KR-Nr. 189/2009
D'Sunne schint für alli
Zürich, Turbenthal und Uster, 15. Juni 2009 KR-Nr. 189/2009
POSTULAT von Françoise Okopnik (Grüne, Zürich), Urs Hans (Grüne, Turbenthal) und Ornella Ferro (Grüne, Uster)
betreffend D'Sunne schint für alli
Der Regierungsrat wird eingeladen Fördermassnahmen einzuleiten gemäss §§ 1d und 16 Energiegesetz, mit dem Ziel, innert 10 Jahren die Nutzung von Photovoltaik auf mindestens 200 GWh zu erhöhen.
Françoise Okopnik Urs Hans Ornella Ferro
Begründung:
Der Energieplanungsbericht 2006 weist für Photovoltaik für das Jahr 2005 eine Nutzung von 4GWh aus, sowie ein Potenzial von 1000 GWh. Dieses Potenzial gilt es rasch zu nutzen, um die Abhängigkeit von fossilen und nuklearen Energieträgern abzubauen und die CO2 Reduktionsziele zu erreichen.
Um 50% des elektrischen Energieverbrauchs eines energetisch durchschnittlichen Haushalts mit einem Jahres-Stromverbrauch von 4'000 kWh (Warmwassererzeugung nicht mit Elektroboiler) abzudecken, wird eine Anlage mit einer Leistung von rund 2 kW (rund 16 m2 Panel- Fläche) benötigt. Sparsame Haushalte können mit einer Anlage von rund 3 kW (rund 24 m2) den gesamten Jahres-Stromverbrauch (Warmwasser nicht mit Elektroboiler aufbereitet) abdecken. Ein Quadratmeter Solarmodule erbringt eine Leistung von 130 Watt (bei kristallinen Siliziumzellen). Im Schweizer Mittelland lassen sich mit dieser Leistung im Idealfall rund 120 kWh Strom pro Jahr erzeugen (Stadt Bern, Amt für Umweltschutz). Im Kanton Zürich werden jährlich ca. 180 ha, d.h. 1'800'000m2 neu überbaut. Auf dieser Fläche liesse sich also - optimistisch gerechnet - der Strombedarf von ca. 60'000 Haushalten herstellen. Konservativ rechnende Fachleute gehen denn auch davon aus, dass rund 20% bis 30% des Strombedarfs mit Photovoltaik auf bestehenden geeigneten Dachflächen erzeugt werden könnte, optimistischere rechnen gar mit einer Deckung von bis zu 100%.
Ein grosser Hersteller von Photovoltaikanlagen, die Investitionen in diese Technologie fördert und Arbeitsplätze schafft, ist eine Zürcher Firma.