101.103
Planungsbericht 2022
Inhalt Planungsbericht 2022
Vorwort Markus Schneider | 4 |
Ausgangslage | 6 |
Beurteilung Planungsleitbild 2026 – Planungsbericht 2022 | 9 |
Baden – Kernaussagen zum Stand der Entwicklung | 11 |
Übergeordnete kommunale Strategien und Konzepte | 13 |
Kapitel 1: Badenerinnen und Badener | 14 |
Kapitel 2: Internationaler Wirtschaftsstandort | 15 |
Kapitel 3: Urbanität und Siedlungsentwicklung | 16 |
Kapitel 4: Baukultur und Infrastruktur | 17 |
Kapitel 5: Mobilität | 18 |
Kapitel 6: Klima, Natur und Umwelt | 19 |
Kapitel 7: Regionalstadt Baden | 20 |
Kapitel 8: Kultur- und Bäderstadt | 21 |
Kapitel 9: Stadtmanagement | 22 |
Themenfelder der nächsten Legislatur 24
Vorwort Markus Schneider
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Stadt und Region Baden
Der Planungsbericht 2022 gibt einen Rückblick auf die Entwicklung der vergangenen vier Jahre und formuliert mit Bezug zur Umsetzung des Planungsleitbildes 2026 Stossrichtungen für die nahe Zukunft.
In der Stadtentwicklung sind Veränderungen in verschiedener Hinsicht zu erkennen, die teils direkt durch die Pandemie verschärft wurden oder wegen ihr zusätzlichen Aufwind bekommen haben. Zu erwähnen sind der digitale Wandel, der strukturelle Wandel der Wirtschaft, der Klimawandel, der Wandel der Bedürfnisse von Arbeitnehmenden und Einwohnerinnen und Einwohnern sowie der städtebauliche Trend zur 10-Minuten-Stadt. Diese Veränderungen werden in einem Artikel in «Horizonte», dem Schweizer Forschungsmagazin, vorausschauend beschrieben:
«Christophe Girot, Landschaftsarchitekt und ETH-Professor, sagt es so: ‹Im 21. Jahrhundert wird Städteplanung vermehrt zur Landschaftsplanung.› Hatten Grünflächen in der Stadtplanung lange eher einen dekorativen Charakter, so übernehmen sie in Zeiten der Klima- und Biodiversitätskrise zunehmend zentrale Funktionen. (…) Die zunehmende Begrünung der Innenstädte entspricht einem weiteren städtebaulichen Trend: der 10- oder 15-Minuten-Stadt. (…). ‹Durch die Durchmischung von Wohnen, Arbeiten, Lernen, Essen und Einkaufen wird verhindert, dass nach Arbeitsschluss tote Stadtviertel entstehen.› – Michelle Yingying Jiang»1
In Baden findet fortwährend Wachstum statt – bei der Bevölkerung, bei Beschäftigten und Firmen und damit auch beim Verkehr. Diesem Wachstum sind bezüglich Raumreserven, Klimawandel, Strassenkapazitäten und Immobilienmarkt allerdings Grenzen gesetzt. Gleichzeitig finden Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur statt, wie beispielsweise die demografische Alterung oder die Abnahme des Anteils der Familien bezogen auf die Gesamtbevölkerung. Es gilt, den Herausforderungen in der Stadtentwicklung qualitätsvoll und differenziert zu begegnen. Nur damit wird die Stadt Baden den verschiedenen Verpflichtungen durch die spezifisch erhaltenen Auszeichnungen für Architektur, öffentliche Räume, Energie,
Wellness, Nachhaltigkeit, Ökologie und Kinderfreundlichkeit gerecht und kann die hohe Zufriedenheit der Badenerinnen und Badener sowie eine gute Ausstrahlung nach aussen erhalten.
Es werden Anstrengungen nötig sein, um dem gesellschaftlichen Wandel zu begegnen und multifunktionale Stadträume zu entwickeln, die sich Veränderungen kontinuierlich anpassen können. Dabei ist der Wille zu einem konstruktiven Miteinander Voraussetzung. Die nötigen Leistungen sind, auf Basis des Planungsberichts 2022, in sieben Themenfeldern zusammengefasst, die als Grundlage für die Legislaturziele des Stadtrats und die anschliessende Umsetzung in Jahresziele dienen. Zudem werden sich die Auswirkungen des Ukrainekrieges und einer möglichen Energiekrise von noch nie da gewesenem Ausmass, der historischen Zinswende sowie der Inflation, der Gefahr einer Rezession und nicht zuletzt die Nachwirkungen der Pandemie zeigen und uns in den nächsten Jahren stark herausfordern.
1
Horizonte – das Schweizer Forschungsmagazin: «Weg mit den Autos, her mit den Grünflächen!», 3.3.2022
Ausgangslage
Das Planungsleitbild 2026 wurde 2014 vom Einwohnerrat Baden auf die vergangenen vier Jahre, einen Überblick über den Stand genehmigt. Es zeichnet eine nachhaltige und dynamische Ent- von heute sowie einen Ausblick auf verbleibende Aufgaben und wicklung der Stadt Baden auf: Bis 2026 soll Baden nicht nur Themen in Bezug auf die Handlungsfelder des Planungsleitbilurbaner, vielfältiger und im Einklang mit der Natur insgesamt des 2026. Zudem dient er als Basis für die Legislaturziele 2023 nachhaltiger sein, sondern auch zur Regionalstadt werden. Mit bis 2026 und die Jahresziele 2023 des Stadtrats. der Genehmigung durch den Einwohnerrat wurden die Herausforderungen und deren Handlungsfelder zu Leitplanken der Stadtentwicklung für die Legislaturperioden bis 2026.
Der vorliegende Planungsbericht 2022 ist der zweite Rapport zum Planungsleitbild 2026 und baut in gekürzter Form auf dem Planungsbericht 2018 auf. Gleichzeitig setzt er die Reihe der Badener Planungsberichte seit 1998 fort. Er gibt einen Rückblick
Das Planungsleitbild 2026 zeichnet folgendes Zukunftsbild:
Baden 2026 ist eine attraktive Stadt im Ostaargau, ein bevorzugter Wohnort, ein Wirtschaftszentrum und eine vielfältige Kultur- und Bildungsstadt.
Dies ist in sechs Zielen formuliert:
Baden handelt nachhaltig, und dies kontinuierlich.
Baden ist Regionalstadt und wirkt als zuverlässige Partnerin. Als Zentrumsort gestaltet sie die regionale Entwicklung aktiv mit.
Baden ist Stadt in der Landschaft. Die Naturräume sind gut miteinander und mit den Frei- und Grünräumen in den Quartieren vernetzt. Sie stützen die hohe Lebens- und Wohnqualität Badens.
Baden ist Stadtgesellschaft. Eine offene politische Kultur, Bereitschaft für Neues und aktive Einwohnerinnen und Einwohner prägen die Stadt. Badens Identität ist in der historischen Bäder- und Industrietradition, einer innovativen Wirtschaft mit internationalen Konzernen und lokalem Gewerbe sowie einem regen kulturellen und sozialen Leben verankert.
Baden ist urban und zeichnet sich durch eine vielfältige Siedlungsstruktur aus. Die Quartiere sind in ihren Eigenheiten gestärkt und bieten Raum für unterschiedliche Lebensstile. Die Stadt setzt auf qualitative Baukultur und Städtebau und fördert eine stadt- und umweltfreundliche Mobilität.
Baden ist Wirtschaftsstandort. Die international tätigen Konzerne verbinden die Stadt mit der Weltwirtschaft, sind Träger von Innovation und stützen die lokale Wirtschaft. Das gute Bildungsangebot und die Vielfalt an Gewerbe sowie Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sind entscheidend für Badens Attraktivität. Neben Geschäften des täglichen Bedarfs ist es die Branchenbreite, die zum Erfolg des Standorts beiträgt. Die neuen Bäder stärken den Tourismus und fördern die schweizweite Ausstrahlung der Stadt.
Planungsbericht 2022 – Ausgangslage 7
Um die genannten sechs Ziele zu erreichen, wurden im Planungsleitbild 2026 fünf Herausforderungen definiert, die mit von ihnen abgeleiteten konkreten Handlungsfeldern (H1–H5) anzugehen und bis 2026 umzusetzen sind:
H1: Gesellschaftlicher Zusammenhalt schafft eine soziale und kulturell offene Stadt, sichert einen breiten Zugang zu städtischen Dienstleistungen, fordert die Mitbeteiligung und Mitverantwortung der Einwohnerinnen und Einwohner.
H2: Infrastruktur Als Trägerin der zahlreichen Stadtfunktionen steht Baden unter Nutzungs- und Optimierungsdruck. Die Finanzierung der Stadt ist nicht selbstverständlich und erfordert eine langfristige, auf Prioritäten basierende Planung.
H3: Stadtidentität Baden soll als überschaubare, innovative und facettenreiche Stadt erkennbar bleiben.
H4: Umwelt und Raum Die Verletzlichkeit der Natur und die Raumknappheit erfordern einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen.
H5: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Prosperität bilden die materiellen Voraussetzungen des kommunalen Handelns und sind Grundlagen der sozialen Wohlfahrt Badens.
Aufbau und Methodik Planungsbericht 2022 Die in den neun Kapiteln formulierten Stossrichtungen lassen sich aus den Erkenntnissen der Entwicklung der letzten vier Jah- Zu Beginn erfolgt eine kurze Beurteilung der Umsetzung des re mit Bezug zu den Handlungsfeldern des Planungsleitbildes Planungsleitbildes 2026 (Seiten 9 und 10). Der Stand der Ent- 2026 und aus wichtigen kommunalen Strategien und Konzepwicklung und der vergangenen vier Jahre wird bezüglich der ten ableiten. Die Stossrichtungen sind wegweisend und zeigen Herausforderungen bzw. Handlungsfelder aus dem Planungsauf, wie die Stadtentwicklung bis zum Abschluss des Planungsleitbild 2026 qualitativ bewertet. leitbildes 2026 gelenkt werden soll. Sie berücksichtigen dabei Die Inhalte wurden mit Recherchen und Fakten – basierend auf auch bereits aktivierte Arbeiten und Massnahmen. Insgesamt Statistiken sowie Kurzinterviews – in verschiedenen Abteilungen ergeben sich 29 Stossrichtungen. Diese lassen sich in sieben ermittelt und sind in den neun Fachkapiteln dargestellt (Seiten 14 Themenfeldern zusammenfassen (Seiten 24 und 25) und dienen bis 22). Der Aufbau der Kapitel ist an den Planungsbericht 2018 als Basis für die Legislaturziele 2023 bis 2026 und die Jahresangelehnt, wo möglich wurden Kapitel sachgemäss zusammen- ziele 2023 des Stadtrats. gefasst und neu benannt.
Beurteilung Planungsleitbild 2026 – Planungsbericht 2022
Herausforderungen und Handlungsfelder rung von Strasseninfrastrukturen, der Neubelebung der Bäder, im Planungsleitbild 2026 der Unterstützung von Kulturschaffenden, der Partizipationsprozesse in der Planung der Stadt (oder von deren Teilen) etc. Es Die Beurteilung des Planungsleitbildes 2026 erfolgt in einer verbleiben aber noch Aufgaben, die es bis 2026 wahrzunehmen Matrix, die die einzelnen Handlungsfelder mit «gut», «eher gut», gilt. Die formulierten Stossrichtungen für eine sachgemässe und «eher schlecht» und «schlecht» bewertet. konsequent zukunftsfähige Stadtentwicklung sind in den nach- Im Gesamtbild zeigt sich, dass die Stadt Baden sich aktiv für folgenden Kapiteln eins bis neun dargestellt und berücksichtigen die Ziele des Planungsleitbildes 2026 einsetzt. Dies wird von auch aktuelle Themen, wie beispielsweise den Klimawandel. der Bevölkerung konkret wahrgenommen. Das geht unter anderem aus der Zu- und Wegzugsbefragung hervor, die ein grundsätzlich positives Bild aufzeigt, sowie aus verschiede-
Kapitel 3 Urbanität und Siedlungsentwicklung
Kapitel 2 Internationaler Wirtschaftsstandort
nen konkreten Massnahmen, wie der Erweiterung des Angebots an Schul- und Betreuungsräumen, der Schaffung einer
Kapitel 1 Badenerinnen und Badener
Kapitel 4 Baukultur und Infrastruktur
Kapitel 6 Klima, Natur und Umwelt
Koordinationsstelle Altersnetzwerk Baden, der Umsetzung von
Kapitel 8 Kultur- und Bäderstadt
Kapitel 7 Regionalstadt Baden
Massnahmen hinsichtlich Verkehrsmanagement, der Sanie-
Kapitel 9 Stadtmanagement
Kapitel 5 Mobilität
Herausforderungen und deren Handlungsfelder Aussagen und Erkenntnisse PL H1 Gesellschaftlicher Zusammenhalt aus den Kapiteln PL H1.1 Zusammenleben PL H1.2 Familien- und Alterspolitik im Planungsbericht 2022 PL H1.3 Soziale Durchmischung (Seiten 14 bis 22) PL H1.4 Kultur ■ gut PL H1.5 Öffentliche Sicherheit ■ eher gut PL H1.6 Bildung und Beruf ■ eher schlecht ■ schlecht PL H2 Infrastruktur PL H2.1 Werterhalt PL H2.2 Hochbauten PL H2.3 Erschliessung PL H2.4 Verkehr und Mobilitätsmanagement PL H2.5 Regionale Infrastruktur
PL H3 Stadtidentität PL H3.1 Urbanität, Vielfalt und Offenheit PL H3.2 Partizipation PL H3.3 Kulturvermittlung PL H3.4 Landschaft und Stadtbild PL H3.5 Regionale Identität
PL H4 Umwelt und Raum PL H4.1 Quartierentwicklung PL H4.2 Wald, Landschaft und Kulturland PL H4.3 Energiepolitik und Ressourcenverbrauch PL H4.5 Öffentlichkeitsarbeit PL H4.5 Regionale Raumentwicklung
PL H5 Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit PL H5.1 Finanzen PL H5.2 Stadtmanagement PL H5.3 Marke Baden PL H5.4 Wirtschaftsstandort PL H5.5 Bildung und Forschung
Planungsbericht 2022 – Beurteilung Planungsleitbild 2026 10
Im Folgenden sind die einzelnen Herausforderungen aus dem Planungsleitbild 2026 bewertet und nehmen direkt Bezug zu den darin formulierten Handlungsfeldern:
H1: Gesellschaftlicher Zusammenhalt Bestehenden und setzen sich mit dem Wandel der Urbanität auseinander. Die Kulturvermittlung ist konsolidiert, kann aber Die Stadt Baden ermöglicht eine breit abgestützte Mitwirkung nicht im Sinn der Tourismusstrategie Kultur- und Bäderstadt der Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadtentwicklung wachsen. Mit der regionalen Entwicklungsstrategie und einem und betreibt eine aktive Rolle in der Familien- und Alterspolitik. entsprechenden Konzept wurden die Grundlagen für die regio- Die Wirkung des umgesetzten Kulturkonzepts konnte nachgenale Identität geschaffen. wiesen werden, und die Funktion der Stadt Baden als Berufs- und Weiterbildungsstandort wurde mit der stetigen Erweiterung des Bildungsnetzwerks Aargau Ost gestärkt. Die Bevölkerung H4: Umwelt und Raum beurteilt die öffentliche Sicherheit positiv. Damit erhält der ge- Bei diesem Handlungsfeld wurden die Herausforderungen mit sellschaftliche Zusammenhalt eine gute Bewertung. Einzig bei «gut» bis «eher gut» bewertet. Die Gesamtrevision der Nutder städtischen Wohnbaupolitik mit dem Ziel eines Ausgleichs zungsplanung wurde eingeleitet. Sie setzt den Fokus auf eine auf die soziale Struktur der Bevölkerung konnte keine Wirkung substanzielle Innenentwicklung und eine spezifische Quartierverzeichnet werden. entwicklung. Dabei werden die Stadtfunktionen Wohnen, Mobilität, Arbeit, Freiräume, Wald und Landschaft aufeinander H2: Infrastruktur abgestimmt. Wichtige Grundlagen zu den Themen Umwelt Der Werterhalt der kommunalen Infrastrukturen wird langfristig und Raum, wie das Raumentwicklungskonzept, das Freiraumgewährleistet.
Der Betreuungs- und Schulraum wurde erweitert, konzept, der Richtplan Natur und Landschaft, das kommunale im Verkehrsmanagement wurden Massnahmen umgesetzt und Energiekonzept und die regionale Entwicklungsstrategie Baden nötige Strasseninfrastrukturen, wie der Schulhausplatz, saniert Regio wurden er- bzw. überarbeitet. Sie ermöglichen eine kon- und umgebaut. Der kommunale Gesamtplan Verkehr wird ge- krete Umsetzung mit formulierten Massnahmen für die Handmeinsam mit der Gesamtrevision der Nutzungsplanung er- lungsfelder. In der regionalen Raumentwicklung ist eine verstärkarbeitet. Mit der regionalen Entwicklungsstrategie Baden Regio, te Abstimmung von Bedeutung. dem Agglomerationsprogramm Aargau-Ost und dem Gesamtverkehrskonzept Baden und Umgebung werden Aussagen zur H5: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit regionalen Abstimmung von Siedlung und Verkehr gemacht und teils kontrovers diskutiert. Diese wurden nicht im Sinn eines Sie lässt sich grundsätzlich positiv bewerten. Herausforderunregionalen Sachplans Verkehr und Siedlung gefestigt, sondern gen stellen sich insbesondere bei den Finanzen. Verschiedene finden teilweise Verankerung im kantonalen Richtplan. Es ist Investitionen haben zu einer höheren Verschuldung beigetragen. Verbesserungspotenzial in der regionalen Zusammenarbeit und Sie werden für eine attraktive Stadtentwicklung als wichtig erach- Infrastruktur festzustellen. tet, müssen mittelfristig aber reduziert werden. Zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit trägt ein modernes Stadtmanagement bei. Baden strebt dies mit verschiedenen Massnahmen an. Der H3: Stadtidentität Wirtschaftsstandort unterstützt die Diversifizierung und berück- Das breite und qualitativ hochstehende Kulturangebot mit neuen sichtigt dabei die erarbeitete kommunale Entwicklungsstrategie Bädern schafft einen einzigartigen Erlebnisraum, trägt zur ge- Branchenschwerpunkte. Das Bildungsnetzwerk konnte dank meinsamen Stadtidentität bei und wird aktiv vermarktet. Stadt- der Erweiterung in die Region Brugg die Vernetzung stärken.
Die entwicklung und Baukultur werden als Teil der Stadtidentität Marke Baden wird mit eigenständigem Profil und Angebot inkluverstanden. Die Vertiefungsstudien in den Quartieren zur Ver- sive der neuen Bäder als Subdestination von Zürich positioniert, dichtung berücksichtigen den sorgfältigen Umgang mit dem abgestimmt auf die neu entwickelte Tourismusstrategie.
