BBl 1875 I 548

Inserate.

Inserate Die mit * bezeichneten Bekanntmachungen sind nur für die deutsche Ausgabe des Bundesblattes bestimmt. Man bemerke solches auf dem Manuskripte der Inserate deutlich.

Einführung der Einzugsmandate.

1 Mit dem 1. April 1875 werden für den Verkehr in der

Schweiz, sowie für denjenigen mit Deutschland die sogenannten postalischen E i n z u g s m a n d a t e eingeführt. 2. Diese Einrichtung bietet Jedermann Gelegenheit, Guthaben jeder Art in der Schweiz oder in Deutschland durch die Post einkassire zu lassen. 3. Der eingezogene Betrag wird dem Auftraggeber jeweilen mittels Postanweisung direkte zugesandt. 4. Der M a x i m a l b e t r a g eines Einzugsmandates für die Schweiz ist auf Fr. 500, und derjenige eines solchen nach Deutschland auf 150 Mark oder 87 1/2 Gulden beschränkt. 5. Für die Einzugsmandate müssen ausschliesslich die von der Postverwaltung erstellten C o u v e r t - F o r m u l a r e verwendet werden. Dieselben können bei allen Postbureaux zum Preise von 50 Cts. das S t u k bezogen werden. Durch Ankauf des Formulars werden alle Posttaxen gedekt, mit Ausnahme der Gebühr für Uebersendung des eingezogenen Betrages an den Auftraggeber (Ziff. 3) und der etwaigen Zuschlagtaxen für Einzugsmandate nach Deutschland, gemäss Ziff. 6 hiernach. 6. Ein Einzugsmandat darf das Gewicht von 250 Gramm e n nicht übersteigen. Ueberdies sind Einzugsmandate nach Deutschland, welche mehr als 15 Gramme wiegen, einer Nachtaxe von 25 Centimes für je weitere 15 Gramme unterworfen.

7. Die Einzugsmandate sind nach Anleitung des Vordrukes auszufertigen und können in dieselben die einzuziehenden T i t e l (Wechsel, Schuldscheine, Rechnungen, Coupons etc.), in so weit sie darin leicht Plaz finden und dadurch das Maximalgewicht nicht, überschritten wird, eingeschlossen werden. 8. Das Einzugsmandat ist an das Postbureau zu adressiren, in dessen Gebiet der S c h u l d n e r wohnt ; Name und Wohnort des leztern sind genau und' deutlich anzugeben, und ebenso hat der Aussteller seine Adresse genau und deutlich aufzuschreiben. Auf den Einzugsmandaten nach D e u t s c h l a n d ist der einzuziehende Betrag stets in Mark und Pfenningen (nach Bayern und Wurtemberg einstweilen noch in Gulden und Kreuzern) auszusezen. 9. Einern Einzugsmandate können nur in so ferne mehrere T i t e l beigefügt werden, als sie auf den nämlichen Schuldner lauten, zusammen den betreffenden Maximalbetrag nicht überschreiten, am gleichen Tage fallig sind, somit gleichzeitig eingezogen werden können, und in keiner Weise verschiedene Behandlung erheischen. 10. Andere als die in Ziff. 8 und 9 erwähnten E i n l a g e n sind nicht zulässig. 11. Auf den Fall hin, dass der Einzug durch die Post nicht bewerkstelligt werden könnte, kann der Aufgeber auf der Rükseite des Formulars den A u f t r a g vormerken, dass ihm das Einzugsmandat zurükgesandt, oder dass dasselbe durch die Post direkte an eine Drittperson zur weitern Behandlung übermittelt werde. 12. Der Aufgeber kann die D r i t t p e r s o n , welcher das Einzugsmandat zugestellt werden soll, namentlich bezeichnen, oder es der Post überlassen, dasselbe einem A g e n t e n zu überweisen, welcher für etwaige Beibringung des Wechselprotestes und für Einleitung sowie Durchführung des Sehuldentriebes sorgt. 13. Andere als die in Ziff. 11 und 12 erwähnten und lediglich für die Post ver waltung bestimmten M i t t h e i l u n g e n dürfen auf dem Einzugsmandate nicht angebracht werden. 14. Die in Ziff. 11 erwähnten Aufträge werden gewöhnlich durch folgende V o r m e r k e ausgedrükt: a. „sofort zurük," b. „an N. N.,a c. „sofort an N. N. oder sofort an N. N. zum Protest,"1 d. „zum Protest, sofort zum Protest,"• e. „zur Betreibung,11 f. „sofort zur Betreibung"1

