BBl 1879 III 219
Inserate.
Als Gehilfen der Kontroiingenieure an der Gotthardbahn wurden gewählt : (am 5. August 1879) auf der Nordseite bei Hrn. Tschiemer: Hr. Friedrich Seiler, von ' Bönigen (Bern"); (am 19. August 1879) auf der Südseite bei Hrn. Simonett: Hr. G. Gianini, v. Sobrio (Tessin).
Inserate.
Bekanntmachung betreffend den Veredlungsverkehr mit Deutschland.
Indem der Handelsvertrag zwischen der Schweiz und dem deutschen Zoll- und Handelsverein in Folge Kündigung mit dem laufenden Jahre zu Ende geht, ist von Industriellen die Frage aufgeworfen worden, wie es sich mit dem Veredlungsverkehr verhalte, ob derselbe ebenfalls mit Ende dieses Jahres aufhöre, oder noch fortdaure und wie lange. Laut den über diese Frage zwischen der schweizerischen Gesandtschaft in Berlin und dem Auswärtigen Amte des deutschen Reiches gewechselten Noten sind die auf den Veredlungsverkehr bezüglichen Bestimmungen des citirten Vertrages, der Anlage B und des Schlussprotokolls in dem Sinne aufzufassen, dass waaren, welche bis Ende laufenden Jahres, also innerhalb der Vertragsdauer, zum Zweke der Veredlung aus dem Gebiete des einen Staates in das Gebiet des andern gehen, noch innerhalb 12 Monate, also bis Ende 1880, zollfrei zurükkehren können, sofern die vorgeschriebenen Kontrol-Massregeln beobachtet worden sind. B e r n , den 19. August 1879. Schweiz. Handels- und Landwirtschaftsdepartement.
Uebersezerstelle.
In Folge Erledigung ist die Stelle eines Uebersezers auf dem unterzeichneten Departement neu zu besezen. Neben einer gefälligen Handschrift ist die v o l l s t ä n d i g e Kenntniss der deutschen und französischen Sprache erforderlich. Besoldung bis auf Fr. 3500. Anmeldungen, mit Zeugnissen begleitet, sind bis den 13. September an das Sekretariat des unterzeichneten Departements zu richten. B e r n , den 22. August 1879. Eidg. Departement des Innern.
Schweizerische Nordostbahn.
Mit 10. September tritt als 27. Nachtrag zum schweizerisch-österreichischungarischen Gütertarif vom 1. Januar 1873 ein Spezialtarif für den Export von Holz aus Oesterreich (Stationen der Elisabeth-Bahn) nach der Schweiz in Kraft, der bei unsern grössern Stationen unentgeltlich bezogen werden kann. Z ü r i c h , den 15. August 1879.
Der Spezialtarif für den Transport von Holz aus Bayern nach der Schweiz vom 1. April 1878 tritt mit 30. September dieses Jahres ausser Kraft und wird durch einen neuen, vom 1. October dieses Jahres an gültigen Tarif ersetzt, welcher für die bayerischen und schweizerischen Strecken die bisherigen Frachten, dagegen für den Bodenseetransport die dermalen gültigen, etwas erhöhten Taxen enthält. Z ü r i c h , den 16. August 1879.
Mit 1. September 1879 tritt eine Neuauflage des Tarifs für den russischschweizerisch-französischen Güterverkehr in Kraft und ersetzt denjenigen vom 1. Januar 1876 sammt Nachträgen. Exemplare der französischen Ausgabe können bei unsern grössern Stationen von jetzt an, solche der deutschen Ausgabe von Ende dieses Monats an unentgeltlich bezogen werden. Z ü r i c h , den 16. August 1879.
Ein mit 20. August in Kraft tretender III. Nachtrag zum Gütertarif N.O.B, und V. S. B.-S. C. B. und weiter vom 1. Januar 1878, enthaltend veränderte Taxen ab Stationen der Nordostbahn nach Stationen der Centralbahn, der Westschweizerischen Bahnen, der Linie Bulle-Romont und der Simplonbahn, kann durch unsere Güterexpeditionen bezogen werden. Gleichzeitig bringen wir zur Kenntniss, dass die im Haupttarif enthaltenen besondern ermässigten Taxen für den Verkehr mit Niederwyl und
weiter in der Richtung nach Herzogenbuchsee mit dem 1. Dezember 1879 ausser Kraft treten. Z ü r i c h , den 18. August 1879. Die Direktion der Schweiz. Nordostbahn.