Baden – Kernaussagen zum Stand der Entwicklung
2020 lebten in der Stadt Baden rund 19’500 Einwohnerinnen Für Baden wird ein Wachstum vorausgesagt: Im Jahr 2040 wird und Einwohner und es waren 29’500 Arbeitnehmende beschäf- eine Bewohnerzahl von rund 25’000 Personen und eine Betigt. Baden ist eine abwechslungsreiche Wohn- und Arbeitsstadt schäftigtenzahl von rund 35’500 Personen erwartet. Gleichzeitig mit Zentrumsfunktion und kann eine hohe Zufriedenheit der Be- sind die Raumangebote limitiert, es bestehen Kapazitätsengwohnenden nachweisen. Zur Attraktivität tragen unter anderem pässe auf den Hauptverkehrsachsen, und mit dem fortschreidie Bevölkerungszusammensetzung, die Möglichkeit zur Verein- tenden Klimawandel zeigen sich bereits jetzt grosse Herausforbarkeit von Beruf und Familie, eine überdurchschnittlich hohe derungen bezüglich Klimaschutz und -anpassung sowie auch Anbindung im öffentlichen Verkehr, die Nähe zu Wald und Lim- gesellschaftliche Auswirkungen. Damit die Innenentwicklung mat, das hohe Kulturangebot und die Neubelebung der Bäder bzw. die bauliche Verdichtung gelingt, braucht es eine vertiefte bei. Baden verfügt über ein breites Angebot für die gesamte Auseinandersetzung mit der Veränderung der Bevölkerungs- Bevölkerung (Kinder, Familien, Jugendliche und 60+) und bindet struktur sowie der Gestaltung der Freiräume. Dazu gehört unter diese aktiv mit ein. Der Wirtschaftsstandort zeichnet sich durch anderem die qualitätsvolle Entwicklung der Transformationsgeseine Standortqualitäten in Bezug auf ein modernes Arbeitsum- biete (Innenstadt, Oberstadt, Kappelerhof und Dättwil) sowie der feld, seine gute Lage, vergleichsweise günstige Infrastrukturkos- Gebiete im Galgenbuck und in Baden Nord. Es wurden bereits ten sowie einen spezialisierten Fachkräftemarkt aus. Das viel- Planungen und Vertiefungsstudien im partizipativen Verfahren seitige Angebot und die Wiederbelebung der Bäder, verbunden in die Wege geleitet. Die Gesamtrevision der Nutzungsplanung mit einem hohen Anteil innovativer Firmen, deuten auf ein gros- wird sich ebenfalls verstärkt mit der differenzierten Innenentses Potenzial zur Weiterentwicklung der Stadt Baden hin.
Der wicklung auseinandersetzen, die für das prognostizierte Wachswirtschaftliche Strukturwandel mit Risiken von Leerständen, die tum notwendig ist. Der Diskurs mit der Bevölkerung ist beizuneuen Bedürfnisse hinsichtlich Wohn- und Arbeitsumfeld sowie behalten und zu stärken. der Klimawandel verlangen nach einer vertieften Auseinander- Baden soll attraktiv bleiben und sich für die Zukunft fit masetzung bzw. einer breit abgestimmten Betrachtung. Gleichchen – dies betrifft auch das Stadtmanagement. Der Wandel zeitig sind Wohnraumreserven differenziert und qualitätsvoll zu bringt finanzielle Herausforderungen in Form von erforderlichen aktivieren. Investitionen und sich verändernden Steuererträgen. Ein voraus- Die Stadt Baden hat in den vergangenen Jahren hohe Investitio- schauender Umgang mit dem Finanzhaushalt ist entscheidend, nen getätigt, insbesondere in den Schul- und Betreuungsraum. um die gewünschten Entwicklungen zu ermöglichen und mittel- Zudem hat sie mit der Gesamtrevision der Nutzungsplanung fristig die Verschuldung im Griff zu haben. begonnen und wichtige Sachstrategien im Bereich Raumentwicklung, Natur und Umwelt, Gesellschaft, Infrastruktur und Wirtschaft erarbeitet, die als Grundlage für die Stadtentwicklung und zur Umsetzung des Planungsleitbildes 2026 dienen. In den vergangenen Jahren wurden Leistungen der Stadt Baden verschiedentlich gewürdigt, Beispiele dafür sind: Wakkerpreis für die Gestaltung des öffentlichen Raums (2020), Gütesiegel Wellness Destination von Schweiz Tourismus für die Jahre 2021 bis 2023, Auszeichnung von UNICEF als kinderfreundliche Gemeinde (2019), Architekturpreis Silberner Hase vom «Hochparterre» für das Kurtheater (2021), Energiestadt Gold (2018), europäische Auszeichnung Climate Star für Nachhaltigkeit im Alltag (2021), Best-Practice-Beispiel in der Integration (2019), Binding-Preis für Biodiversität (2020).
Übergeordnete kommunale Strategien und Konzepte
Für die Stadtentwicklung sind in den letzten vier Jahren ver- Zusätzlich zum Planungsleitbild 2026 stehen der Stadt Baden schiedene bedeutende kommunale Strategien und Konzepte seit dem letzten Planungsbericht neu die unten aufgeführten er- bzw. überarbeitet worden. Diese sind abgestimmt auf das Strategien und Konzepte zur konsequenten Stadtentwicklung Planungsleitbild 2026, bilden unter anderem die Grundlage für zur Verfügung: die konkrete weitere Entwicklung der Stadt Baden und nehmen → Raumentwicklungskonzept 2020 Themen in aktueller Form auf. → Strategie Smart City Baden – Mensch, Natur und Verschiedene heute wichtige Themen, wie beispielsweise der Raum 2020, aktualisierte Version 2021 Klimawandel, wurden im Planungsleitbild 2026 nicht explizit als Handlungsfeld berücksichtigt, haben in der Zwischenzeit aber → Entwicklungsstrategie Branchenschwerpunkte 2019, eine wesentlich höhere Bedeutung. Daher sind die kommunalen aktualisierte Version 2021 Strategien und Konzepte zusätzlich relevant, da sie die Stoss- → Richtplan Natur und Landschaft 2021 richtungen aus aktueller Sicht zusätzlich formen und als Grundlage für die zukunftsfähige Entwicklung zu verstehen sind. → Betriebsplan Wald 2011 – Überarbeitung des Betriebsplans bis 2024
→ Energiekonzept 2017, 2020 teilrevidiert
→ Erholungswaldkonzept 2021
→ Strategie zur frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung 2021
→ Kommunale Boden- und Immobilienstrategie 2020
→ Freiraumkonzept 2022
→ Reglement für eine nachhaltige städtische Mobilität, seit 2018 in Kraft
→ Tourismusstrategie Kultur- und Bäderstadt – Baden und Region 2021
→ Präventions- und Sicherheitskonzept 2020
Kapitel 1 Badenerinnen und Badener
In der Stadt Baden lebten 2020 rund 19’500 Einwohnerinnen | Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bereit. |
|---|---|
und Einwohner (Aarau: 21’800, Wettingen: 21’000) . Im Ver- | 2 |
Für rund die Hälfte aller Kinder im Vorschulalter (bis zum vierten gleich zur vorangehenden Sechs-Jahres-Periode (2012–2017) Lebensjahr) wird ein familienexternes Betreuungsangebot in Anist ein leichter Rückgang im Wachstum zu erkennen. Eine Be- spruch genommen. Die Stadt Baden hat ein breites Angebot an völkerungszunahme gab es erneut ausserhalb der Innenstadt, Bildungsmöglichkeiten – insbesondere in der Sekundarstufe II. der Boom in der Innenstadt hat nachgelassen. Limitierend für Für die Frühförderung und Erwachsenenbildung stehen zahlreidie Bevölkerungsentwicklung wirken die wenigen Wohnzonen- che und vielfältige Angebote zur Verfügung, sie müssen teilweise reserven und die Preisentwicklung bei den Immobilien. aber besser und gezielter kommuniziert, vernetzt und weiterentwickelt werden. Badens Bevölkerung weist eine gute Altersdurchmischung auf. Die Entwicklung zeigt einen Trend hin zur demografischen Alte- Die regionale Zusammenarbeit in der Integration wurde 2019 rung und einer Abnahme von Familien mit Kindern und Jugendli- weiterentwickelt. Trotz Pandemie konnte das «Umsetzungskonchen. Es gibt einen hohen Anteil an Berufsaktiven der Mittel- und zept zur Zielgruppenerreichung der Migrationsbevölkerung» digi- Oberschicht sowie an Ein- und Zwei-Personen-Haushalten, mit tal realisiert werden. Es wurde vom Bundesamt für Gesundheit steigender Tendenz. als Best-Practice-Beispiel vorgestellt.
