KR-Nr. 226/2014

Vogeltod durch Natodraht

Zürich, 8. September 2014 KR-Nr. 226/2014

ANFRAGE von Daniel Heierli (Grüne, Zürich)

betreffend Vogeltod durch Natodraht

Das Flugplatzareal Dübendorf hat ein hohes Potenzial für Brutvögel, welche grossflächige Magerrasen bewohnen. Die Magerwiesenfläche zählt zu den grössten des schweizerischen Mittellandes. Brutvögel dieser extensiven Flächen sind die stark bedrohten Wiesenbrüter wie Schwarzkehlchen, Braunkehlchen, Wiesenpieper, Feldlerche oder Grauammer. Diese Vogelarten sind nach Montage des Natodrahtes am Zaun des Flugplatzes Dübendorf vollständig verschwunden. Lokal engagierte Vogelschützer haben nach der Montage des Natodrah-

tes am Zaun regelmässig Vögel mit verkrüppelten Zehen gefunden. Der Zusammenhang mit dem lokalen Aussterben dieser Vogelarten ist also offensichtlich.

In diesem Zusammenhang bitten wir den Regierungsrat um Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie beurteilt der Regierungsrat das Potenzial der extensiven Wiesenfläche im südlichen Teil des Flugplatzes Dübendorf für bedrohte Wiesenbrüterarten?

  2. Ist der Regierungsrat bereit sich dafür einzusetzen, dass der Natodraht am Zaun des Flugplatzes Dübendorf ersetzt wird durch eine mit der Vogelwelt verträgliche Einzäunung wie Stacheldraht?

Daniel Heierli