Eidgenössisches Polytechnikum in Zürich. Verzeichniss der Vorlesungen, welche im Schuljahre 1879/80, beziehungsweise im Wintersemester vom 13. Oktober 1879 bis 13. März 1880 am eidg. Polytechnikum gehalten werden.
A.Bauschule. Lasius, Vorstand. 1. J a h r e s k u r s . Orelli: Höhere Mathematik. F i e d l e r : Darstellende Geometrie mit Hebungen. Gladbach: Baukonstruktionslehre nnd Baukonstruktionszeichnen. Stadier und Lasius: Kompositionsübungen. S t a d i e r : Ornamentenzeichnen. K i n k e l : Antike Kunstgeschichte. Ho l z halb: *Landschaftszeichnen. K ei s e r: *Uebungen im Modelliren. 2. J a h r e s k u r s . Stadier: Styllehre. S t a d i e r und Lasius: Kompositionsübungen. L a s i u s : Baukonstruktiouslehre und Baukonstruktionszeichnen; Gebäudelehre; Schattenlehre und Perspektive mit Uebungen. P e s t a l o z z i : Strassen- und Wasserbau. T e t m a j e r : Baumechanik. W e r d m ü l l e r : Figurenzeichnen. 3. J a h r e s k n r s . S t a d i e r: Styllehre, 2. Theil. S t a d i e r und L a s i u s : Kompositionsübungen. L a s i u s : Baukonstruktionslehre; Baukonstruktionszeichnen; Gebäudelehre, 2. Theil. S t a d i e r : Ornamentenzeichnen. H e i m : Technische Geologie. T r e i c h l e r : Verwaltungsrecht. T e t m a j e r : *Fabrikation und Prüfung von Baumaterialien mit Demonstrationen an der Festigkeitsmaschine. Im Sommersemester werden ferner vorgetragen am 1. Kurs: Chemische Technologie der Baumateriale ; am 2. Kurs: Pétrographie. B. Ingenieurschule. C u l m a n n , Vorstand. 1. J a h r e s k u r s . F r o b e n i u s : Differential- und Integralrechnung. M é q u e t : Dasselbe französisch. Fiedler: Darstellende Geometrie mit Uebungen. H e r z o g : Technische Mechanik. G l a d b a c h : Baukonstruktiouslehre und Baukonstruktionszeichnen. Wild: Planzeichnen. 2. J a h r e s k u r s . F r o b e n i u s : Theorie der gewöhnlichen Differentialgleichungen. M é q u e t : Dasselbe französisch. H e r z o g : Technische Mechanik, 2. Theil. F i e d l e r : Geometrie der Lage. Heim: Technische Geologie. W i l d : Topographie. F r i t z : Beschreibende Maschinenlehre mit Uebungen. W e b e r : Technische Physik. A n m e r k u n g . Die mit * bezeichneten Fächer sind nicht obligatorisch.
3. J a h r es k ü r s. F l i e g n e r : Theoretische Maschinenlehre, 2. Theil. W i l d : Geodäsie. Culma n n: Graphische Statik mit Uebungen; Erdbau, steinerne Brücken und Tunnelbau: Konstruktionsübungen. P e s t a i o z z i : Wehr- und Mussbau. W i l d : Kartenzeichnen. W o l f : Einleitung in die Astronomie. T e t m a j e r : *Fabrikation u. Prüfung von Baumaterialien mit Domonstrationen an der Festigkeitsmaschine. Cohn: *Nationalökonomie. 4. J a h r e s k u r s (7. Semester). C u Im an n: Eiserne Brücken- und Eisenbahnbau, Konstruktionsübungen. P e s t a l o z z i : Wehr- und Flussbau. W i l d : Kartenzeichnen. T r e i c h l e r : Verwaltungsrecht. W o l f : Einleitung in die Mechanik des Himmels. C o h n : *Nationalökonomie. In das Sommersemester fallen die Vorträge: Chemische Technologie der Baumateriale ; Astronomie, 1. Theil; Uebungen auf der Sternwarte Feldmessübungen und Pétrographie. €. Mechanisch-technische Schale. V e i t h , Vorstand. 1. J a h r e s k u r s. F r o b e n i u s : Differential- und Integralrechnung. M é q u e t : Dasselbe französisch. F i e d l e r : Darstellende Geometrie mit Uebungen. Geiser: Analytische Geometrie. H e r z o g : Technische Mechanik, 1. Theil. F r i t z : Maschinenzeichnen. 2. J a h r e s k u r s . F r o b e n i u s : Theorie der gewöhnlichen Differentialgleichungen. M é q u e t : Dasselbe französisch. H e r z o g : Technische Mechanik, 2. Thl. W e b e r : Technische Physik. V e i t h : Maschinenbau; Maschinenkonstruiren. E so h er: Mechanische Technologie; *Spinnerei; *Messen und Wägen. 