Gemäss Zu- und Wegzugsbefragung 2019 zeigen Badenerin- Partizipation und Mitwirkung sind beispielsweise beim Jugendnen und Badener eine hohe Zufriedenheit mit ihrem Umfeld. Zur parlament, bei der Koordinationsstelle Altersnetzwerk Baden, Attraktivität tragen insbesondere die Bevölkerungszusammen- hinsichtlich Partizipation in Planungsprozessen sowie im Aussetzung, die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, das Freizeit- und tausch mit den Quartiervereinen zu sehen. das grosse Kulturangebot bei. Positiv benannt werden die über- Bis 2040 wird Baden um rund 5000 Personen wachsen durchschnittlich gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die und dannzumal etwa 25’000 Einwohnende3 aufweisen. Nähe zum Arbeits- und Studienort sowie zur nächstgrösseren Um die Attraktivität der Stadt für alle zu stärken, ist die Zentrumsstadt (Zürich) und die subjektive Sicherheit. Wegzugs- Bevölkerung aktiv sowie alters- und situationsgerecht gründe sind Veränderungen der privaten und beruflichen Situain die Planungsprozesse einzubinden: Vielfältige Angetion sowie die hohen Mietzinsen oder Immobilienpreise, der Kauf bote für Kinder und Jugendliche sollen weiterentwickelt, von Wohneigentum und ein grösserer Platzbedarf. Betreuungsmöglichkeiten bedarfsgerecht ausgebaut Bildung, Integration und Partizipation werden seitens der Stadt sowie die Frühförderung und die Erwachsenenbildung aktiv ermöglicht. Baden verfügt über ein breites Angebot für die verbessert werden. gesamte Bevölkerung (Kinder, Familien, Jugendliche und 60+) und bindet diese aktiv ein.
2020 wurde eine Koordinationsstelle Stossrichtungen Altersnetzwerk Baden geschaffen, 2019 → Aktive alters- und situationsgerechte wurde die Stadt von der UNICEF als kinder- Partizipation und Mitgestaltung für alle freundliche Gemeinde ausgezeichnet. Die ermöglichen familienergänzende Betreuung ist in Baden seit vielen Jahren etabliert und stellt gute → Kinder- und Familienfreundlichkeit aktiv umsetzen → Ganzheitliche und abgestimmte Bildungs- und Betreuungsangebote pflegen und weiterentwickeln
Bezug Planungsleitbild 2026 → Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Zusammenleben, Familien- und Alterspolitik, soziale Durchmischung, öffentliche Sicherheit, Bildung und Beruf → Stadtidentität – Partizipation
2 Statistik der Schweizer Städte 2022 3 Gerundeter Wert aus Prognose Wüest und Partner 2021 und hochgerechnete Schätzung Prognose Bund 2022
Kapitel 2 Internationaler Wirtschaftsstandort
Der Wirtschaftsstandort Baden mit über 2600 Unternehmen auch den Effekt von freien Büroflächen bzw. Leerständen. In der und rund 29’500 Beschäftigten , mit gut ausgebildeten Fach- 4 Innenstadt werden freie Büroflächen gut absorbiert. Die Neukräften und einem grossen Anteil an internationalen Firmen konzeptionierung des Gebäudes Konnex (42’000 m2) spiegelt zeichnet sich aus durch seine Attraktivität, hohe Standortquali- die Zielsetzungen der städtischen Entwicklungsstrategie Brantät und einen überdurchschnittlichen Anteil an innovativen und chenschwerpunkte, fokussiert auf eine öffentlichkeitsorientierarbeitsintensiven Branchen. Ein grosser Teil der Beschäftigten te Erdgeschossnutzung und einen vielfältigen Mietermix. Erste (76%) sind Zupendlerinnen und -pendler, rund ein Drittel davon Mietverträge sind unterzeichnet. In Dättwil bleibt die Leerfläpendelt aus Nachbar- und Regionsgemeinden nach Baden. chensituation hingegen angespannt. Umso wertvoller sind die erneuten Geschäftserfolge der dort ansässigen Industrie. In Ergänzung zum Sektor Hightech-Energie / Elektronik entwickeln sich die Branchenschwerpunkte ICT, Medizintechnik Das Bildungsnetzwerk Baden konnte 2020 seine dreijährige und Wellness/Gesundheit zu Schwerpunkten. Sie weisen im Pilotphase erfolgreich abschliessen und wurde auf Basis der regionalen, kantonalen und schweizweiten Vergleich eine star- bestehenden Strukturen in die Region Brugg zum Bildungske Performance auf. Es sind Branchen, die ein urbanes Umfeld netzwerk Aargau Ost erweitert. Damit wird die fachliche und insbevorzugen.
Der Wirtschaftsstandort zeichnet sich durch Allein- titutionelle Vernetzung im Bildungsbereich verstärkt. stellungsmerkmale aus, die gleichzeitig folgenden vier Anforde- Langfristig wird trotz oder aufgrund des Wandels ein rungen eine hohe Priorität einräumen: exzellente Lage mit direküberdurchschnittliches Beschäftigungswachstum ter Anbindung an den Wirtschaftsraum Zürich, im Vergleich zu erwartet5: Die Prognose für 2040 beträgt rund 35’500 Zürich günstigere Infrastrukturkosten bei hoher Qualität, speziali- Beschäftigte. Dies ist für Baden der richtige Zeitpunkt, sierter Fachkräftemarkt und modernste Tagungsangebote sowie um den Strukturwandel aktiv zu unterstützen und ein vollständig ans Privatleben angeschlossenes Arbeitsumfeld. Mit attraktives Arbeitsumfeld für die Industrie 4.0 zu schafder Entwicklung des Bäderquartiers sowie den Wirtschaftsgefen. Die Entwicklungsstrategie Branchenschwerpunkte bieten Baden Nord und Dättwil Täfern/Langacker/Esp werden der Stadt Baden dient als Kompass für die künftigen zusätzliche Impulse bezüglich Attraktivität erwartet. Leitthemen (Hightech-Energie / Elektronik, ICT, Medtech, Baden hat in den letzten Jahren einen erheblichen Strukturwan- Wellness/Gesundheit) und die Positionierung des Wirtdel im zweiten Sektor durchlaufen, wie ihn in diesem Zeitraum schaftsstandorts Baden. Nötig sind dazu gemeinsame nur wenige Städte in der Schweiz erlebten. Hauptsächlich dazu Anstrengungen von Wirtschaft, Verwaltung, Forschung beigetragen haben die grossen Veränderungen bei ABB und und Bildung sowie die Transformation der Arbeitsstand- GE.
Dieser Wandel gründet auf globalen Megatrends wie der orte Baden Nord und Dättwil. digitalen Transformation hin zur Industrie 4.0. Zwar wuchs die Stadt in den vergangenen zwölf Jahren jährlich um netto 40 Firmen, und Stossrichtungen es haben sich neu internationale Firmen aus → Internationalen Wirtschaftsstandort den zukunftsträchtigen Branchen Hightech- Baden im Umfeld von Industrie 4.0 Energie / Elektronik, ICT und Medizintechnik positionieren sowie Produktion stärken angesiedelt, doch der Strukturwandel bei (Hightech) den grossen Unternehmen am Wirtschaftsstandort Baden ist offensichtlich. Dies hat → Zukunftsorientierte Transformation Baden Nord und Dättwil vorantreiben → Bildungsnetzwerk Aargau Ost stärker nutzen
Bezug Planungsleitbild 2026 → Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Bildung und Beruf → Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – Stadtmanagement, Marke Baden, Wirtschaftsstandort, Bildung und Forschung
4 Bundesamt für Statistik (STATENT 2018) 5 Prognose Wüest und Partner 2021
Kapitel 3 Urbanität und Siedlungsentwicklung
2018 wies Baden eine Siedlungsfläche von rund 260 Hektar sichtlich Arbeitsmodellen und Freiräumen für Beschäftigte so- und eine Einwohnerdichte von circa 75 Personen pro Hektare wie dieMobilitätsentwicklung und der Klimawandel. Mit der auf. Bevölkerungsdichte und Funktionsvielfalt der Stadt Baden Pandemie hat sich das Bedürfnis nach Erholung vor der Haustür zeugen von Urbanität. Mit der Wachstumsprognose steigt der markant gesteigert. Die 10-Minuten-Stadt zu Fuss und mit Velo Raumbedarf. Der Überbauungsgrad der Wohn- und Mischzo- gewinnt zunehmend an Bedeutung, und für Baden als Stadt der nen liegt in Baden bei 97% – damit wird eine aktive Innenent- kurzen Wege erhält die Förderung von Fuss- und Veloverkehr wicklung nötig. Das breit abgestützte, 2020 erarbeitete Raum- damit zusätzlich Aufwind. entwicklungskonzept gibt eine differenzierte Verdichtung vor, Seit der letzten Berichterstattung im Planungsbericht 2018 hat die eine qualitätsvolle und von allen Betroffenen akzeptierte Insich die Entwicklung im Detailhandel, u. a. bedingt durch die nenentwicklung auf vier Handlungsebenen definiert: bewahren Pandemie, verändert. Die Verschiebung vom stationären Ver- und pflegen, konsolidieren und individuell erweitern, arrondieren kauf zum Onlinegeschäft hat weiter zugenommen. Geschäfts- und weiterentwickeln sowie transformieren. Dabei ist das öfaufgaben von Firmen im Erdgeschoss stellen die Belebung der fentliche Freiraumsystem als Rückgrat der Innenentwicklung zu Stadt vor Herausforderungen. Während der Pandemie war die verstehen. räumliche Ausweitung der Gastronomie auf die Strassenparzel- Grössere Möglichkeiten für eine Innenentwicklung liegen len temporär ohne Baugesuch möglich. Dies hat zu einer Bein den Transformationsgebieten (Innenstadt, Oberstadt, Kap- lebung der Innenstädte geführt und das Bedürfnis nach Outpelerhof und Dättwil), im Galgenbuck und in Baden Nord.