und von der Postverwaltung dahin verstanden: Ad a, dass das Einzugsmandat sofort n a c h der e r s t e n e r f o l g l o s e n V o r w e i s u n g dem Aufgeber zurükgesandt werden solle ; Ad b und e, dass das Einzugsmandat, w e n n d e m s e l b e n Wechselbeigefügt . s i n d , n a c h der ersten, w e n n k e i n e W e c h s e l b e i g e f ü g t s i n d aber erst nach der zweiten erfolglosen.Vorweisung der „bezeichneten Drittperson, beziehungsweise- dem von -der Postverwaltung zu bezeichnenden Agenten zugestellt,und * •••• " Ad e d und f dass das • Einzugsmandat sofort n a c h der e r s t e n erfolglosen V o r w e i s u n g der Drittperson, beziehungsweise dem Agenten übermittelt werden solle. Wenn Vormerke auf dem Einzugsmandate nicht vorhanden sind, so erfolgt die Rüksendung an den Auftraggeber nach der z w e i t e n erfolglosen Vorweisung. 15. Die Postverwaltung haftet für die Beförderung der Einzugsmandate wie für andere rekommatidirte Briefe, für den eingezogenen Betrag aber in demselben Umfange wie für die auf Postnachnahmen eingezogenen Beträge. Eine weiter gehende Garantie, insbesondere für rechtzeitige Vorzeigung des Einzugsmandates beim Schuldner, rechtzeitige Uebermittlung desselben an eine Drittperson oder Rüksendung an den Auftraggeber nebst Inlagen wird nicht geleistet. Auch erlischt jedwede Verantwortlichkeit 'für die Postverwaltung nach Uebersendung des Geldes oder Rüksendung des Einzugsmandates an den Auftraggeber, sowie nach Uebermittlung der Angelegenheit an eine Drittperson, für deren Verhandlung die Postverwaltung durchaus keinerlei Gewähr, übernimmt, sei es, dass diese Drittperson vom Auftraggeber namentlich bezeichnet oder vom Postbureau ausgewählt worden ist. B e r n , den 27. März 1875. Das Postdepartement : Eugène Borei.

* Bauausschreibung.

Die Arbeiten für einen Anbau (bestehend aus zwei Sheds von je 104 Fuss Länge) an die eidg. Konstruktionswerkstätte in Thun werden hiemit zur Konkurrenz ausgeschrieben. Pläne, Bauvorschriften und Bedingungen sind auf dem eidg. Ober- Bauinspektorat in Bern und bei Herrn Architekt Day in Thun zur Einsicht aufgelegt, allwo zugleich jede gewünschte weitere Auskunft ertheilt wird. Uebernahmsofferten sind bis und mit dem 20. April nächsthin in verschlossenen Eingaben und mit der Aufschrift „Angebot für den Anbau an die eidg. Konstruktionswerkstätte" versehen, dem unterzeichneten Departement einzureichen. B e r n , den 29. März 1875. Eidg. Departement des Innern.

Nationale Ausstellung in Montevideo. 1875.

Die von der Regierung der Eepublik Uruguay angeordnete nationale Ausstellung wird in Montevideo ani 25. August 1875 eröffnet und am 20. April 1876 geschlossen werden. Die zur Ausstellung kommenden Erzeugnisse und Kunstprodukte zerfallen in vier Abtheilungen, nämlich : A. Ackerbau im Allgemeinen. B. Viehzucht. C. Gewerbe und Künste. D. Gegenstände der Mineralogie. Abtheilung A umfasst: Sämmtliche Produkte der Feld-, Wiesen-, Garten- und Waldkultur und alles darauf Bezügliche. Abtheilung B Hausthiere, Inbegriffen Bienen, Seidenraupen, Blutegel Abtheilung C: 1) Sämmtliche verarbeitete Produkte der ersten und zweiten Abtheilung; 2) Erzeugnisse aus mineralischen Substanzen, Töpfer-, Glas- und Marmorarbeiten, Kalke u. s. w. ; 3) Produkte der chemischen Verarbeitung mineralischer Substanzen: Elfenbein- und Stahlarbeiten, Waffen, Maschinen, Kupfer und dessen Legirungen; 4) Holzarbeiten und Muster von Bauhölzern; 5) Fuhrwerke aller Art; 6) Gewebe, Stickereien, Spitzen, Matten, Papier, Stricke und die zur Herstellung derselben angewandten Maschinen; 7) Eohe und verarbeitete Häute, Sattler- und Schuhmacherarbeiten; 8) Schöne Künste: Malerei, Skulptur u. s. w. und deren Anwendung auf Gold-, Juvelier-, Uhren- und Schreinerarbeiten

Abtheilung D: Erdarten im Allgemeinen und zu Industriezwecken: Mineralien; Trink- und Mineralwasser Die Aussfeiler haben bis 25. Mai d. J. unter Beifügung der üblichen Angaben ihr ]Ausstellungsbegehren an die Ausstellungsdirektion zu richten und, im Fall der Zulassung, die .ausgestellten Gegenstände auf ihre eigenen Kosten uud Risiko in der Zeit vom 15. Juli bis 20. August d. J. einzuliefern. Alle weiteren, diese Ausstellung betreffenden Bestimmungen können bei unterzeichnetem Departement eingeholt werden. B e r, n, den 29. März 187$. Eidg. Eisenbahn- und Handelsdepartement.