3. J a h r e s k u r s . F l i e g n e r : Theoretische Maschinenlehre, 2. Theil; Theorie der Schiebersteuerungen und Schwungräder. V e i t h : Turbinen und Wasserräder; Maschinenkonstruiren. G ei se r : Analytische Mechanik. Lasius : Civilbau mit Uebungen. C o h n : ''.Nationalökonomie. T e t m a j e r : *Bau und Berechnung schmiedeiserner Brückenträger. Im Sommersemester fällt ferner in den 1. Kurs: Chemie und mechanische Technologie. D. Chemisch - technische Schule. V. M e y e r , Vorstand. 1. J a h r e s - k u r s : Orelli: Höhere Mathematik. G r a m e r : Grundzüge der allgemeinen Botanik. M e y e r : Unorganische Chemie. M i c h l e r : Analytische Chemie. M e y e r : Chemisch-analytisches Praktikum. L u n g e : Fabrikation chemischer Produkte, 1. Theil. K e n n g o t t : Mineralogie.
Schneebeli: Experimentalphysik. G r a m e r : Allgemeine Botanik. 2. J a h r e s k ü r s: L u n g e : Metallurgie ; Fabrikation chemischer Produkte. F r i t z : Allgemeine Maschinenlehre; technisches Zeichnen. V e i t h : Chemie der Benzolderivate. S c h n e e b e l i : Chemische Physik. L u n g e : Chemisch-technisches Praktikum. Schär: Pharmakognosie. H e i m : Allgemeine Geologie. H e u m a n n : Untersuchung der Lebensmittel. 3. J a h r e s k u r s: L u n g e : Färberei, Bleicherei, Zeugdruck; chemischtechnisches Praktikum. H e u m a n n : Glas- und Thonwaaren; Beleuchtung. Meyer: Chemisch-analytisches Praktikum. K e n n g o t t : Bestimmen der Minerale. Heim: Allgemeine Geologie. Im Sommersemester werden überdies vorgetragen resp. fortgesezt : im 1. K u r s : Analytische Chemie, 2. Theil, organische Chemie, analytisches Praktikum, chemische Physik, Pétrographie, Anthropologie und
pharmazeutische Zoologie. Im 2. Kurs: Chemische Technologie der Baumateriale, Fabrikation chemischer Produkte, mechanische Technologie, ökonomisch-technische Botanik, technisches Zeichnen, Heizung und Ventilation, analytisches und technisches Praktikum, pharmazeutische Chemie, pharmazeutische Botanik, spezielle Botanik. Im 3. K u r s : Färberei, Bleicherei, Zeugdruck, Nahrungsgewerbe, Papierfabrikation, analytisches und technisches Praktikum. E. Land- und forstwirthschaftliche Abteilung. I. F o r s t s c h u l e . L a n d o l t , Vorstand. 1. J a h r e s k u r s . S t o c k e r : Mathematik. M e y e r : Unorganische Chemie. K e 11 e r : Zoologie. G r a m e r : Grundzüge der allgemeinen Botanik. K o p p : Grundzüge der Forstwissenschaft. " W i l d : Planzeichnen. 2. J a h r e s k u r s . Wild: Planzeichnen ; Topographie. Pestalozzi: Strassen- und Wasserbau. S c h u l z e : Agrikulturchemie. Heim: Allgemeine Geologie. C o h n : Nationalökonomie. K o p p : Klimalehre und Bodenkunde. L a n d o l t : Taxationslehre; Exkursionen. 3. Jahreskurs (5. Semester). L a n d o l t : Geschäftskunde; Betriebslehre und Waldwerthberechnung ; Forstbenutzung ; Exkursionen und Uebungen. P e s t a l o z z i : Theodolitverfahren mit Hebungen. T r e i c h - 1 e r : verwaltungsrecht. In das Sommersemester fallen: 1. J a h r e s k u r s : Organisehe • Chemie, spezielle Botanik, Pétrographie, Forstschutz, botanisch-mikroskopische Uebungen, Exkursionen mit Uebungen. 2. J a h r e s k n r s : Feldmessübungen, Pflanzenphysiologie, Grundzüge der Rechtskunde, Waldbau , Staatsforstwirthschaftslehr und Statistik, Geschäftskunde , Exkursionen mit Uebungen. II. L a n d w i r t h s c h a f t l i c h e A b t h e i l u n g . K r ä m e r , Vorstand. 1. J a h r e s k u r s . S t o c k e r : Mathematik. Meyer: Unorganisc he Chemie. S c h n e e b e l i : Experimentalphysik. S e i l e r : Zoolo, 'ie. C r a m e r : Allgemeine Botanik. C o h n : Nationalökonomie. K r a m r : Allgemeine Landwirthschaftslehre, 1. Theil. Wild: *Planzeichnen. '2. J a h r e s k u r s . S c h u l z e : Agrikulturchemie. H e i m : Allgemeine Geologie. C o h n : Finanzwissenschaft. N o w a c k i : Allgemeiner Ack erbau; Ent-und Bewässerung ; Agronomische Uebungen. K r ä m e r : A 11- gemeine Thierproduktionslehre, Allgemeine Landwirthschaftslehre,2. TIeil..
