlung der schweizerischen Generalkonsulate in Caracas und Dublin in Gesandtschaften; 10. Bundesbeschluss vom 5. Oktober 194514 über die Errichtung neuer schweizerischer Gesandtschaften im Auslande; 11. Bundesbeschluss vom8. Oktober 194715 über die Schaffung neuer schweizerischer Gesandtschaften;

AS 1989 255

AS 1996 506

AS 1948 61 12. Bundesbeschluss vom 29. September 195016 betreffend die Errichtung einer schweizerischen Gesandtschaft in Israel; 13. Bundesbeschluss vom 29. September 195017 betreffend die Errichtung einer neuen schweizerischen Gesandtschaft in Jordanien; 14. Bundesbeschluss vom 15. Juni 195118 über die Schaffung schweizerischer Gesandtschaften in Indonesien, Island und Äthiopien; 15. Bundesbeschluss vom 19. Juni 195319 über die Errichtung einer Gesandtschaft in Afghanistan; 16. Bundesbeschluss vom 21. März 195620 über die Errichtung von diplomatischen 17. Bundesbeschluss vom 22. Juni 195621 über die Errichtung von diplomatischen 18. Bundesbeschluss vom 24. März 196022 über die Errichtung neuer diplomatischer 19. Bundesbeschluss vom 27. September 196123 über die Errichtung neuer diplomatischer Vertretungen; 20. Bundesgesetz vom 25. Juni 196524 über die Errichtung von diplomatischen Vertretungen in Malawi, Malta, Sambia und Gambia; 21. Bundesgesetz vom9. März 196725 über die Errichtung diplomatischer Vertretungen; 22. Bundesgesetz vom 30. Juni 197226 über die Errichtung einer diplomatischen Vertretung in Bangladesch; 23. Bundesgesetz vom 20. Juni 197527 über die Errichtung von diplomatischen Vertretungen in Mosambik und Angola; 24. Bundesgesetz vom10. Oktober 198028 über die Errichtung von diplomatischen Vertretungen in Simbabwe und in den Vereinigten Arabischen Emiraten; 25. Bundesbeschluss vom 21. März 195629 über die Umwandlung schweizerischer Gesandtschaften in Botschaften;

AS 1951 29

AS 1951 31

AS 1951 977

AS 1953 919

AS 1956 765

AS 1956 1205

AS 1960 870

AS 1962 25

AS 1965 877

AS 1967 1257

AS 1972 2627

AS 1976 1889

AS 1981 93

AS 1956 763 26. Bundesgesetz vom7. Dezember 195630 betreffend die Änderung des Bundesgesetzes über die Schweizerische Meteorologische Zentralanstalt; 27. Bundesgesetz vom 27. Juni 196931 über die Leitungsorganisation und den Rat für Gesamtverteidigung; 28. Bundesbeschluss vom 18. März 198832 über die Leistungen des Bundes zur Behebung der Unwetterschäden 1987; 29. Bundesbeschluss vom 20. Juni 198033 über den Bahnanschluss des Flughafens Genf; 30. Bundesgesetz vom 17. März 193734 über die Aufhebung des Bundesgesetzes vom 23. Dezember 1915 betreffend den Bau einer normalspurigen Eisenbahn von Niederwenigen nach Döttingen (Surbtalbahn) als Fortsetzung der Eisenbahn Oberglatt–Niederwenigen; 31. Bundesbeschluss vom 17. Dezember 197135 über die Errichtung des landwirtschaftlichen Berufsbildungszentrums in Changins; 32. Bundesbeschluss vom 22. Juni 198436 über die Veräusserung der Beteiligung des Bundes am Aktienkapital der Allgemeinen Schweizerischen Uhrenindustrie AG; 33. Bundesbeschluss vom 25. Juni 197637 über eine Finanzhilfe von 10 Millionen Franken an Peru.

II

Die nachstehenden Bundesgesetze werden wie folgt geändert:

1. Bürgerrechtsgesetz vom 29. September 195238 Ersatz und Streichung von Ausdrücken 1. In Artikel 13 Absätze1 und 5 wird der Ausdruck «Bundesamt für Polizeiwesen» durch «Bundesamt» ersetzt. 2. In den Artikeln 25, 32, 41 Absatz 1, 45 Absatz 2,48 und 49 Absatz 2 wird der Ausdruck «Eidgenössische(n) Justiz- und Polizeidepartement» durch «Bundesamt» ersetzt. 3. In den Artikeln 49a Absatz 1 und 49b Absatz 1 wird der Ausdruck «zuständige» gestrichen.

AS 1957 271

AS 1970 345

AS 1988 1212

AS 1980 1480

AS 1972 1853

AS 1985 398

AS 1977 1387

Art. 12 Abs. 2

Die Einbürgerung ist nur gültig, wenn eine Einbürgerungsbewilligung des zuständigen Bundesamtes (Bundesamt)39 vorliegt.

Art. 37

Erhebungen Das Bundesamt kann den Einbürgerungskanton mit den Erhebungen beauftragen, die für die Beurteilung der Einbürgerungsvoraussetzungen nötig sind.

Art. 46 Abs. 3

Das Bundesamt erhebt für seine Bemühungen im Entlassungsverfahren keine Gebühren.