Internationale Gartenbau-Ausstellung zu Cöln im Jahre 1875.

Vom 2.5. A u g u s t bis 26. S e p t e m b e r d. J. findet in den durch Hinzuziehung angrenzender Grundstücke bedeutend erweiterten Anlagen der F l o r a zu Cöln eine Grosse Internationale Gartenbau-Ausstellung statt. Verhandlungen wegen Ernennung von Kommissaren Seitens der auswärtigen Regierungen sind bereits von dem Königlichen Ministerium für landwirtschaftliche Angelegenheiten eingeleitet worden. Das Generalkomite der Ausstellung richtet nunmehr an alle Interessenten des In-und. Auslandes die Einladung zu einer recht zahlreichen Betheiligung und hofft, dass dieses Unternehmen in den weitesten Kreisen allgemeinen Anklang finden werde. Die Ausstellung wird alle Pflanzen und Produkte des Gartenbaues .(mit Ausnahme von Weinreben uni Trauben, welche mit Rücksicht auf eine mögliche Einschleppung der Reblaus ausgeschlossen sind), ferner Geräthe, Maschinen, Baulichkeiten, so wie alle sonstigen Gegenstände umfassen, welche für das "Wesen und die Entwiklüng des Gartenbaues von Einfluss .sind, nnd zwar in folgenden Abtheilungen I, G ä r t n e r e i : a) Gewächshauspflanzen; b) Freilandpflanzen; c) Obstbäume und Obststräucher ; d) Abgeschnittene und getrocknete Blumen.

1 I . P r o d u k t e d e s G a r t e n b a u e s , u n d zwar:

a) Früchte: frische, getrocknete und çonservirte; b) Erzeugnisse des Pflanzensaftes und der Pflanzenfaser, als : Weine, Biere, Liqueure, Oele, Harze, Gummi, Farbstoffe, Hanf, Flachs, Baumwolle, Zucker, Stärke etc., sowie Fabrikate daraus; c) Bienenzucht und deren Erzeugnisse; d) Gemüse: frische, getrocknete und conservirte; e) Sämereien aller Art. : ^ III. G a r t e n - A r c h i t e k t u r , und zwar: a) Pläne zu Garten- und Park-Anlagen aller Art; b) Gewächshäuser aller Art, deren Heizungs-, Lüftungs-, Schatten- und Deck-Vorrichtungen; c) Gartenhäuser, Vérandas, Lauben, Garten zelte, Marquisen, sowie Fussböden in Plättchen, Mosaik, Cément, Asphalt oder anderem Material ; d) Gartenmöbel; e) Brücken, Anfahrten, Teichboote;""Volieren, Schwanen-, Enten- Häuschen u. dgl. ; f) Wegebau: ) Felsen-, Tunnel- und Grotten-Bauten, Terrarien und Aquarien; f ) Einfriedigungen, Gartenthore und Spaliere in den verschiedensten Materialien ; i) Entwürfe und Pläne der sub b bis h verzeichneten Konstruktionen . nebst Kostenanschlägen. ,, . . . ,, IV. G a r t e n - O r n a m e n t i k , nnd zwar : a) Springbrunnen und Springbrunnen-Aufsätze ; b) Statuen, Vasen, Urnen, Postamente aller Art und in den verschiedensten Materialien ; c) Einfassungen für Wege, Rabatten und Blumenbeete; d) Blumenkörbe, Stellagen, Blumen-Kronleuchter, Ampeln und Panorama-Kugeln; ; , . e) Garten beleuchtungs-Gegenstände allei- Art. V. G a r t e n - G e r ä t h e und M a s c h i n e n , und zwar : a) Pumpwerke, Dampf-, Gas-, Petroleum- und Luft-Maschinen, Turbinen, sowie andere Motoren, welche in Garten-Anlagen verwendet werden können ; b) Abyssinische und andere Brunnen, Wasserleitungs-Röhren für Garten-Anlagen, Berieselungs-Apparate, Hydranten, Schläuche, Flankir-Röhren, Wasser- und Jauche-Wagen, Gartenspritzen und Giesskannen; c) Bearbeitungs-Utensilien, wie Spaten, Hacken, Rechen etc. ; d) Schneidewerkzeuge und Rasen-Mähmaschinen; e) Pflanzen-Transportwagen, Karren und Tragen ; f) Blumentöpfe, Pflanzen-Etiquetten, Stäbe, Nummerhölzer, Bouquet- Schachteln, Bouquet-Manchetten etc.; g) Mess-, Nivellir- und Zeichen-Utensilien. VI. G ä r t n e r i s c h e S a m m l u n g e n , und zwar : a) Holz- und Samen-Sammlungen ; b) Käfer-, Insekten- und Schmetterlings-Sammlungen mit den dazu gehörigen Larven und Raupen, welche dem Gartenbau nützlieh oder schädlich sind.