door-Konsumation verstärkt. Die Erhöhung der Nutzungs- und Die bestehenden Potenziale gemäss Entwicklungsricht- und Erlebnisvielfalt in der Stadt jenseits des Einkaufens erhält zuneh- Sondernutzungsplänen (inkl. Einzonung Galgenbuck) von rund mende Bedeutung. 5000 Personen müssen aktiviert werden. Gleichzeitig gilt es, im Die Gesamtrevision der Nutzungsplanung ist zurzeit Rahmen der Gesamtrevision der Nutzungsplanung mit geeignein Bearbeitung. Sie soll eine differenzierte Innenentten Planungsinstrumenten eine weitere Innenentwicklung rechtwicklung ermöglichen – abgestimmt auf Nutzung, lich zu verankern. Mobilität, Umwelt und Klima. Ohne aktive Innenent- Die Gebiete mit Innenentwicklungspotenzial grenzen u. a. an wicklung kann das erwartete Wachstum in Baden nicht Hauptverkehrsachsen, die beschränkte Kapazitäten aufwei- absorbiert werden. Die Nutzungsplanung nimmt die neu sen. Dies bedingt eine enge Abstimmung von Siedlung und erarbeiteten Grundlagen aus den Vertiefungsstudien Verkehr und einen intensiven Austausch mit dem Kanton, damit und Berichten auf, wie Richtplan Natur und Landschaft, Hauptverkehrsachsen zu Stadtachsen werden. Freiraumkonzept und kommunaler Gesamtplan Verkehr. In den Transformationsgebieten Kappelerhof und Oberstadt wur- Die Planungsprozesse Galgenbuck, Dättwil und Baden den massgeschneiderte Prozesse mit partizipativen Verfahren Nord werden vorangetrieben. gestartet.
Die bauliche Verdichtung verlangt nach einer Stossrichtungen vertieften Auseinandersetzung mit dem Wandel. Zu berücksichtigen sind beispielsweise → Aktive Innenentwicklung in den Transder strukturelle Wandel in Wirtschaft und Ge- formationsgebieten, in Baden Nord und sellschaft, der Wandel der Bedürfnisse hin- im Galgenbuck weiter forcieren → Gesamtrevision Nutzungsplanung erarbeiten → Differenzierte Erdgeschossnutzungen ermöglichen
Bezug Planungsleitbild 2026 → Stadtidentität – Urbanität, Vielfalt und Offenheit, Partizipation, Landschaft und Stadtbild → Umwelt und Raum – Quartierentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit
Kapitel 4 Baukultur und Infrastruktur
Die Baukultur und damit verbunden die Qualität der Infrastruktur ferenzierten Wohnen leisten. Mit der Innenentwicklung in den und der Freiräume leisten einen wesentlichen Beitrag zur Attrak- Transformationsgebieten und der neuen kommunalen Bodentivität der Stadt und zur Stadtidentität. Baden wurde 2020 für und Immobilienstrategie (BIS) kann Baden aber vermehrt die ihre nachhaltige Aufwertung und die qualitätsvolle Gestaltung Rolle einer aktiven Eigentümerin einnehmen. Auch die Nutzung des öffentlichen Raums mit dem Wakkerpreis gewürdigt. Diese der Raumreserven im Galgenbuck und im Kappelerhof trägt vo- Auszeichnung verpflichtet die Stadt, auch in Zukunft auf quali- raussichtlich zu einer Entschärfung des Problems bei. Die Platätssichernde Verfahren – wie Wettbewerbe – zu setzen. nung Galgenbuck dürfte erst gegen 2028 abgeschlossen werden; die Aktivierung der Raumreserven im Kappelerhof könnte Die Stadt investiert in den Werterhalt der Immobilien und Strasschon früher erfolgen. Die BIS ermöglicht zudem ein langfristisen. Hohe Neuinvestitionen wurden für Schul- und Betreuungsges und bewusstes Portfoliomanagement. räume getätigt (z. B. Schulhäuser Burghalde und Pfaffechappe, Kindergarten Allmend). Weiterer Handlungsbedarf ist erkannt Für das Jahr 2040 werden für Baden rund 25’000 Ein- und wird konsequent weiterverfolgt, gleichzeitig wird wo mög- wohnende prognostiziert, was einer Zunahme um rund lich der öffentliche Raum aufgewertet. Ansprüche und Bedürf- 5000 Personen entspricht, mit einem primären Anteil nisse hinsichtlich öffentlicher Räume und Infrastrukturen und ih- von Ein- und Zwei-Personen-Haushalten. Schätzungsrer Zugänglichkeit steigen – dies hat sich während der Pandemie weise ergibt sich damit eine Nachfrage von rund 3000 zusätzlich verstärkt. Mit der Umsetzung des Präventions- und Wohnungen. Mit der Einzonung des Gebiets Galgenbuck Sicherheitskonzepts (2020) wurde der strukturierte Austausch (Kapazität 2200 Personen) könnte ein grosser Teil des innerhalb der Stadt geschaffen (Sicherheit, Werkhof, Gesell- Wachstums abgedeckt werden. Es bedarf gleichzeitig schaft und Schule).
Dazu zählt auch die Behandlung direkter An- weiterer aktiver Innenentwicklungen im Bestand, und liegen aus den Quartieren und von der Bevölkerung. Als Rück- neben der Mobilität und der Freiraumentwicklung ist grat der Innenentwicklung wird das Freiraumsystem verstanden. auch die Schulraumplanung darauf abzustimmen. Ge- Im Freiraumkonzept 2022 werden Massnahmen zur Nutzung mäss aktueller Prognose wird ab dem Schuljahr 2023/24 und Gestaltung der Freiräume mit Berücksichtigung von Öko- ein Raumdefizit auf Sekundarstufe l erwartet. Um für die logie und Klimawandel konkretisiert. Der entsprechende Bericht ganze Schulraumplanung frühzeitig Massnahmen einstellt die Freiräume der Stadt Baden im Ist- und Soll-Zustand dar. zuleiten, wird die laufende Planung für den Schul- und Das Wohnangebot in Baden umfasst rund 10’000 Wohnun- Betreuungsraum mit einem Zeithorizont von 15 Jahren gen. Es sind zu 62% Mietwohnungen, ein grosser Teil wurde fortgesetzt. Dazu gehört auch die Abschätzung der vor 1970 gebaut und ein Drittel davon sind 3-Zimmer-Woh- Nachfrage für ausserschulische Betreuung. Künftige Innungen. Die Immobilienpreise steigen kontinuierlich, Bauland vestitionen werden mehrheitlich für Schul- und Betreuist zunehmend rar. Damit wird auch der Wohnraum knapp und ungsraum aufgewendet werden müssen, was gleichzeiteurer. Dies birgt Risiken bezüglich einer differenzierten sozio- tig Auswirkungen auf die Betriebskosten der Stadt hat. demografischen Bevölkerungsstruktur. Mit der Erweiterung des Regionalen Pflegezentrums mit rund 80 Alterswohnungen kann Stossrichtungen eine zunehmende Nachfrage für Wohnange- → Freiräume mit der Innenentwicklung bote im Alter gedeckt werden. Die Stadt als abstimmen und nach Nutzungsintensität Eigentümerin von rund 280 Wohnungen kann differenzieren vorerst keinen wesentlichen Beitrag zum dif- → Aktive Bodenpolitik für ein differenziertes Wohnen betreiben
Bezug Planungsleitbild 2026 → Gesellschaftlicher Zusammenhalt – soziale Durchmischung, öffentliche Sicherheit → Infrastruktur – Werterhalt, Hochbauten → Stadtidentität – Landschaft und Stadtbild → Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – Stadtmanagement
Kapitel 5 Mobilität
Die Badenerinnen und Badener legen ihre Wege zu 29% zu Fuss Die Verkehrsflächen (Strassen und Parkplätze) sind topografisch und mit dem Velo zurück, zu 29% mit dem öV und zu 42% mit begrenzt. Bevölkerungs- und Beschäftigtenwachstum werden dem Auto. Im schweizweiten Vergleich weist die Stadt Baden in verschiedenen Transformationsgebieten erfolgen. Deren Ereinen hohen Anteil an Fuss- und Veloverkehr sowie öffentlichem reichbarkeit und die des Bahnhofs Baden werden zunehmend Verkehr auf. Dazu trägt die hohe öV-Angebotsqualität mit der bedeutender. Eine stadtgerechte und flächeneffiziente Mobilität Erschliessungsgüteklasse A (sehr gut) und B (gut) bei. Hochge- wird dazu Voraussetzung sein. Die Neugestaltung der Mellingerrechnete Beobachtungen6 zeigen sogar: Wer in Baden arbeitet strasse in Dättwil muss in enger Abstimmung mit den Entwick- und wohnt, ist hauptsächlich zu Fuss und mit dem Velo unter- lungen Täfern/Esp und Galgenbuck sowie mit dem Ziel einer wegs (Anteil knapp 50% ). klimaangepassten Siedlungsentwicklung erfolgen.