M e y e r : Gesundheitspflege der Hausthiere. Fritz: Landwirthsch ,ftliche Maschinen und Geräthe. G r a m e r : MikroskopischeUebungg en. P e s t a l o z z i : *Strassen- und Wasserbau. W i l d : *Topographie. 3. Jäh r es k ü r s (5. Semester). K r ä m e r : Landwirthschaftliche ; Ertragsanschläge und Buchhaltung; Schaf- und Schweinezucht; agr( 10- mische Uebungen. N o w a c k i : Agronomische Uebungen. Schul ze: Landwirthschaftlich-chemische Technologie ; agrikultur-chemisches Pi aktikum. K o h l e r : Weinbau und Weinbehandlung; Obstbau und 0: istkunde. L a s i u s : Landwirthschaftliche Bauanlagen. Treichl r : Verwaltungsrecht. L a n d o l t : *Forstbenutzung. K r ä m e r : *Kritis ;he Darstellung der Feldsysteme. In das Sommersemester fallen: 1. Kurs: Organische Chemie, Experimentalphysik, Anatomie und Physiologie der Hausthiere, spezielle Botanik, Pflanzengeographie, mikroskopische Uebungen, Petrograp lie, landwirtschaftliche Betriebslehre, Geschichte und Literatur der La ndwirthschaft, Planzeichnen. 2. K u r s: Agrikulturchemie, Uebungen im
landwirthschaftlich-chemischen Laboratorium, mikroskopische Uebungen, allgemeiner und spezieller Pflanzenbau, .Rindviehzucht, Krankheiten der Hausthiere, insbesondere Seuchenkunde, Exterieur des Pferdes, Hufbeschlag und Pferdezucht, landwirtschaftliche Maschinen und Geräthekunde, Strassen- und Wasserbau, Topographie, Feldmessen, allgemeine Rechtslehre, landwirtschaftliche Betriebslehre. F. Schule für Fachlehrer in mathematischer und naturwissenschaftlicher Richtung. F i e d l e r , Vorstand. Es wird in dieser Abtheilung kein allgemein verbindliches Unterrichtsprogramm aufgestellt; dagegen wird der Vorstand für die betreffenden Schüler in Einhaltung der Studienrichtung und Jahresfolge jeweilen individuelle Studienpläne festsetzen, wobei Vorlesungen anderer Abtheilungen nicht ausgeschlossen sind. 1. M a t h e m a t i s c h e S e k t i o n : 1. J a h r e s k u r s : F r o b e n i u s : Differential- und Integralrechnung, Méquet: Dasselbe französisch. Geiser: Analytische Geometrie. H e r z o g : Technische Mechanik, 1.Thl. F i e d l e r : Darstellende Geometrie mit Uebungen. F r i t z : Technisches Zeichnen. Wild: Topographie. Die 3 f o l g e n d e n J a h r e s k u r s e : F r o b e n i u s : Theoria der gewöhnlichen Differentialgleichungen. Méquet: Dasselbe französisch. F i e d l e r : Geometrie der Lage; das Prinzip der Korrespondenz. H e r - z o g : Technische Mechanik, 2. Theil. G e i s e r : Analytische Mechanik; Theorie der Flächen 3.Grades. W e b e r : Technische Physik; Mathematische Theorie der W arme! ei tun g; Physikalische Uebungen ; Selbstständige Ausführung physikalischer Arbeiten ; Seminaristische TJebungen im Gebiete der analytischen Optik. S t i c k e l b e r g e r : Elliptische Funktionen; Bestimmte Integrale. G r o b li: Ausgewählte Kapitel aus der mathematischen Physik. W o l f : Einleitung in die Astronomie; Einleitung in die Mechanik des Himmels; lieber Sternschnuppen und Kometen. F i e d l e r , F r o b e n i u s und G e i s e r : Mathematisches Seminar. [2. N a t u r w i s s e n sch a f t l i c h e S e c t i o n . 1. J a h r e s k u r s : O rel li: Höhere Mathematik. Meyer: Unorganische Chemie. Michl e r : Analytische Chemie. Kenngott: Mineralogie. C r a m e r : Allgemeine Botanik. F r e y : Zoologie. Die 2 f o l g e n d e n J a h r e s k u r s e : M e y e r : Chemisch-analytisches