Yü. K ü n s t l i c h e F r ü c h t e , B l u m e n u n d P f l a n z e n : a) Künstliche Früchte im Einzelnen und in Kollektionen; b) Bouquets und Guirlanden; c) Pflanzen und Blnmen aller Art. Vili. G a r t e n - L i t e r a t u r : a) Werke, welche die gärtnerischen Hilfswissenschaften betreffen j b) Werke über Landscnaftsgärtnerei : c) Werke über Pflanzenknltur, Obst-'und Gemüsebau. „Gegenstände, welche bereits durch Kauf in zweite Hand „übergegangen sind, können gleichfalls zur Ausstellung zugelassen „werden, doch wird bei Einsendung derselben eine genaue Be- „ Zeichnung des Namens nnd Wohnortes des betreffenden Fabri- „kanten gewünscht." Das Komite wird sich bemühen, den Ausstellern in jedweder Beziehung alle Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, und speziell den Verkehr nach allen Richtungen hin zu erleichtern suchen. Es sind demnach mit den betreifenden Eisenbahn- und Dampfschiffabrts-Gesellschaften bereits Verhandlungen angeknüpft worden, um für die zur Ausstellung gebrachten Gegenstände ermässigte Frachttarife zu erhalten, und hofft das Komite' gleichzeitig die Verhandlungen wegen Zoll-Erleichterungen zu einem für die Interessenten günstigen Abschluss zu bringen. Die Resultate werden denselbon möglichst frühzeitig bekannt gemacht werden. Die Preisrichter werden aus renommirten, unparteiischen Sachverständigen des In- und Auslandes gewählt, und wird das Komite die nöthigen Vorbereitungen treffen, damit die eingesandten Maschinen während aer Ausstellungsdaner in Betrieb gesetzt werden können. Ein Betrag von 135,000 Reichsmark ist zum Ankauf und demuächstiger Verloosung von ausgestellten Gegenständen in Aussicht genommen worden, nnd bittet das Komite demnach die Herren Aussteller, bei Anmeldung der Ausstellungsgegenstände gefälligst anzugeben, ob und zu welchen Preisen dieselben verkäuflich sind. Sodann ersucht das Komite die betreffenden Herren, die folgenden allgemeinen Bedingungen gefälligt beachten zu wollen : 1) Die Ausstellung beginnt mit dem 25. August und endigt mit dem 26. September 1875. 2) Verpflichten sich die Aussteller bei Einsendung ihror Produkte, solche der Ausstellung während der Dauer derselben zu belassen, sowie innerhalb 8 Tagen nach Schluss hinwegzunehmen. 3) Alle Gegenstände, deren Conservirung dies nöthig machen sollte, werden an möglichst geschützten Orten untergebracht.

  1. Die Anmeldung der auszustellenden Gegenstände muss spätestens bis zum 20. Juli a. c. erfolgt sein. 5) Blumen nnd Früchte werden in 2 Serien zur Ausstellung gelangen, die erste Serie vom 25. August bis 10. September, die zweite Serie vom 11. bis 26. September. 6) Die von der Preis-Jury zu bestimmenden Prämien bestehen in Geldpreisen, Medaillen aus Gold, Silber und Bronze, sowie in ehrender Erwähnung. 7) Nach Schluss t der Ausstellung wird ein freiwilliger, öffentlicher Verkauf derjenigen Objekte stattfinden, welche von den Ausstellern hierzu bestimmt werden.