Der Verkehr belastet die Hauptverkehrsachsen stark. Trotz um- Vom Bahnausbauschritt 2035 wird Baden direkt tangesetzter Massnahmen und dem Verkehrsmanagement Baden- giert: Die Verbindungen nach Zürich werden weiter ver- Wettingen 2019 kommt es in Spitzenzeiten zu Kapazitätsengpäs- bessert, umsteigefreie Verbindungen Richtung Westen sen. Die stark belasteten Verkehrsachsen grenzen gleichzeitig (z. B. nach Bern) sollen hingegen wegfallen. Die Bedeuan die wichtigsten Räume der lnnenentwicklung. Die heutige tung des Bahnhofs Baden für den Wirtschaftsraum Ost- Gestaltung der Hauptverkehrsachsen beeinträchtigt die Wohnaargau muss auf Bundesebene besser erkannt werden. und Lebensqualität in den Innenentwicklungsräumen und hat Regionale Infrastrukturausbauten (Gesamtverkehrskoneinen negativen Einfluss auf die Qualität des Fuss- und Velozept Raum Baden und Umgebung – Zentrumsentlastung verkehrs. Mit der Neugestaltung des Schulhausplatzes konnten Baden sowie Limmattalbahn) sind in Planung und müsder Verkehrsfluss an der Mellingerstrasse und die Verlässlichkeit sen in den nächsten Jahren intensiv diskutiert werden. der Fahrzeiten des Busverkehrs durch den neuen Bustunnel am Schulhausplatz verbessert werden. Die Wirkungskontrolle des Mit der Gesamtrevision der Nutzungsplanung wird der Schulhausplatzes 2021 hat zudem gezeigt, dass sich die Be- Kommunale Gesamtplan Verkehr (KGV) erarbeitet, der denken hinsichtlich einer starken Zunahme des motorisierten eine effiziente, stadtverträgliche Mobilität und gut ge- Verkehrs in Baden durch die Neugestaltung dieses Verkehrs- staltete Strassenräume als Ziel hat. Zukunftsthemen der knotenpunkts nicht bestätigten. Mobilität werden Elektromobilität, Sharing, Citylogistik, Baden bietet aufgrund seiner Kleinräumigkeit gute Vorausset- Mikromobilität und die Auswirkungen von vermehrtem zungen, viele Wege zu Fuss oder mit dem Velo zurückzulegen.
Homeoffice sein. Oft führen Fusswege aber entlang der Hauptachsen, die Querungsmöglichkeiten sind mit langen Wartezeiten verbunden und teilweise Stossrichtungen nicht sicher. Sowohl beim Fuss- wie auch → Fuss- und Veloverkehr weiter stärken und beim Veloverkehr zeigen sich punktuelle damit die zur Verfügung stehende Infrastruktur Defizite in der Anbindung an die Aussenquarflächeneffizient nutzen tiere sowie Schwachstellen und Netzlücken. Es werden zunehmende Kapazitäten bei den → Attraktive und zuverlässige Erschliessung von Veloabstellanlagen benötigt. In einem ersten Dättwil sicherstellen Schritt konnten 2021 am Bahnhof Baden → Städtische Position zur regionalen Infrastrukzusätzliche Abstellmöglichkeiten realisiert tur vertiefen werden. → Bahnhof Baden als Verkehrsdrehscheibe im Agglomerationsraum Aargau-Ost sichern
Bezug Planungsleitbild 2026 → Infrastruktur – Erschliessung, Verkehr und Mobilitätsmanagement, regionale Infrastruktur → Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – Wirtschaftsstandort
6 Modellierung Fahrländer Partner – Hochrechnung basierend auf Strukturerhebung 2013–2017 (gepoolt)
Kapitel 6 Klima, Natur und Umwelt
Das Badener Stadtgebiet besteht zu 55% aus Wald. In maximal Teile der Naturflächen erfolgreich entwickelt und die Vielfalt ist zehn Gehminuten ist der Wald aus allen Quartieren erreichbar. mit rund 15’000 bis 20’000 Arten gross. Im Vergleich zu ande- Dies ersetzt aber nicht die innerstädtischen Frei-, Grün- und Ent- ren Schweizer Städten ist im Siedlungsgebiet aber ein Defizit im lastungsräume, denn spätestens seit dem Hitzesommer 2018 ist alten Baumbestand festzustellen. Gut strukturierte, durchgrünte der Klimawandel in Baden spürbar. Baden Nord und die Innen- Gebiete bieten ein Mosaik verschiedenster Lebensräume und stadt sind Hitzeinseln. Die Bewältigung des Klimawandels ge- weisen eine grössere Biodiversität auf als Agrarlandschaften. schieht auf zwei Ebenen: Klimaschutz und Klimaanpassung. Sie bringen eine Multifunktionalität mit sich, die Biodiversität, Klimaanpassung, das Erleben der Natur sowie Erholung vor der Beim Klimaschutz müssen die Treibhausgasemissionen bis Haustür vereint. Das Pilotprojekt «Natur findet Stadt» der Stadt 2050 schrittweise auf Netto-Null gesenkt werden. Dies ist im Baden wurde 2017 vom Naturama Aargau übernommen und auf Energiekonzept 2022–2031 der Stadt Baden, das konkrete zahlreiche Aargauer Gemeinden ausgedehnt. 2020 erhielt das Ziele in der Strom- und Wärmeproduktion und in der Mobilität Projekt den Binding-Preis für Biodiversität. vorgibt, entsprechend verankert. Mit dem Betrieb der Wärmezentrale Dättwil (seit 2017) und dem Anschluss der Heizzentrale In Zukunft werden sich Einwohnerinnen und Einwohner Baden Nord an die KVA Turgi wurden grosse Schritte im Bereich sowie Tiere durch Vernetzung, Biodiversität, Klimader nachhaltigen Wärmeproduktion gemacht. Den wichtigsten anpassung sowie die Schaffung von sogenannten Cool Beitrag an die Stromproduktion leisten die Wasserkraftwerke Spots entlang von Wald, Siedlungsraum und Verkehrsan der Limmat, deren Ausbaupotenzial ist jedoch begrenzt.
Für wegen in klimatisch gestalteten Räumen bewegen köndie Steigerung der lokalen Produktion von erneuerbarem Strom nen. Diese Themen stehen in direktem Zusammenhang steht die Photovoltaik im Vordergrund. mit den Zielen des Raumentwicklungskonzepts sowie Der Wald und die Limmat bieten als Frischluftlieferanten gute des Richtplans Natur und Landschaft. Für den Klima- Voraussetzungen für die Klimaanpassung und müssen bei der schutz sollen in Baden in den nächsten zehn Jahren die anstehenden Verdichtung in die Überlegungen einbezogen wer- Fernwärme (z. B. Transformationsgebiete Innenstadt den. Ausserdem spielen Stadtbäume und unversiegelte Flächen und Dättwil) und die Fernkälte stark aus- und aufgebaut eine entscheidende Rolle. Die Anzahl Stadtbäume ist verhält- werden; sie sind neben der Photovoltaik Schlüsselelenismässig gering und beschränkt sich vor allem auf Parkanla- mente der Förderung von erneuerbaren Ressourcen. gen und Friedhöfe. Zahlreiche einheimische Baumarten im Wald und in der Stadt sind nicht klimaresistent. Mit zunehmender Unter- Stossrichtungen bauung bekommen neu gepflanzte Bäume → Klimaangepasste Stadtentwicklung zudem häufig nur wenig Raum und Wasser forcieren zum Wachstum. → Biodiversität erhalten und Räume Neben dem Wald sind die Grünflächen und vernetzen Baumbestände im Siedlungsraum bedeutend für die Förderung von Biodiversität und → CO2 -Emissionen senken und erneuerbare Klimaanpassung. In Baden wurden bezüglich Energien ausbauen Biodiversität und Klimaanpassung grosse → Leistung des Waldes erhalten und seine Wirkung unterstützen
Bezug Planungsleitbild 2026 → Stadtidentität – Landschaft und Stadtbild → Umwelt und Raum – Wald, Landschaft und Kulturland, Energiepolitik und Ressourcenverbrauch, Öffentlichkeitsarbeit
Kapitel 7 Regionalstadt Baden
Die Region Baden ist mit 143’700 Einwohnerinnen und Ein- | trag zum Ausarbeiten des Fusionsvertrags abgeholt wurde. In |
|---|---|
wohnern und rund 60’000 Arbeitsplätzen die grösste und be- | der zweiten, laufenden Phase (Hauptprojekt) werden alle The- |
deutendste Wohn- und Wirtschaftsregion des Kantons Aargau. | menbereiche im Detail bearbeitet und der Fusionsvertrag erstellt. |
Als Zentrumsort gestaltet Baden die regionale Entwicklung aktiv | Die dritte Phase ist die Umsetzung der Fusion auf den 1. Januar |
mit. Ziel ist es, dass die Regionsgemeinden ihre Entwicklungen | 2024. |
miteinander abstimmen und eine gemeinsame Ausstrahlung Baden ist Teil der Agglomeration Aargau-Ost mit den drei nach aussen schaffen. Als zuverlässige Partnerin wirkt Baden Zentren Brugg, Lenzburg und Baden. 2021 wurde das Aggloim Metropolitanraum Zürich, im Kanton Aargau und auf regiomerationsprogramm Aargau-Ost der 4. Generation beim Bund naler Ebene im Planungsverband Baden Regio mit. Zudem wurzur Prüfung eingereicht und für das Projekt der Umgestaltung den das Projekt Modellstadt und die Fusion mit der Gemeinde Mellingerstrasse (1. Etappe) Mitfinanzierung beantragt. Gemäss Turgi lanciert. Baden unterstützt die «Regionale 2025, Projektden Prüfungsergebnissen von Juli 2022 werden bis zu 45% der schau Limmattal» und bringt sich im Agglomerationsprogramm Investitionskosten übernommen. Aargau-Ost ein. In den vergangenen vier Jahren wurden folgende Meilensteine erreicht: Die interkommunale Zusammenarbeit wird in verschie-
Zusammen mit Baden Regio wurde die Fortschreibung der denen Abteilungen und Themenfeldern mit konkreten
Regionalen Entwicklungsstrategie (RES) 2020 erarbeitet. Projekten umgesetzt. Eine regionale Identität mit gemeinsamer Schlagkraft und Aussenwirkung vermochten Das Projekt Modellstadt Baden (Start 2020) mit 13 Gemeinden die erwähnten Gefässe bislang noch nicht zu entfalten. lieferte erste Ergebnisse bezüglich Stärken und Schwächen der Die Zusammenarbeit gelingt dort, wo alle Beteiligten Gemeinden. In Sachen Gesundheit, Gesellschaft und Soziales profitieren. Dies bildet die Basis, um weitere Schritte sind die 13 Gemeinden gut aufgestellt, andere Bereiche zeigen anzugehen und den Ausbau zu einem gemeinsamen Optimierungspotenzial. Selbstverständnis mit Aussenwirkung zu erzielen. Die Nach fünf Jahren intensiver Aufbauarbeit der Regionale 2025 Stadt Baden wird sich zu den verschiedenen Zusamkonnten zwölf innovative Projekte zur Entwicklung des Lim- menarbeitsformen Gedanken machen und Position beziemattals nominiert bzw. umgesetzt werden. Dazu gehören u. a. hen müssen, welche Gefässe eine effektive Zusammen- Baden im Fluss, Bäderkultur Baden, Heisser Brunnen & Lim- arbeit ermöglichen. Zudem muss Baden ihre Bedeumatquelle, Bad zum Raben. tung als Wohn- und Wirtschaftsstandort gegenüber Auf offizielle Anfrage des Gemeinderats Turgi hin entschied der dem Bund, beispielsweise im Agglomerationsprogramm Stadtrat Baden im November 2019, die Prüfung einer Fusion Aargau-Ost, noch stärker kundtun. anzugehen.
Das Projekt wird in drei Phasen abgewickelt: In der ersten Phase (Vorprojekt) wurden in ausgewählten Themenbereichen Stossrichtungen Grundlagen erarbeitet, aufgrund deren in → Interkommunale Zusammenarbeit einer Volksabstimmung im Juni 2021 der Aufeffektiv gestalten → Fusion mit Turgi abschliessen → Weitere Zusammenarbeitsprojekte im Rahmen von Modellstadt Baden entwickeln → Sichtbarkeit im Agglomerationsprogramm Aargau-Ost erhöhen
Bezug Planungsleitbild 2026 → Infrastruktur – regionale Infrastruktur → Stadtidentität – regionale Identität → Umwelt und Raum – regionale Raumentwicklung → Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – Marke Baden
Kapitel 8 Kultur- und Bäderstadt
Die Verbindung qualitativ hochstehender Kulturangebote mit den mie, die bei den Institutionen und insbesondere den produzierenneuen Bädern schafft in Baden einen einzigartigen Erlebnisraum. den Kulturschaffenden teils tiefe Spuren hinterlassen hat. Mit der Ergänzung der Infrastrukturen im Tagungs- und Kongress- Die Übernachtungszahlen in Baden legten zwischen 2012 und bereich wird die Stadt als attraktive Tourismusdestination weiter 2019 – vor dem Einbruch aufgrund der Pandemie 2020 – von gestärkt. Baden verfügt über eine breit gefächerte Kulturszene, rund 70’000 auf 141’000 Übernachtungen zu. Treiber der Entdie wesentlich zu einer überregionalen Ausstrahlung beiträgt. wicklung waren dabei insbesondere die Hotels. In Baden besteht Die hohe Dichte an Festivals und Veranstaltungen machen Baden ein mannigfaltiges Hotelangebot, das alle Preisklassen abdeckt. zur Ausgehstadt der Region. Das bestehende Kultur- und Freizeit- Vor der Pandemie hatte die Auslastung der Badener Hotels wie angebot der Stadt richtet sich an die ganze Region mit ihren rund beschrieben zugelegt – notabene trotz der Entstehung zweier 140’000 Einwohnerinnen und Einwohnern und darüber hinaus. Hotels am Stadtrand. 2020 und 2021 brach der Tourismus über Mit der Eröffnung der Wellness-Therme FORTYSEVEN am weite Strecken vollständig ein. Die Badener Übernachtungszah- 20. November 2021 erlebte Baden einen Meilenstein als tradi- len gingen um 70% bzw. 60% zurück. Vor allem Geschäftsreitionsreiche Bäderstadt. Im Bereich Gesundheit besteht ein his- sende blieben aus, das Tagungsgeschäft fiel komplett weg.
Trotz torisch und in der Gegenwart begründetes Potenzial auf The- der massiven Einschränkungen aufgrund der Pandemie wurden menführerschaft, das zum Megatrend Medical Wellness passt. diverse Massnahmen im Tourismusmarketing umgesetzt, und 2020 hat Baden von Schweiz Tourismus erneut das Gütesiegel Baden konnte von einer steigenden Zahl an Freizeitgästen aus der Wellness Destination erhalten. Die im Januar 2021 gegründete IG Schweiz profitieren: Im Jahr 2021 wurden 45’000 Gäste verzeich- Tourismus Baden & Region hat Ende September 2021 eine Mar- net, dies sind 64% der Übernachtungsgäste. ke zur kraftvollen Positionierung und Vermarktung von Baden Das Potenzial der bestehenden touristischen Infrastruk- und ihrer Region als Tourismusdestination lanciert und eine enttur ist nicht ausgeschöpft, und es ist davon auszugesprechende Tourismusstrategie entwickelt. Darin positioniert sich hen, dass der Städtetourismus wachsen wird. Das neue Baden als Kultur- und Bäderstadt über vier Themenfelder in einem Bäderangebot wird mehr Tagesgäste und zusätzliche zusammenhängenden Erlebnisraum (Bäderstadt, Kulturstadt, Logiernächte generieren. Die Positionierung der Kultur- Tagungs- und Kongressstadt, Begegnungs- und Einkaufsstadt). akteure und ihrer Angebote innerhalb der Kultur- und Bä- Die städtische Kulturpolitik ermöglicht und unterstützt kulturelles derstadt sowie ihre Förderung werden immer wichtiger. Schaffen und fokussiert dabei insbesondere auf die Kulturschaf- Die Zahl der Veranstaltungen ist auf einem hohen Niveau fenden von Stadt und Region Baden. Die Kulturförderung basiert und die Auslastung der vorhandenen öffentlichen Plätze auf dem städtischen Kulturkonzept von 2011. Der Zwischenbe- bereits an einer Obergrenze.
Hier zeigen sich künftige richt 2017 hat gezeigt, dass die strategische Ausrichtung richtig Herausforderungen bezüglich der Priorisierung und Akist und die angestossenen Entwicklungen Wirkung entfalten. Sie zentuierung des Veranstaltungsangebots im öffentlichen gingen einher mit einer gezielten Verstärkung des städtischen Raum. Fördervolumens, was auch zusätzliche kantonale Mittel und Bundesgelder auslöste. Die vergangenen vier Jahre zeigen ein anderes Stossrichtungen Bild: Mit der Konsolidierung der laufenden → Angebot der Kultur- und Bäderstadt Fördermittel – die Unterstützung für Kulturbekonsequent nutzen und Positionierung triebe konnte lediglich punktuell erhöht werden der Akteure unterstützen (u. a. für das Kurtheater und das Historische Museum) – wird es für die vier städtischen (Stadt- → Kulturplatz weiter fördern und bibliothek, Historisches Museum, Kunstraum, «Kunst und Bau» besser vermitteln Jugendkulturlokal Werkk) und insbesondere → Baden als Tagungs- und Kongressstadt für die rund 35 von der Stadt geförderten pristärken vaten Kulturinstitutionen zunehmend schwieriger, sich im Sinn der gewählten Strategie Bezug Planungsleitbild 2026 Kultur- und Bäderstadt zu entwickeln. Hinzu → Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Kultur kommen die Auswirkungen der Coronapande- → Stadtidentität – Urbanität, Vielfalt und Offenheit, Kulturvermittlung → Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – Marke Baden, Wirtschaftsstandort
Kapitel 9 Stadtmanagement
Die Verwaltung der Stadt Baden, Arbeitgeberin von rund Geschäftsjahr 2021 ausgewiesen. Mit der beschlossenen Steuer- 550 Arbeiternehmenden, setzt sich für ein modernes Arbeits- satzsenkung ab 2022 für Gewinne ab CHF 250’000 werden in umfeld ein. Dazu gehören die Einführung des neuen Lohnsys- einer ersten Phase tiefere Einnahmen bei juristischen Personen tems 2018, ein Vaterschaftsurlaub von 20 Tagen, die Umsetzung erwartet. Bis 2025 ist daher ein Steuerfussabtausch mit dem von Top-Sharing (Jobsharing in Führungsfunktionen) sowie die Kanton bewilligt. Mittel- und langfristig werden eine weitere Ent- Möglichkeit von Homeoffice, unterstützt durch Digitalisierung. wicklung des Wirtschaftsstandortes und der Erhalt der Arbeits- Trotzdem manifestiert sich zunehmend ein Fachkräftemangel in plätze angestrebt. Verschiedene Investitionen haben zu einer hö- Konkurrenz zur Privatwirtschaft. heren Verschuldung beigetragen. Sie werden für eine attraktive Stadtentwicklung aber als wichtig erachtet. Ausgehend vom Legislaturziel 2019 bis 2022 im Bereich Organisation wurde auf Basis der Kernprozesse ein neues Führungs- Für die Zukunft wird sich das Stadtmanagement für den modell erarbeitet und Anfang 2022 eingeführt. Die Strukturen Wandel fit machen müssen. Die Coronapandemie hat sind dabei so angelegt, dass Anpassungen einfach möglich sind, uns auch bei der Stadtverwaltung vor Augen geführt, auch bei Veränderungen in der Gemeindestruktur. Zudem wird dass der Einsatz von digitalen Arbeitsmitteln für die Abdie Vernetzung unter den Einheiten gefördert und Kompetenzen wicklung der Behördenaufgaben zentral ist: Es braucht werden gestärkt. Im Zentrum des Modells stehen Leistungsfäneue Fachapplikationen, Open Data und ein effizientes higkeit, Dienstleistungsverständnis und Kundennähe. Datenmanagement. Die Mitarbeitenden müssen in den Die Digitalisierung macht auch vor der Verwaltung der Stadt Ba- notwendigen Kompetenzen gefördert werden und die den nicht halt.
Die neu erarbeitete Strategie Smart City Baden erforderlichen Arbeitsinstrumente sind sicherzustellen. berücksichtigt sowohl die verwaltungsinternen Aspekte als auch Dazu gehören auch Möglichkeiten und Bedingungen die der Stadtentwicklung. Die digitale Transformation umfasst für mobile Arbeitsplätze sowie neue Zusammenardie Interaktion mit den Einwohnerinnen und Einwohnern und die beits- und Führungsformen. Zudem ist es von zentraler internen Prozesse der Stadtverwaltung. Gegen aussen tritt die Bedeutung, den Fach- und Führungsnachwuchs sicher- Stadt Baden hauptsächlich auf ihrer Website baden.ch sowie auf zustellen. zahlreichen Subdomains auf. Hier wurden in den vergangenen Jahren substanzielle Fortschritte erzielt. Baden beteiligt sich bei- Die Finanzplanung ist eine ständige Aufgabe des Abspielsweise am Bürgerportal Fit4Digital, auf dem bis Ende 2023 wägens zwischen Einnahmen und Ausgaben und die 80% der Dienstleistungen für Einwohnerinnen und Einwohner Stadt Baden muss weiterhin in gute und die Stadt digital abrufbar sein werden. Zudem verfügt die Stadt über eine entwickelnde Projekte investieren. Dem Abbau der Verbeträchtliche Anzahl von Fachapplikationen in verschiedenen schuldung muss Beachtung geschenkt werden. Bereichen.
Die Einkommens- und Vermögenssteuern inklusive Quellensteuern bilden in Baden Stossrichtungen mit einem Anteil von 75–80% seit jeher eine für die Finanzplanung wichtige Konstante. → Neue Verwaltungsstruktur mit neuem Führungs- Der Steuerfuss beträgt seit 2018 unverän- und Zusammenarbeitsverständnis etablieren, Idendert 92%. Bei den Einnahmen aus Einkom- tifikation der Mitarbeitenden mit der Stadt Baden mens- und Vermögenssteuern zeichnet sich stärken eine leichte Zunahme ab, die hauptsächlich → Digitalisierung vorantreiben und Strategie Smart aus dem Bevölkerungszuwachs abzuleiten City Baden umsetzen ist. Die Steuereinnahmen von juristischen Personen (Aktiensteuern) sind volatil, wie im → Finanzplanung an neue Herausforderungen anletzten Jahrzehnt zu beobachten war. Der passen und ein vernünftiges Mass an Entwicklung seit vielen Jahren tiefste Stand wird für das zulassen
Bezug Planungsleitbild 2026 → Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – Finanzen, Stadtmanagement
In den neun Kapiteln des vorliegenden Planungsberichts 2022 wurden insgesamt 29 Stossrichtungen formuliert. Diese lassen sich zum einen aus dem Planungsleitbild 2026 ableiten, zum anderen stützen sie sich auf bedeutende kommunale Sachstrategien und -konzepte.
Der Stadtrat hat die 29 Stossrichtungen in sieben Themenfeldern zusammengefasst. Damit ergeben sich Aufgaben interdisziplinärer Natur. Diese sind für die Stadtentwicklung der nächsten vier Jahre von Bedeutung und bilden die Grundlage für die Legislaturziele 2023 bis 2026 und die Jahresziele 2023 des Stadtrats.
Die sieben Themenfelder sind:
→ Aktive und vielfältige Stadtgesellschaft
→ Internationaler Wirtschaftsstandort Baden 4.0
→ Innenentwicklung und effiziente Mobilität
→ Stadtraum und Umwelt im Klimawandel
→ Regionalstadt Baden
→ Kultur- und Bäderstadt
→ Effizientes und effektives Stadtmanagement
Planungsbericht 2022 – Themenfelder der nächsten Legislatur 25
Die Themenfelder mit den 29 zugewiesenen Innenentwicklung und effiziente Regionalstadt Baden
Stossrichtungen: Mobilität → Interkommunale Zusammenarbeit → Aktive Innenentwicklung in Trans- effektiv gestalten formationsgebieten, in Baden → Fusion mit Turgi abschliessen Nord und im Galgenbuck weiter forcieren → Weitere Zusammenarbeitsprojekte im Rahmen von → Gesamtrevision Nutzungsplanung Modellstadt Baden entwickeln erarbeiten → Sichtbarkeit im Agglomerations- → Differenzierte Erdgeschossnutprogramm Aargau-Ost erhöhen zungen ermöglichen
→ Freiräume mit Innenentwicklung abstimmen und nach Nutzungs- Kultur- und Bäderstadt intensität differenzieren → Angebot der Kultur- und Bäder- → Aktive Bodenpolitik für ein diffe- stadt konsequent nutzen und renziertes Wohnen betreiben Positionierung der Akteure unterstützen → Fuss- und Veloverkehr weiter Aktive und vielfältige Stadtgesell- stärken und damit die zur Ver- → Kulturplatz weiter fördern und schaft fügung stehende Infrastruktur «Kunst und Bau» besser vermitteln flächeneffizient nutzen → Aktive alters- und situationsge- → Baden als Tagungs- und Konrechte Partizipation und Mitge- → Attraktive und zuverlässige gressstadt stärken staltung für alle ermöglichen Erschliessung von Dättwil sicherstellen → Kinder- und Familienfreundlichkeit Effizientes und effektives Stadtaktiv umsetzen → Städtische Position zur regionalen management Infrastruktur vertiefen → Ganzheitliche und abgestimmte → Neue Verwaltungsstruktur mit Bildungs- und Betreuungs- → Bahnhof Baden als Verkehrsdreh- neuem Führungs- und Zusamangebote pflegen und weiter- scheibe im Agglomerationsraum menarbeitsverständnis etablieren, entwickeln Aargau-Ost sichern Identifikation der Mitarbeitenden mit der Stadt Baden stärken
Internationaler Wirtschafts- Stadtraum und Umwelt im Klima- → Digitalisierung vorantreiben und standort Baden 4.0 wandel Strategie Smart City Baden umsetzen → Internationalen Wirtschaftsstand- → Klimaangepasste Stadtentwickort Baden im Umfeld von Indu- lung forcieren → Finanzplanung an neue Herausstrie 4.0 positionieren sowie forderungen anpassen und ein → Biodiversität erhalten und Räume Produktion stärken (Hightech) vernünftiges Mass an Entwickvernetzen lung zulassen → Zukunftsorientierte Transfor- → CO2 -Emissionen senken und mation Baden Nord und Dättwil erneuerbare Energien ausbauen vorantreiben → Leistung des Waldes erhalten und → Bildungsnetzwerk Aargau Ost seine Wirkung unterstützen stärker nutzen
Impressum
Projektsteuerung Markus Schneider, Stadtammann David V. Müller Alexander Carisch (bis Ende Dezember 2021) Rolf Wegmann (bis Mitte Mai 2022) Karin Bächli (ab Mai 2022)
Projektleitung Wladimir Gorko (bis Ende August 2021) Amalia Schneider (ab September 2021)
Arbeitsgruppe Wladimir Gorko (bis Ende August 2021) Amalia Schneider (ab September 2021) Rolf Wegmann (bis Mitte Mai 2022)
Interviews durchgeführt mit Benedetta Amato, Entwicklung und Ressourcen / Human Resources Maria Benito, Entwicklung und Ressourcen / Stadtentwicklung und Strategie Martin Brönimann, Öffentliche Sicherheit Stefan Eggmann, Entwicklung und Ressourcen / Steuern Georg von Graefe, Stadtoberförster Sabine Kleppek, Entwicklung und Ressourcen / Klima und Umwelt Majo Kupresak, Bau / Tiefbau und öffentlicher Raum Thomas Lütolf, Kontaktstelle Wirtschaft Paul Meyrat, Entwicklung und Ressourcen / Digitale Transformation (bis Ende Februar 2022) David Müller-Weber, Gesellschaft Patrick Nöthiger, Kultur (bis Ende Februar 2022) Mirjam Obrist, Bildung und Sport Robert Salkeld, Infrastruktur / Immobilien und Portfoliomanagement Mike Ursprung, Bau / Rechtsetzung und Bewilligungen Christian Vogler, Entwicklung und Ressourcen / Klima und Umwelt
Textbeiträge und Redaktion Stadtentwicklung und Strategie
Lektorat sprach-art, Inés Flück, Wettingen
Gestaltung und Fotos GIROD GRÜNDISCH Visuelle Kommunikation SGD, Baden
Herausgeberin Stadt Baden
STADT BADEN Stadtentwicklung und Strategie Rathausgasse 5 5401 Baden
Telefon +41 56 200 82 90 [email protected] www.baden.ch/planungsleitbild
© STADT BADEN, Oktober 2022