BBl 1872 III 424

Inserate.

Guferate.

Bekanntmachung betreffend

Abänderung des Art. 97 der Gnfteuftion für Die fehmeizerifchen Zollbehörben.

Nah Vorferift des Art. 97 der Inftruftion für die fchwelz. Hollbehdrden vom 4, Januar 1860 (eidg. Gefegfammlung, Band VI, Seite 373) fam bi8- her für bie Verzollung von Bier, wenn bloss bas Mass, nicht aber das Bruttor gewicht angegeben war, bas Verfahren zur Anwendung, dass, behufs Ermittlung der Zollgebühr, 100 Schweizermass Bier zu 340 2 und eine Boutellle Bter gu 48 beredjnet wurden.

Mit Rüfficht auf die bei defer Verfahrungsweife entflandenen Ungleichheiten hat ber Bundesrat unterm 2, Oftober 1872 einen Befchluss gefasst, zufolge welchem fortan ber Boll für Bier nicht mehr anders al8 nad) dem wirklichen Bruttoe gewicht bezogen und ba, wo Feine Beivichtsangabe vorläge, die Ermittlung ded Gewichtes, nad) Mitgabe von Art. 13 bed eidg. Hollgefezes, auf Koften bes Zoll pflichtigen vorgenommen werden fol.

Diefe Anordnung tft fofort in Vollgiehung gefegt worben.

Bern, ben 4. Oftober 1872. Das fchweiz. Handels: und Zoldepartement.

Erinnerung.

Da fih die Falle häufen, dass Titerarifche oder Kunft-Erzeugniffe vom Wuss Lande ohne vorhergegangene Einfenbungsbewilligung Direkte an ©. M. den Kaifer oder an die 8. K. Oberften Hofämter in Wien gelangen, fo twird biemit in Erinnerung gebradt, bab zu foldem Zwede früher tm Wege ber betreffenden Diplomatifchen Bertretung Defterreich-Ungarns die vorläufige Genehmigung zur Ginfendung (ohne Anflug des Objektes) einzuholen ift.

Direkte Einfendungen werben jeberzeit abgemwiejen und auf Koften des Whe “fender guriidgemtitelt.

Bern, den 1. Oktober 1872. Bon der Befterreichifh-Ungarifchen Gefandtfchaft.

Dekanntmadung.

G8 wird Hiemit Kinfichtlich ber Einfussr von Bieh aus ber Schweiz nach Grantreid) zur öffentlichen Kenntniss gebracht, dass Vieh fehmelzerifchen Urfprungs bet ben Zollflätten Verrieres, Belfort und Bellegarde nad) Grantreidh eingeführt werben fann, fofern bie betreffenden Thiere bei ber an den genannten Bits Rattfindenden Unterfuchung burh Experten als ganz gefund befunden werben. .

Bern, ben 2. Dftober 1872. Die fehweiz. Bundeskanzlei.

Bekanntmachung.

Die Helmathorigkeit nachftehender tn Frankreich geftorbener angeblicher Schweizer Aft HIS jegt nicht zu ermitteln gewefen :

1) Der Jeanne Susanne Corbaz, geboren in Horrens, geftorben in Parts am 5. März 1063.

  1. Ded Ignaz Gfdwend, geboren in Freiburg, geftorben in Paris am 9. Febtuar 1863.

  2. Der Witwe Elifabeth Suzanne Lydie Bord, geboren in Bafel, geftorben in Paris am 22. März 1863,

  3. Des Georg Brunner, geboren in Kirchberg, geftorben tn Paris am 2. Februar 1864.

  4. Des Peter Jof. Franz Zurbriggen, geboren in Saus (?), ge: ftorben in Paris am 23. März 1864.

  5. De Henri Steewer, geboren in Baug (2), geftorben in Paris am 4. Ganuar 1864,

  6. Des Charles Woistain, geboren in Bafel, geftorben in Paris am 23. Dezember 1865.

  7. Per Céci le Bernay, geboren in Bafel, geboren in Barts am 26. Mat 9) De8 Jean Schnarrenberger, geboren in Koftenholz, geftorben in Gentilly am 29. April 1866.

  8. Des Gofeyh Boccon, geboren in Gruffy, geftorben in Berfailles am 15. September 1865. .

Sollte über hie Angehörigfeit vorftehender Perfonen Auskunft gegeben werben Tonnen, fo würde um gefällige Ungetge Hieher erfucht. .

Bern, ben 27. September 1872. Die fhweiz, Bundestanglet.

Bekanntmadung.

Die Heimathörigkeit nadhftehender Berfonen, für welche von der fweizerifchen Gefandtfdhaft in Paris unterm 20. Auguft d. I. Codfdjeine fibermacht wurden, Aft zu ermitteln, nämlich:

  1. Sür Charles Frédéric Lumpert?, geboren zu Montillier? in ber Schweiz, Sohn von Charles Lumpert und der Lisette Hoffe?, getwefener Ehemann der Célestine Bonnecarere , geftorben in feiner Wohnung rue Lepic 33 zu Paris am 16. Mat 1871 im Alter von 34 Jahren.

  2. Sir Pierre Adolphe Cheviron?, gew. Tagelöhner, ledigen Standes, geboren in Bellefontaine? in ber Sehweig, geftorben zu Paris, rue du faubourg St. Honoré 208, am 31. März 1872 im Ulter von 39 Jahren und 11 Monaten.

  3. Fic Joseph Debarthelemy, gew. Tagelössner, Tebigen Standes,

ohn von Charles Debarthelemy und bet Marie Nodéral, geboren zu

Consonne? in der Schweiz, und geftorben im Spital ber Stadt La Seyne (§rantreih) am 9. November 1871 im Alter von 51 Jahren.

  1. Gir Jacques Berthes?, gew. Kutfdjer, geboren zu Selina? in ber Schweiz, Shemann der Marie Catherine Séverine Caullier, geftorben zu Paris in feiner Wohnung, rue Montalivet N° 14, am 25. Suni 1871 in einem Alter von 53 Jahren.

  2. Für Franz Oger?, von Clary? im Kanton gleichen Namend, Sohn von Franz und ber Magdalena Oger, geftorben am 6. März 1870 im Militär Ipital der Gemeinde Bougie in Algerien, feines Wlters 34 Jahre.

  1. Fir Amadeus Schraner, gew. Bebienter, geboren zu Aleorf? in ber Schweiz , geltorben am 16. Februar 1870 im Militärfpital der Gemeinde Sidi-bel-Abbés in Algerien.

  2. Fit Guislac Alexandre?, gew. Kod, aus der Schmelz gebürtig, ger ftorben beim Guegfanal am 26. Dezember 1865 in einem Alter von 38 Jahren.

  3. Für Chrift Galdt, aus ber Schweiz gebirtig, gew. Käfer, geftorben ben 18. Dezember 1871 in ber Gemeinde Bons (Gavovyen), in einem Alter von 68 Jahren, -

t) Für Annette Casimire Lichteinsten?, aus ber Schmelz ger bürtig, geforben zu Paris, rue Bassano 15, tm Alter von 55 Jahren,

  1. $ür Jeanne Anna Elisabeth Naudin?, gebürtig aus ber Schweiz, geftorben im Milttärfpital gu Orleansville in Algerien am 2. September 1869, im Alter von 31 Jahren.

  2. Fir Marta Moofer, gew. Taglöfnerin, geboren zu Perfhiviller? in der Schweiz, Witwe von Jacques Leppe, geftorben zu Paris. rue de Reuilly 95, am 4. Januar 1874 in einem Alter von 70 Jahren.

  3. Fir Anna Wadter?, geboren zu Nieneffe? In ber Schweiz, geftorben gu Paris, rue Androuet 4, am 1. Sunt 1871 im Alter von 6f Jahren.

  4. Für Marie Marty, Iedigen Standes, geboren zu Label? in ber

Schweiz, geftorben in Paris, rue du fanbourg St. Honoré Nr. 208, am 2. Oftober 1871 im Alter von 33 Jahren,

E8 wird haher zur Erreihung des oben angegebenon Rweled bie gefallige Mitwirkung ber Staatsfangleien der Kantone, fo wie ber Polizet- und Gemetnds= behörben Hiemtt Höflichft angefproden.

Bern, ben 20, September 1872, Die fehweiz, Bundeskanzlei

KS Bur Berükfihtigung.

Seit einiger Zeit werden wir wieder mit Begehren um Nachfendung verloren gegangener Nummern bes Bunbeöhlattes, beziehungsmeife ber amtlichen Sammlung der Eidgenoffenfchaft Behelligt, Die wir um fo mehr alS unftatthaft bezeichnen, ald biefelben oft auf Jahre und Jahrzegnde zurüf fic) beziehen. Go gern wir etwaige Lüfen ergänzen, fo tht e8 und dod) unmöglich, fo weit zu gehen, well wir fonft unfere eigenen Sammlungen zerreissen müssten.

Wir Fönnen und werden bafer nur folde Neklamationen berüffiitigen,, bie uns binnen drei Monaten, vom Tage bes Erfiheinens ber gewünfchten Nummer an gerechnet, eingegeben werben.

Bern, ben 13. September 1872.

Die Schweiz, Bundeskanzlei.

Korrefpondenzen aus der Schweiz nod den Vereinigten Stanten von Amerika.

a

Das PoRdepartement bringt Hiermit zur öffentlichen Kenntniss, dass infolge Abflug eines Nachtragvertrages, vom 1. Juli 1872 an, auf dem Wege über Bremen ober Hamburg direfte Briefpakete aus der Schweiz nad) Den Bere einigten Staaten von Amerifa und vice versa gue Verfendung gelangen werben. :

Die Korrefpondenzen nad) ben Vereinigten Staaten unterliegen, vom ges nannten Zeitpunfte an, folgenden Bedingungen :

1. Bezüglich der Toren, a. Dermalige Route über Dftende. (Direkte fhweizerifchramerifanifche Briefpatete).

Briefe: Freiftehende Franfatur zu 50 Rp. für den einfachen Gewichtäfaz von 15 Grammen oder Bruchthell diefes Gewichts.

Die unfranfirten Briefe unterliegen einer figen Sujfdlagstaze von 20 Rp.

Drukfaden und Waarenmufter: Obligatorifche Franfatur 15 Ny. für ben einfachen Gewichtäfez von 40 Grammen oder Brudtheil dlefes Gewichts.

Die refommanizten Briefe, Drutfadjen und Warrenmufler unterliegen ber obligatorifchen GFrantatur und der gewöhnlichen Tage ber Sendungen ber bes treffenden Kategorie, nebft einer figen Refommanbdattonsgebiihr von 50 Rp.

b. NeueiRoute über Bremen oder Hamburg. (Direkte Patete.)

Die Tagbedingungen weichen von denjenigen ber Noute über Dftende (Litt. a Blevor) darin ab, Dass bie ’einfache Brieftage 40 (ftatt 50 Rp.) und die einfade Tage der Druffachen und Waarenmufter 10 (Ratt 15) Nappen beträgt. Die anbern Bedingungen find die nämlichen.

c. Ausnahmsweife, jedoch immerhin nur auf befonbern (durch eine Notiz auf ber Adrefje fund zu gebenden) Wunfd) des Verfenderd fonnen bie Briefe aus ber Schweiz nach den Vereinigten Staaten aud) eingeln über Frankreich geleitet werben, und zwar zur Tage von Fr. 1. 10 für den einfachen Gewidjtsfag von 7'/, Gr. ober Bruchtheil Diejeg Gewichts. .

2. Bezüglich der Verfendung.

Die Abfendung ber direkten Briefpafete aus der Schwelz nad) ben Vereinigten Staaten erfolgt, von Bafel ab vom 1. Juli 1872 an, an den hienad angegebenen Tagen und Stunden.

a. Weber Oftende:

Tag und Stunde bes . Zum Anfohluss an bie Ub gangs von Bafel: Pakethoote, abgehend von: Southampton, Dienflag 2 Uhr Nad. 4, Sonntag 845 Uhr Morgens oes. Stop). 4 3, Wye Tas 45 ueenflonn, Nittwo , Uhr Nam. 2. Montag 84 „ ” { (Gunard Comp.) Dienftag, 9 Ube Abends (Haupte . 3 fartenjhluss) Oueenftown,o Freitag 31/. Uhr Nam. Mittwoch, St Morgens (Rade (Suman & mp.) transport) 6 Donnerftag, 9 Uhr Abends (Haupt- Tartenfchluss) Queenftown, Sonntag 3'/, Uhr Nachm. teitag, 8° Uhr Morgens Nadj- [| (Cunard Comp.) transport)

b. Ueber Bremen ober Hamburg.

4 TE 9 Ufr Abends (Hauptkartenfhluss) } Hamburg, Mittwod), Morgens

onneritag, 9 Uht Abends (Gaupttartenfey lug) 3 2. | Freitag, S Morgens (Nachtrandport) ' Bremen, Gamftag Vormittag.

Die Dauer des Transportes von Bajel Lis New-York beträgt ungefähr 13 Tage über Oftende und ungefähr 14 Tage über Hamburg oder Bremen.

Die Wahl der Noute ift den Berfendern freigeftellt; indefjen haben fie legtere auf ber Adrefje anzugeben. Diejenigen Korrefponbenzen, für melde die Verfens bung über Bremen ober Hamburg weder auf der Aoreffe vorgefdjrieben noch burch den Franfaturbetrag angezeigt tft, werden über Oflende geleitet. Aus obigen Angaben geht hervor, dass in Bezug auf billigere Tagen die Route über Bremen oder Hamburg den Vorzug verdient, während bie Noute über Oftende bezüglich ber fdynellern Beförderung und haufigern Abgänge ble vortheilgaftere ift.

Sn Betreff dev Korrefpondenzen, für melde der Verfender die Leitung über Frankreich vorgefchrieben hat, wird bemerkt, dass diefelben mit den nämlichen Pakets booten verfandt werben, welche die über Oftende verfandten fehweizerifchsamerifas nifchen Briefpafete befördern.

Im Weitern fann deren Verfendung auch mit dem joe zweiten Samftag (vom 8. Juni an) um 3 Use Nachmittags von Breft abgehenden und am giwett= folgenden Mittwoch) in New Pork anfommenden Patetboot erfolgen.

Bern, ben 2. Juni 1872.

Das Schweiz. Boftdepartement: J. Challet-Venek.

Ausfchreibung von erledigten Stellen,

(Die Bewerber müfjen Ihren Anmeldungen, welche [hriftlich und portos frei zu gefdehen haben, gute Leumundäzeugnifje beigulegen im Falle fein; ferner wird von ihnen gefordert, baB fie ihren Namen, und ausser dem Wohnorte aud) den Heimatort deutlich angeben.)

Wo der Betrag der Befoldung nicht angegeben ift, wird berfelbe bet ber Ere nennung fefigefegt. Nähere Auskunft ertheilt die für die Empfangnahme ber Wns meldungen bezeichnete Amt8ftelle.