  2. Ein S t a n d g e l d w i r d n i c h t e r h o b e n , und im Uebrigen auf die Spezial-Bedingungen verwiesen, welche auf Verlangen durch die Aktien-Gesellschaft Flora ertheilt werden, an welche auch alle Anmeldungen, sowie sonstige Anfragen franko zu richten sind. Das Generalkomite besteht aus folgenden Mitgliedern: von Kummer, Ehren-Vorsitzender, General der Infanterie. Freiherr Ed. von Oppenheim, Vorsitzender, K. K. Oesterreichisch- Ungarischer General-Konsul. Bachern, Oberbürgermeister. von Bernuth, Eegierungs-Präsident. Bürgers, Handelskammer-Präsident. Dr. Ciaessen, General-Direktor. Devens, Polizei-Präsident. Dr. Dünkelberg, Direktor der landwirtschaftlichen Akademie in Poppelsdorf. Eich, Bürgermeister. Esser, Advokat-Anwalt. Gilbert, Direktor der Colonia. R. Heuser Stadtrath. von Kaufmann-Asser Rittergutsbesitzer. Kyll, Stadtrath. E. langen, Stadtrath. G. luchtenberg, Kaufmann. Matzerath, Geheimer Regierungsrath Mevissen, Geheimer Commercienrath, Präsident der Rheinischen Eisenbahn. A. Neven-Du Mont, Kaufmann. J. Niepraschk, Direktor der Flora. Freiherr Abrah. von Oppenheim , Banquier und Geheimer Commercienrath. Dag. Oppenheim, Geheimer Regierungsrath und Präsident der Cöln-Mindener Eisenbahn. H. Peiffer, Stadtrath. von Rath Präsident des landwirtschaftlichen Vereins der Rheinprovinz. A. vom Rath, Banquier. A. Rantenstrauch, Königlich Belgischer Konsul. Schotte, Major und Ingenieur vom Platz. J. Seydlitz, Rentner. Weyer, Stadtbaumeister. Weygold, Direktor des landwirthschaftlichen Vereins Cöln. von Wittgeustein, Landrath. B e r n , den 31. März 1875. Schweiz. Eisenbahn, und Handelsdepartement.

Ausschreibung.

Zwei Stellen als Instruktoren II, Klasse der Artillerie werden hiermit zur Bewerbung ausgeschrieben. Besoldung nach Massgabe des Bundesgesezes vom 2. August 1873. Anmeldungen für diese beiden Stellen sind in Begleit der nöthigen Ausweise ' über Befähigung und Kenntniss zweier Landessprachen bis spätestens den 20. April dem eidg. Militärdepartement einzureichen. Bern, den 27. März 1875 Eidg. Militärdepartement.

*Emmenthalbahn.

Der mit der Betriebseröffnung unserer Bahn in Kraft tretende T a r i f für die B e f ö r d e r u n g von P e r s o n e n und Gepäck, sowie für d e n T r a n s p o r t v o n G ü t e r n i m i n t e r n e n V e r k e h r e kann von heute an auf unserer Centralverwaltnng und vom Tage der Betriebseröffnnng an auf unsern sämmtlichen Stationen znm Preise von 50 Cts. bezogen werden. S o l o t h u r n , den 27. März 1875. Die Direktion der Eminent halbahn.

Schweizerische Nordostbahn.

Pur den Transport von Eisenbahnschienen in "Wagenladungen von 200 Zentnern, von Ludwigshafen oder Mannheim nach Sulgen via Ölten, beziehungsweise "Waldshut, kommt vom 1. April d. J. an eine Taxe von 109 Cts. per Zentner zur Anwendung. Z ü r i c h , den 29. März 1875. Die Direktion der Schweiz. Nordostbahn.

'Vereinigte Schweizerbahnen.

Am 25. Juni d. J. treten die Steinkohlentarife ab Mannheim vom 15. Oktober 1872 und ab Ludwigsnafen via Maxau vom 15. Januar 1873 ausser Kraft. Ferner der Steinkohlentarif ab Ludwigshafen via Weissenburg vom 1. Oktober 1873 auf den Zeitpunkt der Eröffnung der Bötzbergbahn St. G a l l e n , den 27. März 1876.2 :' (M. 1065Z.) • Die Generaldirektion

''Vereinigte Schweizerbahnen.

Mit dem 1. April tritt ein neuer Tarif für den direkten P e r s o n e n- und G e p ä c k v e r k e h r zwischen Stationen der schweizerischen Nordostbahn und der k. k. priv. Vorarlbergerbahn via St. Margrethen und via Buchs in Kraft. . St. G a l l e n , den 30. März 1875. (M, 1080Z.) Die Generaldirektion

Bekanntmachung.

Die Heimathörigkeit nachstehender Person, für welche der Todschein eingesandt wurde, ist zu ermitteln, nämlich: M a r c e l i n E r b e a u , gew. Uhrenmacher, Angehöriger der Schweiz, von (unbekannt), gestorben zu Candia den 18. August 1870. Es wird daher zur Erreichung des oben angegebenen Zwekes die gefällige Mitwirkung der Staatskanzleien der Kantone, so wie der Polizei- und Gemeindsbehörden hiemit höflichst angesprochen. B e r n , en 24. März 1875.[.. Die Schweiz. Bundeskanzlei

Bekanntmachung.