Laboratorium. L u n g e : Chemisch-technisches Laboratorium. Schneeb e l i : Chemische Physik. K e n n g o t t : Bestimmen der Minerale. Cramer: Mikroskopische Uebungen. W e i l e n m a n n : Physikalische Geographie. H e i m : Allgemeine Geologie; Geologische Demonstrationen, rey. Zoologie der Vorwelt. H e u m a n n : Untersuchung der Lebensmittel. Kenngott und H e i m : Seminaristische Uebungen in Mineralogie and Geologie. G. Allgemeine philosophische und staatswirthschaftlich Abtheilung. K a m b e r t , Vorstand. 1.Naturwissenschaften. S c h n e e b e l i : Experimentalphysik. G r a m e r : Mikroskopische Uebungen; Allgemeine Botanik. K e n n g o t t : Mineralogie. H e i m : Allgemeine Geologie; technische Aufgaben der Geologie. F r e y : Zoologie; Zoologie der Vorwelt. V e i t h : Chemie der Benzolderivate. Reaktionen der organischen Chemie. H e e r : Pharmazeutische Botanik. S c h ä r : Materia medica der-Indier
und Ostasiaten. M e i s t e r : Seidenfärberei. Weilenmann: Physikalische Geographie. Abeljanz: Chemie und Untersuchung der Lebensmittel; Repetitorium der organischen Chemie. H e u m a n n : Untersuchung der Lebensmittel; physikalische Chemie, 1. Theil; ausgewählte Kapitel aus der technischen Chemie. A n n a h e i m : Elemente der unorganischen Chemie; Elemente der organischen Chemie; über Gährungs- und Fäulnisserscheinungen. As p er: Repetitorium der Zoologie; thierische Para- .siten. Keller: Allgemeine Morphologie der thierischen Organismen; Anatomie und Physiologie der Menschen, 2. Theil; zootomisches Praktikum. Schoch: Entomologie. Mayer: Paläontologie, Stratigraphie der Tertiärformationen S t u t z : Geologische Schöpfungsgeschichte. W inter: Untersuchen und Bestimmen der Kryptogamen. K r ä m e r : Kritische Darstellung der Feldsysteme. G r e t e : Düngerlehre. B a r b i e r i : Abfällebenutzung. D o d e l : Allgemeine Botanik; mikroskopische Demonstrationen. J ä g g i : Ausgewählte Pflanzenfamilien. S t ad l er: Theorie der Deduktion. W i e l : Hygieine. B a l t z e r : Geologische Formationen. 2 . M a t h e m a t i s c h e W i s s e n s c h a f t e n . W o l f : Ueber Sternschnuppen und Kometen. G r ö b l i : Ausgewählte Kapitel aus der mathematischen Physik. - H u e : Differential- und Integralrechnung; Methodik der mathematischen Fächer. R e b s t e i n : Die Hauptprobleme der Gradmessungen; die mathematischen Grundlagen der Lebensversicherungs- und Rentenanstalten. S t i k e l b e r g e r : Elliptische Funktionen; bestimmte Integrale. T et m aj er: Schmiedeiserne Brückenträger; Erzeugung und Prüfung des Eisenbahn- und Brückenmaterials. T o b l e r : Ausgewählte Kapitel aus dem Gebiete der elektrischen Télégraphie. W e D e r : Städtische Ingenienrbaukunde. W e i l e r : Liniengeometrie. 3. S p r a c h e n und L i t e r a t u r e n . K i n k e l : Geschichte der •deutschen Literatur; Anweisung zur Beredsamkeit. R a m b e r t : Histoire de la littérature française; exercices élémentaires; exercices supérieures. A r d u i n i : Storia della Lingua e della Letteratura italiana; la Poesia « la Critica dell' Italia attuale ; esercizi grammaticali. S t i e f e l : Die hervorragendsten deutschen Dramatiker des 19. Jahrhunderts. W h i t - t a k e r : Englische Elementargrammatik ; grammatikalisch - stylistische Uebungen; Macaulay's Biographical Essays.
