KR-Nr. 198/2010
Mutterschaftsurlaub
Regula Hess Dorfstrasse 28 KR-Nr. 198/2010 8307 Effretikon
An die Geschäftsleitung des Kantonsrates 8090 Zürich
Einzelinitiative betreffend Mutterschaftsurlaub
Antrag:
Jede Mutter, die Arbeitnehmerin ist, soll nach dem gesetzlichen Mutterschaftsurlaub Anspruch darauf haben, den Mutterschaftsurlaub unbezahlt auf 6 Monaten seit der Geburt verlängern zu können (freiwillig, ihren Arbeitsplatz wird wie nach denn 14 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub erhalten).
Begründung:
In erster Linie geht es darum, Mutter und Kind in dieser wichtigen Phase zu schützen und jeder Mutter die Möglichkeit geben, etwas länger beim Kind zu bleiben, wenn sie es wünscht. 4 bis 6 Monaten wird empfohlen, dass Baby voll zu stillen, und 4-6 Monate braucht ein Baby, bis es andere Nahrung zu sich nehmen kann und auch problemlos vom Shoppen trinken kann; viele Mütter können das Stillen am Arbeitsplatz nicht durchführen wegen praktischen Problemen (Distanz), und der Stress, der dadurch entsteht, ist nicht zu unterschätzen. Die Natur hat es auch so vorgesehen, dass in dieser Stillzeit das Baby an die Mutter gebunden ist, sie ist immer noch die, die ihr Kind am besten versteht und für ihr Kind die beste Intuition hat. Oft kommt sie durch eine frühe Ablösung in eine grosse Stresssituation (frühes Aufstehen, Betreuungsperson suchen, Still- und Saugproblemen). Die zwei Monaten machen sehr viel aus, und es ist widersprüchlich, 6 Monate volles Stillen zu empfehlen, aber die Mutter nur 14 Wochen zu schützen, da das Stillen am Arbeitsplatz durch die langen Arbeitswegen selten überhaupt durchführbar ist. Ausserdem sind viele Mütter darauf angewiesen, gerade in der heutigen Zeit, den Arbeitsplatz zu erhalten, aber möchten trotzdem nicht so schnell wieder arbeiten.
Kostenfolgen: Für den Arbeitgeber entstehen keine oder nur sehr geringe indirekte Kosten, da es sich um einen unbezahlten Urlaub handelt (wenn er eine Stellvertretung benötigt, braucht er sie schon für die 14 Wochen). Die Mutter hat die Möglichkeit, den Urlaub zu verlängern, muss aber für diese Zeit selber aufkommen/vorsorgen.
Vorbildfunktion: Heutzutage erleben nicht alle Frauen Babys in ihrer Umwelt, bevor sie selber Mütter werden. Die Mutterschaft ist mit vielen Unsicherheiten verbunden. Eine Arbeitstätigkeit, oft notwendig, kann den Stress erhöhen, und die Gesellschaft hat die Aufgabe, diesen Müttern eine Vorbildfunktion zu sein, d.h. Regelungen zu entwerfen, die für diese Zeit angemessen sind. 14 Wochen Mutterschaftsurlaub sind extrem kurz und die Folgen von Stress und Fehlhandhabungen in der Familie sind kostenintensiver und zu Lasten der Allgemeinheit.
Zürich, 4. Juni 2010 Freundliche Grüsse
Regula Hess