KR-Nr. 88/2007

Förderbeiträge für Solarthermie

Hedingen, Knonau und Gossau, 19. März 2007 KR-Nr. 88/2007

MOTION von Eva Torp (SP, Hedingen), Lisette Müller-Jaag (EVP, Knonau) und Patrick Hächler (CVP, Gossau)

betreffend Förderbeiträge für Solarthermie

Der Regierungsrat wird ersucht, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, damit Förderbeiträge für den Bau thermischer Solaranlagen im Kanton Zürich eingeführt werden können.

Eva Torp Lisette Müller-Jaag Patrick Hächler

Begründung:

Angesichts der heutigen Klimaprobleme muss der Kanton alles in seiner Macht Stehende unternehmen, um die Nutzung erneuerbarer Energien voranzutreiben. Der Kanton Zürich liegt punkto ausbezahlter Förderbeiträge pro Kopf im Vergleich mit anderen Kantonen weit hinten. Dies geht aus einer von INFRAS im Auftrag des BFE im Juli 2006 veröffentlichten Studie hervor. Ein paar Beispiele aus der Wirkungsanalyse kantonaler Förderprogramme:

CHF pro Jahr pro Einwohnerin und Einwohner: Basel Stadt 39.00 Schaffhausen 11.00 Appenzell Innerhoden 10.00 Aargau 8.10 Zug 4.30 Zürich 2.30

Gesamthaft steht der Kanton Zürich an 21. Stelle von 26 erfassten Kantonen. Die Anwendung von Solarenergie (auch PV) wird von der kantonalen Energiefachstelle in Zürich zur Zeit lediglich mit Informationsmassnahmen gefördert. Heute schon darf beim Neubau und bei Erweiterungen der Standardwärmebedarf zu maximal 80% aus nichterneuerbaren Energien gedeckt werden, doch der Energiebedarf für das Warmwasser wird im Kanton Zürich zu wenig berücksichtigt. Bisher bezahlt der Kanton Zürich nur in wenigen Bereichen wie Abwärmenutzung, grosse Holzfeuerungen und Minergie-Sanierungen Förderbeiträge. Aus der Wirkungsanalyse von Energie Schweiz geht klar hervor, dass dank der Kombination von kontinuierlicher Förderung und Begleitmassnahmen (Information, Beratung, etc.) die Kantone gute, umweltverträgliche Resultate erreichen. Es liegt ein riesiges Potential in der Förderung der thermischen Solarenergie und dies soll der Kanton Zürich unterstützen und fördern.