4. H i s t o r i s c h e und p o l i t i s c h e W i s s e n s c h a f t e n . Scher r: Geschichte des 19. Jahrhunderts; Kultur- und Sittengeschichte des Alterthums. K i n k e l : Antike Kunstgeschichte; Geschichte der modernen Malerei. C o h n : Nationalökonomie; Finanzwissenschai't; nationalökonomisches Conservatorium. T r e i c h l e r : Verwaltungsrecht. F i c k : Wechselrecht ; Handelsrecht. R y f : Oeffentliches Hecht und Politik der Schweiz. Egli: Geschichte der Polarfahrten. 5. K ü n s t e . K e i s e r : Modelliren der Ornamentik und des Steinschnittes. Stadier: Ornamentenzeichnen. Holzhalb: Landschaftzeichnen. W e r d m ü l l e r : Figurenzeichnen. 6. M i l i t ä r w i s s e n s c h a f t e n . R o t h p l e t z : Heeresorganisation und Taktik. G e i s e r : Ballistik. A f f o l t e r : Waffenlehre und Fortifikation. H. Mathematischer Vorbereitungskurs. O rel l i , Vorstand. 0 r elli: Mathematik. S t o c k e r : Dasselbe französisch. S c h n e e b e l i : Experimentalphysik. K e l l e r : Elemente der darstellenden Geometrie. K ü r - steiner: Praktische Geometrie. Michl : Unorganische Chemie. Stock er: Deutsche Sprache. R a m b e r t : Französische Sprache.
Die Anmeldungen sind bis spätestens den 6. Oktober an den Direktor einzusenden. Dieselben sollen die Fachschule und den Jahreskurs, in welche der Bewerber einzutreten wünscht, und die schriftliche Bewilligung von Eltern oder Vormund, sowie die genaue Adresse der letztern enthalten. Beizulegen ist ein Altersausweis (für den Eintritt in dea ersten Kurs einer Fachschule und in die mathematische Vorbereitungsklasse ist das zurückgelegte 17. Altersjahr erforderlich), Pass oder Heimatschein und ein Sittenzengniss, sowie Zeugnisse über wissenschaftliche Vorbereitung oder bisherige praktische Berufsausübung. Die reglementarische Einschreibgebühr ist vor Beginn der Examen auf der Kanzlei des Schweiz. Schulrathes zu erlegen. Die Aufnahmsprüfung beginnt den 13. O k t o b e r , [Jeher die in derselben geforderten Kenntnisse und die Bedingungen, unter denen Dispens von der Aufnahmsprüfung ertheilt werden kann, geben das bezügliche Regulativ und die Zusatzbestimmungen zu demselben vom 1. Juli 1879 Auf-, Schluss. Programme und Aufnahmsregulativ sind durch die Direktions-Kaazlei zu beziehen. Z ü r i c h , den 14. August 1879. Im Auftrage des Schweiz. Schulrathes, Der Direktor des Polytechnikums: Dr. Keniigott.
Auswanderung nach Neu-Britannien.
Es ist dem unterzeichneten Departement zur Kenntniss gelangt, dass Werbungsversuche für die Auswanderung nach der Kolonie Port-Breton in Neu- Britannien gemacht werden wollen. Die Bevölkerung jenes Landes besteht zum grössten Theile aus .'Papua die noch wenig civilisirt sind. Das Klima ist tropisch und schlägt Europäern, namentlich Schweizern nicht zu. lieber die Lage des den Auswan derern versprochenen Terrains herrscht vollständige Unkenntniss ; ebensowenig sind die Rechtsverhältnisse dieses Landes und speziell die Berechtigung des Unternehmens, über fragliche Ländereien zu verfügen, bekannt.
