BBl 1873 I 5
Inserate.
als Telegraphist in Bern: Hr. Ulrich G e i g e r , von Gunterswyl (Thurgau), derzeit Gehilfe beim Materialbüreau der Telegraphendirektion.
Inserate.
Au#ST# sschreibung.
Durch Resignation ist die Stelle des D i r e k t o r s des eidg. s t a t i s t i - s c h e n B u r e a u in Erledigung gekommen und wird daher zur Wiederbesezung ausgeschrieben. Der jährliche Gehalt beträgt gegenwärtig Fr. 5000. Diejenigen, welche um diese Stelle sich zu bewerben gedenken, haben ihre Anmeldungen, versehen mit Studien- und Leumundszeugnissen, und besonders mit h i n l ä n g l i c h e n A u s w e i s e n ü b e r bisherige Leistungen im G e b i e t e der Statistik, bis zum 1. Februar 1873 dem eidg. Departement des Innern einzusenden. Bern, den 4. Januar 1873. Die Schweiz, Bundeskanzlei.
Bekanntmachung.
Dem schweizerischen Handelsstande wird hiemit zur Kenntniss gebracht, dass laut einer Meldung des schweizerischen Generalkonsuls in Washington vom 26. November d. J. solche Waaren nicht französischen Ursprungs, deren Beförderung nach den Vereinigten Staaten Nordamerikas französische Schiffe übernommen, von der dortigen Mauth mit einer Zuschlagsgebühr von 10°/o des allgemein geltenden Eingangszolles belegt werden, falls das Einschiffen an keinem französischen Hafen stattgefunden hätte. Ueberdies ist es wohl zu beachten, dass beim Vollzug obiger Massnahmen die bei den französischen Kolonien vorhandenen Häfen denjenigen Prankreichs nicht gleichzustellen sind. B e r n , den 30. Dezember 1872. Das Schweiz. Handels- und Zolldepartement.
U3^ Bekanntmachung.
Es wird hiemit zur öffentlichen Kenntniss gebracht, dass der Abonnementspreis für das Schweiz. Bundesblatt auch für das Jahr 1873 bloss Fr. 4 beträgt, mit Inbegriff der portofreien Zusendung im ganzen Umfange der Schweiz. Das Bundesblatt wird enthalten: Die zur Veröffentlichung sich eignenden Verhandlungen des Bundesrathes ; alle wichtigern Botschaften und Berichte des Bnndesrathes an die gesezgebenden Käthe, der Eidgenossenschaft : gewisse Beschlüsse derselben, und Schlussnahmen des Bundesrathes über Prägen, welche nicht von allgemeiner Bedeutung sind*); Auszüge aus den Verhandlungen der Bundesversammlung und Berichte ihrer Kommissionen; ferner die von schweizerischen Konsuln im Auslande eingehenden Berichte, so weit solche für das Publikum von Interesse sind; die monatlichen Uebersichten der Ein-, Aus- und Durchfuhr in der Schweiz; die Uebersichten des Geldanweisungsverkehrs im Inneru der Schweiz sowohl als mit Frankreich, Italien, Deutschland, Grossbritannien, den Niederlanden, mit Belgien und den Vereinigten Staaten von Nordamerika: ferner die monatlichen Uebersichten der Posteinnahmen, sowie des] Verkehrs der Telegraphenverwaltung; endlich Anzeigen von eidgenössischen und kantonalen Behörden, und nicht selten auch von auswärtigen Staaten. Dem Bundesblatte werden auch in Zukunft beigegeban : Die neu erscheinenden Bundesgeseze, Beschlüsse und Verordnungen, sowie die mit dem Auslande abgeschlossenen Verträge; die Voranschläge der Buridesbehörden über Einnahmen und Ausgaben, die jährl. eidg. Staatsrechnnng, der eidg. Staatskalender, und die in den drei Landessprachen verfasste Uebersicht der im Zeitraum eines Jahres in der Schweiz ein-, aus- und durchgeführten zollpflichtigen Waaren. Bestellungen auf das Bundesblatt können das ganze J a h r h i n d u r o h , und nicht bloss t r i m e s t e r - oder semester weise, bei allen Schweiz. Postämtern gemacht werden, und es sind diese leztern v e r p f l i c h t e t , die Abonnemente anzunehmen, zu welcher Zeit es sein mag. Die im Laufe des Jahres schon herausgekommenen Nummern werden den Abonnenten i m m e r und b e f ö r d e r l i c h nachgeliefert. Ganze Jahrgänge des Buudesblattes, so wie einzelne Nummern desselben, können stets von der Expedition desselben bezogen werden; hingegen hat man sich für g e s c h l o s s e n e G e s e z b ä n d e an das Sekretariat für Druksachen der Bundeskanzlei zu wenden.