In Anwendung von Art. 8 des Regulativs für die Diplomprüfungen der eidg. polytechnischen Schule wird hiermit bekannt gemacht, dass in Würdigung der bei den Repetitorien und Uebungsarbeiten an den Tag gelegten Leistungen, sowie der Ergebnisse der bestandeneu Prüfungen, der schweizerische Schulrath, auf Antrag der betreffenden Lehrerkonferenzen, nachfolgenden Schülern des Polytechnikums Diplome ertheilt hat: 1) Diplom für den Beruf eines Ingenieurs. 1) Herrn Barsky Abraham, von Odessa. 2) Berl, Hugo, von Freudenthal, Schlesien. 3) Beyeler, Albin, von Guggisberg, Bern. 4) Blumer, Kaspar, von Schwanden, Glarns. 5) Bodnar Julius, von Nyiregyhaza, Ungarn. 6) Bojarski, Romann, von Warschau. 7) Bulmerincq, Robert, von Rengenhof, -Curland. 8) Ebray, J. Paul, von Paris. 9) Elzer, Johann, von Mistek, Mähren. 10) Hansson, Christian, von Eker, Norwegen. 11) Jellinek, Ferd., von Römerstadt, Mähren. 12) Lutz, Ernst, von Rheineck, St. Gallen. 13) de Montmollin, "Wilhelm, von Neuenburg. 14) Reis, Josef, von Thurdosin, Ungarn. 15) Soldati, Giovanni, von Mendrisio, Tessin. 16) Spiess, Eduard, von Biel, Bern. 17) Toth,Karl, von Mezö-Tur, Ungarn. 18) Triantafyllidis, Alexander, von Bukarest. 19) v. Willmann, Leo, von Petersburg. •. 2) Diplom für den Beruf eines Forstwirtnes. 20) Herrn Brière, "William, von St. Près, Waadt. 21) Cornaz, Eugen, von Montet, Waadt. 22) Marti, J. Friedrich, vou Sumiswald, Bern. 23) Neukomm, Fritz, von Hallau, Schaffhausen. 24) von Orelli, Conrad, von Zürich. 25) Popo vici, Alexander, von Bukarest. 3) Diplom für den Beruf eines Landwirtlies. 26) Herrn Nussbaumer, Johannes, von Küsnacht. Zürich. 27) „ Schneebeli, Heinrich, von Rutschweil, Zürich- . Z ü r i c h , den 22. März 1875.{'].'.• Im Namen des Schweiz. Sei rathes, Der Präsident: C. Kappeier.

-'Ausschreibung.

Die Lieferungen von B r o d und . F l e i s c h für die auf dem "Waffenplatz von Aarau im Jahre 1875 abzuhaltenden eidgenössischen Unterrichtskurse werden hiermit zur freien Konkurrenz ausgeschrieben. Bewerber hiefür haben ihre Angebote schriftlich, versiegelt und mit der Aufschrift „Angebot für Brod- oder Fleischlieferung versehen bis Dienstag den 6. April nächsthin dem eidg. Oberkriegskommissariat in Bern franko einzusenden. Die Lieferungsbedingungen sind beim, Kantonskommissariat in Aarau deponirt und können dort eingesehen werden. B e r n , den 27. März 1875... Das eidg, Oberkriegskommissariat.

''Ausschreibung.

Die Lieferungen von B r o d und F l e i s c h für die auf dem Waffenplatz von L u z e r n im Jahre 1875 abzuhaltenden eidgenössischen Unterrichtskurse werden hiermit zur freien Konkurrenz ausgeschrieben. Bewerber hiefür haben ihre Angebote schriftlich, versiegelt und mit der Aufschrift „Angebot für Brod- oder Fleischlieferung" versehen bis Dienstag den 6. April nächsthin dem eidg. Oberkriegskommissariat in Bern franko einzusenden. Die Lieferungsbedingungen sind beim Kantonskommissariat in Luzern deponirt und können dort eingesehen werden. B e r n , den 27. März 1875. .. Das eidg. Oberkriegskommissariat..

-Ausschreibung.

Die Lieferungen von B r o d und F l e i s c h für die auf dem Waffenplatz von B e r n im Jahre 1875 abzuhaltenden eidgenössischen Unterrichtskurse werden hiermit znr freien Konkurrenz ausgeschrieben. Bewerber hiefür haben ihre Angebote schriftlich, versiegelt und mit der Aufschrift

„Angebot für Brod- oder Fleischlieferung versehen bis.Dienstag den 6. April nächsthin dem eidg. Oberkriegskommissariat in Bern franco einzusenden. Die Lieferungsbedingungen sind beim Kantonskommissariat in Bern deponirt und können dort eingesehen werden. B e r n , den 27. März Ì875. .. Das eidg:. Oberkriegskommissariat.

Ausstellung in Algier.