Aus diesen Gründen muss allen Ernstes vor der Auswanderung nach Port-Breton in Neu-Britannien gewarnt werden. Wir fügen noch bei, dass das Handels- und Akerbau-Ministerium von Frankreich vor dieser Auswanderung ebenfalls gewarnt hat. B e r n , den 15. August 1879. Schweiz. Handels- und Landwirthscliaitsdepartenient.
Ausschreibung.
Die unterzeichnete Verwaltung ist vom eidg. Militärdepartement beauftragt, folgende Gegenstände anzuschaffen, und eröffnet hiemit Konkurrenz. Diejenigen Lieferanten, deren Adressen uns noch nicht bekannt sind, oder die bis zum 25. laufenden Monats nicht im Besize der Angebotbogen sein sollten, werden ersucht, dieselben zu verlangen unter Angabe der Gruppe, auf welche sie gedenken Angebote einzureichen. Die Angebote müssen bis zum 8. September in unsern Händen sein. Die Lieferungstermine beginnen mit dem 15. Januar und schliessen mit 15. November 1880. Die Preise sind franko Pakung und Transport auf die dem Lieferanten nächst gelegene Eisenbahnstation zu stellen. Küksendungen von Pakmaterial, sowie von Ausschusswaaren, liegen zu Lasten der Lieferauten. Muster können auf unserer Verwaltung, sowie über die meisten Gegenstände in den kantonalen Ansrüstungsmagazinen (Zeughäusern) eingesehen werden. Ordonnanzen sind vom eidg. Oberkriegskommissariat (Reglementsverwartung) zu beziehen. Zeichnungen und Boschreibungen der mit * bezeichneten Artikel werden gegen Nachnahme des Kostenpreises von unserer Verwaltung abgegeben. Die Lieferanten erhalten die ihnen von der Verwaltung zu verabfolgenden Gegenstände (als Garnituren, Sattelbäume etc.) gratis und franko Ankunftsstation zugesandt. Das Nähere besagen die Angebotbogen.
Bedarf Gruppen. Gegenstand. Nach Ordonnanz, Zeichnung oder Modell. circa :
1 Gruppe. 6,000 Gewehrriemen. *
10,000 Leibgurte. * 1,800 Fascninenmessertaschen, einfache. * 6,000 Bajonnetscheidentaschen. * 7,000 Patrontaschen für Infanterie. * 300 „ „ Dragoner. * 80 „ „ Guiden. * 20 Säbelkuppel mit Schlagband f. Adjutant-Unteroffiziere. Modell. 300 „ „ „ „ Dragoner. . 800 n n n n Guiden und Train. 200 Karabinerriemen. 100 Revolverfutterale mit Kiemen. Modell. 20 Trommelkuppel mit Kniefell. 60 Fouriertaschen für Unberittene. 120 „ „ Berittene. 60 Trompetertaschen. 300 Verbandzeugtaschen. 2,080 Futterale zu Linnemann'schen Spaten. II. Gruppe. 450 Vollständige .Reitzeuge für Kavallerie, nebst Zäu- Ordonnanz vom 3. Februar 1875. rnung, Paktaschen, Pakriemen, Sattelgurt, Steigriemen (ohne Unterlagdeke), Vorrathsmunitionstaschen, Hufnageltäschchen. Hiezu liefert die Verwaltung gratis: Sattelbaum mit Grundsiz, hänfenen Gurt, Tuch zn Stegpolster, Stegpolsterkeile; Steigbügel und Gebisse.