Alle Reklamationen in Betreff des Bundesblattes müssen in erster Linie bei den betreffenden P o s t b u r e a u x , in zweiter Linie bei der E x p e d i t i o n des B n n d e s b l a t t e s gemacht werden, und zwar haben die Reklamationen spätestens inner drei Monaten, vom Erscheinen der betreffenden Bundesblattnummer oder des betreffenden Gésezbogens an gerechnet, zu geschehen. Bern, den 23. November 1872. Die Schweiz. Bnndeskaiizlei.
*) Siehe eidg. Gesezsammlung, Band VIII, Seite 890.
Verwendung von Korrespondenzkarten nach dem Anslande.
In Folge eines mit den betreffenden Postverwaltungen erlangten Einverständnisses Können vom 1. Jänner 1873 an die schweizerischen Korrespondenzkarten auch im Post verkehr mit den deutschen Staaten zur Frankotaxe von 10 Kp. nnd übrigens unter gleichen Bedingungen "wie im Schweiz, internen Postverkehr verwendet werden. Da der Taxwerth des Stempels nur 5 Jip. beträgt, so ist die Frankotaxe durch Verwendung einer Frankomarke von 5 Ep., zu ergänzen, welche unmittelbar neben dem Taxstempel auf der Korrespondenzkarte aufgeklebt wird. Unter den für die Briefe festgesezten Bedingungen können Korrespondenzkarten nach diesen Ländern auch rekommandirt und zur Expressbestellung .aufgegeben werden. Nach andern als den genannten Ländern werden bis auf weiteres Korrespondenzkarten nur zu den Taxbedingungen der Briefe, unter Frankirnng, befördert. Bern, den 20. Dezember 1872. • Das Schweiz. Postdeparteinent.
Ausschreibung vou erledigten Stellen.
(Die Bewerber müssen ihre Anmeldungen, welche s c h r i f t l i c h und p o r t o f r e i zu geschehen haben, gute Leumundszeugnisse beizulegen im Falle sein; ferner wird von ihnen gefordert, dass sie ihren N a m e n , und ausser dem Wohnorte auch den Heimatort deutlich angeben.) Wo, der Betrag der Besoldung nicht angegeben ist, wird derselbe bei der Ernennung festgesezt. Nähere Auskunft ertheilt die für die Empfangnahrne der Anmeldungen bezeichnete Amtsstelle. 1) P o s t k o m m i s in St. Gallen. Anmeldung bis zum 17. Jannar 1873 bei der Kreispostdirektion St. Gallen. 2) P o s t h a l t e r und B r i e f t r ä g e r in A m s t e g (Uri). Anmeldung bis zum 17. Januar 1873 bei der Kreispostdirektion Luzern. 3) P o s t h a l t e r nnd B r i e f t r ä g e r in Si n s (Graubünden). Anmeldung bis zum 17. Januar 1873 bei der Kreispostdirektion Chtir. 4) K r e i s p o s t a d j u n k t in Bern. Anmeldung bis zum 17. Januar 1873 bei der Kreispostdirektion Bern.
5) T e l e g r a p h i s t in C h a u x - d e - F o n d s . Jahresbesoldung nach Massgabe des Bundesgesezes vom 29. Januar 1863. Anmeldung bis zum 20. Januar 1873 bei der Telegrapheninspektion in Bern. 6) T e l e g r a p h i s t in St. Gallen. Jahresbesoldung nach Massgabe des Bundesgesezes vom 29. Januar 1863. Anmeldung bis zum 20. Januar 1875 bei der Telegraphen-Inspektian in St. Gallen. 7) Telegraphist in Menzikon (Aargau). Jahresbesoldung Fr. 120, nebst Provision. Anmeldung bis mm 20. Januar 1873 bei der Telegraphen- Inspektion in Ölten. 8) .Telegraphist in Oerlikon (Zürich). Jahresbesoldung Fr. 120, nebst Provision. Anmeldung bis .zum 20. Januar 1873 bei der Telegraphen- Inspektion in Zürich. 9) T e l e g r a p h i s t in Combremont-le-Grand. Jahresbesoldung Fr. 120, nebst Provision. Anmeldung bis zum 20. Januar 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in Lausanne. 10) T e l e g r a p h i s t im B u n d e s r a t h h a u s . Jahresbesoldung nach Massga b e Janu d e s Bundesgesezes v o m 2 9 . Jan. 1863. A n m e l d b i s ois 1) Posthalter und B r i e f t r ä g e r in Küblis (Graubünden). Anmeldung bis zum 10. Januar 1873 bei der Kreispostdirektion Chur. 2) P o s t k o m m i s in In t erl ak e n. Anmeldung bis zum 10. Januar 1873 bei der Kreispostdirektion Bern. 3) P o s t a b l a g e h a l t e r , B r i e f t r ä g e r und B o t e in Wildlingen (Schaffhausen). Anmeldung bis zum 10. Januar 1873 bei der Kreispostdirektion Zürich. 4) Briefträger in Brévine (Neuenburg). Anmeldung bis zum 10. Januar 1873 bei der Kreispostdirektion Neuenburg. 5) Telegraphist in Giubiasco (Tessin). Jahresbesoldung Fr. 120, nebst Depeschenprovison. Anmeldung bis zum 6. Januar 1873 bei der Telegraphen-Inspektion in Belleuz.
N o t e . Dieser Nummer sind die Signaturen l - und 2 des XI. Bandes der eidg. Gesezsammlung beigelegt.
Nach Seite 8.
Einnahmen der Postverwaltung in den Jahren 1871 und 1872. Reisende und Gepäk- Briefe und Druksachen. Postanweisungen, Pakete und Gelder. i Uebrige Einnahmen. Total. Monate. Uebergewieht.
l
i Die Mindereinnahme rührt daher, dass mit Frankreich keine Abrechnung gepflogen werden konnte. Dieser Minderertrag kommt daher, dass in diesem Monat die Passivsaldi der drei lezten Quartale des Jahres 1871 von Frankreich mit Fr. 167,737. 93 bezahlt und verrechnet wurden.
Zur Seite 8
Yerkehr der Telegraphen-Verwaltung. . Zahl der Depeschen. *) Total Zahl Saldi der Bureaux. Internationaler im Jahre 1872. Monat. Interner Verkehr. Verkehr, Total. der Einnahmen. **) der Ausgaben. Transit inbegriffen.
1871. 1872. 1871. 1872. 1871. 1872. 187K 1872. 1871. 1872. 1871. 1872. Aktiv. Passiv.
Fr. Kp. Fr. Rp. Fr. Ep. Fr. KP. Fr. Rp. Fr. Rp 546 628 216,982 181,007 52,260 44,441 269,242 225,148 162,921 60 123,636 50 71,176 26 59,814 07 63,822 43 Februar 547 G31 250,340 173,376 c-0,145 39,177 300,485 212,553 ! 154,698 47 115,449 92 55,936 84 95,744 26 19,705 66 März 550 635 241,196 189,701 50,179 42,400 291,375 232,101 191,320 06 159,708 47 140,265 71 143,158 46 16,550 01 April 556 637 198,522 203,934 43,996 42,360 242,518 246,294 i 147,113 14 117,600 61 65,564 25 121,870 69 4,270 08 Mai 566 641 224,207 244,266 50,109 45,478 274,316 289,744 102,683 46 68,071 95 101,707 27 92,371 90 24,299 95 Juni 576 654 216,077 245,919 52,653 48,773 268,730 294,692 136,485 74 194,830 13 147,392 31 275,664 04 80,833 91 Juli 585 665 271,730 338,482 58,635 62,367 330,305 400,849 83,965 38 136,048 34 77,184 50 124,516 32 11,532 02 August . . . . . . . 590 680 300,053 380,905 62,157 79,322 362,210 460,227 174,575 40 136,375 66 90,034 11 77,667 88 58,707 78 September 595 684 266,378 315,882 59,976 71,932 326,354 387,814 166,280 26 191,527 81 181,637 69 210,235 16 18,707 35 Oktober 600 686 258,101 289,274 55,719 68,019 313,820 357,293 26,875 39 130,885 40 84,394 47 78,657 62 52,227 78 November 608 694 201,680 221,096 46,410 52,331 248,090 274,497 113,986 42 157,983 34 64,703 65 72,557 73 85,425 61
*) In der Depeschenzabl sind sowohl die abgesandten, als auch die angekommenen Depeschen inbegriffen. ab Passivsa Ido 128,111 29 **) Die ausnahmsweisen Fluctuationen in den Einnahmen des telegraphischen Verkehrs haben ihren Grund in den jeweiligen Liquidationen mit den auswärtigen Verwaltungen. Bleibt Ak tiv 179,860 —
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Datum 04.01.1873 Date Data
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