Algier veranstaltet eine grosse Ausstellung von allen algerischen Erzeugnissen, zu welcher auch für Landwirthschaft und Gartenbau bestimmte Werkzeuge und Maschinen anderer Herkunft, sodann Gegenstände, welche in Frankreich und im Ausland ans algier'schen Rohstoffen fabrizirt sind, und endlich spezielle Erzeugnisse der Industrie der Eingebornen von Nordafrika zugelassen werden. Die Ausstellung findet in Algier statt, wird am 15. November If. Jahres eröffnet und am 15. Februar des folgenden Jahres wieder geschlossen. Sie wird folgende Abtheilungen enthalten: I. Algierische Abtheilung: 1) Schöne Künste und Industrie; 2) Landwirthschaft und Gartenbau; II. Französische Ausstellung; III. Ausländische Ausstellung;; IV. Spezialindustrie der Eingebornen von Nordafrika. Die Abtheilüng unter Ziffer III enthält folgende Gruppen : 1) Hausthiere, 2) Werkzeuge, Instrumente und Maschinen, für den Ackerbau, 3) solche finden Gartenbau und 4) solche für den Bergbau; 5) Gegenstände, welche aus Rohstoffen algierischen Ursprungs fabrizirt sind. Prämien erhalten diejenigen Aussteller, deren Gegenstände von der Jury als die beachtenswertesten bezeichnet werden, und zwar: Goldene Medaille, silberne Medaille, bronzene Medaille, Ehren-Diplom, Ehrenmeldung, Geld. Nähere Auskunft ertheilt das Sekretariat des Handelsdepartements. B e r n , den 11. Januar 1875. Schweiz. Eisenbahn* und Handelsdepartement.

Ausschreibung von erledigten Stellen.

(Die Bewerber müssen ihren Anmeldungen, welche s c h r i f t l i c h und p o r t o f r e i zu geschehen haben, gute Leumundszeugnisse'beizulegen im Falle sein; ferner wird von ihnen gefordert, dass sie ihren N a m e n , nnd ausser dem Wohnorte auch den H e i m a t o r t deutlich angeben.) Wo der Betrag der Besoldung nicht angegeben ist, wird derselbe bei der Ernennung festgesezt. Nähere Auskunft ertheilt die für die Empfangnahme der Anmeldungen bezeichnete Amtstelle. 1) S e k r e t ä r bei der Kanzlei der G e n e r a l p o s t d i r e k t i o n . Anmeldung bis zum 16. April 1875 bei dem eidg. Postdepartement. 2) P o s t k o m m i s in L a u s a n n e . 3) B r i e f k a s t e n l e e r e r in L a u - Anmeldung bis zum 16. April sänne. 1875 bei der Kreispostdirektion 4) B r i e f t r ä g e r i n La T o u r de in Lausanne. P e i l z (Waadt). *5) Posthalter und B r i e f t r ä g e r in L o t z w y l (Bern). Anmeldung bis zum 16. April 1875 bei der Kreispostdirektion in Bern. 6) P o s t a b l a g e h a l t e r und B r i e f t r ä g e r in La J a l u z e (Neuenburg Anmeldung bis zum 16. April 1875 bei der Kreispostdirektion in Neuenburg. 7) P o s t p a k e r in So lothurn n. ! Anmeldung bis zum 16. April > 1875 bei der Kreispostdirektion 8) P o s t k o m m i s in B a s e l . i n Basel. 9) P o s t b a l t e r und B r i e f t r ä g e r in S a r m e n s t o r f (Aargau). Anmeldung bis zum 16. April 1875 bei der Kreispostdirektion in Aarau. 10) P o s t h a l t e r und B r i e f t r ä g e r in N e u e n k i r c h (Luzern). Anmeldung bis zum 16. April 1875 bei der Kreispostdirektion in Luzern. 11) P o s t a b l a g e h a l t e r und B r i e f - ] t r ä g e r in R i k e n (St. Gallen). Anmeldung bis zum 16. April „ „ , , ,, } 1875 bei der Kreispostdirektion 12) P o s t h a l t e r und B r i e f t r ä g e r in St. Gallen, in L i n t h t h a l (Glarus). l 13) P o s t b o t e von M e n d r i s i o nach Caneggio etc. (Tessin). Anmeldung bis zum 16. April 1875 bei der Kreispostdirektion in Bellinzona. 14) T e l e g r a p h i s t in P o n t r e s i n a (Graubünden). Jahresbesoldnng Fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 20. April 1875 bei der Telegraphen-Inspektion in Chur. 15) T e l e g r a p h i s t in S c h l o ss w y l (Bern). Jahresbesoldung Fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 20. April 1875 bei der Telegraphen-Inspektion in Bern.

