AS 2003 2163
Bundesgesetz
über den Sitz des Bundesstrafgerichts
und des Bundesverwaltungsgerichts
vom 21. Juni 2002
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,
gestützt auf Artikel 191a der Bundesverfassung1,
nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 28. Februar 20012 und in die Zusatzbotschaft des Bundesrates vom 28. September 20013,
beschliesst:
Art. 1 Sitz des Bundesstrafgerichts
Sitz des Bundesstrafgerichts ist Bellinzona.
Der Bundesrat wird ermächtigt, Absatz 1 auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Strafgerichtsgesetzes vom4. Oktober 20024 in dieses zu integrieren und das Strafgerichtsgesetz entsprechend anzupassen.
Art. 2 Sitz des Bundesverwaltungsgerichts
Sitz des Bundesverwaltungsgerichts ist St.Gallen.
Der Bundesrat wird ermächtigt, Absatz 1 auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom ...5 in dieses zu integrieren und das Verwaltungsgerichtsgesetz entsprechend anzupassen.
Art. 3 Finanzierung
Der Bundesrat wird ermächtigt, mit den Kantonen Tessin und St. Gallen einen Vertrag über die finanzielle Beteiligung an den Kosten der Errichtung des Bundesstrafgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts abzuschliessen.
Botschaft des Bundesrates vom 28. Februar 2001 (BBl 2001 4202) und Zusatzbotschaft des Bundesrates vom 28. September 2001 (BBl 2001 6049)
Art. 4 Referendum und Inkrafttreten
Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.
Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten. Er kann das Gesetz zeitlich gestaffelt in Kraft setzen.
Ständerat, 21. Juni 2002 | Nationalrat, 21. Juni 2002 |
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Der Präsident: Anton Cottier | Die Präsidentin: Liliane Maury Pasquier |
Der Sekretär: Christoph Lanz | Der Protokollführer: Christophe Thomann |
Ablauf der Referendumsfrist und Inkraftsetzung
Die Referendumsfrist für dieses Gesetz ist am 17. Oktober 2002 unbenützt abgelaufen.6
Die Artikel 1,3 und 4 treten am1. August 2003 in Kraft.7
Artikel 2 tritt zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft.
25. Juni 2003 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates |
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Der Bundespräsident: Pascal Couchepin |
Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz |