Grundwasserschutzareal Schachen
Grundwasserschutzareale · Aargau
Dokument
- Nummer
- 1997-000149
- Art
- Grundwasserschutzareale
- Kanton
- Aargau
- Ebene
- Kanton
- Behörde
- Abteilung für Umwelt
- Genehmigt durch
- GR
- Beschlossen
- 26.08.1997
- In Kraft seit
- 26.08.1997
- Quelle
- ÖREBlex, Kanton Aargau
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Text
GWSA-1997-0149-E.pdf
Protokoll des Grossen Rates des Kantons Aargau Sitzung:
26. August 1997
Me/ek
Art. Nr. 1997-0149
(7490) Gemeinde Merenschwand; Kantonaler Nutzungsplan; Grundwasserschutzareale im "Oberen" und "Unteren Schachen"; Verabschiedung; Publikation; Auftrag an Staatskanzlei
Der Rat behandelt die regierungsrätliche Botschaft vom 12. Februar 1997. Namens der Kommission für Umwelt und Gewässer referiert deren Präsident, Erwin Meier, Wohlen. Die Kommission beantragt Beschlussfassung gemäss Antrag des Regierungsrates. Zu zwei Wortmeldungen aus dem Plenum nimmt Regierungsrat Dr. Thomas Pfisterer, Vorsteher des Baudepartementes, Stellung. In der anschliessenden Abstimmung wird mit grosser Mehrheit b e s c h l o s s e n :
_______________________________
1. Der Kantonale Nutzungsplan "Grundwasserschutzareale Merenschwand" ("Oberer" und "Unterer Schachen" wird gestützt auf § 10 BauG verabschiedet.
Ganzen Text zeigen
2. Die Staatskanzlei wird mit der Publikation dieses Beschlusses im Amtsblatt beauftragt. Protokollauszug Baudepartement Staatskanzlei (RS) Präsident:
Staatsschreiber: i.V.
Versand:
Vorschrift und Plan
Anhang 2:
Kanton Aargau Baudepartement Abteilung Umweltschutz
Nutzungsvorschriften
Grundwasserschutzareale «Unterer» und «Oberer Schachen», Gemeinde Merenschwand
Der Grosse Rat des Kantons Aargau erlässt, gestützt auf
Art. 21 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer vom 24. Januar 1991
(Gewässerschutzgesetz, GSchG)
Art. 82 Ab. 1 lit. g
der Verfassung des Kantons Aargau vom 25. Juni 1980
§ 10
des Gesetzes über Raumplanung, Umweltschutz und Bauwesen (BauG) vom 19. Januar 1993
Art. 35 des Einführungsgesetzes zum GSchG vom 11. Januar 1977 (EG GSchG)
den Nutzungsplan Gnindwasserschutzareale «Unterer» und «Oberer Schachen», Gemeinde Merenschwand, mit folgenden Nutzungsvorschriften:
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§1
Zweck Der Nutzungsplan und die Vorschriften bezwecken die Festlegung von zwei Grundwasserschutzarealen im Gebiet «Unterer» und «Oberer Schachen», Gemeinde Merenschwand, welche für die zukünftige Nutzung von Grundwasser vorgesehen sind.
Art. 2 Abgrenzung
Die zwei Grundwasserschutzareale sind in den Kantonalen Nutzungsplänen «Grundwasserschutzareale Unterer, bzw. Oberer Schachen, Merenschwand» mit strichpunktierten Linien abgegrenzt.
Art. 3 Bauten und Anlagen
1 In den Grundwasserschutzarealen dürfen Bauten und Anlagen, die der Grundwassemutzung dienen, erstellt werden. 2 In den Grundwasserschutzarealen dürfen keine Bauten erstellt und keine Arbeiten ausgeführt werden, die das Grundwasser verunreinigen oder künftige Nutzungsanlagen sowie deren Schutzzonen beeinträchtigen können. 3 Insbesondere gilt: ein generelles Bauverbot für Hoch- und Tiefbauten wie Gebäude, Abwasseranlagen, Gruben, wesentliche Veränderungen des Terrains; ein Verbot für die Erstellung von Lagern flüssiger oder fester Stoffe sowie für die Errichtung von Deponien. 4 Der Abbau von Kies und Sand in den Grundwasserschutzarealen ist verboten.
Art. 4 Ausnahmebewilligungen
1 Eine Ausnahmebewilligung kann erteilt werden: - für andere Bauten und die Änderung bestehender Bauten nur im Rahmen von
Art. 24 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) und sofern dadurch die
künftigen Nutzungsanlagen sowie deren Schutzzonen nicht beeinträchtigt werden. 2 Ausnahmebewilligungen werden gemäss dem Verfahren nach Art. 24 RPG vom Gemeinderat Merenschwand mit Zustimmung des Baudepartementes erteilt.
Art. 5 Grundwassernutzung
1 Jegliche Grundwassemutzung zur Wärmegewinnung oder zu Kühlzwecken ist in den Grundwasserschutzarealen verboten. 2 Andere Nutzungen des natürlich vorhandenen Grundwassers können bewilligt werden, wenn diese den Interessen der künftigen Nutzungsanlagen nicht entgegenstehen. 3 Nutzungsbewilligungen erteilt das Baudepartement des Kantons Aargau.
3
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Naturschutz 1 Die Belange des Naturschutzes sind im Rahmen der bestehenden Gesetze und Verordnungen zu beachten. Hierzu gehören: Verordnung des Bundesrates über den Schutz der Auengebiete von nationaler Bedeutung (Auenverordnung) vom 28. Oktober 1992 - Dekret über den Schutz der Landschaft und die Nutzung im Gebiet der Reusstalsanierung (Reusstalsanierung) vom 9. Mai 1983 Verordnung zum Dekret über den Schutz der Landschaft und die Nutzung im Gebiet der Reusstalsanierung (Reusstalsanierung) vom 9. Mai 1983 2 Die Grundwassernutzung darf die Schutzziele des Naturschutzes bzw. des Auenschutzes nicht beeinträchtigen. Vorbehalten bleiben insbesondere Schutz-, Unterhalts-, Renaturierungs- und Regenerierungsmassnahmen innerhalb des nationalen Auengebietes Nr. 92 im Sinne der Auenverordnung.
Art. 7 Forstwirtschaftliche Nutzung
1 Die forstwirtschaftliche Nutzung ist erlaubt. Sie soll die langfristige Erhaltung der Schutz- und Filterwirkung von Waldbestand, Boden und geologischem Untergrund sicherstellen. 2 Die Vorschriften des eidgenössischen und des kantonalen Rechtes sind strikt einzuhalten (Erhalt des VValdbestandes/Rodungsverbot, Zulässigkeit von Pflanzenbehandlungsmitteln). Die Weisungen des Kantonsoberförsters sind verbindlich. 3 Für den Bau von Forstwegen ist das ordentliche Bewilligungsverfahren massgebend.
8 Wasserbau Wasserbauliche Eingriffe an Reuss und Reusskanal dürfen die künftige Grundwassernutzung nicht beeinträchtigen.
Art. 9 Überwachung
Aufsicht und Kontrolle über die Einhaltung der Vorschriften erfolgt durch den Gemeinderat Merenschwand. Das Baudepartement kann zur Beratung beigezogen werden.
Art. 10 Schutzzonen
Für rechtskräftig ausgeschiedene Schutzzonen nach Art. 20 GSchG gelten die Vorschriften des Schutzzonenreglementes.
Art. 11 Inkrafttreten
Der Nutzungsplan und die Nutzungsvorschriften treten mit Beschluss des Grossen Rates in Kraft.
Gemeinde Merenschwand
Kanton Aargau
Kantonaler Nutzungsplan
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Gemeinde Merenschwand
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