1) Büreaudiener beim Hauptpostbüreau Genf. Anmeldung bis zum 9. April 1875 bei der Kreispostdirektion in Genf. 2) P o s t k o m m i s in V i v i s. Anmeldung bis zum 9. April 1875 bei der Kreispostdirektion in Lausanne. 3) Postkommis in Bern. | Anmeldung bis zum 9. April . . > 1875 bei der Kreispostdirektion 4) P a k e t t r ä g e r m L a n g e n t h a l . i n Bern. 5) B ü r e a u d i e n e r beim Hauptpostbüreau B a s e l . Anmeldung bis zum 9. April 1875 bei der Kreispostdirektion in Basel. 6) P o s t h a l t e r in Weesen (St. Gallen). Anmeldung bis zum 9. April 1875 bei der Kreispostdirektion in St. Gallen. 7) B r i e f t r ä g e r und Bote von M e n d r i s i o für das M a g g i a - T h a l (Tessin). Anmeldung bis zum 9. April 1875 bei der Kreispostdirektion in Beilenz. 8) T e l e g r a p h i s t in K l e i n d i e t w y l (Bern). Jahresbesoldung Fr. 200, nebst Depeschenprovision. Anmeldung bis zum 13. April 1875 bei der Telegraphen-Inspektion in Bern. 9) O b e r z o l l r e v i s o r . Gehalt Fr. 4500—5200. Anmeldung bis zum 5. April beim Schweiz. Zolldepartement. 10) Zweiter S e k r e t ä r bei der O b e r z o l l d i r e k t i o n . Obliegenheiten: Führung der Registratur der Oberzolldirektion, Correspondenz in deutscher und französischer Sprache. Jahresbesoldung Fr. 3200—3600. Anmeldung bis zum 5. April beim Schweiz. Zolldepartement. 11) E i n n e h m e r der Hauptzollstätte im Bahnhof Vallorbes. Jahresbesoldung bis auf Fr. 3200. 12) E i n n e h m e r der Hauptzollstätte Vallorbes-Strasse. Jahresbesoldung Fr. 2000 bis Fr. 2500 Anmeldung für jede der beiden Beamtungen bis zum 7. April 1875 bei der Zolldirektion in Lausanne.

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Einnahmen der Postverwaltung in den Jahren 1874 und 1875. 1 ~~ '— — — — Reisende und Gepäk- II TJebergewicht. -, Briefe und Druksachen. i Postanweisungen, Pakete und Gelder. Uebrige Einnahmen. Total. Monate, *' 1874. 1875. ; ' 1874. 1875. ii, 1874. 1875. 1874. 1875. 1874. 1875. 1874. 1875. Ì

Fr. E. Fr. E.j Fr. R. Fr. E. i Fr. K. Fr. E. Fr. E. Fr. E. Fr. E. Fr. E. E. Fr.Fr. E. !• Januar . . . >' 195,913 22 180,847 75 n 517,618 54 608,308 17 j 33,944 10 41,61675 27,0,287 64 319,847 65 37,441 44 92,857 77 1,065,204 94 1,241,478 09 Februar . . 176,972 15 i85,145 04 i 479,093 57 46i,864'68 25,922;50 29,17137 258,784 18 300,833 09! 26,674 94 33,734 95;! 967,447 34 1,013,749 13 I ji ' März . . . . 216,643,99 342,951 85 < 24,138 95 188,667 78 ,i 66,967 03 :' 839,36960 April . . . . 239,466 46 ' 491,405 48 ; 25,000 _ 313,856 79 i *< 27,909 59 ;; 1,097,638 32 Mai 256,677 79 | 509,834 32 H 29,014 319,930 73 37,345 92 1,152,802 76 Juni . . . . 317,759J80 357,63925 !• 26,797 39 174,363 94 84,905 06 • 961,465 44 Juli 555,430 27 i 590,668 91 .. 30,354 10 331,853 34 34,143 91 ! 1,542,450 53 August . . . . 674,381 99 = 568,307 85 29,480 08 IJ 3333602 20 46,058 98 i; 1,651,831 10 h September . , 475,239 61 i 376,166 62 •\ 23,317 17 214,481 76 71,078 81 11 1,160,28397 Oktober . . 353,321 70 562,404 50 22,891 40 380,365 52 33,506 99 1,352,490 11 November . 256,794 59 j 511,336 92 31,364 60 327,778 28 35,448 34 1,162,722 73 Dezember . i 194,616 25 1 348,562 95 (1 32,030 38 i 269,918 19 676,787 09 i 1,521,914,86 1 i• Total 3,913,217 82 '5,655,990 76 ' 334,254 67 ; 3,383,890 35 1,178,268 10 14,465,621 70 Total auf Ende ! Februar 372,885 37 365,992 79 996,712 11 1,071,172 85 59,866 eo 70,788 12 [529,071 82 620,680 74 64,116 38 126,592 72 2,022,652 28 2,255,227 22 1 .-' :"-•• . -' f