KR-Nr. 28/2001
Steuerklima
Dielsdorf, 22. Januar 2001 KR-Nr. 28/2001
ANFRAGE von Severin Huber (FDP, Dielsdorf)
betreffend Steuerklima
Die Zeitschrift "Bilanz" hat im November 2000 über 600 Steuerberater und Treuhänder in allen Kantonen der Schweiz über das dortige Steuerklima befragt. Gefragt wurde nach dem generellen Verhältnis zu den Steuerbehörden, der fachlichen Kompetenz der Steuerbehörden, der Effizienz der Steuerbehörden, der zeitlichen Abwicklung der Veranlagungsprozedur, der Arbeitsmotivation der Steuerbehörden, der Kundenfreundlichkeit der Steuerbehörden, der Kulanz der Steuerbehörden und der Unabhängigkeit gegenüber Pressionen. Besonders schlecht schnitt dabei die zürcherische Steuerbehörde bei der zeitlichen Abwicklung der Veranlagungen, bei der Kulanz und der Effizienz ab. Gesamthaft gesehen, rangierte die Kantonale Steuerverwaltung Zürich lediglich auf Platz 15, das heisst unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt. Dieses schlechte Resultat wiegt doppelt schwer, weil das Steuerklima neben der Steuerbelastung für die Ansiedlung und vor allem für den Verbleib von interessanten Steuerzahlern von enormer Bedeutung ist.
Ich bitte den Regierungsrat in diesem Zusammenhang deshalb um die Beantwortung folgender Fragen:
Wie beurteilt der Regierungsrat die Befragung an sich und die daraus resultierenden Ergebnisse?
Teilt der Regierungsrat die Ansicht, dass das Steuerklima in Bezug auf Ansiedlung und Verbleib von guten Steuerzahlern ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor darstellt?
Was gedenkt der Regierungsrat zu unternehmen, um die angesprochenen Schwachstellen zu beheben?
Drängen sich aus Sicht des Regierungsrates weitere Massnahmen auf, um das Steuerklima im Kanton Zürich zusätzlich noch zu verbessern? Wenn ja, welche?
Severin Huber