Art. 51 Abs. 2

Zur Beschwerde berechtigt sind auch die interessierten Kantone und Gemeinden.

2. Bundesgesetz vom 19. April 197840 über die Berufsbildung gestützt auf die Artikel 27sexies, 34ter, 42ter und 64bis der Bundesverfassung41, ...

Art. 11 Abs. 2 erster Satz

Das Bundesamt bestimmt das Mindestprogramm der Kurse. ...

Art. 36 Abs. 2 zweiter Satz

... Es sorgt in Zusammenarbeit mit den Kantonen und Berufsverbänden für die Ausbildung der Instruktoren an Ausbildungskursen für Lehrmeister.

Zurzeit das Bundesamt für Ausländerfragen, BFA.

Diesen Bestimmungen entsprechen die Artikel 63, 64, 110, 123 und 135 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (SR 101).

3. Universitätsförderungsgesetz vom8. Oktober 199942

Art. 17 Feste Beiträge an Institutionen

Die Gruppe für Wissenschaft und Forschung kann mit beitragsberechtigten Institutionen Leistungsverträge abschliessen und ihnen an Stelle von Beiträgen nach Artikel 15 feste Beträge an den Betriebsaufwand ausrichten. Dieser Betrag darf 45 Prozent der tatsächlichen Betriebsaufwendungen nicht übersteigen.

4. Wasserrechtsgesetz vom 22. Dezember 191643

Art. 73

II. Wasserwirt- Das Departement ernennt zur Vorbereitung und Begutachtung von schaftskommission Fragen und Geschäften aus dem Gebiet der Wasserwirtschaft eine Kommission; deren Befugnisse und Organisation sind durch Verordnung zu bestimmen.

5. Eisenbahngesetz vom 20. Dezember 195744

Art. 94

IV. Gebühren Das Departement setzt die für den Vollzug dieses Gesetzes zu erhebenden Gebühren fest.

6. Bundesgesetz vom 25. September 191745 über Verpfändung und Zwangsliquidation von Eisenbahn- und Schifffahrtunternehmungen

Art. 5 Abs. 3 und 4

Der Bundesrat erlässt Bestimmungen über Einrichtung und Führung des Pfandbuches.

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation erlässt Bestimmungen über die Gebühren für Amtshandlungen der Bundesbehörden.

7. Bundesgesetz vom3. Oktober 197546 über die Binnenschifffahrt gestützt auf Artikel 24ter der Bundesverfassung47, ...

Art. 56 Abs. 1 und 3

Der Bundesrat erlässt die Ausführungsbestimmungen nach Anhören der Kantone und der interessierten Verbände.

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation erlässt Bestimmungen über die Gebühren für Amtshandlungen der Bundesbehörden.

8. Luftfahrtgesetz vom 21. Dezember 194848

Art. 58 Abs. 2

Das Departement erlässt Bestimmungen über die Anforderungen an die Lufttüchtigkeit sowie über die Begrenzung der Lärm- und Schadstoffemissionen der Luftfahrzeuge mit motorischem Antrieb.

9. Strahlenschutzgesetz vom 22. März 199149 gestützt auf die Artikel 24quinquies, 24septies, 27sexies, 64 und 64bis der Bundesverfas- ...

Art. 7 Abs. 1

Der Bundesrat setzt folgende beratende Kommissionen ein:

  1. Kommission für Strahlenschutz und Überwachung der Radioaktivität;

  2. Kommission für AC-Schutz.

Diesen Bestimmungen entsprechen die Artikel 64, 74, 118, 122 und 123 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (SR 101).

10. Bundesgesetz vom 18. März 199451 über die Krankenversicherung

Art. 20 Abs. 2 und 3 erster Satz

Das Departement setzt auf Antrag der Institution den Beitrag fest. Es erstattet den zuständigen Kommissionen der eidgenössischen Räte Bericht über die Verwendung dieser Mittel.

Es übt die Aufsicht über die Tätigkeit der Institution aus. ...

11. Jagdgesetz vom 20. Juni 198652

Art. 12 Abs. 2, 2bis und 3 erster Satz

Sie können jederzeit Massnahmen gegen einzelne geschützte oder jagdbare Tiere, die erheblichen Schaden anrichten, anordnen oder erlauben. Mit der Durchführung dieser Massnahmen dürfen sie nur Jagdberechtigte und Aufsichtsorgane beauftragen.

Der Bundesrat kann geschützte Tierarten bezeichnen, bei denen das Bundesamt die Massnahmen nach Absatz 2 anordnet.

Die Kantone bestimmen, welche Selbsthilfemassnahmen gegen jagdbare Tiere zum Schutze von Haustieren, Liegenschaften und landwirtschaftlichen Kulturen zulässig sind. ...

12. Bundesgesetz vom10. Oktober 199753 über die Rüstungsunternehmen des Bundes

Art. 3 Abs. 2

Der Bundesrat bezeichnet das Departement, das die Aktionärsrechte des Bundes an der Beteiligungsgesellschaft nach der Gründung wahrnimmt; das Departement hält sich dabei an die vom Bundesrat formulierte Eignerstrategie.