KR-Nr. 258/2026
Hitzefrei light
Zürich und Dübendorf, 29. Juni 2026 KR-Nr. 258/2026
ANFRAGE von Gianna Berger (AL, Zürich), Benjamin Krähenmann (Grüne, Zürich) und Ivo Hasler (SP, Dübendorf)
Betreffend Hitzefrei light
Die Zahl der Hitzetage im Kanton Zürich nimmt infolge der Klimakrise zu. Extreme Temperaturen belasten die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Kindern, Jugendlichen, Arbeitnehmenden sowie besonders vulnerablen Personen. Gleichzeitig werden viele bauliche Massnahmen zur Hitzeminderung wie Beschattung, Begrünung oder Kühlung erst in den kommenden Jahren umgesetzt werden können. Die Primarschule Dübendorf hat kürzlich ein Modell eines «Hitzefrei light» eingeführt. Dabei wurde der reguläre Betrieb reduziert, während notwendige Betreuungsangebote weiterhin gewährleistet blieben. Dieses Modell wirft die grundsätzliche Frage auf, ob temporäre Entlastungsmassnahmen während extremer Hitze auch in weiteren Bereichen sinnvoll sein könnten.
Der Regierungsrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
Wie beurteilt der Regierungsrat das von der Primarschule Dübendorf eingeführte Modell eines «Hitzefrei light»?
Sieht der Regierungsrat in solchen Modellen eine sinnvolle Übergangslösung, bis wirksame bauliche Hitzeschutzmassnahmen umgesetzt sind?
Welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen heute, bei offiziellen Hitzewarnungen Arbeits-, Unterrichts-, Ausbildungs- oder Betreuungszeiten temporär anzupassen?
Welche Voraussetzungen müssten, erfüllt sein, damit ein «Hitzefrei light» eingeführt werden könnte, ohne notwendige Betreuungs-, Versorgungs- oder Sicherheitsaufgaben zu gefährden?
Ist der Regierungsrat bereit, gemeinsam mit Gemeinden, Arbeitgeberinnen und Institutionen Modelle eines «Hitzefrei light» für besonders belastende Hitzetage zu prüfen?
Gianna Berger Benjamin Krähenmann Ivo Hasler