KR-Nr. 331/2021
Lärmbelastung Bucheneggstrasse
Adliswil, Thalwil und Hedingen, 13. September 2021 KR-Nr. 331/2021
ANF RAGE von Gabriel Mäder (GLP, Adliswil), Davide Loss (SP, Thalwil) und Thomas Schweizer (Grüne, Hedingen)
betreffend Lärmbelastung Bucheneggstrasse Die Bucheneggstrasse zwischen Langnau am Albis und Stallikon ist nicht nur die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Gemeinden, sondern auch eine beliebte Passstrasse, welche grosses Fahrvergnügen verspricht. Leider stellen einige Mobilisten regelmässig den eigenen Fahrspass über das Wohl der Anwohner und überschreiten die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit auf dieser Kantonstrasse. Die Folge sind starke Lärmemissionen und eine erhöhte Unfallgefahr. In der Antwort auf eine Petition von Anwohnern vom Juni 2020, in welcher lärmberuhigende und sicherheitserhöhende Massnahmen gefordert wurden, hielt die verkehrstechnische Abteilung der Kantonspolizei fest, dass der Verkehr auf der Bucheneggstrasse von 2011 bis 2019 stetig zugenommen hat. Da die Strasse zudem eng und verschlungen ist, führt dies zu einer hohen Unfallrate, so dass die Kantonspolizei bereits zwei Unfallschwerpunkte identifiziert und Massnahmen eingeleitet hat. Trotz den ergriffenen Massnahmen ereigneten sich 2020 ein bis zwei Unfälle mehr als in den Jahren 2017 bis 2019. Auch wenn die Nachkontrolle noch nicht abgeschlossen ist, sind dies keine ermutigenden Zahlen. Man kann sich vorstellen, was dies für die Anwohner bedeuten muss. Auch der Gemeinderat von Langnau am Albis hat das Anliegen der Petitionäre anerkannt und plant sich beim Kanton Zürich für eine Geschwindigkeitsreduktion von 80 km/h auf 60 km/h auf dem Gemeindegebiet von Langnau am Albis einsetzen. Die Anwohner verdienen aber eine zeitnahe Lösung. Es ist an der Zeit, dass die Kantonspolizei die Verkehrsregeln auf der Bucheneggstrasse durchsetzt, um die Anwohner zu entlasten. Wie dies geht, hat die Stadtpolizei Zürich mit ihren Massnahmen gegen Autoposer gezeigt. Dazu werden bekannte Routen punktuell mit Geschwindigkeitsmessungen überwacht, um verkehrsgefährdende Situationen zu verhindern und die Lärmemissionen zu senken. Auch für die Bucheneggstrasse könnten solche regelmässige Kontrollen Erfolg verheissen, insbesondere, wenn diese an den relevanten, sprich trockenen und sonnigen Tagen durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang bitten wir den Regierungsrat um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Per wann wird die Nachkontrolle der Bucheneggstrasse bezüglich der Massnahmen zur
Verbesserung der Verkehrssicherheit abgeschlossen sein? Welche weiteren Massnahmen sind als nächstes geplant, wenn sich die bisherigen Massnahmen als nicht ausreichend herausstellen sollten? 2. Ist die Regierung der Meinung, dass gezielte Tempo- und Lärmmessungen an der Bucheneggstrasse zur Verkehrssicherheit und Lärmreduktion beitragen könnten? Wenn ja, plant sie entsprechende Massnahmen, wie z. B. das Aufstellen von permanenten Geräten zur Erkennung von Geschwindigkeitsüberschreitungen? 3. Während Tempo- und Lärmmessungen nur punktuelle Entlastung versprechen, könnten eine Temporeduktion sowie ein Überholverbot zu einer permanenten Verbesserung der Verkehrssicherheit auf beiden Strassen beitragen. Sind diese beiden Massnahmen eine Option für die Regierung, um weitere Unfälle auf diesen Streckenabschnitten zu verhindern, respektive was hindert die Regierung an der Umsetzung solcher Massnahmen, welche nachweislich zur Verkehrssicherheit beitragen?
Gabriel Mäder Davide Loss Thomas Schweizer