BBl 1866 III 204

Inserate.

Dekanntmadung.

Die Aufgeber dev Poffendungen von Werth (beltehe berfelbe in Baarjchaft, Papteren, Softbarkeiten, Manren rc.) nad) Frankreich oder im Tranfit über diefe Land, werden Hiemit aufmerkfam gemacht, Dass Die Sendungen mit ihrent wahren Werthe deflarirt werden müffen und eine diefer Vorfchrift guwiderlaufende Werthangabe bei der ausländifchen Verwaltung die Nachforderung der Tage und eventuelle Strafe zur Folge Hat. Fir Sendungen im Innern der Schweiz und nad den deutfden Staaten und Italien bleibt Hingegen den Mule gebern dle belichige Werthdeklaration anheimgeftellt, weldye für ble Taxe, fowie aud) für Die zu leiftende Gewähr massgebend ijt.

Bet Aufftellung der Zollveflarationen auf Sendungen nad dem Wuslande ay hingegen die Yufgeser in jedem Galle zur volftändigen Werthangabe ver: pflichtet,

Die fantonalen Mmeshlatter werden erfuht, gegenwärtige pofamtliche Bekanntmachung ebenfalls zu veröffentlichen.

Bern, ben 21. November 1866. Das fehwelzerische Poftvepartement: Naeff.

Bekanntmadhung.

Nahdem die italienische Negterung einen vom 10. Muguft 1866 an in Kraft getretenen Anhang zum dortigen Zolltarif publizixt hat (fiche Bunbesblatt II. Band, Seite 596 u. ff.), Hat diefelbe in leter Beit folgende Modifikationen im Tarif zur Ausfuhr angeordnet, als:

Bix Gitronenfaft foll, ftatt dem allgemeinen Anfag von Fr. 1 per Bentner bezaflt werben:

für fongenteivten Gitronen- und Cedernfaft . . . Gr. 1. — per Bentner.

a voben v ” non. nm 15 “

Gir Manna, ftatt dem aligemeinen Anfag von Fr. 5 per Zentner, nun für Manna in Röhren und deren Bruchjftüde . . Fr. 5. — per Bentner. ö n in Sorten oder in Maffe . . 2. . y BA ” ” Eenflörner, ftatt Fr. 1. 50, mune soe „ tee v » Borazgfaure, natürliche u, fünftliche, ftatt Fr. 2 nur 2. — » aw Meerfala, ftatt 10 Gent. per Bentner, nur nod). . 4 —-. 20 per Tonne,

„ Steinjalz, flatt Fr. 1 per Bentner, nur nod) . . 4 —. W ”

m Garb und Gerbereiftoffe, wicht befouders benannte: für ungemablene, ftatt 50 Gent. per Zentner, nur u —+ 25 per Bentner, „ gemagiene, „ Fr. 7 Dy

„» Sämereien, verjdiedene, ftatt ie. 1. 50 per Zentner, mr, 1—

”

„ Bleierz (Bleigiang u. 5. w.), 50 und mehr Progent veined Blei enthaltend, ftatt Fr. 5 per Tonne, nur „ 2. — yer Tonne.

Diefes wird dem hanbeltreibenden Publifum hiemit zur Kenntnif gebracht. Bern, den W. November 1866, Das fohweiz. Handels: und Zolldepartement.

Bekanntmachung.

Der ‘Keine Rath des Kantons Graubünden hat dem Bundesrat mit Zus fohrift vom 9. b. Mts. angezeigt, baf die dortige Sanitätsbehörbe die Ninberpeft in Graubiinven als völlig erlofchen erflart habe, und dass die Sperre gegen bie infizirt gewefene Gemeinde Chur, wie auch gegen bie benachbarten Stans ten und Kantone aufgehoben worden fei; tad hientt, auf Anordnung bes Bune desrathe3, zur öffentlichen Kenntniss gebracht wird.

Bern, den 14. November 1866. : Die fehweiz Bundestanzlei.

Ansfchreibung.

Für die Lieferung de3 nachftehend verzeichneten Formularbedarfs der Tele graphenverwaltung während der Jahre 1867 bid und mit 1870 wird freie Konz Furreng eröffnet, nämlich jährlich civea :

1,000,000 E&gemplare Nr. 3 Depefchen- Husfertigungsformulare. 700,0 00 ” » 4 Depefchen-Souverts (gummirt). 700,000 ” „ 5 Empfangfcheine. 800, ‚000 ” » 7 Original-Depefden. Diejenigen Drudereibefiger, welche geneigt find, diefe Lieferungen ganz ober theilweife zu übernehmen, fünnen die Bedingungen, fowie bie Mufterformulare bet

ber unterzeichneten Direktion, bet den Tefegrapheninfpeftionen a ufanne, Bern, Olten, Züri, St. Gallen und Bellinzona und bet den Celegraphens büreaug Genf, Bafel und Shur einfehen, wo and) bas Pflichtenheft und AngebotSformulare bezogen werden fünnen, .

Die Angebote find in franfivten Briefen mit ber Weberfhrift: „Preis: offerten für Gormularlicferungen” his gum 10. Dezember 1866 der Telegraphendirektion in Bern einzureichen.

Bern, ben 15. November 1866.

Die Telegraphendireftion : 2. Curdord.

Aus(decibung von erledigten Stellen.

(Die Bewerber müfjen ihren Anmeldungen, welche [hriftlich und port oz fret zu gefchehen Haben, gute Reumundäzeugnifje beigulegen im alle fein; ferner wird von ihnen gefordert, dass fie ihren Namen, und ausser dem Wohnorte aud den Heimatort deutlich angeben.)

£) Rommis auf dem Polthircau Solothurn. Iahresbefoldung Fr. 1200. Anmeldung bis zum 8. Dezember 1866 bei der Sreispoftbireftion Bafel.

  1. Bofhalter und Briefträger in Brunnadern (St. Gallen). Jahres: bejoldung Fr. 700. Anmeldung bis zum 8. Degeniber 1866 bet ber sMveis: poftdireftion St. Gallen.

  2. Pofhalter und Celegraphift in Peterlingen (Wandt), Jahres hefoldung Fr. 1700 aus dev Boftkaffe und Fr. 240 nebjt Depejsyenprovifion aus ber Telegraphenfaffe. Anmeldung bis zum 8. Dezember 1866 bei bev Kreispoftdireftion Laufanne.