Bnndesbla Bedarf Gruppen. Gegenstand. Nach Ordonnanz, Zeichnung oder Modell. circa: ff £-i IL Gruppe. 450 Grundsize. Ordonnanz vom 3. Februar 1875. «H 450 Hänfene Gurtstüke zu Sattelgurten. n & n 345 Karabinerholftern. •n n 15 Arbeitertaschen. n g Cu » 450 Stallhalftern. n Stallgurten. àV-H n n Kopfsäke ans Segeltuch. Futtersäke. n n . » n 450 Paar Heugarne. n n 450 Fouragierstrike. n n 450 Staublappen, als Taschen eingerichtet. rt
IV. &. V, Gruppe. 150 Säbel für berittene Offiziere. Ordonnanz und Modell. n 2800 Pionniersäbel. Modell. n 60 Trommeln mit Tragriemen und je einem Vorrathsfell. Ordonnanz 1868. •n 60 Paar Trommelschlägel aus Ebenholz. n •n 120 Vorraths-Schlagfelle. n n 14 Bataillonsfahnen. Ordonnanz vom 27. August 1852. n 60 Feldbeile. Ordonnanz vom 3. Februar 1875. n 450 Striegel mit Hufränmer, für Kavallerie. n S n 450 Pferdebürsten. n n 450 Httfsalbbürsten mit Ueberzug. n
Bedarf Gruppen. G e g e n s t'a n d. Nach Ordonnanz; Zeichnung oder Modell. circa:
IV; Si. V. Gruppe. 450 Hufsalbbüchsen. Ordonnanz vom 3. Februar 1875. 450 Schwämme. n 180 Ausrüstungen für Fouriertaschen. Modell. 100 Feldstecher mit ledernem Etui, Tragriemen und Schnur n 300 Blechbüchsen für Verbandzeugtaschen. n 2080 Linnemänn'sche Spaten. n 1600 Munitionskistch en . Ordonnanz vom 29, September 1871 und Modell.
B e r n , den 14. August 1879.
Eidg. Kriegsmaterialverwaltung, Technische Abtheilung.
Schweizerische Postverwaltung.
Konkurrenz-Ausschreibung.
Für die Dauer von 3 Jahren wird die Lieferung Dachbezeichneten Materials zu freier Konkurrenz ausgeschrieben:
Grösse Approxi- o -g mativer Nr. W) Striche. Liefertermine. :oä 1-3 's M Bedarf.
Cm. Stük.
Briefsäke von dreischäftigem Zwilch I. 60 30 roth 100 , auf 15. April II. 90 45 n 800 Je f „ 1. Mai 1880, 1881 III. 120 60 200 i „ 15. Mai und 1882. ( blau 2300 lOOO auf 1. Januar 1880. Fahrpost- und Werthlmefsäke ohne Naht (Schlauchsäke) I. 80 40 Rest auf 1. März 1880. ' roth 800 1. Januar 1880. 1. März 1880. blau 900 200 1. Januar 1880. n n n n i n III. 120 60 roth 400 1. Januar 1880. n n n n n n I. 80 40 1( blau roth 100 Je auf 1. Juni 1881 und n n n n n n II. 100 50 i( blau roth 50 1882. n n n n n n III. 120 60 roth 200
Die -Angebote können für sämmtliche oder nur für einzelne Sorten eingegeben werden und müssen die genaue Angabe der Grösse, Nummer und er Farbe der Striche enthalten. Panschalangebote werden nicht berüksichtigt. Die Lieferung obiger Gegenstände hat f r a n k o B e r n stattzufinden. Für die Verpakung und Spedition haftet der Aufgeber; die Verpakungskosten fallen zu Lasten des Lieferanten. Auf Verlangen wird das Verpakungsmaterial zurükgesendet, jedoch u n fr a n k i r t. Muster können beim Materialbüreau der Oberpostdirektion eingesehen oder durch frankirte Briefe daselbst bezogen werden. Die gleiche Stelle gibt auch über die näheren Bedingungen Auskunft. Angebote sind bis zum 31. A u g u s t 1879 franko, verschlossen und mit der Aufschrift „Angebot für Postmaterial" an die schweizerische Oberpostdirektion zu adressiren. B e r n , den 16. August 1879. Die Schweiz. O b e r p o s t d i r e k t i o n : Ed. Höhn.
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Ende letzter Woche erschien im Verlage von Rudolph Costenoble in B e r n : Die Theilung der Schweiz oder Wohin führt uns der patriotische Optimismus ? Eine luftperspektivische Studie mit sechs Anticipando-Kritiken statt einer Vorrede von M. Reymond. Preis : Fr. 1.
Bekanntmachung betreffend dien, neuen deutschen Zolltarif.
Mit Beziehung auf die Publikation im Bundesblatt vom 20. Mai 1879 (Bd. II, Seite 720), betreffend den Handelsvertrag mit Deutschland, bringt das unterzeichnete Departement zur Kenntniss, dass der deutsche Reichstag einen neuen Zolltarif aufgestellt hat und dass derselbe am 15. Juli a. c. publizirt worden ist. Mit Rüksicht auf den bedeutenden Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland liess das unterzeichnete Departement jenen Tarif dem Bundesblatt beilegen. Derselbe tritt laut dem deutschen Geseze betreffend den Zolltarif in Kraft: