KR-Nr. 155/2019

Hirzel-Strassentunnel

Wädenswil und Horgen, 27. Mai 2019 KR-Nr. 155/2019

ANFR AGE von Christina Zurfluh Fraefel (SVP, Wädenswil), Astrid Furrer (FDP, Wädenswil) und Hans-Peter Brunner (FDP, Horgen)

betreffend Hirzel-Strassentunnel

Nach der Eröffnung der Umfahrung von Zug und Baar durch die A4a nahm der Verkehr über den Hirzelpass von durchschnittlich 8’000 Fahrzeugen pro Tag innert weniger Jahre auf über 20'000 explosionsartig zu. Die Hirzelachse bewies damit ihre enorm grosse Bedeutung als direkteste Verbindung zwischen der Ost- und der Zentralschweiz. Zwar brachte die Eröffnung des Üetlibergtunnels und der A4 durchs Säuliamt eine zwischenzeitliche Entlastung der Hirzelachse, es zeigt sich aber mit aller Deutlichkeit, dass die Verkehrsprobleme am Hirzel nach wie vor nicht gelöst sind. Täglich passieren bereits wieder 17‘000 Fahrzeuge den Hirzelpass, Tendenz zunehmend. Dies entspricht in etwa dem gleichen Verkehrsaufkommen wie demjenigen im Gotthard-Strassentunnel. Auch tödliche Verkehrsunfälle gehören leider immer wieder dazu.

Ab dem kommenden Jahr wird die Kantonsstrasse über den Hirzel dem Bund übergeben und Teil des Nationalstrassennetzes (Konsequenz der Annahme des Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) durch das Volk im Februar 2017.

In diesem Zusammenhang bitten wir den Regierungsrat, uns folgende Fragen zu beantworten.

  1. Was hat der Regierungsrat in den vergangenen Jahren unternommen, um auf diese Problematik in Bundesbern und in den angrenzenden Kantonen hinzuweisen und den Druck aus dem Kanton Zürich für eine Untertunnelung des strassentechnisch anfälligen und gefährlichen Hirzelübergangs zu erhöhen?

  2. Wie beurteilt der Regierungsrat die Chancen für eine Realisierung des Hirzeltunnels nach dem Volks-Ja zum NAF? Hat der Druck für dessen Realisierung mit der Überführung ins Nationalstrassennetz im Interesse der Ost- und Zentralschweizer Kantone zugenommen?

  3. Wurde und wird der Wunsch nach einem Hirzeltunnel mit den angrenzenden Ost- und Zentralschweizer Kantonsregierungen besprochen und koordiniert?

  4. Wurden offizielle Schreiben und/oder Anträge an die zuständige Bundesverwaltung (ASTRA) geschickt?

  5. Welche Möglichkeit oder Einflussnahme hat der Regierungsrat, diesem Anliegen in Bundesbern Gehör zu verschaffen?

  6. Welche Möglichkeit oder Einflussnahme hat der Regierungsrat, diesem Anliegen eine höhere Gewichtung und Priorisierung beim ASTRA zu verschaffen?

  7. Sieht der Regierungsrat allenfalls eine Möglichkeit, eine schnellere Realisierung des Hirzeltunnels im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Projekts (PPP) in Betracht zu ziehen?

Christina Zurfluh Fraefel Astrid Furrer Hans-Peter Brunner